Die selbstgeschriebene Satire und ihre Interpretation - Die Satire, Geschichte und Stilmittel


Hausarbeit, 2001

22 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Thema
1.1 Themenwahl - Gründe
1.2 Der Sachverhalt

2. Die eigene Satire
2.1 Erstfassung
2.2 vorläufige Endfassung
2.3 endgültige Endfassung

3. Stilmittel
3.1 Die Merkmale der Satire
3.2.1 Die Wahl der Stilmittel - Gründe für die vorgenommenen Änderungen
3.2.2 Die Wahl der Stilmittel - Gründe für die endgültige Änderung

4. Einleitung - Die Satire

5. Geschichtlicher Rückblick

1.1 Themenwahl - Gründe

Folgende Themen überlegte ich mir für meine Satire:

- Fehlende Zivilcourage
- Extremsportarten
- Volksmusik
- Tragen oder Nichttragen einer Brille
- Vorurteile aufgrund des Aussehens
- Aküfi in der Uni
- Bahnfahren

Zu allen Punkten fielen mir genügend Argumente ein, die ich in die Satire hätte einbringen können. Teilweise aus Erlebnissen, teilweise aus mir aufgefallenen Missständen.

Fehlende Zivilcourage: Ich hatte mein Fahrrad am Hildesheimer Hauptbahnhof abgestellt. Als ich dort allerdings die vielen Fahrradleichen sah, hatte ich kein gutes Gefühl dabei, mein Fahrrad dort zwei Tage stehen zu lassen, obwohl ich es recht zentral angeschlossen hatte. Und so beauftragte ich jemanden, der in Hildesheim wohnte, mir mein Fahrrad dort zu „klauen“ und bei sich in die Garage zu stellen. Dazu musste dieser, mit einer Eisensäge bewaffnet, das Ringelschloss aufbrechen. Es war helllichter Tag und er wurde weder angesprochen, als er das Fahrrad knacken wollte, noch als er es zum Auto halb rollte halb trug. Kleine Jungs wollten ihm sogar noch ein paar Tricks verraten, wie man es noch besser klauen könnte!

Extremsportarten: Dazu inspirierte mich das Lied „Alle rennen“ von Reinhard Mey, in dem er von immer ausgefallenerem Sport-, Freizeitverhalten der Deutschen singt („ ...von der Brücke fallen am Strick... “).

Volksmusik: Da es sich bei der in Funk und Fernsehen angebotenen Volksmusik nicht um die wirkliche handelt, die als Gesamtheit der gedächtnismäßig überlieferten Gebrauchs- und Unterhaltungsmusik definiert wird, wird sie sicher von vielen wegen ihrer sonnigen Texte, belächelt. Sie gilt in einer bestimmten Altersstufe als ernst gemeinte Unterhaltung. An bestimmten Wochentagen, kann man sich sicher sein, mit einer solchen Hitparade im Fernsehen konfrontiert zu werden - häufig gibt es zur gleichen Zeit dann auch keine sehenswerte andere Sendung. Ich interpretiere für mich, dass sowohl die mir etwas zu sonnigen Liedinhalte als auch ihre übertriebene Darstellung durch die Sänger zu einer gewissen Abneigung meinerseits gegenüber der „Volksmusik“ geführt hat und somit für mich der Ausgangspunkt für das Thema einer Satire gegeben wäre.

Tragen oder Nichttragen der Brille: Einmal wieder inspiriert durch ein Lied Reinhard Meys: „Ohne Dich“, andererseits aber auch durch KommilitonenInnen, die in Vorlesungen und Seminaren ihre Brille aus dem Etui tüddeln, anstatt sie die ganze Zeit auf der Nase zu tragen.

Vorurteil aufgrund des Aussehens: Man hat gewisse (Vor-) Urteile gegenüber Menschen gefällt, nachdem man sie das erste Mal gesehen hat. An der Uni ist dieser Personenkreis durch die gegebenen Studiengänge eingeschränkt, sodass man auf Grund des Outfits anderer Studenten, in der Mensa, recht sicher urteilen kann, was der oder die studiert. Die Lösung ergibt sich häufig aus den belauschten Mensagesprächen.

