Transaktionssysteme, Fragen zum Data Dictionary (DD) einer RDB, SQL, Datenmodellierung


Hausarbeit, 1998

13 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

Fragen zum Data Dictionary (DD) einer RDB:
Was ist ein Data Dictionary, wofür ist es und was ist drin enthalten?
Erläutern Sie den Zweck und wesentliche Inhalte des DD einer RDB
Wie ist ein DD strukturiert?
Wird, und falls ja, wie wird das DD einer RDB von den folgenden SQL-Befehlen beeinflußt und/oder genutzt?

Rund um den Begriff TRANSAKTION
Was versteht man unter einer (Datenbank-) Transaktion?
Begriff Transaktion aus der Sicht des Benutzers eines Informationssystemes
Begriff der Transaktion aus der Sicht der Software eines Informationssystems
Welche Funktionalitäten muß ein RDBMS bereitstellen, um die Integrität und die Betriebsablaufsicherung einer RDB zu gewährleisten?
Welches sind die Aufgaben eines Transaktionsmonitors?
Welche Bezeichnungen werden synonym zum Begriff Transaktions-Monitor in der Praxis benutzt?
Zu welchen Softwarekomponenten in einem OLTPS muß ein TM Schnittstellen bereitstellen und warum? (Graphische Darstellung)
Welche Beziehungen bestehen zwischen Transaktions-Monitor, Shared-Code und Task aus systemtechnischer Sicht
Was ist Transaction Logging?
Was ist und wie entsteht ein DEADLOCK?
Aktualisierungs-Transaktionen verteilter Datenbanken?
Was bedeutet Integrität in Zusammenhang mit RDBMS?
Wonach und warum wird unterschieden?
Was bedeutet / beinhaltet die Abkürzung OLTPS?

Rund um den Begriff SQL
Was bedeutet SQL? Was sind die Aufgaben der SQL (wozu wird sie benutzt)?
Nennen Sie 3 Klassen der SQL
Folgende Tabelle ist als RDB auf einem RDBMS enthalten Was sind die wesentlichen Merkmale der SQL in ihren derzeitigen Implementierungsformen (Basis: ISO-SQL-Norm von 1989? Warum sind diese Erweiterungen wünschenswert bzw. notwendig? Zur Hilfe: Was sind die Schwächen der klassischen RDBMS?)
Was sind Client/Server-Architekturen? Welche Vorteile haben sie?
Vorteile der Client/Server-Systeme
Was sind verteilte Datenbanken?
Worin liegt das besondere Problem des Transaktionsmonitors bei verteilten Datenbanken?
Was unterscheidet ein Document Retrieval System von einem Online-Transaction- Processing-System?
Zum Begriff der Objektorientierung

Datenmodellierung
Was beinhaltet der Begriff Datenmodellierung?
Welche Modellierungsebenen unterscheidet man und was beinhalten diese Ebenen?
Warum und in welcher Form spielen Transaktionen eine Rolle bei der Datenmodellierung?
Was versteht man unter referentieller Integrität?
Geben Sie alle 13 Regeln von Codd sinngemäß (das Wichtigste) wieder:

Fragen zum Data Dictionary (DD) einer RDB:

Was ist ein Data Dictionary, wofür ist es und was ist drin enthalten?

- Ein Data Dictionary ist eine Meta-Datenbank, die Informationen über die Datenbank wie auch über die Anwenderprogramme und die Benutzer der Datenbank enthält.
- Zentrale Datenbankkomponente
- Werkzeug zur Sicherstellung der Datenbankintegrität
- Kontrollinstanz und Informationsinstanz, die bei der Datendefinition und der Datenmanipulation benutzt wird.

Erläutern Sie den Zweck und wesentliche Inhalte des DD einer RDB.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Inhalte des DD:

- Defintion der Tabellen (Tables)
- Typ der Relation Base Table, View
- Bezeichnung der Tabelle NAME
- je Attribut (Spalte): Name, Datentyp
- Zahl der Zeilen
- Verweise auf Zugriffsmethoden
- Besitzer der Tabelle
- Definition und Merkmale der Zugriffsmethoden z.B. Index-Tabellen
- Definition und Merkmale der Masken inkl. der Integritäts-Bedingungen
- Zugriffsrechte auf Masken und Tabellen
- Defintion der Apllikationen

- Zusamennhang zwischen 4GL-Code und Maske (4GL umfaßt SQL)

- Die Base-Table, View-Table und Indexdateien beinhalten im Zusammenhang mit den Zugriffs-Methoden die Daten für den Query -Optimizer

Wie ist ein DD strukturiert?

