Florenz im 15. Jahrhundert. Politische Verfassung und Entwicklung des Bürgertums


Seminararbeit, 1997

25 Seiten, Note: 1,7


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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Politische Verfassung
1.1. Florentinische Oligarchie 1382 - 1434
1.1.1. Machtkonzentration und Verfassung
1.1.2. Politische Grundtendenzen
1.1.3. Der Sturz
1.2. Florenz unter den Medici
1.2.1. Die Partei der Medici
1.2.2. Cosimo de`Medici 1434 - 1464
1.2.3. Piero de`Medici 1464 - 1469
1.2.4. Lorenzo de`Medici 1469 - 1492
1.2.5. Piero de`Medici 1492 - 1494
1.3. Die Neubelebung der Republik 1494 - 1512
1.3.1. Der Sturz der Republik

2. Die Entwicklung des Bürgertums

3. Schluß

4. Literatur

0. Einleitung

Die vorliegende Arbeit, im Rahmen des Seminars "Sozialgeschichte der Kunst der Renaissance und ihrer Vorläufer am Beispiel Norditaliens" entstanden, versucht den politischen und sozialen Kontext einer toskanischen Stadt aufzuzeigen, die nicht nur entscheidend das Ende des Mittelalters eingeläutet hat, sondern zugleich die prägende Kunst- und Kultur-Epoche der Renaissance hervorbrachte.

Florenz - heutige Hauptstadt der Toscana - entwickelte sich seit dem 12. und 13. Jahrhundert zu einer expandierenden und dynamischen Stadt, es kam zum revolutionären Aufstieg des Bürgertums und schließlich zur Regierung der Zünfte. Das neue Selbstbewußtsein und steigende Organisationsvermögen des "Volkes" führte letzendlich nicht nur zum starken Bevölkerungszuwachs und wirtschaftlichem Aufschwung, sondern vor allem kaufmännische, unternehmerische und handwerkliche Aktivitäten erlebten eine außerordentliche Blütezeit. Unmittelbar mit der Architektur und Malerei der Renaissance können diese sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen verbunden werden, die in Florenz wohl die größte Dichte und Bandbreite an künstlerischen Novitäten dieser Epoche hervorbrachten. In der Malerei bedeutete dies insbesondere die Entdeckung der Perspektive, der Landschaftsmalerei und die Entwicklung einer bisher ungekannten Plastizität, in der Architektur drückte sich die Renaissance insbesondere durch eine Wiederbelebung klassizistischer Formen aus.

Im Allgemeinen wird primär das 15. Jahrhundert als der "Höhepunkt" der Renaissance angesehen. Hinsichtlich der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung jedoch zeichnet sich in diesem Jahrhundert bereits das Ende der bürgerlichen Herrschaft an, die die bahnbrechende kulturelle Bewegung ermöglicht hatte. In Florenz ist es die Dominanz der Familie Medici, die sich langsam aber beharrlich fortsetzt und die Entwicklung zurück zur feudalen Machtherrschaft ankündigt.

Die vorliegende Arbeit versucht, die politische und soziale Entwicklung in Florenz bis zur "Hoch-Renaissance" nachzuzeichnen. Speziell die "Machtinhaber" des 15. Jahrhunderts und ihre politischen Methoden werden charakterisiert und damit der Weg der sich zuspitzenden Medici-Vorherrschaft verfolgt. Orientiert an den jeweiligen politischen Kopf der Familie Medici verfolgt die Arbeit die grundlegensten Änderungen an der politischen Verfassung von Florenz, bis hin zum Untergang der Republik im Jahre 1512. Anschließend folgt ein Abriß über das sich verändernde Selbstverständnis des Bürgertums und die sich langsam ankündigende "Refeudalisierung des Bürgertums".

1. Politische Verfassung

Etwa um 1100 erringt Florenz seine städtische Autonomie und errichtet als politische Instanzen Gemeinderäte, in denen noch vorwiegend die Aristokraten sitzen. Der Kommune gelingt es in den Folgejahren, seine Macht auch über die Stadtmauern hinaus auszuweiten; mit der Unterwerfung des Hinterlandes und der Eroberung umliegender Städte schreitet die wirtschaftliche Expansion voran: man sichert sich Handelswege, Arbeitskräfte und Nahrungsmittelreserven. Die Geld- und Erwerbswirtschaft kündigt sich an, in der nicht Herkommen und Stand, sondern Talent und Können den sozialen Status konstituieren. 1282 gibt sich die Republik Florenz eine demokratische Verfassung. Alle öffentlichen Ämter werden nun den Mitgliedern der Zünfte vorbehalten, Magnaten sind in dieser Regierung nur noch unbedeutend vertreten, 1293 wird ihnen schließlich jede politische Tätigkeit untersagt. Gänzlich unbeteiligt an dieser Regierung bleiben Arbeiter und alle, die zu keiner Zunft gehören. Zwischen 1330 und 1340 erreicht Florenz "seinen Höhepunkt an Reichtum, Macht und Ansehen"1, eine Elite von Kaufleuten, Unternehmern und Anwälten dominiert das päpstlich orientierte - guelfische - Regime. Wichtigste Instanz der Verfassung ist die neunköpfige Exekutive, die Signoria. Sie wird von den 12 "Guten Männern" und 16 Gonfalonieri (aus 16 verschiedenen Stadtteilen) beraten und unterstützt. Volksräte (bestehend aus insgesamt zweihundert Stadtbürgern) stimmen über die von der Signoria eingebrachten Gesetzesvorschläge ab. Die Ämter werden in regelmäßigen Abständen neu ausgelost, so daß die politische Macht in die Hände möglichst vieler Bürger liegt. Zwar ist Parteienbildung streng verboten, dennoch gibt es immense Spannungen und Rivalitäten, insbesondere zwischen Guelfen und Ghibellinen (Anhänger des Kaisers). In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhundert erlebt Florenz eine schwere Krise, der Pest von 1340 und 1348 fallen zehntausende von Bürgern zum Opfer, es folgt eine wirtschaftliche Depression, verbunden mit Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen. 1378 kommt es zum Aufstand der Wollarbeiter (Ciompi), ihre bisher ausgeschlossene Zunft konstituert das neue Regime. Nach nur sechs Wochen werden die Ciompi jedoch gewaltsam niedergeschlagen, ihre Zunft der Textilarbeiter aufgelöst und ihre Anführer ins Exil geschickt. Abgelöst werden die Ciompi von einem Regime der niederen Zünfte: Kaufleute, Handwerker, Ladenbesitzer.

