Die National-Park-Idee


Facharbeit (Schule), 1998

13 Seiten, Note: 2-


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Die NationalPark Idee

Die Idee NationalParks zu errichte, wurde in USA geboren. Amerika befand sich in der Zeit vor 100 Jahren in der Situation , daß die stetig wachsende Stadtbevölkerung nach und nach mehr Land zur Besiedelung und zur Erholung beanspruchte,und deshalb das weitläufige Land zur Nutzung aufgeteilt werden sollte.Der Regierung wurde zu dieser Zeit bewußte, daß sie etwas für den Schutz der besonderen Landschaft in ihrem Lande tun mußte, da durch den Bau von neuen Siedlungen und damit zusammenhängend der Nutzung für Land- und Forstwirtschaft immer mehr das natürlichen Gleichgewicht der Natur gestört wurde. Um dies zu vermeiden , beschloß man, einige abgegrenzte Teile der Natur für die Besiedelung zu sparen nur in begrenztem Umfang der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Somit wurde schon Mitte des 19. Jahrhunderts die NationalPark Idee geboren. Das erste Gebiet, das dem Anspruch eines NationalParks entsprach, war das Gebiet des heutigen Yellowstone National Park der zum größten Teil im Bundesstaat Wyoming liegt. Er wurde bereits im Jahre 1872 zu dem ersten National Park der Welt erklärt. Dadurch wurde das Gebiet unter einen umfassenden Naturschutz gestellt. Außerdem wurde der Verkauf von Land untersagt.

Die Errichtung von Siedlungen in dem Gebiet des National Parks wurde völlig untersagt. Durch diese Regelung sollte die Natur in diesem Gebiet in ihrer natürlichen Schönheit bestehen und vor Zerstörung geschützt werden.

Schon bald sahen sich auch andere Staaten vor ähnliche Probleme gestellt wie die USA. Bis Ende des Jahrhunderts richteten vor allem Australien, Neuseeland und auch Kanada die ersten National Parks ihres Landes ein.

Definition National Park

,,Ein National Park ist ein relativ großes Gebiet, in dem

1. ein oder mehrere Ökosysteme durch menschliche Nutzung oder Inanspruchnahme in der Substanz verändert werden, wo Pflanzen- und Tierwelt, wo geologische und morphologische Besonderheiten von speziellem Interesse für die Wirtschaft, Bildung und Erholung sind oder in Naturlandschaften von großartiger Schönheit vorkommen, und wo
2. die höchste zuständige Behörde des betreffende Landes Maßnahmen getroffen hat, im gesamten Gebiet so früh wie möglich die Nutzung oder jede andere Inanspruchnahme auszuschließen, zu verhindern oder wirksam sicherzustellen, daß die ökologischen, geologischen, morphologischen oder ästhetischen Merkmale,die als Voraussetzung zur Errichtung des Schutzgebietes dienten, unantastbar bleiben, und wo
3. Besucher unter bestimmten Bedingungen Zutritt haben zur Anregung, Erziehung, Bildung und Erbauung".

Diese Defintion wurde auf der 10. Generalversammlung der Internationalen Naturschutz Union (IUCN) in Neu Delhi im Jahre 1969 festgelegt, aus der Geographische Rundschau, März 3/1991

Anzahl der National Parks und ihre Verteilung in den USA und in Deutschland

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das Land der Erde, das die meisten National Parks der Welt besitzt. Nach dem neuesten Stand sind es 50 National Parks. Diese 50 NationalParks sind auf die 51 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika mit einer Gesamtfläche von 9 529 063 km² verteilt. Es gibt jedoch Gebiete in den USA, in denen die National Parks stärker vertreten sind, als in anderen Gebieten.

