Bewegung und Konzentration. Wie können Bewegungseinheiten die Konzentration der Kinder fördern?


Bachelorarbeit, 2013

224 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Persönliche Motivation und Fragestellung

2 Relevanz und Problematik

3 Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand
3.1 Konzentrationsfähigkeit
3.1.1 Begriffseingrenzung: Konzentration
3.1.2 Zusammenhang zwischen Konzentration und Lernen
3.1.3 Konzentrationsfähigkeit
3.1.4. Konzentrationsprobleme
3.2. Bewegung
3.2.1 Begriffserklärung
3.2.2. Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernen
3.2.3. Einflüsse der Bewegung auf unser Gehirn
3.3 Zusammenhang zwischen Bewegung und Konzentration
3.4. Durch Bewegung Konzentration in der Schule steigern
3.4.1 Bewegungspausen
3.4.1.1 Brain-Gym und Brainmoves

4 Methodologie
4.1. Testinstrumentarium zur Messung der Konzentration: DK-KE Test
4.2. Kontrollvariablen
4.3. Auswertung des Tests
4.4. Interpretationsangaben
4.5 Gütekriterien
4.6. Auswahl der Zielgruppe und Kontext
4.7. Messung der Konzentration
4.8. Intervention durch Bewegung
4.8.1. Bewegungsintegration
4.9. Beobachtung
4.10. Hypothesen

5 Darstellung der Daten
5.1. Daten des Konzentrationstests

6 Diskussion und Interpretation der Daten

7 Schlussfolgerung

8 Ausblick

9 Literaturverzeichnis

10 Anhang
10.1 Luxemburgische Übersetzung der Instruktionen für den Konzentrationstest von Seite 38
10.2 Normtabellen
10.3 Anfragen und Antworten
10.4 Liste der Bewegungsübungen
10.5 Pre-Teste der Konzentration der Kinder
10.6 Post-Teste der Konzentration der Kinder

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Bewegung und der Konzentration und behandelt somit zwei wichtige Elemente aus dem schulischen Alltag. Es wird der Frage, inwiefern diese beiden Aspekte sich gegenseitig beeinflussen, nachgegangen. Bewegung hat neben den positiven Effekten auf die motorischen Fähigkeiten auch förderliche Einflüsse auf die Konzentration und somit auch auf das schulische Lernen. Neben diesen theoretischen Erklärungen, werden in der Arbeit Studien zum Thema hervorgehoben und auch die eigene Studie genau erklärt. Hier wird Bewegung in die Schulstunden integriert und es werden Konzentrationstests durchgeführt. Es geht darum, den Einfluss dieser Bewegungspausen auf die Konzentrationsleistung genauer zu analysieren und zu verstehen, um am Ende Schlussfolgerungen für die schulische Praxis ziehen zu können.

Schlüsselwörter: Bewegung, Konzentration, Lernen, Zusammenhang zwischen Bewegung und Konzentration, Konzentrationstest, Bewegungsintegration

Résumé

Le travail ci-joint traite les sujets du mouvement et de la concentration, 2 sujets qui ont une importance omniprésente pour l'école. Une réponse è la question sur les influences de ces deux éléments est recherchée. Le mouvement n'a pas seulement des effets positifs sur le développement de la motricité, mais influence aussi la concentration de manière positive. Le mouvement favorise aussi l'apprentissage. A cöté de ces explications théoriques, plusieurs études sur ce sujet sont présentées. En outre, la réalisation d'une propre étude est décrite en détail. Ici, des pauses de mouvements sont intégrées dans une classe pendant des activités scolaires et des tests de concentration sont faits. Ceci est fait pour analyser et mieux comprendre l'influence des phases de mouvements sur les performances de la concentration pour faire, è la fin, des conclusions pour la pratique scolaire.

Mots-clefs : mouvement, concentration, apprentissage, cohérence entre le mouvement et la concentration, test de concentration, intégration du mouvement

Danksagungen

An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei meiner Familie und meinen engen Freunden, welche mich über all die Jahre meines Studiums getragen und unterstützt haben.

Nichtdestotrotz gilt eine noch nachdrücklichere Botschaft des Dankes an alle Professoren und Pädagogen der Universität Luxemburg, welche mir die Möglichkeiten gaben, meine Lehrerkompetenzen zu entwickeln, um mein Ziel, dem Schüler Lust an Schule zu vermitteln, wahr zu machen.

Bezüglich dieser Arbeit bin ich Herr Prof. Dr. Werner Becker zu großem Dank verpflichtet, welcher mir als Begleiter und Korrektoren stets konstruktive Kritik und Ansporn lieferte. Auch Herr Claude Scheuer half mir bei der Überarbeitung der Arbeit durch sein Feedback. Einen großen Dank geht auch an die Klassenlehrerin Nadine Geib und an alle Schüler ihrer Klasse, sowie deren Eltern, da ich nur durch ihre Unterstützung und Mitarbeit meine Studie durchführen und Daten sammeln konnte.

Vielen Dank,

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Konzentrationsdauer

Abbildung 2: Verlauf der Tagesleistung

Abbildung 3: Konzentrationsleistungen

Abbildung 4: Relevante Zeichen

Abbildung 5: Brandy

Abbildung 6: Cédric

Abbildung 7: Chris

Abbildung 8: Frangoise

Abbildung 9: Hadji

Abbildung 10: Jason

Abbildung 11: Julie

Abbildung 12: Kevin

Abbildung13: Tamara

Abbildung 14: Tiago

Abbildung 15: Tim

Abbildung 16: Yann

Abbildung 17: Yinn

Abbildung18: Ergebnisse aller Schüler

Abbildung 19: Durchschnittliche Leistung der Schüler in beiden Tests

Abbildung 20: Durchschnittsleistungen der Jungen und Mädchen im Vergleich

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Die 3 Phasen der Konzentration

Tabelle 2: Integration der Bewegungspausen

Tabelle 3: Stundenplan der Klasse

1 Persönliche Motivation und Fragestellung

Für meine Abschlussarbeit wollte ich einen Bereich bearbeiten, welcher im Zusammenhang mit Bewegung steht. Dies liegt daran, dass Bewegung in meinem Leben eine wichtige Rolle spielt und ich mir ein Thema aussuchen wollte, was mich persönlich und affektiv betrifft. Des Weiteren war die Tatsache, dass Bewegung einen Großteil der Lebensqualität darstellt und diese verbessern kann, ein Argument für ein Thema in diesem Bereich. Schon in der Schule sollen die Schüler lernen und erleben, was zur Lebensqualität und Gesundheit gehört. Dies ist nur möglich, wenn auch Bewegung im Unterricht umgesetzt wird.

Studien belegen, dass Kinder sich in ihrer Freizeit immer weniger bewegen und ihre motorischen Fähigkeiten schlechter ausgebildet sind als die, der früheren Generationen. Um diesen Tatsachen entgegenzuwirken, muss die Schule sich einsetzen und im Sportunterricht aber auch in anderen Unterrichtsbereichen versuchen die Motorik zu fördern.

In Bezug auf Bewegung ist auch der Zusammenhang mit der Konzentration interessant. Durch körperliche Übungen soll man die Aufmerksamkeit verbessern können. Oft haben Schüler Probleme damit, sich auf etwas zu konzentrieren und diese Konzentration aufrecht zu erhalten. In diesem Fall ist es für den Schüler anstrengend zu lernen, aber auch dem Lehrer fällt das Lehren schwer, da er immer um die Aufmerksamkeit der Schüler ringen muss. Diesem Problem muss man sich als Lehrerperson stellen und durch seine Unterrichtgestaltung versuchen, die Konzentrationsfähigkeit und -dauer der Schüler zu steigern.

Diese Überlegungen haben mich zu dem Thema Bewegung und Konzentration gebracht. In diesem Themenbereich interessiert es mich vor allem, wie man Bewegung einsetzen kann, um die Konzentrationsfähigkeit der Schüler zu erhöhen um somit bessere Lernerfolge erzielen zu können. Dieser Themenbereich scheint für Lehrer und für Schüler sinnvoll, da es den Unterricht und das Lernen erleichtern soll. Dieses Thema wird mir ebenfalls in meiner beruflichen Zukunft helfen, da ich es unausweichlich finde, zu wissen, ob und wie man die Konzentrationsfähigkeit der Schüler durch Bewegung steigern kann und wie man diese Übungen sinnvoll in den Unterricht integriert. Vor allem ist es aber von hoher Bedeutung diese Bewegungsübungen zu kennen und sie richtig umsetzen zu können.

Diese Überlegungen werden in der folgenden Arbeit diskutiert und analysiert und ergeben folgende Fragestellung:

Inwiefern kann man durch Bewegung im Unterricht konzentriertes Arbeiten der Schüler steigern?

2 Relevanz und Problematik

Beide Themenkomplexe, Konzentration und Bewegung, sind wichtige Elemente in der Schule aber auch im alltäglichen Leben. Die Bewegung, sowie die Konzentration sind nötige Faktoren, um ein eigenständiges Leben führen zu können und erfolgreich zu sein.

Probleme mit der Konzentrationsfähigkeit werden im schulischen Bereich immer häufiger und erschweren den Alltag von Schüler und Lehrer. Als zukünftige Lehrperson ist es unausweichlich Methoden zu kennen, um die Konzentration der Schüler zu steigern, damit letztere effektiver und konzentrierter arbeiten können. Die Fähigkeit der Konzentration ist für die Schüler nicht nur in der Schule wichtig, sondern auch in der späteren Arbeitswelt und in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens. Das Thema hat gleichzeitig eine hohe Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung, da Konzentration immer Einfluss auf unser Leben hat.