1.1. Florentinische Oligarchie 1382 - 1434

1.1.1. Machtkonzentriation und Verfassung

1382 kommt es in Florenz zu einer Revolution: die Herrschaft der niederen Zünfte, die die Regierung der Ciompi gestürzt hatte, wird vom Großbürgertum abgelöst: Konservative, wohlhabende guelfische Familien bilden nun die Regierung. Es ist eine heterogene Schicht von Kaufleuten, Fabrikanten und Angehörigen des Feudaladels, die z.T. bereits vor dem Aufstand der Ciompi als Ratgeber, Diplomaten, Offiziere und Finanzexperten auf den Staat eingewirkt hatten.

Die republikanische Verfassung wird nach 1382 grundsätzlich beibehalten, nur zwei wesentliche Änderungen setzen sich durch: a) Die Absolute Gewalt in der Signoria soll ab sofort von den oberen Zünften ausgehen, d.h. drei Viertel aller Regierungsämter gehen an Mitglieder der sogenannten arti maggiore. b) Magnaten dürfen wieder Staatsämter bekleiden. Damit ist bereits am Ende des 14. Jahrhunderts eine der grundsätzlichsten Errungenschaften der Republik Florenz, nämlich die Entmachtung des Adels, verloren gegangen.

Ein Schaubild soll die grundlegendsten Instanzen der florentinischen Verfassung von 1382 - 1434 veranschaulichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zentrales Organ der Regierung ist die Signoria, die aus acht priori (zwei Männer aus jedem der vier florentinischen Bezirke) und dem Vorsitzenden, dem Gonfaloniere der Justiz besteht. Gemeinsam mit den 12 "Guten Männern" und 16 Gonfaloniere (aus jedem florentinischen Unterbezirk einen "Bannerträger") arbeitet die Signoria Gesetzesvorschläge aus, über die dann der "Rat des Volkes" und der "Gemeinderat" abstimmen müssen. Mehrere Ausschüsse sind von der Signoria mit der Überwachung verschiedener Verwaltungsteile betraut.

Jedes öffentliche Amt darf in der Regel nur zwei bis sechs Monate ausgeübt werden, damit sich die Macht nicht auf zu Wenige konzentriert oder gar verfestigt. Alle Ämter werden ausgelost: Die Namen aller wählbaren Bürger (man muß Mitglied in einer der Zünfte sein, darf keine Steuerschulden haben und muß über dreißig Jahre alt sein) werden von den Ausschüssen in einen Beutel gelegt. Die accopiatori sind damit betraut, die Namen für die drei führenden Ämter (Signoria, "Gute Männer" und Gonfaloniere = tre maggiore) auszulosen. Da die accopiatori allerdings selber von der Signoria ernannt werden und zudem ihre Auswahl von einem Wahlausschuß bestätigt werden muß (in dem u.a. auch die vorherigen tre maggiore sitzen), wird immer dafür gesorgt, daß es unerwünschten Männern kaum gelingt, in diesen "inneren Kreis" einzudringen.

Laut HALE befindet sich die "Mehrzahl der wichtigen Ämter (...) in den Händen des kleinsten und reichsten Teils der Gemeinde."2 Zwar sind etwa 6.000 Männer so gestellt, daß sie als Inhaber eines politischen Amtes in Betracht kommen, aber nur 75 Namen tauchen in den Gremien so häufig auf, daß sie als die zentralste und mächtigste Gruppe von Florenz gilt. Die "Haltung der Regierung" orientiert sich an der Einstellung, "die diese Gruppe bekanntermaßen in Fragen der Innen- und Außenpolitik vertrat. Dies war das politische Herzstück von Florenz, die oligarchische Machtbasis"3

Neue Instanz in der Regierung von 1382 ist die "Otto di Guardia", ein Sicherheitsausschuß der insbesondere aufgrund der Erfahrung des Ciompi-Aufstandes errichtet wird und als eine Art "Geheimpolizei"4 vor allem politische Feinde verfolgen soll. Tatsächlich planen verbannte Wollarbeiter,Handwerker aber auch Patrizer mehrmals Verschwörungen gegen die nun herrschenden florentinischen Familien. Sämtliche Verschwörungen scheitern jedoch, da sie vorzeitig vom Sicherheitsausschuß aufgedeckt werden.

