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Metamorphosen in "Der gute Mensch von Sezuan" und "Philemon und Baucis". Die Spaltung von Gut und Böse

Título: Metamorphosen in "Der gute Mensch von Sezuan" und "Philemon und Baucis". Die Spaltung von Gut und Böse

Trabajo Escrito , 2020 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Janis Alina Hindelang (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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In dieser Arbeit werden die Mythologien „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Philemon und Baucis“ hinsichtlich der Darstellung von Gut und Böse untersucht. Sie setzen sich mit der Verwandlung auseinander und offenbaren hierbei das moralische Dilemma der Veränderung. Der Konflikt zwischen Gut und Böse beziehungsweise zwischen persönlichem Vorteil und gesellschaftlichem Gewissen ist hierbei zentrales Thema. Die Werke sind gerade aufgrund der zeitlichen Distanz zwischen ihrer Erschaffung interessant. Doch stellt sich schnell die Frage inwiefern ist eine Verwandlung eine bloße äußerliche Änderung und inwieweit lässt sich die Metamorphose als Spaltung einer Persönlichkeit ansehen.

Die These, welche wie folgt lautet: Es ist eine Verwandlung von Shen Te zu Shui Ta notwendig, um Gut und Böse zu spalten, kann als durchaus kontrovers betrachtet werden und soll in erster Linie beidseitig beleuchtet werden. Anschließend werden Vergleiche zu der Metamorphose von Ovid gezogen. Hierbei soll ein Augenmerk auf Analogien gelegt werden. Daraufhin soll geklärt werden inwiefern von einer Spaltung oder eine Verwandlung vorliegt. Abgeschlossen wird mit einem Plädoyer über den Kontrast von Gut und Böse in Bezug auf die zuvor genannte These.

Ebenso wichtig ist ob die Metamorphose hart zwischen Gut und Böse trennt. Hierbei muss auch betrachtet werden wie die Begriffe von gut und böse sich verändert haben und in welchen Aspekten sie sich im Laufe der Zeit, das heißt von Antike bis Moderne beziehungsweise Postmoderne sie sich unterscheiden oder sogar gleichen. Diese Definitionen und Erklärungen sind das Handwerkzeug, um die These im konkreten bearbeiten zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Verwandlungen und Wesenszüge: Motivation und Exposé

2. Gut und Böse im Wandel der Zeit

2.1. Gut und Böse in der Antike

2.2. Gut und Böse in der Moderne

3. Wesentliche Merkmale des Kontrasts bei Shen Te und Shui Ta

4. Philemon und Baucis - Ein Vergleich

5. Spaltung oder Verwandlung

6. Schlussplädoyer über Kontrast von Gut und Böse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moralische Ambivalenz und das Spannungsfeld zwischen Gut und Böse in Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" sowie in der antiken Erzählung "Philemon und Baucis". Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Metamorphosen und die Spaltung einer Persönlichkeit notwendige Mittel sind, um moralische Integrität unter gesellschaftlichem Druck zu bewahren.

  • Vergleichende Analyse von moralischen Dilemmata in Literatur und Philosophie.
  • Untersuchung der Begriffe „Gut“ und „Böse“ von der Antike bis zur Moderne.
  • Analyse der Doppelgänger-Struktur und Identitätsspaltung bei Shen Te und Shui Ta.
  • Kontrastierung von göttlichen Metamorphosen mit menschlicher Verwandlung.
  • Reflektion über gesellschaftliche Verhältnisse und kapitalistische Einflüsse auf das Individuum.

Auszug aus dem Buch

3. Wesentliche Merkmale des Kontrasts bei Shen Te und Shui Ta

Shen Te und Shui Ta scheinen auf den ersten Blick zwei Seiten einer Medaille zu sein, doch bei näherer Betrachtung und unter Beachtung der Wertungsmaßstäbe fällt dem Leser auf, dass die Unterscheidung noch lange nicht so klar ist wie der Kontrast von schwarz und weiß. Shen Tes erste Eigenschaft, die dem Leser vermittelt wird und von Wang noch vor ihrer Güte ins Rampenlicht gezerrt wird ist ihrer Gottesfurcht. Als die drei Götter Wang beauftragen eine Unterkunft für sie zu finden appelliert dieser nicht an die Güte der ihn umgebenden Personen, sondern an das Empfinden von Ehre und an deren Gottesfurcht. Als alle zuvor angesprochenen Personen ihn wegschicken, zieht Wang, der zuvor ebenfalls als Betrüger aus dem Spektrum der Götter fällt, zu Shen Te. Er stellt sie den Göttern vor mit den Worten "Sie ist der beste Mensch von Sezuan."

