Die Selbstfinanzierung als Form der Innenfinanzierung


Ausarbeitung, 2000

15 Seiten, Note: 1


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Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen

2. Die Innenfinanzierung
2.1 Die Selbstfinanzierung
2.1.1 Die offene Selbstfinanzierung
2.1.2 Die stille Selbstfinanzierung
2.2 Beurteilung der Selbstfinanzierung

3. Beispiele

4. Literaturverzeichnis

1. Grundlagen

In der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre klaffen die Meinungen über den Finanzierungsbegriff weit auseinander. Der Begriff Finanzierung hat sich im Laufe der Zeit von einem relativ eng gefaßten Begriff bis zu einem sehr umfassenden Finanzierungsbegriff, wie er heute in der neueren Literatur und in der Praxis Anwendung findet, weiterentwickelt. Zunächst verstand man unter Finanzierung im engsten Sinne die Kapitalbeschaffung durch Ausgabe von Wertpapieren. Schließlich erweiterte sich der Finanzierungsbegriff auf Kapitalrückzahlung (Zins- und Dividendenzahlungen) und Kapitalumschichtung (Kapitalstruktur: Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital). Heute bedeutet Finanzierung darüber hinaus auch die Gestaltung aktueller und potentieller Zahlungsströme zur Deckung des Kapitalbedarfes der Unternehmung.1 Finanzierung umfaßt somit alle Maßnahmen, die der Versorgung eines Unternehmens mit Kapital sowie dessen optimaler Strukturierung dienen. Um an dieser Stelle ein Bild zu verwenden, in dem die betriebliche Wertschöpfung durch ein Fahrzeug symbolisiert wird, so läßt sich der Bedeutungswandel der Finanzierungstheorie wie folgt illustrieren: Zu Gutenbergs Zeiten wurden Finanzmanager in der Rolle eines Tankwarts gesehen, der das betriebliche Fahrzeug mit der benötigten Liquidität versorgt. Aus heutiger Perspektive haben Finanzmanager die Tankwartsmütze mit der Chauffeursmütze vertauscht. Sie haben die Aufgabe der Steuerung und der Kontrolle des betrieblichen Wertschöpfungsprozesses übernommen und halten damit - um im Bilde zu bleiben - das Steuer in der Hand.2

Finanzierungsbegriff und Investitionsbegriff sind eng miteinander verflochten, weil jede Investition finanziert werden muß.3 Investitionsentscheidungen, die häufig aufgrund von Marktveränderungen und den dadurch notwendigen Reaktionen des Unternehmens getroffen werden müssen, hängen auch von der Finanzierbarkeit ab. Unter Investition versteht man die Umwandlung von Kapital in Vermögen.

Das in dieser Arbeit behandelte Thema der Unternehmensfinanzierung ist allerdings nur ein kleiner Teil der gesamten Finanzwirtschaft, wie aus folgender Abbildung auch zu entnehmen ist:

Abbildung 1

(Quelle: Krahnen (1998), S. 3)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Bereich der Finanzierung kann nun eine Einteilung4 nach Kapitalherkunft getroffen werden, wobei man zwischen Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung unterscheidet (siehe Abbildung 2). Werden die Mittel im Unternehmen selbst im Rahmen des betrieblichen Umsatzprozesses erwirtschaftet bzw. freigesetzt, handelt es sich um lnnenfinanzierung. Erfolgt die Innenfinanzierung aus einbehaltenen Gewinnen, liegt Selbstfinanzierung vor. Werden finanzielle Mittel durch eine Vermögensumschichtung (Aktivtausch) freigesetzt, spricht man von Umschichtungsfinanzierung. Spezielle Formen der Innenfinanzierung repräsentieren die Finanzierung aus Abschreibungen und Rückstellungen. Stammen die finanziellen Mittel von außen, also vom Kapitalmarkt, erfolgt eine Außenfinanzierung, unabhängig davon, ob der Zufluß aus Eigen- oder Fremdkapital besteht. Nach der Kapitalhaftung bzw. der Rechtstellung der Kapitalgeber unterscheidet man Eigen- und Fremdfinanzierung. Werden die finanziellen Mittel von den bisherigen oder neu hinzutretenden Eigentümern aufgebracht, liegt Eigenfinanzierung in Form der Beteiligungsfinanzierung oder Einlagenfinanzierung vor. Entscheidenden Einfluß auf die

Kapitalaufbringung übt die Rechtsform der Unternehmung aus, da gesetzliche Vorschriften die Rechte der Gesellschafter und den Zugang zum Kapitalmarkt bestimmen. Eine andere Form der Eigenfinanzierung ergibt sich, wenn die Gesellschafter auf die Entnahme der ihnen zustehenden Gewinnanteile verzichten und sie dem Unternehmen zu Finanzierungszwecken zur Verfügung stellen (Innenfinanzierung bzw. Selbstfinanzierung). Fremdfinanzierung tritt ein, wenn die Kapitalgeber eine Gläubigerposition gegenüber der Unternehmung einnehmen (Kreditfinanzierung).