Machtpolitisch wird Florenz von einer kleinen Gruppe reicher Bürger kontrolliert, deren politischer Einfluß von ihrem sozialen Rang und ihrem Reichtum herrührt. Sie verstehen es, Parteigänger und Abhängige für sich arbeiten zu lassen und so die Kontrolle über die Regierung zu behalten, ohne gegen die Verfassung zu verstoßen.

Ihre Machtkonzentration wird zum großen Teil insbesondere auf die außenpolitischen Probleme zurückgeführt: Insbesondere der mailändische König Visconti - der durch kriegerische Expansion bereits Pisa, Siena, Perugia und Bologna unterworfen hatte - bedroht zu Beginn des 15. Jahrhunderts auch Florenz. Solange die Macht in Florenz auf viele Bürger verteilt ist, befindet sie sich im Nachteil gegenüber der diktatorischen Tyrannei. Um also schnell und wirkungsvoll gegen Viscontis Truppen reagieren zu können, wird es legitim, die Entscheidungsgewalt auf wenige Köpfe zu verteilen und unter dem Gebot der Geheimhaltung zu arbeiten. 1393 wird ein Zehnerausschuß gegründet, dem jeweils für begrenzte Zeitspannen die Exekutive übertragen wird, und die "fähig war, rasche Maßnahmen gegen die Tyrannei der Visconti zu ergreifen."5 Das Volk akzeptiert nahezu widerstandslos seine zunehmende Einflußlosigkeit, zufrieden in dem Wissen, das ihre Stadt zumindest nicht von Visconti eingenommen würde.

1.1.2. Politische Grundtendenzen

Nach dem traumatischen Aufstand der Ciompi agiert die wohlhabende, regierende Schicht außerordentlich konservativ und traditionsverhangen. Man tritt hauptsächlich für den Schutz der privilegierten Klassen ein, ist übereilig darum bemüht, interne Streitigkeiten zu vermeiden um gegen jegliche innere oder äußere Angriffe imun zu sein. Jede neue Clique, Familie oder Partei stellt eine Bedrohung für die Herrschenden dar, weshalb Neulinge oder Außenseiter wenig willkommen sind. "Das Festhalten an der Tradition erklärt, warum sich die Struktur der Verfassung während der Zeit dieser Regierung so wenig veränderte."6

"Dem modernen Beobachter fällt vor allem der unterdrückerische und ausbeuterische Charakter dieser patrizischen Regierung auf; sie nutzte ihre Macht zum Vorteil der Reichen und Mächtigen und häufig zum Schaden der Armen und Geringen."7 Tatsächlich bemühen sich die führenden Bürger hauptsächlich um den Schutz der privilegierten Klassen und sind damit beschäftigt, Vorteile auch für ihre eigenen Familien herauszuschlagen. Indirekt profitieren sie von den Steuern und den Zöllen auf Nahrungsmitteln, im Rechtssystem nutzen sie ihr Geld, um sich in Strafangelegenheiten freizukaufen.

Dennoch ist das bürgerliche Selbstverständnis stark vom Gefühl geprägt, der Kommune gegenüber verplichtet zu sein. Die Fähigkeit z.B. ihren Privatbereich aus den öffentlichen Angelegenheiten herauszuhalten, ist nicht sehr ausgeprägt. Als selbstverständlich wird es angesehen, daß der Staat das Recht und die Pflicht habe, den Bürgern erhebliche Opfer abzuverlangen. Als z.B. die finanzielle Last langer Kriegsjahre den florentinischen Staat schwer belastet, erlegt sich die herrschende Klasse 1427 selbst eine Kapitalsteuer auf, die sogenannte catasto. Die Familie Albizzi spendet zudem große Summen ihres Privatkapitals für die Bewaffnung der Stadt.8 Eine Ursache solch außergewöhnlichen Einsatzes ist nicht zuletzt die Überzeugung des Patriziats, daß allein sie über Macht, Ausbildung und Stand verfügen würden, um für den Staat Verantwortung zu tragen.

1.1.3. Der Sturz

Schließlich zerbricht die florentinische Oligarchie des frühen 15. Jahrhunderts an der andauernden außenpolitischen Krise und dem daraus resultierenden innenpolitischen Unfrieden der zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre. Der ständige Kriegszustand gegen Mailand und Lucca belastet die finanzielle Situation der Stadt außerordentlich. Um die militärischen Ausgaben zu decken werden Lebensmittel und Rohstoffe hoch besteuert, außerdem bedient sich die Kommune in großem Umfang der Zwangsanleihen. Die Besteuerung der Bürger begründete sich auf die Schätzung ihres Vermögens durch ihre Nachbarn - was ständigen Streit und große Unzufriedenheit unter der Bevölkerung hervorruf. Auch die Regierenden werden sich zunehmends uneinig.

Der Krieg gegen Mailand endet 1433 unentschieden, auch die aufwendigen Feldzügen gegen Lucca bleiben erfolglos. In diesen Jahren tritt die Konkurrenz zwischen den beiden mächtigsten und stark miteinander rivalisierenden Parteien immer deutlicher hervor: die Familie der Albizzi und die aufsteigende Familie der Medici buhlen gegenseitig um die höhere Anhängerschaft in den Räten und damit um die Vorherrschaft in der Signoria.