Im theoretischen Teil dieser Arbeit wird genauer auf den Zusammenhang zwischen der Konzentration und dem Lernen eingegangen.

Was die Bewegung angeht, hebt Balz (2001) hervor, dass "die Leistungsfähigkeit heutiger Kinder und Jugendlicher gegenüber früheren Generationen zurückgegangen ist." (S. 95) Hier schließt er Fähigkeiten wie Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination ein. Auch die Grob- und Feinmotorik der Kinder hat sich, laut Balz, verschlechtert.

Neben der Motorik gibt es auch einen wichtigen Zusammenhang zwischen Bewegung und dem Lernen eine wichtige Rolle.

Die Verschlechterung der Motorik und der Zusammenhang zwischen der Bewegung und dem Lernen sind Gründe, um mehr Bewegung in der Schule zu fordern. Da das Lernen mit der Bewegung und mit der Konzentration verknüpft ist, geht man davon aus, dass es eine positive Korrelation zwischen diesen der Bewegung und der Konzentration gibt. Auf Forschungen zum Zusammenhang zwischen diesen Elementen wird später genauer eingegangen.

Zunächst wird sich genauer mit den Begriffserklärungen und theoretischen Grundlagen der Hauptthemen, nämlich Konzentration und Bewegung, befasst.

3 Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand

3.1 Konzentrationsfähigkeit

3.1.1 Begriffseingrenzung: Konzentration

Der Begriff Konzentration unterscheidet sich im deutschen Sprachraum vom Begriff Aufmerksamkeit. Im wissenschaftlichen Diskurs gibt es Unstimmigkeiten über die Definition und klare Abtrennung der beiden Begriffe. Einige Autoren trennen beide Konzepte klar voneinander. Von anderen Autoren werden die beiden Wörter jedoch nicht klar voneinander getrennt oder sogar synonym benutzt.

Memmert und Weickgenannt (2006) gehören zu den Autoren die beide Konzepte klar trennen. Sie erklären in diesem Zusammenhang, dass sich „die Aufmerksamkeit immer auf das Wahrnehmen, und die Konzentration immer auf das Arbeiten" (S. 79) beziehen.

Brickenkamp (1962) hebt hervor, dass die Begriffe Aufmerksamkeit und Konzentration von vielen anderen Autoren ohne präzise Definition verwendet werden und dass sie oft nicht unterschieden werden.

Rollett (1993) gehört zu diesen Autoren, die keine klare Unterscheidung machen. Autoren wie er argumentieren dies, unter anderem, mit der Tatsache, dass Konzentrationstests genutzt werden, um die Aufmerksamkeit zu beschreiben und umgekehrt. Außerdem wird im englischen Sprachgebrauch dieser Unterschied aufgelöst da der Begriff "attention" die Bedeutung beider Begriffe abdeckt.

Eine dritte Sichtweise versucht einen Mittelweg zwischen den beiden Theorien zu finden. Diese Autoren sind der Meinung, dass die Konzentration als eine bestimmte Art der Aufmerksamkeit zu sehen ist. Trankiem B. (1995) unterscheidet, wie man in der Tabelle 1 erkennen kann, die Konzentration mithilfe von 3 Ebenen: Unbewusste Aufmerksamkeit, bewusste Aufmerksamkeit und Konzentration:

Tabelle 1: Die 3 Phasen der Konzentration, frei übersetzt von „Les 3 phases de la concentration" (Trankiem, 1995, S. 107)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei der unbewussten Aufmerksamkeit ist man nicht gewollt sich auf etwas zu fixieren und das Aufmerksamkeitsniveau ist gering, so dass auch die Kapazitäten nicht ganz ausgeschöpft werden können. Bei der bewussten Aufmerksamkeit richtet man die Aufmerksamkeit auf ein Ziel und erreicht somit erhöhte Kapazitäten. Bei der Konzentration befindet man sich auch der höchsten Ebene der Aufmerksamkeit, welche optimale Performanz zulässt.

In diesem Zusammenhang beschreibt Krowatschek (2004) „die Konzentration als besondere Anspannung und Ausrichtung der Aufmerksamkeit" (S.13). Ettrich C. (1998) vervollständigt dies, indem er erklärt, dass die Konzentration die Steigerungsform der Aufmerksamkeit ist. Der Mensch hat die Fähigkeit seine Aufmerksamkeit durch den Willen und das Bewusstsein auf ein Objekt zu konzentrieren. Durch die Konzentration versucht man gezielt etwas wahrzunehmen, zu denken, zu behalten oder sich an etwas erinnern zu können. Die Konzentration zeichnet sich hier durch ihre Absichtlichkeit und ihren Grad der Anstrengung aus. Die Steuerung und Kontrolle von Reizen ist bei der Konzentration, im Gegensatz zu der

Aufmerksamkeit, sehr wichtig. Josef Jerabek (1998) beschreibt die Konzentration mit dem Beispiel des Papierblattes, welches durch die Sonnenstrahlenkonzentration einer optischen Linse angezündet wird: "Die Kraft muss im Zentrum gesammelt sein. Durch die Beseitigung der Streuung wird der Kreis geschlossen und möglichst klein gehalten. Je kleiner dieser Kreis ist, desto größer ist die Wirkung der konzentrierten Energie." (S. 23) Dies lässt sich auch auf die mentale Konzentration der Schüler übertragen. Auch sie müssen ihre Aufmerksamkeit sammeln und steuern.

Kleber (1974) hebt auch die Tatsache hervor, dass jeder Organismus eine Selektion der einstürmenden Reize vollziehen muss. Auf diese Reize konzentriert sich dann die Aufmerksamkeit. Er geht auch darauf ein, dass diese Selektion physiologische und psychologische Gründe haben kann. Für ihn ist die Aufmerksamkeit die Fähigkeit eines Individuums „bestimmte Reize, deren Relevanz fremdgesetzt ist, in den Mittelpunkt seiner Beachtung zu setzen und gleichzeitig unerwünschte Reize weitgehend zu vernachlässigen" (S. 8). Ist ein Individuum dann auch noch in der Lage, diese Aufmerksamkeit fortlaufend über einen fortgesetzten Arbeitsvorgang und bei gleichmäßiger Leistung zu erbringen, spricht Kleber von Konzentration.

Da viele Autoren diese dritte Theorie vertreten, werde ich auch in dieser Arbeit die Konzentration als eine besondere Form der Aufmerksamkeit ansehen und hierfür Krowatscheks (2004) Definitionszweig berücksichtigen. Für ihn ist Konzentrationsfähigkeit in Bezug auf das Lernen „die Fähigkeit, einem Lernstoff eine Zeitlang ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken"(S. 13). Diese Definition hebt die Dauer und die Fixierung auf ein Element hervor. Sie zeigt, dass die Konzentration selektiv und zeitlich begrenzt ist. Außerdem verweist Krowatschek hiermit auf die Notwendigkeit der Konzentration für das Lernen. Aber inwieweit ist die Konzentration wichtig für erfolgreiches Lernen?

3.1.2 Zusammenhang zwischen Konzentration und Lernen

Lernen ist ein „eigendynamischer Vorgang, ein Prozess, der aus innerlichem Antrieb stattfindet" (S. 8 Göhlich, 2007), welcher jedoch auch von Umwelt beeinflusst wird. Obwohl mit dem Begriff Lernen oftmals die Schule als Stätte des Lernens assoziiert wird, ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass Lernen nicht nur schulisches Lernen ist. Lernen ist nicht an einen räumlichen oder zeitlichen Rahmen, an Lernziel oder Lernstoff gebunden. Diese Vorstellung beschreibt ein eingeschränktes Verständnis über die Entwicklung des Menschen. Lernen geht viel weiter, betrifft unser gesamtes Leben und alle Fähigkeiten, nicht nur die kognitiven.

In vielen unterschiedlichen Lerntheorien wird versuchen den Prozess des Lernens zu erklären. Unabhängig von der Lerntheorie spielt jedoch die Konzentration eine wichtige Rolle im Prozess des Lernens. So erklärt Gallwey (2001) dass Konzentration die wesentliche Komponente für jede höhere Leistung ist. Er geht davon aus, dass unabhängig vom Alter und von den Fähigkeiten eines jeden Menschen, die Konzentrationsfähigkeit am Anfang jeder außergewöhnlichen Leistung steht. Um erfolgreich Lernen und etwas umsetzen zu können wird die Konzentration benötigt. Hierauf gehen auch Mitchell and Pelley (2010) ein, indem sie sagen dass „attention and learning are not separable processes, but may interact with one another in complex ways" (S. 1) , was bedeutet dass Konzentration und Lernen keine trennbaren Prozesse sind, sondern in komplexer Art miteinander interagieren.

Hierzu kann die Neurowissenschaft durch ihre moderne Entwicklung neue Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Lernen und Konzentration hinzusteuern. Bransford (2002) geht darauf ein, dass das Gehirn beim Lernen viele verschiedene Areale gleichzeitig benutzt und dass für jede Art von Lernen andere Bereiche zuständig sind. Bei der Koordination dieser Bereiche spielt die Konzentration eine wichtige Rolle. Nur durch die Konzentriertheit kann man neue Informationen gut aufnehmen und verarbeiten.