- besteht aus relationalen Tabellen
- Direktzugriff auf relationale Tabellen durch Applikations-Entwickler und Datenbankadministrator (=DBA)
- Manipulationsbefugnisse des DBA unterscheiden sich zu denen des Applikationsentwicklers
- Implementierungsabhängigkeit der internen Strukturen der relationalen Tabellen und der Schnittstellen zum DD
- Herstellung eines Querverweis zwischen den Spalten der relationalen Tabellen und den Applikationen, die diese Spalten benutzen, nicht möglich

Wird, und falls ja, wie wird das DD einer RDB von den folgenden SQL-Befehlen beeinflußt und/oder genutzt?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Rund um den Begriff TRANSAKTION

Was versteht man unter einer (Datenbank-) Transaktion?

- Folge von internen Verarbeitungsschritten, die durch ein Kommando ausgelöst werden
- Durch die spezielle Erweiterung des Betriebssystems (Transaktionssteuerung) werden die interaktiv gestarteten Abläufe (Tasks) verwaltet. (Zuweisung von Ressourcen, Kontrolle und Steuerung der Abläufe, Herstellen der Kommunikation mit anderen Systemkomponenten)
- Eine Transaktion ist eine Folge von SQL-Befehlen, die eine logische Ablaufeinheit darstellen

Begriff Transaktion aus der Sicht des Benutzers eines Informationssystemes

- Interaktive Benutzer verwenden denselben Kommando-Satz
- Maximale Antwortzeit wird garantiert
- Verwaltung verschiedener Benutzer, die den gleichen Programmcode benutzen (shared code, reentrant code) durch den Transaktions-Monitor über eine Warteschleife

Begriff der Transaktion aus der Sicht der Software eines Informationssystems

- Jedes Kommando (Task) eines Benutzers wird in eine Tabelle eingetragen, die zur Verwaltung der Kommandos durch den Transaktions-Monitor dient
- Spezielle Erweiterungen des Betriebssystems (Transaktionssteuerung) verwaltet die interaktiv gestarteten Abläufe

Welche Funktionalitäten muß ein RDBMS bereitstellen, um die Integrität und die Betriebsablaufsicherung einer RDB zu gewährleisten?

- Bereitstellung von Datenschutzfunktionen
- Bereitstellung von Verfahren der Betriebsablaufsicherung und Datensicherung, d.h. Transaction Logging, physikalische Datensicherung
- Replikationsmechanismus bei verteilten DB-Systemen

Welches sind die Aufgaben eines Transaktionsmonitors?

- Koordination und Weiterleitung der Befehle, die von vielen Terminals simultan eingegeben werden. Dabei ist durch den Transaktionsprozeßmonitor sicherzustellen, daß eine maximale Antwortzeit (=garantierte Antwortzeit) gewährt bleibt.
- Verwaltung der CPU-Zeit für einzelne Prozesse (Multitasking)
- Verwaltung des RAM für Prozesse (shared code=re-entrant code) und die Daten der Prozesse
- Erkennen von DEADLOCK (0Verklemmung) und Auflösung
- Kommunikation mit anderen OLTPS-Komponenten (=Online Transaction Processing)

Welche Bezeichnungen werden synonym zum Begriff Transaktions-Monitor in der Praxis benutzt?

Man verwendet in der Praxis folgende Begriffe für Transaktionsmonitor: - Transaktionsmanager

Zu welchen Softwarekomponenten in einem OLTPS muß ein TM Schnittstellen bereitstellen und warum? (Graphische Darstellung)

Ein TM muß Schnittstellen haben zu:

- Datensicherungssoftware, für eine eventuelle Rücksicherung alter Daten
- auf das DB selbst, für Transaktionen auszuführen
- auf einen Ressourde-Manager, falls verteilte DBs im Einsatz sind

Welche Beziehungen bestehen zwischen Transaktions- Monitor, Shared-Code und Task aus systemtechnischer Sicht

- Task: Ablaufeinheiten innerhalb eines Systems (Prozesse), die durch ein User-Kommando ausgelöst werden.
- Shared-Code: Der Code für eine Ablaufeinheit liegt nur einmal im RAM vor, er sollte reentrant, d.h. ablaufvariant sein.
- Der TA-Monitor verwaltet die Betriebsmittel für die Tasks, teilt Zeit und Speicherplatz zu und kontrolliert den Ablauf der Tasks

Verwaltung der Daten einer Task in einem separaten, ausgelagerten Datenblock im RAM, um einen Datenverlust beim Wechsel einer Task zu verhindern. Die richtige Zuordnung erfolgt über Tast-Kennung und Anwender

Bedeutung und die Vorteile von Shared Code und Tasks?

