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Durch Medien erzeugte Empathie

Theoretische Grundlagen und religionsdidaktische Überlegungen zu einem Kurzfilm

Titel: Durch Medien erzeugte Empathie

Hausarbeit , 2016 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Heiß (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In einem Seminar haben wir uns mit dem Thema Empathie beschäftigt und untersucht, wann Mitgefühl gefördert wird und wann nicht. In Gruppenarbeit haben wir überlegt, wie Empathie filmisch erzeugt werden kann und haben mit einfachen Mitteln versucht, dies in die Tat umzusetzen. In dieser Arbeit setze ich mich reflektiv mit dem entstandenen Kurzfilm auseinander und nehme Bezug zu theoretischen Aspekten der Empathie. Außerdem gehe ich der Frage nach, ob Empathie ein rein zwischenmenschliches Phänomen ist.

Im Kino kann ein Film verschiedenste Emotionen in einem Menschen hervorrufen: Der Zuschauer ist traurig, wenn ein Protagonist stirbt, er freut sich, wenn zwei Charaktere heiraten, er hat Angst, wenn der Lieblingsdarsteller in eine bedrohliche Situation kommt. Was ist es, das eine solche Reihe von Mitgefühlen in uns auslöst, obwohl die Darsteller auf der Leinwand nicht einmal greifbar sind? In unserem alltäglichen Leben ist Mitgefühl besonders wichtig, wenn es ums achtsame und sensible Zusammenleben mit anderen Menschen geht. Mitgefühl zu zeigen ist eines der menschlichsten Dinge und meiner Meinung nach nebenbei noch Teil des wichtigsten Gebots des Christentums, nämlich der Nächstenliebe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretische Grundlagen für den Begriff Empathie

Inhalt des Kurzfilms „THE JOURNEY – ein neues Glück“

Zur Entstehung und Idee des Kurzfilms

Didaktisches Potential und religionsdidaktische bzw. unterrichtspraktische Überlegungen

Feedback und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Empathie und analysiert, ob und wie bei Zuschauern Empathie für einen leblosen Gegenstand durch filmische Mittel erzeugt werden kann, um daraus didaktische Implikationen für den Unterricht abzuleiten.

  • Etymologie und Definition des Begriffs Empathie
  • Individuelle Einflussfaktoren und Katalysatoren nach Stettberger
  • Methodik der filmischen Personifikation von Gegenständen
  • Didaktische Möglichkeiten des Perspektivenwechsels in der Schule
  • Zusammenhang von Entscheidung und Konsequenz im bildhaften Kontext

Auszug aus dem Buch

Zur Entstehung und Idee des Kurzfilms

Grundlage für den Impuls, einen Film aus der Sicht eines Baumblattes zu drehen, war die für uns spannende Frage, ob ein Mensch in der Lage ist, Empathie für einen leblosen Gegenstand zu entwickeln. Dieser Frage wollten wir nachgehen und haben zunächst nach geeigneten Gegenständen gesucht. Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht, weshalb wir den Suchbegriff etwas erweiterten. Selbst von den weitläufigeren Ideen verwarfen wir wieder einige, weil sie uns entweder zu abstrakt erschienen (z.B ein Stuhl), oder aber zu nah am Menschen waren (z.B. ein Hund). Die Suche fand ein Ende als wir über YouTube auf ein computeranimiertes Musikvideo gestoßen waren, in dem ein Herbstwind simuliert wird, der bunte Blätter davonträgt. Diese Idee kombinierten wir mit einer Fabel von Leonardo da Vinci, die wir für unsere Zwecke leicht abgeändert und neu interpretiert, aber in ihren Grundrissen übernommen haben.

