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Die Slow-Media-Bewegung. Illustriert anhand der Werke von Aram Bartholl

Title: Die Slow-Media-Bewegung. Illustriert anhand der Werke von Aram Bartholl

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 42 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Media History
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Medien sind nicht nur immer "nah an uns dran", also als Smartphone in unserer Hand oder Hosentasche, als Kopfhörer in und an unseren Ohren, als Bildschirme vor unseren Augen; sie hüllen uns nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch buchstäblich ein – insbesondere auch diejenigen, die umgangssprachlich gar nicht als Medien bezeichnet werden würden, wie beispielsweise Licht oder Zeit. Weitere Beispiele hierfür sind die GPS-Technologie oder auch die einerseits sehr beliebte, andererseits aber auch allseits gefürchtete "Cloud".

Wie diese Arbeit zeigen will, bilden sich in jüngster Zeit immer häufiger Tendenzen, die gegen diese Einhüllung bewusst vorgehen bzw. anders und bewusster mit ihr umgehen möchten. Eine erfolgreiche und medial vielbeachtete Entwicklung, die sich die Beschäftigung mit unserer gegenwärtigen Mediennutzung auf die Fahne geschrieben hat, ist die sogenannte Slow-Media-Bewegung. Zum erst 2010 initiierten Slow-Media-Movement gibt es bisher sehr wenige Forschungsbeiträge. Speziell der Bereich der Slow Media Art wurde bisher lediglich von Kevin Hamilton und Katja Kwastek in einem kurzen Aufsatz angeschnitten, in dem zwar viele kurze Beispiele für diese Kunstrichtung genannt werden, jedoch keine genauere Analyse der Werke vor dem Hintergrund der Eigenschaften der Bewegung gegeben werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charakterisierung der Slow-Media-Bewegung anhand der Werke von Aram Bartholl

2.1. Die Kategorien Slow und Fast in ihrer Relationalität

2.2. Aram Bartholls „Dead Drops”

2.2.1. Beschreibung

2.2.2. Elemente des Slow anhand der Kriterien des Slow-Media-Manifests

2.2.3. Elemente des Slow anhand der Kriterien von Hamilton und Kwastek

2.3. Aram Bartholls „Map“

2.3.1. Beschreibung

2.3.2. Elemente des Slow anhand der Kriterien des Slow-Media-Manifests

2.3.3. Elemente des Slow anhand der Kriterien von Hamilton und Kwastek

2.4. „Dead Drops“ und „Map“ als Beispiele für Bartholls Infragestellung etablierter Dualismen und seiner Beschäftigung mit Fast- und Slow-Media

2.5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Slow-Media-Bewegung und Bartholls Herangehensweise

3. Fazit: Aram Bartholls Werke als Beispiele für Slow Media Art

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die künstlerischen Projekte „Dead Drops“ und „Map“ des Medienkünstlers Aram Bartholl als Beispiele für „Slow Media Art“ verstanden werden können. Dabei wird hinterfragt, wie Bartholls Arbeiten die Beziehung zwischen digitaler und physischer Welt thematisieren und ob sie sich als Gegendiskurs zum vorherrschenden „Fast-Media-Narrativ“ positionieren lassen.

  • Analyse der Slow-Media-Bewegung im Kontext zeitgenössischer Kunst
  • Untersuchung von Aram Bartholls Projekten „Dead Drops“ und „Map“
  • Reflexion über die Relationalität von „Slow“ und „Fast“ in der Mediennutzung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Infragestellung binärer Dualismen (analog vs. digital)
  • Vergleich der künstlerischen Herangehensweise von Aram Bartholl mit den Manifest-Vorgaben der Slow-Media-Bewegung

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Beschreibung

Dead Drops ist kein Kunstwerk im engeren Sinne. Es ist ein kollaboratives Projekt, das von Aram Bartholl erfunden, angestoßen und weiterentwickelt wurde und wird. „‘Dead Drops’ ist ein anonymes, offline Peer-to-Peer File-sharing Netzwerk im öffentlichen Raum.“ Es besteht aus vielen einzelnen sogenannten Dead Drops, die überall auf der Welt installiert wurden und werden. Ein Dead Drop ist ein USB-Stick, der irgendwo im, meist städtischen, aber generell im öffentlichen Raum fest installiert wurde und für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Jeder kann dort Dateien einsehen, speichern und austauschen.