Zu diesen Gebieten zählen eindeutig die " Rocky Mountains ", die in den Bundesstaaten Colorado, Montana, North und South Dakota und Wyoming liegen. In dem Bundesstaat Wyomimg wurde auch der erste National Park der Welt eröffnet, der Yellowstone National Park. In dem Bereich der " Rocky Mountains " gibt es 13 Gebiete, die jeweils durch die höchsten zuständigen Behörden des jeweiligen Bundesstaates zu National Parks erklärt worden sind. Dazu zählen insbesondere so international berühmte National Parks wie z.B. der " Yellowstone National Park ", der " Bryce Canyon National Park " sowie der " Rocky Mountains National Park ,,

Eine weitere Region, in der Gebiete sehr häufig zu NationalParks ernannt worden sind, ist die Region " Western ". Zu dieser Region gehören die Bundesstaaten " Arizona, Kalifornien, Nevada und Hawaii ". Hier wurden 12 Gebiete unter umfassenden Naturschutz gestellt. Allein der Bundesstaat Kalifornien beherbergt 6 National Parks. In diesem Bundesstaat, der eine Fläche von 411 049 km² hat, gibt es 6 Gebiete, die zu National Parks erklärt worden sind. Dazu zählen insbesondere der " Redwood National Park ", der wegen seiner Mammutbäume sehr bekannt is. und der " Sequoia National Park ".

Ebenso der " Grand Canyon National Park ", der durch seinen Canyon weltberühmt geworden ist. Er zählt sicher zu den größten und meist fotografierten Natur Schönheiten der Welt.

In Alaska, dem 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, der mit 1 530 700 km² auch gleichzeitig der größte ist, befinden sich 8 National Parks, die jedoch nicht so bekannt sind, wie die anderen großen National Parks.

In den USA gibt es außerdem noch eine sehr große Anzahl an sogenannten ProvincalParks. Dies sind Gebiete, die auch unter umfassenden Naturschutz gestellt worden sind. Sie sind jedoch in der Regel kleiner als die National Parks. Aber ihrer landschaftliche Schönheit steht der der NationalParks haufig nicht nach. Diese Provincal Parks sind über alle Staaten der Vereinigten Staaten von Amerika verteilt.

In der Bundesrepublik gibt es jedoch auf einer Gesamtfläche von 356 959 km² nur 11 National Parks, sowie 3 geplante National Parks. Ebenfalls gibt es noch zwei weitere Gebiete, die als NationalParks empfohlen werden. Die Größe der deutschen National Parks ist jedoch nicht mit der Größe der amerikanischen National Parks zu vergleichen. In den USA gibt es National Parks, wie z. B, den Yellowstone National Park, der 3 ½ mal die Fläche des Saarlandes hat, oder die Größe von Korsika und in Kanton Bern ¾ der Gesmatfläche einnehmen würde Bei den deutschen NationalParks ist ein klares Nord- Süd Gefälle zu beobachten. Von der nördlichen Grenze der Bundesrepublik bis hin zu einer gedachten Linie, die in Höhe der nördlichen Grenze des Bundesland Hessen verläuft, befinden sich 12 Gebiete, die entweder schon National Parks sind, empfohlen oder auch geplant sind. Südlich dieser Linie befinden sich nur 3 National Parks, davon einer, der zu den beiden empfohlenen NationalParks gehört.

Nördlich einer Linie, die waagerecht zu Berlin verläuft, befindet sich die größte Ansammlung von National Parks in Deutschland. Im Norden derBundesrepublik befinden sich 7 National Parks. Dazu gehören z. B. der " Schleswig-Holsteinische und Niedersächsiche Wattenmeer National Park ". Im Norden befindet sich ebenfalls der " Elbetal National Park ", sowie der " Unteres Odertal National Park ". In der Mitte der Bundesrepublik Deutschland befinden sich noch der " Harz und der Hochharz National Park ". Im Süden der Bundesrepublik hingegen sind nur der Bayerische Wald und Berchtesgarden zu einem National Park erklärt worden.

