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Der Einfluss von Scripted-Reality-TV auf das Sozialverhalten von Jugendlichen

Eine Untersuchung der Serie „Berlin Tag und Nacht“

Titel: Der Einfluss von Scripted-Reality-TV auf das Sozialverhalten von Jugendlichen

Bachelorarbeit , 2019 , 82 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit hat das Scripted Reality Format „Berlin Tag und Nacht“ Einfluss auf das Sozialverhalten der Jugendlichen? Können die Jugendlichen den fiktiven Charakter der Serie „Berlin Tag und Nacht“ erkennen?

Zu Beginn wird der Begriff der Jugendlichen erläutert, da die Altersgruppe der Jugendlichen die Zielgruppe dieser Arbeit bilden. Im nächsten Schritt wird die Sozialisation und die Mediensozialisation beschrieben, da sie der Grundstein für das Sozialverhalten eines Individuums ist. Des Weiteren wird das zu untersuchende Fernsehgerne erläutert und charakterisiert, bevor anschließend die Nutzungsmotive beleuchtet werden, welche wichtige Erkenntnisse für die empirische Forschung beinhalten. Im nachfolgenden Kapitel werden die verschiedenen Medienwirkungsforschungen näher betrachtet, wobei ein besonderes Augenmerk auf die parasoziale Interaktion und Beziehung gelegt wird. Diese bietet den aktuellen Stand der Forschung in Bezug auf das Medium Fernsehen und seinen Einfluss.

Kapitel 7 befasst sich mit der Serie „Berlin Tag und Nacht“, die den Untersuchungsgegenstand für das Gruppeninterview bildet. In den nächsten beiden Kapiteln wird das methodische Vorgehen für das Gruppeninterview erläutert und im Anschluss die Auswertung und Darstellung der Ergebnisse aufgezeigt. Im letzten Teil wird das Thema und die gewonnenen Erkenntnisse versucht, in das Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit eingliedert und schlussendlich das Fazit mit möglichen Aussichten und weiteren Forschungshypothesen formuliert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung „Jugendliche“

3. Sozialisation

3.1 Sozialisation anhand des Modells der produktiven Realitätsverarbeitung

3.2 Persönlichkeit und Identität

4. Mediensozialisation

4.1 Mediennutzung als Selbstsozialisation

4.2 Mediennutzung als Fremdsozialisation

4.3 Rechtliche Grenzen der Mediennutzung für Jugendliche

5. Scripted Reality

5.1 Definition

5.2 Dramaturgie in Scripted Reality Tv

5.3 Die Wirklichkeit im Medium Fernsehen

5.4 Scripted Reality und die Wirklichkeit

5.5 Nutzungsmotive

6. Modelle zur Medienwirkungsforschung

6.1 Stimulus-Response-Modell

6.2 Der Uses-and- Gratification Ansatz

6.3 Symbolischer Interaktionismus

6.4 Parasoziale Interaktion und Beziehung

7. Untersuchungsgegenstand „Berlin Tag und Nacht“

7.1 Die Produktionsfirma

7.2 Vorstellung der Charaktere der Serie

7.3 Strategie von „Berlin Tag und Nacht“

7.4 Zusammenfassung der Ausschnitte

8. Methodisches Vorgehen

8.1 Datenerhebungsmethode - Interview

8.2 Leitfaden

8.3 Auswahl der Interviewpartner

8.4 Auswertungsmethode

9. Auswertung

9.1 Durchführung

9.2 Darstellung der Ergebnisse des Interviews

9.3 Auswertung der Ergebnisse

10. Die Funktion der sozialen Arbeit in der mediatisierten Welt

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Scripted-Reality-Formats „Berlin Tag und Nacht“ auf das Sozialverhalten von Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren sowie die Fähigkeit dieser, den fiktiven Charakter der Serie zu identifizieren.

  • Sozialisationsprozesse in der mediatisierten Gesellschaft
  • Mediensozialisation und Identitätsbildung
  • Wirkmechanismen von Scripted-Reality-Formaten
  • Parasoziale Interaktion und ihre Auswirkungen
  • Methodische qualitative Inhaltsanalyse durch Gruppeninterviews

Auszug aus dem Buch

6.4 Parasoziale Interaktion und Beziehung

Daran knüpft die entwickelte Theorie der Parasoziale Interaktion (PSI) und Parasoziale Beziehung (PSB), die die Interaktion mit Medienpersonen beschreibt. Diese Theorie ist stark an die Theorie des symbolischen Interaktionismus angelehnt, welche zuvor bereits erläutert wurde. Die Forscher Horton und Wohl versuchten durch das Vorwissen, des symbolischen Interaktionismus die Interaktion zwischen einer Medienperson und dem Rezipienten zu erklären. Auch in der PSI und PSB nehmen die Perspektivübernahme und Rollenzuweisung eine wichtige Rolle ein. Demnach lassen sich drei Kernaspekte für die PSI entnehmen (vgl. Hartmann 2017, S.24).

