Zur Lebenswelt von Jugendlichen in der DDR: Die Massenorganisation FDJ


Hausarbeit, 2000

18 Seiten


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Inhalt

Einleitung

1. Gründung und erste Jahre (1946-1949)

2. Die FDJ vor dem Mauerbau (1950-1961)

3. Die FDJ nach dem Mauerbau bis zum Ende der Ära Ulbricht (1961-1971)

4. Die FDJ in der Ära Honecker bis zum Zusammenbruch der DDR (1971-1989)

Schluß

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Begriffe Jugend und Jugendlicher sind eine recht dehnbare Bezeichnung. In der ,,alten" Bundesrepublik (1949-1990) wurde hierzu nie eine eindeutige Definition festgeschrieben. Jugendlicher war und ist man, der allgemeinen Vorstellung nach, solange man sich noch nicht in festgelegten Lebensbahnen bewegt und der eigene Lebensstil noch durch ,,herumexperimentieren" geprägt ist. Der Jugendkultur wurde von westdeutscher Warte aus stets eine gewisse Eigenständigkeit bis hin zur Sub- und Teilkultur zugeschrieben. Ganz anderer Auffassung war man dagegen in der DDR. Der damalige Leiter des Jugendhörfunkprogramms DT 64 Jonny Marhold definierte 1967 den Begriff Jugend wie folgt:

,, Jugend ist unseres Erachtens jene Altersgruppe der Bevölkerung, die eine für die Kindheit charakteristische Entwicklungsphase hinter sich l äß t und sich mit Hilfe derälteren Generationen durch den Erwerb politischer, fachlicher, kultureller und marxistischer Kenntnisse auf den Eintritt in die Erwachsenenwelt vorbereitet 1 ."

Die Jugend wurde demnach als Zeit der Indoktrination durch die Erwachsenenwelt aufgefaßt. Eine eigenständige Lebensaufassung und Kultur wurde ihr nicht zugesprochen. Der ,,jugendliche" Anteil der Bevölkerung, durch die DDR-Sozialgesetzgebung genau abgesteckt auf die Lebensjahre 14-252, betrug für die Jahre 1945-1989 durchschnittlich 18% der Gesamtwohnbevölkerung3. Auf diesen Teil der Bevölkerung legte die DDR-Führung besonderes Augenmerk, da die Jugend, definitionsgemäß den Staatsbürger-Nachwuchs darstellte.

Im folgenden soll nun dargestellt und untersucht werden, wie das SED-System mit die Gründung der Massenorganisation FDJ versuchte, die DDR-Jugend ideologisch zu formen und in das Staatssystem einzubinden und ob dieser ,,Transmissionsriemen" zwischen SEDStaat und der DDR-Jugend funktionierte.

1. Gründung und erste Jahre (1946-1949)

Kurze Zeit nach ihrer Wiedergründung, stellte die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ihre Leitgedanken über die Rolle der Jugend in der zukünftigen Nachkriegsgesellschaft vor. Die Parteiführung erklärte in einem Leitartikel im KPD-Parteiorgan ,,Deutsche Volkszeitung" am 7. Juli 1945 den ,, Einsatz der Jugend bei den Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten, bei der Umschulung aufs Bauhandwerk, bei der Einbringung der Ernte, bei der Ingangsetzung der gesamten wirtschaftlichen und kulturellen Lebens" zum ,, Spiegelbild der Umformung der jungen Generation" sowie zu einem Beitrag, ,, den deutschen Namen wieder rein (zu) waschen 4." Während die Kommunistische Partei eine Umerziehung der durch Hitlerjugend und Reichsarbeitsdienst geprägten Generation durch Wiederaufbauarbeit vorsah, wollten die bürgerlichen Parteien (CDU und LDP) der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) die Jugendlichen wieder in die Familie integrieren. Durch eine ,,Resozialisierung der Jugend" sollten Werte wie ,,Ehrfurcht", ,,Demut", ,,Hilfe" und ,,Liebe" vermittelt werden5.

Die KPD war jedoch über diese Meinungsverschiedenheiten erhaben und ließ sich nicht dazu hinreißen, eine eigene kommunistische Jugendorganisation zu gründen. Diese Zurückhaltung beruhte auf der negativen Erfahrungen der KPD mit dem ,,Kommunistischen Jugendverband Deutschlands" (KJVD), dem es während der Weimarer Republik und der NS-Zeit nicht gelungen war, große Teile der werktätigen Jugendlichen für sich zu gewinnen6. Walter Ulbricht teilte auf der 1.Funktionärskonferenz der Berliner KPD am 25. Juni 1945 die Linie der Partei in der Jugendfrage mit, indem er lapidar bemerkte ,, Wir verzichten auf die Schaffung eines kommunistischen Jugendverbandes, denn wir wollen, daßeine einheitliche, freie Jugenbewegung entsteht." Deshalb begrüßte die Partei die Gründung von lokal organisierten, zunächst noch überparteilich arbeitenden ,,antifaschisten Jugendausschüssen7 ". Ab dem 31.07.1945 wurden die Gründung von ,,Jugendausschüssen" durch eine Verordnung der Sowjetischen Militär-Administration in Deutschland (SMAD) in geregelte Bahnen gelenkt. Demnach sollten pro Ausschuß ,,ein bis zwei erfahrene Antifaschisten" dafür sorgen, daß in Veranstaltungen über die Verbrechen der Nationalsozialisten aufgeklärt werde und über die Notwendigkeit der Völkerfreundschaft, insbesondere mit der Sowjetunion gesprochen werde. Die Leitungsriege der Ausschüsse sei ,,... auf keinen Fall unter dem Gesichtspunkt der Parität der Blockparteien zu bilden 8." Auf diese Weise war die Dominanz der Kommunisten und die Verdrängung der bürgerlichen Parteien aus den Ausschüssen zu rechtfertigen. Darüber hinaus wurden alle anderen Jugendverbände in der SBZ zunächst verboten.

