Ziel dieser Arbeit ist es, den Zustand der Resilienz in einem Unternehmen der Fitnessbranche zu erfassen. Nach der Erfassung der Situation in diesem spezifischen Unternehmen sollen zudem allgemeine Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Resilienz ist ein prominentes Thema, welches in der wissenschaftlichen Literatur in Verbindung mit der Tradition der Salutogenese aber auch im populärwissenschaftlichen Bereich zurzeit einen Aufschwung erlebt. Das Konzept der psychischen Widerstandskraft hat in den 1990er Jahren Veränderungen hinsichtlich der psychologischen, pädagogischen und gesundheitswissenschaftlichen Betrachtungsweise erlebt. Hierbei spielt die Langzeitstudie von Emmy Werner (1971), welche auf der Insel Kauai erhoben wurde, eine bedeutende Rolle. Über 40 Jahre analysierte die Entwicklungspsychologin das Verhalten von rund 700 Hawaiianer, die unter schweren Lebensumständen wie beispielsweise Armut oder Gewalt litten und dennoch eine gute Resilienz entwickelten. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls das Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky (1997) zu erwähnen, welches das Kohärenzgefühl als Kern der Frage nach der Entstehung von Gesundheit betrachtet. Aus Forschungen zur Entwicklungspsychopathologie, die Risikoeinflüsse auf die Kindesentwicklung analysierte, resultierten erste Ansätze zur Resilienzforschung. In Verbindung mit dem Begriff Resilienz spricht man häufig auch von einer Krise. Meist bezieht sich diese Krise vorwiegend auf das persönliche oder familiäre Umfeld. Allerdings wurden die globalen Krisen wie beispielsweise die Weltwirtschaftskrise 1929, Ölkrise 1973/1979, Banken-Krise 2007 von Unternehmen oder Branchen verursacht und nicht durch das familiäre Umfeld. Da persönliche oder familiäre Krisen mit dem Resilienz-Konzept gemessen und trainiert werden können, wird dieses Verfahren immer häufiger in Unternehmen genutzt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Begriffsdefinition
3.1.1 Resilienz
3.1.2 Kohärenzgefühl
3.1.3 Vulnerabilität
3.1.4 organisationale Resilienz
3.2 Theoretische Fundierung
3.2.1 Das Salutogenese-Modell nach Aaron Antonovsky
3.2.2 Vier Phasen der Resilienzforschung
3.2.3 Risiko- und Schutzfaktoren
3.3 Bezug zur Arbeitswelt
3.3.1 Wandel der Arbeitswelt
3.3.2 Alltägliche Herausforderungen in der heutigen Arbeits- und Lebenswelt auf den Menschen
3.3.3 Nutzen für die Arbeitswelt
3.3.4 Herausforderungen für die Fitnessbranche
3.4 Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zu allgemeinen Möglichkeiten der Resilienzförderung
3.4.1 Mögliche Maßnahmen der Resilienzförderung
3.4.2 Darlegung kritischer Auseinandersetzung mit der bisherigen Befundlage zur Wirksamkeit von Maßnahmen zur Resilienzförderung
4 METHODIK
4.1 Forschungsfrage
4.2 Untersuchungsobjekte
4.2.1 Beschreibung des Unternehmens
4.2.2 Probanden
4.3 Untersuchungsablauf
4.4 Datenerhebung
4.5 Erhebungsinstrument
4.5.1 Resilienz-Skala von Wagnild & Young (1993)/ Deutsche Kurzversion mit RS-11 nach Schumacher, Leppert, Grunzelmann, Stauß und Brähler (2003)
4.6 Datenanalyse
4.6.1 Deskriptive Statistik
5 ERGEBNISSE
5.1 Deskriptive Auswertung
5.1.1 Altersverteilung
5.1.2 Geschlecht
5.1.3 Familienstand
5.1.4 Bildungsstand
5.1.5 Erwerbstätigkeit
5.1.6 Einsatzbereiche
5.1.7 Position
5.1.8 Haushaltseinkommen
5.1.9 Auswertung RS-11
6 DISKUSSION
6.1 Diskussion des gegenwärtigen Kenntnisstands
6.2 Diskussion der Methodik
6.3 Kritische Auseinandersetzung des Erhebungsinstruments
6.4 Diskussion der Ergebnisse
6.5 Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Status quo der Resilienz bei Mitarbeitern eines Unternehmens in der Fitnessbranche, um auf Basis dieser Erkenntnisse präventive Maßnahmen zur psychischen Gesundheitsförderung abzuleiten.
