Die Arbeit behandelt die Definition von Lern- und Leistungsmotivation sowie Motivationsprobleme in der Sekundarstufe I. Diese werden erörtert und klar gemacht, weshalb eine Förderung im Bereich der Motivation in der SEK I nötig ist. Dazu werden verschiedene Studien herangezogen.
Gerade durch Einflüsse wie Pubertät, wechselnde Peergroups und neue Herausforderungen wird es immer wichtiger, die Motivation im Hinblick auf die Zukunft der SuS nicht aus den Augen zu verlieren, da Motivation sowohl in Schule, Berufs- als auch Privatleben eine wichtige Rolle für die eigene Entwicklung und eigenen Entscheidungen spielt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Motivation
2.1 Lernmotivation
2.2 Leistungsmotivation
3. Motivationsprobleme in der Sekundarstufe I
3.1 Gründe einer nötigen Förderung im Bereich der Motivation in der SEK I
3.2 Fördermöglichkeiten von (Lern- und Leistungs-) Motivation in der SEK I
3.2.1 Studie 1 - Chwallek
3.2.2 Studie 2 - Fischer
3.2.3 Studie 3 - Dickhäuser
3.2.4 Reflexion der Studien
4. Fazit
4.1 Zusammenfassung & Schlussfolgerung
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten der Motivationsförderung bei Schülern in der Sekundarstufe I, um schulischen Leistungsproblemen und mangelnder Lernmotivation präventiv oder intervenierend entgegenzuwirken. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche Fördermöglichkeiten existieren und inwieweit diese durch Lehrkräfte effektiv im Unterricht umgesetzt werden können.
- Theoretische Grundlagen der Lern- und Leistungsmotivation
- Ursachen für Motivationsstörungen und Leistungsdruck bei Jugendlichen
- Empirische Analyse verschiedener Interventionsstudien zur Motivationsförderung
- Rolle der Lehrer-Schüler-Beziehung und des sozialen Klassenklimas
- Bedeutung der individuellen Förderung und Selbstreflexion für den Lernerfolg
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Reflexion der Studien
Es fällt auf, dass in den Studien Chwallek und Fischer die LuL vorher eine Fortbildungsmaßnahme besucht haben, um das Motivationsverhalten der SuS zu verbessern. Gerade bei Chwallek (Chwallek, 2015) sollen die LuL Risikofaktoren, die motivationshemmend sind erkennen und vermeiden, ebenso wie bei Fischer (Fischer, 2007), wo die LuL die Motivation langfristig verbessern sollten. Es ging nicht um eine kurze Intervention, die Studien hatten langfristige Ziele.
Es wird in beiden Fällen davon ausgegangen, dass die LuL für die Motivationsförderung zuständig sind. Auch in der dritten Studie bewerten die SuS die Lehrkräfte, inwieweit diese die Klasse durch das eigene Handeln beeinflussen. Die LuL müssen dementsprechend in der Lage sein, die Interessen der SuS zu lenken und diese durch ihre Lerninhalte anzusprechen. Die SuS müssen den Wert der Inhalte erkennen, um zukünftig ohne Hilfestellungen oder Reize diese aus Eigeninteresse aufzunehmen (vgl. Schuhmann, 2010, S.92). Hier wird im Idealfall die Lernmotivation aktiviert, da die SuS neue Inhalte mit Neugier angehen sollen (vgl. Schlag, 2009, S.20).
Problematisch wird hier die Tatsache, dass oft nicht das Eigeninteresse, sondern der gesellschaftliche Druck und die Angst im Vordergrund stehen (vgl. Keller, 2011, S.23) – die LuL dürfen keinen Druck ausüben und individuell handeln. Wichtig zu wissen wäre, ob die LuL in den verschiedenen Studien innerhalb ihrer Gruppen homogen gearbeitet haben, was sich aufgrund der verschiedenen Lehrerpersönlichkeiten als schwierig erachten lässt. Wenn die LuL die Inhalte aus ihrer Fortbildung an Kollegen weitergeben und diese möglicherweise eigeninterpretieren kann es zu Schwierigkeiten in der Anwendung kommen und dadurch eventuell zu einem Misslingen der Motivationsförderung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Motivationsförderung in der Sekundarstufe I ein und definiert das Ziel, verschiedene Ansätze zur Unterstützung von Schülern zu untersuchen.
2. Definition Motivation: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Lern- und Leistungsmotivation unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Definitionen sowie der Selbstbestimmungstheorie dargelegt.
2.1 Lernmotivation: Dieser Abschnitt erläutert die Besonderheiten und Einflussfaktoren der Lernmotivation, insbesondere die Bedeutung von Neugier und sozialer Anerkennung.