Yellowstone National Park

Der Yellowstone National Park wurde im Jahre 1872 vom Kongreß der Vereinigten Staaten von Amerika zum ersten NationalPark der Erde ernannt. (Der Name Yellowstone kommt aus dem indianischen wo er Miziadasi hieß, was mit dem Wort Felsgelbfluß übersetzt worden ist.

Von den Trappern wurde das indianische ins Französische übersetzt, dort lautet es wie folgt: riviére de roch jaune oder auch pierre jaune. Lange Zeit war das Gebiet unter dem französischen sowie unter dem amerikanischen Namen bekannt.)

Er umfaßt eine Fläche von 8 987 km². Von Norden nach Süden beträgt seine Länge 102 km. An der breitesten Stelle des Yellowstone National Park beträgt der Entfernung zwischen der westlichen und der östlichen Grenze 87 km.

Der größte Teil der Fläche , nämlich 80 % = 7189,6 km² ,wird durch Wald bedeckt. 1 348 km² des National Parks ist durch Gras- und Weideland bedeckt, dies entspricht 15 % der Gesamtfläche

Die restlichen 5 % der Gesamtfläche von 8 987 km² ist durch Wasser bedeckt.

In Anbetracht seiner Größe ist es nicht verwunderlich, daß die Menge des Niederschlages im National Park sehr von dem Ort der Messung abhängig ist. So werden an der nördlichen Grenze des National Parks Niederschlagsmengen von 26 cm pro Quadratmeter gemessen, im südwestlichen Teil des National Parks hingegen können 205 cm Niederschlag pro Quadratmeter fallen.

Der National Park ist über 3 Bundesstaaten verteilt. 91% seiner Gesamtfläche liegen in dem Bundesstaat Wyoming, zu 7,6 % liegt er noch in dem Bundesstaat Montana, und 1,4 % seiner Gesamtfläche befinden sich in dem Bundesstaat Idaho.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der größte Höhenunterschied in dem Park beträgt 1852 m. Der Eagle Point ist mit seinen 3462 m der höchste Punkt im Yellowstone National Park, der Reese Creek hingegen ist mit seinen 1610 m der niedrigste Punkt in dem gesamten Park.

Die Durchschnittstemperaturen reichen von - 12 C bis hin zu + 13 C die am Yellowstone Lake, der in der Mitte des National Parks liegt, gemessen worden sind.

In den Jahren 1933 und in 1936 wurden jeweils Rekordtemperaturen gemessen. So wurden im Jahre 1933 in dem Ort Madison als niedrigste Temperatur - 54 C gemessen. Zum anderem, die Höchsttemperatur die im Jahr 1936 mit + 37 C in der Ortschaft Lamar erreicht wurde.

Der Yellowstone National Park besitzt eine sehr artenreiche Pflanzenwelt, durch die er in der gesamten Welt sehr berühmt geworden ist. So kann man acht verschiedene Arten von Nadelbäumen im National Park finden, und das trotz der Tatsache, daß 80 % der Waldfläche von derselben Kiefernart bewachsen ist. Außerdem kann man 1 050 verschieden einheimische Pflanzenarten in dem Gebiet finden. Hinzu kommen nochmals 168 verschiedene exotische Pflanzen.

Auch in dem Bereich der Tierwelt kann der National Park einen Rekord vorweisen. Er ist das Gebiet der Erde, das die höchste Konzentration an freilaufenden Wildtieren besitzt. Dazu gehören sieben Arten an einheimischen Säugetieren mit Hufen, hinzu kommen 49 Arten andere Säugetiere. Ebenfalls sind im Yellowstone National Park noch an die 300 verschiedenen Arten von Vögeln vertreten. Zu den Attraktionen des Parks gehören die vielen freilebenden Bären, die fast jeder Besucher gerne sehen möchte. In den Jahren von 1940 bis 1950 wanderten die Bären jedoch immer mehr aus ihren eigentlich Aufenthaltsgebieten ab. Sie suchten immer mehr die Nähe der Menschen, um dort Nahrung zufinden. Viele Menschen machten den Fehler und unterstützten das Verlangen der Bären nach Nahrung, und fütterten sie. Durch diese Fütterungen wurden die Bären immer aggressiver. Es mehrten sich die Angriffe der Bären auf die Menschen. Bei diesen Angriffen gab es zahlreiche Verletzte und sogar Tote. So wurde eine Verordnung erlassen, die die Fütterung untersagte. Diese Verordnung hatte Erfolg, und so sank die Zahl der Angriffe auf Menschen sehr stark, und die Bären wanderten in ihre natürlichen Lebensräume zurück.