Nachdem die ,,Jugendausschüsse" bei CDU, LDP und bei den Kirchen auf immer mehr auf Skepsis stießen und letztere Bemühungen unternahmen eigene Jugendorganisationen aufzubauen9, bröckelte der ,,Einheitsfront"- Gedanke in der Jugendpolitik der KPD und des SMAD. Als es schließlich der KPD trotzt aller Unterstützung des SMAD bis Herbst 1945 nicht gelungen war, die unangefochtene führende Partei der SBZ zu werden und die SPD auf ihrer Funktionärshauptversammlung am 14.09.1945 den Führungsanspruch beim Neuaufbau Deutschlands beanspruchte10, reagierten die Kommunisten mit einem abrupten Kurswechsel.

Ebenso wie sie jetzt die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien KPD und SPD propagierten, forcierten sie ab November 1945 die Bildung einer einheitlichen Jugendorganisation11. Nachdem Walter Ulbricht am 6. Februar 1946 die Genehmigung für die Gründung einer Einheitsjugend-Organisation in der SBZ aus Moskau mitgebracht und die KPD sich mit der SPD über die Inhalte und Ziele der Jugendarbeit verständigt hatte wurde am 7. März die Gründung der ,,Freien Deutschen Jugend" (FDJ) durch die Besatzungsbehörden lizensiert12. In den ,, Grundsätzen und Zielen", die die programmatische Grundlage des Lizenzantrages darstellten, hieß es, der Jugendverband wolle ,, 1. Die Erhaltung der Einheit Deutschlands; 2. Die Gewinnung der deutschen Jugend für die großen Ideale der Freiheit, des Humanismus, einer kämpferischen Demokratie,...der Völkerfreundschaft; 3. Die aktive Teilnahme aller Jungen und Mädel beim Neuaufbau des Vaterlandes; 4. Die Schaffung eines neuen Deutschlands, das der Jungend das Mitbestimmungsrecht durch ihre aktive Teilnahme an der Verwaltung desöffentlichen Lebens einräumt, das allen Jungen und Mädel ohne Unterschied ihrer Herkunft, des Vermögens und Glaubens eine gute Berufsausbildung, Zutritt zu allen Bildungs- und Kulturstätten... sichert; 5. Die Förderung des jugendlichen Zusammengehörigkeitsgefühls durch Entwicklung aller Interessengebiete; die Bildung von Arbeits- und Interessengemeinschaften...13 ". Der ursprünglich gesamtdeutsche Anspruch der FDJ - die Verbandsleitung sollte den Namen ,,Reichsleitung" tragen - wurde jedoch vom SMAD zurückgestellt, da zur Genehmigung einer gesamtdeutschen Organisation die Zustimmung der Westzonen nötig gewesen wäre. Trotzdem war die FDJ im Jahre 1946 die einzige deutsche Jugendorganisation und auch in den Westzonen gründeten sich FDJ- Gruppen, die meist aus kommunistischen Kreisen hervorgingen und in den fünfziger Jahren verboten wurden. Die FDJ war nach einem explosionsartigen Mitgliederzuwachs bereits zur Massenorganisation mit rund 400 000 Mitgliedern geworden14. Auf der ersten zentralen FDJ- Konferenz in Berlin am 26/27. April 1946 formulierte der FDJ -Sekretär Erich Honecker auch weiterhin das Ziel der FDJ, eine gesamtdeutschen Jugendorganisation zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hielt die FDJ, trotz aller Nähe zu den Kommunisten, den Grundsatz der Überparteilichkeit aufrecht15. Honecker versprach ausdrücklich, den ,, ü berparteilichen Charakter unserer Organisation wie unseren Augapfel zu hüten 16 ". Der Wandel von der Überparteilichkeit zur Parteiorganisation dauerte im Zeichen des heraufziehenden kalten Krieges jedoch nicht lange. Bereits im September 1946 verbot die sowjetische Besatzungsmacht die Gründung unabhängiger Jugendgruppen und die Transformation der FDJ zur Einheits- und Parteijugend nahm ihren Lauf. Auf dem II.

,,Parlament" der FDJ, der jährlichen zentralen Tagung aller FDJ-Gruppen, zu Pfingsten 1947 wurde die Einführung der uniformähnlichen Verbandskleidung beschlossen. Im Jahr darauf wurde festgelegt, daß jedes FDJ-Mitglied drei Plichtstunden in politischer (sozialistischer) Bildung zu absolvieren hatte. 1949 wurde die Führungsrolle der 1946 gegründeten SED durch die FDJ anerkannt und im Jahr darauf das Bekenntnis zum Marxismus-Leninismus abgelegt17. Der ,,Aufstieg" der FDJ zur Einheits- und Parteijugend zementierte sich schließlich 1950 im ersten Jugendgesetz der SED, das die DDR-Jugend in die Pflicht nahm, am Aufbau des Sozialismus mitzuwirken18.