2.2 Leistungsmotivation: Hier wird der Fokus auf leistungsorientiertes Handeln, extrinsische Anreize wie Noten und den Einfluss der Lehrkraft auf das Leistungsselbstkonzept gelegt.
3. Motivationsprobleme in der Sekundarstufe I: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmenden Motivationsstörungen bei Jugendlichen und die damit verbundenen gesellschaftlichen sowie individuellen Herausforderungen.
3.1 Gründe einer nötigen Förderung im Bereich der Motivation in der SEK I: Der Abschnitt beleuchtet Ursachen für Motivationsprobleme, wie etwa Stresserleben durch Reizüberflutung und den Bedarf an individueller Förderung ohne Leistungsdruck.
3.2 Fördermöglichkeiten von (Lern- und Leistungs-) Motivation in der SEK I: Hier werden gängige methodische Ansätze zur Motivationsförderung vorgestellt, darunter Binnendifferenzierung und das Selbstbewertungsmodell nach Heckhausen.
3.2.1 Studie 1 - Chwallek: Zusammenfassung der Interventionsstudie des FOSIS2-Projekts, welche die Auswirkungen modifizierten Unterrichtsverhaltens auf Stress und Motivation untersuchte.
3.2.2 Studie 2 - Fischer: Analyse eines Fortbildungsprogramms für Mathematiklehrkräfte zur langfristigen Verbesserung der Schülermotivation durch Selbstmanagement-Methoden.
3.2.3 Studie 3 - Dickhäuser: Untersuchung zur Bedeutung der temporalen versus sozialen Bezugsnormorientierung bei der Leistungsbewertung und deren Auswirkungen auf das Selbstkonzept von Schülern.
3.2.4 Reflexion der Studien: Kritische Auseinandersetzung mit den vorgestellten Studien, wobei die Herausforderungen der praktischen Umsetzung und der Lehrerfortbildung diskutiert werden.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit individueller, fachspezifischer Förderung und positiver Lehrer-Schüler-Beziehungen.
4.1 Zusammenfassung & Schlussfolgerung: Dieser Teil integriert die Ergebnisse und unterstreicht die Bedeutung eines angstfreien Lernumfelds, das sowohl von Schule als auch Elternhaus gestützt wird.
4.2 Ausblick: Der Ausblick fordert weitere Forschung und kontinuierliche Weiterbildung für Lehrkräfte, um die motivationalen Kompetenzen von Schülern nachhaltig zu stärken.
Schlüsselwörter
Motivation, Lernmotivation, Leistungsmotivation, Sekundarstufe I, Motivationsförderung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Selbstkonzept, Interventionsstudie, Bezugsnormorientierung, Selbstbestimmungstheorie, Stresserleben, Schulerfolg, Bildungsforschung, Selbstreflexion, Unterrichtsqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse von Fördermöglichkeiten der Lern- und Leistungsmotivation bei Schülern in der Sekundarstufe I.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Motivation, die Ursachen für Motivationsprobleme im Schulalltag sowie konkrete Interventionsmöglichkeiten für Lehrkräfte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Strategien und eine positive Beziehungsgestaltung die Motivation von Schülern fördern können, um deren Schulerfolg und Wohlbefinden zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die kritische Reflexion empirischer Interventionsstudien zur Motivationsförderung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Motivationsproblemen sowie die Vorstellung und kritische Würdigung spezifischer Forschungsstudien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Motivationsförderung, Lernmotivation, Bezugsnormorientierung, Lehrer-Schüler-Beziehung und Selbstkonzept geprägt.
Welche Rolle spielt die Bezugsnormorientierung bei der Motivationsförderung?
Wie in der Studie von Dickhäuser gezeigt, ist eine temporale Bezugsnormorientierung förderlich für die motivationale Entwicklung, während eine starke soziale Bezugsnormorientierung besonders schwache Schüler demotivieren kann.
Warum wird die Lehrerfortbildung als kritischer Faktor genannt?
Die Reflexion der Studien zeigt, dass Lehrkräfte zwar neue Methoden erlernen, die Umsetzung im Schulalltag jedoch häufig an Zeitmangel, individuellen Unterschieden oder mangelnder Konsistenz in der Anwendung scheitert.
Wie sollte laut Autor das Elternhaus zur Motivation beitragen?
Das Elternhaus sollte einen Druckaufbau beim Lernen vermeiden und stattdessen ein stützendes Umfeld bieten, das die Interessen der Schüler fördert und ihr Bedürfnis nach Autonomie und sozialer Eingebundenheit respektiert.
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- Anonym (Author), 2019, Wie fördert man Motivation in der Sekundarstufe I?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/965850