Dies führt zu der Frage: Die Beste in was genau? Man könnte dies in Bezug auf das Wort Mensch sehen und sagen, Shen Te ist die beste in Sachen Menschlichkeit. Das wird ganz deutlich in Betrachtung ihrer Taten auf. Sie nimmt die Götter auf. Mit der Belohnung kauft sie einen Laden und beweist ihren guten Willen als sie dort den Armen der Umgebung Unterschlupf bietet. Dies trägt ihr den Namen "Engel der Vorstädte" ein. Shen Te ist nicht in der Lage eine Hilfeleistung auszuschlagen. Insgesamt ist als einzige Handlung Shen Tes bei der sie selbst im Vordergrund steht, der Erwerb eines Schals im Stück als "Shawl" zu bezeichnen. Man könnte die Metamorphose ebenfalls als egoistisch motivierte Tat erachten aber es lässt sich nicht so einfach klären, da es ebenfalls auch als das gesehen werden muss, was es ist, nämlich absolut notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verwandlungen und Wesenszüge: Motivation und Exposé: Einführung in die Thematik der Verwandlung als moralisches Dilemma und Darlegung der zentralen These zur notwendigen Spaltung der Hauptfigur.

2. Gut und Böse im Wandel der Zeit: Reflexion über die Begriffsgeschichte des Guten und Bösen unter Einbezug antiker philosophischer Positionen sowie moderner Erkenntnisse bei Kant und Nietzsche.

2.1. Gut und Böse in der Antike: Analyse des Tugendbegriffs im antiken Griechenland, insbesondere basierend auf Platons Politeia.

2.2. Gut und Böse in der Moderne: Untersuchung moderner Definitionen von Moral und Gutem sowie deren kritische Auseinandersetzung bei Kant und Nietzsche.

3. Wesentliche Merkmale des Kontrasts bei Shen Te und Shui Ta: Analyse der Doppelrollen-Struktur und der moralischen Konflikte, die aus der Identitätsspaltung innerhalb von Brechts Werk resultieren.

4. Philemon und Baucis - Ein Vergleich: Gegenüberstellung der antiken Metamorphose-Erzählung mit Brechts Parabel, wobei insbesondere die Rolle der Götter und das Motiv der Belohnung hervorgehoben werden.

5. Spaltung oder Verwandlung: Differenzierung zwischen den Begrifflichkeiten von Metamorphose als äußerlicher Veränderung und der psychologisch-sozialen Spaltung der Persönlichkeit.

6. Schlussplädoyer über Kontrast von Gut und Böse: Zusammenfassende Bewertung der These zur Notwendigkeit der Identitätsspaltung unter Berücksichtigung der untersuchten ethischen Maßstäbe.

Schlüsselwörter

Verwandlung, Metamorphose, Gut und Böse, Identitätsspaltung, Bertolt Brecht, Ovid, Moral, Ethik, Tugend, Platon, Immanuel Kant, Friedrich Nietzsche, Charakter, Sozialkritik, Doppelgängermotiv.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarische Darstellung und philosophische Einordnung der Begriffe „Gut“ und „Böse“ und prüft, inwiefern die Spaltung einer Identität als notwendige Strategie zur Bewältigung moralischer Anforderungen in verschiedenen Gesellschaftssystemen dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Literaturwissenschaft (insbesondere Brecht und Ovid), die antike Philosophie, die moderne Ethik (Kant/Nietzsche) sowie die soziologische Analyse von Machtstrukturen und Moral.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die These, dass die Verwandlung von Shen Te zu Shui Ta in Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ eine notwendige Spaltung darstellt, um das moralische Paradoxon von Gut und Böse innerhalb einer kapitalistischen Umgebung handhabbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt, die philosophische Begriffsdefinitionen mit werkimmanenten Analysen der Figurenkonstellationen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung des Begriffs „gut“, die Analyse der Doppelgänger-Struktur in Brechts Werk und den Vergleich mit der antiken Erzählung von Philemon und Baucis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Metamorphose, Identitätsspaltung, Moral, ethische Maßstäbe und das Doppelgängermotiv charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Shui Ta von Shen Te?

Shui Ta verkörpert das „kalte Kalkül“ und die notwendige Härte, um in einem kapitalistischen System zu bestehen, während Shen Te durch ihre Nächstenliebe und Güte moralisch handelt, aber daran in ihrem Umfeld scheitert.

Warum wird Philemon und Baucis als Vergleich herangezogen?

Diese antike Erzählung dient als Kontrastpunkt, da sie eine göttlich sanktionierte Belohnung für menschliche Güte zeigt, was im starken Gegensatz zur Perspektivlosigkeit des „guten Menschen“ in Brechts modernem Parabelstück steht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Spaltung der Persönlichkeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Spaltung der Persönlichkeit bei Shen Te als Identitäts-, Geschlechts- und Erscheinungswechsel zwingend notwendig ist, da die Maßstäbe für „Gutsein“ in ihrer Lebenswelt zu divergent sind, als dass eine einzige Identität sie vereinen könnte.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Metamorphosen in "Der gute Mensch von Sezuan" und "Philemon und Baucis". Die Spaltung von Gut und Böse
Universidad
University of Augsburg
Curso
Ovids Metamorphosen und ihre Rezeptionen
Calificación
2,0
Autor
Janis Alina Hindelang (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V962238
ISBN (Ebook)
9783346311832
ISBN (Libro)
9783346311849
Idioma
Alemán
Etiqueta
metamorphosen mensch sezuan philemon baucis spaltung böse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janis Alina Hindelang (Autor), 2020, Metamorphosen in "Der gute Mensch von Sezuan" und "Philemon und Baucis". Die Spaltung von Gut und Böse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962238
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