Skinheads in den Medien


Hausarbeit, 1998
17 Seiten, Note: gut

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Situation

3. Geschichte
3.1. Die erste Generation
3.2. Punk & Politisierung
3.3. Oi!, Redskins, S. H. A. R. P. usw.
3.4. Skinheads im Osten Deutschlands
3.4.1. In der DDR
3.4.2. Nach der Wende

4. Outfit
4.1. Skinhead Girls
4.2. Haarschnitt
4.3. Garderobe
4.4. Schuhwerk

5. Medien verwenden Skinheads
5.1. Kleidung
5.2. Der Schneeball-Effekt
5.3. Der Sündenbock

7. Nachbemerkung

Skinheads in den Medien

1. Vorwort

In der Ausarbeitung möchte ich vor allem die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Skinheads und Rechtsradikalen belegen.

Während der Sichtung aktueller Materialien und der Befragung in Adorfer Einrichtungen der Jugendarbeit mußte ich feststellen, daß diese Unterscheidung, die für mich vor ein bis zwei Jahren noch klar auf der Hand lag, heute nur unter Mühen kenntlich gemacht werden kann. Deswegen bin ich stärker als vorgehabt auf den Aspekt des Skinhead-Outfits eingegangen, da sich Skinheads gerade darüber identifizieren.

2. Situation

Besonders seit dem Fall der innerdeutschen Grenze ist der Bekanntheitsgrad der Skinheads in der deutschen Öffentlichkeit vehement gewachsen. Fast täglich kursieren in den Medien Schlagzeilen wie

- Asylbewerberheim überfallen,
- Schlägerei zwischen linken und rechten Jugendlichen oder auch
- Skandal in der Bundeswehr.

Als Hauptakteure des Geschehens werden wiederholt Skinheads benannt. Woher kommt es, daß binnen weniger Jahre eine Jugendbewegung aus einem jahrzehntelangen Schattendasein so sehr ins Licht der Öffentlichkeit geraten ist?

Laut einer Studie von Heitmeyer bezeichnen sich von den 6.000 bis 8.000 geschätzten Skinheads in Deutschland etwa je ein Viertel als links- bzw. rechtsorientiert, der Rest will Politik aus der Bewegung heraushalten. Wie aber kommt es, daß der verhältnismäßig kleine Anteil an rechtsorientierten das Bild der Skinheadbewegung in der Öffentlichkeit so eindringlich prägt?

Hier scheint es nötig zu sein, einen Exkurs in die Geschichte der Skinheads zu unternehmen, die immerhin 30 Jahre zurückreicht.

3. Geschichte

3.1. Die erste Generation

In den Jahren 1968/69 entstand in Großbritannien die erste Generation der Skinheads. Kleine Gangs bildeten sich aus anderen Jugendkulturen, die das Straßenbild und die nächtlichen Clubs vor allem in London beherrschten: § Mods - Jugendliche aus der britischen Mittel- und Unterschicht, § Rude Boys - Gangs aus jamaikanischen Einwandererkindern, § Boot Boys - rivalisierende Fußballgangs.

Die Skinheads waren geprägt von einem ausgeprägten working class Bewußtsein. Skinhead sein bedeutete, einer rebellischen und aggressiven Jugendbewegung anzugehören.

Zumeist waren die Skins in kleinen Straßengangs formiert, die meisten waren männlich und deutlich unter 18 Jahren alt. Sie pflegten ein martialisches Auftreten und adaptierten teilweise Kleidungsstile der o. g. Gruppierungen. Die Musik (Ska, Mitte der Siebziger kam Streetpunk hinzu) hatte als sozialisierendes Medium innerhalb der Szene eine große Bedeutung.

Farbige Skinheads waren damals in England keine Seltenheit. Gemeinsam mit den Söhnen der jamaikanischen Einwanderer gingen sie abends in die britischen Clubs und tanzten deren Musik, den Ska - eine Urform des Reggae.

Ihr typischer Aktionsraum blieb aber die (mit anderen rivalisierende) Straßengang. Eine weiter besondere Rolle spielte die wöchentlich stattfindende Schlacht in den Fußballstadien mit gegnerischen Fans.

Skinheads verstanden sich auch als Gegenpol zur - von Studenten geprägten, friedlichen - Flower Power -Bewegung, deren Weltbild war den Jugendlichen der proletarischen Unterschicht fremd. Rassismus war nicht mehr oder weniger vorhanden, als in anderen Gesellschaftsschichten auch. Eine gängige Meinung zum Thema Rassismus war: Der schwarze Fließbandarbeiter neben mir hat mehr mit mir gemein als ein weißer Bankangestellter.

Diese erste Ära der dominierenden Skinheadbewegung war bereits zu Beginn der 70er Jahre zu ende.

3.2. Punk & Politisierung

Mit dem Entstehen des Punk in der zweiten Hälfte der 70er erlebte die Skin-headbewegung einen neuen Höhepunkt. Besonders wegen der rasanten kulturellen Vereinnahmung desselben suchten viele Punks eine neue Plattform. Sie fanden sie in der Wiederbelebung des Skinheadstils mit den typischen Erscheinungen wie Straßengangs, Fußballgewalt und martialischem, streng proletarischem Image. Im Zusammenhang mit Punk fand der Skinheadkult zum ersten Mal eine starke Verbreitung über die Grenzen Großbritanniens hinaus.

Als die Medien nach mehreren spektakulären Fußballschlachten die Skinheads als neues, gewaltbereites Feindbild der Gesellschaft entdeckten, dauerte es nicht lange, bis organisierte Gruppierungen versuchten, Skinheads zu agitieren und für ihre Zwecke zu rekrutieren. Da der Aufschwung der rechtsextremistischen „National Front“ am Ende der siebziger Jahre zeitlich mit der neuen Skinheadgeneration zusammenfiel, diente das als gutes Argument für die Gleichsetzung von Skinheads mit Neonazis.

Für einen Teil der Skinheadbewegung stimmte dies immerhin. Sie gaben sich den heute kaum noch populären Namen Bonehead (engl. Holzkopf) und bekannten sich meist offen zu einer rechtsextremistischen Weltanschauung; ansonsten übernahmen sie das Erscheinungsbild der Skinheads. Auch das rechte „British Movement“ entstand unter Beteiligung tonangebender nationalistisch eingestellter Skinheads.