- Ersparnis von Zeit (Disk-Swapping wird minimiert)
- Ersparnis von Speicherplatz
- Ablaufinvarianter Shared-Code bedeutet, daß eine Anforderung bearbeitet werden kann, während die vorangegangene Anforderung auf einen Plattenzugriff wartet. Diese wird dann über eine Warteschlange der weiteren Bearbeitung zugeführt
- Der Transaktionsmonitor der zu bearbeitenden Tasks kann von mehreren Nutzern gleichzeitig benutzt werden

Was ist Transaction Logging?

- Aufzeichnung aller Daten, Transaktionen und Plattenblöcke, die für die Wiederherstellung der Konsistenz einer Datenbank und das Wiederanlaufenverfahren nach einem Systemausfall notwendig sind.
- Aufzeichnung in seriellen Dateien (Daten und Transaktionen), auch logisches Protokoll genannt in einen Externspeicher
- Aufzeichnung von Kopien der durch die Transaktion geänderten Datenblöcke vor und nach der Durchführung der Änderung (before-image, after-image), auch physisches Protokoll genannt.
- REDO-Logfile: Speicherung aller Änderungs- und Neuzugangs-Transaktion (Datum, Zeit, Kommando, Parameter, Terminal, USER-ID, etc à Speicherung der Before-Image-Blöcke einer Transaktion)
- JOURNAL-Logfile: Aufzeichnung aller Platten-Blöcke nach ihrer Änderung (After-Image) inklusive der IndexBlöcke. Speicherung der Daten aller abgeschlossenen Transaktionen (inklusive RetrievalTransaktion=SELECT-Befehl)
- Aufzeichnungen werden verwendet für:
- Wiederanlauf (Restart/Recovery)
- DB-Rekonstruktion
- Accounting + Statistik
- Kontrolle (Datenschutz)
- Beide Files (REDO-Logfile und JOURNAL-File) werden immer benötigt

Der Hauptgrund für das Logging ist das Mitspeichern von Änderungen an den Datensätzen oder der Struktur der Datenbank. Nach einer falschen Änderung oder einem Systemzusammenbruch können aufgrund der LoggingDateien, Schäden an der DB behoben werden, bzw der Wiederanlauf des OLTPS gesichert werden.

Was ist und wie entsteht ein DEADLOCK?

- Ein DEADLCOK ist eine Verklemmung, in der sich zwei Transaktionsprozesse gegenseitig behindern.

Dies entsteht dann, wenn durch die Transaktion "A" der Datensatz "1" gesperrt und durch die Transaktion "B" der Datensatz "2" zur selben Zeit gesperrt ist. Beide Transaktionen benötigen für die Weiterarbeit beide Datensätze, die jeweils von der Gegenseite gesperrt sind (Behinderung der Bearbeitung für beide Transaktionen). Um zumindest eine Transaktion ordnungsgemäß abschließen zu können, muß der Datensatz der anderen Transaktion wieder freigegeben werden (Time-Out durch Transaktionsmonitor)

Typen von DEADLOCKs

Shared Lock

Nur lesender Zugriff auf die Zeile einer DB-Tabelle der RDB (Man kann keine Änderungen vornehmen)

Andere Benutzer können im Mehrbenutzerbetrieb ebenfalls auf die Tabellenzeile im Rahmen einer Transaktion im shared-lock-Modus zugreifen

Exlusive Lock

Nur ein Benutzer (eine Trasnaktion) kann diesean Lock-Modus setzen mit dem Ziel, die

Tabellenzeile zu aktualisieren. Weitere Transaktionen können auf die so gesperrte

Tabellenzeile nicht zugreifen, d.h. weder ein "shared lock" und kein "exclusive lock" können auf der Tabellen-Zeile sitzen.

Aktualisierungs-Transaktionen verteilter Datenbanken?

Two-Phase Commit

Local Commit:

In verteilten DB müssen Aktualisierungs-Transaktionen zuerst auf lokaler Ebene durch alle beteiligten DBMS Änderungen durchgeführt werden können. Das lokale OK wird einer koordinierenden DB-Instanz mitgeteilt.