Aküfi in der Uni: Ich erinnerte mich in der Einführungswoche zu Beginn meines Studiums daran, dass die FS LA auf den Aküfi (Abkürzungsfimmel) hinwies. Dieser Sachverhalt ist mir wieder in den Sinn gekommen, verbunden mit der Idee darüber eine Satire schreiben zu können.

Meine Wahl fiel auf das letzte Thema „Bahnfahren“, da es für mich am aktuellsten war. Da ich mich über den schlechten Services der Bahn, schon so lange geärgert habe, war ein aktueller Anlass letztendlich der Auslöser, den aufgestauten und bis dahin gerade ruhenden Ärger, satirisch niederzuschreiben.

1.3 Der Sachverhalt

Zu Beginn meines Studiums bin ich jedes Wochenende nach Hause (Peine) gefahren. Ließ sich keine Mitfahrgelegenheit finden, fuhr ich mit der Bahn.

Das erwies sich allerdings immer als recht umständlich: Um von Peine nach Hildesheim oder von Hildesheim nach Peine zu gelangen, bestanden die Möglichkeiten über Hannover oder über Lehrte zu fahren. In Hannover musste man nicht so lange auf den Anschlusszug warten, wohingegen man in Lehrte immer mehr als eine halbe Stunde Aufenthalt in Kauf nehmen musste. Weil die Verbindung über Lehrte billiger war, wählte ich diese Strecke, wenn ich nicht terminlich gebunden war! Im Sommer kein Problem, aber als ich eines Winters auf den Zug warten musste, fand ich allerdings keine geschützte Wartemöglichkeit (!) und so wartete ich - kleine weiße Atemwölkchen ausstoßend - auf einer Bank im Inneren des Bahngebäudes. Heute nun hat sich der Fahrplan geändert. Es gibt mittlerweile zügige Verbindungen über Lehrte nach Hildesheim ohne den Umweg nach Hannover.

Als ich letztens am Bahnhof so meine Schwierigkeiten (nur aufgrund der Schwerfälligkeit des Automaten, nicht aufgrund meines Technikverständnisses!) mit dem neuen Fahrkartenautomaten hatte, kam der ganze aufgestaute und bis dahin ruhende Ärger über die Bahn und ihren Service wieder hoch, so dass ein aktueller Anlass zum Schreiben der Satire gefunden war.

Hinzufügen lässt sich nun noch, dass diese neuen Automaten wirklich sehr schwerfällig reagieren, so dass es mir passiert ist, dass das Programm (zweimal nacheinander) wieder in seine Ausgangsposition gesprungen ist, obwohl ich mit der weiteren Auswahl noch gar nicht fertig war! Der Touchscreen reagierte nicht im Mindesten auf meine Berührungen! Wäre mir das in einer Stresssituation passiert (also bei drohender Abfahrt des Zuges), hätte ich mich sicher umso mehr geärgert, vor allem weil ich beim Nachlösen zusätzlich noch 5 DM auf den Fahrpreis hätte draufzahlen müssen!

Der Zug ist mir übrigens nicht, wie in der Satire beschrieben, vor der Nase weggefahren, sondern er fuhr gerade erst ein, als ich das Bahngleis erreichte. Zuvor hatte ich fast 10 Minuten an dem Automaten zugebracht!

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die selbstgeschriebene Satire und ihre Interpretation - Die Satire, Geschichte und Stilmittel
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Institut für Deutsche Sprache und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Das Komische in der Literatur
Autor
Jahr
2001
Seiten
22
Katalognummer
V9712
ISBN (eBook)
9783638163422
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wolfgang Menzel, Satire, Stilmittel der Satire, Geschichte der Satire, satirische Texte
Arbeit zitieren
Anne Zeller (Autor), 2001, Die selbstgeschriebene Satire und ihre Interpretation - Die Satire, Geschichte und Stilmittel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9712

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