Einen großen Anteil hatte die gezielte Förderung rechtsextremer Skinheadbands. Analog zu den „Rock Against Racism“-Festivals (Rock gegen Rassismus), die als Antwort auf den Aufschwung von rechter Parteien und Vereinigungen ins Leben gerufen wurden, veranstaltete eine Bewegung innerhalb der „National Front“ Konzerte unter der Überschrift „Rock against Communism“. Daraus entstand 1986 nach dem Leitspruch der Waffen-SS „Blut und Ehre“ die Blood &

Honour -Bewegung, die heute als Sammelbecken gewaltbereiter Neonazis weltweit aktiv ist.

3.3. Oi!, Redskins, S. H. A. R. P. usw.

Gegen dieses Bild von den „Nazis mit kurzen Haaren“ gingen vor allem seit dem Ende der 80er Jahre viele Skinheads aktiv vor. Skinheads, die ihre Zugehörigkeit nicht über politische Ziele definierten, sammelten sich unter den Begriffen „Oi!- Skins“ oder „unpolitische“ Skins. Unpolitisch bedeutet hier eine Abgrenzung gegen linke wie rechte Extreme. (Linke Extreme sind z. B. die sogenannten Redskins.) Die Gleichsetzung des Skinheadstils mit einer politischen Bewegung lehnen sie kategorisch ab.

Das working class -Selbstverständnis stellt weniger ein revolutionäres Klassenbewußtsein dar. Vielmehr ist es ein Gefühl der Selbstachtung der Jugendlichen aus unteren Mittelschichten: Stolz behaupten sie den eigenen Wert gegen die Ausgrenzung und die Arroganz gesellschaftlicher Eliten.

Aus den USA kam Ende der 80er „S. H. A. R. P.“ (SkinHeads Against Racial Prejudice - Skinheads gegen Rassenvorurteile) nach Europa und verbreitete sich sehr schnell. Die Logik ist einfach: Es ist absurd sich für schwarze Musik (neben Ska gehören auch Soul und Reggae zum typischen Musikspektrum) zu begeistern und gleichzeitig die Musiker wegen ihrer Hautfarbe und Kultur angreifen zu wollen. Diese Bewegung, zieht einen klaren Trennstrich, zu denen, die in erster Linie Nazis sind und sich selbst Skinheads nennen.

Es wäre sicher verfehlt, nicht rechtsextrem orientierte Skinheads als antirassistisch einzustufen: Skinheads definieren sich ausdrücklich über Ungleichheiten anderen gegenüber. Aber es gibt unter Skinheads genauso viele verschiedene Ansichten hinsichtlich Politik, wie in anderen Gesellschaftsgruppen oder Subkulturen auch.

3.4. Skinheads im Osten Deutschlands

3.4.1. In der DDR

Mitte der 80er Jahre entstand in der DDR eine Skinheadszene. Deren Träger entstammten zumeist der Punkszene, oft waren die Szenen eng vermischt.

Informationen über die Wurzeln in Ska und Reggae waren weitgehend unbekannt. Für den engen Zusammenhang mit dem Punk waren nicht politische Ansichten entscheidend, sondern die Reaktion auf die soziale Agonie, den allgemeinen Anpassungsbrei und die totalitäre Kälte.

Entsprechend wurden Skinheads wie Punks durch die DDR-Organe verfolgt, im Allgemeinen konnten diese die jeweiligen Vertreter nicht zuordnen. Allerdings fielen Skins wegen der unauffälligeren Kleidung weniger polizeilichen Maßnahmen anheim. Die undifferenzierte Betrachtung der Jugendkulturen hatte ihren Weg in den sozialistischen Staat genommen: Punks sahen sich „links“, Skins „rechts“. Entsprechend gab es kaum Kenntnisse von Bewegungen wie S. H. A. R. P. oder Oi!-Skins.

Skinheads unterschieden sich in der DDR vorwiegend durch zwei Dinge von Punks: Sie waren weitaus gewalttätiger und die meisten waren im rechten Spektrum orientiert. Der entscheidende Bruch vollzog sich im Oktober 1987 beim Überfall von etwa 30 rechtsextremen Skinheads auf ein Punkkonzert in der Berliner Zionskirche: Zum einen wurde die (rechtsextreme) Politisierung der ostdeutschen Skinheads ein für allemal fixiert, zum anderen reagierten die DDR- Medien massiv.

Es begann eine intensive Berichterstattung über die kurzhaarigen Nazis, die bis dahin nicht dagewesen war - der sozialistische Staat hatte die Existenz von nicht mit der „Freien Deutschen Jugend“ konformen Jugendlichen möglichst geleugnet. Die Auswirkungen im gesellschaftlichen Leben waren ziemlich groß, so wurde beispielsweise am 1. Mai 1988 mittels Pkw-Kontrollen verhindert, daß Skinheadgruppen in die DDR-Hauptstadt gelangten.

3.4.2. Nach der Wende

Mit der Wende traten vor allem über die informelle Achse West-Berlin S. H. A. R. P.-Skins verstärkt in Erscheinung. Mit seit 1991 regelmäßig stattfindenden Ska-Festivals und an diesem kulturellen Aspekt ansetzender politischer Arbeit begründete die Berliner S. H. A. R. P-Sektion einen Aufschwung ausdrücklich nicht rechtsorientierter Skinheads in Ostdeutschland. Allerdings sank die anfängliche Attraktivität dieser Bewegung für viele Skinheads rapide, als diese Bewegung sich stärker über ihren antirassistischen Anspruch definierte als ihre Verwurzelung in der Skinheadszene zu betonen. Im Klartext: Für eine Mitgliedschaft war das eigene Selbstverständnis als Skinhead weniger wichtig als die politische Einstellung. Das führte dazu, daß sich vor allem ältere Skinheads, die „unpolitisch sein“ zum Kult erhoben hatten - und trotzdem gegen rassistische Strömungen innerhalb der Szene vorgehen wollten -, wieder abwandten.

Gleichzeitig wuchs (vor allem um 1989/91) die Anzahl an rechtsextrem orientierten Skinheads in Ostdeutschland. Rechtsextreme Kaderorganisationen aus der „alten“ Bundesrepublik legten ihr Augenmerk darauf, vorher (von privaten, auch bundesweiten Kontakten abgesehen) eher autonom agierende rechte Skinheads zu untereinander vernetzten Verbänden zusammenzuschließen. Die Argumente für ausländerfeindliche Attitüden wurden angesichts einschneidender ökonomischer und sozialer Veränderungen massiv verstärkt.

Im Bereich der rechtsorientierten Skinheadszene stellten die sogenannten Babyskins das jugendkulturelle Moment dar; ältere Naziskins bildeten die kommunikative Verbindung zu organisierten Rechtsextremen. Diese Szene teilte sich in zwei Lager mit fließenden Übergängen. Teilungsfaktor war die Haltung zur Gewalt und ihre Verbindung mit einer neuen Organisationsform: § Bei nicht organisierten Skinheads gehört die beinahe kultische Ausübung von Gewalt zu den Existenzgrundlagen der Gruppierung. Die spontane Gewaltanwendung gegen „unehrerbietige“ szenefremde Personen dient der Selbstbestätigung.