Nimmt man die Dauer der Finanzierung als weiteres Einteilungskriterium, so lassen sich kurzfristige, mittelfristige und langfristige Finanzierungsarten unterscheiden. Eine kurzfristige Finanzierung liegt bei einer Laufzeit bis zu einem Jahr vor, bei mittelfristiger Finanzierung beträgt die Laufzeit ein bis vier Jahre. Bei Laufzeiten von über vier Jahren, spricht man von langfristiger Finanzierung.

Nach der Häufigkeit der Finanzierung unterteilt man in laufend, immer wiederkehrende Finanzierungen und einmalige, zu besonderen Anlässen notwendige Finanzierungen wie beispielsweise Gründungs-, Sanierungs-, Fusionsfinanzierungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2

(Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an Swoboda (1994), S. 9)

Der nächste Teil dieser Arbeit befaßt sich mit der Innenfinanzierung, wobei das Hauptaugenmerk auf die Selbstfinanzierung gelegt wird.

2. Die Innenfinanzierung

Die Innenfinanzierung wird vom Unternehmen aus eigener Kraft vorgenommen und erfolgt durch betriebliche Desinvestition.5 Bei der Innenfinanzierung beschafft sich die Unternehmung aus eigenen Quellen Geld. Neben den finanziellen Mitteln, die über einbehaltene Gewinne im Unternehmen verbleiben, sind das in der Hauptsache Finanzierungen aus Abschreibungen und Rückstellungen.6 Geld verschaffen aber auch Finanzierungseffekte, die durch einfache Freisetzung von Vermögensteilen (Aktiva) erfolgen, entweder aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen oder durch die Veräußerung nicht notwendigen Vermögens (z. B. Grundstücke).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3

(Quelle: Olfert (1997), S. 317)

Die Finanzierung aus zurückbehaltenen Gewinnen, aus Abschreibungsgegenwerten, durch Rationalisierung und durch Vermögensumschichtung werden unter dem Begriff der Eigenfinanzierung zusammengefaßt, wobei dies durchaus kritisch zu hinterfragen ist, da eine eindeutige Zuordnung - zum Beispiel bei der Vermögensumschichtung - sehr schwierig ist.7

Die Obergrenze der Innenfinanzierung wird dabei immer durch die Differenz von Einzahlungen und Auszahlungen determiniert,8 wobei das Volumen der Innenfinanzierung einer Periode als Summe aller baren Umsatzerlöse, die weder in derselben Periode zur Deckung von betrieblichen Auszahlungsverpflichtungen verwendet noch ausgeschüttet oder entnommen werden, zu sehen.9

2.1 Die Selbstfinanzierung

Selbstfinanzierung umschreibt die Finanzierung aus einbehaltenen Gewinnen.10 Die Eigenkapitalgeber verzichten darauf, den Gewinn ganz oder teilweise zu entnehmen bzw. sich ausschütten zu lassen.11 Das Volumen der Selbstfinanzierung hängt von der Höhe des erwirtschafteten Gewinnes ab. Da zur Selbstfinanzierung nur einbehaltene Gewinne zur Verfügung stehen, bestimmt auch die Ausschüttungspolitik die Höhe der Selbstfinanzierung.

Grundsätzlich lassen sich zwei Formen der Selbstfinanzierung unterscheiden:

1. Die offene Selbstfinanzierung
2. Die stille Selbstfinanzierung

2.1.1 Die offene Selbstfinanzierung

Bei der offenen Selbstfinanzierung steigt das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital durch Einbehaltung ausgewiesener Gewinne12, die zwar versteuert, aber teilweise oder insgesamt nicht ausgeschüttet werden.13

Der Gegenwert des nicht ausgeschütteten Gewinnes befindet sich in Positionen der Aktivseite der Bilanz, zum Beispiel:

- als Guthaben, wenn die finanziellen Mittel noch keine Verwendung gefunden haben
- als Anlagevermögen oder Vorräte, wenn mit den finanziellen Mitteln bereits Investitionen getätigt worden sind

Die Höhe der Selbstfinanzierung ist selbstverständlich auch von der Rechtsform abhängig, denn teilweise besteht sogar ein gesetzlicher Zwang zur Bildung von Rücklagen durch Gewinneinbehaltung:14

Einzelgesellschaft:

Hier besteht kein Unterschied zwischen Beteiligungs- und Selbstfinanzierung, denn es ist irrelevant, ob Gewinn einbehalten oder zunächst entnommen und wieder eingebracht wird, da der Einzelunternehmer mit seinem betrieblichen wie privaten Vermögen haftet.