Die Konzentration ist also eine wichtige Kompetenz, welche zum Lernen beherrscht werden muss. Nur wenn man in der Lage ist, seine Gedanken auf ein Thema zu fixieren und sich nicht von Störungen ablenken zu lassen, kann man Lernen. Ohne Konzentration bleibt das bewusste Lernen und somit der Lernerfolg aus. Dies ist vor allem in der Schule wichtig, da hier das bewusste Lernen omnipräsent ist.

Konzentration und Lernen stehen in engem Zusammenhang. Die "Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sind als Lernvoraussetzungen zu verstehen, die unmittelbaren Einfluss auf das Lernen im weitesten Sinne haben" (S.35, Bösenberg, 2009). Die Konzentration stellt einen wichtigen Faktor für das effektive Lernen dar. Durch die Fähigkeit sich konzentrieren zu können, sind die Kinder auch besser in der Lage neue Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und abzuspeichern. Die Konzentrationsfähigkeit ist ein wichtiger Punkt beim Lernen. Memmert und Weickgenannt (2006) heben Studien hervor, welche zeigen, dass Kinder mit 20 schlechter Konzentrationsleistung oft Probleme in der Schule haben, wogegen Kinder mit gesteigerter Konzentrationsfähigkeit bessere Schulnoten haben.

Die Konzentrationsfähigkeit ist jedoch sehr variabel und dies ist nicht nur interpersonal sondern auch intrapersonal der Fall. Sie variiert von Person zu Person, aber auch eine und dieselbe Person kann unterschiedliche Konzentrationsfähigkeiten an unterschiedlichen Zeitpunkten aufweisen.

3.1.3 Konzentrationsfähigkeit

Konzentrationsfähigkeit ist die Fähigkeit innere und äußere Reize auszublenden und sich nicht von ihnen leiten zu lassen. Durch die natürliche Entwicklung wird die unwillkürliche Aufmerksamkeit immer mehr zu einer willkürlichen und zielgerichteten Konzentration, bei der man sich auf etwas einstellen und andere Reize ausblenden kann.

Ettrich C. (1998) erklärt jedoch, dass die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen begrenzt ist: "Maximale Konzentration ist energetisch aufwendig, daher müssen Konzentrations- und Entspannungsphasen einander abwechseln" (S.22). Auch Schwarz (2012) hebt hervor, dass Konzentration eine geistige Anstrengung ist, "die je nach Grad der Ermüdung nachlässt und dazu führt, dass das Aufmerksamskeitsniveau sinkt" (S.104). Nur durch kurze Konzentrationsphasen, welche durch Konzentrationspausen durchbrochen werden, ist optimales Lernen und Arbeiten möglich. Ist die Konzentrationsphase zu lange, ist das Gehirn überlastet und arbeitet nicht mehr effektiv. Die Intensität und Länge der Konzentrationsfähigkeit steigt mit zunehmendem Alter, ist jedoch insgesamt begrenzt und individuell sehr unterschiedlich.

Memmert und Weickgenannt (2006) erklären auch, dass sich die Konzentrationsleistung bei Kindern mit zunehmendem Alter verbessert. Sie können sich schneller auf etwas konzentrieren und auch die Konzentrationsspanne wird länger. Graf und seine Mitarbeiter (2003) heben hervor, dass Mädchen im Grundschulalter höhere konzentrative Leistungswerte erhalten als Jungen. Krowatschek (2004) geht genauer auf die durch die Entwicklung bedingte Veränderung der Konzentrationsleistung der Kinder ein. Er erklärt, dass diese von einer passiven Außensteuerung durch Reize der Umwelt zu einer aktiven Innensteuerung wird. Dies geschieht durch die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten des Schulkindes im Alter von 5 bis 7 Jahren und so wird die Dauer der Konzentrationszuwendung immer besser. Jedoch geht der Autor auch darauf ein, dass diese Dauer zwar individuell unterschiedlich ist, aber oft von Erwachsenen überschätzt wird. Niehues (n.d.) erklärt, dass die Konzentrationsphasen der Kinder zwischen 10 und 30 Minuten andauern und, dass deswegen die Aktivitäten auf 10 bis 15 Minuten reduziert werden sollten.

Krowatschek (2004) zeigt mit einem Schema (S.13) die Konzentrationsdauer der Kinder in Bezug auf das Alter. Zwischen 5 und 12 Jahren verdoppelt sich die Konzentrationsspanne zwar, jedoch reicht sie nicht über 30 Minuten pro Phase hinaus. Um wieder erneut konzentrationsfähig zu sein, muss spätestens dann eine Pause eingelegt werden und dem Gehirn die Chance gegeben werden, abzuschalten.

Abbildung 1: Die Konzentrationsdauer (Krowatschek, 2004, S.13)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Konzentrationsleistung ändert nicht nur mit dem Alter, sondern auch Nach dem Aufwachen am Morgen steigt die Konzentrationsfähigkeit progressiv an. Höhepunkte der Konzentration sind zwischen 9 und 11, und 16 und 18 Uhr. Zwischen 11 und 16 Uhr sinkt sie erheblich, ebenso nach 18 Uhr.

Abbildung 2: Verlauf der Tagesleistung (Krowatschek, 2004, S.13)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es gibt jedoch viele Kinder die Probleme haben, während den Höhephasen gesteigerte Konzentration aufzubauen. Außerdem sind diese Informationen individuell sehr variabel denn es gibt auch Personen und Schüler, die sich abends besser konzentrieren können als am Tag. Des Weiteren hängt die Konzentrationsleistung auch von der Aufgabe ab. Ist ein Schüler sehr interessiert und motiviert, schafft er es länger konzentriert an dieser Arbeit zu arbeiten, als an einer, für ihn, uninteressanten Aufgabe.

3.1.4. Konzentrationsprobleme

Laut Ettrich C. (1998) ist als Konzentrationsstörung oder als Konzentrationsproblem, Begriffe, welche als Synonym benutzt werden, all das aufzufassen, was die willkürliche Fokussierung auf etwas sowie gleichzeitige Ausschaltung der bewussten Wahrnehmung aller Nebenreize verhindert. Da das Lernen mit der Konzentration zusammenhängt wird bei einer Konzentrationsstörung gleichzeitig eine intellektuelle Leistungsminderung festgestellt.

Die Gründe für Probleme mit der Konzentrationsfähigkeit sind vielfältig. Es gibt mehrere Bereiche, die teilweise zusammenhängen.

Die Ursachen können in 3 Bereiche eingeteilt werden, auf welche ich nicht genau eingehen werde, da dies nicht das Hauptthema dieser Arbeit ist:

- Das Kind (kognitive, nicht-kognitive Fähigkeiten, Lebensweise, organische Faktoren)
- Die Familie (häusliche Umwelt und Erziehungsverhalten)
- Die Schule (sozial-emotionales Klima und Unterrichtstil)

Der Bereich des Kindes bezieht sich auf das Kind selbst und auf seine Fähigkeiten. Das Kind kann sich in diesem Fall nicht konzentrieren, da es, zum Beispiel nicht genug geschlafen hat und müde ist. Auch Sorgen oder Depressionen verhindern eine optimale Konzentrationsfähigkeit. Es kann aber auch sein, dass das Gehirn selbst Probleme hat, die Konzentration aufzubauen und aufrecht zu halten. In diesem Fall wird von kognitiven Problemen geredet.

Probleme mit der Konzentration können aber auch aus der Familie gründen. Hier spielen der Erziehungsstil und der Umgang mit schulischen Leistungen eine wichtige Rolle. Stress und Leistungsdruck lassen Konzentrationsprobleme aufkommen. Auch Probleme innerhalb der Familie haben negative Auswirkungen auf die Konzentrationsleistung.

Eine weitere Quelle für Konzentrationsstörungen ist die Schule. Mobbing, zu hoher Druck oder ein schlechtes Klassenklima stehen im Gegensatz zu einer optimalen Konzentration. Hier ist es wichtig für den Lehrer darauf zu achten, dass in seiner Klasse ein gutes Klima herrscht. Jedoch gibt es noch andere Faktoren auf die geachtet werden muss, da Ursachen für unkonzentriertes Verhalten oft an die schulischen Anforderungen gebunden sind. Krowatschek (2004) erklärt, dass ein Schüler sich vielleicht dann konzentrieren kann, "wenn er sich nicht mehr überfordert fühlt, oder wenn er besser motiviert wird" (S. 14). Mangelndes Interesse kann auch eine Ursache sein. Hierzu beschreibt Heubrock (2001) das Filtermodell von Deutsch, bei welchem Informationen selektiv verarbeitet werden. Diese Selektion ist notwendig damit der zentrale Prozessor nicht überlastet wird. Schüler, welche also zu hohen Anforderungen ausgesetzt sind, können nicht alle Reize aufnehmen und haben somit Probleme im Unterricht nachzukommen.

Anzeichen für Konzentrationsprobleme fallen laut Ettrich C. (1998) schon sehr früh auf. Persönlich bemerkt man seine eigenen Konzentrationsprobleme, wenn man Schwierigkeiten hat, sich etwas zu merken, seine Gedanken bis zum Schluss zu denken oder man schnell ablenkbar ist. Auch von der Außenwelt sind Konzentrationsprobleme nicht zu verheimlichen. In der Schule kann der Lehrer folgende Verhaltensweisen, welche auf Probleme mit der Konzentration hinweisen, bemerken:

- nachlässiges, fehlerhaftes und ungenaues Arbeiten
- Tätigkeiten sind wenig planvoll und werden oft nicht zu Ende geführt
- Instruktionen werden nicht beachtet oder vergessen
- Leistungsabfall und Fehlerzunahme nach längerer Beanspruchung

Solche Verhalten sind schon in der Vorschule zu erkennen, auch wenn diese das erfolgreiche Abschließen der Vorschule nicht behindern. Jedoch steigert sich durch den Anstieg des Arbeitspensums und der Anforderungen in höheren Klassen, das Problem der Konzentration und die zusammenhängenden Verhaltensweisen.

