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HIV/AIDS. Eine globale Herausforderung. Epidemiologie, Prävention und Therapiestrategien

HIV bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten

Titel: HIV/AIDS. Eine globale Herausforderung. Epidemiologie, Prävention und Therapiestrategien

Ausarbeitung , 2019 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annemarie Treiber (Autor:in)

Medizin - Epidemiologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut dem Factsheet vom „Joint United Nations Programme on HIV/AIDS“ (kurz „UNAIDS“) lebten im Jahr 2018 weltweit etwa 37,9 Millionen Menschen mit HIV, etwa 1,7 Millionen Menschen wurden neu mit HIV infiziert und ca. 770 000 Menschen starben an AIDS-Erkrankungen.
Das Virus betrifft inzwischen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und sozialen Gruppierungen auf allen Kontinenten. Jedoch gibt es verschiedene Risikogruppen (die je nach Region variieren) und Regionen, innerhalb derer das Virus vermehrt vorkommt. In Süd- und Ost-Afrika leben die meisten Menschen mit HIV. 2018 waren es schätzungsweise 20,6 Millionen Menschen. Dies ist deutlich mehr als die Hälfte aller HIV-infizierten Menschen. In Nordamerika, West- und Zentraleuropa waren 2018 vergleichsweise insgesamt 2,2 Millionen Menschen infiziert.

In Deutschland lebten im Jahr 2017 schätzungsweise mehr als 86.000 Menschen mit HIV. Mehr als 69.000 Betroffene darunter waren Männer. Infektionsweg war bei schätzungsweise 53.000 Betroffenen Geschlechtsverkehr zwischen Männern, der Hauptinfektionsweg in Deutschland. Heterosexuelle Kontakte waren im Vergleich schätzungsweise bei 10.900 Menschen der Übertragungsweg, während es intravenöser Drogengebrauch bei schätzungsweise 7.900 Menschen war.
Personengruppe, die seit dem Beginn des Ausbruchs von HIV bzw. AIDS immer wieder in Verbindung mit dem Virus gebracht wird, sind Männer, die Sexualkontakte mit anderen Männern haben bzw. hatten. Wie sich an den eingangs genannten Zahlen erkennen lässt, scheint es hier einen direkten Zusammenhang zu geben.

In meiner folgenden Arbeit möchte ich mich dieser Problemstellung etwas genauer widmen und diesen Zusammenhang etwas genauer darstellen und bearbeiten. Hierzu werde ich zu Beginn die Begriffe „HIV“ und „AIDS“ kurz erläutern und anschließend auf die Symptomatik, den Krankheitsverlauf, sowie Infektionswege, Prävention und die Behandlungsmöglichkeiten eingehen. Da ich in meiner Arbeit einen Schwerpunkt auf das Vorkommen von HIV unter Männern, die Sex mit Männern haben, lege, werde ich im Abschnitt „Prävention“ vorwiegend auf Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer sexuellen Übertragung eingehen. Im Anschluss daran werde ich das Phänomen „HIV unter Männern, die Sex mit Männern haben“ etwas genauer betrachten und der Entwicklung der letzten Jahre etwas nachgehen und anschließend mit einem kleinen Ausblick abschließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen von HIV und AIDS

3. Verlauf und Symptomatik einer HIV-Infektion

4. Übertragungswege

5. Prävention

5.1. Allgemeines

5.2. Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer sexuellen Übertragung

6. Behandlung

7. HIV bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die globale Herausforderung von HIV/AIDS mit einem spezifischen Fokus auf die epidemiologische Situation, Präventionsstrategien und Therapiemöglichkeiten bei Männern, die gleichgeschlechtliche Sexualkontakte pflegen.

  • Grundlegende Definitionen und Symptomatiken von HIV und AIDS
  • Analyse der HIV-Übertragungswege und Präventionskonzepte
  • Medizinische Therapiestrategien und antiretrovirale Behandlung
  • Epidemiologische Betrachtung der Risikogruppe MSM (Männer, die Sex mit Männern haben)
  • Evaluation aktueller Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3. Verlauf und Symptomatik einer HIV-Infektion

Die Symptomatik und der Verlauf einer HIV-Infektion können von Mensch zu Mensch sehr individuell ausfallen. Eine HIV-Infektion verläuft, sofern sie nicht medikamentös behandelt wird, in der Regel jedoch in folgenden 4 Phasen:

Kurz (i.d.R. zwei bis vier Wochen) nach der Infektion, kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie bspw. Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Unwohlsein, starkem Nachtschweiß, Durchfall, Mandel- und Lymphknotenschwellungen, Muskelschmerzen oder Hautausschlag kommen. Während dieser ersten, sogenannten akuten Krankheitsphase, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch, da die Viruslast in den infektiösen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma und Flüssigkeitsfilm auf den Schleimhäuten von Vagina, Enddarm und Penis) in diesem Zeitraum enorm ist. In diesem Zeitraum beginnt das Immunsystem Antikörper gegen das Virus zu bilden, während dieses speziell in der Darmschleimhaut bereits einen Großteil der Helferzellen zerstört und somit das Immunsystem schädigt und angreift.

