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Individuum und Staat im dystopischen Jugendroman "Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry

Title: Individuum und Staat im dystopischen Jugendroman "Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Irina Schrempf (Author)

Literature - Comparative Literature
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit zeigt einen kurzen Überblick über das literarische Genre der Dystopie und untersucht den Roman „Hüter der Erinnerung“ auf verschiedene dystopische Merkmale. Im ersten Teil der Arbeit sollen zuerst die Begriffe für den weiteren Verlauf näher erläutert werden, dabei folgt erst eine Klärung des Utopiebegriffes. Anschließend gibt die Arbeit einen kurzen Einblick in die Geschichte der Dystopie. Hier werden drei Ursachen genannt, welche zu dem Wandel der Utopie in ihr negatives Gegenbild führten. Darauf folgt eine kurze Erklärung des Dystopiebegriffes und dessen Einordnung in die Kinder- und Jugendliteratur. Im zweiten Teil werden zuerst charakteristische Besonderheiten des dystopischen Romans herausgestellt. Dazu gehören Strukturmerkmale der klassischen Dystopien, aber auch Narrative der neuen dystopischen Romane. Diese sollen im weiteren Verlauf mit den Gegebenheiten in der „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry verglichen werden. Dabei wird ein Augenmerk auf das Verhältnis zwischen Individuum und Staat gesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wandel der Utopie zur Dystopie

2.1 Der Begriff der Utopie

2.2 Geschichte und Einordnung des Dystopiebegriffes

2.2.1 Geschichte der Dystopie

2.2.2 Der Dystopiebegriff und seine Einordnung in die KJL

3. Strukturmerkmale des dystopischen Romans

4. Dystopische Elemente in „Hüter der Erinnerung“

4.1 Das Verhältnis von Individuum und Staat

4.2 Widerstand eines Einzelnen

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das literarische Genre der Dystopie unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Individuum und Staat anhand des Romans „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry. Dabei wird analysiert, wie typische dystopische Strukturmerkmale in der Erzählung implementiert sind und welche Entwicklung der Protagonist im Rahmen seines Adoleszenzprozesses durchläuft.

  • Grundlagen des Utopie- und Dystopiebegriffs
  • Strukturmerkmale dystopischer Romane
  • Machtverhältnisse zwischen Staat und Individuum
  • Prozesse des Widerstands und der Rebellion
  • Adoleszenz und Sozialisation im dystopischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Verhältnis von Individuum und Staat

Im folgenden Kapitel soll das Verhältnis von Individuum und Staat in der „Hüter der Erinnerung“ aufgezeigt werden.

Der Staat oder hier das Komitee der Ältesten hat völlige Macht über die Bewohner. Das Komitee bewacht alle Bereiche mit Kameras und Abhöranlagen und durch Lautsprecher werden Informationen weitergegeben. Bei dieser Überwachung wird überprüft, ob die Regeln eingehalten werden.

Außerdem soll es dazu dienen, den Kindern die richtigen Berufe zuzuordnen: „Deshalb beobachten wir alle Kandidaten auch während der Ausbildung, um notfalls korrigierend eingreifen zu können“ (S.87). Das Komitee distanziert sich mit den Lausprechern von den Bewohnern. Im Buch wird oft nur von der „Stimme“ gesprochen („Die Stimme kam durch die kleine Sprechanlage über den Summer“ S. 103).

