Wende oder Kontinuität? Die Bedeutung des Kapp-Lüttwitz-Putsches für die Geschichte der Weimarer Republik


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Ein Putsch wie viele andere?

2. Genese des Kapp-Lüttwitz-Putsches

3. Die Rolle des Militärs

4. Die zivilen Akteure

5. Die Folgen des Putsches: Wandel oder Kontinuität?

1. Einleitung: Ein Putsch wie viele andere?

Zu Beginn des Jahres 1920 erweckte die noch sehr junge Weimarer Republik den Anschein, als ob sich ihre innenpolitischen Verhältnisse wieder stabilisieren würden. Fast zwei Jahre nach ihrer turbulenten Genese im November des Jahres 1918, schien endlich ein wenig Ruhe in Deutschland einzukehren. Die Wirtschaft begann in geordneten Bahnen zu laufen, der Kurs der Reichsmark stieg und auch das Ausland fasste mehr Vertrauen in die erste deutsche Demokratie. Die Menschen sehn­ten sich, nach den leidvollen und entbehrungsreichen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs sowie den massiven innenpolitischen Unruhen infolge des Umsturzes, nach einem stabilen politischen System, dass ihnen eine Perspektive für die Zukunft bieten konnte.

Doch dass nicht wenige Bevölkerungskreise keineswegs mit den neuen politischen Verhältnissen einverstanden waren und vielmehr ganz eigene Vorstellungen davon hatten, wie das Land regiert werden sollte, wurde der Republik 1920 schmerzlich bewusst. Konservativ-reaktionäre Kräfte hielten den Zeitpunkt für gekommen, ihr genau jetzt schon den Todesstoß zu versetzen. Denn je mehr sich das krisengeschüttelte Land erholte, desto geringer mussten ihre Chancen auf einen erfolgreichen Umsturz zwangläufig werden. Es galt zu handeln, noch bevor sich das bürgerliche Lager mit der neuen Republik aussöhnen konnte.

Der letztendlich gescheiterte rechtsradikale Umsturzversuch im März 1920, angeführt von Wolfgang Kapp, dem Mitbegründer der rechtsextremen Deutschen Vaterlandspartei, und General Walter von Lüttwitz erschütterte die Weimarer Republik und brachte sie zum ersten Mal an den Rand des Untergangs. Obwohl der Kapp-Lüttwitz-Putsch am Ende in sich zusammenbrach, trug er doch stark zur Schwächung der jungen Republik bei. Kurz nach dem Putsch trat Gustav Bauer als Reichskanzler zurück und bei den Reichstagswahlen im Juni 1920 verlor die Weimarer Koalition ihre absolute Mehrheit. Die Nationalsozialisten verklärten den Kapp-Putsch später zum Sieg und Adolf Hitler eiferte ihm 1923 mit seinem eigenen, ebenfalls fehlgeschlagenen Putschversuch nach.

Diese Arbeit soll versuchen zu klären, warum der Kapp-Lüttwitz-Putsch trotz seines Scheiterns weit reichende Folgen für die weitere Geschichte der Weimarer Republik hatte und deshalb auch oft als Wende oder erste große Krise Weimars verstanden wird. Warfen die Ereignisse im März 1920 bereits einen langen Schatten in die Zukunft Deutschlands? Woran lag es, dass ausgerechnet ein gründlich fehlgeschlagener Putschversuch Weimar vor so große soziale und politische Probleme stellte? Welche Elemente der Kontinuität und des Wandels wirkten während des Putsches?

2. Die Genese des Kapp-Lüttwitz-Putsches

Um die Bedeutung des Putsches von 1920 für die Geschichte der Weimarer Republik zu ergründen, ist eine Analyse der Ursachen und Träger des versuchten Umsturzes unerlässlich. Dabei darf man die Vorgeschichte auf keinen Fall außer acht lassen, um die entscheidenden Elemente der Kontinuität und des Wandels zu beleuchten.