Global-Commit:

Die koordinierende DB-Instanz gibt das globale OK für die Ducrhführung des jeweiligen COMMIT-Prozesses auf lokaler Ebene (Transaction-Logging)

Geben nicht alle beteiligten Systeme das lokale OK, fordert die koordinierende Instanz zu einem ROLLBACK-Prozeß aller beteiligten Systeme auf

Was bedeutet Integrität in Zusammenhang mit RDBMS?

- logische und inhaltliche Korrektheit der DB
- jede Relation (Tabelle) muß einen Primärschlüssel haben
- jede Relation kann Fremdschlüssel in einer anderen Relation sein
- jedoch muß jeder Fremdschlüssel in einer anderen Tabelle Primärschlüssel sein

Wonach und warum wird unterschieden?

Man unterscheidet zwischen Integrität und referentieller Integrität:

- Integrität: logische, d.h. inhaltliche Korrektheit der Daten der DB (z.B. in dem Feld Namen darf keine Adresse stehen). Jede Relation muß einen Primärschlüssel haben und kann Fremdschlüssel in einer anderen Relation sein, aber der Fremdschlüssel muß in einer anderen Relation Primärschlüssel sein
- Referentielle Integrität: Jedem Wert eines Fremdschlüssels in einer Relation muß ein Wert in jeder Relation entsprechen, in der dieser der ID-Schlüssel ist. Beispiel: Wird ein Eintrag in einer Relation komplett gelöscht, d.h. auch der ID-Schlüssel des Eintrages und ist dieser ID-Schlüssel ein Fremdschlüssel in einer anderen Relation, dann gibt es keinen Eintrag mehr, auf den der Fremdschlüssel der anderen Relation verweisen könnte. es liegt eine Verletzung der referentiellen Integrität vor.

Was bedeutet / beinhaltet die Abkürzung OLTPS?

OLTPS kennzeichnet Online-Transaktions-Processing-System. Hier handelt es sich um ein Softwaresystem, daß mit einer garantierten Antwortzeit simultan Interaktionen von Benutzern mit z.B. einem Datenbanksystem entgegennehmen kann (bis mehrere 1000). Dafür wird ein spezielles Multitasking-Operating-System bereitgestellt. Anwendungsmerkmale sind somit Transaktionsverarbeitung, vordefinierte Abfragen, einen hohen Anteil an Aktualisierungstransaktionen und zeitkritische Verarbeitung. Die Integritätsanforderungen sind sehr hoch. Performance kann durch Benchmarktests getestet werden.

Rund um den Begriff SQL

Was bedeutet SQL? Was sind die Aufgaben der SQL (wozu wird sie benutzt)?

- SQL=Structured Query Language
- Datenmanipulations- und Abfragesprache.
- Merkmale der SQL-Befehle
- deklarativer Natur, d.h. eigenständiger Prozeßablauf liegt vor
- mengenorientiert, d.h. Änderungen wie Löschen werden mit einem Befehl durchgeführt
- Definition von Kontrol-Strukturen nicht erlaubt, z.N. if, then else
- Vorteile der SQL-Befehle:
- Zeitersparnis durch weniger Kommandos
- Fehlerreduktion
- Strategische Bedeutung: Alle DB-Operationen arbeiten mengenorientiert, d.h. bei der Bearbeitung von

Änderungen vieler Einträge in einer Spalte, wird nur ein Befehl benötigt, um diese Änderungen durchzuführen. Zeitersparnis durch weniger benötigte Kommandos hat eine Fehlereduzierung bei Transaktionen zur Folge

- Die Aufgabe von SQL liegt hauptsächlich darin, Datenabfragen - und Manipulationen an verschiedenen

DBs durchführen zu können, ohne von dem speziellen softwaretechnischen Aufbau der DBs Ahnung haben zu müssen

Nennen Sie 3 Klassen der SQL

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Folgende Tabelle ist als RDB auf einem RDBMS enthalten

student (mnr, name, vname, ort, fb)

Was bewirken folgende SQL-Befehle?