In den Flüssen und vor allem in dem Yellowstone Lake sind 18 Fischarten beheimatet, wovon 5 dieser Arten keine einheimische Fischarten sind.

Der Yellowstone Lake hat eine Oberfläche von 35 400 Hektar. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 42 m. An seiner tiefsten Stelle ist er hingegen 119 m tief.

Es gibt insgesamt zehn verschiedene Arten an Reptilien und Amphibien in dem Yellowstone National Park beheimatet.1

Ebenfalls ist in dem Yellowstone National Park die einzige freilebende beständige Büffelherde der Welt beheimatet, Zwischen den Jahren 1840 und 1890 wurde die Anzahl der Büffel die im Jahre 1840 an die 30 Millionen reichte, bis auf wenige Hundert durch Massentötung reduziert. Die Indianer töteten die Büffel nur um sich von ihrem Fleisch zu ernähren, die Häute zu Leder zu verarbeiten und daraus Planen für Zelte und sonstige Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie z. B. Schuhe oder Bekleidungsstücke herzustellen. Durch diese gezielte Verwendung war dei Anzahl der getöteten Tiere relativ gering.

Die Siedler jedoch töten die Büffel nicht, sondern sie schlachteten sie regelrecht ab. Sie töteten die Büffel nur aus dem einem Grund, das sie das Land benötigten. Für ihre Ernährung nahmen sie nur einen geringen Teil des Fleisches. Den größten Teil der Kadaver ließen sie in der Prärie liegen. Heute leben in dem Yellowstone National Park wieder zwischen 2 000 und 4 000 freilaufende Büffel.

Im Yellowstone National Park leben während der Sommer Monate an die 25 000 Elche. Dies ist die größte Ansammlung an Elchen an einem Ort. Sie ist Folge eines absoluten Jagdverbot, das den Tieren eine starke Fortpflanzung ermöglicht. Wegen ihrer weißen Flecken auf den Hinterbacken, wurden die Elche von den Shawnee Indianer Wapiti genannt, was übersetzt weißes Reh bedeutet. Der Name Wapiti ist heute wieder stark verbreitet

In dem Gebiet des Yellowstone National Park gibt es mehr Thermalquellen und aktive Geysire als in Rest der Welt zusammen, was ebenfalls ein Rekord ist. Es gibt 200-250 aktive Geysire in dem Park. Hinzu kommen noch annähernd 10 000 thermale Quellen. Weiterhin besitzt der National Park einen der größten durch eine vulkanische Aktivität entstandenen Krater.

In den Park kann man durch 5 Eingänge gelangen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch ihn führen 370 Meilen an geteerter Straße. Diese Straßen sind jedoch nicht mit den deutschen Straßen und ihrer Qualität vergleichbar. Durch die geringe Qualität soll erreicht werden, daß in dem NationalPark nicht so schnell fahren kann, und somit weniger Kohlendioxid ausgestoßen wird. Abseits des Straßennetzes, kann man den Park auch auf zahlreichen Wanderpfaden kennenlernen. Die Pfade haben zusammen eine Gesamtlänge von über 1 200 Meilen.

Den Besuchern stehen 9 Besucherzentren sowie Museen und Informationsbüros zu Verfügung. Die Besucherzentren sind an den wichtigsten Attraktion errichtet worden. Dies sind Mammoth Hot Spring, Old Faithful, Canyon, Fishing Brigde und Grant Village.