Im Hinblick auf seine Urheberschaft wurde der Kapp-Putsch schon von Zeitgenossen, wie dem deutschen Theologen und liberalen Politiker der Deutsche Demokratischen Partei, Ernst Troeltsch, als „Staatsstreich der Prätorianer, Junker und Alldeutschen“ bezeichnet.1 Dies nahm auch Axel Schildt zum Anlass, seinen Aufsatz aus dem Jahr 2001 dementsprechend zu betiteln.2 Dieser Sichtweise liegt eine Kontinuität rechts-konservativer Gesellschaftskreise zu Grunde, die sich aus dem Kaiserreich auch nach der deutschen Niederlage 1918 in die Weimarer Republik hinein etablieren konnten. Der verlorene Krieg und das damit verbundene Ende der von diesen Kreisen maßgeblich gestützten Monarchie, müssen für sie wie ein schreckliches Fanal gewirkt haben. Die Reaktionen der so genannten alten Eliten reichten von Trauer, Apathie, Hilflosigkeit und vor allem Angst vor der ungewissen Zukunft des geliebten Vaterlandes3 und machen deutlich, dass sie jeder neuen Ent-wicklung zumindest sehr skeptisch gegenüberstehen würden. Weite Teile des Bürgertums und der Adel nahmen den Umsturz 1918 als illegitime proletarische Machtergreifung wahr. Die entstehende Republik war für sie stets ein widernatürliches System, das es schnellstmöglich zu überwinden galt. Gerade für den Adel war 1918 nicht nur ein einschneidender Wechsel des Regimes, sondern der materielle und ideelle Untergang ihres gewohnten Weltbildes, das sie seit dem Mittelalter an der Spitze des Staates gesehen hatte.4 Nun hatte die Novemberevolution 1918 die bisherigen Eliten zwar weitgehend entmachtet, aber sie waren ja deshalb noch lange nicht verschwunden. Ganz im Gegen-teil sollten sie als Element der Elitenkontinuität für die junge Republik, die für den sozialen und politischen Wandel stand, stets eine reelle Bedrohung darstellen. Dass die abenteuerlichsten Kräfte unter ihnen nicht lange warten würden, einen gewaltsamen Staatstreich zu riskieren, zeigte sich schon im Dezember 1918, als die OHL mit Unterstützung des auswärtigen Amtes versuchte, den vom 16. bis 20. Dezember geplanten Reichsrätekongress zu verhindern. Diese Entwicklung setzte sich im Juli 1919 im so genannten im Pabst-Putsch fort und erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt in Kapp-Lüttwitz-Putsch vom März 1920.5 Die große Gemeinsamkeit dieser drei Umsturzversuche, unabhängig von ihrem Gelingen, war die entscheidende Beteiligung des Militärs. Die Rolle der Reichswehr und der Freikorps im Kapp­Putsch soll jedoch besonderer Gegenstand in einem anderen Kapitel sein.

Für das Verständnis der Genesis des Kapp-Lüttwitz-Putsches ist es erforderlich, die politischen Kräfte anzusprechen, die das Feindbild der Putschisten ausmachten. Der Putsch richtete sich zunächst erst einmal gegen die von den Parteien SPD, Zentrum und DDP getragene Regierung des Reichskanzlers Gustav Bauer (SPD), die die Annahme des verhassten Versailler Vertrages6 durch­gesetzt hatte. Allerdings bestand zwischen den Beteiligten keine Einigkeit über die Zielsetzungen, was vor allem auch an dem überstürzten Beginn und den ungenügenden Vorbereitungen lag. So gab es besonders zwischen den Hauptverantwortlichen Kapp und Lüttwitz erhebliche Unterschiede.7 Die Regierung Bauer versuchte zwar, die Erfüllung der einzelnen Bestimmungen des Versailler Vertrages in der Durchführung abzuschwächen, gleichwohl musste sie ihm im Wesentlichen ent­sprechen, nachdem er am 10. Januar 1920 in Kraft getreten war. Große Teile des Offizierskorps der Reichswehr und die Angehörigen der paramilitärischen und rechtsorientierten Freikorpsverbände wollten dies nicht hinnehmen. Mit dem Kommandierenden General des Reichswehrgruppen­kommandos I in Berlin, Walther Freiherr von Lüttwitz, fand sich ein hoher Offizier bereit, die militärische Führung eines Umsturzes zu übernehmen. Gleichzeitig zeigte sich der Reichswehrminister Gustav Noske von Gerüchten der Putschvorbereitungen relativ unberührt.8 Entscheidende Gründe für den Putsch waren die negative Einstellung der alten Eliten gegenüber der jungen Republik sowie die Frustration vieler ehemaliger Soldaten, die nun in etwa 120 Freikorps organisiert waren. Außerdem drohte gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages die Entwaffnung und Entlassung aus den militärischen Verbänden, da die zu diesem Zeitpunkt etwa 250.000 Mann umfassende Reichswehr auf 100.000 verringert werden sollte. Dies bedrohte generell die privilegierte Stellung des Militärs und die Existenzgrundlage von etwa 500.000 Offizieren und Mannschaften.9