- Organisierte Rechtsextreme: Das ideologische Konzept schließt Gewalt ein, jedoch nicht deren ständige Ausübung. Ihr Sozialstatus und ihr intellektuelles Niveau kanalisieren die latente Gewaltbereitschaft in andere Realisierungsformen. Diese werden in gezielten Aktionen gegen Feinde (Linke, Ausländer, Schwule etc.) gefunden; der Tod der Opfer ist impliziert.

Diese rechtsextrem ausgerichtete Skinheadkultur ist seit etwa 1991 wieder rückläufig. Immer mehr Skinheads distanzierten sich von Naziskins, Mitgliedern rechtsextremer Kameradschaften; diese wanderten aus der Szene ab. Die Oi!Skins traten wieder in den Vordergrund.

4. Outfit

Bevor ich mich mit dem Bild der Skinheads in den Medien beschäftige, ist es nötig, einen intensiven Blick auf deren typisches Erscheinungsbild zu richten. Nur in diesem Kontext ist möglich, oft spektakuläre Berichterstattung und schiere Propaganda als Mittel der Schuldzuweisung auseinanderzuhalten. Ebenfalls wird es nur so möglich zu erkennen, ob Medienberichte Skinheads, modisch gekleideten Jugendlichen oder gar offensichtlichen Neonazis zum Thema haben.

Ich halte die Aufzählung relativ ausführlich, auch um zu zeigen, daß Skinheads, bis auf den auffälligen Haarschnitt, der wiederum eher konform zur aktuellen Mode läuft, oft nicht als solche zu identifizieren sind. Das Bild vom „typischen Gewalttäter in Bomberjacke und Springerstiefeln“ ist schlicht falsch. Gerade die Bomberjacke wird, wenngleich sie ein sehr praktisches Kleidungsstück darstellt, wegen ihrer US-amerikanischen Herkunft oft geringgeschätzt. Harringtons und Donkey Jackets werden bevorzugt getragen. Zu den Springerstiefeln komme ich noch weiter unten.

Zu den in der Szene sehr verbreiteten Tätowierungen, kann man nur sagen, daß deren Träger selbst erst einige Jahre später wissen wird, was er auf dem Körper trägt: eine Erinnerung, das Bekenntnis zu einem Lebensstil, eine Jugendsünde oder Kunst.

4.1. Skinhead Girls

Obwohl ich nicht sexistisch erscheinen will, werde ich die Mädchen unter den „Glatzen“ nur an dieser Stelle kurz würdigen.

Innerhalb der Skinheads gibt es relativ wenige sogenannte Renees. Scheinbar werden sie oft von der stark männerorientierten Szene abgeschreckt. Im gesamten Auftreten gleichen sie eher ihren männlichen Pendants. Spezielle Frauenvereinigungen (wie z. B. bei Rechten üblich) gibt es nicht.

Modisch unterscheiden sie sich durch einen Haarschnitt, der im Nacken und an den Ohren längere Haare (Feathers) hat. Wenn es die Witterung zuläßt werden Miniröcke in Kombination mit Netzstrümpfen getragen. Sonst ist die Kleiderordnung analog zum Skinhead.

4.2. Haarschnitt

Die Skinheads der ersten Generation hatten einen sehr viel längeren Haarschnitt als seit Mitte der 70er Jahre üblich. Der Begriff „Skinhead“ - wörtlich übersetzt Hautkopf - rührte daher, daß man bei den ersten Skinheads, ganz anders als es der damaligen Mode entsprach, die Haut durch das Haar durchschimmern sah. Diese ersten Skinheads hatten rundum etwa streichholzlange Haare. Heute werden die Haare in der Länge getragen, wie sie beim Scheren mit der Schermaschine mit dem kleinsten oder ohne Aufsatz entstehen: ein bis drei Millimeter. Bis zum nächsten Scheren kann das Haar bis etwa einen Zentimeter lang werden. Verpönt sind sogenannte Yankee Crops, d. h. Militärhaarschnitte, bei denen das Haar auf dem Scheitel etwas länger und vom Nacken bis oberhalb der Ohren ausrasiert ist.

SmartSkins, die sich auf die Wurzeln um 1970 beziehen, tragen ihre Haare entsprechend länger. Vor allem bei Naziskins sind häufig Naßrasuren des Schädels zu sehen.

Immer schon gehören Backenbärte, sogenannte Koteletten, zur Skinheadmode. Kurze Schnauzbärte werden teilweise als proletenhaftes (nicht als proletarisches!) Symbol geduldet. In letzter Zeit sieht man öfter auch Kinnbärte; dies ist auf Hardcore -Einflüsse US-amerikanischer Skinheads zurückzuführen.

4.3. Garderobe

Zur Skinheadgarderobe gehören seit 1968:

- Jeans (Levi’s, Wrangler, Lee), diese oft hochgekrempelt, teilweise mittels starker Haushaltsreiniger stellenweise entfärbt, meistens in Verbindung mit schmalen Hosenträgern,
- Kordhosen und die legendären Levi’s Sta Prest
Button-Down-Shirts - Hemden mit geknöpften Kragenenden - oft von BenSherman, auch Brutus oder Jaytex,
- Polohemden, hier ist die bevorzugte Marke Fred Perry (Fred Perry, der die Sportmarke später begründete, gewann als erster Tennisspieler aus dem Arbeitermilieu das Turnier in Wimbledon.),
- weiße T-Shirts,
– Pullunder, V-Pullover und Strickjacken,
Harringtons - Bundjacken mit Futter im Schottenmuster,
– Jeansjacken,
– lange Mäntel: Sheepskin und Crombie,
– Drze-Loch-Anzüge,
– Hüte: PorkPie und Schiebermützen.

Mit dem Wiederaufleben der Skinheads kamen um 1980 weitere Kleidungsstücke hinzu:

- bedruckte T-Shirts und Kapuzenpullover,
- Sportkleidung von Lonsdale (Ausstatter von Boxvereinen) gewann an Bedeutung,
- Bomberjacken, hauptsächlich in grün,
- Donkey Jackets - schwarze geknöpfte hüftlange Jacken aus schwerem Filz mit PVC-Besatz an den Schultern.