Die Regeln spielen bei der Gemeinschaft eine große Rolle, es gibt sogar ein „Buch der Regeln“ (S.54). Es gibt „Regeln der Höflichkeit“ (S.97) und der ganze Tag wird „reglementiert“ (S.40). Außerdem hat in allen Lebenslagen das Komitee der Ältesten Mitspracherecht. So werden „Entscheidungen [,] wie das Zusammenbringen von Ehepartner, die Namensgebung, die Zuteilung der Säuglinge und der zukünftigen Berufe“ (S.71), von dem Komitee getätigt. In diesem geordneten Leben darf es zu keiner Abweichung kommen, daher werden Fehltritte bestraft. Sowohl Kinder und Alte werden mit einer „Rute“ (S.78) bestraft, bei schwerwiegenden Fehlern werden die Bewohner „freigegeben“ (S. 9). Zuerst ist es Jonas nicht klar, was dieses Freigeben bedeutet und er erzählt davon, dass er es auch ganz unbekümmert benutzt (vgl. S. 9). Er ist entsetzt, als der Geber ihm später zeigt, wie Jonas’ Vater ein Kind tötet (vgl. S.206 – 208).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der modernen Dystopien ein und legt das Ziel der Arbeit fest, den Roman „Hüter der Erinnerung“ auf verschiedene dystopische Merkmale hin zu untersuchen.

2. Der Wandel der Utopie zur Dystopie: Das Kapitel definiert den Utopiebegriff, skizziert die historische Entwicklung zur Dystopie und grenzt den Begriff innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur ab.

3. Strukturmerkmale des dystopischen Romans: Hier werden die zentralen theoretischen Merkmale wie Isolation, Kollektivismus, Konformität und Statik vorgestellt, die als Analyseinstrumente für den Roman dienen.

4. Dystopische Elemente in „Hüter der Erinnerung“: In diesem Kapitel werden die theoretischen Merkmale auf den Roman angewendet, wobei das staatliche Überwachungssystem und die Entwicklung des Protagonisten Jonas im Fokus stehen.

5. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Analyseergebnisse und bestätigt, dass der Roman aufgrund seiner Thematisierung von Überwachung und Gleichheit als klassische Dystopie für die didaktische Analyse geeignet ist.

Schlüsselwörter

Dystopie, Utopie, Hüter der Erinnerung, Lois Lowry, Individuum und Staat, Konformität, Kollektivismus, Adoleszenz, Literaturanalyse, Kinder- und Jugendliteratur, Überwachungsstaat, Gesellschaftskritik, Rebellion, Normensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Genre der dystopischen Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel des Romans „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Machtverhältnisse zwischen dem Staat (dem Komitee der Ältesten) und dem Individuum, die Bedeutung von Konformität sowie die Entwicklung des Protagonisten Jonas.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie dystopische Strukturmerkmale im Roman angewendet werden und wie der Protagonist von einem angepassten Bewohner zu einem Rebellen reift.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Definitionen (wie die von Stephan Meyer) auf den Primärtext anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Dystopiebegriff und eine praktische Analyse der dystopischen Elemente im gewählten Roman.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dystopie, Individualität, staatliche Überwachung, Konformität, Adoleszenz und Widerstand.

Welche Rolle spielt das „Freigeben“ im Roman?

Das „Freigeben“ ist eine drastische staatliche Maßnahme zur Bestrafung oder Tötung von Bewohnern, deren Aufdeckung ein Schlüsselmoment für die Rebellion des Protagonisten darstellt.

Warum wird der Roman als für Jugendliche geschrieben eingestuft?

Die Einordnung ergibt sich aus der Thematisierung eines Adoleszenzprozesses, den der elfjährige Protagonist durchläuft, während er sich von der Kontrolle durch die Ältesten emanzipiert.

Wie steht es um die Isolation der dargestellten Gemeinschaft?

Obwohl die Gemeinschaft durch Regeln und Überwachung stark von außen abgeschottet wirkt, ist sie nicht autark, da sie von außen ernährt wird und ein begrenzter Austausch mit anderen Regionen stattfindet.

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Details

Title
Individuum und Staat im dystopischen Jugendroman "Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Irina Schrempf (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V966106
ISBN (eBook)
9783346314710
ISBN (Book)
9783346314727
Language
German
Tags
individuum staat jugendroman hüter erinnerung lois lowry
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irina Schrempf (Author), 2019, Individuum und Staat im dystopischen Jugendroman "Hüter der Erinnerung" von Lois Lowry, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/966106
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