Die Zahlen über Konzentrationsprobleme gehen weit auseinander. Ettrich C. (1998) schreibt, dass Busemann (1959) davon ausgeht, dass 12-13% der Kinder aus normalen Schulen Konzentrationsstörungen haben. Bei Löwe (1964) sind es jedoch 24 38,5% dieser Schüler. Laut Kunze (1983) sollen 75-80% unbefriedigende konzentrative Leistungen vorzeigen. Die großen Unterschiede sind auf die Erfassungsmethoden und unterschiedliche Beobachtungs- und Bewertungskriterien zurückzuführen. Werner Schmit beschreibt im Buch von W. Becker (2008) eine Studie in welcher Lehrer hinsichtlich der Konzentrationsleistung ihrer Schüler befragt wurden. Hieraus ergibt sich, dass 87% der Lehrer der Meinung sind, dass die heutigen Kinder konzentrationsschwächer sind als Kinder der früheren Generationen.

Die Zahlen belegen, dass viele Kinder Probleme mit ihrer Konzentrationsleistung haben und da diese in Zusammenhang mit dem Lernen steht, wird der Konzentration eine hohe Wichtigkeit beim Lernen und bei den Schulleistungen zugesprochen. Es ist unausweichlich etwas gegen mangelnde Konzentration zu unternehmen. Um die Konzentrationsleistung zu verstärken, sie zu verlängern oder wieder herzustellen, werden viele verschiedene Methoden angeboten. Eine Mittel basiert auf körperlicher Aktivität. Aber wie kann Bewegung genutzt werden, um die Konzentrationsfähigkeit zu steigern?

3.2. Bewegung

3.2.1 Begriffserklärung

Der Begriff Bewegung ist jedem geläufig und verständlich, jedoch erscheint das Definieren des Begriffs schwierig. Im Wahrig (2000) wird Bewegung als die Veränderung der Lage, Stellung oder Haltung beschrieben. Es wird jedoch auf darauf eingegangen, dass man innerlich bewegt, also ergriffen sein kann oder dass die Bewegung ein gemeinsames Bestreben einer Gruppe darstellen kann.

In dieser Arbeit beziehe ich mich jedoch auf die erste Definition, welche sich um den menschlichen Körper und seine äußeren Fähigkeiten der Ortsveränderung dreht.

In der Literatur wird des Weiteren noch zwischen willkürlicher und unwillkürlicher Bewegung unterschieden. Willkürlich ist jede Bewegung, die bewusst und absichtliche vom Gehirn gesteuert wird. Unwillkürlich bezieht sich auf jede Bewegung, die vom vegetativen Nervensystem und dem Rückenmark gesteuert werden, sowie der Herzschlag und die Atmung. Diese können in der Regel nicht bewusst kontrolliert werden. In dieser Arbeit geht es um willkürliche Bewegungen die bewusst gesteuert werden.

Jede Bewegung kommt zu Stande, indem Muskeln angespannt, zusammengezogen oder gestreckt werden. C. Hannaford (2002) erklärt, dass Bewegung nicht nur die räumliche Veränderung der Positionen unserer Körperteile ist, sondern dass wir unsere Gefühle auch durch sie auf unserem Gesicht ausdrücken sowie unsere Gedanken und Ideen in Wort und Tat umsetzen. Durch die Kontraktion verschiedener Muskelarten verändert sich die Position der Körperteile im Raum. Durch diese Veränderung des Muskels wird der Energieverbrauch im Vergleich zum Ruhezustand erhöht.

In diesem Zusammenhang beschreibt Renate Zimmer im Buch von Becker, Decker und Malané (2008) die Bewegung als Dialoge mit der Umgebung. Viele Bewegungen werden gemacht, um bewusst Einfluss auf die Umwelt zu nehmen. Sie erklärt: "in Bewegung passt sich das Kind den Erfordernissen der Umwelt an, es greift jedoch auch in die Umwelt ein, gestaltet sie, macht sie sich passend." (s 26). Außerdem berücksichtigt man durch Bewegung die Wesensmerkmale des Kindes, nämlich Neugierde, Entdeckungsfreunde, Bewegungslust, schöpferische Kräfte, Anlässe zur Herausbildung der Wahrnehmungsfähigkeit und man gibt ihnen Gegebenheit zu sinnlicher Erfahrung. Eva Bannmüller (1979) sagt im gleichen Buch "dass Kinder sich ihre Welt über Bewegung aneignen" (S. 80). Bewegung ist demnach Lernen.

3.2.2. Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernen

Das Lernen findet seit jeher durch Bewegung statt. Wir bewegen uns schon im Mutterleib und seit diesem Zeitpunkt hilft die Bewegung uns neue Informationen über die Welt aufzunehmen und zu speichern. Bewegung ist laut Renate Zimmer (in Becker 2008) die Basis "für abstrakte Lernprozesse, für die Konzentration, für das Begreifen und Erkennen sachlicher Zusammenhänge (S. 29)

Hannaford (2002) geht auf das Zusammenspiel von Gehirn und Bewegung ein. Einerseits ist das Gehirn für die Bewegung zuständig und andererseits beeinflusst die Bewegung auch das Gehirn, die Kognition und das Lernen. Hannaford erklärt: "Immer wenn wir gezielte Bewegungen ausführen, kommt es zu einer Aktivierung des Gehirns und einer Integration, und damit öffnet sich der Weg zum Lernen". (S. 116, C. Hannaford). Die Autorin streicht auch hervor: "Bewegung ist notwendig, um Gedanken "festzunageln" (S.118) und sie erläutert, dass Informationen nur behalten werden, wenn man sich bewegt, auch wenn es sich nur um die Bewegung der Hand 26 beim Schreiben oder des Gesichts beim Reden handelt. Die Bewegung baut neuronale Netzwerke auf und so werden Informationen hier internalisiert und gefestigt. Aus diesem Grund können viele Menschen besser denken, wenn sie etwas kauen, spazieren, stricken oder einer anderen monotonen, körperlichen Beschäftigung nachgehen, welche wenig Konzentration erfordert.

Vopel (1999) beschreibt mehrere Studien die bestätigen, dass eine positive Korrelation zwischen körperlicher Betätigung und intellektuellem Lernen besteht. Er hebt Autoren wie Brink (1995), Pollatschek (1996), Kinoshita (1997) und Martens (1982) hervor, welche untersucht haben, wie sich Bewegung auf das Lernen auswirkt. Brink geht davon aus, dass Konditionstraining das Gedächtnis unterstützt. Pollatschek plädiert für täglichen Sportunterricht da so die Motorik und die anderen Schulleistungen verbessert werden können. Martens ist auch für eine Intensivierung des Sportunterrichts um die anderen Schulleistungen zu verbessern. Laut Kinoshita werden durch Sport die kognitiven und die Gedächtnisleistungen gesteigert.

Paschen (1971) will mit seiner Studie beweisen, dass eine tägliche zwanzigminütige Bewegungszeit die Leistungsfähigkeit der Schüler steigert. Renate Zimmer (1996) fügt neben der kognitiven Leistungssteigerung auch eine Steigerung der Selbstständigkeit aufgrund der Bewegung hinzu.

Vopel (1999) hebt hervor, dass nicht nur das Gedächtnis durch Bewegung verbessert wird, sondern auch die Lernbereitschaft, welche auch sehr wichtig ist, um erfolgreiches Lernen zu garantieren.

Die Neurowissenschaft erklärt diesen Zusammenhang dadurch, dass "das Basalganglion und das Kleinhirn, denen man bisher nur die Steuerung von Muskelbewegungen zuschrieb, auch für die Koordination von Denken wichtig sind". (C. Hannaford. S. 119).

Vopel (1999) erklärt genauer, dass das Kleinhirn zuständig ist, um die Bewegungen zu steuern. Dieses Kleinhirn macht nur einen Zehntel des gesamten Gehirnvolumens aus, konzentriert jedoch über 50% aller Nervenzellen. Neben der Aufgabe die Bewegung zu steuern, muss das Kleinhirn aber auch das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und die räumliche Wahrnehmung steuern. Indem man sich bewegt, werden also die Nervenbahnen aktiviert die wichtig für das Lernen sind. So erklärt sich dann warum Bewegung das Lernen fördert.

Denken und Bewegung haben also beide wichtige Einflüsse auf das Gehirn. 3.2.3. Einflüsse der Bewegung auf unser Gehirn Walk L. (n.d.) und Hollmann W. (2005) erklären, dass es Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und der Hirnaktivität gibt. Körperliche Belastung führt zu einem "Anstieg der regionalen Gehirndurchblutung und einem Anstieg von neurotrophen Wachstumsfaktoren, die die Neubildung und Vernetzung der Nervenzellen unterstützt". (Walk, n.d. S. 27.)

