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Verhalten während des Covid-19-Ausbruchs. Beeinflusst die subjektive Risikowahrnehmung das tatsächliche Verhalten?

Titel: Verhalten während des Covid-19-Ausbruchs. Beeinflusst die subjektive Risikowahrnehmung das tatsächliche Verhalten?

Hausarbeit , 2020 , 53 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Almut Hauser (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem COVID-19-Ausbruch befindet sich die Welt in einer Art Notfallsituation. In dieser Arbeit wird untersucht, ob je nach Risikowahrnehmung von COVID-19 das Verhalten des Haus-Verlassens für Sozialkontakte beziehungsweise Krankheitsversorgung variiert. Dies geschieht im Rahmen einer Studie als Kooperationsprojekt der Universität Mailand mit der Universität Surrey in einer Umfrage mit 438 Teilnehmern innerhalb der deutschen Bevölkerung. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob bei Personen mit hoher Risikowahrnehmung hinsichtlich der Umsetzung der empfohlenen Ausgangsbeschränkungen Geschlechtsunterschiede bestehen.

Der weltweite Ausbruch der neuen Atemwegserkrankung COVID-19, der in China zum ersten Mal im Dezember 2019 in Wuhan bestätigt wurde, hat in zahlreichen Ländern der Welt zu massiven Einschnitten im öffentliche Leben, aber auch im Privatleben vieler Bürger geführt. Maßnahmen des Social Distancing, also des Vermeidens eines direkten Körperkontakts und des Abstandhaltens zu anderen Personen, wurden ergriffen, um eine weitere Verbreitung von Erregern einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen.

Gleichzeitig wurde das Thema COVID-19 in sehr unterschiedlicher Form in der Öffentlichkeit kommuniziert. Die Spanne reicht von sachlicher, wissenschaftlich begründeter Information, über Nachrichten mit erschreckenden Bildern überfüllter Krankenhäuser in Italien bis hin zu Verharmlosung oder gar Verleugnung der Gefährlichkeit durch Regierungschefs wie Trump, Bolsonaro und Lukaschenko.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie

2.1 Theoretische Konzepte

2.1.1 Risiko und Risikowahrnehmung

2.1.2 Umgang mit Risiko: Verhalten

2.2 Bisherige Studien zu COVID-19

2.3 Forschungsfragen

3 Methode

3.1 Stichprobe

3.2 Instrument

3.3 Durchführung

3.4 Operationalisierung

3.5 Empirische Hypothesen

4 Ergebnisse

5 Diskussion

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der subjektiven Risikowahrnehmung von COVID-19 und dem tatsächlichen Verhalten der Bevölkerung in Deutschland hinsichtlich der Einhaltung von Kontaktbeschränkungen und dem Aufsuchen medizinischer Versorgung besteht.

  • Analyse der subjektiven Risikowahrnehmung während der Pandemie.
  • Untersuchung von Verhaltensweisen beim Haus-Verlassen für Sozialkontakte und Krankheitsversorgung.
  • Erforschung möglicher geschlechtsspezifischer Unterschiede bei der Risikowahrnehmung und Einhaltung von Maßnahmen.
  • Überprüfung theoretischer Modelle (z.B. Prospect Theory) in der spezifischen Situation des Covid-19-Ausbruchs.
  • Diskussion von Diskrepanzen zwischen Risikobewusstsein und tatsächlichem Handeln.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Risiko und Risikowahrnehmung

Ein Risiko ist mit Wahrscheinlichkeiten verknüpft und nicht mit Sicherheiten. So ist ein Risiko „das Kennzeichen einer Situation, die durch mangelhafte Voraussehbarkeit des Kommenden mögliche Schäden, Verluste und dergleichen in Aussicht stellt“ (Wirtz, 2020, S. 1450).

Experten nehmen eine Einschätzung des Risikos vor und versuchen, die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses möglichst genau einzugrenzen. So bestimmen sie beispielsweise anhand objektiver Daten das Risiko für Herzinfarkt in der Allgemeinbevölkerung.

Die Risikowahrnehmung des Individuums, die wiederum die Risikoeinschätzung beeinflusst, findet dagegen auf subjektiver Ebene statt. Sie beinhaltet eine persönliche Vermutung und bezieht sich dabei einerseits auf allgemeine Risiken für die Gesamtbevölkerung, andererseits auf eine selbstbezogene Risikowahrscheinlichkeit, persönlich von einem negativen Ereignis getroffen zu werden (Wirtz, 2020). Nach Dohrenwend (Aronson et al., 2014) hat dabei subjektiver Stress einen stärkeren Einfluss als objektive Begebenheiten; das Risiko wird somit als bedrohlicher empfunden, wenn es eine Person persönlich betrifft und nicht nur eine abstrakte Bedrohung bleibt. Die Risikowahrnehmung lässt sich dabei nochmals aufschlüsseln: Sie setzt sich zusammen aus der Bewertung der wahrgenommenen Wahrscheinlichkeit, dass die Gefahr tatsächlich eintritt, und der wahrgenommenen Wahrscheinlichkeit, wie bedrohlich die Konsequenzen sein werden (Lechowska, 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Ausbruch von COVID-19, die resultierenden Maßnahmen wie Social Distancing und die sehr unterschiedliche öffentliche Kommunikation sowie das daraus resultierende variierende Risikobewusstsein in der Bevölkerung.