2. Die FDJ vor dem Mauerbau 1950-1961

Einhergehend mit der ab 1948 voranschreitenden Stalinisierung der SED wurde auch die FDJ nach und nach auf Moskauer Kurs gebracht. Auf der 1. Funktionärskonferenz der FDJ im November 1950 wurden neue Direktiven für die Verbandsführung erlassen, in denen es heißt: ,, Die Freie Deutsche Jugend kann ihre Aufgaben nur dann erfüllen, wenn sie die führende Rolle der Sozialistischen Einheitspartei erkennt, der einzigen Partei, die sich von der wissenschaftlichen Lehre von Marx, Engels, Lenin und Stalin leiten l äß t 19." Dieses Erkennen sollte durch einen ,, Feldzug für Wissenschaft und Kultur" bewerkstelligt werden, der hauptsächlich durch das ideologische Schulungsprogramm der FDJ vorangetrieben wurde20. Gleichzeitig sollte diese Bildungsoffensive der Erfüllung des ersten Fünfjahresplan dienen. Das Planerfüllungs- bzw. Übererfüllungsgebot war in der FDJ bereits 1948 auf dem ,,Kongreß junger Arbeiter der volkseigenen Betriebe" verankert worden, durch den die arbeitenden Jugendlichen in den Betrieben in die FDJ integriert wurden. Hier hieß es in den Beschlüssen: ,, Wir kämpfen für die Erfüllung undübererfüllung des Plansolls und des Produktionsprogramms... In unseren Reihen gibt es keinen Platz für Arbeitsbummelanten und Drückeberger 21." Um die Jugend zur Arbeit zu erziehen hatte der Verband 1952 den sogenannten ,,Dienst für Deutschland" eingerichtet. Nach den Plänen der SED sollten in dieser paramilitärischen Verfügungstruppe der FDJ, die fatal an den ,,Reichsarbeitsdienst" der Nationalsozialisten erinnerte, bis zu 100 000 Jugendliche den Aufbau der für die Streitkräfte der DDR notwendige Infrastruktur bewerkstelligen22. Das war nicht die einzige Umfunktionierung der einstigen ,,FDJ-Friedenskämpfer" für militärische Zwecke. Durch einen Erlaß Wilhelm Piecks von 1952 in dem es heißt ,, FDJ mußschießen lernen 23 " erhielt die FDJ die Funktion, bis zur Einführung der Wehrpflicht 1961, für ausreichend Freiwillige für Polizei und Militär zu sorgen24.