Durch die Bewegung des Körpers bekommt das Gehirn also nicht nur mehr Sauerstoff, sondern auch die Neubildung von Neuronen und Synapsen wird angeregt. Was die Sauerstoffzufuhr angeht, hebt Hollmann (2005) hervor, dass es einen Anstieg der Durchblutung von bis zu 40%, im Vergleich zum Ruheausgangswert, gibt. Kubesch S. (2002) spricht von einer durchschnittlichen Blutdrucksteigerung von 20% bei einer sportlichen Aktivität, welche mit einem langsamen Spaziergang zu vergleichen ist. Weineck (2004) erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Intensität und die Anzahl der aktiven Muskulatur eine Rolle spielt. Je anspruchsvoller die Koordination der Aktivität ist, desto ausgeprägter ist die Durchblutungszunahme.

Wird die körperliche Bewegung gesteigert, erhöht sich auch die Durchblutung und die Sauerstoffzufuhr im Gehirn. Hier hinzu kommt die Tatsache, dass die bessere Sauerstoffversorgung für eine Senkung des Stresshormonspiegels und Abbau psychophysischer Spannungszustände sorgt.

In Bezug auf die Neubildung von Neuronen erklärt Weineck (2004), dass durch die sportliche Aktivität und die hiermit verbundene höhere Gehirndurchblutung, vermehrt Nervenwachstumsstoffe, so genannte Neurotropine, produziert werden. So wird die Neuronenneubildung und -vernetzung gefördert.

Des Weiteren erklärt Weineck (2004), dass sich durch Bewegung Neurotransmitter aktivieren. Viel Bewegung provoziert einen Transmitterüberschüsse, welcher dazu führt, dass das Kind eine hohe Neugier und Lernbereitschaft aufweist. Durch Bewegung wird die Dopaminkonzentration gesteigert, was zu einer Aktivierung des Bewegungsdrangs und des Interesses führt.

Kubesch (2002) geht auf den Unterschied zwischen dem Hippocampus und der Großhirnrinde, also dem Kortex, ein. Letztere ist vor allem für das Lernen von Bewegungsabläufen zuständig, wogegen der Hippocampus zunächst Faktenwissen aufnimmt bevor er es dann zum Kortex, für eine dauerhafte Speicherung, weiterleitet. Der Kortex lernt im Gegensatz zum Hippocampus viel langsamer, obwohl seine Speicherkapazität höher ist. Damit der Kortex alle Informationen speichern kann welche man lernen will, muss der Hippocampus ihm in jeder Lerneinheit so schnell und so oft wie nur möglich die Informationen weiterleiten. Dies ist nur möglich wenn sich viele Neuronen und Synapsen im Hippocampus bilden. Diese entstehen durch die körperliche Aktivität. Nervenzellen werden verstärkt gebildet, Informationen werden schneller weitergeleitet und besser abgespeichert. So entstehen bessere und schnellere Lernergebnisse als wenn die körperliche Betätigung ausbleibt.

Des Weiteren ist das Kleinhirn neben der Regulierungsaufgabe der mentalen Vorstellung von Bewegungsabfolgen auch zuständig für die Wortassoziationen, ■übungsbezogenes Lernen, Fehler erkennen ,Beurteilung von Zeitintervallen und Geschwindigkeit sich bewegender Stimuli, schneller Wechsel der Aufmerksamkeit zwischen den sensorischen Modalitäten und für kognitive Operationen im dreidimensionalen Raum zuständig. Diese Aufgaben hängen also zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Die Bewegung fördert deswegen alle diese Fähigkeiten.

Hannaford (2002) macht deutlich, dass sportliches Training den Basalganglion, das Kleinhirn und den Balken stärkt. Übungen, welche die Ausdauer fördern, erhöhen die Blutmenge und den Sauerstoff im Gehirn. Koordinative Übungen bringen eine Erhöhung der Neurotrophinen, welche neuronale Wachstumsfaktoren sind und neuronalen Verbindungen mit sich bringen.

Bewegung hilft dem Gehirn aber nicht nur hilft Informationen zu bearbeiten und abzuspeichern, sondern verändert auch die Verarbeitungsart. Das bilateralsymmetrische Gehirn zeigt eine räumliche Spezialisierung auf und einige Funktionen oder Teilfunktionen werden bevorzugt in einer der beiden Gehirnhälften bearbeitet und ausgeführt. Diese Aufteilung des Gehirns in 2 Hemisphären wird als Lateralisation bezeichnet. Beide Teile sind durch die Hirnlängsfurche voneinander getrennt. Der Balken sichert die Verbindung beider Gehirnhälften. Hier ist es wichtig hervorzuheben, dass beide Hemisphären vorwiegend sensorische und motorische Prozesse der gegenüberliegenden Körperseite kontrollieren. Durch Bewegung der linken Körperseite wird die rechte Gehirnhälfte stimuliert und umgekehrt. Es gibt aber auch Funktionen, bei welchen beide Hemispähren zusammenarbeiten müssen, damit sie korrekt koordiniert werden können. Probleme beim Lernen entstehen oft wenn diese Zusammenarbeit nicht richtig funktioniert. Um diese Zusammenarbeit zu fördern ist es wichtig, beide Körperseiten zu bewegen, um so das gesamte Gehirn zu beanspruchen. Vor allem Bewegungen bei welchen Überkreuzungen von der rechten und der linken Körperseite im Vordergrund stehen, sind sehr effektiv. Auf diese Überkreuzbewegungen wird später genauer eingegangen.

Auch Hormone mit einer stimmungsaufhellende Wirkung wie Endorphine, Morphine und Dopamine, werden durch sportliche Aktivität ausgeschüttet. Man fühlt sich also besser und ausgeglichener und man kann besser lernen. Auch die Wachstumshormone, welche beim Sport ausgeschüttet werden, unterstützen das Lernen. So wird die Proteinsyntheseleistungsfähigkeit gesteigert, was den Kindern erlaubt, effektiver zu lernen.

Regelmäßige körperliche Aktivität ist also für die Lern- und Gedächtnisleistung sehr wichtig.

Eine gegenseitige Beeinflussung zwischen Bewegung und Lernen ist unbestreitbar. Aufgrund der Tatsache, dass es auch einen Zusammenhang zwischen Konzentration und Lernen gibt, ist die Frage zu klären, inwieweit die Bewegung und die Konzentration korrelieren.

3.3 Zusammenhang zwischen Bewegung und Konzentration

In der Erziehungswissenschaft ist der Zusammenhang zwischen Bewegung und Konzentration heutzutage immer mehr Forschungsgegenstand. Zahlreiche Studien erheben jedoch unterschiedliche Resultate. Einerseits sind sich viele Autoren einig, dass es einen signifikanten Zusammenhang beider Bereiche gibt, andere gehen von keiner bedeutenden oder überhaupt keinen Verbindung aus.

Eine Studie der Braunschweiger Arbeitsgruppe (2007), welche während 4 Jahre eine Schule an einem Projekt zur bewegten Schulkultur begleitet hat, hebt hervor, dass Bewegung in der Schule die Konzentration steigert. Sie erklären, dass Schüler an den Versuchsschulen mit Bewegung schneller als Kinder in Kontrollschulen ohne Bewegungspausen arbeiten, ohne dass die Sorgfalt darunter leidet. Dies ist ein Zeichen einer Verbesserung der Konzentration durch die Bewegung.

Eine gegensätzliche Studie ist die Arbeit von Haas, Väth, Bappert und Bös (2009), welche im Buch von Balz „Empirie des Schulsports" (2011) vorgestellt wird. Sie untersuchen die Auswirkung von täglichem Sport im Unterricht auf die kognitiven Parameter, also Konzentration, Intelligenz und Schulleistungen. Es zeigt sich, dass die Werte für Konzentration, Intelligenz, Schulleistungen und die motorische Leistungsfähigkeit in der Versuchsklasse deutlicher als in der Kontrollgruppe ansteigen, allerdings sollen diese Zahlen nicht signifikant sein um einen Zusammenhang zwischen Konzentration und Sport zu beweisen.

In der Studie von Memmert und Weickgenannt (2006) fanden die Autoren heraus, dass eine Korrelation zwischen der Konzentrationsleistung und der Quantität des von den Kindern ausgeübten Sports gibt. Kinder, die viel Sport treiben, haben eine höhere Konzentrationsfähigkeit als Kinder, welche nur mittlere oder niedrige Sportaktivität ausüben. Sie zeigen hier auch, dass Kinder, die schon sehr früh mit ihrer sportlichen Aktivität begonnen haben, sich besser konzentrieren können. Memmert und Weickgenannt (2006) verdeutlichen: "Kinder, die sportlich aktiver sind, besitzen in der Regel höhere Konzentrationswerte als weniger aktive Kinder". (S.77).

Ritteser M. (2007) vertritt eine andere Meinung. Laut ihm gibt es keine eindeutigen Zusammenhänge. Auch die Art und die Dauer des Sports spielen für ihn keine Rolle. Während seiner Studie stieg die Konzentrationsleistung aller Test- und Kontrollgruppen zwar an, doch Ritteser führt dies auf Testübungseffekte zurück.

Dordel und Breithecker (2003) beschreiben eine Studie, in welcher drei Klassen analysiert wurden. In der ersten Klasse bekam Bewegung keinen besonderen Stellwert. In der zweiten Klasse wurde der Bewegung in der Pause einen hohen Stellenwert zugesprochen. Hier wurden Bewegungsangebote vielfältig und intensiv genutzt. In der dritten Klasse erlebten die Schüler auch solche aktiven Pausen, welche jedoch noch durch Bewegungspausen während des Unterrichts ergänzt wurden. Die Bewegung wurde in den Unterricht integriert und durch dynamisches Sitzen, ergonomisches Mobiliar und unterschiedliche Arbeitshaltung unterstützt.