1433 ergibt die Wahl der Signoria - wahrscheinlich nicht ohne gewisse Manipulationen9 - eine Mehrheit für die Parteigänger der Albizzis, die als eine ihrer ersten Amtshandlungen versuchen, die Schuld über den ergebnislosen Krieg den Medici zuzuschieben. Es gelingt ihnen tatsächlich, sie als Kriegsgewinnler und Verräter zu diskreditieren. Cosimo de` Medici - das politische Oberhaupt der Familie - wird vor die Signoria zitiert. Er findet Wege, die für ihn vorgesehene Todesstrafe in eine Verbannung umzuwandeln und zieht nach Padua, später nach Venedig.

Familie Albizzi versucht in der folgenden Zeit, ihre Machtstellung innerhalb der Stadt auszuweiten, und "die verfassungsmäßige Ordnung der Stadt Florenz zu untergraben" um ihrer Partei "den Zugang zu den Ämtern und Kommissionen offen zu halten."10 Doch: den Albizzi gelingt es nicht, sich durchzusetzen. Auch ihre Bemühungen, den Einfluß der Familie Medici zu unterbinden, bzw. sie wirtschaftlich zu ruinieren, scheitert. Stattdessen gelingt es Cosimo de`Medici selbst in der Verbannung eine Stimmenmehrheit für eine Medici-freundliche Regierung in der florentinischen Signoria zu gewinnen: Im August 1434 beruft die neugewählte Signoria ein Parlamento ein (in dessen Händen sie ihre Befugnisse legt), mit der Bitte, einen Ausschuß für Notfälle (Bal ì a) zu wählen, der die Stadt aus der gegenwärtigen Krise herausführen sollte.11 Die Bal ì a ruft die Familie Medici zurück nach Florenz und beschließt die Verbannung von fast 70 Albizzi-Anhängern.

1.2. Florenz unter den Medici

1.2.1. Die Partei der Medici

"Der Entschluß, politische Macht zu erlangen, entstand aus dem Bedürfnis, das wachsende Vermögen der Bank Giovannis und das der angegliederten Bank seines Neffen Averardo abzusichern."12

Der Vater von Cosimo, Giovanni de´ Medici (genannt Giovanni di` Bicci), engagierte sich bereits seit Ende des 14. Jahrhunderts politisch und konkurrierte jahrelang mit den Albizzis um die politische Spitzenposition in der Stadt. Er gründete in dieser Zeit die Medici-Bank und machte hauptsächlich durch den Handel mt dem Orient recht schnell große Gewinne. Als Bankier und Hauptgläubiger von Papst Johannes XXIII. (und nach ihm von Papst Martin V.) finanzierte er dessen kostspielige militärische Aktionen. Außerdem erhielt die Medici-Bank vom Papst das Handelsmonopol für Alaun (ein damals außerordentlich wichtiges und seltenes Mineral, daß in Italien erstmals Mitte des 15. Jahrhunderts entdeckt wurde und hauptsächlich für die Tuchproduktion benötigt wurde). 1397 wurde die Zentrale der Medici-Bank in Florenz eröffnet, etwa nach 1410 wurde sie die größte und wohlhabenste in der Stadt. Giovanni de` Medici hinterließ Cosimo ein gewaltiges Vermögen, Cosimo seinerseits machte die Medici-Bank wahrscheinlich zur größten der damals bekannten Welt: in ganz Italien und auch nördlich der Alpen besaß er Filialen, zudem allein im Tuchgewerbe ca. 300 Firmen mit 10.000 Arbeitern.13

Der Kern der "Medici-Partei" ordnete sich zunächst der politischen Erfahrungen und dem finanziellem Gewicht Giovannis unter, der Anhängerkreis wurde stetig erweitert durch sorgfältig geplante Heiraten und gezielte finanzielle Unterstützungen. Die Anhänger der Medici bildeten auch über Florenz` Grenzen hinweg sehr bald einen festen Verbund, halfen, unterstützten und berieten einander, um ihren politischen als auch finanziellen Einfluß zu stärken. "Die Parteigegner konnten eine Liste erlauchterer Namen aufweisen, waren aber in sich gespalten (...)."14

1.2.2. Cosimo de` Medici, 1434 - 1464

Zwar läßt sich für die Rolle von Cosimo de` Medici im System von Florenz kein klassischer staatsrechtlicher Ausdruck finden, offensichtlich ist er jedoch seit seiner Rückkehr aus der Verbannung der mächtigste Entscheidungsträger im Staat Florenz. Zwar bleibt auch er immer an die Interessen der Oberschicht gebunden, aber seine und die Stellung seiner Nachfolger konsolidiert sich zunehmends.

Florenz bleibt auch mit Cosimo republikanisch, die Verfassung wird nur äußerst geringfügig verändert. Aber auch wenn die alten Formen weiterbestanden befand sich Florenz doch auf dem Weg zu fürstlicher Alleinherrschaft. HALE versucht eine detaillierte und differenzierte Beschreibung der diffusen Machtausübung des Cosimo de` Medici zu erstellen, auf die ich im Folgenden rekuriere.15

Cosimos Reichtum ist nur eines der Kriterien seiner Führerschaft, auch ist er nicht ungewöhnlich häufig Träger wichtiger Ämter innerhalb der Regierung. Er gewinnt zum großen Teil seine Macht und seinen Einfluß durch Gefälligkeiten für Freunde und Abhängige. Er ist Gönner und Förderer zahlreicher Mitbürger und pflegte nicht zuletzt durch seine Bank ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Päpsten und anderen Fürstlichkeiten. Aus diesem Grund überläßt man ihm gerne und oft die Außenpolitik der Stadt. Cosimo bemüht sich grundsätzlich um ein freundschaftliches und friedliches Verhältnis zu den anderen Herrscherhäusern Italiens, was maßgeblich zu seiner Beliebtheit beiträgt. 1454 gelingt es z.B. unter Cosimos Drängen, die jahrelange Feindschaft zwischen Florenz und Mailand beizulegen. Lange Zeit wohnt daraufhin ein mailändischer Gesandter im Medicipalast - einer der Gründe für die Überzeugung insbesondere von Außenstehenden, daß Cosimo der Signore der Stadt sei.

