Symptome der Viren HIV und AIDS


Referat / Aufsatz (Schule), 1998
2 Seiten, Note: 1,0

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Referat: HIV und AIDS

AIDS

AIDS ist die wohl bekannteste und gefürchtetste Virusinfektion, die es im 20. Jh. gibt. Obwohl das nicht ganz richtig ist. AIDS ist „nur“ die Folgeerscheinung einer HIV-Infektion. Von AIDS spricht man erst, wenn mindestens drei der von HIV ausgelösten Erscheinungen auftreten. Das sind: · häufige Infektionen

- unerklärbare Gewichtsverluste von mehr als 10% des Körpergewichtes
- Appetitlosigkeit
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit
- Fieberschübe, Schweißausbrüche, Mattigkeit
- andauernde Lymphknotenschwellungen in verschiedenen Körperregionen gleichzeitig
- ständig wiederkehrende Durchfälle
- Schmerzen in den Muskeln
- Husten, Atemnot
- häufige Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände
- Kaposi-Sarkome (Hautknötchen, -verfärbungen (lila-blau))

Allerdings sind diese Symptome nicht immer eine eindeutige Diagnose für AIDS.

AIDS ist englisch und steht für Acquired ImmunoDeficiency Syndrom und heißt auf deutsch erworbenes immundefekt Syndrom.

Acquired bedeutet erwerben oder sich holen. Also: AIDS bekommt man nicht, man holt es sich.

ImmunoDeficiency ist einfacher zu erklären, wenn man es in die einzelnen Teile zerlegt:

Immuno bezieht sich auf das körpereigene Immunsystem, d.h. die Abwehrkräfte, die jeder Mensch hat.

Deficiency heißt soviel wie defekt, daß etwas fehlt oder nicht in Ordnung ist. Folglich bedeutet

ImmunoDeficiency, daß das menschliche Immunsystem defekt oder zerstört ist. Also können die Abwehrkräfte normale Infektionen, wie z.B. Grippe, u.U. nicht bewältigen, die sie normalerweise ohne größere Probleme besiegen könnten. Das Wort Syndrom heißt, daß verschiedene Symptome gemeinsam auftreten, so daß man auf eine bestimmte Krankheit schließen kann. Zusammengesetzt ergibt sich folgender, relativ logischer Sinn: Ein Mensch steckt sich bei einem anderen an und entwickelt mehrere Krankheitssymptome. Aus diesem Krankheitssyndrom läßt sich schließen, daß das Immunsystem defekt oder gestört ist, und deshalb Erregern hilflos ausgeliefert ist, die es sonst problemlos eliminiert hätte.

HIV

HIV ist die Abkürzung für Human ImmunoDeficiency Virus. Zu deutsch menschliches Immundefektvirus .D.h. daß HIV nur an Menschen übertragen werden kann.

Das Wort Virus dürfte allgemein bekannt sein.

Die Wirkung des HIV

Das HIV gehört zum Virustypus der Retroviren. Ein Retrovirus ist ein Virustyp, der seine genetische

Erbinformation nicht in der Desoxiribonukleinsäure (DNS) , sondern in der Ribonukleinsäure (RNS) speichert.

Damit unterscheidet sich das HIV von fast allen anderen Organismen, denn die speichern ihre Erbinformationen in der DNS. Die verschiedenen Speicherarten haben zwar keinen Einfluß auf die Informationen, wirken sich aber auf die Übertragung des Virus aus. Die Vermehrung der Viren dürfte bekannt sein (Biologie, Klasse 7). Als Wirtszellen dienen dem HI-Virus die sogenannten T4-Helferzellen erkennen nahezu alle Eindringlinge und alarmieren die Immunabwehrkräfte. Wenn das HI-Virus an der T4-Helferzelle haftet, muß es nur noch seine RNS-Erbinformation in die DNS-Sprache der Wirtszelle, also der T4-Helferzelle, übersetzen. Das geschieht mit Hilfe eines Enzyms, der Reversen Transkriptase. Dannach impft es sein genetisches Material in die T4- Helferzelle ein. Eine T4-Helferzelle, die ihr eigenes Erbgut in sich hat, pflanzt sich durch einen Vorgang fort, den man Transkription (Zellteilung) nennt. Hat nun ein HIV sein Erbgut in die T4-Helferzelle eingeimpft, so stellt die Zelle keine Kopien von sich selbst, sondern Kopien des HIV her. So wird eine gesunde Zelle zur HIV- Fabrik. Dadurch entsteht eine Kettenreaktion. Nach einiger Zeit zerstört das HIV die befallene T4-Helferzelle. Wird eine gewisse Menge der T4-Helferzellen zerstört, kann das Abwehrsystem keine Eindringlinge mehr abwehren. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Virusträger die Symptome der Krankheit entwickelt. Er hat AIDS. Das HIV benutzt aber auch Makrophagen (große, mobile Freßzellen) als Wirt. Makrophagen haben die Aufgabe, fremde Stoffe im Blut zu vernichten und mit Fremdkörpern verseuchte Körperzellen zu eliminieren. Sind die