Um die Aufmerksamkeitsleistung zu testen, wurden mehrmals am Tag Konzentrationsleistungstests in den drei Klassen durchgeführt. In der ersten Stunde gab es keinen Unterschied zwischen den Klassen, die Konzentrationsleistung war generell sehr hoch. In der dritten und vor allem in der fünften Stunde war aber ein Rückgang der Konzentration auf einen unterdurchschnittlichen Wert in der ersten Klasse festzustellen. Die Schüler machten mehr Fehler und arbeiteten langsamer. Die beiden anderen Klassen konnten die Aufmerksamkeit während des gesamten morgens steigern und blieben auf einem überdurchschnittlichen Konzentrationsniveau, wobei die dritte Klasse schneller und fehlerfreier beim Test abschnitt als die zweite Klasse.

Wasmer und Leyk (2003) fanden in ihren Studien auch einen positiven und signifikanten Zusammenhang zwischen Bewegung und Konzentration. Sie erklären jedoch, dass die Resultate von den Stunden abhängen. In den ersten Stunden kann die Konzentration der durch Bewegung nicht relevant gesteigert werden kann. In der 3. und 4. Stunde, wo die Leistungskurve auf einem Tiefpunkt ist, erzielt man jedoch eine hohe Steigerung. In solchen Phasen kann man die Leistung mit 10 Minuten intensiver Bewegung wieder auf ihren Höhepunkt gebracht haben.

Eine andere Studie wurde von Graf C. und seinen Mitarbeitern (2003) mit 17 Schulen durchgeführt. Sie gingen hier der Frage nach, ob und wie Ausdauer, Koordination und Konzentrationsfähigkeit korrelieren. Dabei haben sie herausgefunden, dass die Ausdauer der Kinder keinen Zusammenhang mit der Konzentrationsleistung aufweist. Sie beweisen jedoch eine Korrelation zwischen Koordination und Konzentration, denn die "Kinder, die im Konzentrationstest quantitativ und qualitativ am besten abschnitten, wiesen die besseren gesamt koordinativen Ergebnisse auf." (S.245) Eine koordinierte Bewegungsfähigkeit hilft also sich konzentrieren zu können. Hierauf gehen sie genauer ein, indem sie erklären, dass Schüler mit besserer Motorik nicht nur mehrere Aufgaben im Konzentrationstest durcharbeiten konnten, sondern auch hierbei weniger Fehler machten. Sie heben jedoch hervor, dass deutliche Unterschiede zwischen den Leistungen der Jungen und der Mädchen bestehen und beschreiben, dass Mädchen, aufgrund des Entwicklungsvorsprungs, bessere Konzentrationsleistungen haben als Jungen im selben Alter. Diese Autoren kommen zu der Schlussfolgerung dass es eine Verbindung zwischen koordinativer und konzentrativer Leistungsfähigkeit gibt. Graf C. und seine Mitarbeiter (2003) gehen davon aus, dass das "Kleinhirn sowohl bei dem Erlernen motorischer Fertigkeiten wie auch bei kognitiven Leistungen involviert" (S.245) ist. Während motorische Handlungen ausgeübt werden, wird das Kleinhirn nicht nur in der Motorik, sondern auch in der Konzentrationsleistung trainiert.

Kubesch S. (2002) erklärt, dass nur durch die erhöhte Durchblutung des Gehirns, das Gehirn optimal nutzbar ist. Nach sportlicher Aktivität sollen die Schüler aufnahmefähiger, konzentrierter und wacher sein. Im Gegensatz zur Studie von Graf (2003) soll laut Kubesch (2002) leichtes Ausdauertraining exekutive Kontrollprozesse, die wichtig für die Aufmerksamkeit sind, verbessert werden.

Mit Bewegung und Sport soll man, laut Wydra G. (n.d.), die Konzentrationsfähigkeit nach längeren anstrengenden Unterrichtsstunden wieder hergestellt werden können. In einer Umfrage mit Lehrer, welche tägliche Bewegungszeiten in ihren Unterricht einbinden, fand Wydra G. (n.d) heraus, dass 81% der Lehrer die Bewegung sinnvoll ansehen, um eine Konzentrationssteigerung zu erreichen.

Schwarz (2012) untersucht in seiner Studie die unterschiedlichen Auswirkungen von einmaliger, kurzzeitiger und langzeitiger Integration von Bewegung im Unterricht. Er vergleicht die Konzentration mithilfe eines Konzentrationstests am Anfang und am Ende der Bewegungsintegration. Er stellt bei allen 3 Gruppen eine Steigerung innerhalb der beiden Tests fest und hebt hervor dass schon eine einmalige Integration der Bewegung einen Effekt für diesen Zeitpunkt hat. Somit schlussfolgert er, dass Bewegung einen direkten Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit hat. Jedoch hebt er hervor, dass nur ein sechswöchiges Bewegungsprogramm eine nachhaltige Verbesserung der Konzentration hervorruft.

Abb. 3: Konzentrationsleistungen (Fessler, 2008, S.253)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fessler (2008) beschreibt Studien von anderen Autoren und geht hier auf die Verschiedenartigkeit der Resultate ein. In diesem Schema (S. 253) beschreibt er 2 Studien, wobei die erste eine sehr hohe Korrelation bestätigt. Die andere Studie dokumentiert jedoch nur eine geringe Verbesserung der Konzentrationsleistung und bestreitet den Zusammenhang also.

Unterschiedliche Resultate können viele Gründe haben. In allen Studien haben die Interventionszeiten und Bewegungsübungen variiert. Auch die Uhrzeit und noch andere Faktoren, wie zum Beispiel die Temperatur, spielen eine Rolle.

Obwohl also viele andere Einflussfaktoren mitspielen, scheinen die wissenschaftlichen Studien darauf hinzuweisen, dass eine Korrelation zwischen Bewegung und Konzentration existiert. In der Literatur findet man mehr Studien, die den Zusammenhang bestätigen, als solche, die ihn bestreiten. Viele Autoren sind der Meinung, dass man mit bewegungsaktiven Pausen die Konzentration zwischen der ersten und fünften Stunde steigern kann. Des Weiteren sind sich alle Autoren einig, dass bei nicht aktiven Pausen die Konzentration signifikant abnimmt. Aber wie kann das nun praktisch in der Schule umgesetzt werden?

3.4. Durch Bewegung Konzentration in der Schule steigern

Balz (2001) fordert die Schulen dazu auf, mehr Bewegung in den Unterricht zu integrieren und bemängelt, dass sich "insgesamt noch sehr wenig bewegt und [...] kaum Initiative ergriffen wird." (S. 187). Nicht nur die Sportstunden bieten Raum für Bewegungsangebot, sondern auch in den schulischen Alltag kann Bewegung integriert werden. Für Balz (2011, S. 183) sind diese außerunterrichtlichen Bewegungsmöglichkeiten "elementare Bestandteile" und sie sind "fachdidaktisch unumstritten und curricular häufig fest verankert". Er erklärt aber auch, dass diese Form des Sports "institutionell offener, inhaltlich vielseitiger und organisatorisch flexibler" (S. 183) ist als der reguläre Schulsport, obwohl diese auch durch letzteren erweitert und vertieft werden können.

Dies fordert also Bewegung auch in anderen Fächer außerhalb des Sportunterrichts zu integrieren. Kubesch (2002) erklärt außerdem, dass die Bewegung nicht nur am Nachmittag sondern größtenteils vor konzentrationsaufwendigen Schulstunden stattfinden soll. Nur so können die Schüler auch von der höheren Belastbarkeit profitieren.

Krüger (n.d.) erläutert auch, dass neben den dem Sportunterricht, auch fächerübergreifend implementierbare Sport- und Bewegungsangebote in den Unterricht integriert werden sollen. Hierfür gibt es 2 Möglichkeiten: der bewegte Unterricht oder Bewegungspausen im Unterricht.

Im bewegten Unterricht soll, laut Balz, die Schule zu einer Bildungseinrichtung werden, " in der Bewegung als ein Prinzip schulischen Lernens und Lebens gefördert wird."(2011, S 185). Elemente der bewegten Schule sind laut Balz (2011) Bewegungs- und Entspannungspausen. Auf die Bewegungspausen wird genauer eingegangen, da sie in der eigenen Studie auch benutzt wurden.

3.4.1 Bewegungspausen

Bewegungspausen unterbrechen den normalen Unterricht und das konzentrierte Lernen durch Pausen in denen die Bewegung im Vordergrund steht. Balz (2011) hebt hervor, dass wir "durch Bewegungspausen im Unterricht die Aufmerksamkeit und das Wohlbefinden der Schüler/innen verbessern können" (S. 186)

Er setzt in den Vordergrund, dass Bewegungspausen im Unterricht besonders konzentrationsverbessernd und lernunterstützend sind, wenn:

- die Bewegungspausen attraktiv sind : spielerisch und koordinativ
- sie anspruchsvoll für den gesamten Körper sind (nicht nur Fingerübungen)
- sie hinsichtlich der Dauer etwas länger ausfallen und nicht nur 1 - 2 Minuten dauern
- sie so in die Stunden integriert werden, dass der Fortgang des Unterrichts belebend unterbrochen wird, jedoch nicht weitergehend gestört wird.

