Das Ziel dieser Arbeit ist es diese Fragen so erfolgreich wie möglich zu beantworten und damit feststellen zu können, wie die Identitätsbildung Heranwachsender, im Besonderen durch das soziale Medium Instagram", beeinflusst wird.
Zur Erarbeitung der Thematik wird die Autorin zunächst einige Begriffserklärungen vornehmen, die für das Verständnis des Sachverhaltes zentral sind. Um diese Termini einordnen zu können, werden sie, wenn passend, durch Statistiken und andere Visualisierungen unterstützt.
Darauf folgen die Definition und Nutzungsbeschreibung der Plattform ,,Instagram". Anschließend erfolgt die Ausarbeitung des Punktes Instagram und Identitätsarbeit. Hier wird die Autorin versuchen die Zusammenhänge aufzuzeigen und zu erklären. Grundlegend soll die Identitätsentwicklung Jugendlicher in der heutigen Zeit, durch alltägliche Identitätsarbeit auf „Instagram" und konkrete Beispiele, dargestellt werden.
Zum Schluss fasst die Verfasserin der Ausarbeitung, in der abschließenden Diskussion, alle erarbeiteten Erkenntnisse zusammen und beantwortet nach
Möglichkeit die anfänglich gestellten Fragen.
Als Teil einer Generation, die auch unter Namen wie „Digital Natives" oder „Generation Internet" bekannt ist, sieht sich die Autorin dieser Arbeit täglich mit daraus entstehenden Einflüssen auf das Leben Heranwachsender konfrontiert. Die Entwicklungsphase der Jugend wird auch als der Abschnitt des Lebens gewertet, in dem ein Individuum „erwachsen wird" beziehungsweise „erwachsen werden soll".
Wie die zweite Formulierung bereits anklingen lässt, ist mit dem erfolgreichen Abschluss dieser gesellschaftlich normierten Lebensaufgabe ein gewisser Zwang und/oder Druck verbunden. Die Individuen einer Gesellschaft streben mit der erfolgreichen Entwicklung an „normal zu sein" und ein Teil der Gemeinschaft zu werden. Dahinter verbirgt sich der Wunsch dazuzugehören.
Dies lässt sich auch daraus ableiten, dass in den zahlreichen bereits existierenden Identitätstheorien immer wieder erkennbar ist, dass für Jugendliche das direkte Umfeld eine signifikante Rolle in der eigenen Identitätsbildung darstellt. Egal ob sozial, politisch oder ideologisch. Die Heranwachsenden konstruieren ihre Persönlichkeiten aus
den Einflüssen ihres Umfeldes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Jugend
2.2. Identitätsbildung
2.3. Soziale Medien/Netzwerke
2.4. „Influencer“-/ Virales Marketing
3. Die Plattform „Instagram“
4. „Instagram“ und Identitätsbildung
4.1. Die alltägliche Identitätsarbeit auf „Instagram“
4.2. Beispiele für die Identitätsarbeit auf „Instagram“
5. Abschließende Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit untersucht den Einfluss sozialer Medien, insbesondere der Plattform „Instagram“, auf die Identitätsentwicklung von Jugendlichen und Heranwachsenden, wobei sowohl Chancen zur Selbstentfaltung als auch psychologische Risiken analysiert werden.
- Grundlagen der Identitätsbildung in der Jugendphase
- Funktionsweise und Mechanismen von „Instagram“
- Einfluss von „Influencer“-Marketing auf das Selbstbild
- Alltägliche Identitätsarbeit und digitale Selbstdarstellung
- Risiken wie FOMO, Körperbildstörungen und Cybermobbing
Auszug aus dem Buch
Die alltägliche Identitätsarbeit auf „Instagram“
Wie bereits erläutert ist die Jugend eine Phase der Selbstfindung und des in Frage Stellens. Die jungen Menschen setzen sich mit sich Selbst und der eigenen Persönlichkeit auseinander. Es erfolgt eine Erforschung der eigenen Talente, Vorlieben und Stärken. Aber auch die einzigartigen, subjektiven Qualitäten und Ressourcen der einzelnen Jugendlichen werden gesucht und entdeckt. Diese Suche nach der inneren, individuellen Dimension erfolgt zu großen Teilen durch die Selbstdarstellung (im Internet). Hier werden die Emotionen, Vorstellungen und Werte erarbeitet und präsentiert. Dies kann unter Umständen eine wirksame Reflexion des eigenen Verhaltens und Hygiene der persönlichen Psyche darstellen (Vgl. Wagner, 2009, S.117f). Natürlich lauern in diesen Strukturen aber auch Gefahren. Zum Beispiel ist nicht für jede*n Heranwachsende*n immer differenzierbar welche Inhalte gezielt gestellt wurden und welche authentisch sind. Dies kann zu Minderwertigkeitskomplexen bei jungen Personen führen. Sie denken dann, dass ihr eigenes Leben „nicht gut genug“ ist, da sie nicht verstehen können, dass die auf „Instagram“ präsentierten Beiträge nicht immer die Realität abbilden (Bartels/Storks 2020).