OHG:

Für die vollhaftenden Gesellschafter gilt selbes wie für den Einzelunternehmer. Darüber hinaus ist jeder Gesellschafter befugt 4 % (oder den im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Prozentsatz) des für das letzte Geschäftsjahr festgestellten Kapitalanteils zu entnehmen.

KG:

Für die Komplementäre gilt selbes wie für die Gesellschafter der OHG, und aufgrund der Tatsache, daß Kommanditisten meist nur Kontrollrechte haben, entscheiden die Komplementäre über die Höhe der Ausschüttung.

AG:

Die Aktiengesellschaften sind gezwungen, 5 % des Jahresüberschusses einer gesetzlichen Rücklage zuzuweisen, bis diese mindestens 10 % des Grundkapitals erreicht hat. Weiters darf die AG maximal die Hälfte des Jahresüberschusses in eine freie Rücklage einlegen.

GesmbH:15

Die Gesellschafter der GesmbH haben Anspruch auf den Reingewinn im Verhältnis ihrer Geschäftsanteile. Den Gesellschaftern steht demzufolge kein Anspruch auf den gesamten erzielten Gewinn zu, sondern nur auf einen Teil. Wie hoch dieser Teil ist, hängt von der Feststellung der Bilanz ab.

Generell läßt sich zur offenen Selbstfinanzierung von Publikumsgesellschaften sagen, daß diese sich durch folgende Gewinnpolitik auszeichnen:

- relativ konstante Dividendenzahlung über mehrere Jahre, unabhängig von der konkreten Gewinnsituation

- relativ gleichmäßige Zuführung zur offenen Selbstfinanzierung zur Sicherung von Kreditwürdigkeit und Beteiligungswürdigkeit, verbunden mit einer positiven Publizitätswirkung

- Verstecken von Gewinnspitzen in der stillen Selbstfinanzierung, um zinslose Steuerkredite in Anspruch zu nehmen und das tatsächliche gesamte Selbstfinanzierungsvolumen der Periode ohne Einfluß der Aktionäre aufzustocken mit dem Ziel der Rentabilitätssteigerungen16

2.1.2 Die stille Selbstfinanzierung

Die Bildung stiller Reserven17 verhindert den Ausweis von Gewinnanteilen18 und damit
deren Ausschüttung bzw. Entnahme. Für das Unternehmen ergibt sich der Vorteil, daß der
steuerpflichtige Gewinn der Periode vermindert wird und der nicht ausgewiesene Gewinn erst bei der Auflösung der stillen Reserven in Erscheinung tritt. Das Unternehmen hat den Vorteil der Steuerstundung und verfügt somit über einen zinslosen Kredit in Höhe des zu zahlenden Steuerbetrages.19 Außerdem verbessert sich die Liquidität bis zur Steuerzahlung. Stille Reserven, die Eigenkapital darstellen, können bei der Aufstellung der Bilanz durch Ausnutzung der Bilanzierungswahlrechte bzw. durch Bilanzierungsvorschriften20 entstehen:

- Unterbewertung von Vermögensgegenständen. Für das abnutzbare Anlagevermögen gilt das "gemilderte Niederstwertprinzip". Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilden die Bewertungsobergrenze. Ein zum Bilanzstichtag eventuell geringerer Marktwert kann jedoch angesetzt werden. Liegt der Marktwert über den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, entsteht eine stille Reserve, weil zu Anschaffungs- bzw. Herstellungswert bilanziert werden muß. Ist der Marktwert zum Bilanzstichtag niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, so darf der geringere Marktwert angesetzt werden. Steigt der Marktwert wieder über den bilanzierten Wert hinaus, darf der niedrigere Wertansatz beibehalten werden. Wird das Beibehaltungswahlrecht genutzt, entsteht eine stille Reserve.

- Überbewertung von Rückstellungen. Der Bilanzposten Rückstellungen wird aus

Gründen der Vorsicht für ungewisse Zahlungen gebildet. Es sollen Rückstellungen in Höhe des Betrages angesetzt werden, der "nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung" notwendig ist. Rückstellungen sind meist überhöht und enthalten stille Reserven.