Der Geysir Old Faithful, einer der meistfotografierten Attraktionen des Parks schießt seit seiner Entdeckung im Jahre 1870 etwa jede Stunde an die 37 000 Liter kochendheißes Wasser in die Luft. Die Eruptionen dauern zwischen 2 und 5 Minuten. Von der Dauer der vorherigen Eruption hängt der Zeitraum bis zur nächsten Eruption zusammen. Selbst ein starkes Erdbeben, dessen Epizentrum in unmittelbarer Nähe des National Parks lag, das sich in den 90 er Jahren ereignete, wurden die Eruptionen nicht beeinträchtigt, Der Zeitraum zwischen den Eruptionen verlängerte sich nur gering.

Eine weitere Attraktion sind die Sinterterrassen von Mammoth Hot Springs. Die Entstehung dieser Terrassen haben wir dem zufälligen Zusammentreffen dreier geologischen Besonderheiten zu verdanken. Aus dem Magma des Erdinneren strömte ständig heißes Kohlendioxydgas an die Oberfläche, das sich im Grundwasser auflöst. Durch das Auftreten aus dem Erdinneren erwärmte das Kohlendioxydgas das Grundwasser, und gibt dem Grundwasser so die Möglichkeit Kalkgestein aufzulösen. Das Kalkgestein strömt dann an die Erdoberfläche und erkaltet dort. Da das Wasser eine unterschiedliche Fließgeschwindigkeit besitzt, kühlt das Kalkgestein unterschiedlich schnell ab. Dadurch entstehen verschiedene Terrassen.

Pro Tag werden mit der Hilfe von 2 000 Litern Wasser an die 2 Tonnen Kalkstein an die Oberfläche transportiert.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in 2 814 Hotelzimmer/ bzw. Blockhütten. Das große Hotel "Old Faithful Inn", das direkt an dem Geysir gelegen ist, zählt ebenfalls zu einer der großen Attraktionen des Yellowstone. Hinzu kommen nochmals sieben Camping Plätze mit 458 Einstellplätzen, die durch den National Park Service ( NPS ) verwaltet werden. Weitere 1 744 Einstellplätze findet man auf privat betriebenen Camping Plätzen. Im nahen Umland des National Park sind ebenfalls noch mal 300 Einstellplätze auf Campingplätze vorhanden.

Trotz des umfassenden Naturschutzes wurden im National Park an die 2 000 Gebäude errichtet. Dies sind jedoch zu größten Teil Gebäude des NPS. Der NPS beschäftigt während der Sommer Monate 730 Personen, die als Ranger oder auch als Führer tätig werden. In den Hotels und Souvenir Läden arbeiten 3 200 Personen, die eine spezielle Lizenz besitzen müssen

Konzept

Der NPS und die Regierung sind sich der Bedeutung des Yellowstone National Parks als einzigartige Naturlandschaft bewußt. So werden und wurden zwar Straßen gebaut, aber man richtet sie unter Berücksichtigung der Natur und der Bedürfnisse ein. So bemüht man sich, die Natur durch den Bau von Straßen und Hotels so geringfügig wie möglich zu schädigen. So dienen die Straßen im Yellowstone National Park nur der Beförderung der Besucher in und aus den National Park. Sie sind nicht dem Durchgangsverkehr gewidmet. Die Straßen für den Durchgangsverkehr müssen in einem angemessenem Abstand von dem National Park errichtet werden

In den Gebieten in denen es aktive Thermalquellen gibt, wurden besonders für die Besucher Holzwege angelegt. Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Natur ist das Verlassen der Wege ausdrücklich verboten. Wenn man von den befestigten Wegen abweicht, kann es sehr schnell passieren, daß man auf dem nicht tragenden Boden um die heißen Quellen, die oftmals noch siedendes Wasser in sich beherbergen, einbricht. Wenn einmal der Boden in einem Thermalgebiet zerstört worden ist, ist es der Natur in absehbarer Zeit nicht möglich ihn wieder aufzubauen.

