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Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit in einer 4. Klasse einer Förderschule

Title: Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit in einer 4. Klasse einer Förderschule

Examination Thesis , 2017 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gesine Köhlmann (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die Arbeit stellt die Frage, ob sich die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen durch die Arbeit mit dem Kamishibai auf das Erzählen einlassen. Zudem wird gefragt, ob das Kamishibai dazu beiträgt, dass die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen Einsichten in die Erzählstruktur erhalten.

Zu Beginn der Arbeit wird ihr theoretischer Hintergrund dargestellt. Kapitel 2 befasst sich zunächst mit der Begriffsdefinition zum Förderschwerpunkt Lernen. Da diesem der Begriff der Lernbehinderung zugrunde liegt und zu einem großen Teil in der aktuellen Fachliteratur Verwendung findet, wird dieser unter Einbeziehung verschiedener Theoriezugänge näher betrachtet. Folgend wird auf die mündliche Erzählfähigkeit eingegangen. Allgemein lässt sich schriftliches von mündlichem Erzählen unterscheiden. Beide Varianten bedingen sich wechselseitig, indem das mündliche Erzählen eine Orientierungshilfe für die Schriftlichkeit gibt. Zudem lassen sich Muster und Strukturen aus erzählten Geschichten in die Schrift übertragen. Aufgrund der Komplexität der Erzählfähigkeit wird in dieser Arbeit ausschließlich das mündliche Erzählen zum Gegenstand gemacht. Es werden Betrachtungsansätze verschiedener Autoren erläutert und miteinander in Verbindung gebracht, mit dem Ziel, die Komplexität des mündlichen Erzählens hervorzuheben, die Bedeutung für die pädagogische Praxis herauszustellen und eine theoretische Grundlage für den praktischen Teil dieser Arbeit zu sichern. Im Anschluss an die Begriffsklärungen werden wichtige Voraussetzungen sowie die einzelnen Entwicklungsstufen des mündlichen Erzählens dargelegt und die Bedeutung des Erzählens in der Schule sowie günstige Bedingungen für die Gestaltung von Erzählsituationen betrachtet. Abschließend wird das Kamishibai als eine Möglichkeit zur Ausgestaltung von Gesprächssituationen kurz erläutert und in das pädagogische Blickfeld gerückt.

Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit. Die Einheit wird mit ihren Zielen und Sequenzen tabellarisch vorgestellt und die Lerngruppe näher beschrieben. Im didaktisch-methodischen Kommentar werden die verschiedenen Planungsgrundlagen veranschaulicht. Exemplarisch findet eine Darstellung und Kurzauswertung von zwei Unterrichtsstunden und einen Projekt statt. Dem folgt abschließend die Auswertung und Diskussion der Einheit in Bezug auf die leitenden Fragestellungen der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Begriffsdefinition Förderschwerpunkt Lernen

2.2 Begriffserklärung Erzählen

2.2.1 Voraussetzungen für mündliche Erzählfähigkeit

2.2.2 Entwicklungsstufen des Erzählens

2.2.3 Mündliches Erzählen in der Schule

2.2.4 Förderung mündlicher Erzählfähigkeit im Unterricht

2.2.5 Erzählfähigkeit von Schülern mit den Förderschwerpunkt Lernen

2.3 Was ist ein Kamishibai?

2.3.1 Kamishibai in der Schule

3 Praktischer Teil

3.1 Sequenzen und Ziele der Einheit

3.2 Lerngruppenbeschreibung

3.3 Individualbeschreibungen

3.5 Didaktisch -methodisches Konzept

3.6 Darstellung ausgewählter Stunden

3.6.1 Sequenz 2: „Der kleine grüne Drache“ (1./2)

3.6.2 Sequenz 5: „Abenteuergeschichten vom Regentropfen Patsch“ (1./3)

3.6.3 Sequenz 6 „Die zwei Regentropfen Pitsch und Patsch“

3.7 Auswertungen der Einheit

4 Diskussion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des Kamishibai als Präsentationsmedium zur Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das primäre Ziel ist es, durch eine gezielte Unterrichtseinheit die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, das aktive Zuhören sowie das Verständnis für Erzählstrukturen zu verbessern und die Freude am Erzählen zu wecken.

  • Förderung der mündlichen Erzählkompetenz bei Lernbeeinträchtigungen.
  • Einsatz des Kamishibai als bildgestütztes Medium zur Strukturierung von Geschichten.
  • Stärkung des aktiven Zuhörens und der Konzentrationsfähigkeit im Unterricht.
  • Integration von Sprachmodellierung und handlungsorientierten Erzählanlässen.
  • Analyse der Wirksamkeit durch die Dokumentation einer konkreten Unterrichtseinheit.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Voraussetzungen für mündliche Erzählfähigkeit

Die Erzählfähigkeit ist ein komplexer Prozess, der sich im Rahmen der kindlichen Entwicklung entfaltet. Bevor im nächsten Kapitel auf die einzelnen Entwicklungsstufen eingegangen wird, sollen hier zunächst verschiedene Voraussetzungen vorgestellt werden, die einen Einfluss auf den Erwerb von Erzählfähigkeiten haben können.