Ausgehend von diesen Prinzipien, wurde nach Bewegungsprogrammen gesucht, welche diese optimale Integration in den Unterricht erlauben. In der Literatur findet man hier vor allem das Programm Brain-Gym und die hiervon abgeleiteten Brain Moves, welche für Bewegungspausen und zur Konzentrationssteigerung genutzt werden können.

3.4.1.1 Brain-Gym und Brainmoves

Brain-Gym, was Gymnastik für das Gehirn bedeutet, wurde in den 1960ern von Dennison im Hinblick darauf entwickelt, lernbehinderten Personen zu helfen. Er hat sich an pädagogischen Theorien von Piaget und Montessori, sowie an Pionierarbeiten über Bewegung von Alexander und Feldenkrais inspiriert. Des Weiteren halfen ihm Erkenntnisse der Gehirnforschung, der Kinesiologie, der Optometrie sowie seine eigene Erfahrungen mit lernbehinderten Kindern. Er benutzt in seiner Brain-Gym Theorie schnelle und einfache Bewegungen, die für das gesamte Gehirn nutzvoll sein sollen. Die Übungen sollen die Zusammenarbeit aller Gehirnareale, sowie den Stressabbau fördern. Diese Bewegungen sollen sinnvoll sein um die Denkleistung und die Konzentration zu erhöhen.

Die Brain-Gym-Methode sieht das Kind als lernfreudig. Das lebenslange Lernen kann jedoch durch Lernblockaden ausgelöst und durch Stress oder Unsicherheit verhindert werden. Kinder mit Blockaden sind nicht faul oder zurückgeblieben, sondern werden von den Blockaden gehindert, auf natürliche Art zu Lernen. Durch Bewegung können diese Blockaden gelöst werden und so das gelernte Wissen besser integrieren. Brain- Gym verbessert neben der Konzentrationsfähigkeit auch das Gleichgewicht, das Hören und Lesen sowie die Gedächtnisleistung. (Dennison, 2010)

C. Hannaford (2001) beschreibt in ihrem Buch "Bewegung das Tor zum Lernen" die Braingym-Methode und ihre Erfahrungen mit dieser. Sie erklärt dass jedes Lernen sensorischer Input, Integration und Assimilation sowie Handeln benötigt. "Brain-Gym fördert jeden dieser Schritte, indem er unser Geist-Körper-System wachrüttelt und in Lernbereitschaft versetzt" (S.136)

Die Autorin nennt viele Beispiele, in denen vielen lernbehinderten Schülern durch Brain-Gym geholfen wurde. Schon nach kurzem Training nach dem Brain-Gym-Prinzip steigerten sich die Leistungen der Kinder. Es wird hervorgehoben, dass auch die Konzentration gesteigert wird, da die Autorin erklärt: "am meisten überraschten die erstaunlichen Verbesserungen in Bezug auf Selbstachtung und Konzentrationsfähigkeit" (S. 138). Auch Forschungen über Brain-Gym berichteten von "sehr bemerkenswerten Erfolgen mit Menschen unterschiedlicher Altersstufen und mit allen möglichen Problemen" (S. 140).

Auch Templeton (1996) hat die Auswirkungen von Brain-Gym-Übungen auf die Lern- und Konzentrationsleistung überprüft. Vor allem hebt er aber hervor, dass die Zufriedenheit der Schüler in der Klasse durch die Bewegungsübungen stark zugenommen hat. Diese erklären ihm, dass sie es lieben die Möglichkeit zu bekommen sich zu bewegen, da es in der Schule sonst nur darum geht ruhig zu sitzen und still zu sein. Nach den Bewegungen konnten sie sich besser konzentrieren und besser lernen. Templeton (1996) hebt also die Brain-Gym-Methode hervor, um mit ihr die Konzentrationsfähigkeit der Schüler zu verbessern.

Auch die „Brainmoves"-Bewegungen wurden auf ähnliche Art entwickelt um das Lernen zu erleichtern. Die Bewegungen sollen Stress abbauen und auch Blockaden lösen, wodurch besser gelernt werden kann. Auch hier handelt es sich um einfache Übungen, die beide Gehirnhälften aktivieren und koordinieren.

Damit man die Übungen sinnvoll in den Unterricht integrieren und die Konzentrationsleistung fördern kann, muss man das Prinzip der Übungen verstehen. Dennison (1997) selbst erklärt in seinem Buch "Brain-Gym Lehrerhandbuch", dass die Bewegungsaufgaben entwickelt wurden, um Schüler zu stimulieren, sie zu entlasten und zu entspannen. Hierfür werden sie in 3 Gruppen aufgeteilt: Lateralitätsapekt, Fokus- und Zentrierungsaspekt. Die Lateralität bezieht sich auf die Geteiltheit des menschlichen Körpers in eine rechte und in eine linke Seite. Um das Gehirn und dessen Zusammenarbeit zu fördern gibt es spezielle Übungen. Diese bestehen aus dem Kreuzen der Mittellinie des Körpers und fördern bilaterale Integration, die Konzentration und das Lernen. Der Fokusaspekt bedeutet, die Beteiligungsmittellinie, welche Hinter- und Vorderhirn trennt, zu kreuzen. Der Fokus teilt den Körper aus der Profilansicht in 2 Teile. Übungen, welche diese Linie überkreuzen fördern die Zusammenarbeit des Vorder- und Hinterhirns. Ohne diese kooperative Aktivität des Gehirns, sind Kinder oft unaufmerksam, hyperaktiv oder sprachlich zurückgeblieben. Das Zentrieren teilt den Körper in einer untere und obere Körperhälfte und fordert eine Überkreuzung dieser. So wird die Zusammenarbeit der oberen und unteren Gehirnfunktionen, also des Großhirns und dem limbischen Systems gefördert. Diese Überkreuzungsübungen helfen die Emotionen auszudrücken und Kampfverhalten zu verhindern.

Alle Überkreuzungsübungen sind also nutzvoll, um das Lernpotential zu steigern und die Fähigkeiten des Kindes zu fördern. Da diese Arbeit sich jedoch auf die Konzentrationsfähigkeit fokussiert, werden auch Übungen zum Lateralitäts- und Fokusaspekt dominieren, da diese die Aufmerksamkeit trainieren.

Eine typische Übung ist die Überkreuzbewegung, bei der man auf der Stelle marschiert und dann abwechseln mit jeder Hand das gegenüberliegende Knie berührt. Es gibt auch viele Variationen wie man die einzelne Körperteile überkreuzen kann. Alle Übungen sind im Anhang aufgelistet und erklärt.

Buchner C. (1998) hebt hervor, dass die Brain-Gym Übungen für Kinder jeder Altersstufe, anfangs zu schwierig sind. Sie schlägt vor, die Übungen schrittweise aufzubauen und am Anfang eine sehr vereinfachte Form der Übung mit den Kindern zu machen. Diese Übung soll dann, wenn die Kinder vertraut mit ihr sind, umgestaltet und langsam komplizierter werden.

Um auf die Übungen vorzubereiten, schlägt sie vor, dass die Kinder üben, sich ohne Vorgaben auf Musik zu bewegen, frei und ohne Anlehnen zu stehen, die Beine richtig hoch zu heben, die Arme zu schwingen und auf der Stelle zu joggen.

Sie erklärt auch, dass es einen Ablauf geben soll, der immer eingehalten werden soll. Bewegungspausen bestehen daraus, die Arbeit zu unterbrechen, dann wird aufgestanden und sich bewegt, um wieder weiter zu arbeiten. Dieser Ablauf sollte mit den Schülern besprochen werden und durch häufige Wiederholung zu einer Selbstverständlichkeit werden.

4 Methodologie

4.1. Testinstrumentarium zur Messung der Konzentration: DK-KE Test

Zur Messung der Konzentrationsleistung in der Schule wird der differentielle Leistungstest - KE (DL-KE) von Kleber (1974) durchgeführt. Der Test soll in der Eingangsstufe der Grundschule die Leistung bei konzentrierter Arbeit erfassen und ist deswegen auch auf Kinder zwischen 5 und 7 Jahren abgestimmt. Der Test soll Aufmerksamkeit, Konzentration und Belastbarkeit bei der Arbeit messen. Kleber schlägt vor diesen Test im Sinne der Vorsorge zu benutzen, um die Konzentrationsleistung der einzelnen Kinder zu messen und das Lehren und Lernen an diese Resultate anzupassen. So kann man individuelle Überlastungen und die damit verbundenen Störungen der Motivation vermeiden. Der Lehrer kann so "Überforderungen minimalisieren". (S.10) Des Weiteren kann der Lehrer seinen Unterricht genauer an die Schüler anpassen und in größerem Maße dem einzelnen Schüler gerecht werden.

Es handelt es sich um einen allgemeinen homogenen Leistungstest der auf der Basis von dem von Bourdon entwickelten Durchstreichtest weiterentwickelt wurde. Durch Beobachtungen während der Anwendung des d2-Tests und des Bourdin-Tests entwickelte Kleber den Test, mit einigen Veränderungen weiter. Im Test werden nicht nur die relevanten, sondern auch die irrelevanten Reize bearbeitet. Er will so den Unbedenklichkeitseffekt der den Testwert verfälschen und Fehlinterpretationen hervorrufen kann, reduzieren. Dies entsteht vor allem, wenn der Proband versucht ans Ende der Zeile zu gelangen bevor der Testleiter zur nächsten Bearbeitungszeile auffordert. Hier werden eine Anzahl von Reizen unbearbeitet übergangen und die Anzahl der bearbeiteten Reize wird stark erhöht obwohl die Fehlerwerte nicht in gleicher Weise ansteigen. Die Unbedenklichkeitseffekte verfälschen das Ergebnis, welches dann unbrauchbar wird. Um dies zu vermeiden haben sich die Autoren des Tests entschieden, die relevanten und die irrelevanten Zeichen zu bearbeiten. So werden die Fehler im gleichen Maße gesteigert wie die Anzahl der bearbeiteten Zeichen.

