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Das Drama "Faust" von Johann Wolfgang Goethe. Genese und Definition des Faust

Titre: Das Drama "Faust" von Johann Wolfgang Goethe. Genese und Definition des Faust

Exposé (fiche) , 2009 , 4 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Elisabeth Monika Hartmann (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Wer war Faust?

Die Beantwortung der Fragen, woher Faust denn käme, welche Rolle er innerhalb der Gesellschaft gespielt haben muss beziehungsweise ob man überhaupt ein historisches Profil des Faust erstellen kann, stellt in Forschungskreisen eine Schwierigkeit aufgrund der Pluralität an verschiedenen Fassungen dar.

Der Grund dafür liegt wiederum in der Diskrepanz zwischen der ursprünglichen oralen Tradition, denen die Sagen um den Zauberer Faust angehörten, und der späteren Schriftkultur.
Dies beeinflusste auch die Rezeption der Sagen in den verschiedenen Künsten, wie dem Puppenspiel, Ballett oder der Musik.

Kuno Fischer schlägt deshalb folgenden theoretischen Ansatz als geeignete Methode der Analyse vor:

„Es ist die historisch-kritische oder, deutlich zu reden, die entwicklungsgeschichtliche Methode, die wir auf unseren Gegenstand anwenden müssen, um die Wege unserer Untersuchung zu ordnen.“

Warum sich dieser Stoff, trotz ausländischer Einflüsse, zu einem nationalen Mythos entwickelt hat, liegt in der Tatsache, dass der Ursprung der Volkssagen auf deutschem Boden in den „Magussagen“ zu finden ist und Einflüsse aus der germanischen beziehungsweise nordischen Mythologie vorhanden sind.

Der Philosoph Kuno Fischer erklärt diesbezüglich in seiner Abhandlung über die Faustsage vor Goethe: „(…) das Wort „Zaubersage“ ist nicht üblich, darum brauche ich den Ausdruck „Magussage“.)“
Diese Magussagen wandeln ihre Gestalt nach der Gemütsart der Zeitalter, denen sie sich anpassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Faustsage vor Goethe

1.1 Frage- und Problemstellungen

1.2 Wer war Faust?

1.3 Antike und Mittelalter

1.4 Neuzeit/ 16. Jahrhundert

1.5 17. Jahrhundert

1.6 18. Jahrhundert

2. Die Entstehung des Faustdramas

2.1 Frage- und Problemstellungen

2.2 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und Transformation des Fauststoffes von den frühen Magussagen bis hin zu Goethes Faustdramatik. Dabei wird analysiert, wie sich die Figur und das mit ihr verknüpfte Weltbild über die Jahrhunderte im Kontext soziokultureller und philosophischer Veränderungen gewandelt haben.

  • Die Transformation der Faustsage von der oralen Tradition zur Schriftkultur.
  • Einflüsse der europäischen Religionsgeschichte und des Teufelsglaubens auf die Faust-Rezeption.
  • Die methodische Herangehensweise der historisch-kritischen Literaturanalyse.
  • Die Entwicklung des Faustdramas innerhalb der Epochen Sturm und Drang, Klassik und Romantik.
  • Die philosophische Bedeutung von Goethes Mephisto-Figur als Repräsentant einer menschlichen Wesensart.

Auszug aus dem Buch

Die Entstehung des Faustdramas

Wenn man bei der Untersuchung des Faustdramas nach einer einzigen Grundidee zu suchen beginnt, wird man schnell zur Erkenntnis kommen, dass dies unmöglich ist, da diese sich im Laufe des Dichterlebens verändert hat.

Gründe dafür sind die Entwicklung des Dichters selbst und die Tatsache, dass Goethe bis zuletzt an der Idee seines Werkes gebessert hat.