Die FDJ wurde so von einer Jugendorganisation zu einem Jugenddisziplinierungsinstrument der SED umfunktioniert. Immer mehr Jugendliche waren daher mit der FDJ und ihren Inhalten unzufrieden. So war schon im Jahre 1948, dem Beginn des Einschwenkens der FDJ auf die stalinistische Linie der SED, ein deutlicher Mitgliederrückgang , von 486 548 auf 454 092 zu verzeichnen25. Als während der Weltjugendspiele, die 1951 in Ost-Berlin stattfanden, über 700 000 Teilnehmer die Gelegenheit nutzten auch den Westteil der Stadt zu besuchen, gaben diese in einer Befragung des Allensbacher Institut für Demoskopie 92 % der Befragten an, daß ihrer Meinung nach die Menschen in Westdeutschland glücklicher lebten als in Ostdeutschland26. Die FDJ, sowie die DDR hatte somit ihre Integrationsfunktion für Jugendliche weitgehend eingebüßt. Die Erfordernissen des staatlich verordneten ,,Aufbau des Sozialismus" ließen für die Interessen der Jugendlichen kaum noch Raum. Statt dessen fanden vor allem die evangelische Jugendorganisation ,,Junge Gemeinde" regen Zulauf, so daß ihre Mitgliederzahlen in vielen Ortschaften denen der FDJ gleichkamen27. Diese Entwicklung konnte der SED und der FDJ-Führung nicht recht sein. Zu Jahresbeginn 1953 entfachte die FDJ-Führung eine Kampagne, in der sie die ,,Junge Gemeinde" als ,,staatsfeindliche" Organisation einstufte, ihre Mitglieder kriminalisierte und Schauprozesse gegen die Organisationsführung forderte. Auf Weisung Moskaus kam es jedoch nicht so weit und die Schauprozesse fanden nicht statt. In einer Vereinbarung zwischen den Kirchen und der FDJ kam man schließlich zu einer Schlichtung, wonach die ,,Junge Gemeinde" keine Organisation darstelle, sondern eine ,, Lebensäußerung der Kirche im Raum der Kirche und ihrer Gemeinde" darstelle28. Die wachsende Unzufriedenheit der jugendlichen Bevölkerung mit dem SED-Regime konnte jedoch nicht kaschiert werden. Spätestens die Ausschreitungen des 17. Juni 1953, bei denen sich besonders viele Jugendliche beteiligten, zeigten den Bruch zwischen Jugendlichen und Staat klar und deutlich auf29. In Folge dieses ,,Juni-Schocks" wurde von Seiten der SED ein geschärftes Auge auf die Arbeit der FDJ geworfen. Ende 1953 legte die Kommission des Zentralkomitees der SED einen umfangreichen Bericht ,,zur Überprüfung der Arbeit der Freien Deutschen Jugend" vor. Demnach habe sich zwischen den konformen FDJlern und der breiten Mehrheit der Jugendlichen innerhalb und außerhalb des Verbandes eine tiefe Kluft aufgetan30. Dieser Entwicklung suchte die SED mit einer spagatargtigen neuen Strategie entgegenzuwirken. Auf dem IV. Parteitag verabschiedete die SED ein neues Statut ihrer Jugendpolitik wonach, einerseits die Bindung der FDJ an die Partei noch enger gestaltet werden sollte, andererseits würde die FDJ-Arbeit mehr an den Interessen der Jugendlichen ausgerichtet werden31. Das erste Ziel sollte erreicht werden, indem alle SED-Mitglieder unter 25 Jahren eine Funktion im Jugendverband übernehmen mußten und die FDJ-Leitung auf zentraler, Kreis- und Bezirksleitung durchgehend an SED-Kader delegiert wurde. Das machte den Jugendverband jedoch nicht attraktiver, so daß sich viele DDR-Jugendliche, durch die Flucht in den Westen vom FDJ-Staat trennten. (Rund 40% der Flüchtlinge waren unter 25 Jahre alt). Auf dem 25. Plenum des ZK vom 24. Bis 27. Oktober 1955 wurden daher öffentlich die Mißerfolge der FDJ benannt32. Die FDJ-Führung zog daraufhin im Frühjahr 1956 Konsequenzen: Die Verbandszeitung ,,Junge Welt" veröffentlichte im Februar den Aufruf des Zentralrates: ,, An Euch alle, die Ihr jung seid", worin das Organisationsmonopol der FDJ gelockert wurde. Mit Hilfe der FDJ dürften fortan Jugendausschüsse und Jugendgruppen in Wohngebieten , Schrebergärten und Tierzuchtvereinen gegründet werden. Der Aufruf verzichtete auf die sonst übliche Belehrung über die Zielsetzungen der Jugendarbeit, wie das Studium des Marxismus-Leninismus und die Bildung des sozialistischen Bewußtseins. Selbstkritisch wurde eingeräumt, daß sich der Jugendverband zuwenig um die Interessen der Jugendlichen gekümmert habe33. Das ,,Tauwetter" wich jedoch bald einer neuen Eiszeit. Chruschtschows Abrechnung mit dem Stalinismus auf dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar und den Aufständen in Polen und Ungarn im Juni und Oktober 1956 folgte eine neue Belastungsprobe der FDJ. Studenten demonstrierten für Reformen, junge Arbeiter und Lehrlinge legten aus Protest gegen die prosowjetischen Äußerung der FDJ die Arbeit nieder und streikten34. Innerhalb der SED- Führung kam es zu Kontroversen über den weiteren Kurs, die auch die Jugendpolitik betraf. Die FDJ-Führung sprach sich für eine flexiblere Linie aus, wogegen Ulbricht sich mit seiner Meinung durchsetzte, vorübergehend auf die totale Erfassung aller Jugendlichen zu verzichten und stattdessen die FDJ zu einer Eliteorganisation von Überzeugten Jungsozialisten zu machen35. Diese Strategie wurde schon 1959 wieder aufgegeben und die FDJ-Politik schwankte in den folgenden Jahren bis zu Mauerbau zwischen staatlichen Erziehungsanspruch und dem Nachgeben zugunsten der Interessen der Jugendlichen.

3. Die FDJ nach dem Mauerbau bis zum Ende der Ära Ulbricht (1961-1971)

Nach dem Bau der Mauer kam es zunächst erneut zu repressiven Maßnahmen gegenüber der heftigen Auflehnung vieler Jugendlichen gegen den Bau der Mauer. Gemäß dem ,,zentralen Kampfauftrag" des Zentralrates sollten mit Hilfe der FDJ alle männlichen Jugendlichen zwischen 18 und 23 Jahren für den freiwilligen ,,Ehrendienst" in den bewaffneten Organen der DDR, vor allem für den Grenzschutz, mobilisiert werden36. Dieser Beschluß stellte de facto die Einführung der Wehrpflicht in der DDR dar.

Im Jahr 1962 wurden dagegen im Zuge der allgemeinen Modernisierungsbestrebungen in der DDR, die schließlich auch das neue ökonomische System (NöS) der DDR hervorbrachte, eine Reihe von Jugendstudien durchgeführt um auch die Jugendpolitik an die Erfordernisse der Zeit anzupassen. Diesen Studien zufolge artikulierte die Mehrzahl der Jugendlichen zwar ein politisches Interesse, aber nur eine Minderheit der Befragten war mit der SED-Parteilinie und dem Mauerbau einverstanden. Eine Bereitschaft zu politischen Aktivitäten war daher kaum vorhanden37. Die SED sah hier ihre Felle, sprich den politischen Nachwuchs davon schwimmen, so daß sie schließlich, ähnlich wie in der Kulturpolitik, auf einen liberalen Kurs in der Jugendpolitik umschwenkte. Am 21.September 1963 verabschiedete das Politbüro ein Jugendkommuniqué, das neue Formen im Umgang mit der jungen Generation ,, ohne Gängelei, Zeigefingerheben und Administrieren.." forderte. Das Kommuniqué warb für Toleranz und Achtung der jugendlichen Individualität und Intimshären. Borniertheit in Fragen der Sexualität, des Modegeschmacks und der tanzmusikalischen Vorlieben sollten der Vergangenheit angehören38. Dennoch wurde an den sozialistischen Erziehungsgrundsätzen der FDJ festgehalten, die von den Jugendlichen fleißige und gewissenhafte Planerfüllung sowie strammen Gehorsam gegenüber der Einheitspartei einforderte. Das Rollenbild der Jugendlichen, das die Partei hier zeichnete war somit nicht spannungsgeladen, denn einerseits war der ideologisch feste Einheitsjugendliche und andererseits der sich selbst verwirklichende Heranwachsende vorgesehen.