Die Geschichte beschreibt einen Stein, der von einer prachtvollen Wiese voller Blumen und Kräutern umgeben ist, sich in diesem Umfeld allerdings nicht wohlfühlt und viel lieber bei den anderen Steinen auf dem Weg am Rande des Wiesenhanges liegen. Er lässt sich den Hang hinabrollen und vollendet seine anstrengende Reise bei seinen Gleichgesinnten, den anderen Steinen. Neues Elend macht sich breit, weil er unter Wagenrädern, eisenbeschlagenen Pferdehufen und trampelnden Wanderschuhen zu leiden hatte. Bedeckt von Schlamm und Dung denkt er voller Schmerz zurück an den einst ruhigen und friedlichen Platz zwischen den Blumen und sehnt sich zurück an all das Gute, das er einst so entschlossen hinter sich gelassen hatte (vgl. McCurdy 2017).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in die Thematik der Empathie im Alltag und im Kino ein und stellt die leitende Forschungsfrage zur filmischen Erzeugung von Mitgefühl für leblose Objekte.

Theoretische Grundlagen für den Begriff Empathie: Dieses Kapitel beleuchtet den etymologischen Ursprung von Empathie sowie zentrale Einflussfaktoren und Katalysatoren, die die Entstehung von Einfühlungsvermögen begünstigen oder hemmen.

Inhalt des Kurzfilms „THE JOURNEY – ein neues Glück“: Es wird die Handlung des produzierten Kurzfilms beschrieben, der die Reise eines Baumblattes von der idyllischen Natur bis in eine urbane, lebensfeindliche Umgebung nachzeichnet.

Zur Entstehung und Idee des Kurzfilms: Hier wird der kreative Prozess der Filmproduktion erläutert, inklusive der Ideenfindung, der Nutzung von Personifikation als Stilmittel und der Integration einer Fabel von Leonardo da Vinci.

Didaktisches Potential und religionsdidaktische bzw. unterrichtspraktische Überlegungen: Das Kapitel diskutiert, wie der Film als Impuls für fächerübergreifende Diskussionen über Entscheidungen, Konsequenzen, Tod und Vergänglichkeit im Schulunterricht eingesetzt werden kann.

Feedback und Fazit: Der Autor reflektiert das Feedback der Kommilitonen und zieht das Fazit, dass durch gezielte filmische Inszenierung und emotionale Katalysatoren eine Identifikation mit leblosen Objekten gelingen kann.

Schlüsselwörter

Empathie, Kurzfilm, Didaktik, Religionsdidaktik, Personifikation, Mitgefühl, Entscheidungsfindung, Perspektivenwechsel, Bildhaftigkeit, Identifikation, Stettberger, Filmproduktion, Lebenszyklus, Moral, Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, beim Zuschauer Empathie für einen leblosen Gegenstand – in diesem Fall ein Baumblatt – durch einen eigens produzierten Kurzfilm zu erzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen der Empathie nach Stettberger mit einer praktischen Filmproduktion und deren didaktischer Auswertung für den Religionsunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob ein Mensch Empathie für einen leblosen Gegenstand entwickeln kann und welche Bedingungen für diesen Prozess der Teil-Identifikation notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt einen reflexiven Ansatz, indem er seine eigene Filmproduktion unter Heranziehung von Kommunikationstheorien und empathietheoretischen Katalysatoren analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Vorstellung des Films, die Entstehungsgeschichte, die mediale Gestaltung sowie eine ausführliche didaktische Reflexion über den Einsatz im schulischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Empathie, Didaktik, Personifikation, Perspektivenwechsel, filmische Inszenierung und die Katalysatoren nach Stettberger.

Warum wurde ein Baumblatt als Hauptcharakter gewählt?

Das Blatt dient als Projektionsfläche für menschliche Entwicklungsschritte, vom sicheren Elternhaus (Baum) hin zu eigenen, risikoreichen Erfahrungen in der Welt.

Inwiefern spielt das Thema Tod eine Rolle für die Didaktik?

Der Tod des Blattes bietet einen Anlass, um mit Schülern über Vergänglichkeit, Sinnsuche und religiöse Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod ins Gespräch zu kommen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Durch Medien erzeugte Empathie
Untertitel
Theoretische Grundlagen und religionsdidaktische Überlegungen zu einem Kurzfilm
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Note
1,0
Autor
Tobias Heiß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V961916
ISBN (eBook)
9783346329738
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Empathie Religionspädagogik Kurzfilm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Heiß (Autor:in), 2016, Durch Medien erzeugte Empathie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961916
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Leseprobe aus  12  Seiten
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