Makrophagen befallen, können HI-Viren in das zentrale Nervensystem (ZNS) gelangen. Zum zentralen Nervensystem gehören das Gehirn und das Rückenmark. Ist das HIV in das zentrale Nervensystem eingedrungen, können die Funktionen des Gedächtnisses, der Augen, der Muskeln und der gesamten Koordination des Körpers gestört werden.

Da das HIV ein Virus ist, stellt sich die Frage, warum die köpereigene Abwehr das Virus nicht abtötet. Doch wie ich schon erklärt habe, befallen die HI-Viren die T4-Helferzellen, die „Kommandozentrale“ des Immunsystems. Dadurch wird die Koordination im Abwehrsystem verhindert. Dadurch können die Antikörper keine Abwehrstrategie entwickeln, die das HIV zerstören könnte. Und wenn einmal passende Antikörper entstanden sind, kann sich das HIV so verändern, daß die Antikörper nicht mehr passen. Kurz nach der Infektion mit HIV treten Symptome auf, die allerdings auch durch andere, z.B. Grippeerkrankungen ausgelöst werden können. Die Symptome sind z.B. häufiger Durchfall, geschwollene Lymphknoten Ist bei einem Menschen erst einmal die HIV-Infektion zu AIDS fortgeschritten, hat er so gut wie keine eigenen Abwehrkräfte mehr, d.h. er ist einfachen Krankheiten, z. B. Grippe schutzlos ausgeliefert. Meistens werden AIDS-Kranke von Krankheiten befallen, die die Lunge, die Haut, das zentrale Nervensystem und denn Verdauungstrakt befallen. Bis vor wenigen Jahren war die häufigste Todesursache bei AIDS-Kranken die Pneumocystis carinii pneumonie (PCP), eine von Parasiten ausgelöste, schwere Lungenentzündung, bei der sich das Lungengewebe stark verdichtet und die Atmung immer schwerer funktioniert. Glücklicherweise kann man diese Krankheit therapieren. Seit einiger Zeit registriert die World Health Organisation (WHO) weltweit einen dramatischen Anstieg von Tuberkulose (TB) in Zusammenhang mit AIDS. In Afrika sind über 50% der AIDS-Kranken mit Tuberkelbakterien infiziert. Eine andere typische AIDS-Begleiterscheinung ist das „Kaposi Sarkom“ (KS), eine seltene Art von Krebs. Kaposi Sarkome sind bösartige Krebsarten, die die Gefäßzellen verändern und an violetten Flecken auf der Haut zu erkennen sind.

Diese Flecken sind anfangs klein, wachsen aber sehr schnell und können sich am ganzen Körper verteilen und innere Organe angreifen.

Herpes ist eine weitere Krankheit, die von AIDS ausgeht. Die Krankheit verläuft wie bei nicht-AIDS-Kranken, nur viel stärker, wegen der mangelnden Immunabwehr.

Viele der AIDS-Krankheiten befallen das Gehirn, wie z. B. die Toxoplasmose. Sie wird durch Sporentierchen übertragen.

Im Juli 1993 waren in Deutschland 9997 AIDS-Fälle registriert, davon sind 68 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren. Doch wie viele Menschen wirklich infiziert sind, weiß niemand.

Wer sich testen lassen will, kann das kostenlos und anonym beim Gesundheitsamt machen lassen.

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Details

Titel
Symptome der Viren HIV und AIDS
Veranstaltung
Helene-Lange Realschule Heilbronn
Note
1,0
Autor
Jahr
1998
Seiten
2
Katalognummer
V96146
Dateigröße
330 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
HIV-AIDS, Helene-Lange, Realschule, Heilbronn
Arbeit zitieren
Christian Wennrich (Autor), 1998, Symptome der Viren HIV und AIDS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96146

Kommentare

  • Gast am 1.2.2003

    Fand ich sehrrrrrrr gut.

    Fand ich jut, wirklich

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Titel: Symptome der Viren HIV und AIDS


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