Cosimo ist stets bemüht, seinen Freunden und Anhängern die Mehrheit in den wichtigsten öffentlichen Ämtern zu verschaffen. Seine Methoden sind dabei eher subtil: Er gilt als außergewöhnlich zurückhaltend, meidet öffentliche Auftritte und Zur-Schau-Stellungen, tritt grundsätzlich erst dann in Erscheinung, wenn man ihn ruft. Den Bedürfnissen der Florentiner ist Cosimos Verhalten angemessen, denn Florenz bleibt polititsch eine konservative Stadt, in der man Veränderungen scheut und sich eng an Erfahrungen und Traditionen hält. "Er mag das Haupt der Ordnungspartei gewesen sein, aber nur, weil seine Laufbahn und seine Stellung ihr Ideal repräsentierte, und nicht, weil er Befehle gab."16

In den Jahren 1457/58 kommt es dennoch - und dies zeigt die immer noch unsichere Position von Cosimo - zu einer Verschwörung gegen die von Medici-Anhängern dominierte Regierung. Oppositionelle verlangen eine Vergrößerung des sogenannten "inneren Kreises", d.h. fordern ein breiteres Mitspracherecht der Bürger. Die Verschwörung scheitert, die Forderung der Opposition kann sich nicht durchsetzen. Stattdessen konsolidiert das herrschende Regime seine Machtstellung: es werden Wahlkontrollen für die Signoria durch die accopiatori eingeführt. Ein "Rat der Hundert" wird gegründet, (der ebenfalls aus den Listen der accopiatori gewählt ist und demnach eine überwiegend konservative Gruppe darstellt), der die abzustimmenden Gesetzesentwürfe formulieren soll und zukünftig Ernennungen für die Ausschüsse vornehmen darf.

Diese Verfassungsveränderungen zeichnen den grundlegenden Weg auf, den Cosimo und seine Verbündeten gehen, um ihre Machtposition abzusichern: Sie bemühen sich, den Kreis der potentiellen Amtsinhaber zu verkleinern, die Kontrolle über alle öffentlichen Ämter auszuweiten.

So beruft man sich unter Cosimos Regime jahrelang auf Notstände, in denen es üblich ist, nur kurze Listen in den Beutel zur Wahl der Signoria zu tun, unter dem Vorwand der Notfälle werden Sonderausschüsse (Bal ì a) eingesetzt, die dem Rat des Volkes und dem Gemeinderat die Abstimmung über Gesetzesvorlagen entziehen. Häufig gibt es illegale Manipulationen der Wahllisten.

Cosimo achtet insbesondere darauf, den Sicherheitsausschuß der Republik zu kontrollieren, dessen Kompetenzen in den folgenden Jahren nach und nach erweitert werden: Seit 1420 sind ihm zusätzlich Funktionen der Rechtsprechung übertragen, die Kontrolle über den Markt und über die militärische Befestigung von Florenz. Außerdem werden dem Ausschuß 200 Armbrustschützen und 200 Exekutivbeamte beigeordnet.

Die Medici-Bank erreicht unter Cosimo seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Allgemein notiert man mit der Machtübernahme der Medici die Einleitung einer neuen Glanzzeit der florentiner Wirtschaft, insbesondere im Jahre 1438 spricht man von einem polititschem, wirtschaftlichen und geistigem Aufschwung.

1.2.3. Piero de´ Medici, 1464 - 1469

Cosimo stirbt 1464 im Alter von 75 Jahren. Sein erster Sohn, Piero de` Medici wird von der Signoria als führender Bürger und Erbe Cosimos problemlos anerkannt. Piero übernimmt immerhin die Leitung der Bankgeschäfte, hält die außenpolitischen Beziehungen, die Cosimo aufgebaut hatte, aufrecht und übernimmt weiterhin - wie schon zu Lebzeiten seines Vaters - zahlreiche öffentliche Ämter.

Allerdings ist er aufgrund einer nahenden wirtschaftlichen Krise dazu gezwungen, einen härteren Sparkurs einzuleiten. "Piero stand zweifellos unter dem Einfluß einer allgemeinen finanziellen Panik, die sich 1464/65 in der Stadt ausbreitete."17 Einige führenden Familien sehen nach Cosimos Tod die Chance, das verfestigte Machtgefüge in der Signoria auflösen zu können und die Stellung der Medici einzunehmen. Eine neue Opposition gegen Piero ruft nach demokratischeren Strukturen, fordert die Wiederherstellung offener Wahlen, die im September 1465 auch tatsächlich durchgesetzt werden. Der Rat der Hundert verliert damit die Befugnis, die Wahlen zu überwachen und Pieros Machtstellung verschlechtert sich erheblich.

