Einleitung:
Alltäglich begegnen wir, ohne es stetig wahrzunehmen, in allen Bereichen des Lebens Anzeigen-, Plakat, Fernseh- und Rundfunkwerbung. Unmöglich ist es, uns der Werbung und ihrer Wirkung zu entziehen - als Konsumenten stehen wir zwangsläufig in einer Kommunikation mit den Produzenten.
Seit Mitte der neunziger Jahre ist ein neuer Werbeträger hinzugekommen: Das Internet.
Mit einiger Bestimmtheit wird es das Massenmedium der Zukunft. Die klassischen Massenmedien haben Jahrzehnte für ihre Entwicklung benötigt - das Internet hat diesen Sprung in nur wenigen Jahren geschafft. Als Ernst Litfaß im Jahre 1855 die erste gleichnamige Säule aufstellte, war sie selbst Grund genug, den Menschen ungeteilte Aufmerksamkeit zu entlocken. Heute rund eineinhalb Jahrhunderte später, hat sie einen schweren Stand gegen
Rundfunkgeräte, Fernsehapparate und das Internet. Riesige Zuwachsraten in der Web-Werbung bescheinigen der Werbewirtschaft ein großes Interesse am Internet. Die fundamentale Prämisse für diesen Werbeträger - und hierin unterscheidet er sich in nichts von anderen Werbeträgern - besteht in der Forderung, daß die Werbung auch wahrgenommen werden muß, um wirken zu können.
In einem atemberaubenden Tempo entwickelt sich das Internet zu einem
Massenmedium und schafft einen virtuellen und globalen Wirtschaftsraum. Kein anderes Massenmedium hat in so kurzer Zeit einen so großen Nutzerkreis für sich gewonnen. In den USA beispielsweise brauchte das Radio 38 Jahre, um 50 Millionen
Menschen zu erreichen. Das Fernsehen benötigte 13 Jahre, das Kabelfernsehen zehn Jahre. Um 50 Millionen amerikanische User ins World Wide Web zu lenken, waren nur fünf Jahre nötig.
[...]
Inhaltsverzeichnis
Einleitung:
1 Chancen und Grenzen des Internets
1.1 Vorteile von Online-Werbung:
1.2 Nachteile der Online-Werbung
2 Online-Werbeausgaben:
3 Bannerarten:
3.1 Statische Banner:
3.2 Animierte Baner:
3.3 HTML-Banner:
3.4 Nanosite-Banner:
3.5 Transactive Banner:
3.6 Rich-Media Banner:
3.7 Bannerversteigerung:
4 Sonderwerbeformen:
4.1 Pop Up Windows:
4.2 Textanzeigen / E-mail-Advertising:
4.3 Sponsorships (Buttons/Textlinks):
4.4 Microsites:
4.5 Splash Screens:
4.6 Keyword-Advertising:
5 Interstitials: Funktion und Formate
5.1 Interstitials:
5.2 PopUp-Advertisement:
6 Alternative Werbeformen:
6.1 Comet Cursor:
6.2 Crossmedia:
6.3 OSM Web-Promotion:
6.4 Associate Programm:
7 Die neuesten Trend der Online-Werbung
7.1 Online-Games:
7.2 E-Cards:
8 Kostenabrechnungsmodelle:
8.1 Cost per click:
8.2 Cost per interest:
8.3 Cost per order/download:
8.4 Preise:
9 Targeting:
9.1 Content Targeting:
9.2 Socio-demographic Targeting:
9.3 Psychologic Targeting:
9.4 Techno Targeting:
9.5 Business Targeting:
9.6 Community Targeting:
9.7 One-to-one-Targeting:
10 Reporting:
11 Reichweite:
12 Vermarkter:
13 Hypothesen:
13.1 Weggezappt - weggeclickt!
13.2 Interaktivität - nicht nur Vorteile!
13.4 Die Wissenskluft wächst!
13.5 Werbung und Inhalt
Schluß:
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit analysiert die Situation auf dem Online-Werbemarkt, beleuchtet die verschiedenen Werbeformen sowie deren Kostenmodelle und Zielgruppenansprache, um schließlich Auswirkungen auf die zukünftige gesellschaftliche Sozialisation zu untersuchen.
- Analyse aktueller Online-Werbeformen und deren technische Weiterentwicklung.
- Untersuchung von Kostenabrechnungsmodellen und Reichweitenmessungen.
- Erläuterung verschiedener Targeting-Strategien zur Zielgruppenoptimierung.
- Diskussion über die Auswirkungen von Internetwerbung auf die Nutzer, insbesondere Kinder.
Auszug aus dem Buch
1.1 Vorteile von Online-Werbung:
Globalität: Werbung im Internet ist weltweit abrufbar: Werbung in Funkmedien wie Radio und Fernsehen ist nur zu bestimmten Zeiten und in begrenzter Reichweite schaltbar. In diesem Zusammenhang sprengt das Internet alle Grenzen, da Internetwerbung global-flächendeckend ist, d.h. der Nutzer kann in allen Teilen der Welt erreicht werden.