Der erste zentrale Kernaspekt in der PSI ist, dass nur der Zuschauer die Medienperson beobachten kann und nicht umgekehrt. Für die Medienperson, besteht nur die Rolle des handelnden, die des Beobachters bleibt ihr unzugänglich. Der zweite Aspekt ist, dass die Medienpersonen, das Gefühl von einer wechselseitigen Interaktion provozieren, obwohl sie die Reaktionen der Zuschauer nicht beobachten können, da diese einseitig läuft. Horten und Wohl gehen davon aus, dass die Medienpersonen eine Illusion erschaffen, indem Sie die Reaktionen der Rezipienten erahnen und danach handeln. Sie erwarten eine bestimmte Antwort, auf ihr Handeln von den Zuschaueren und passen somit ihr Handeln ständig an die möglichen Erwartungen der Rezipienten an. Dies verleiht den Zuschauern, das Gefühl, dass die Medienperson von ihrer Anwesenheit weiß, weil sie in ihrem Sinne handeln. „Solange ihre Erwartungen richtig sind, kann es den Medienpersonen gelingen, bei den Rezipienten die Illusion einer wechselseitigen Interaktion herzustellen“ (Hartmann 2017, S.25). Mit dieser Methode überbrücken die Medienpersonen, den „blinden Fleck“ in diesem Interaktionsablauf, da sie sich eine angemessene Reaktion der Zuschauer erhoffen und drauf dann ihre Handlungen weiter aufbauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Mediensozialisation ein und formuliert die Forschungsfragen zur Untersuchung des Einflusses von Scripted Reality auf Jugendliche.

2. Begriffsbestimmung „Jugendliche“: Das Kapitel definiert den Begriff der Jugend und grenzt die für diese Arbeit relevante Altersspanne von 13 bis 18 Jahren ein.

3. Sozialisation: Hier wird der theoretische Rahmen der Sozialisation erläutert, insbesondere durch das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung.

4. Mediensozialisation: Es wird untersucht, wie Medien als Instanz zur Identitätsbildung und sozialen Orientierung beitragen und welchen rechtlichen Rahmenbedingungen sie unterliegen.

5. Scripted Reality: Dieses Kapitel definiert das Format, erklärt dessen Dramaturgie und die bewusste Inszenierung von Wirklichkeit zur Zuschauerbindung.

6. Modelle zur Medienwirkungsforschung: Es werden zentrale medienpsychologische Ansätze dargestellt, mit Fokus auf parasoziale Interaktion und Beziehungsbildung.

7. Untersuchungsgegenstand „Berlin Tag und Nacht“: Vorstellung des Formats, der Produktionsfirma sowie der Charaktere und der narrativen Strategie der Serie.

8. Methodisches Vorgehen: Darlegung der qualitativen Forschungsmethode mittels fokussierter Gruppeninterviews und der methodischen Schritte der Auswertung.

9. Auswertung: Detaillierte Analyse der Ergebnisse aus den Gruppeninterviews, strukturiert nach den Kategorien Motivation, Alltagsintegration und Lerneffekt.

10. Die Funktion der sozialen Arbeit in der mediatisierten Welt: Anwendung medienpädagogischer Ansätze zur Unterstützung von Jugendlichen im Umgang mit Medien.

11. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Medienbindung für das Sozialverhalten sowie Ausblick auf weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Scripted Reality, Mediensozialisation, Jugendliche, Berlin Tag und Nacht, Parasoziale Interaktion, Identitätsbildung, Sozialverhalten, Medienkompetenz, Medienpädagogik, Qualitative Inhaltsanalyse, Gruppeninterview, Alltagsintegration, Medienwirkung, Sozialisation, Nutzungsmotive

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Fernsehformat „Berlin Tag und Nacht“ das Sozialverhalten von Jugendlichen beeinflusst und inwieweit die Zuschauer den fiktiven Charakter der Serie reflektieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Mediensozialisation, parasoziale Interaktion mit Medienfiguren, die Inszenierung von Wirklichkeit in Scripted-Reality-Formaten sowie die Rolle der Medienpädagogik in der sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu erforschen, ob und wie Jugendliche durch die Serie in ihrem Verhalten beeinflusst werden und ob sie in der Lage sind, zwischen Realität und fiktiver Serieninszenierung zu unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem fokussierte Gruppeninterviews mit fünf Jugendlichen durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sozialisation und Medienwirkung, eine spezifische Analyse des Formats „Berlin Tag und Nacht“ sowie die methodische Durchführung und Auswertung der empirischen Datenerhebung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mediensozialisation, Scripted Reality, parasoziale Beziehung, Medienkompetenz und jugendliche Identitätsbildung.

Wie gehen Jugendliche mit dem fiktiven Charakter der Serie um?

Die Ergebnisse zeigen ein ambivalent gesteuertes Verhalten: Während einige Jugendliche die Serie als realistisch wahrnehmen und als Ratgeber nutzen, können andere in bestimmten Situationen den fiktiven Charakter kritisch-analytisch einordnen.

Welche Rolle spielt der „Lerneffekt“ bei den Befragten?

Die Jugendlichen geben an, aus den gezeigten Konflikten und Lösungsstrategien der Serienfiguren Ratschläge für ihren eigenen Alltag abzuleiten, beispielsweise in Bezug auf gewaltfreie Kommunikation.

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss von Scripted-Reality-TV auf das Sozialverhalten von Jugendlichen
Untertitel
Eine Untersuchung der Serie „Berlin Tag und Nacht“
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
82
Katalognummer
V962507
ISBN (eBook)
9783346311504
ISBN (Buch)
9783346311511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss scripted-reality-tv sozialverhalten jugendlichen eine untersuchung serie berlin nacht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Der Einfluss von Scripted-Reality-TV auf das Sozialverhalten von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962507
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Leseprobe aus  82  Seiten
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