3. Die Rolle des Militärs

Der Historiker Heinz Hürten stellt gleich zu Beginn seiner Arbeit zum Kapp-Putsch die These auf, dass die Geschichte Weimars zu jeder Zeit maßgeblich von dem Anteil bestimmt wurde, der der bewaffneten Macht an Entscheidungen zufiel, die diese Geschichte bestimmten.10 Ich kann seiner These nur zustimmen, denn die alte Armee oder was von ihr in Weimar übrig blieb11, war immer ein nicht zu unterschätzender Machtfaktor in der politischen Ordnung der Weimarer Republik gewesen. Auch der eindeutig linksgerichtete DDR-Historiker Erwin Könnemann stellt heraus, dass „jene Um­sturzversuche von vornherein zum Scheitern verurteilt waren, die von den Inhabern militärischer Macht nicht wenigstens mitgetragen wurden.“12 Dabei nahm die Reichswehr naturgemäß die wichtigste Machtposition ein und war selbst tief in den Kapp-Putsch verstrickt.13 Deshalb lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Rolle der Reichswehr im Rahmen des Putsches zu werfen. Als innenpolitische Aufgabenstellung war ihr der Erhalt der legalen Ordnung angetragen worden und sie erfüllte in Übereinstimmung mit dem Rat der Volksbeauftragten diesen Auftrag, so gut es ging.14 Dabei war es weniger der Wille des Gesetzgebers, der die Ausrichtung und Eigenarten der Reichs­wehr vorgab, sondern eher die von außen verpflichtenden Bestimmungen des Versailler Vertrages. Diese beinhalteten nicht nur direkte militärische Beschränkungen15, sondern bestimmten auch ihr Selbstbild als politisch und sozial weitgehend homogene kleine Berufsarmee, die ihre Existenzvoraussetzungen politisch zu verbessern suchen musste.16 Gerade in den turbulenten An­fangsjahren Weimars war es immer wieder die Reichswehr, die für eine gewisse Kontinuität der politischen Ordnung Weimars sorgte. Im Frühjahr 1920 hatte diese Verwendung, die auch das Vorgehen gegen Streiks zur Aufrechterhaltung des Wirtschaftslebens beinhaltete, ein bisher nicht erreichtes Ausmaß erreicht.17 Sie entsprach dabei zwar noch immer der Konsolidierungspolitik von Reichspräsident und Reichsregierung, jedoch wurde dieses System durch den Putsch von Kapp und Lüttwitz beiderseitig in Frage gestellt. Die Armee als Instrument der Exekutive geriet zu großen

Teilen auf die Seite der Putschisten und richtete sich damit gegen die verfassungsmäßigen Kräfte Weimars, statt diese zu mit militärischen Mitteln zu schützen. „Die politische Neutralität, wie sie allgemein als unerläßliche [!] Voraussetzung des militärischen Dienstes für die Republik angesehen wurde, machte in Krisenlagen zwangsläufig die dienstlichen Unterstellungsverhältnisse zum maß­geblichen Orientierungsrahmen.“18 Lüttwitz als Führer des Reichswehrgruppenkommandos I an der Spitze des Putsches kam dabei natürlich eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Regierung und der Reichspräsident ihrerseits, die bisher große Streikbewegungen als Gefahr für die Republik sahen, vollzogen eine politische Kehrtwende und riefen nun selbst zum Generalstreik der Arbeiter auf, um dem für sie existenziell äußerst gefährlichen Putsch zu beenden.19 Dieser Vorgang lässt klar auf eine einschneidende Wendung in der Beziehung zwischen Republik und Reichwehr schließen und stellt somit ein Element des Wandels dar, das durch den Kapp-Putsch maßgeblich ausgelöst wurde.