Diverse Statistiken bestätigen, dass die Sozialen Medien für Jugendliche heutzutage einen enormen Stellenwert erlangt haben. Im Jahr 2019 veröffentlichte der IKW (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V.) die dritte Ausgabe ihrer repräsentativen Studie „Jugend ungeschminkt“. Diese Version der Studienreihe fokussiert sich im Besonderen auf den Umgang Heranwachsender mit „Instagram“. Es wird die Frage gestellt wie groß die psychologische Einwirkung und die Auswirkungen sind (Vgl. IKW: Jugend ungeschminkt 2019, S. 1). Das Resultat der Forschung ergab, dass die Social Media App für viele junge Menschen den Ansatz darstellt, sich „eine rundum kontrollierbare Traumwelt zu installieren, in der alles perfekt ist und sie selbst unangreifbar sind.“ (Zit. aus IKW: Jugend ungeschminkt 2019, S.2)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Identitätsbildung im digitalen Zeitalter und führt in die Fragestellung ein, wie soziale Medien das Heranwachsen beeinflussen.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie Jugend, Identitätsbildung, Soziale Medien und Influencer-Marketing als theoretisches Fundament der Arbeit.
3. Die Plattform „Instagram“: Hier wird die Entstehungsgeschichte, technische Entwicklung und Funktionsweise von Instagram detailliert beschrieben.
4. „Instagram“ und Identitätsbildung: Dieses Hauptkapitel analysiert, wie Jugendliche durch digitale Selbstdarstellung Identitätsarbeit leisten und welche Rolle die Plattform dabei spielt.
5. Abschließende Diskussion: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen und plädiert für eine stärkere Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Ansätzen in der Sozialen Arbeit.
Schlüsselwörter
Identitätsbildung, Soziale Medien, Instagram, Jugend, Heranwachsende, Identitätsarbeit, Influencer-Marketing, Digitale Medien, Selbstbild, Internet, FOMO, Medienpädagogik, Körperbild, Selbstdarstellung, Soziale Netzwerke
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, die soziale Medien, spezifisch Instagram, im Prozess der Identitätsentwicklung bei Jugendlichen und Heranwachsenden spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Jugendphase, die Funktionsweise digitaler Plattformen, die Mechanismen des Influencer-Marketings sowie die psychologischen Auswirkungen der digitalen Selbstdarstellung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Stellenwert von sozialen Medien für die Identitätsarbeit der heutigen Jugend zu bestimmen und zu verstehen, wie soziale Medien diese Prozesse beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte theoretische Analyse, ergänzt durch die Auswertung von Statistiken und Studien sowie die Reflexion von Praxisbeispielen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die Vorstellung der Plattform Instagram und eine vertiefte Analyse der alltäglichen Identitätsarbeit, inklusive konkreter Fallbetrachtungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen gehören Identitätsbildung, Instagram, digitale Selbstdarstellung, Jugend und psychische Risiken in sozialen Medien.
Warum spielt die Selbstdarstellung auf Instagram eine so große Rolle für Jugendliche?
Instagram bietet einen Raum, um eine „idealisierte Version“ des Selbst zu konstruieren, was Jugendlichen hilft, sich in einer kontrollierbaren Traumwelt sicher und anerkannt zu fühlen.
Welche Rolle spielt die FOMO-Problematik für die Nutzer?
Die „Fear of Missing Out“ beschreibt die Angst, wichtige Ereignisse oder Trends zu verpassen, was zu einem zwanghaften Nutzungsverhalten und psychischem Druck führt.
Wie bewertet die Autorin den Einfluss von Influencern auf Jugendliche?
Die Autorin hebt hervor, dass Influencer eine starke Wirkung auf das Selbstbild haben können, indem sie einerseits Inspiration bieten, andererseits aber durch unrealistische Schönheitsideale Minderwertigkeitskomplexe schüren.
Welches Fazit zieht die Arbeit für die Soziale Arbeit?
Die Arbeit schlussfolgert, dass Medienkompetenz und medienpädagogische Ansätze in der Sozialen Arbeit unverzichtbar sind, um Jugendliche bei der Bewältigung der digitalen Identitätsarbeit zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Tabea Seefeldt (Autor:in), 2020, Instagram und die Identitätsentwicklung von Jugendlichen. Eine Darstellung der Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961777