Man ist der Auffassung, daß man der Menschheit, die Schönheit der Natur zeigen muß, um die Menschheit auf die Besonderheiten und Einzigartigkeiten der Natur hinzuweisen. Denn nur durch das intensive Erleben der Natur und ihrer Schönheit kann man ein Verantwortungsgefühl gegenüber der Natur entwickeln. Somit wird man ganz anders mit der Natur umgehen, und sich auch der Besonderheit klar werden.

Im Yellowstone National Park dürfen alle Gebiete durch Besucher besichtigt werden. Dies ist in NationalParks in anderen Ländern oftmals anders. So gibt es im Park keine Bereiche, die für Besucher generell gesperrt sind. So darf man selbst mit einer besonderen Genehmigung, die man aber ohne Probleme bekommt, Wanderungen in das Hinterland machen, in das sich die Wildtiere oftmals zurück ziehen. Da sie hoffen dort noch ungestört vor den Besuchern leben können. Durch die Wanderungen ist der oftmals streng geforderte Mindestabstand zu den wildlebenden Tieren in keinster Weise gewährleistet. So werden die Tiere selbst noch an ihren Fluchtsorten durch den Menschen in ihrem natürliche Leben gestört.

Im National Park gibt es insgesamt rund 2 000 Gebäude.Ein Teil der Gebäude wird durch Hotels, Tankstellen, KFZ - Werkstätten, Soveniergeschäfte und Banken genutzt. Selbst ein Bootsverleih ist zu finden. Der Tourist hat bei dieser Vielfalt oft den Eindruck, sich eher in einer Stadt als in einem National Park zu befinden.

So bekommt der Besucher in keinster Weise den Eindruck, daß der Schutz der Natur im Vordergrund steht, wie es in einem National Park sein sollte. In erster Linie ist der NPS bemüht dem Besucher den Besuch so angenehm wie möglich machen möchte. Er solle auf keine seiner üblichen Annehmlichkeiten und Luxusgüter verzichten müssen.

Die Akzeptanz durch die Bevölkerung spiegelt sich insbesondere in den ständig steigenden Besucherzahlen wieder. Anderseits wird der NPS durch viele freiwillige Helfer unterstützt. So gehören zu dem vertrauten Bild des National Parks die Rentner, Studenten und Zivildienst leistenden Personen, die als Ranger oder sonstige Helfer tätig sind. Diese Arbeit verrichten sie oftmals ohne oder nur gegen geringfügige Bezahlung. Die Zivildienstleistenden verbringen oftmals ihren gesamten Zeitraum als Zivildienstleistender in den National Parks. Für manchen Rentner ist es eine Ehrensache sich in dem National Park als Ranger oder als Führer zu beschäftigen. Die Rentner sind in einem National Park oftmals jahrelang beschäftigt und bekomme nur eine geringfügige Entlohnung. Die Jobs in den National Parks sind sehr begehrt und es sind jedes Jahr mehr Bewerber vorhanden, als der NPS einstellen kann. Selbst in dem Ausland versuchen Studenten einen Job in einem Amerikanischen National Park zu bekommen. Durch die Zeit in einem National Park werden die Menschen sehr geprägt. Sie verbinden danach mit der Natur sehr viel. Selbst das Zusammengehörigkeist Gefühl, das unter den Mitarbeitern herrscht, gilt als was besonderes was man nicht überall erleben kann.

Die Besucherzahlen in den Amerikanischen National Parks steigen seit der Gründung kontinuierlich.