Das änderte jedoch nichts daran, daß im Zuge des neuen Jugendkommuniqués die Lebenswelt der Jugendlichen tatsächlich wesentlich freizügiger wurde. Auf FDJ-Veranstaltungen wurden beispielsweise über bisherige Tabuthemen wie die fehlende Presse- und Meinungsfreiheit sowie den Mauerbau debattiert39. Als Höhepunkt der Liberalen Phase der SED-Jugendpolitik kann man das ,,Deutschland-Treffen der Jugend" von 16-18. Mai 1964 in Berlin ansehen. Hier trafen sich insgesamt 535 000 Jugendliche, darunter 25 000 aus der BRD auf Einladung der FDJ, um an Lesungen von DDR-Schriftstellern wie Christa Wolf, Hermann Kant und Dieter Noll teilzunehmen, Rockkonzerte von DDR-Beatgruppen zu hören und über gesellschaftliche Themen zu diskutieren. Der Berliner Rundfunk sendete ein eigenes Jugendprogramm aus, das so großen Anklang fand, daß es auch nach dem Festival als ,,DT 64" bis zum Ende der achtziger Jahre fortgeführt wurde40.

Die SED befürchtete angesichts der Tatsache, daß nun viele Jugendaktivitäten außerhalb der FDJ stattfanden, die Emanzipationsbewegung der Jugendlichen würde außer Kontrolle geraten, so daß sie bereits im Dezember 1965 im sogenannten ,,Kahlschlagplenum" die Richtlinien des Jugenkommuniqué vewarf und zu ihrer restriktiven Jugendpolitik zurückkehrte. Die FDJ, die mit den liberalen Richtlinien des Jugendkommuniqués nur wenig anfangen konnte, hatte während der Liberalisierung ohnehin ihren Charakter der Jungenddisziplinierungsorganisation nicht verloren. Der FDJ-Alltag war stets graue Plichterfüllung geblieben. Die Rückkehr der SED zur alten, starren Jugendpolitik wurde von der FDJ eingehend begrüßt. Dabei hatte die Liberalisierung ihr eigendliches Ziel, nämlich die Jugend zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben der DDR zu bewegen, wie an den Teilnehmerzahlen am ,,Deutschland-Treffen" 1964 und an mehreren Jugendstudien abzulesen war, erreicht41.

Ganz im Sinne der neuen, alten, Richtlinien der SED-Jugendpolitik des ,,Kahlschlagplenums" begann die FDJ-Führung mit einer Kampagne zur ,, Aneignung der marxistischen- leninistischen Weltanschauung". Die Mitglieder des Verbandes wurden darin aufgefordert, sich mit dem ,, wissenschaftlichen Sozialismus" auseinanderzusetzen und sich einen ,, festen Klassenstandpunkt" zu erarbeiten. Außerdem versuchte die FDJ möglichst viele junge Männer zu einer Berufsausbildung in der NVA zu bewegen. Doch allen Bemühungen zum Trotz wollte sich der erhoffte Massenandrang zur ,,Armee des Volkes" nicht einstellen42. Den letzten Todesstoß für die Emanzipationsbewegung der DDR-Jugend stellte schließlich die Niederschlagung des Prager Frühlings im Frühjahr 1968 dar. Fassungslos standen vor allem junge Menschen in der DDR vor dem Trümmerhaufen der Ideale und Hoffnungen, die durch die Ulbrichtschen Reformen am Anfang der 1960er beflügelt worden waren. Die DDR befand sich am Ende ihres zweiten Jahrzehnts in einer bleiernen Stagnation. Das 1966 gegründete Leipziger Zentralinstitut für Jugendforschung der DDR (ZIJ) registrierte eine dramatische Abkehr der DDR-Jugend von SED und FDJ-Inhalten und legte der SED offen, wie weit die FDJ von den Interessen der Jugendlichen entfernt war, was jedoch zu keinem Strategiewechsel in der Jugendpolitik führte. (Die Expertisen des Instituts unterlagen strengster Geheimhaltung und wurden erst nach der Wende veröffentlicht43.) Wenn FDJ und SED am Ende der 1960er Jahre überhaupt die Zustimmung der Jugendlichen erreichen konnten, dann war dies auf die Unterstützung der Befreiungsbewegungen in den ehemaligen westlichen Kolonien durch die DDR zurückzuführen. Auch die scharfe Verurteilung des Vietnamkrieges durch die DDR fand große Anerkennung seitens der Jugend44. Die FDJ rief zur Solidarität und zur Unterstützung Vietnams auf, und traf dabei auf so starke Resonanz, daß schließlich mehrere Millionen von DDR-Mark und weitere große Mengen an Sachsspenden für Vietnam zusammenkamen. Auch die Entsendung von FDJ Entwicklungshelfer in die dritte Welt, richteten das Ansehen der FDJ bei vielen Jugendlichen wieder etwas auf.