- Grundlagen der Resilienzforschung und psychischen Widerstandskraft
- Einfluss moderner Arbeitswelt-Trends auf das psychische Wohlbefinden
- Anwendung der Resilienz-Skala (RS-11) als Erhebungsinstrument
- Ableitung betrieblicher Maßnahmen zur Resilienzstärkung
- Kritische Analyse der Ergebnisse im Kontext der Fitnessbranche
Auszug aus dem Buch
3.1.4 organisationale Resilienz
Im Bereich der Resilienz ist der Begriff organisationale Resilienz unumgänglich. Diese wird im Folgenden definiert.
Organisationale Resilienz ist die Fähigkeit einer Organisation, etwas abzufedern und sich in einer verändernden Umgebung anzupassen, um ihre Ziele zu erreichen, zu überleben und zu gedeihen. Organisationen mit einer starken Resilienz können Risiken und Chancen – aufgrund von plötzlichen oder allmählichen Veränderungen im internen und externen Kontext – antizipieren und darauf reagieren. (ISO-Norm 22316,2017; Übersetzung von Jutta Heller, o.J.)
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in das Thema Resilienz ein und verdeutlicht die Relevanz der psychischen Widerstandskraft im Kontext der heutigen Arbeitswelt.
2 ZIELSETZUNG: Hier wird das Hauptziel definiert, den Resilienzstatus von Mitarbeitern in einem Fitnessunternehmen zu erfassen und darauf aufbauend Fördermaßnahmen zu entwickeln.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zum Resilienzkonzept, beleuchtet Salutogenese, Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Herausforderungen in der modernen Arbeitswelt.
4 METHODIK: Hier werden die Forschungsfrage, die Untersuchungsobjekte, das Forschungsdesign sowie das Erhebungsinstrument (RS-11) und die Datenauswertung detailliert beschrieben.
5 ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die aus der Befragung gewonnenen Daten deskriptiv ausgewertet und in Form von Tabellen und Grafiken präsentiert.
6 DISKUSSION: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse, hinterfragt die methodische Vorgehensweise kritisch und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung von Resilienz für die Unternehmensführung.
Schlüsselwörter
Resilienz, psychische Widerstandskraft, Fitnessbranche, Mitarbeiterbindung, Gesundheitsmanagement, Salutogenese, Arbeitswelt, Organisationale Resilienz, RS-11, Stressbewältigung, betriebliche Gesundheitsförderung, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Unternehmensführung, Personalmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erfassung der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Mitarbeitern in einem Fitnessunternehmen und der Ableitung geeigneter Fördermaßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören das Resilienzkonzept, die Salutogenese, die Auswirkungen des Strukturwandels auf die Arbeitswelt sowie Methoden zur Messung und Stärkung von Widerstandskräften.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Status quo der Mitarbeiter-Resilienz im Unternehmen "Campus Wellness & Sports" zu bestimmen und auf dieser Basis fundierte Empfehlungen zur Gesundheitsförderung zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine quantitative Querschnittsanalyse in Form einer einmaligen schriftlichen Befragung unter Verwendung der 11-Item Resilienz-Skala (RS-11) nach Schumacher et al.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise, die deskriptive Ergebnisdarstellung und eine kritische Diskussion der Befunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resilienz, Fitnessbranche, psychische Widerstandskraft, betriebliches Gesundheitsmanagement und organisationale Resilienz definiert.
Warum wurde ausgerechnet die Fitnessbranche als Untersuchungsfeld gewählt?
Die Branche ist aufgrund des direkten Kundenkontakts, hoher Leistungsanforderungen und des aktuellen durch die Pandemie verursachten Wandels prädestiniert für Resilienzanalysen.
Wie wirkt sich das Ergebnis auf die Unternehmensführung aus?
Die Ergebnisse zeigen den Handlungsbedarf zur gezielten Stärkung von Ressourcen und zur Verbesserung des Arbeitsklimas auf, was die nachhaltige Mitarbeiterbindung und ökonomische Stabilität sichern kann.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Wie gelingt Resilienz im Unternehmen? Fallbeispiel eines Fitnessclubs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/963079