2 Theorie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Risikowahrnehmung, stellt theoretische Erklärungsmodelle für das menschliche Verhalten in Risikosituationen vor und fasst den aktuellen Forschungsstand zu COVID-19 sowie die daraus abgeleiteten Forschungsfragen zusammen.

3 Methode: Hier werden die Stichprobenakquise über Online-Fragebögen, das verwendete Instrument zur Datenerhebung im Rahmen eines internationalen Kooperationsprojekts sowie die Operationalisierung der Variablen und die spezifischen Hypothesen erläutert.

4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Umfragedaten, wobei die Stichprobe in Gruppen hoher und niedriger Risikowahrnehmung unterteilt und hinsichtlich ihres Verhaltens beim Haus-Verlassen untersucht wird.

5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die erhobenen Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen, hinterfragt die Diskrepanz zwischen Risikowahrnehmung und Verhalten unter Einbeziehung psychologischer Theorien und benennt Limitationen der Studie.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, dass keine signifikanten Unterschiede im Verhalten aufgrund der Risikowahrnehmung nachgewiesen werden konnten, und betont die Notwendigkeit zukünftiger Forschung zur Risikokompetenz.

Schlüsselwörter

COVID-19, Risikowahrnehmung, Risikoverhalten, soziale Distanzierung, Haus-Verlassen, Notaufnahme, Hausarztbesuch, Pandemie, Geschlechtsunterschiede, psychologische Mechanismen, Risikokompetenz, Gesundheitsverhalten, Querschnittsstudie, Risikoeinschätzung, Verhaltensänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der subjektiven Risikowahrnehmung durch COVID-19 und dem tatsächlichen Alltagsverhalten der deutschen Bevölkerung, insbesondere im Hinblick auf das Verlassen des Hauses für verschiedene Zwecke.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen die psychologische Risikowahrnehmung, das daraus resultierende Schutzverhalten, Auswirkungen auf die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen sowie mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptforschungsfrage lautet: „Stay home! Beeinflusst die subjektive Risikowahrnehmung das tatsächliche Verhalten während des Covid-19-Ausbruchs?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Querschnittsstudie, bei der 438 Teilnehmer mittels eines Online-Fragebogens befragt wurden. Die Daten wurden mit statistischen Methoden (z.B. Pearson Chi-Quadrattest, Mann-Whitney-U-Test) in R und Excel ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Risiko-Modellen, die methodische Darstellung der Untersuchung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie COVID-19, Risikowahrnehmung, Risikoverhalten, soziale Distanzierung, Risikokompetenz und psychologische Mechanismen charakterisieren.

Gab es signifikante Unterschiede im Verhalten zwischen Personen mit hoher und niedriger Risikowahrnehmung?

Nein, die inferenzstatistische Untersuchung konnte keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Haus-Verlassens für Sozialkontakte oder für medizinische Versorgungszwecke zwischen den Risikogruppen feststellen.

Spielte das Geschlecht bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen eine Rolle?

Die Untersuchung konnte keine signifikanten Geschlechtsunterschiede in der Häufigkeit des Haus-Verlassens feststellen; Frauen und Männer mit hoher Risikowahrnehmung verhielten sich in der Studie annähernd gleich.

Warum könnte die Risikowahrnehmung laut Autorin nicht direkt das Verhalten beeinflusst haben?

Als Gründe werden unter anderem die Beschränkungen der Querschnittsstudie als Momentaufnahme, der Einfluss sozialer Normen sowie psychologische Mechanismen wie die „Truthahn-Illusion“ angeführt, bei denen das Risiko als abstrakt und nicht als persönlich bedrohlich wahrgenommen wird.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verhalten während des Covid-19-Ausbruchs. Beeinflusst die subjektive Risikowahrnehmung das tatsächliche Verhalten?
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
1,3
Autor
Almut Hauser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
53
Katalognummer
V961742
ISBN (eBook)
9783346310675
ISBN (Buch)
9783346310682
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verhalten covid-19-ausbruchs beeinflusst risikowahrnehmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Almut Hauser (Autor:in), 2020, Verhalten während des Covid-19-Ausbruchs. Beeinflusst die subjektive Risikowahrnehmung das tatsächliche Verhalten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961742
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Leseprobe aus  53  Seiten
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