So besaß der Yellowstone National Park zwar in den ersten 20 Jahren einen sehr geringen Besucherdurchschnitt von weniger als 1 000 Besucher pro Jahr. In dem Zeitraum von 1895 bis hin zu 1900 verdoppelte sich die Anzahl der Besucher bis auf 8 928 im Jahre 1900. Die Zahl der Besucher nahm in den folgenden Jahren noch stärker zu. So wurden im Jahre 1940 bereits 526 437 Besucher im National Park gezählt. Während der Kriegszeit gingen die Besucherzahlen zum Teil rapide zurück. So wurden im Jahre 1943 nur 34 144 Besucher im Park gezählt. Doch dieser Zustand sollte nicht von langer Dauer sein, denn bereits im Jahre 1950 hatte man die eine Millionen Grenze an Besuchern pro Jahr im National Park überschritten. So hatte man 20 Jahre nachdem man eine Millionen Besucher pro Jahr im National Park gezählt hatte, schon die Grenze von zwei Millionen Besucher erreicht. In den folgenden Jahren stieg die Anzahl der Besucher nicht mehr so stark an, aber schon im Jahre 1996 hatte man die magische Grenze von drei Millionen Besuchern pro Jahr erreicht.

Jahr Besucher

1895 4 659

1900 8 928

1910 19 575

1920 79 777

1930 227 901

1940 526 437

1943 64 144

1950 1 109 926

1960 1 443 288

1970 2 297 290

1980 2 000 273

1990 2 823 572

1996 3 012 171

Dies sind im Durchschnitt 8367 Besucher pro Tag, die sich im Yellowstone National Park auf einer Fläche von 8 953 km² aufhalten. Somit befinden sich prozentual und theoretisch in einen Naturschutzgebiet mit strengen Naturschutzvorlagen auf jedem Quadratkilometer ein Besucher. Da sich der größte Teil der Besucher jedoch während der Sommermonate im National Park aufhält, sind die Besuchenzahlen pro Tag im Sommer sehr viel größer. Die Besucher tummeln sich überwiegend an den Hauptattrackionen, die dadurch stark überlaufenen sind. Am "Old Faithful" beobachten meist mehrere Hundert Besucher gleichzeitig die stündlichen Ausbrüche.

Durch die ständig steigenden Besucherzahlen überlegte der NPS die Anzahl der Besucher zu begrenzen. Aus dem gleichen Grund wurde der Yosemite National Park, der sich in Bundesstaat Kalifornien befindet, im Jahre 1995 an stark besuchten Sommertagen geschlossen. Durch die große Anzahl an Besuchern wurde die Natur mehr zerstört, als das es vertretbar war. Durch die Schließung des Parks wurde der Natur und dem ökologischem Gleichgewicht für einige Tag eine gewisse Ruhephase eingeräumt. Jedoch konnte sich die Natur nicht über einen längeren Zeitraum regenerieren. So waren diese Schließungen oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

An den Parkeingängen und Parkplätzen gibt es in der Hauptsaison durch den großen Andrang immer wieder zu längeren Wartezeiten. Beuscher von Hotels und Campingplätzen, die keine feste Reservierung vorlegen können, haben meistens keine Chance, einen Platz zu bekommen.

So müssen Besucher die den National Park im Sommer besuchen wollen, und es vorziehen im Old Faithful Inn zu übernachten, schon mehrere Monate vor Antritt der Reise ein Zimmer im Hotel buchen. Auch bei den Campingplätze ist eine frühzeitige Reservierung unbedingt notwendig. Ansonsten werden Plätze die trotz Reservierung nicht in Anspruch genommen werden, an Besucher ohne Reservierung vergeben Ein weiteres Problem ergibt sich durch das Verhalten der Besucher auf der Straße. Weidet z. B. eine große Büffelherde in der Nähe einer Straße, bildet sich in kürzester Zeit eine lange Autoschlange. Die Besucher und die Verkehrsteilnehmer halten sich in solchen Situation an keine Verkehrsregel und gefährden sich und andere mit ihrem Verhalten. Sie versuchen oft sehr nah an die Tiere heran zu kommen, um den besten Standort für ein Foto für das Familienalbum zu finden. Dadurch fühlen sich die Tiere bedrängt, und werden aggressiv, und greifen in Einzelfällen auch die Besucher an.