Die Symptome dieser ersten Infektions-Phase verschwinden meist nach 1-2 Wochen, woraufhin die Phase des symptomfreien Stadiums folgt. Ab diesem Zeitpunkt lässt sich die Infektion mit dem Virus durch den Nachweis der HIV-spezifischen Antikörper feststellen, welche das Immunsystem bis zu diesem Zeitpunkt gebildet hat. Die symptomfreie Phase hält i.d.R. einige bis viele Jahre, seltener Monate an. In dieser Zeit kann das Immunsystem des Körpers ein Gleichgewicht zwischen Virusmehrung und Virusabwehr erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die globale HIV-Statistik und Darlegung der Relevanz der Untersuchung für die spezifische Risikogruppe der Männer, die Sex mit Männern haben.

2. Definitionen von HIV und AIDS: Differenzierung zwischen dem Erreger HIV und dem Krankheitsbild AIDS sowie Erläuterung der immunologischen Auswirkungen.

3. Verlauf und Symptomatik einer HIV-Infektion: Detaillierte Darstellung der vier Stadien einer HIV-Infektion von der akuten Phase bis zum Ausbruch von AIDS.

4. Übertragungswege: Analyse der Infektionsrisiken unter besonderer Berücksichtigung sexueller Übertragungswege und Ausschluss von Risiken im Alltag.

5. Prävention: Übersicht über allgemeine Präventionsstrategien und spezifische Schutzmaßnahmen wie Safer Sex, PrEP und PEP.

6. Behandlung: Erläuterung der antiretroviralen Therapie als Mittel zur Senkung der Viruslast und Stärkung des Immunsystems.

7. HIV bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten: Untersuchung der historischen und aktuellen epidemiologischen Lage der Gruppe MSM in Deutschland.

8. Ausblick: Diskussion über zukünftige Strategien zur Senkung der Neuinfektionsraten und Herausforderungen im Gesundheitssystem.

Schlüsselwörter

HIV, AIDS, Epidemiologie, Prävention, Therapiestrategien, MSM, Geschlechtsverkehr, Viruslast, Antiretrovirale Therapie, Kondomgebrauch, Safer Sex, PrEP, PEP, Infektionswege, Neuinfektionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die medizinischen, epidemiologischen und präventiven Aspekte von HIV/AIDS mit einem Fokus auf die besonders betroffene Gruppe der Männer, die Sex mit Männern haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Definition und Symptomatik, die Übertragungswege, die vielfältigen Präventionsmethoden und die medizinischen Therapiemöglichkeiten bei HIV.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der gesundheitlichen Problematik und der notwendigen Präventionsstrategien, um die Verbreitung von HIV, insbesondere innerhalb der MSM-Risikogruppe, besser zu verstehen und zu adressieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten von Organisationen wie UNAIDS und dem Robert-Koch-Institut (RKI).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen, die Übertragungsrisiken, die verschiedenen Präventionsmaßnahmen (Safer Sex, PrEP, PEP), die medikamentöse Therapie und eine tiefgehende Analyse der HIV-Betroffenheit bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind HIV/AIDS, Prävention, MSM, antiretrovirale Therapie, Infektionsrisiko und Epidemiologie.

Warum spielt der Analverkehr bei der HIV-Übertragung eine zentrale Rolle?

Aufgrund der hohen Viruslast in Sperma und der hohen Empfindlichkeit der Schleimhäute im Enddarm ist das Infektionsrisiko bei ungeschütztem Analverkehr im Vergleich zu anderen Praktiken signifikant höher.

Welche Bedeutung hat die HIV-PrEP für die Prävention?

Die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) ist eine medikamentöse Vorsorgemaßnahme, die bei Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko bei korrekter Anwendung einen Schutz bietet, der mit Kondomen vergleichbar ist.

Welchen Einfluss haben antiretrovirale Medikamente auf das Infektionsrisiko?

Eine erfolgreiche medikamentöse Therapie senkt die Viruslast bei HIV-positiven Menschen unter die Nachweisgrenze, wodurch das Übertragungsrisiko bei Sexualkontakten nahezu ausgeschlossen werden kann.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
HIV/AIDS. Eine globale Herausforderung. Epidemiologie, Prävention und Therapiestrategien
Untertitel
HIV bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten
Hochschule
Hochschule RheinMain
Veranstaltung
Konzepte und Strategien gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit
Note
1,0
Autor
Annemarie Treiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V962817
ISBN (eBook)
9783346313225
ISBN (Buch)
9783346313232
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheit Epidemiologie HIV AIDS Soziale Arbeit Homosexualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annemarie Treiber (Autor:in), 2019, HIV/AIDS. Eine globale Herausforderung. Epidemiologie, Prävention und Therapiestrategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962817
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Leseprobe aus  14  Seiten
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