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Kommunikation und Massenkommunikation

Title: Kommunikation und Massenkommunikation

Term Paper , 1999 , 16 Pages , Grade: gut

Autor:in: Anne-Kristin Vintz (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Eine der wohl größten Erfindungen, die zur Erweiterung des Kommunikationsbegriffes zu dem der Massenkommunikation führte, fand um das Jahr 1450 statt. Zu jener Zeit erfand Johannes Gensfleisch zur Laden, der Menschheit bis heute wohl besser als Johannes Gutenberg bekannt, die Kupfermatrize, mit der die massenhafte Herstellung von maßgerechten Einzellettern ermöglicht wurde. Diese praktische Erfindung, die von da an zum Buchdruck genutzt wurde, ist als ein Meilenstein in der Geschichte der Massenkommunikation anzusehen - man bemerke, daß bereits 30 Jahre später gedruckte Bücher mit einer Auflagenstärke von bis zu 1000 Stück erschienen sind. Ergänzt wurde dieser Bereich der Kommunikation durch spätere Erfindungen, wie z.B. die Fotografie, das Telefon oder das Fernsehen. Jede dieser Erfindungen bringt neue Kommunikationsstrukturen mit sich, die im Rahmen der Kommunikationswissenschaft analysiert werden. Die in dieser Wissenschaft entwickelten Kommunikationstheorien beinhalten u.a. die Abgrenzung der Massenkommunikation von der interpersonalen Kommunikation.
In dem im Jahre 1963 erschienenen Buch "Psychologie der Massenkommunikation" ist es Gerhard Maletzke, damals als wissenschaftlicher Referent am Hans-Bredow-Institut tätig, der mit seinem Werk einen Grundstein für die Massenkommunikationsforschung in Deutschland legte. Er war es, der das Feldschema entwickelte, welches insbesondere soziologischen und psychologischen Variablen Aufmerksamkeit schenkt und den Massenkommunikationsprozeß als eine ganzheitliche Struktur innerhalb eines sozialen Feldes darstellt.
Maletzkes Werk wurde unter der Aufgabenstellung "Kommunikation und Massenkommunikation" im Seminar am 15.12.1998 einführend vorgestellt, um es als Grundlage für eine Beschäftigung mit diesem komplexen Thema verwenden zu können. In dieser schriftlichen Ausarbeitung des Referats sollen wesentliche Begriffsbedeutungen zum Thema dargestellt werden, denen Erläuterungen zum Feldschema folgen. Weiterhin soll ein problemorientierter Diskurs Fragen zu Maletzkes Thematik unter heutigen Bedingungen nachgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Begriffe Kommunikation und Massenkommunikation

2.1 Die Arten der Kommunikation

2.2 Die Merkmale der Massenkommunikation

2.2.1 Der Begriff Masse

2.2.2 Der Begriff Medium

2.3 Die Lasswell-Formel

3. Das Feldschema

3.1 Die Feldfaktoren und das Schema

3.2 Die Erläuterung des Feldschemas

4. Problemorientierter Diskurs

4.1 Schwachpunkte des Feldschemas Maletzkes

4.2 Massenkommunikation heute

4.2.1 Die Neuen Medien

5. Abschluß

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit Gerhard Maletzkes Kommunikationstheorie auseinander, um die Bedeutung seines Feldschemas für das Verständnis heutiger, von den Neuen Medien geprägter Kommunikationsprozesse zu analysieren.

  • Grundlegende Definitionen von Kommunikation und Massenkommunikation
  • Analyse von Maletzkes Feldschema und dessen Faktoren
  • Kritische Diskussion der theoretischen Schwachpunkte
  • Untersuchung der Massenkommunikation unter heutigen Bedingungen
  • Der Einfluss des Internets auf klassische Kommunikationsmodelle