4.4. Schuhwerk

Skinheads bevorzugten immer schweres Schuhwerk, sehr schnell kamen Arbeitsstiefel der Marke Doc Martens in Mode. Diese sind oft mit Stahlkappen versehen, was in einer Straßenschlägerei zum Vorteil, bei der Flucht vor der Polizei zum Nachteil gereichen kann. Zur Betonung der besonderen Schnürung bei den hohen Stiefeln und, weil es einfach gefällt, werden oft farbige (weiße bevorzugt) Schnürsenkel verwendet.

Von rechtsextremen Skinheads werden Doc Martens kaum getragen. Sie bevorzugen wegen ihres martialischen Äußeren Ranger Boots. Das sind schwere Schnürstiefel mit knochenharter Sohle und auffällig abgenähter Stahlkappe, diese ist teilweise außen aufgesetzt.

Sehr gerne werden aber auch Loafers (flache Schuhe mit Fransen) und Brogues (mit Lochmuster) getragen. Zumeist weiße Turnschuhe aller Marken werden als Freizeitkleidung toleriert.

5. Medien verwenden Skinheads

5.1. Kleidung

Bis auf die Bomberjacke (Pilotenjacke der US-Luftwaffe) hat es kein Uniformstück in die Skinheadgarderobe geschafft. Dies sollte man unbedingt berücksichtigen, wenn in den Medien wiederholt uniformierte, Fahnen tragende Jugendliche als Skinheads bezeichnet werden.

Für rechtsextrem organisierte Skins hat sich allerdings so etwas wie eine Uniform herausgebildet, die zu Anlässen wie dem Rudolf-Heß-Gedenkmarsch zu sehen ist:

- wahlweise weißes oder braunes Hemd mit schwarzem Binder
- oder weißes T-Shirt
- über schwarzen Jeans oder Reithosen mit Koppel und eventuell Pistolengurt,
- dazu schwarze Bomberjacke,
- möglichst hohe Schnürstiefel und
- sonst eher selten - naß rasierte Kopfhaut.

Die vielzitierten Springerstiefel werden überhaupt nicht getragen. Echte (Fallschirm-)Springerstiefel sind aus sehr weichen Material und haben sowohl Schnürsenkel als auch einen Reißverschluß. Wenn sie immerhin angenehm zu tragen sein mögen, sehen sie doch lächerlich aus. Diese Bezeichnung für Schnürstiefel entspringt wohl eher dem Versuch, Skinheads einen latenten Militarismus zu unterstellen.

Die Farben der Schnürsenkel sind medienpolitisch ein äußerst interessanter Aspekt. Hierzu werden in verschiedenen Publikationen haarsträubende Geschichten geliefert. Anhand dieser - immer wieder verschieden interpretierten - Farben scheint es einfach, Skins aller Couleur auseinanderzuhalten. Ausgerechnet eine Schrift des Bundesministeriums des Inneren (BdI) weiß zu berichten: „So können weiße Schnürsenkel bedeuten, daß die Skins der Gruppe sich als White- Power-Skins sehen. Gelbe Schnürsenkel können ein Indiz dafür sein, daß sich diese Skinhead-Gruppe der verbotenen FAP verbunden fühlt […] Rote Schnürsenkel dokumentieren u. U. die Zugehörigkeit zur Szene der Redskins.“

Abgesehen davon, daß einzelne Skins ihren Schnürsenkeln tatsächlich eine Bedeutung zuweisen, ist zu solchen pauschalisierten Deutungen zu sagen, daß man damit gehörigen Mißfallen erregen kann: Auch linksgerichtete Skins oder Punks tragen weiße Schnürsenkel, und gerade roten Schnürsenkeln werden ebenfalls die Bedeutungen Blood & Honour -Aktivist oder auch „Ich habe für meine Überzeugung getötet“ zugewiesen.

Im gleichen Artikel wird die Marke Lonsdale hervorgehoben: „Wenn über diesen T-Shirts […] die halboffene Bomberjacke getragen wird, kann man […] nur noch N-S-D-A lesen und assoziiert NSDAP.“ - Diese Bedeutungsschwere dürfte nicht einmal aktiv boxenden Naziskins bekannt sein.

Eine weitere Aussage, die einer Prüfung nicht standhält, ist eine in den Medien gern angewandte Rechtfertigungslüge. Wenn darauf aufmerksam gemacht wird, daß auf den Bildern keine Skinheads zu sehen sind, wird erklärt, diese hätten sich „getarnt“. Sie trügen die Haare ein bißchen länger und hätten etwas modischere Kleidung an, um nicht als Skinheads aufzufallen. Genau das aber ist einer der Hauptgründe, überhaupt Skinhead zu werden. Ein Skinhead kann als solcher nicht innerhalb seiner Gruppe bestehen bleiben, wenn er sich opportun zu öffentlichen Meinung verhält. Für einen politischen Aktivisten ist ein solches Täuschungsmanöver möglich und eventuell sogar ehrenhaft.

5.2. Der Schneeball-Effekt

Skinheads werden in den Medien immer nur im Zusammenhang mit Gewalt, Alkohol und Einstellung zwischen Hitler-Kult und Feindseligkeit gegenüber Fremden dargestellt. Ihr typisches Outfit „Glatze, Bomberjacke, Springerstiefel“ ist ein Synonym für alles Fremde hassende Gewalttäter.

Die „Zugangsmodalitäten“ zur Skinheadszene sind:

- Rebellion, auffällig und „anders sein“ wollen,
- Ausstieg und Protest gegen „das System“ und soziale Ungerechtigkeiten - dies meinte aber eher die eigene soziale Herkunft,
- Männlichkeitskult,
- Verherrlichung der Arbeiterklasse (Produzent gesellschaftlichen Reichtums).

Nach Anzahl und Bedeutsamkeit waren die Skinheads in Ost- und West- deutschland bis 1989 unmaßgeblich. Heute scheint es im Straßenbild unter den 16- bis 18jährigen sehr viel mehr Skins zu geben, als diese Motive für die meisten Jugendlichen hergeben. Das kann man auf die unverständliche deutsche Einwanderungs- und Asylpolitik einerseits und eine gezielte Fehlinformation durch die Medien andererseits zurückführen:

- Die Bundesregierung wird nicht müde, die Problematik der in Deutschland lebenden Ausländer und Asylbewerber zu betonen (Kriminalität, Schwarzarbeit). Gleichzeitig scheint sie nicht in der Lage, eine vernünftige Einwanderungspolitik zu etablieren.
- Der ökonomisch und sozial gefährdete Teil der Bevölkerung (gerade im Osten) folgt dieser Problemdefinition und sieht als gangbaren Ausweg den Zusammenschluß gegen Ausländer, deren Vertreiben, den gewaltsamen Konflikt.
- In den Medien werden aber alle rassistischen Gewalttaten unter dem Schlagwort Skin-Terror aufgearbeitet. (Über antirassistische Skinhead- aktionen - z. B. Demos jährlich in Potsdam oder 1994 in Lübeck - wurde nie medienwirksam berichtet.)
- Wer im „richtigen Alter“ ist und glaubt, gegen die scheinbar wohl- standsbedrohlichen Ausländer vorgehen zu müssen, der wird sich mit einiger Wahrscheinlichkeit der früher kaum bekannten Gemeinschaft der Skinheads anschließen wollen.
- Durch dieses „Auffüllen“ der Skinheadszene mit ausländerfeindlich eingestellten Jugendlichen steigt die Wahrscheinlichkeit, daß tatsächlich Skinheads an rassistischen Aktivitäten beteiligt sein werden.
- Diese Tendenz wird dadurch unterstützt, daß typische „Szeneklamotten“ mittlerweile zur Grundausstattung vieler Sportgeschäfte gehören: Fred Perry, Ben Sherman, aber auch Harrington -Jacken. Einige dieser Läden liefern Aufnäher und Anstecker mit einschlägigen Inhalten gleich mit.

Der Skinheadstil wird seit mehreren Jahren in der aktuellen Mode adaptiert. Gerade Bomberjacken und die vielfach als Waffen eingestuften Stahlkap- penschuhe haben an Akzeptanz gewonnen. Der „normale“ Bürger faßt die Identifizierung „Skinhead“ sehr weit, weil immer mehr Jugendliche dem pauschalisierten Bild „Glatze, Bomberjacke, Springerstiefel“ entsprechen.

Berichterstattungen über Großkundgebungen rechtsextremer Vereinigungen wie in Hoyerswerda, Mölln oder über Angriffe auf Asylbewerberheime (Rostock- Lichtenhagen) trugen dazu bei, die Grenzen der Identifizierung zu verwischen: Dort wurden Jugendliche mit normal-kurzem Haarschnitt in Jeansjacken oder Blousons und Turnschuhen als Skinheads bezeichnet. Die Teilnehmer waren aber im einhelligen Medienton nicht „Neonazis“ oder „Rechtsextreme“ sondern (bestenfalls rechtsextreme) „Skinheads“.

5.3. Der Sündenbock

Politische Aktivisten müssen über kurz oder lang aus der Skinheadszene aus-steigen. Sie paßt nicht zur Politik, dazu ist der Way of Life zu desorganisiert. Das heißt nicht, daß sie nicht weiterhin über Kontaktpersonen Zugriff haben können.

Wie schon gesagt, gibt es bei Skinheads linke und rechte Orientierungen.

Grundsätzlich wird aber der Begriff Skinhead heute mit Neonazi gleichgesetzt. Das birgt die Gefahr - oder ist dies Absicht? -, daß rechte Extremisten, nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Denjenigen, die im Zentrum einer Kundgebung mit wohlgesetzten Formulierungen gezielt rassistisch vorgehen oder in öffentlichen Einrichtungen einschlägige Farbdrucke verteilen, werden immer mehr als innerhalb der Demokratie stehend verstanden.

Die Diffamierung der Skinheadszene als rechte Randgruppe dient dazu, von einem gesamtgesellschaftlichen Problem abzulenken. Angesichts des Aus- einanderbrechens des Sozialstaates in der Bundesrepublik und der immer öfter betonten Risiken der Europäischen Union könnte ein neuer Gesellschaftsvertrag gegen Ausländer entstehen.

7. Nachbemerkung

Ich verwende im Text absichtlich die geographischen Bezeichnungen der real existierenden Teilung Deutschlands in Ost und West, weil ich der Logik eines „Mitteldeutschlands“, die ein weiter östlich liegendes deutsches Gebiet impliziert, nicht folgen will.

Die Quelle des Bundesinnenministeriums habe ich im Text als einziges namentlich erwähnt, weil ich es haarsträubend finde, das solche oberflächlichen Materialien publiziert und offensichtlich zur Fortbildung genutzt werden. Alle anderen Quellen sind zu sehr miteinander und mit meinen eigenen Erfahrungen vermischt, als daß ich sie jeweils trennen könnte.

Literaturverzeichnis:

Klaus Farin [Hg.] „Skinhead - A Way Of Life“, Europäische Verlagsanstalt, Syndikat, Hamburg 1996

Klaus Farin [Hg.] „Skins - Mythos und Realität“, Links Verlag, Berlin 1996 Wilhelm Heitmeyer u. a. „Die Bielefelder Rechtsextremismus-Studie - Erste Langzeituntersuchung zur politischen Sozialisation männlicher Jugendlicher“, Juventa Verlag, Weinheim und München 1992

Alfred Janzik „Skinheads“ in „Texte zur Inneren Sicherheit Band I/97“, Bundesministerium des Inneren, Bonn 1997

George Marshall „Spirit of 69 - Eine Skinhead Bibel“ - Deutsche Erstver- öffentlichung, George Marshall, Dunoon 1993

Nick Night „Skinhead“, Omnibus Press, London 1982

Bernd Wagner „Rechtsextremismus und kulturelle Subversion in den neuen Ländern“ in „Bulletin Sonderausgabe 1998“, Zentrum Demokratische Kultur, Berlin 1998

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Skinheads in den Medien
Note
gut
Autor
Jahr
1998
Seiten
17
Katalognummer
V96464
Dateigröße
369 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Skinheads, Medien
Arbeit zitieren
M. Willie Wildgrube (Autor), 1998, Skinheads in den Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96464

Kommentare

  • Gast am 7.6.2000

    Kurz und bündig und das sehr gut.

    Also das müßten mal mehr Loitchen lesen.Vor allen Dingen unsere ausländischen Mitbürger, mit denen ich übrigens mehr Streß am Hals hab,als mit Nazis.
    Wirklich ganz gut,obwohl als Quelle Bücher vom good old Farin angegeben sind.Der versteht nun wirklich nich allzu viel vom Skinhead-Kult.Kein Wunder auch,hängt ja meist nur bei Faschos rum.Für den sind doch auch alle Skins gleich.
    Aber egal,ich schweife ab,nur nochmal dickes Lob,hätte meinereiner nich besser schreiben können.... ;o))))
    AhOI Oi!bert
    Not Nazi - Not Red - Skinhead
    A WORKIN` CLASS PROTEST - NOTHING MORE NOTHING LESS

  • Gast am 13.6.2000

    Zu wenig über die Musik.

    Ein wenig knapp, und auch der wichtige Aspekt der Musik in der Skinheadszene ist etwas unzureichend dargestellt. Ansonsten gut.