Er hat zwar Züge des vorgefundenen Stoffes entlehnt, jedoch auch Personen und Erlebnisse, die ihm vorgeschwebt haben, mit eingeflochten. Deshalb ist keineswegs von einem einheitlichen Werk die Rede, sondern einer dynamischen Dichtung, deren Held Abbild des Dichters ist, genauso wie die Dichtung selbst.

Auf epochaler Ebene betrachtet, erstreckt sich der Schaffensprozess über drei Strömungen innerhalb der Aufklärung hinweg, die allesamt zur sogenannten „Goethezeit“ gehören:

1. Sturm und Drang (1765-1785)

2. Weimarer Klassik (1785-1830)

3. Romantik (1795-1830)

Goethe hat an mehreren öffentlichen Orten agiert, wobei Weimar als Höhepunkt seiner Schaffensperiode bezeichnet werden kann – auch im Hinblick auf Bekanntschaften mit anderen Dichtern, wie beispielsweise Schiller.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Faustsage vor Goethe: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln der Faustsage, die von heidnischen Einflüssen über mittelalterliche Dämonisierung bis hin zu den satirischen Bearbeitungen des 17. und 18. Jahrhunderts reichen.

Die Entstehung des Faustdramas: Hier wird der Entstehungsprozess von Goethes Werk analysiert, wobei besonders die Dynamik des Schaffens über verschiedene Literaturepochen und die philosophische Neudeutung der Mephisto-Figur im Vordergrund stehen.

Schlüsselwörter

Faustsage, Faustdrama, Goethe, Magussage, Literaturgeschichte, Sturm und Drang, Weimarer Klassik, Mephisto, Teufelsglaube, historisch-kritische Methode, Aufklärung, europäische Mythologie, Dramentheorie, Volkssage, Stoffgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und literarische Transformation des Fauststoffes von den Ursprüngen als Magussage bis zu Goethes ausgearbeitetem Faustdrama.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Metamorphose des Teufelsbildes, der Einfluss soziokultureller Epochen auf die Dichtung und die methodische Analyse der Faustdichtung im Wandel der Zeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Faustfigur in Abhängigkeit von den jeweiligen Zeitströmungen gewandelt hat und warum Goethe das Werk nicht als statisches, sondern als dynamisches Gebilde verstand.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es wird primär die historisch-kritische beziehungsweise entwicklungsgeschichtliche Methode angewandt, um die verschiedenen Stadien der Faust-Rezeption ordnen zu können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der vorgoethischen Faustsage und die Analyse der Entstehungsgeschichte von Goethes Faust unter Einbeziehung der Epochen Sturm und Drang, Klassik und Romantik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Magussage, Stoffgeschichte, Epochenwandel, Mephisto-Rezeption und historisch-kritische Forschung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Goethes Mephisto von früheren Teufelsfiguren?

Im Gegensatz zu den negativen Konnotationen der Volkssagen des 16. Jahrhunderts fungiert Goethes Mephisto eher als Personifizierung einer menschlichen Wesensart mit einem Hang zum Materiellen.

Warum wird Faust als ein „nationaler Mythos“ bezeichnet?

Der Stoff gilt als nationaler Mythos, da er seine Wurzeln in den deutschen „Magussagen“ hat und diese mit germanischen sowie nordischen Mythologien verwoben sind.

Welche Bedeutung hat die Französische Revolution für das Werk?

Die Revolution markiert einen Bruch mit alten Herrschaftsstrukturen, was einen selbstbestimmten Menschen in den Mittelpunkt rückt, der nach individueller Freiheit und Glück strebt.

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Titre
Das Drama "Faust" von Johann Wolfgang Goethe. Genese und Definition des Faust
Université
University of Stuttgart
Note
2,3
Auteur
Elisabeth Monika Hartmann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
4
N° de catalogue
V963478
ISBN (ebook)
9783346314550
Langue
allemand
mots-clé
drama faust johann wolfgang goethe genese definition
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elisabeth Monika Hartmann (Auteur), 2009, Das Drama "Faust" von Johann Wolfgang Goethe. Genese und Definition des Faust, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/963478
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