Auszug aus dem Buch

4.2 Massenkommunikation heute

Betrachtet man die heutige Gesellschaft, stellt man fest, daß sie sehr stark von den Massenmedien geprägt ist. Wie im Abschnitt ‚Der Begriff Medium‘ bereits aufgelistet, bietet der deutsche Medienmarkt unzählige Möglichkeiten, diese Verbreitungsmittel, welche das Ausgesagte vermitteln, zu nutzen. Natürlich wird hierbei vom dispersen Publikum als „Element des Marktes“ ausgegangen. Die Massenkommunikation ist heute mehr als je zuvor marktwirtschaftlichen Interessen unterworfen. Der Grund dafür liegt beispielsweise in der Abhängigkeit der Medien, somit also auch der Kommunikatoren, von Einschalt- bzw. Konsumentenzahlen. Mit dieser Tatsache, d.h. daß die Gewinnerzielung am wichtigsten erscheint, verliert natürlich besonders das Fernsehen an einigen Stellen an Seriosität. Heute spielt es in vielen Fernsehanstalten eine größere Rolle, Aussagen zu treffen, die Einschaltquoten bringen, als wahre Informationen und Produkte anzubieten. In Verbindung mit diesem „Trend zur Oberflächlichkeit, zu Sex und Kriminalität“, wie ihn der Amerikaner Walter Cronkite in einem Spiegel-Gespräch charakterisiert, wird das Medium Fernsehen heutzutage oft kritisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der Kommunikationstechnik und die Bedeutung von Gerhard Maletzkes Werk für die deutsche Massenkommunikationsforschung.

2. Die Begriffe Kommunikation und Massenkommunikation: Erläuterung der verschiedenen Kommunikationsarten sowie eine fundierte Definition der zentralen Begriffe Masse und Medium innerhalb der Theorie.

3. Das Feldschema: Detaillierte Darstellung von Maletzkes Modell, das die dynamischen Interdependenzen zwischen Kommunikator, Aussage, Medium und Rezipient veranschaulicht.

4. Problemorientierter Diskurs: Kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen des Feldschemas und Analyse der heutigen Medienlandschaft sowie des Einflusses digitaler Medien auf traditionelle Rollenbilder.

5. Abschluß: Zusammenfassende Einschätzung zur Relevanz klassischer Kommunikationstheorien im digitalen Zeitalter unter Berücksichtigung ethischer Aspekte.

Schlüsselwörter

Massenkommunikation, Gerhard Maletzke, Feldschema, Interdependenz, Massenmedien, disperses Publikum, Kommunikationstheorie, Mediennutzung, Internet, Rollenbild, Kommunikator, Rezipient, Medienmarkt, Informationsaustausch, Digitalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Massenkommunikation auf Basis der Theorie von Gerhard Maletzke und setzt diese in Bezug zur modernen Medienwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition von Massenkommunikation, das Feldschema nach Maletzke sowie die Auswirkungen ökonomischer Interessen und technischer Entwicklungen auf den Kommunikationsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Maletzkes klassisches Feldschema als Grundlage für das Verständnis aktueller Massenkommunikationsphänomene zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer problemorientierten Auseinandersetzung mit der Fachliteratur im Bereich Kommunikationswissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Faktoren des Feldschemas, diskutiert Kritikpunkte wie fehlende sozio-ökonomische Aspekte und untersucht die Veränderung von Rollenbildern durch Medien wie das Internet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Massenkommunikation, Feldschema, Mediennutzung, Internet und Kommunikationsprozess.

Warum wird das Fernsehen heute kritisch betrachtet?

Die Arbeit führt aus, dass eine starke Marktorientierung und der Fokus auf Einschaltquoten oft zulasten der Qualität und Seriosität der Informationen gehen.

Inwiefern verändert das Internet das klassische Rollenbild?

Das Internet ermöglicht einen ständigen Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmendem, wodurch die klassische Einseitigkeit der Massenkommunikation nach Maletzke zunehmend verwischt.

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Details

Title
Kommunikation und Massenkommunikation
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Einführung in die Kommunikationswissenschaft
Grade
gut
Author
Anne-Kristin Vintz (Author)
Publication Year
1999
Pages
16
Catalog Number
V9686
ISBN (eBook)
9783638163187
Language
German
Tags
Kommunikation Massenkommunikation Einführung Kommunikationswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Kristin Vintz (Author), 1999, Kommunikation und Massenkommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9686
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