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NS-Architektur am Beispiel Münchens. Die Spuren der Nationalsozialisten in der Münchner Stadtarchitektur

Titel: NS-Architektur am Beispiel Münchens. Die Spuren der Nationalsozialisten in der Münchner Stadtarchitektur

Facharbeit (Schule) , 2017 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter anderem beschäftigt sich die Arbeit mit dem Eingliederungsprozess der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) in die Stadt München, architektonisch sowie politisch, und die damit verbundenen Veränderungen in der Stadtarchitektur. Insbesondere wird auf die Rolle der Maxvorstadt als Parteizentrum der nationalsozialistischen Anhänger und auf wichtige Aspekte des Wiederaufbaus in den Nachkriegszeiten eingegangen, mit dem Ziel der Geschichte der Stadt München ein bisschen näher zu kommen und Verdrängtes, vielleicht auch Vergessenes wieder aufzugreifen.

"Warum immer das Größte? Ich tue es, um dem einzelnen Deutschen wieder das Selbstbewusstsein zurückzugeben. Um auf hundert Gebieten dem einzelnen zu sagen: Wir sind gar nicht unterlegen, sondern im Gegenteil, wir sind jedem anderen Volk absolut ebenbürtig.", dass sechs Jahre nach diesem Ausspruch weder die "größte" Anlage, noch das "größte" Bauwerk und auch die "größte" architektonische Konstellation das Ende des dritten Reichs nicht verhindern wird, war Hitler zum Zeitpunkt seiner "Herrscherposition" als Reichskanzler im Jahr 1939 nicht bewusst.
"Warum das ewige Streben nach Maßlosigkeit in der nationalsozialistischen Architektur?", "Warum die Umgestaltung einer Kunststadt, so wie München eins war, in ein granitbedecktes, monotones Forum der Hassparolen?", und zu guter Letzt, "Warum die Expansion der traditionsgebundenen Partei auf Kosten historischer, gesellschaftlich bedeutender Stand- und Versammlungsorte?". Fragen, die in ihrer Beantwortung durchaus komplex, aber zugleich aufklärend sind und den Hauptkern der Seminararbeit bilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausbreitung der NSDAP in München

2.1 Diktatorenarchitektur - Merkmale der architektonischen Machtpropaganda

2.2 Aktuelle Diskussionen über das Haus der Kunst: Können architektonische Umgestaltungen die Spuren der Geschichte bedecken?

3 Rundgang in Maxvorstadt im Jahr 1933

3.1 Neunutzung des Palais Barlow ab 1930

3.2 Weitere Abrisse bedeutender Gebäude für die Expansionszwecke der NSDAP nach 1933

3.3 „Die Ehrentempel“ – Das Grab nationalsozialistischer Putschisten

4 Zerstörung, Neugestaltung und Neubeginn Münchens nach 1945

4.1 Wiederaufbau der Stadt kurz nach dem Ende des 2.Weltkrieges

4.2 Das NS-Dokumentationszentrum München (Das „Braune Haus“)

4.3 Der langwierige Abrissprozess der Ehrentempel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Eingliederungsprozess der NSDAP in die Stadt München unter besonderer Berücksichtigung der architektonischen und politischen Veränderungen im Stadtbild, insbesondere in der Maxvorstadt, sowie die Strategien des Wiederaufbaus und des Umgangs mit diesem historischen Erbe in der Nachkriegszeit.

  • Architektonische Machtpropaganda und nationalsozialistische Bauideologie
  • Die Rolle der Maxvorstadt als nationalsozialistisches Parteizentrum
  • Umgestaltung historischer Gebäude und städtebauliche Eingriffe durch die NSDAP
  • Herausforderungen des Wiederaufbaus Münchens nach 1945
  • Erinnerungskultur und NS-Dokumentationszentrum

Auszug aus dem Buch

2.1 Diktatorenarchitektur - Merkmale der architektonischen Machtpropaganda

„Sinnfremdes Streben nach Größe um der Größe willen“ – eine Maxime, nach der sich die deutsche Architektur zwischen 1933 und 1945 richtete, ist gleichzeitig die Begriffsdefinition des Wortes Gigantismus. „Gigantisch“ waren auch die Vorhaben der Nationalsozialisten in der Städtegestaltung des „Dritten Reichs“, die oftmals ihrem eigenen Gewicht unterlagen und nicht realisiert werden konnten. Die Fehlinterpretation, der Neoklassizismus sei einzig und allein dem Stil der NS-Architektur einzuordnen, ist das Resultat pseudowissenschaftlicher, nationalistischer Machtpropaganda der NS-Regierung. Um auch international Eindruck zu hinterlassen, nutzten die Nationalsozialisten die Wirkung des Neoklassizismus aus und erweiterten bei der Umsetzung einzelne Komponenten ins Gigantische, fügten jedoch nichts Neues hinzu. In Fakt trug die Architektur 1933-1945 keiner Entwicklung, geschweige einer Innovation im Bereich Architektur und Städtebau bei, sondern verwendete spezielle Stilrichtung für eigene propagierende Zwecke und erweiterte sie bloß größenmäßig, nicht inhaltlich.