Außer der regulären Reichswehr spielten natürlich auch die Freikorps während des Putsches eine entscheidende Rolle. Die von den Alliierten geforderte und von der Reichsregierung verfügte Auflösung verschiedener Freikorpsverbände, unter anderen der 1919 gegründeten Brigade Ehrhardt20 war eine Initialzündung des Putsches. Am 13. März 1920 marschierte die verbitterte Brigade, mit dem Hakenkreuz an den Stahlhelmen, unter der Führung Kapps nach Berlin und besetzte das Regierungsviertel, um die Rücknahme der Auflösungsverfügung zu erzwingen. Diese Enttäuschung wurde von der ebenfalls 1919 gegründeten Nationalen Vereinigung geteilt, einer Nachfolgeorganisation der Deutschen Vaterlandspartei aus dem Ersten Weltkrieg, in der Wolfgang Kapp und Hauptmann Waldemar Pabst den Ton angaben. Sie diente vor allem der Koordination der bereits bestehenden rechten Oppositionsgruppen. Die Ideologie und das Selbstverständnis der Frei­korps bildete der so genannte „Freikorpsgeist“, einer Mischung aus gemeinsamen Weltkriegserlebnissen, Frontkameradschaft, Führergedanken und einer modernitätsfeindlichen Frontstellung gegen das bürgerliche Zeitalter. Diese Feindschaft gegenüber dem Bürgertum wurde durch schlichtes monarchistisches Denken ergänzt und zementierte sich zumeist in der starken Identifikation mit der charismatischen Person des Freikorpsführers.21 Dafür spricht auch die oft gebräuchliche Benennung der Freikorps nach ihren Führern. Bei der Betrachtung jener Kräfte ist jedoch zu beachten, dass diese sich im Unterschied zur Reichswehr eindeutig im rechtsradikalen, republikfeindlichen Lager aufhielten und somit ein Element der Kontinuität seit 1918 bildeten. Die Reichswehr selbst blieb passiv, woraufhin sich die SPD-geführte Koalitionsregierung Bauer zur Flucht zunächst nach Dresden, dann nach Stuttgart gezwungen sah. Aber gerade diese Passivität war es, die den Putschisten indirekt in die Hände spielte. Die Regierung war der Funktionstüchtigkeit ihrer bewaffneten Macht und ihres Gewaltmonopols beraubt und war so schließlich gezwungen, ihr bisheriges Bündnis mit den alten Eliten zugunsten einer Generalstreiksproklamation aufzugeben.22 In einem Flugblatt rufen die sozialdemokratischen Mitglieder der Reichsregierung am 13. März 1920, unter anderen Ebert, Bauer und Noske, alle „Bürger, Arbeiter und Parteigenossen“ zum „Generalstreik auf der ganzen Linie“23 auf.

Erwin Könnemann offenbart in seinem Aufsatz von 198924 eine ganz eigene Sichtweise des Kapp- Putsches, die stark durch marxistische Anschauungen und Erklärungsansätze geprägt ist. Für ihn stellt der Putsch von 1920 nur eine weitere Station in einer langen Reihe reaktionärer und militaristischer Bestrebungen der deutschen Rechten dar, die sich über den Putschversuch der OHL am 6. Dezember 1918 über den so genannten Pabstputsch vom Juli 1919 bis hin zum Kapp­Lüttwitz-Ludendorff-Putsch, wie er ihn im Titel seiner Dokumentensammlung von 2002 nennt, er­streckte. Für ihn lässt sich diese Reihe mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 fortsetzen und stellt somit ein kontinuierliches Moment des deutschen Imperialismus und Militarismus dar.25 Könnemann nähert sich dem Thema aus der Perspektive des Klassenkampfes. Für ihn ist der aus­schlaggebende Punkt bei der Beurteilung des Putsches die Rolle der Massenbasis, genauer der Arbeiterklasse. Der konspirativ vorbereitete Kapp-Putsch entbehrte demnach jener Massenbasis, die für das Gelingen des Staatsstreiches nötig gewesen wäre. Die Träger des Putsches, die Könnemann streng marxistisch in einer Interessengemeinschaft aus Großindustriellen, Bankherren, Militärs, Agrarkapitalisten und Großgrundbesitzern sieht, handelten für ihn im Sinnes der „Wünsche maßgeblicher Teile der herrschenden Klasse.“26 Für diese hätten die gescheiterten gewaltsamen Um­sturzversuche der Jahre 1918 bis 1923, zu denen auch maßgeblich der Kapp-Putsch zählte, einen

[...]


1 Vgl. Reichardt, Hans J.: Kapp-Putsch und Generalstreik März 1920 in Berlin. „Tage der Torheit, Tage der Not“, Eine Ausstellung des Landesarchivs Berlin, 26. März bis 31. Oktober 1990, Berlin 1990, S. 6.