- Überbewertung von Schulden
- Unterbewertung von Vermögensgegenständen, wenn die steuerrechtlich zulässigen

Abschreibungen die realen Wertminderungen übersteigen.

- Nichtaktivierung aktivierungsfähiger Wirtschaftsgüter. Für sogenannte geringwertige

Wirtschaftsgüter (Anschaffungswert bis 5000 öS) existiert ein Bilanzierungswahlrecht, d. h. sie können bilanziert oder im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden. Werden geringwertige Wirtschaftsgüter nicht in die Bilanz aufgenommen, entstehen stille Reserven.21

Der stillen Selbstfinanzierung sind gesetzliche Grenzen gesetzt. Diese bestehen in den gesetzlich festgelegten Bewertungsspielräumen.

2.2 Beurteilung der Selbstfinanzierung

Aufgrund der Tatsache, daß Einzelunternehmen und Personengesellschaften keinen Zugang zum organisierten Kapitalmarkt haben, stellt die Selbstfinanzierung eine Notwendigkeit dar.22

Vorteile der Selbstfinanzierung:

- Beschaffung der finanziellen Mittel ist kostengünstig
- Verwendung der finanziellen Mittel ist kostengünstig
- Rückzahlungsverpflichtungen müssen nicht erfüllt werden
- Sicherheiten müssen nicht gestellt werden
- Vorschriften für den Einsatz der finanziellen Mittel sind nicht zu beachten
- Kreditfähigkeit des Unternehmens wird erhöht
- Eigenkapitalbildung des Unternehmens kann progressiv erfolgen
- Zinsgewinne sind durch Steuerverschiebung möglich
- Herrschaftsverhältnisse verändern sich nicht notwendigerweise
- Führt zu einer niedrigeren Preisuntergrenze, da Eigenkapitalzinsen kalkulatorisch in ertragsschwachen Jahren entfallen können

Nachteile der Selbstfinanzierung:

- Fehlinvestitionen als Folge der Unabhängigkeiten, wie sie als Vorteile beschrieben worden sind, sind möglich, da Entscheidungen subjektiv oder zu wenig fundiert getroffen werden
- Gewinnmanipulationen können im Rahmen der stillen Selbstfinanzierung vorgenommen werden, wodurch eine Täuschung von Kapitalgebern und Öffentlichkeit erfolgen kann
- Rentabilitätsverschleierung, da das ausgewiesene Eigenkapital Berechnungsgrundlage ist, tatsächlich aber zu einem bestimmten Erfolg wesentlich mehr Eigenmittel benötigt wurden
- Kursveränderungen können sich als Folge von Selbstfinanzierungsmaßnahmen ergeben, wodurch die Lage des Unternehmens falsch beurteilt werden kann23

Weiters ist zu hinterfragen, ob eine Einbehaltung von Gewinnen nicht kontraproduktiv ist, da ausgeschüttete Gewinne eventuell mit weit höherer Rendite angelegt werden könnten24. In diesem Sinne äußert sich auch schon Gutenberg, wenn er folgert: „..., daß hohe Gewinnausschüttungen und Retransferierungen der Gewinne von den Kapitalmärkten in die Gesellschaften zu weniger Fehlinvestitionen und Kapitalfehlleitungen führen werden als niedrigere Gewinnausschüttungen.“25

3. Beispiele

Offene Selbstfinanzierung bei einer Kapitalgesellschaft:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zuweisung des gesamten Gewinns an die freie Rücklage - keine Ausschüttung, daher keine weitere Besteuerung.

Gesamtsteuerbelastung: 34 % (=KöSt)

Offene Selbstfinanzierung: 990.000,--

Die Selbstfinanzierung als Form der Innenfinanzierung - 11 -

b) Ausschüttung von 50 % des Gewinnes nach Steuern an die Gesellschafter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Von der Ausschüttung sind von der Kapitalgesellschaft noch 25 % KESt einzubehalten und abzuliefern = 111.250,--

Gesamte Steuerbelastung: 621.250 In % des Gewinns: 41,4 %

Stille Selbstfinanzierung26

Ein Betrieb schätzt die Wertminderung einer Anlage, deren Anschaffungskosten 100.000

Euro betrugen, auf 10.000 Euro jährlich. Rechnet er diesen Betrag als kalk. Abschreibung in die Selbstkosten ein, so wird die Wertminderung - falls der Verkaufserlös mindestens die kalkulierten SK deckt - vom Markt ersetzt. Verrechnet man diesen Abschreibungsbetrag als Aufwand in der GuV, so hat der Abschreibungsaufwand die Aufgabe, 10.000 Euro des Verkaufserlöses als Ersatz für die Wertminderung an den Betrieb zu binden. Der Betrieb ist aber nicht gezwungen, sich der hier unterstellten linearen Abschreibungsmethode zu bedienen. Er kann der Abschreibung auch ein anderes Verfahren zugrunde legen, beispielsweise 20 % vom jeweiligen Restbuchwert abzuschreiben. Für das erste Nutzungsjahr der Anlage würde das ergeben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Fall 2 wurde eine stille Rücklage in Höhe von 10.000 Euro gebildet, da der Wert der Anlage um diesen Betrag höher ist als ihr Buchwert. Der ausgewiesene Gewinn verringert sich entsprechend.