CREATE VIEW STORT (MNR; ORT) AS SELECT MNR;MNR;ORT FROM STUDENT

VIEW: virtuelle Tabelle, Ausschnitt aus der Base Table

Erzeugung eines Views mit dem Namen STORT aus der Base Table, Student Die Spalten MNR und ORT werden aus der Base Table übernommen

SELECT * FROM STORT

Suche aller Datensätze der VIEW STORT

DELET* FROM STORT WHERE ORT="W*"

Löschen aller Einträge in der View STORT, deren Ortsnamen mit "W" beginnen

Was sind die wesentlichen Merkmale der SQL in ihren derzeitigen Implementierungsformen (Basis: ISO-SQL- Norm von 1989? Warum sind diese Erweiterungen wünschenswert bzw. notwendig? Zur Hilfe: Was sind die Schwächen der klassischen RDBMS?)

Was sind Client/Server-Architekturen? Welche Vorteile haben sie?

- Arbeitsverteilung auf vernetzte Computersysteme (Distributed Processing) nach dem Prinzip der logischen Arbeitsteilung zwischen dem Client, der die Dienste anfordert und dem Server, der die Dienste liefert.
- Die logische Arbeitsteilung geht meistens mit einer physischen Arbeitsteilung einher.
- Server-Aufgaben:
- Zugriffe auf "zentrale" Datenbank (RDMBS-Backend-Processor)
- Number-Crunching
- Electronic Mail
- Filing & Retrieval
- Gateway (Kommunikation)
- grafische Dienste
- Client-Aufgaben:
- DB-Applikationen-Frontend
- Lokale Applikationen (z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafik)
- Netzwerkzugriffe (Middleware)

Vorteile der Client/Server-Systeme

- beliebig ausbaufähig
- hohe Flexibilität in der Architektur
- Anwender erhält größere Flexibilität in seinen Dialogabläufen
- Anwender kann über optimale Verteilung auf Frontend- und Backend-Prozesse entscheiden · bessere Nutzung der Hardware-Kapazitäten
- Verteilung der Arbeitslast auf mehrere Rechner
- einzelne Softwarefunktionen müssen nur einmal installiert werden (auf Server)

Was sind verteilte Datenbanken?

- Bei einer verteilten DB wird ein RDBMS gleichzeitig auf mehreren vernetzten Computersystemen betrieben
- Die Tabellen einer RDB können sich auf verschiedenen vernetzten Computersystemen befinden, da die Tabellen einer RDB nur durch Dateninhalte logisch in Beziehung stehen
- Für den Anwender ist diese Verteilung der RDB auf verschiedene Computer nicht sichtbar

Worin liegt das besondere Problem des Transaktionsmonitors bei verteilten Datenbanken?

Das Problem liegt in der verteilten Haltung der Datenbestände. Aktualisierungen müssen auf allen dem verteilten System angehörigen Datenbanken gemacht werden. Um dies in einem festen zeitlichen Rahmen zu machen, gibt es sogenannte Replikationsmechanismen. Diese dienen letztendlich der Vermeidung von Inkonsistenzen.

Was unterscheidet ein Document Retrieval System von einem Online-Transaction-Processing-System?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zum Begriff der Objektorientierung

- Ein Objekt umfaßt die Gesamtheit der Daten eines abstrakten Datentyps, die Zugriffsverfahren (SS zu den Daten) sowie alle für die Daten möglichen Operationen ("Methoden" in Programme zusamenngefaßte Operationen)
- Verkapselung, bzw. Information Hiding:

Der Zugriff auf die Daten erfolgt ausschließlich mit Hilfe einer Methode (Operation) über spezielle Zugriffsverfahren (Schnittstelle zu Daten)

- Vererbung

Ableitung der Eigenschaften eines Objektes aus den Eigenschaften eines anderen Objektes, um redundanten Programmieraufwand zu verhindern. Möglichkeit, Objekte an veränderte Bedürfnisse anzupassen.

- Messaging (Nachricht)

Kommunikation zwischen den Objekten erfolgt über Nachrichten. Durch die Nachrichten werden beim Objekt Programme 8Methoden) aktiviert.

- Polymorphismus

Eine Nachricht kann gleichzeitig Aktivitäten bei mehreren Objekten auslösen.

- Objektorientierte Programmierung

Die Daten und die damit durchzuführenden Methoden werden asl Objekt zusammengefaßt, daß definiert und bedarfsweise aufgreufen wird. Die objektorientierte Programmierung (OOP) basiert auf der Idee, Datenstrukturen zu kapseln, diese Einheiten (=Objekte) mit Operationen (=Methoden) zu versehen und sie über sogenannte Nachrichten (Messages) miteinander kommunizieren zu lassen.

- Objektorientierte Datenbanken (OODB)

OODB sind keine reinen RDB mehr. Es findet keine Transformation zwischen RAM und HD statt, sondern nur noch Mapping. RAM und HD enthalten die gleichen Daten.