2 Vgl. Schildt, Axel: Der Putsch der „Prätorianer, Junker und Alldeutschen“. Adel und Bürgertum in den Anfangswirren der Weimarer Republik, In: Reif, Heinz (Hg.): Adel und Bürgertum in Deutschland II. Entwicklungslinien und Wendepunkte im 20. Jahrhundert, Berlin 2001.

3 Ebd., S. 103.

4 Ebd., S. 104.

5 Vgl. Könnemann, Erwin: Vom Pabst-Putsch im Juli 1919 zum Kapp-Putsch im März 1920. Zur Genesis militaristischer Staatsstreiche, In: Revue internationale d’histoire militaire, 71 (1989), Paris [u.a.] 1989, S. 124.

6 Vgl. Ebd., S. 128.

7 Vgl. Reichardt, Hans J.: Kapp-Putsch und Generalstreik März 1920 in Berlin, S. 9.

8 Vgl. Ebd., S. 7.

9 Vgl. Könnemann, Erwin: Vom Pabst-Putsch im Juli 1919 zum Kapp-Putsch im März 1920, S. 128.

10 Vgl. Hürten, Heinz: Der Kapp-Putsch als Wende. Über Rahmenbedingungen der Weimarer Republik seit dem Frühjahr 1920, Hrsg. von der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Vorträge Geisteswissenschaften, G 298, Opladen 1989, S. 5.

11 Damit meine ich sowohl das bestehen bleibende Fragment in Form der Reichswehr, als auch die zahlreichen Freikorpsverbände und andere paramilitärische Gruppierungen.

12 Könnemann, Erwin: Vom Pabst-Putsch im Juli 1919 zum Kapp-Putsch im März 1920, S. 124.

13 Vgl. Hürten, Heinz: Der Kapp-Putsch als Wende, S. 5.

14 Vgl. Ebd., S. 6.

15 Diese waren z.B. Reduktion auf 100.000 Mann, Auflösung des Großen Generalstabs, Abschaffung der Wehrpflicht, Verbot schwerer Waffen, militärischer Vereine, Militärmissionen und Mobilmachungsmaßnahmen.

16 Vgl. Hürten, Heinz: Der Kapp-Putsch als Wende, S. 6.

17 Ebd., S. 19.

18 Hürten, Heinz: Der Kapp-Putsch als Wende, S. 27.

19 Vgl. Ebd., S. 20.

20 Die so genannten Baltikum-Freikorps (aus denen sich die Marine-Brigade Ehrhardt zu einem Teil zusammensetzte) kämpften auch nach dem Krieg unter Duldung der Alliierten gegen die vorrückenden bolschewistischen Truppen. Nach der Eroberung Rigas im Mai 1919 galt der Auftrag als erfolgreich erfüllt. Der folgende Abzugsbefehl wurde seitens der Freikorps ignoriert. Erst als die deutschen Behörden den Nachschub unterbrachen, gaben die Freikorps auf, jedoch mit dem Gefühl, von der eigenen Regierung verraten worden zu sein.

21 Vgl. Schildt, Axel: Der Putsch der „Prätorianer, Junker und Alldeutschen“. S. 116f.

22 Aufruf der sozialdemokratischen Mitglieder der Reichsregierung und des Parteivorstandes der SPD zum Generalstreik. Berlin, 13. März 1920. Zit. nach Könnemann, Erwin und Schulze, Gerhard (Hg.): Der Kapp-Lüttwitz­Ludendorff-Putsch. Dokumente, München 2002, S. 145.

23 Ebd.

24 Könnemann, Erwin: Vom Pabst-Putsch im Juli 1919 zum Kapp-Putsch im März 1920.

25 Vgl. Ebd. S. 124, 140.

26 Könnemann, Erwin: Vom Pabst-Putsch im Juli 1919 zum Kapp-Putsch im März 1920, S. 135.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Wende oder Kontinuität? Die Bedeutung des Kapp-Lüttwitz-Putsches für die Geschichte der Weimarer Republik
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Seminar: Diskussionen um die Weimarer Republik in der Geschichtswissenschaft
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V962318
ISBN (eBook)
9783346321121
ISBN (Buch)
9783346321138
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapp, Lüttwitz, Putsch, Weimar, Weimarer Republik, Wende, Kontinuität
Arbeit zitieren
Nico Bäro (Autor:in), 2009, Wende oder Kontinuität? Die Bedeutung des Kapp-Lüttwitz-Putsches für die Geschichte der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962318

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