Die oppositionelle Bewegung scheitert dennoch: Man ist sich uneinig, insbesondere die beteiligten aufständischen Patrizier fürchten plötzlich um ihre privilegierte Stellung, die ihnen der Staat unter Cosimo zugesichert hatte. Je energischer die Rivalen Pieros sich für die Sache des Volkes einsetzen, desto mehr Leute wenden der Opposition schließlich den Rücken zu.

Im August 1466 entscheidet wieder einmal die Wahl der neuen Signoria den Ausgang der Unruhen. Die eindeutig Medici-Freundliche Signoria schickt wieder einmal alle Medici- Gegner ins Exil. Die Verfassung von 1464 wird wiederhergestellt, mit der zugefügten Klausel, daß auch in den nächsten 20 Jahren die Wahl der Signoria kontrolliert erfolgen soll, außerdem soll ab sofort Pieros Stimme bei allen Regierungsentscheidungen den Ausschlag geben.

"Die herrschende Klasse hatte einen Blick in den Abgrund der freien Diskussion und der Veränderung geworfen und schloß nun ihre Reihen wieder um Piero."18 Mit dem Niederschlag dieser Opposition festigt Piero entscheidend die Stellung seiner Familie - und insbesondere die seines Sohnes und Nachfolgers Lorenzo.

Nach nur knapp fünf Jahren "an der Macht" stirbt Piero de` Medici an schwerer Gicht.

1.2.4. Lorenzo de` Medici, 1469 - 1492

Insbesondere nach den Erfahrungen unter Piero werden in der 2. Hälfte des 15.Jahrhunderts die Institutionen deutlich starrer, die Regierung fühlt sich verpflichtet, den status quo zu halten. Der Rahmen für gesellschaftliche Veränderungen und Reformen verengt sich zunehmends. Daß man sich schnell und entschlossen dazu einigte, dem erst 20jährigen Lorenzo, die gleiche Stellung wie seinem Vater Piero zuzuerkennen und ihn in allen wichtigen Entscheidungsvorgängen zu Rate zu ziehen, war weniger eine Machtübertragung, als das Interesse, das Regime zu erhalten.19 "Man brauchte ihn wegen seines Familiennamens und zur Erhaltung des Komplexes persönlicher Verbindung, die sich um diesen herausgebildet hatten."20 Zur Absicherung ihrer Macht führt die Regierung - zunächst mehr über Lorenzos Kopf hinweg - verschiedene kleine Verfassungsänderungen durch. Dem "Rat der Hundert" wird ein - von accopiatori und Signoria gewähltes - Gremium beigesetzt und seine Rechte werden ausgeweitet.

Lorenzo gewinnt in Florenz und in Italien vor allem an Popularität und Beachtung durch sein diplomatisches Geschick in der Außenpolitik. Er spielt für politische Gäste und Freunde die Rolle eines glanzvollen, geschmackvollen Gastgebers, organisiert öffentliche Festlichkeiten, Volksfeste, Rittertuniere und führt in Florenz den Karneval ein.21 Dennoch ist seine Handlungsfreiheit eingeschränkt, auch er ist weiterhin stark auf die Loyalität der Amtsinhaber in der Signoria angewiesen.

Außenpolitische und wirtschaftliche Schwierigkeiten machen Lorenzo de` Medici schwer zu schaffen. Die "Affäre von Volterra" - ein Streit um die Gesellschaftsanteile im Handel um das wertvolle und seltene Mineral Alaun, der in Volterra durch Florenz äußerst blutig beendet wird - und so Lorenzos Anteile am Alaun sichert - hatte "bewirkt, daß Lorenzo aller Augen auf sich zog"22.

Bei einigen florentinischen Mitbürgern zunehmend unbeliebt wird Lorenzo außerdem durch die enge Zusammenarbeit und Freundschaft mit außwärtigen Familien. Unbeabsichtigterweise zieht er sich schließlich die Feindschaft des Papstes Sixtus IV. zu: Lorenzo verweigert ihm die finanzielle Unterstützung zur militärischen Einnahme der Romagna, stattdessen leiht schließlich die Pazzi-Familie dem Papst das Geld. Nur wenig später (1478) planen die Pazzi eine breit angelegte Verschwörung zur Ermordung Lorenzos. Die Verschwörung mißlingt knapp, man verurteilt über 60 Beteiligte zum Tode. Wenig später stiftet Sixtus IV. - wahrscheinlich war er an der Verschwörung maßgeblich beteiligt - den König von Neapel an, gegen Florenz vorzugehen - hauptsächlich um das florentinische Volk gegen ihren "Führer" aufzuwiegeln. "Dieser Versuch, Lorenzo zu isolieren, schlug fehl (...). Fast alle Florentiner waren instinktiv dagegen, daß der Kirchenstaat oder Neapel ihr Territorium vergrößerten (...).23 Lorenzo handelt in einem mutigen Alleingang mit dem König von Neapel einen Frieden aus. Einige Monate später gelingt es ihm ebenfalls, auch mit dem Papst wieder Frieden zu schließen.