Eine wichtige Voraussetzung für das Erzählen von Geschichten stellt nach Schelten-Cornish (2015; 15) die Theory of Mind dar. Das Kind weiß, dass der Zuhörer nicht den gleichen Wissenstand hat und berücksichtigt dies in seiner Erzählung. Es versprachlicht wichtige Informationen zum Sachverhalt und gestaltet die Geschichte für den Zuhörer nachvollziehbar. Um ein Thema für eine Geschichte als ‚erzählwürdig‘ zu klassifizieren, bedarf es eines altersgemäß entwickelten Weltwissens. Das Kind versteht, dass eine Situation zum Beispiel ‚gefährlich‘ ist und greift dies in einer Erzählung auf. Währenddessen bedarf es eines Erinnerungsvermögens für Einzelheiten und der Fähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem abzugrenzen. Versprachlicht das Kind nur Beschreibungen statt Geschichten, kann dies ein Indiz dafür sein, dass es die wesentlichen Aspekte nicht als solche wahrnimmt. Um eine Erzählung für den Zuhörer nachvollziehbar aufzubauen, braucht es die Fähigkeiten, Teile einer Geschichte in der richtigen Reihenfolge wiederzugeben sowie Zusammenhänge zu erkennen und logische Schlussfolgerungen abzuleiten.

Erzählen als zentrale Sprachkompetenz setzt voraus, dass das Kind das Vorhaben oder die Aufgabe sprachlich versteht und die Inhalte verständlich darstellt. Das Kind muss demnach über semantische/lexikalische, phonetisch/phonologische, pragmatische und morphologische/syntaktische Kenntnisse verfügen. Zum Beispiel werden Reihenfolgen und Zusammenhänge durch Pronomen, Bindewörter im Sinne der Kohäsion verständlich gemacht. Neben Kohäsion ist die Kohärenz eine weitere Voraussetzung für das Erzählen. Durch die Grammatik und Struktur der Geschichte wird eine Erzählung verständlich. Der sinnbildliche ‚rote Faden‘ liefert dem Zuhörer die wichtigen Hintergrundinformationen und erleichtert das Verständnis (vgl. Schelten-Cornish, 2015; 15). Die Betrachtung dieser Voraussetzungen für das mündliche Erzählen verdeutlicht seine Komplexität und bestätigt, dass es sich dabei nicht nur um eine lapidare Tätigkeit handelt, sondern um eine umfassende kommunikative Aufgabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des mündlichen Erzählens für die kindliche Entwicklung und begründet die Intention, dieses bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen durch das Kamishibai zu fördern.

2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert den Förderschwerpunkt Lernen aus verschiedenen theoretischen Perspektiven und erläutert die Grundlagen mündlicher Erzählfähigkeit sowie das Kamishibai als pädagogisches Instrument.

3 Praktischer Teil: Im praktischen Teil wird die Planung, Durchführung und Auswertung einer spezifischen Unterrichtseinheit vorgestellt, die den Einsatz des Kamishibai zur Erzählförderung erprobt.

4 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse der Unterrichtseinheit anhand der leitenden Fragestellungen und bewertet das Kamishibai als geeignetes Medium für die sonderpädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Kamishibai, Förderschwerpunkt Lernen, Mündliche Erzählfähigkeit, Sprachförderung, Erzähltheater, Erzählstruktur, Aktives Zuhören, Pädagogische Praxis, Narrativer Kompetenzerwerb, Erzählanlässe, Unterrichtseinheit, Sonderpädagogik, Sprachmodellierung, Bildgestütztes Erzählen, Erzählkreis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit thematisiert die Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit bei Schülern an einer Förderschule (Förderschwerpunkt Lernen) durch den Einsatz des Kamishibai als Präsentationsmedium.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Erzählkompetenz, die Definition des Förderschwerpunkts Lernen sowie die methodische Planung und Durchführung bildgestützter Erzählsituationen im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Schüler durch die Arbeit mit dem Kamishibai dazu zu befähigen, eigene Geschichten in einer strukturierten und für Zuhörer nachvollziehbaren Weise zu erzählen und gleichzeitig das aktive Zuhören zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt einen handlungs- und produktorientierten Ansatz im Rahmen einer Unterrichtseinheit, kombiniert mit der Beobachtung und Auswertung der Lernprozesse anhand von Individualbeschreibungen und Sprachstandserhebungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Lernbehinderung und Erzählentwicklung sowie einen umfangreichen praktischen Abschnitt, der die Unterrichtsplanung, didaktische Überlegungen und die konkrete Auswertung einzelner Sequenzen darlegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Kamishibai, mündliche Erzählfähigkeit, Förderschwerpunkt Lernen, Sprachförderung und Erzählstruktur.

Wie hilft das Kamishibai konkret bei der Arbeit mit dem Förderschwerpunkt Lernen?

Das Kamishibai bietet durch die Bildkarten eine klare visuelle Struktur, entlastet den auditiven Kanal und fungiert als motivierender ‚Türöffner‘, der den Schülern hilft, den roten Faden einer Geschichte leichter zu halten.

Welche Rolle spielt die Lehrperson im Rahmen dieser Erzähleinheit?

Die Lehrperson fungiert als Modell für mündliches Erzählen, schafft einen angstfreien Rahmen und bietet durch Strukturierungshilfen die notwendige Unterstützung, um die Fabulierlust der Schüler gezielt zu fördern.

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Details

Title
Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit in einer 4. Klasse einer Förderschule
Course
Lehramt Förderschulen
Grade
1,0
Author
Gesine Köhlmann (Author)
Publication Year
2017
Pages
39
Catalog Number
V961531
ISBN (eBook)
9783346311344
ISBN (Book)
9783346311351
Language
German
Tags
Selbstkonzept Förderschwerpunkt Staatsexamen Hausarbeit Kamishibai Lernen Erzählfähigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gesine Köhlmann (Author), 2017, Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit in einer 4. Klasse einer Förderschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961531
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