Von den Schülern und Schülerinnen werden im Kernlehrplan NRW viele unterschiedliche Kompetenzen erwartet. Exemplarisch soll in diesem Essay anhand der Textsorte 'Sachtexte' diskutiert werden, wie diese für das Ende der Erprobungsstufe konkret aussehen. Hierauf aufbauend wird anschließend eine mögliche Schwierigkeit dieser Kompetenzerwartungen im Sinne der Anforderung an die sprachliche Kompetenz der SuS erläutert, woran anknüpfend abschließend mögliche Förderungsmöglichkeiten skizziert werden wollen.
Inhaltsverzeichnis
1. Möglichkeiten der Sprachförderung im Deutschunterricht (Sek I)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Vermittlung von Bildungssprache im Deutschunterricht der Sekundarstufe I und zeigt auf, wie Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Alltagssprache zur geforderten sprachlichen Kompetenz in Sachtexten gezielt unterstützt werden können.
- Kompetenzerwartungen an Sachtexte im Kernlehrplan NRW
- Differenzierung zwischen Alltags- und Bildungssprache
- Die zirkuläre Entwicklung mündlicher und schriftlicher Kompetenzen
- Methodische Ansätze zur Sprachförderung (reproduktiv, kommunikativ, gelenkt)
- Praxisnahe Förderplanung am Beispiel eines fiktiven Schülers
Auszug aus dem Buch
Möglichkeiten der Sprachförderung im Deutschunterricht (Sek I)
Von den Schülern und Schülerinnen werden im Kernlehrplan NRW viele unterschiedliche Kompetenzen erwartet. Exemplarisch soll auf den folgenden Seiten anhand der Textsorte Sachtexte (vgl. Kernlehrplan NRW, S. 16) diskutiert werden, wie diese für das Ende der Erprobungsstufe (vgl. ebd., S. 16) konkret aussehen. Hierauf aufbauend wird anschließend eine mögliche Schwierigkeit dieser Kompetenzerwartungen im Sinne der Anforderung an die sprachliche Kompetenz der SuS erläutert, woran anknüpfend abschließend mögliche Förderungsmöglichkeiten skizziert werden wollen.
Im Bereich der Rezeption wird von den SuS erwartet, dass diese – angeleitet – die wesentlichen Aussagen Texte in mündlicher und schriftlicher Form erkennen können. Hierauf aufbauend sollen diese ein Gesamtverständnis des Textes aufbauen. Die SuS sollen zudem die elementaren Funktionen eines Sachtextes (konkret: Appellieren, Argumentieren, Berichten, Beschreiben, Erklären) unterscheiden sowie diskontinuierliche und kontinuierliche Sachtexte beschreiben können. Schließlich wird ebenfalls die Kompetenz der Informationsextraktion sowie dem hierauf aufbauenden Vergleich unterschiedlicher Informationen erwartet (vgl. ebd., S. 19)
Im Feld der Produktion sollen die SuS einen Text planen und schreiben können. Konkret sollen sie hierbei ein Schreibziel benennen und dieses angeleitet durch Verwendung einer geeigneten Formulierung letztendlich in Form eines eigenen Textes erreichen können. Hierauf aufbauend sollen sie zudem adressatenorientiert schreiben (vgl. ebd.) sowie zuvor genannte Textfunktionen situationsgemäß einsetzen. Neben der sprachlichen Komponente steht ebenfalls im Fokus, dass die SuS ihre Wissensbestände gezielt für die Bewältigung etwaiger Aufgaben (Austausch mit anderen SuS, Schreiben eigener Texte) einsetzen können (vgl. ebd., S. 20)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Möglichkeiten der Sprachförderung im Deutschunterricht (Sek I): Dieses Kapitel analysiert die Anforderungen an die Sprachkompetenz im Kernlehrplan NRW, erläutert die Schwierigkeiten beim Erwerb der Bildungssprache und entwickelt einen Förderplan zur Unterstützung von Schülern beim Übergang von der Alltags- zur Bildungssprache.
Schlüsselwörter
Sprachförderung, Deutschunterricht, Bildungssprache, Alltagssprache, Kernlehrplan NRW, Sachtexte, Kompetenzerwartungen, Schriftspracherwerb, BICS, CALP, Reproduktives Schreiben, Kommunikatives Schreiben, Gelenktes Schreiben, Sprachliche Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktischen Herausforderungen bei der Vermittlung von Bildungssprache in Sachtexten innerhalb des Deutschunterrichts der Sekundarstufe I.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Differenzierung zwischen Alltags- und Bildungssprache, die Analyse von Kompetenzerwartungen laut Kernlehrplan sowie verschiedene methodische Ansätze zur schrittweisen Sprachförderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Schwierigkeiten bei der Erfüllung von Kompetenzerwartungen aufzuzeigen und konkrete Förderstrategien zu skizzieren, um Schülern den Übergang zur schriftlichen Bildungssprache zu erleichtern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur (u.a. Cummins, Halliday & Hasan, Neugebauer & Nodari) und wendet diese auf ein praktisches Fallbeispiel an.
Was wird im inhaltlichen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit der Förderung von Alltags- zu Bildungssprache und stellt methodische Schritte wie das reproduktive, kommunikative und gelenkte Schreiben vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Sprachförderung, Bildungssprache, Sachtexte, Alltagssprache sowie die verschiedenen Schreibmodi (reproduktiv, kommunikativ, gelenkt).
Wer ist der fiktive Schüler "Tobias" und warum wird er erwähnt?
Tobias ist ein konstruiertes Beispiel für einen Schüler aus einer bildungsfernen Schicht, dessen Fall dazu dient, die praktische Anwendung der entwickelten Förderstrategien zu illustrieren.
Warum ist laut der Arbeit der Übergang von der Alltagssprache zur Bildungssprache so schwierig?
Der Übergang erfordert einen höheren kognitiven Aufwand und einen Wechsel der Sprache der Nähe hin zur kontextreduzierten Sprache der Distanz, was gezielte Vermittlung voraussetzt.
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- Niklas Niggemann (Author), 2020, Möglichkeiten der Sprachförderung im Deutschunterricht (Sek I), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962475