Diese und andere innen- und außenpolitischen Wirren und insbesondere der Mordversuch an Lorenzo, sind wahrscheinlich Anlaß für die Regierung von Florenz einige tiefgreifendere Veränderungen in der Verfassung zu beschließen:

Ein neuer "Rat der Siebzig" wird gebildet, der nun erheblich an der Gesetzgebung beteiligt wird und die Wahl der Signoria übernimmt, die ab diesem Zeitpunkt fast nurmehr formale Funktionen zu erfüllen hat, zumal zwei Dauerausschüsse - die aus Mitglieder der "Siebzig" bestanden - ihr die außen- und innenpolitischen Geschäfte abnimmt. Durch die Berufung auf Notstände bleibt der 1480 gewählte "Rat der Siebzig" personell bis 1494 - dem Sturz der Medici-Regierung - im Amt. Die Macht des "Rates der Hundert" wird durch Sonderkompetenzen gestärkt. Zuguterletzt wird ein Gesetz erlassen, das Lorenzo endlich als einen privilegierten Bürger auszeichnet: Jeder, der gegen ihn konspiriert, soll ab sofort als Staatsfeind behandelt werden.

Entscheidend für seine leitende Stellung bleiben Lorenzos Kompetenzen in der Außenpolitik, auch in der Folgezeit versucht er ständig, um den labilen Frieden in Norditalien zu sichern, ein diplomatisches Gleichgewicht zwischen den Staaten herzustellen, um Florenz weiterhin ein großes Handels- und Geschäftsnetz zu garantieren.

Ab 1486 bis 1492 bleibt es vorwiegend friedlich in Norditalien, die einheimische Wirtschaft stabilisiert sich nach Jahren des Krieges. Die Medici-Bank hatte jedoch erhebliche Verluste gemacht. Lorenzo überließ die Geschäfte der Medici-Bank fast ausschließlich seinen Managern; als er 1492 stirbt, steht sie "am Rande des Bankrotts."24

1.2.5. Piero de` Medici, 1492 - 1494

Piero wird - leichter als allen Medici zuvor - ohne Einspruch der Platz eingeräumt, den sein Vater Lorenzo in den öffentlichen Ämtern inne gehabt hatte. Von den Mitgliedern des Regimes wird er in die Geschäfte eingewiesen. Piero muß jedoch nicht nur mit dem Nachteil kämpfen, daß das Vermögen der Medici erheblich geschrumpft war, sondern vor allem besitzt er "nicht das Talent seines Vaters, Widerstand vorauszusehen und zu beschwichtigen."25 Piero ist "unbegabt", vernachlässigt die sorgsam von Lorenzo eingefädelten Beziehungen in und um Florenz und entfremdet sich den außenpolitischen Freundschaften.

Lorenzo hatte sich darum bemüht, die Achse Mailand-Neapel so zu stärken, daß sie den Frieden in ganz Italien sichern konnte. Er war um die Freundschaft mit beiden bemüht gewesen, Florenz sollte im ständig schwierigen Verhältnis unter den beiden Staaten neutral bleiben. Piero jedoch stellte sich offen auf die Seite Neapels, und provozierte so schließlich den Bruch mit Mailand. Lodovico Sforza, Signore von Mailand fürchtete einen - von Florenz unterstützten - Angriff auf Mailand und erbat die Hilfe des französischen Königs Karl VIII., der als Erbe der Anjous in Neapel einen Anspruch auf den Thron habe.

Tatsächlich überquert im Herbst 1494 Karl VIII. mit einem gewaltigem Heer die Alpen. Piero fühlt sich bedroht, an der toskanischen Grenze reitet er Karl entgegen - und geht in einer Verhandlung mit ihm auf alle seine Forderungen kompromißlos ein. Um den Frieden zu gewährleisten verspricht Piero ihm Pisa und drei weitere strategisch bedeutende Festungen - ein Preis, der viel zu hoch ist: "Karl wollte weder Florenz erobern noch die Medici vertreiben. (...) Er wollte ein wohlgesonnenes Florenz und Garantien, daß es freundlich blieb."26 Als Piero - Jubel erwartend - zurück nach Florenz kommt, wird er von der Signoria wegen Hochverrats angeklagt, das wütende Volk plündert den Medici-Palast, Piero und seine Familie muß fliehen. In den zurückgelassenen Medici-Palast zieht triumphierend Karl VIII. ein.

1.3. Neubelebung der Republik, 1494 - 1512

Nachdem Karl VII. nach zehn Tagen mit etlichen Schätzen aus dem Medici-Palast und der Zusicherung von Subsidienzahlungen Florenz verläßt, kommt es in Florenz zu einer Neubelebung der republikanischen Herrschaft. Die Stadt kehrt zurück zur Verfassung von vor 1434.

Der puritanische Dominikanermönch Girolamo Savonarola, der bereits zu Lorenzos Zeiten gegen den moralischen Verfall, gegen Prunk, Karneval und die oligarchische Regierung in Florenz predigte, erhält wichtige politische Aufgaben und wird einer der wichtigsten "Animatoren" der neuen Republik. In dieser sollen sich ab sofort wieder Handwerker und Kleinhändler politisch entscheidend beteiligen dürfen, Adel und Großbürgertum jedoch grundsätzlich von der Politik ausgeschlossen sein. Es werden Steuererleichterungen für Gewerbe und Kleinhändler eingeführt, Großgrundbesitzer dagegen werden wieder stärker zur Kasse gebeten.