4. Literaturverzeichnis

Gutenberg (1980)

Gutenberg, E.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, 3. Band: Die Finanzen, 8. ergänzte Auflage (Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft, Abteilung Staatswissenschaft), Berlin/Heidelberg/New York (Springer), 1980

Jahrmann (1999)

Jahrmann, F.: Finanzierung : Darstellung, Kontrollfragen, Fälle und Lösungen / von F.-Ulrich Jahrmann. - 4., wesentlich überarb. Aufl.. - Herne ; Berlin : Verl. Neue Wirtschafts-Briefe, 1999

Krahnen (1998)

Krahnen, J-P.: Finanzierungstheorie: Ein selektiver Überblick / von Jan Pieter Krahnen -

Johann Wolfgang Goethe-University, Frankfurt am Main; Working Paper Series: Finance & Accounting

Olfert (1997)

Olfert, K.: Finanzierung / von Klaus Olfert. - 9., aktualisierte Aufl.. - Ludwigshafen (Rhein) : Kiehl, 1997

Perridon (1997)

Perridon, L.: Finanzwirtschaft der Unternehmung / von Louis Perridon und Manfred Steiner. - 9., überarb. und erw. Aufl.. - München : Vahlen, 1997

Spremann (1996)

Spremann, K.: Wirtschaft, Investition und Finanzierung / von Klaus Spremann. - 5., vollst. überarb., erg. u. aktualisierte Aufl.. - München ; Wien : Oldenbourg, 1996

Stöttner (1998)

Stöttner, R.: Investitions- und Finanzierungslehre : eine praxisorientierte Einführung mit Fallbeispielen / Rainer Stöttner. - Frankfurt, Main [u.a.] : Campus-Verl., 1998

Swoboda (1994)

Swoboda, P.: Betriebliche Finanzierung / Peter Swoboda. - 3., überarb. Aufl.. - Heidelberg : Physica-Verl., 1994

Swoboda (1996)

Swoboda, P.: Investition und Finanzierung / von Peter Swoboda. - 5., durchges. Aufl.. - Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht, 1996

Die Selbstfinanzierung als Form der Innenfinanzierung - 14 -

Wöhe (1996)

Wöhe, G.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre / von Günter Wöhe und Ulrich Döring. - 19., neubearb. Aufl.. - München : Vahlen, 1996

Wöhe (1998)

Wöhe, G.: Grundzüge der Unternehmensfinanzierung / von Günter Wöhe und Jürgen Bilstein. - 8., überarb. und erw. Aufl.. - München : Vahlen, 1998

[...]


1 Swoboda (1994), S. 9

2 Krahnen (1998), S. 3

3 Wöhe (1996), S. 738

4 Wöhe (1998)

5 Olfert (1997), S 317

6 Perridon (1997), S. 454

7 Olfert (1997), S. 318

8 Jahrmann (1999), S. 371

9 vgl. Spreman (1996), S. 324

10 Perridon (1997), S. 455

11 vgl. ebenda, S. 321

12 Wöhe (1998), S. 301

13 Spreman (1996), S. 319

14 Swoboda (1994), S. 16f

15 Spreman (1996), S. 320

16 Jahrmann (1999), S. 374

17 Swoboda (1996), S. 180

18 Wöhe (1998), S. 304

19 Jahrmann (1999), S. 374

20 Olfert (1997), S. 327

21 Wöhe (1998), S. 304f

22 Olfert (1997), 329

23 vgl. Olfert (1997), 329 und Jahrmann (1999), S. 376

24 Stöttner (1998), S. 65

25 Gutenberg (1984), S. 271

26 Beispiel entnommen aus: Wöhe (1998), S. 305

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Die Selbstfinanzierung als Form der Innenfinanzierung
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
15
Katalognummer
V96811
Dateigröße
373 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstfinanzierung Innenfinanzierung
Arbeit zitieren
Manuel Henrich (Autor), 2000, Die Selbstfinanzierung als Form der Innenfinanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96811

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