[...] Jeder hat Zugriff auf einen ‘Dead Drop’ und jeder kann einen Dead Drop in seiner Stadt/Nachbarschaft installieren. Ein ‘Dead Drop’ muss öffentlich zugänglich sein. [...] Jeder ‘Dead Drop’ ist einzigartig. Ein besonders schöner Dead Drop zeigt nur den metallenen Type-A USB Stecker und ist in eine Mauer einzementiert, so dass man ihn kaum bemerkt. Dead Drops brauchen keine Kabel oder Funktechnologien. Für Offline File-sharing muss man in Kauf nehmen auf der Erde zu Knien oder sich die Jacke an der Wand dreckig zu machen. [...] In einer Zeit mit wachsender Bedeutung von Cloudcomputing und ‘tollen’ neuen Geräten ohne Zugriff auf lokale Dateien müssen wir die Freiheit und die Verteilung von Daten neu überdenken. Die Dead Drop Bewegung ist auf dem Weg dies zu ändern! Befreie deine Daten für die Allgemeinheit in Zement! Installiere noch Heute deinen eigenen Dead Drop! Befreie deine Daten aus der Cloud, jetzt!!“

So lautet das zum Projekt gehörende Manifest von Aram Bartholl. Exemplarisch für alle weiteren steht dabei der erste bzw. die fünf ersten Dead Drops, die Bartholl im Oktober 2010 während seinem Artist-in-Residence-Aufenthalt bei EYEBEAM in New York an unterschiedlichen Orten der Stadt installierte. Wie man im seinem „How To“-Video sehen kann, nahm er einen USB-Stick, bei dem zuvor die Ummantelung entfernt wurde, machte ein Loch in einer Wand ausfindig, verschloss dieses mit Spachtelmasse und drückte den USB-Stick dann direkt in die Masse, sodass der Stick darin eintrocknen konnte. Anschließend wurde der Untergrund noch mit passender Wandfarbe nachgestrichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Slow-Media-Bewegung ein und stellt Aram Bartholls Projekte als Untersuchungsobjekte für eine tiefgreifendere Analyse vor.

2. Charakterisierung der Slow-Media-Bewegung anhand der Werke von Aram Bartholl: Dieses Kapitel analysiert Bartholls Projekte im Hinblick auf ihre Eignung als „Slow Media Art“ anhand theoretischer Kriterien und untersucht die Relationalität von Geschwindigkeit sowie die Infragestellung etablierter medientechnischer Dualismen.

3. Fazit: Aram Bartholls Werke als Beispiele für Slow Media Art: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung von Bartholls Werken als Beispiele für Slow Media Art, wobei die Bedeutung seiner ironischen und partizipativen Arbeitsweise hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Slow Media, Aram Bartholl, Dead Drops, Fast Media, Medientheorie, Zeitwahrnehmung, Partizipation, Public Art, Digitalisierung, Analog, Entschleunigung, Netzwerkkunst, Ironie, Kunstmarkt, Medienmanifest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Slow-Media-Bewegung für die zeitgenössische Medienkunst am Beispiel des Künstlers Aram Bartholl.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Beschleunigung der Mediennutzung, die Wahrnehmung von Zeit und Raum sowie die Verschränkung von analogen und digitalen Lebenswelten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Bartholls Projekte „Dead Drops“ und „Map“ kritisch zu analysieren und auf ihre Übereinstimmung mit Kriterien der Slow Media Art zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primär- und Sekundärliteratur, um die Werke unter Anwendung von Be- und Entschleunigungstheorien zu interpretieren und in den kunsttheoretischen Kontext einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von „Dead Drops“ und „Map“, ihrer Einordnung in das Slow-Media-Manifest sowie der Reflexion über die Aufhebung binärer Dichotomien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Slow Media, Aram Bartholl, Medientheorie, Zeitwahrnehmung und Partizipation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich Bartholl von den Begründern des Slow-Media-Manifests?

Während Bartholl primär aus idealistischen Motiven handelt, zeigen sich bei der Slow-Media-Bewegung laut Autorin gelegentlich Tendenzen zur kommerziellen Verwertung.

Warum spielt die Infragestellung von Dualismen bei Bartholl eine so wichtige Rolle?

Bartholl nutzt die ironische Platzierung digitaler Symbole im physischen Raum, um Nutzer zur Reflexion über ihre oft unkritische Mediennutzung zu bewegen.

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Details

Title
Die Slow-Media-Bewegung. Illustriert anhand der Werke von Aram Bartholl
College
University of Constance  (Fachbereich Literaturwissenschaft mit Kunst- und Medienwissenschaft)
Course
Digitale Entschleunigung oder: Slow Media
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
42
Catalog Number
V962548
ISBN (eBook)
9783346322418
ISBN (Book)
9783346322425
Language
German
Tags
Aram Bartholl Medienkunst Slow Media Slow Media Art Kunstwissenschaft Medienwissenschaft Dead Drops Map Digitalität Digitale Entschleunigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Die Slow-Media-Bewegung. Illustriert anhand der Werke von Aram Bartholl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962548
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