Durch diese erhöhte Bearbeitung der relevanten und irrelevanten Zeichen wird die motorische Komponente höher in die Leistungswerte mit einfließen. Die feinmotorische Komponente beeinflusst das Resultat jedoch weniger als 15%. Laut Kleber ist diese Varianz noch vertretbar gering, da auch bei anderen Durchstreichtests die Motorik eine Rolle spielt. Hier muss nur beachtet werden, dass die Konzentrationsleistung von Kindern mit schweren motorischen Störungen nicht mit diesem Test messbar ist.

Des Weiteren hat der Autor versucht Reizmaterial zu finden, die der optischen Differenzierungsfähigkeit und der Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder gerecht wird. Hierfür hat er eine Reizserie entwickelt, die aus kleinen Abbildungen besteht, die den Kindern vertraut sind. Die abgebildeten Gegenstände sind so ausgewählt, dass deren Begriffe im Wortschatz der 5 - 7 Jährigen häufig vorkommt.

Auch die Größe der Abbildungen wurde mit Hilfe von Untersuchungen an die Wahrnehmungsfähigkeit der Zielgruppe angepasst, so dass diese die Ergebnisse nicht beeinflusst.

Die Kennzeichnung des Zeitintervalls im Testprotokoll stellt für Kleber ein weiteres Problem dar. Er erklärt, dass diese Schwierigkeit durch eine Vorübung gemeistert werden kann. Er entschied sich nach vielen Untersuchungen für das 90-Sekunden- Intervall und eine daraus schließende Bearbeitungszeit von 15 Minuten. Die subjektive Belastbarkeitsgrenze von 10 Minuten wird überschritten damit Problemfälle mit kürzerer Belastbarkeit erfasst werden können und die Konzentration auf längere Konzentrationsphases getestet werden kann.

Um dies zu kontrollieren, sollte man den Test in kleinen Gruppen von bis zu 6 Kindern durchführen, so dass man als Testleiter einen Überblick behält, ob das Intervallzeichen an die richtige Stelle gesetzt wird. Das Einsetzten mehrerer Testleiter und eines automatischen Intervallzeichengebers entlastet die Arbeit des Testleiters und verringert die Verfälschung der Daten.

Was den Test selbst angeht, ist es wichtig zu wissen, dass ein Testblatt aus insgesamt 140 Items, welche auf einer Seite verteilt sind, besteht. Die Kinder erhalten mehrere solcher Testblätter. Jede Zeile enthält 10 Zeichen. Die Items bestehen aus 21 konkreten und vertrauten Abbildungen als visuelles Reizmaterial, denn Schüler in diesem Alter haben "erhebliche Schwierigkeiten mit abstraktem Material bei gleicher Aufgabenstellung" (S. 18). Hierzu wurden Untersuchungen gemacht, die beweisen, dass Kinder konkrete Abbildung in höherem Maße diskriminieren können als abstrakte Zeichen. Diese optische Differenzierung steigt außerdem wenn es sich um vertrautes Material handelt.

6 dieser 21 Abbildungen (A1, B1, A2, B2, A3, B3) wurden als relevante Zeichen vorgesehen. Da der Test aus 2 verschiedenen Vorlagen, A und B, besteht, ist schon vor der Testdurchführung zu klären, welche Vorlage von den Kindern bearbeitet werden soll. Der Unterschied der beiden Vorlagen liegt in den Abbildungen, welche zu diskriminieren sind. Die Vorlage A beinhaltet einen Baum, einen Stuhl und einen 40 Kamm als relevante Zeichen, wogegen bei der Vorlage B eine Blume, einen Tisch oder eine Bürste als relevant gelten. Der Testleiter entscheidet sich also für die Vorlage A oder B und sucht sich 2 Zeichen passend zu der gewählten Vorlagen aus, welche er als relevant einstuft. Die Position dieser Zeichen ist per Zufall bestimmt und auch die Reihenfolge wurde ausgelost. Jeder relevante Reiz ist gleich häufig auf dem Testbogen abgebildet. Die restlichen Abbildungen sind immer irrelevante Zeichen und wurden auch nach dem Zufallsprinzip in den Test eingesetzt.

Der Testleiter wählt aus den 6 Zeichen 2 Reize als relevant aus. Für die Probanden geht es nun darum, diese beiden Reize von den anderen zu unterscheiden und sie durchzustreichen.

Es entsteht eine dreifach Aufgabenstellung:

1. Alle relevanten Zeichen müssen durchgestrichen werden
2. Alle nicht relevanten Zeichen erhalten einen Punkt
3. Bei einem akustischen Signal ist das Zeichen, das gerade bearbeitet wird, einzukreisen.

Was die Durchführung des Tests angeht, kann man sagen, dass Kleber die Vorbereitung, die Vorgehensweise, die Anweisungen und die Durchführung standardisiert hat.

Um den Test durchzuführen soll man einen ruhig gelegenen, störungsfreien Raum aufsuchen. Hier sollte man 4 bis 6 Einzeltische halbkreisförmig anordnen. Der Raum sollte gut beleuchtet und eine angenehme Temperatur haben.

4 bis 6 Kinder dürfen nun an dem Test teilnehmen und sich an die Einzeltische begeben. Der Testleiter soll die Namen der Kinder in der Reihenfolge in der sie an den Tischen sitzen, notieren. Dies hilft bei der späteren Signierung der Arbeitsblätter. Nun bekommen die Kinder genaue Anweisungen und Erklärungen. Diese Instruktionen dauern ungefähr 10 Minuten.

Damit Konzentration aufgebaut werden kann, sollten die Anweisungen eine Höchstmotivation bei den Kindern erzeugen. Die Testaufgabe wird durch eine allgemein motivierende Geschichte eingeleitet. In der Geschichte handelt es sich um einen Zauberer, der von allen Dingen denen er begegnet, kleine Bilder in sein großes Zauberbuch zaubert. Verschiedene Dinge verzaubert er jedoch. Um später noch zu wissen, was er verzaubert hat, sollen die Kinder ihm helfen, indem sie die Bilder von jedem verzauberten Gegenstand durchstreichen und die anderen Bilder mit einem Punkt versehen. Jeden Abend bevor er das Buch zuklappt, macht er aber auch noch einen Kringel um das letzte Bild. Diesen Inhalt kann frei erzählt werden, jedoch legt Kleber auch eine Form der Geschichte vor:

" Ich will Euch eine kurze Geschichte erzählen von einem großen Zauberer. Er verzauberte viele Dinge, die er unterwegs fand: Bäme und Kämme, Blumen und Besen, manchmal auch noch andere Dinge.

Er hatte ein dickes Buch. In diesem Buch schrieb er alles auf.

In diesem Buch zauberte er von allen Dingen, die ihm begegneten, kleine Bilder. Wenn er sie nicht verzaubert hatte, machte er zu dem kleinen Bild einen Punkt. Wenn er es aber verzaubert hatte, macht er einen Strich durch das kleine Bild. Das sah dann so aus: " (S. 37)

An die Tafel wird nun die Erklärungsreihe zur ausgewählten Vorlage, A oder B, gehangen.

Abb. 4: Relevante Zeichen (Kleber, 1974, S. 37)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nun dürfen auch die Kinder zu Wort kommen und sagen, welche Dinge verzaubert worden sind.

Anschließend folgen die Instruktionen, die wörtlich wiedergegeben werden sollen:

"Ich habe Euch einige Seiten aus dem Buch des Zauberers mitgebracht. Die wollen wir so bearbeiten, wie es der große Zauberer getan hat. Nehmt einen Filzstift und legt ihn auf den Tisch! Jeder bekommt ein Heft mit 4 Blättern mit verschiedenen Bildern darauf.

Zu jedem Bild macht Ihr wie der große Zauberer einen Punkt. Es gibt aber auch 2 verzauberte Zeichen, die bekommen keinen Punkt. Die müssen wir durchstreichen. Damit Ihr sie genau erkennen könnt, sind sie auf der kleinen Karte, die ich Euch jetzt gebe, oben für sich hingemalt." (S. 38)

Da die luxemburgische Sprache in der Schule geläufiger ist als die deutsche, wird die Geschichte auch auf Luxemburgisch erzählt, um Verständnisschwierigkeiten zu vermeiden. Die luxemburgische Übersetzung befindet sich im Anhang (1).

[...]

Ende der Leseprobe aus 224 Seiten

Details

Titel
Bewegung und Konzentration. Wie können Bewegungseinheiten die Konzentration der Kinder fördern?
Hochschule
Université du Luxembourg
Note
1,0
Jahr
2013
Seiten
224
Katalognummer
V964664
ISBN (eBook)
9783346369222
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewegung Konzentration Förderung, Lernen, Konzentrationstest, Bewegungsintegration
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Bewegung und Konzentration. Wie können Bewegungseinheiten die Konzentration der Kinder fördern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/964664

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