  • Gast am 4.7.2000

    Zu wenig erklärt.

    es wird zu wenig über das aussehen der Skins erklärt. z.B. Wie sich rechte Skins von linken unterscheiden. Hier steht nur was von Schnürsenkeln. Ich will was über die Kleider marken wissen.

  • Gast am 12.7.2000

    aufklärungsarbeit...gut !!!.

    hOI !!!!

    endlich mal eine gute aufklärungsarbeit, sowas sollte eigentlich mal der breiten masse zugänglich gemacht werden !!!!

  • Gast am 25.7.2000

    Skinheads in den Medien.

    Super gemachte Hausarbeit, objektiv und mal keine Hetze. Hie hat sich mal jemand mit dem Thema beschäftigt. Man hätte aber noch auf die Musik eingehen sollen (Oi!-Punk, Ska, RAC). trotzdem sehr gute Arbeit.

  • Gast am 1.8.2000

    zu wenig über den genauen Anfang.

    Man hätte vielleicht noch erwähnen können, dass die mit ersten Skinheads Schwarze waren und die Ska Musik aud Jamaika kommt. Aber im guten und ganzen ein recht relungernder Artikel. Ich finde es gut, dass die Neo Nazis distanziert von den eigentlichen Skinheads betrachten wurden.

  • Gast am 17.8.2000

    Guter Aufsatz.

    Lets OI!!!!

    Ziemlich guter Text muss ich sagen!!!!
    Hab ein Exzerpt aus dem Buch "Spirit of 69: A Skinhead Bible" schon gelesen. Das läuft ziemlich konform mit deinem Text. Trotzdem hast du es verständlicher rüber gebracht als meine englische Version.

    Wie schon jemand anders geschrieben hat hättest du mehr über die Musik erwähnen können, da ich erst daher Interesse zu den Skinhead Bewegungen bekam. Außerdem definieren sich (vor allem unpolitische) Skins heute kaum mehr mit Ska oder Reggae, sondern eher mit Oi Punk und Old School Hardcore (Was ausserdem auch die Musik ist die ich höre).

    "Nazi Punks, Fuck off"

  • Gast am 26.8.2000

    notwendig, gut gemacht.

    gerade in diesen zeiten des neu aufflammenden rechtsextremismus finde ich solche differenzierten texte sehr wichtig. sie sollten allerdings der breiten öffentlichkeit unter die nase gehalten, aufgedrängt werden!

    bei allen guten recherchen wirkt dieser text nie klugscheisserisch oder abgehoben, und ist gut zu lesen, gratulation!

  • Gast am 10.9.2000

    Studierender Skinhead?.

    Grüß Gott!
    Siehe da, da in der Hausarbeit ausnahmsweise mal kein Unsinn steht, darf man wohl annehmen, daß der Autor sich nicht aus der "Fachpresse" (SPIEGEL, STERN, BILD, taz, Idiotenlaterne, etc.) informiert hat, sondern selber eine kurzhaarige Vergangenheit (?) hat. Wunderbar! Endlich beschreibt jemand die skin-breed und den Kult so differenziert und vielschichtig wie er tatsächlich ist! Man müßte diese Arbeit den "Medienschaffenden" von morgens bis abends um die Ohren hauen und am nächsten Tag damit weitermachen! Nur leider ist es ja so, daß man der Journaille prinzipiell Gutwilligkeit unterstellt - dabei ist die entweder ignorant oder böswillig; Skinheads haben keine Lobby, deshalb interessiert es niemanden, daß die große Mehrheit von ihnen NICHT zum Adolf-Hitler-Fanclub gehört. Wer will daß schon sehen, hören, lesen? Da bietet es sich doch an, daß Wort Skinhead synonym für Neonazi zu benutzen um die Spießer zu gruseln...
    SKINHEADS LAUFEN NICHT RUM WIE NAZIS _ EIN PAAR RASIERTE NAZIS LAUFEN HERUM WIE SKINHEADS!

    STAY RUDE!
    SPIRIT OF 69 WILL NEVER DIE!
    Tilman

  • Gast am 30.11.2000

    Super!.

    Hy!
    also ich würde mal sagen: das is sicher super erklärt! ich glaub ich muss das etwas viel kürzen ;o) aba danke an den der das da veröffentlicht hat, denn ich brauch das auch für mein referat... jetzt hab ich ein haufen arbeit weniger... bussi von da IceBox aka CaRo

  • Gast am 15.1.2001

    Re: Zu wenig erklärt.

    |
    |SiMoN PhOeNiX 88 schrieb:
    ||es wird zu wenig über das aussehen der Skins
    ||erklärt. z.B. Wie sich rechte Skins von linken
    ||unterscheiden. Hier steht nur was von Schnürsenkeln.
    ||Ich will was über die Kleider marken wissen.
    ||
    Leider wirst du da nur sehr wenig Hilfe finden- in den Marken
    unterscheiden sich Nazis garnicht von echten Skins.
    Mit den Schnuersenkeln ist das auch so ne Sache-keiner weiss wirklich was welche Farbe bedeuten soll, weil das ganze sowieso ausgemachter Humbug ist,vor allem da einer Farbe von unterschiedlicher Seite mehrere Bedeutungen zugesprochen werden. Beispiel Gelb: die Bedeutungen, die mir genannt wurden als ich mal verschiedene Leute fragte,
    variieten von "Zugehoerigkeit zur Arbeiterklasse" ueber "Antipolitische Einstellung" bis zu der im Text genannten und sogar bis "Fuer meine Meinung gehe ich ueber Leichen" in rechtsradikalem Kontext.
    Der einzige Weg , irgendeine Richtung an Skins eindeutig zu
    identifizieren, sind Aufnaeher und Buttons eindeutigen Inhalts.
    Traegt das zu identifizierende Objekt keine, bist du auf deinen "Riecher" angewiesen. Vor allem junge Nazis sehen etwas aggressiver aus-aber sowas ist schwer einzuordnen, da auch nicht-Nazi Skins manchmal gern mit dem gefaehrlich wirkenden Aussehen "spielen".

  • Gast am 12.2.2001

    Gute Aufklärung.

    Endlich wird auch von ausendsthenden erkannt das medien nicht immer recht haben und sehr viel scheiße über uns Schreiben. Oi!

  • Gast am 22.2.2001

    Komplett geklaut! NOTE 6 ist noch zu gut!.

    Dieses Referat ist komplett bei Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V. Belzig geklaut! Die original URL ist http://www.raa-belzig.de/netd/europe/bildung/baustein_3/einheit3.htm

    Schäm dich! Du hast ja noch net einmal etwas umgeformt.