Die Repräsentationsarchitektur verdeutlichte den Wunsch des NS-Regimes nach Monumentalität, diente deshalb auch nur als Mittel der Inszenierung zweier nationalsozialistischer Normen: „Macht“ und „Volksgemeinschaft“. Adolf Hitler plante insgesamt 27 deutsche Städte nach seinen Vorstellungen und seinem Verständnis einer „Herrenrasse“ würdigen Bauweise umzugestalten. Obwohl die Art des Bauens und Gestaltens der Nationalsozialisten schon lange vor der Machtergreifung der NSDAP national sowie international nicht als außergewöhnlich galt, im Gegenteil sogar durchaus gängig war, vermeidet die heutige Architekturhistoriographie weiterhin eine nähere Auseinandersetzung mit dem „dunklem Kapitel“ der deutschen Architekturgeschichte. Bereits die französische und russische Revolutions- als auch die Sowjetarchitektur 1920er Jahre wiesen utopische, teils monströse Züge in ihren Bauten auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der nationalsozialistischen Architektur ein und definiert das Ziel der Arbeit, die städtebaulichen Veränderungen Münchens während und nach der NS-Zeit zu beleuchten.

2 Ausbreitung der NSDAP in München: Dieses Kapitel analysiert die architektonischen Merkmale der Machtpropaganda und diskutiert den Umgang mit historisch belasteten Bauten wie dem Haus der Kunst.

3 Rundgang in Maxvorstadt im Jahr 1933: Hier wird die Etablierung des Parteizentrums in der Maxvorstadt, die Nutzung von Palais wie dem Palais Barlow und der Bau der Ehrentempel thematisiert.

4 Zerstörung, Neugestaltung und Neubeginn Münchens nach 1945: Das Kapitel behandelt den Wiederaufbau Münchens, die Auseinandersetzung mit dem NS-Erbe sowie die Entstehung des heutigen NS-Dokumentationszentrums und den Abrissprozess der Ehrentempel.

Schlüsselwörter

NSDAP, München, Maxvorstadt, Architektur, Nationalsozialismus, Diktatorenarchitektur, Gigantismus, Machtpropaganda, Wiederaufbau, Haus der Kunst, Ehrentempel, Braunes Haus, NS-Dokumentationszentrum, Städtebau, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die NSDAP München architektonisch und politisch umgestaltete, um die Stadt als „Hauptstadt der Bewegung“ zu inszenieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Diktatorenarchitektur, die strategische Expansion der NSDAP in der Maxvorstadt und der Umgang mit diesen Hinterlassenschaften im Nachkriegsmünchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die baulichen Veränderungen Münchens unter der NS-Herrschaft sowie die späteren Bemühungen der Stadt zu analysieren, diese Last der Geschichte architektonisch und erinnerungskulturell zu verarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zur Architekturgeschichte, Stadtplanung und historischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus in München.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Umgestaltung Münchens durch das NS-Regime, spezifische Bauprojekte wie das „Braune Haus“ und die Ehrentempel sowie den Wiederaufbauprozess nach 1945.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind NSDAP, Diktatorenarchitektur, Maxvorstadt, Stadtumbau, NS-Dokumentationszentrum und Wiederaufbau.

Wie wurde das „Braune Haus“ historisch genutzt?

Das „Braune Haus“ fungierte als Parteizentrale der NSDAP und diente primär als Ort der Machtdemonstration und der organisatorischen Verwaltung der nationalsozialistischen Anhängerschaft.

Warum war der Abrissprozess der Ehrentempel komplex?

Der Prozess war komplex, da bauliche Gegebenheiten eine einfache Sprengung erschwerten und Unsicherheit über den Umgang mit den Sarkophagen und dem Symbolwert der Orte herrschte.

Welche Rolle spielt das NS-Dokumentationszentrum heute?

Es dient als informativer Erinnerungsort und Institution des politischen Lernens, die sich kritisch mit der Rolle Münchens als „Hauptstadt der Bewegung“ auseinandersetzt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
NS-Architektur am Beispiel Münchens. Die Spuren der Nationalsozialisten in der Münchner Stadtarchitektur
Veranstaltung
Wissenschaftliches Projektseminar
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
28
Katalognummer
V963242
ISBN (eBook)
9783346338396
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Kunst NS-Reich Architektur München Stadtarchitektur Kunstgeschichte Drittes Reich Gigantismus Neo-Klassizismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, NS-Architektur am Beispiel Münchens. Die Spuren der Nationalsozialisten in der Münchner Stadtarchitektur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/963242
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Leseprobe aus  28  Seiten
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