Für einen neuen Silberstreifen am Horizont innerhalb der bleiernen Stagnation sorgte schließlich die Absetzung Walter Ulbrichts 1971 auf dem VIII. Parteitag der SED und die Ernennung des verhältnismäßig jungen Erich Honneckers zum Staatsratsvorsitzenden.

4. Die FDJ in der Ära Honecker bis zum Zusammenbruch der DDR (1971-1989)

Mit der Ablösung von Ulbricht durch Honecker begann eine neue Ausrichtung von Politik und Ideologie der SED. Honecker baute den Führungsanspruch der SED noch stärker aus und trieb eine Straffung der Parteidisziplin voran. Die Ideologie wurde als der Hauptinhalt der Partei hervorgehoben und durch die Ansicht, die DDR sei die ,,sozialistische deutsche Nation", wurde jeder Wiedervereinigungsanspruch von Seiten der DDR beseitigt. Gesellschaftspolitisch setzte die Partei nach der Episode des Prager Frühlings und angesichts der Studentenunruhen in Westdeutschland auf Disziplinierung45. Diese neue Politik hatte schließlich auch Auswirkungen auf die Jugendpolitik. Im Januar 1974 beschloß die Volkskammer ein neues Jugendgesetz, das nun vorrangig die ideologische Beeinflussung der Jugend hin zum ,,sozialistischen Menschen", sowie deren Wehrbereitschaft zum Ziel hatte. Der Jugend sollte verstärkt an der ,, Mitgestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft" teilnehmen und in die Pflicht genommen werden46. Die FDJ wurde daher zu groß angelegten Aufbauprojekten (,,Vorwärts zu neuen Erfolgen") herangezogen. Insgesamt 21 000 Jugendbrigarden der FDJ arbeiteten in der Wohnungsbauoffensive, die durch Honecker vorangetrieben wurde, sowie im Fernmeldewesen, in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen47.

Mitte der Siebziger Jahre war die optimistische Grundstimmung, die zum Machtwechsel von Ulbricht zu Honecker vorgeherrscht hatte und zu einer breiten Zustimmung der DDR- Bevölkerung zu ihrem Staat geführt hatte, verflogen. Kritische Intellektuelle, wie z.B. Wolf Biermann und Robert Havemann, die u.a. eine weitreichende Reform des real existierenden Sozialismus gefordert hatten, wurden aus der DDR ausgebürgert oder mit Hausarrest belegt. Unter den Jugendlichen der DDR machte sich angesichts des innepolitischen Drucks Pessimismus und Lethargie breit48.

Als sich zum Anfang der 1980er die weltpolitische Lage im Zeichen des NATO- Doppelbeschlusses und der Invasion der Sowjetunion in Afghanistan zusehend verschärfte, war für innenpolitische Reformen in der DDR schließlich überhaupt kein Spielraum mehr vorhanden. So tat sich in der Jugendpolitik der SED wenig und die Parteiorganisation FDJ war kaum in der Lage auf die Bedürfnisse der DDR-Jugend einzugehen. Statt dessen wurden die Jugendlichen in den Schulen seit 1978 zur obligaten ,,Wehrerziehung" herangezogen. Die FDJ veranstaltete gemeinsam mit der NVA Schießübungen und Handgranatenweiwurf- Wettbewerbe49.

Angesichts dieser betonierten Verhältnisse wuchs das oppositionelle Potential unter den Jugendlichen rapide an, das zu einem regen Zulauf der Kirchen, der Umweltschutz- und Friedensbewegung führte. Mitarbeiter des Ministeriums für Staatsicherheit registrierten aufmerksam eine wachsende Ablehnung Jugendlicher gegenüber dem SED-Staat. So häuften sich Anträge von Jugendliche auf Ausreise in die Bundesrepublik in besorgniserregenden Ausmaß50.

Auch als seit Mitte der achtziger Jahre im Bruderstaat Sowjetunion Gorbatschows ,,Peristroika" ihren Einzug hielt, blieb in der DDR dagegen vieles beim alten. Reformen wurden nur zaghaft bis überhauptnicht gewagt. SED und FDJ bescheinigten sich in ermüdender Regelmäßigkeit ein erfolgreiche Arbeit. Dabei hatte der Jugendverband und die Partei über genug Statistiken und Studien verfügt, die die Zustimmung der DDR-Jugend zur FDJ und SED beschrieben und hierzu ein desaströses Bild zeichneten. So kam eine Untersuchung des Leipziger Zentralinstituts für Jugendforschung im Jahr 1987 zum Thema ,,FDJ - Interessenvertreter der gesamten Jugend", die insgesamt 1 928 Jugendliche in verschiedenen Industriekombinaten befragt hatte zu dem brisanten Ergebnis: ,, Die Mehrheit der jungen Werktätigen identifiziert sich nicht oder nur mit Einschränkungen mit den in der FDJ vorgefundenen Bedingungen der Persönlichkeitsentwicklung 51 ." Der Direktor des Zentralinstituts warnte in einer Expertise zum Jahresende 1987, die der Generalsekretär der FDJ, Egon Krenz, in Auftrag gegeben hatte: ,, Wäre der Austritt aus der FDJ folgenlos, würden die Jugendlichen heute gewißmassenhaft den Jugendverband verlassen. Er entspricht in seinen Organisationsformen, teilweise auch in seinen Inhalten und der Sprache, zu wenig der veränderten Mentalität der gegenwärtigen Jugend. Sie fühlen sich hier zu sehr fremdbestimmt 52." Diese Untersuchungen wurden von zuständigen SED-Sekretär für Jugendfragen, Egon Krenz, jedoch nicht an die Gremien seines Verbandes weitergeleitet. Die überfälligen Reformen und Liberalisierungen blieben daher aus. Die zunehmende Ablehnung der FDJ durch die Jugendlichen zeigte sich im Anwachsen der Jugendbewegungen außerhalb der Massenorganisation. Die Umwelt- und Friedensbewegung, die sich vor allem in den Kirchen der DDR organisierte, erhielt im Laufe der achtziger Jahre regen Zulauf. Auch die Subkulturen erhielten eine starke Belebung. Plötzlich traten im Straßenbild der DDR-Städte Punks, Autonome und Skinheads auf, die von der FDJ und der Staatsicherheit beobachtet und verfolgt wurden53.