  • Gast am 3.4.2001

    Wußtest du schon...?.

    wußtest du schon, daß deine ha bereits auf einer homepage verwertet wurde?ach, und noch was-da ist ein riiieeeesen fehler in der ha!!! es gibt eine menge mädels in der szene-bester beweis-die doch sehr große anzahl an homepages etc von reenies im netz!!!

  • Gast am 26.4.2001

    Was heisst OI?.

    Das Referat fand ich wirklich gut. Aber vielleicht findest du ja irgendwo noch, was OI bedeutet. So weit ich weiss, ist auch das eine Abkürzung. Ich hoffe, irgendeiner kan mir mal sagen, was das heisst. :) Bis dann, Claudia!

  • Gast am 16.5.2001

    Re: Was heisst OI?.

    tach da!
    nö oi! is keene abkürzung. is einfach nur n gruß (drum das !)
    greetz
    tinsöööl

  • Gast am 1.6.2001

    Re: Zu wenig erklärt.

    |
    |SiMoN PhOeNiX 88 schrieb:
    ||es wird zu wenig über das aussehen der Skins
    ||erklärt. z.B. Wie sich rechte Skins von linken
    ||unterscheiden. Hier steht nur was von Schnürsenkeln.
    ||Ich will was über die Kleider marken wissen.
    ||

    hallo Simon,

    in meiner hausarbeit habe ich beschrieben, dass es nicht möglich ist, die politischen flügel der skinheadszene sicher an ihrer kleidung zu unterscheiden. die genannte einteilung in schnürsenkelträger ist nur die bekannteste aller legenden vom guten und vom bösen skinhead.

    ich selbst schaffe es meistens, skins anhand von kleidung, tätowierungen, haarschnitt, körpersprache, verbalen äußerungen - des gesamten habitus - in der richtigen schublade ;-) unterzubringen. ein sicheres rezept habe auch ich nicht; hilfreich ist jedenfalls eine intime kenntnis der szene. ein praxisbeispiel folgt:

    anhand deiner angaben ist es ziemlich leicht, dich in die rechte ecke zu stellen:
    1. die marken, die ich unter 4.3 und 4.4 aufzähle, sind recht umfangreich. wahrscheinlich ist das für jemanden, dessen bezug eher bei aktuellen marken wie "Pit Bull" oder "Alpha Industries" ist, schwer erkennbar. das trifft auf rechte zu, die ich unter 5.2 beschreibe.
    2. dass du an den schnürsenkelfarben festhälst, sagt ein übriges.
    3. dein name, David (interessant: http://www.vornamen.com/namen/d_male.htm), in bezug zur aus der asche entsehenden doppel-8 gibt mir den rest. heil dich selbst!

    willie wildgrube

  • Gast am 1.6.2001

    Re: Guter Aufsatz.

    |
    |OiCubrumOi schrieb:
    ||Lets OI!!!!
    |
    |Ziemlich guter Text muss ich sagen!!!!
    |Hab ein Exzerpt aus dem Buch "Spirit of 69: A Skinhead Bible" schon gelesen. Das läuft ziemlich konform mit deinem Text. Trotzdem hast du es verständlicher rüber gebracht als meine englische Version.
    |
    |Wie schon jemand anders geschrieben hat hättest du mehr über die Musik erwähnen können, da ich erst daher Interesse zu den Skinhead Bewegungen bekam. Außerdem definieren sich (vor allem unpolitische) Skins heute kaum mehr mit Ska oder Reggae, sondern eher mit Oi Punk und Old School Hardcore (Was ausserdem auch die Musik ist die ich höre).
    |
    |"Nazi Punks, Fuck off"
    |

    hallo & danke!
    dass ich in ner hausarbeit wo möglich auf belegbare quellen zurückgreifen musste, ist tatsächlich ein problem. ich konnte schlecht einen erfahrungsbericht/-roman abliefern ;-)

    nur schnell zur musik: Ska und Skinhead Reggae sind absolut aktuell, vor allem bei jüngeren Skins und was Nighter/Soundsystems betrifft. ich persönlich bin mittlerweile ein großer fan von Northern Soul und natürlich Streetpunk/Oi! - mit Ami-Oi! kann ich bis auf wenige ausnahmen (z.b. The Bruisers) nicht viel anfangen.

    mfg willie

  • Gast am 1.6.2001

    Re: Komplett geklaut! NOTE 6 ist noch zu gut!.

    |
    |Der Typ der dich durchschaut hat! schrieb:
    ||Dieses Referat ist komplett bei Regionale
    ||Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit
    ||und Schule e.V. Belzig geklaut! Die original
    ||URL ist http://www.raa-belzig.de/netd/europe/bildung/baustein_3/einheit3.htm
    ||
    |
    |Schäm dich! Du hast ja noch net einmal etwas umgeformt.

    hallo,

    so richtig bin ich mir meiner schande nicht bewusst. leider ist der genannte link z.z. nicht verfügbar. auch nach mühevoller suche hab ich die RAA-sites nicht finden können. wenn du mir die aktuelle url senden könntest, wäre ich dankbar.

    wenn dort meine arbeit mehr oder weniger komplett zu finden sein sollte, müsste ich tatsächlich mal nachfragen, wie DIE das gemacht und gemeint haben. gefragt wurde ich nicht.

    ich schätze, dass aus der genannten quelle Bernd Wagner (ZDK ist ein projekt der RAA) einiges in meiner arbeit zu finden ist. er ist m.e. der einzige mit recht objektivem blickwinkel, der bisher zu dem thema veröffentlicht hat.

    ich verbleibe mfg und kritikfähig
    willie

  • Gast am 1.6.2001

    Das heisst Oi!.

    |
    |Claudia schrieb:
    ||Das Referat fand ich wirklich gut. Aber vielleicht
    ||findest du ja irgendwo noch, was OI bedeutet.
    ||So weit ich weiss, ist auch das eine Abkürzung.
    ||Ich hoffe, irgendeiner kan mir mal sagen,
    ||was das heisst. :) Bis dann, Claudia!

    hallo & danke!

    natürlich gibts die legenden um die intial-lp "Stength thru Oi!" (abgewandelt von "Kraft durch Freude"), die leider den rechten bezug damals sehr vertsärkt hatte. die reale quelle der namensgebung ist ein verleger:

    1980 wurde zum ersten Mal der Begriff
    „Oi!“ verwendet: „[…] ganz am Anfang nannte ich die Bands New Punk,
    danach Real Punk. Oi! war aber irgendwie treffender. Ich erfand den Begriff
    für das neue Genre 1980.“
    Gary BUSHELL in Matthias MADER: „Oi! – The Book Vol. 1“, Verlag
    Jeske/Mader GbR, Berlin 1996, S. 130

    mfg willie

  • Gast am 4.6.2001

    bin kein pauker aba ich fands ganz gut.

    also ich fands soweit schwer O.K.
    nur eins kratzt mich n bisschen...
    wo bleibt das mit der gewaltbereitschaft ??

