Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern sich die Beratungskompetenzen und der Beratungserfolg universitärer Berufsberatung in der subjektiven Wahrnehmung von Studierenden widerspiegelt. Zunächst findet eine Definition wesentlicher Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel des Beratungserfolgs, der universitären Beratung und der Professionalität von Beratung statt. Aufbauend auf dem Kompetenzprofil von Haas, Paulsen, Schiersmann und Weber (2012) werden dann zwei aneinander anschließende Fragebögen entwickelt, welche der Beantwortung der Forschungsfrage dienen sollen.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Forschungsexposé so weit zu entwickeln, dass es nach Abschluss des Projektseminars durchgeführt werden kann. Die entsprechenden Forschungsergebnisse können die Möglichkeit bieten, die Selbstreflexionsfähigkeit von Beratenden hinsichtlich des Erfolgs ihrer Beratung zu steigern und somit ihre Beratungskompetenz und Professionalität zu erhöhen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Problemstellung / Zielsetzung
3. Theorie
3.1 Definitionen
3.2 Kompetenzmodell
3.3 Erfolg von Beratung
3.4 Aktueller Forschungsstand
4. Methodisches Vorgehen
5. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Forschungsexposés, das den Zusammenhang zwischen den Beratungskompetenzen universitärer Berufsberatung und dem subjektiv wahrgenommenen Beratungserfolg durch Studierende untersucht. Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit spiegeln sich die Beratungskompetenzen und der Beratungserfolg universitärer Berufsberatung in der Wahrnehmung der Studierenden wider?“
- Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur universitären Berufsberatung.
- Theoretische Fundierung durch das Kompetenzprofil nach Haas, Paulsen, Schiersmann und Weber (2012).
- Entwicklung eines quantitativen Studiendesigns mit zwei Messzeitpunkten.
- Erfassung der subjektiven Wahrnehmung von Beratungskompetenz und Beratungserfolg.
Auszug aus dem Buch
3.1 Definitionen
Beratung bezieht sich auf die Interaktion mindestens zweier Menschen. Menschen in verschiedensten Arbeitsfeldern und Lebenssituationen gehen beratenden Tätigkeiten nach. Die einen sind dazu ausgebildet, die anderen nicht. So werden beispielsweise Erzieher oder Lehrer in ihrer Ausbildung kaum auf ihre beratenden Tätigkeiten vorbereitet, zumal anzumerken ist, dass Beratung im schulischen Kontext, abgesehen von Lehrer-Eltern-Gesprächen, meist zwischen 'Tür und Angel' stattfindet. Auch im privaten Umfeld befinden sich Menschen immer wieder in Beratungssituationen, wenn sie beispielsweise durch Schilderungen von Freunden oder Bekannten teilhaben an deren Problemen. Nun stellt sich die Frage, was eine solche informelle Beratung von einer professionellen Beratung, wie z.B. einer universitären Berufsberatung, unterscheidet und was diese ausmacht.
Um einem Bereich den Titel einer Profession zu verleihen ist es zu gewährleisten und notwendig aus einem ausreichend großen Wissensbestand schöpfen zu können sowie die Handlungen innerhalb der Beratung wissenschaftlich nachvollziehbar zu machen, beispielsweise durch ein Kompetenzprofil. Dies ist innerhalb der Beratung durchaus gegeben. Anhand dessen lässt sich in dem Bereich Beratung der Oberbegriff ‘Qualität’ fassen, welchem sich unter anderem Professionalisierung und Kompetenzentwicklung unterordnen, die für dieses Forschungsexposé relevant sind.
Schiersmann & Weber (2013) stellen dies in einem Qualitätsdreieck visuell dar:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der universitären Berufsberatung ein und skizziert die Ausgangslage sowie die Zielsetzung der geplanten quantitativen Querschnittsstudie.
2. Problemstellung / Zielsetzung: Hier wird die Forschungslücke im Bereich der subjektiven Wahrnehmung von Beratungskompetenzen und deren Einfluss auf den Beratungserfolg dargelegt und die zentrale Forschungsfrage hergeleitet.
3. Theorie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, stellt das zugrunde liegende Kompetenzmodell von Haas et al. (2012) vor, erörtert das Verständnis von Beratungserfolg und präsentiert den aktuellen internationalen Forschungsstand.
4. Methodisches Vorgehen: Hier wird das Studiendesign erläutert, welches mittels zweier Online-Fragebögen zu unterschiedlichen Messzeitpunkten die wahrgenommenen Kompetenzen sowie den Beratungserfolg erfasst.
5. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch das theoretische Exposé, diskutiert Limitationen des geplanten Forschungsdesigns und zeigt Perspektiven für zukünftige Arbeiten auf.
Schlüsselwörter
Berufsberatung, Kompetenzen, Beratungserfolg, Professionalität, universitäre Beratung, subjektive Wahrnehmung, Kompetenzmodell, Qualität, Forschungsexposé, Beratungskompetenz, Evaluation, Studierende, Online-Fragebogen, Selbstreflexion, Beratungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erforschung der Qualität und Professionalität von universitärer Berufsberatung aus der subjektiven Perspektive der studierenden Ratsuchenden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Beratungskompetenzen, Beratungserfolg, Qualitätsentwicklung in Beratungskontexten und die subjektive Evaluation von Beratungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Entwicklung eines fundierten Forschungsexposés, um den Zusammenhang zwischen spezifischen Beratungskompetenzen und dem empfundenen Erfolg der Beratung bei Studierenden empirisch zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative Querschnittsstudie mit zwei Messzeitpunkten vorgeschlagen, bei der Daten mittels standardisierter Online-Fragebögen erhoben und statistisch ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Definition des Kompetenzmodells und die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens für die geplante Datenerhebung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch die Begriffe Berufsberatung, Kompetenzen, Beratungserfolg, Professionalität und universitäre Beratung charakterisiert.
Warum wird das Kompetenzmodell von Haas et al. (2012) verwendet?
Dieses Modell bietet eine wissenschaftlich fundierte und strukturierte Grundlage, um die Anforderungen an professionelle Beratung in sechs spezifischen Kompetenzgruppen messbar zu machen.
Warum ist die Untersuchung der "subjektiven Wahrnehmung" so wichtig?
Die Arbeit betont, dass die Qualität und der Erfolg von Beratung maßgeblich davon abhängen, wie die Studierenden die Unterstützung und die Person des Beraters wahrnehmen, was bisher in der Forschung oft vernachlässigt wurde.
- Arbeit zitieren
- Lilly Lehmann (Autor:in), 2020, Berufsberatung für Studenten. Möglichkeiten zur Erfolgssteigerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962595