Der Bruch zwischen Jugend und SED zeichnete sich spätestens auf dem jährlichen Pfingstreffen der FDJ im Jahr 1989 ab, als viele FDJ-Gruppen die Teilnahme verweigerten und die Veranstaltung angesichts der Ausreisewelle von DDR-Bürgern über Ungarn, als ,,Ignoranzparty" bezeichneten. Das Zentralinstitut für Jugendforschung (ZIJ) warnte die Partei eindringlich, daß die Ablehnung des Pfingsttreffen die ,, grundsätzliche ablehnende Haltung zur Politik der SED" der Jugendlichen widerspiegle54. Die SED ignorierte die zahlreichen selbstkritischen Lageanalysen der FDJ und die Studien des ZIJ. Der ins Politbüro aufgestiegene ehemalige erste Sekretär der FDJ, Egon Krenz schrieb im September 1989 in die FDJ-Zeitung ,,Junge Welt ":" Die Junge Generation stehe zu ihrer sozialistischen Heimat (und) und zu unseren führenden politischen Kraft, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, was sie während des Pfingsttreffen der FDJ bekannt habe 55." Noch in der sich zuspitzenden Situation im Herbst 1989, als die Ausreisewelle aus der DDR ihren Höhepunkt erreichte, versicherte die FDJ-Führung dem Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, daß sich die Partei in jeder Situation auf die FDJ verlassen könne56. Während am 7. Oktober 1989 die Sicherheitskräfte die Demonstrationen in Berlin, Dresden, Leipzig, Jena und in anderen Städten gewaltsam niederschlugen, feierte der Jugendverband den vierzigsten Jahrestag der DDR-Staatsgründung mit einem Fackelzug von etwa einhunderttausend FDJ- Mitgliedern. Am 10. Oktober wurde endlich auf einer Sitzung des Politbüros außerplanmäßig eine ,, Einschätzung der politischen Lage unter der Jugend (mit) Schlußfolgerungen für die weitere Vorbereitung de XII. Parteitages der SED und des XIII. Parlaments der FDJ" vorgelegt. Grundlage des Papiers, das von allen FDJ-Spitzenfunktionären unterschrieben war, bildeten die Studien der Leipziger Jugendforscher. Das Papier zeigte die Fatale Fehlentwicklung in der SED-Jugendpolitik und in der FDJ-Organisation auf. Erich Honecker reagierte äußerst erbost auf dieses Papier und bezeichnete es als ,, das erste Mal in der Geschichte der DDR, daßdie FDJ-Führung geschlossen die Politik der Partei und ihres Zentralkomitees angreife". Honecker forderte daraufhin die Verfasser und die Unterschreiber des Berichts zur Verantwortung zu ziehen57.

Als Honecker Ende Oktober schließlich von Egon Krenz in Amt des Staatsratsvorsitzenden abgelöst wurde, versicherte ihm die FDJ, deren Vorsitzende Krenz von 1974 bis 1983 gewesen war, rückhaltlose Treue.

Als schließlich nach dem Fall der Mauer, am 16. November 1989 im Berliner Lustgarten hunderte Jugendliche für eine Erneuerung der FDJ demonstriert, nahmen alle führende Funktionäre ihren Hut. Mit diesem Ereignis endet die Funktion der FDJ als Massenjugendorganisation der DDR. Die FDJ bestand in der folgenden ,,Wendezeit" als kleine Jugendorganisation, die sich nun f.d.J. schrieb, neben vielen weiteren Gruppierungen fort58.

Schluß

In dieser Arbeit wurde der Versuch unternommen die Geschichte der FDJ, einer der wichtigsten Massenorganisationen der DDR - jene Transmissionsriemem zwischen SED und Gesellschaft - in ihrer Entwicklung darzustellen. Hierbei wurde deutlich, daß die Integration der Jugend in das Ideologiesystem der DDR durch die Massenorganisation FDJ nur selten glückte. Die größte Zustimmung der Jugendlichen zum Staat DDR war in der Zeit der Liberalisierung der Jugendpolitik von September 1963 bis Ende 1965 zu beobachten, da es die SED und FDJ-Führung hier verstand, den Wunsch der Jugendlichen nach individueller Entfaltung nachzukommen. Die sonst eher repressive Jugendpolitik der DDR machte die FDJ und ihr Verbandsleben zur grauen Pflichterfüllung, die die Jugendliche, wie z.B. die Umfragen und Studien des Leipziger Zentralinstituts für Jugendforschung belegen, nicht begeistern konnte. So lief der Transmissionsriemen FDJ zwar ständig, für eine echte Integration des einzelnen Jugendlichen in den Staat DDR konnte er jedoch nicht sorgen.