  • Gast am 16.6.2001

    Daumen hoch.

    Bis auf ein paar kleine Fehler ziemlich
    klasse, allerdings viel zu wenig über uns Skingirls!!!

  • Gast am 17.7.2001

    Rollerfahrer.

    saubere Arbeit

  • Gast am 20.7.2001

    Skingirls?.

    Grüße!
    Ganz gut, die Ausarbeitung. Kann kan jedem mal vorlegen, der nach dem 3. mal immer noch nicht verstanden hat, das Skinhead nicht gleich Nazi ist.
    Einziges Mango, die Skingirls, bis auf das aussehen wird die bedeutung des Skingirls als Frau in der Szene garnicht bzw. sogar verfälscht dargestellt.
    Aber ansonsten Klasse.
    Cheers`n Oi!

  • Gast am 20.7.2001

    Rassismus/Rechtsextrem.

    Sehr guter Text...
    nach dem Lesen habe ich aber das Gefühl, dass bis auf die "Redskins" alle irgendwie rassistisch veranlagt sind.....stimmt das?

  • Gast am 10.9.2001

    Re: Zu wenig erklärt.

    Es gibt nichts einheitliches wie sich rechte von linken skins unterscheiden!!!

    |
    |SiMoN PhOeNiX 88 schrieb:
    ||es wird zu wenig über das aussehen der Skins
    ||erklärt. z.B. Wie sich rechte Skins von linken
    ||unterscheiden. Hier steht nur was von Schnürsenkeln.
    ||Ich will was über die Kleider marken wissen.
    ||

  • Gast am 3.10.2001

    Selber skin!!.

    also ich find auch das das mehr ausländische mitbürger lesen sollten....dann gäbs weniger stress, obwohl der auch ganz lustig sein kann

  • Gast am 3.10.2001

    Re: Re: Was heisst OI?.

    OI is zwar auch n gruß, heissz aba "kraft durch freude" ich weiss das das von den rechten kommt (1938)...na und, richtige skins sind unpolitisch´, die interessiert das nich.....

    ps ich bin auch nich rechts und hab n oi aufnäher auf meinem arm....

    stay rude saty rebel

  • Gast am 3.10.2001

    Re: Rassismus/Rechtsextrem.

    im text steh auch was von sharp skins du lappen, SkinHeads Against Racial Prejudices, weiterhin sind die oi-skins unpolitisch!!! das heisst auch das sie nich rehcts sind!!! les ma gründlicher!!!

  • Gast am 27.11.2001

    Was man nicht alles lernen kann.

    Hat der Auotr sehr gut gemacht.Habe viel neues erfahren!Nur zu wenig über die Musik,aber das lass ich nochma durchgehn.

  • Gast am 27.11.2001

    Re: Zu wenig erklärt.

    |
    |SiMoN PhOeNiX 88 schrieb:
    ||es wird zu wenig über das aussehen der Skins
    ||erklärt. z.B. Wie sich rechte Skins von linken
    ||unterscheiden. Hier steht nur was von Schnürsenkeln.
    ||Ich will was über die Kleider marken wissen.
    ||

    Rechte und Linke unterscheiden sich kaum vom Äußeren.Manchmal nur an den schnursenkeln.Kannst ja mal einen fragen =)

  • Gast am 27.11.2001

    Re: Was heisst OI?.

    |
    |Claudia schrieb:
    ||Das Referat fand ich wirklich gut. Aber vielleicht
    ||findest du ja irgendwo noch, was OI bedeutet.
    ||So weit ich weiss, ist auch das eine Abkürzung.
    ||Ich hoffe, irgendeiner kan mir mal sagen,
    ||was das heisst. :) Bis dann, Claudia!

    Der Kampfruf "Kraft durch Froide" oder auf englische Sprache übersetzt "strength through joy", wobei das Wort "joy" in Lautschrift ein "Oi" ergibt, ist der Kampfruf der Oi-Skins, der für Musik und Spaß steht.

  • Gast am 17.12.2001

    Nicht schlecht.

    Nicht schlecht obwohl vielleicht genau das Gelaber, das "Drumherumgerde" das ätzenste von Allem ist. Kann nicht einfach jemand sein wie er ist???????? Tschau, Oi! & das nächste Bier bitte!!!

  • Gast am 27.12.2001

    Skinheads in den Medien.

    Kurz und informativ! Ist eine sehr gute Ausarbeitung, doch leider fehlen die Bands, die, die Skinheads hören! Trotzdem sehr gut geworden!

  • Gast am 12.1.2002

    RE:was heißt Oi.

    Servuz!
    Oi ist keine Abkürzung! Es heißt soviel wie prügeln oder schlagen ein Oi-Punk ist zum Beispiel ein Schlägerpunk
    bleib tapfer
    Coolpunk

  • Gast am 26.2.2002

    gut gelungen.

    hat mich von der langweiligen schule abgelenkt.
    endlich mal einer der sich richtig mit dem thema befasst und nicht alle über einen kamm scherrt.

  • Gast am 20.3.2002

    Jawoll.

    ich find den text klasse. dadurch werden die typischen vorurteile gegen skinheads aus dem weg geräumt.
    gez. der OstRebell
    schönen gruß an die weimarer Punkbewegung!!!

  • Gast am 16.1.2004

    Die wirkliche Bedeutung von Oi.

    Hi, die Arbeit ist gut, nur wollte ich auch was zu den Beiträgen sagen. Ich bin Engländer und wollte mal klarstellen, was OI bedeutet. OI ist ein ganz ormaler Ausdruck und bedeutet so viel wie HEY, er wird vor allem von alten Leuten benutz, wie ich neulich hören konnte auch in nördlichen Staaten der USA. Der Grund, warum OI zur Bezeichnung des Musikstils geworden ist, ist, weil die ersten OI Bands stets oi oi oi gerufen haben und der Reporter Gary Bushell, der Initiator der Bewegung ihr auch den Namen verpasst hat. Im Nachhinein wurden dann auch die absoluten OIHELDEN nämlich Cock Sparrer als OI bezeichnet, obwohl die sich wahrscheinlich immer nur als Punk Band gesehen haben. Die beste Arbeit über Skinheads, die ich kenne kann man hier übrigens abrufen. (Suchbegriff Namen des Autors STEFFEN NIES eingeben, die Arbeit heisst Die Geschichte der Skinheads)

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Titel: Skinheads in den Medien


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