Zeitfaktor: Rund um die Uhr ist die Werbung für den User verfügbar: Der Faktor Zeit spielt in mehrfacher Weise eine Rolle. Zum einen wird die Berücksichtigung der Zeit unerheblich, da der Nutzer selbst bestimmt, wann er sich ins Netz einklickt. Ein Fernsehspot eines deutschen Unternehmens beispielsweise ist in den USA nur zu bestimmten Zeiten zu sehen. Ferner hat die Werbung im Internet den Vorteil, in Ruhe betrachtet zu werden.
Schnelligkeit: Online-Werbung ist schnell und flexibel: Zugangsberechtigte können von jedem geeigneten Rechner der Welt Daten und Informationen ändern, ergänzen, überarbeiten oder löschen. Dieser Aspekt kann wesentlich zur Aktualität von Werbung im Internet beitragen. Somit können z.B. Produktänderungen oder Neuheiten schnell mitgeteilt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Relevanz des Internets als Werbeträger und Zielsetzung der Arbeit.
1 Chancen und Grenzen des Internets: Gegenüberstellung der Vorteile wie Globalität und Schnelligkeit sowie Nachteilen der Online-Werbung.
2 Online-Werbeausgaben: Analyse des Wachstums des Online-Werbemarktes und dessen Prognose.
3 Bannerarten: Detaillierte Darstellung der verschiedenen Bannerformate und ihrer technologischen Entwicklung.
4 Sonderwerbeformen: Vorstellung alternativer Formate zur Steigerung der Klickraten, wie Pop-ups oder Textanzeigen.
5 Interstitials: Funktion und Formate: Erläuterung der Unterbrecherwerbung und ihrer technischen Umsetzung.
6 Alternative Werbeformen: Untersuchung innovativer Methoden wie Comet Cursor, Crossmedia und Affiliate-Programme.
7 Die neuesten Trend der Online-Werbung: Einblick in aktuelle Entwicklungen wie Online-Games und E-Cards.
8 Kostenabrechnungsmodelle: Beschreibung der Abrechnungsarten wie Cost-per-Click oder Cost-per-Order.
9 Targeting: Analyse verschiedener Strategien zur präzisen Zielgruppenansprache.
10 Reporting: Überblick über Methoden zur Erfolgskontrolle von Online-Kampagnen.
11 Reichweite: Bewertung der Instrumente zur Messung der Werbeeffektivität.
12 Vermarkter: Rolle und Leistungen professioneller Internet-Werbevermarkter.
13 Hypothesen: Darstellung von Thesen zu Auswirkungen der Internetwerbung, etwa hinsichtlich der Medienkompetenz und Wissenskluft.
Schluß: Zusammenfassendes Fazit zur zukünftigen Rolle des Internets im Marketing-Mix.
Schlüsselwörter
Online-Werbung, Banner-Werbung, Internet, Targeting, Reichweite, Mediaplanung, Interaktivität, Werbeformen, Kostenabrechnung, Online-Marketing, Sozialisation, Werbewirkung, E-Commerce, Reporting, Medienkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation des Online-Werbemarktes, analysiert bestehende Werbeformen und deren Wirksamkeit und leitet daraus Hypothesen über die zukünftige gesellschaftliche Bedeutung ab.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die technischen Spezifikationen von Bannerwerbung, innovative Sonderwerbeformen, ökonomische Abrechnungsmodelle sowie die gezielte Nutzeransprache durch Targeting-Strategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Online-Werbung darzustellen und die Auswirkungen dieser Werbepraxis auf das Verhalten und die Sozialisation der Internetnutzer kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des aktuellen Werbemarktes, greift auf statistische Erhebungen sowie Studien (z.B. BBI Banner-Brand-Impact Studie) zurück und bewertet diese durch qualitative Hypothesenbildung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den verschiedenen Werbeformaten und Abrechnungsmodellen auch die Methoden zur Zielgruppenbestimmung, die Reichweitenmessung und die Rolle der Vermarkter eingehend analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Online-Werbung, Targeting, Interaktivität, Werbewirkung und digitale Sozialisation charakterisieren.
Was besagt die Hypothese zur Wissenskluft?
Die Arbeit prognostiziert, dass sich durch die wirtschaftlichen und technischen Anforderungen der Internetnutzung eine Wissenskluft zwischen bildungsstarken, informationsoffenen Nutzern und einer eher unterhaltungsorientierten Nutzerschaft vertiefen wird.
Wie bewertet die Autorin die Wirkung von Interaktivität?
Die Autorin hebt hervor, dass Interaktivität einerseits Vorteile bietet, andererseits aber auch zu Orientierungslosigkeit in Datenmassen führen kann und das Risiko birgt, zur Sucht oder zur Vereinsamung bei Kindern beizutragen.
- Arbeit zitieren
- Sarah Gastreich (Autor:in), 1999, Online-Werbung und ihre Auswirkungen auf die Sozialisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/964