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Stille Reserven im Jahresabschluss - Bildung, Auflösung, Erkennbarkeit

Titel: Stille Reserven im Jahresabschluss - Bildung, Auflösung, Erkennbarkeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 37 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Dipl.-Wirtsch.-Ing.(FH) Jürgen Dute (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft wird jedes Jahr von den unterschiedlichsten Interessengruppen mit großem Interesse erwartet.

So sind z. B. die Anteilseigner/ Großaktionäre, Gewerkschaften und Mitarbeiter an einer moderaten Gewinnausschüttung interessiert, da bei ihnen die langfristige Kapitalsicherung/ Substanzsicherung und die Arbeitsplatzsicherung im Vordergrund stehen, während die Finanzbehörden und Kleinaktionäre an einen hohen Gewinnausweis interessiert sind, um hohe Steuern bzw. hohe Dividenden zu erhalten.

Der Jahresabschluss gibt diesen Gruppen Informationen über die Vermögens- und Kapitalstruktur der Unternehmung. Auch ist die finanzielle Struktur ersichtlich, und es können Bilanzkennzahlen, wie z. B. die Rentabilität oder die Liquidität abgeleitet werden.

Hier wird deutlich, dass das Management vor dem Problem steht die divergierenden Interessen der externen Gruppen gleichermaßen zu befriedigen. Daher ist der Jahresabschluss abhängig von der Jahresabschlusspolitik des Managements. Diese hat die Möglichkeit, durch die Handhabung unterschiedlicher formaler und materieller Instrumente, Einfluss auf die Gestaltung und auf den Erfolgsausweis des Jahresabschlusses zu nehmen.

Das Management kann versuchen ein tatsächlich schlechtes Jahresergebnis durch einen hohen Erfolgsausweis zu verschleiern, ein tatsächlich gutes Jahresergebnis durch einen niedrigen Erfolgsausweis zu mindern oder durch einen Ausweis in etwa gleicher oder leicht ansteigender Er-folgsausweise die Erfolge zu glätten und über mehrere Jahre zu verteilen.

Hier ist das Bilden oder Auflösen von Stillen Reserven für das Management ein herausragendes Mittel der materiellen Jahresabschlusspolitik nach dem Bewertungsstichtag. Durch die Stille-Reserven-Politik kann entscheidend Einfluss auf den Ausweis des Erfolges genommen werden. Die tatsächliche Leistung der Unternehmung kann durch die entsprechende Anwendung der Ansatz- und Bewertungsspielräume verfälscht oder nicht objektiv dargestellt sein.

Es zeigt sich also, dass der tatsächliche Erfolg des Unternehmens nicht ohne weiteres aus dem Jahresabschluss zu ersehen ist. Der Erkennbarkeit der bilanzpolitischen Maßnahmen ist daher besondere Aufmerksamkeit zu schenken, um die Hintergründe der Jahresabschlusspolitik und des ausgewiesenen Unternehmenserfolges objektiv beurteilen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik

1.1 Ausgangssituation und Zielstellung

1.2 Untersuchungsverlauf

2 Kennzeichnung und Abgrenzung des Begriffes der Stillen Reserven

3 Bildung, Auflösung Stiller Reserven und Folgewirkungen im Zeitablauf

3.1 Bildung Stiller Reserven

3.1.1 Gesetzliche Vorschriften

3.1.2 Wahlrechte

3.2 Auflösung Stiller Reserven

3.2.1 Gesetzliche Vorschriften

3.2.2 Wahlrechte

3.3 (Erfolgs-)Wirkungen im Zeitablauf

3.4 Bewertung

4 Erkennbarkeit Stiller Reserven

4.1 Pflichtinformationen

4.2 Analyseansätze

4.2.1 Die quantitative Erfolgskorrekturrechnung

4.2.2 Die qualitative Erfolgskorrekturrechnung

4.2.3 Auswertung der Börsenkursentwicklung

4.3 Bewertung

5 Zusammenfassung und Bewertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung des Phänomens der stillen Reserven im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften, wobei insbesondere die Mechanismen ihrer Bildung, Auflösung und Erkennbarkeit analysiert werden. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie das Management bilanzpolitische Instrumente nutzt, um den Erfolgsausweis zu steuern und wie Analysten diese verdeckten Reserven durch entsprechende Bereinigungsverfahren identifizieren können.