Äußere Einflüsse

Der Yellowstone National Park ist einer sehr großen Anzahl äußerer Einflüsse ausgesetzt. So brachen in den letzten 125 Jahren eine sehr große Anzahl an Buschbränden im National Park aus. Die Feuer entstanden zum Teil durch Selbstentzündung in Phasen der Dürre, oft auch durch menschliches Verschulden, Das Feuer, das im Jahre 1988 im National Park wütete, war das verherendste in der Geschichte des National Parks. Es waren fast 1/3 der Gesamtfläche betroffen. Auf den ersten Blick wurde fast die gesamte Tier - und Pflanzenwelt zerstört. Nach dem großen Feuer hatten sehr viele Experten die Befürchtung, daß sich die Natur von dieser immensen Zerstörung nur sehr langsam erholen können. Sie waren sich nicht sicher, ob es der Natur überhaupt gelingen würde. Es gelang der Pflanzenwelt doch jedoch erstaunlich schnell sich von der Katastrophe zu erholen. So kamen bereits schon wenige Monate nach den Bränden, neue grüne Keinlingen aus dem Boden. Sie wuchsen in den Böden sehr gut, da durch den Brand genügend Nährstoffe im Boden vorhanden waren. Es sollte jedoch nicht nur bei kleineren Keimlingen bleiben. So gab es vier Jahre nach den Bränden ein Foto das um die ganze Welt ging, auf dem ein Stück frischen Waldes zu sehen ist. An der gleichen Stelle hatte noch vor vier Jahren das schlimmste Feuer in der Geschichte des Parks gewütet. So sieht man eindeutig, daß die Natur in der Lage ist sich wieder selbst zu regnerieren.

Bei der Tierwelt zeigte sich, daß zwar eine Großzahl der kleineren Tiere wie z. B. Mäuse und Käfer verbrannt waren, die meisten der Büffel und Elche sich aber durch Flucht hatten retten können.

Trotz des durch den Brand angerichtete Schäden, ging die Anzahl der Besucher nicht zurück. Viele Besucher haben aber erkannt, daß sie ihr Verhalten ändern müssen, um solche Katastrophe zu vermeiden

13 von 13 Seiten

Details

Titel
Die National-Park-Idee
Veranstaltung
Stufe 12. des Lise Meitner Gymnasiums
Note
2-
Autor
Jahr
1998
Seiten
13
Katalognummer
V96255
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
zu dem Thema Nationalparks in den USA und in Deutschland
Schlagworte
National-Park-Idee, Stufe, Lise, Meitner, Gymnasiums
Arbeit zitieren
Frederik Koch (Autor), 1998, Die National-Park-Idee, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96255

Kommentare

  • Gast am 30.12.2002

    NAJA.

    Also deine Arbeit ist ja inhaltlich ganz in Ordnung und für mich sehr hilfreich, aber dein Schreibstil ist ja unter aller Sau. Ich kann für die nächsten Monate keinen Satz mehr sehen, der mit "so" anfängt. Überhaupt wiederholst du dich dauernd und bringst keinerlei Abwechslung in deine Formulierungen. In welchem Bundesland musstest du denn die Arbeit schreiben??? In Bayern bestimmt nicht...

  • Gast am 28.4.2004

    Beitrag.

    Was ist mit den Arbeiten im NationalPark????????????????????????

  • Gast am 28.4.2004

    Beitrag.

    Tobias hat Recht!!!!!!
    Trotzdem danke gehört nämlich schon ein bisschen Mut dazu so`n Artikel im Netz zu veröffentlichen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Jule Grabosch am 18.12.2010

    Die vormulierung könnt ihr ja dann besser machen, mir hat die arbeit sehr geholfen
    Danke (j-a.grabosch@web.de)

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