RDB versus OODB

RDB:

- Transformationen zwischen RAM und HD
- RAM beinhalten Hierarchische Struktur
- HD beinhaltet RDB und somit Flat File Struktur (Foreign Keys)
- Anwendungslogik liegt in jedem Programm

OODB:

- Nur noch Memory und Mapping zwischen RAM und HD
- Struktur von RAM und HD gleich (hierarchische Struktur)
- Anwendungen rufen "Methoden" im OODBMS auf.

Datenmodellierung

Was beinhaltet der Begriff Datenmodellierung?

- Datenmodellierung ist eine DB-Entwurfstechnik
- Darstellung und Abbildung realer Zusammenhänge auf semantischer (=konzeptionelle), logischer und physischer Ebene.
- Die Datenbank-Sprache (DL=Data Language) des jeweiligen DBMS ist das Werkzeug der logischen und physischen Modellierung (Für RDBMS ist das SQL)
- Aufgabe:
- systematisches Darstellen
- idealisieren (=Abstrahieren)
- Eleminieren von Redundanzen
- Sicherstellung der logischen Korrektheit des Datenmodells

Welche Modellierungsebenen unterscheidet man und was beinhalten diese Ebenen?

Konzeptioneller DB-Entwurf:

ERM

- Aufteilung der für eine Applikation relevanten Daten in Entities
- Herstellen der Beziehungen zwischen den Entities Logischer DB-Entwurf:
- Abbildung des konzeptionellen Datenmodells (ERM) mit einer Data Language (=Werkzeug eines DBMS) in DB-Objekte für eine DBMS Physischer DB-Entwurf:
- Festlegung von effizienten physikalischen Speicherformen und Zugriffsmethoden für die DB

Bei allen nicht-relationalen DBMS sind der logische und physische Entwurf befehlsmäßig nicht voneinander getrennt.

Warum und in welcher Form spielen Transaktionen eine Rolle bei der Datenmodellierung?

Bei einem relationalen Entwurf einer DB muß darauf geachtet werden, daß bei einer späteren Transaktion wie beispielsweise einer Änderung alle betreffenden Daten in den unterschiedlichen Tabellen geändert werden. Umgekehrt müssen bei dem Entwurf interne Tupelabfragen und Validierungen richtig erkannt und entsprechend realisiert werden.

Was versteht man unter referentieller Integrität?

- Referentielle Integrität: Jedem Wert eines Fremdschlüssels in einer Relation muß ein Wert in jeder Relation entsprechen, in der dieser der ID-Schlüssel ist. Beispiel: Wird ein Eintrag in einer Relation komplett gelöscht, d.h. auch der ID-Schlüssel des Eintrages und ist dieser ID-Schlüssel ein Fremdschlüssel in einer anderen Relation, dann gibt es keinen Eintrag mehr, auf den der Fremdschlüssel der anderen Relation verweisen könnte. es liegt eine Verletzung der referentiellen Integrität vor.

Geben Sie alle 13 Regeln von Codd sinngemäß (das Wichtigste) wieder:

In den Coddschen regeln sind die Anforderungen an ein RDBMS definiert, wie z.B. daß bei den Datenzugriffe in einem verteilten DB-System das System über das DD zugreift, in dem die Einträge enthalten sind, die z.B. die Nutzer und ihre Rechte definiert, in dem die DB-Struktur abgelegt ist = Kontroll- und Informationsinstanz = zentrale Komponente, damit die Querverweise überhaupt möglich sind etc.

Das System muß über das Data Dictionary selbst wissen, wo und wie es die Informationen bekommt und somit ist es nicht Sache des Anwenders wissen zu müssen, wo die Daten liegen. Dies bedeutet, daß die Person, die die logische, konzeptionelle und physische Struktur festlegt und pflegt, die Integritätsbedingungen berücksichtigen muß, damit keine inkonsistente DB entsteht.

13 von 13 Seiten

Details

Titel
Transaktionssysteme, Fragen zum Data Dictionary (DD) einer RDB, SQL, Datenmodellierung
Autor
Jahr
1998
Seiten
13
Katalognummer
V96193
Dateigröße
372 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transaktionssysteme, Fragen, Data, Dictionary, Datenmodellierung
Arbeit zitieren
Ralf (Autor), 1998, Transaktionssysteme, Fragen zum Data Dictionary (DD) einer RDB, SQL, Datenmodellierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96193

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