  • Grundlagen der stillen Reserven und deren Abgrenzung zu offenen Rücklagen.
  • Die verschiedenen Methoden der Bildung und Auflösung stiller Reserven unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorschriften und Wahlrechte.
  • Die Auswirkungen bilanzpolitischer Maßnahmen auf den Erfolg und die Vermögensstruktur über Zeiträume hinweg.
  • Methodische Analyseansätze zur Aufdeckung stiller Reserven, insbesondere quantitative und qualitative Erfolgskorrekturrechnungen.
  • Die kritische Bewertung der Rolle stiller Reserven im Kontext der Jahresabschlusspolitik und deren Relevanz für Bilanzadressaten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Bildung stiller Reserven

SR können nur für Wirtschaftsgüter gebildet werden, für die eine Bilanzierungspflicht oder ein Bilanzierungswahlrecht besteht. SR sind daher ein Ausdruck von Bewertungsmaßnahmen. Sie entstehen entweder

• durch erzwungen gesetzliche Bewertungsvorschriften (Zwangsrücklagen)

• durch Fehleinschätzungen (Schätzrücklagen)

• durch das Ausnutzen von Bewertungsspielräumen (Ermessensrücklagen) oder

• durch die absichtliche Unterbewertung von Aktiva oder Überbewertung von Passiva (Willkürrücklagen)

wobei die letztgenannten typisch für die Bilanzpolitik sind (vgl. Wöhe 1981, 992).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert die Interessenskonflikte der verschiedenen Bilanzadressaten und definiert die Rolle der Jahresabschlusspolitik als Mittel des Managements zur Erfolgsbeeinflussung.

2 Kennzeichnung und Abgrenzung des Begriffes der Stillen Reserven: Hier wird der theoretische Rahmen gesteckt und definiert, dass stille Reserven als die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tageswert entstehen und eine verdeckte Eigenkapitalposition darstellen.

3 Bildung, Auflösung Stiller Reserven und Folgewirkungen im Zeitablauf: Das Kapitel behandelt die technischen Möglichkeiten der Reservenbildung sowie deren Auflösung und analysiert deren Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg über verschiedene Geschäftsperioden.

4 Erkennbarkeit Stiller Reserven: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die praktische Identifikation der Reserven durch verschiedene Analyseinstrumente, wie die quantitative und qualitative Erfolgskorrektur sowie die Marktkursanalyse.

5 Zusammenfassung und Bewertung: Den Abschluss bildet eine kritische Reflexion, in der die Zweckmäßigkeit stiller Reserven für das Unternehmen gegen das Informationsinteresse der externen Adressaten abgewogen wird.

Schlüsselwörter

Stille Reserven, Jahresabschluss, Bilanzpolitik, Erfolgsausweis, Bewertungswahlrechte, Rückstellungen, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Erfolgskorrektur, Bilanzanalyse, Substanzsicherung, Wirtschaftsgüter, Kapitalgesellschaften, Jahresabschlusspolitik, Bilanzadressaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Phänomen stiller Reserven in Jahresabschlüssen von Kapitalgesellschaften und untersucht, wie diese als bilanzpolitisches Gestaltungsmittel eingesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Bildung und Auflösung dieser Reserven, die gesetzlichen Spielräume des HGB sowie die Methoden zur Aufdeckung der Reserven durch externe Analysten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Wirkungsweise stiller Reserven auf den Erfolgsausweis zu verdeutlichen und dem Bilanzleser Ansätze zu liefern, um die tatsächliche Ertragskraft eines Unternehmens besser beurteilen zu können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer betriebswirtschaftlichen Literaturanalyse und nutzt etablierte bilanztheoretische Modelle sowie Analysekonzepte zur Erfolgskorrektur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil detailliert die Kategorien stiller Reserven (Zwangsrücklagen, Ermessensrücklagen, etc.), deren Auswirkungen auf die Kapitalstruktur und die Vorgehensweisen zur Bilanzbereinigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Besonders prägend sind Begriffe wie Bilanzpolitik, Bewertungswahlrechte, Erfolgskorrekturrechnung und die Unterscheidung zwischen Handels- und Steuerbilanz.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Handels- und Steuerbilanz so wichtig für stille Reserven?

Da die Handelsbilanz Spielräume für bilanzpolitische Gestaltungen bietet, die in der Steuerbilanz oft durch strengere Vorschriften limitiert sind, entstehen hier signifikante Differenzen, die als Basis für stille Reserven dienen.

Wie unterscheidet sich die quantitative von der qualitativen Erfolgskorrektur?

Die quantitative Korrektur nutzt konkrete Zahlenwerte aus dem Anhang zur rechnerischen Bereinigung des Jahresergebnisses, während die qualitative Korrektur interpretative Informationen aus dem Anhang auswertet, um Bilanzpolitik-Tendenzen aufzudecken.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stille Reserven im Jahresabschluss - Bildung, Auflösung, Erkennbarkeit
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Wirtschaftsingenieurwesen)
Note
3,0
Autor
Dipl.-Wirtsch.-Ing.(FH) Jürgen Dute (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
37
Katalognummer
V9681
ISBN (eBook)
9783638163149
ISBN (Buch)
9783638686754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stille Reserven Jahresabschluss Bildung Auflösung Erkennbarkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Wirtsch.-Ing.(FH) Jürgen Dute (Autor:in), 2002, Stille Reserven im Jahresabschluss - Bildung, Auflösung, Erkennbarkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9681
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Leseprobe aus  37  Seiten
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