Literaturverzeichnis

- Andreas Bauhaus, Jugendpresse, -hörfunk und -fernsehen in der DDR. Ein Spagat zwischen FDJ-Interessen und Rezipientenbedürfnissen, (Diss.), Münster 1994.
- Michael Budrus, Die Organisation ,,Dienst für Deutschland". Arbeitsdienst und Militarisierung in der DDR, München 1994
- Christiane Lemke, Die Ursachen des Umbruchs 1989. Politische Sozialisation in der ehemaligen DDR. Opladen1991
- Ulrich Mählert, Die Freie Deutsch Jugend 1945-1949, Paderborn 1995.
- Ders. und Gerd-Rüdiger Stephan, Blaue Hemden - Rote Fahnen, Opladen 1996.
- Edeltraud Schulze u.a. (Hg.), DDR-Jugend. Ein statistisches Handbuch, Berlin 1995.
- Harry Waibel, Rechtsextremismus in der DDR bis 1989. Neofaschistische, antisemitische und xenophobische Einstellungen und Gewalttaten von Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der DDR-spezifischen historischen, politischen und ideologischen Bedingungen und Ursachen. (Diss.) Berlin 1995.
- Michael Walter, Die Freie Deutsch Jugend. Ihre Funktionen im politischen System der DDR, Freiburg i.Br. 1997.

[...]


1 Andreas Bauhaus, Jugendpresse, -hörfunk und -fernsehen in der DDR. Ein Spagat zwischen FDJ-Interessen und Rezipientenbedürfnissen, (Diss.), Münster 1994, S.2.

2 Edeltraud Schulze u.a. (Hg.), DDR-Jugend. Ein statistisches Handbuch, Berlin 1995, S.8.

3 Ebenda, S.17.

4 Zitiert nach Ulrich Mählert, Die Freie Deutsche Jugend 1945-1949, Paderborn 1995, S.35.

5 Ebenda.

6 Ebenda, S.37.

7 Ebenda, S.36.

8 Ebenda, S.57.

9 Ebenda, S.61.

10 Ebenda, S.79.

11 Ebenda,S.81.

12 Michael Walter, Die Freie Deutsch Jugend. Ihre Funktionen im politischen System der DDR, Freiburg i.Br. 1997. S.37f.

13 Ulrich Mählert und Gerd-Rüdiger Stephan, Blaue Hemden - Rote Fahnen. Die Geschichte der Freien Deutschen Jugend, Opladen 1996. S.35.

14 Ebenda, S.44.

15 Ebenda, S. 35f.

16 Walter, S.39.

17 Ebenda, S.40.

18 Bauhaus, S.9.

19 Mählert u.a, Blaue Hemden, S.78f.

20 Ebenda, S.86.

21 Ebenda, S.61.

22 Michael Budrus, Die Organisation ,,Dienst für Deutschland". Arbeitsdienst und Militarisierung in der DDR, München 1994, S.145f.

23 Mählert u.a., Blaue Hemden, S.89.

24 Ebenda, S.90.

25 Ebenda, S.63.

26 Walter, Freie Deutsche Jugend, S.45.

27 Mählert u.a., Blaue Hemden, S. 92ff.

28 Ebenda, S.95.

29 Walter, S.46.

30 Ebenda, S.100.

31 Ebenda. S.103ff.

32 Walter, S.48.

33 Ebenda, S.49.

34 Mählert u.a., Blaue Hemden, S.114ff.

35 Walter, S.50.

36 Mählert u.a., Blaue Hemden, S.137f.

37 Walter, S.52.

38 Mählert u.a., Blaue Hemden, S.150.

39 Walter, S.53.

40 Bauhaus, Jugendpresse, S.137ff.

41 Mählert u.a., Blaue Hemden, S.156.

42 Ebenda, S.173.

43 Walter, S.9f.

44 Mählert u.a., Blaue Hemden. S.187.

45 Harry Waibel, Rechtsextremismus in der DDR bis 1989. Neofaschistische, antisemitische und xenophobische Einstellungen und Gewalttaten von Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der DDR-spezifischen historischen, politischen und ideologischen Bedingungen und Ursachen. (Diss.) Berlin 1995. S.136f.

46 Christiane Lemke, Die Ursachen des Umbruchs 1989. Politische Sozialisation in der ehemaligen DDR. Opladen1991, S.74.

47 Mählert u.a., Blaue Hemden, S.206f..

48 Ebenda, S.212.

49 Ebenda, S.225.

50 Walter, S.54.

51 Walter, S.54.

52 Ebenda, S.55.

53 Mählert u.a., S.230f.

54 Walter, S.57.

55 Bauhaus, S.129.

56 Walter, S.59.

57 Walter, S.61.

58 Walter, S.63ff.

18 von 18 Seiten

Details

Titel
Zur Lebenswelt von Jugendlichen in der DDR: Die Massenorganisation FDJ
Autor
Jahr
2000
Seiten
18
Katalognummer
V97056
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebenswelt, Jugendlichen, Massenorganisation
Arbeit zitieren
Christian Schaaf (Autor), 2000, Zur Lebenswelt von Jugendlichen in der DDR: Die Massenorganisation FDJ, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97056

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