Grundlegendste Änderung in der Regierung ist die Gründung des "Großen Rates", der eine große Zahl politischer Beteiligter garantieren soll. Mitglied in diesem Rat ist jeder, der mindestens 29 Jahre alt ist und bereits (oder dessen Vater, Großvater oder Urgroßvater) in einem der tre maggiore gesessen hatte. Die Zahl der Ratsfähigen betrug mithin über 3.000 Männer, die überwiegend aus dem Mittelstand kommen.27 Als beschlußfähig galt der Rat, wenn mindestens 1.000 Mitglieder anwesend sind. Im Palast der Signoria wird ein spezieller Raum hergerichtet, der dieses große Gremium fassen kann. Diese Großversammlung hat die Aufgabe, über die Gesetzesentwürfe der Signoria abzustimmen. Ein "Rat der Achtzig" übernimmt zusammen mit der Signoria die eigentliche politische Arbeit.

Doch in diesem gewaltigen Gremium kann nur schwierig die breite politische Teilhaberschaft verwirklicht werden, die angedacht war. "Schon wenige Monate nach Beginn stand fest, daß große Mengen ratsfähiger Bürger keine Lust hatten, Ratssitzungen zu besuchen, die Zeit beanspruchten, welche viele Bürger nur schwer ihren Läden oder Kontoren entziehen konnten."28 Insbesondere die außenpolitischen Schwierigkeiten, dann die Pest und Hungersnot 1496 bewirkt wieder eine Stärkung der großbürgerlichen Kräfte, der "Große Rat" läßt sich eingängig von den erfahrenen und ehemals regierenden Männern beraten und beeinflussen, es kommt zur Parteibildung, Interessengruppen geben ihre Stimmen geschlossen ab. "Die Tendenz zur Oligarchie war geringfügig, aber doch spürbar genug, um in den Familien des alten Regimes die Hoffnung lebendig zu erhalten, daß ihre Zeit einst wieder kommen werde."29 Die Verurteilung und öffentliche Hinrichtung des Bußpredigers und Puritaners Savonarola als Ketzer weist m.E. ebenfalls auf den wieder erstarkenden patrizischen Einfluß hin. "Die Einsetzung einer populanen Regierung und die Schaffung des Großen Rats hatte zwar die mittleren Schichten der Florentiner Gesellschaft ausgesöhnt, viele Patrizier aber entfremdet, die glaubten, öffentliche Angelegenheiten sollten den Bürgern vorbehalten sein, die Reichtum, sozialen Rang und Erfahrung besaßen."30

1502 beschließt man - um mehr Kontinuität in die Regierungsgeschäfte zu bringen - einen "Gonfaloniere der Justiz" auf Lebenszeit zu ernennen. Piero Soderini wird der erste Amtsinhaber, hat jedoch schon sehr bald unter ständig steigendem Druck um seine Stellung zu kämpfen. Die großbürgerlichen Kräfte sehen in ihm "einen Parteiführer", der die Restauration der Medici herbeiführen könnte. Als dies nicht geschieht, plant man 1510 eine Verschwörung gegen ihn, die vorzeitig entdeckt und enttarnt wird, unter den Verschwörern findet man u.a. Kardinal Giovanni de` Medici, den zweiten Sohn des Lorenzo de` Medici.

1.3.1. Der Sturz der Republik

Seit der Vertreibung Pieros ist Florenz Bündnispartner von Frankreich, und damit in Italien politisch isoliert. 1511 gründet Papst Julius II. eine "Heilige Liga", einen Verbund zwischen Spanien, Habsburg, England und den italienischen Staaten, der ganz Italien unterwerfen und die Franzosen über die Alpen vertreiben sollte. Zwar widerstehen und siegen die Franzosen zunächst, ziehen sich aber dennoch 1512 zurück. Florenz ist nun - von Frankreich verlassen - dem wütenden Papst und seiner Liga schutzlos ausgeliefert, die beschließt, das republikanische Herrschaftssystem von Florenz zu zerschlagen und die Medici wiedereinzusetzen. Ein spanisches Heer (angeführt vom Feldherrn Giovanni de` Medici) fällt in die Toskana ein, plündert und erobert in einem äußerst blutigen Kampf Prato.

Davon schockiert und eingeschüchtert offenbart sich in Florenz die gestärkte großbürgerliche Opposition und verlangt, auf die Forderungen des Papstes einzugehen, dh der Liga beizutreten, Soderini abzusetzen und die Rückkehr der Medici in Florenz zu erlauben. Piero Soderini flieht am 1. September 1512 aus der Stadt, die Familie Medici, angeführt von Giovanni (später Papst Leo X.) zieht zurück in ihren florentinischen Palazzi.

2. Die Entwicklung des Bürgertums

Die gesellschaftliche Entwicklung des Bürgertums im Florenz des 15. Jahrhunderts ist geprägt von dem Hang, sich von den anderen Bevölkerungsschichten zunehmends abzugrenzen. Die ständische Struktur und die Bedeutung der Zünfte, die in den beiden vorhergehenden Jahrhunderten immens war, löst sich immer mehr auf.

Das wohlhabende Großbürgertum erhält bereits nach 1382 die überwiegende Mehrheit in den politischen Ämtern, mit der "Machtübernahme" der Familie Medici gelingt es ihnen, ihre Einflußnahme zu festigen und zu erweitern. Welche Faktoren schließlich entscheidend dazu beitrugen, daß sich das Großbürgertum insbesondere unter Lorenzo als eine besondere Kaste definiert und den Unterschied zum gewöhnlichen Bürger immer stärker betont, bleibt zu untersuchen.

Gründete das Ansehen eines Mannes im Trecento noch auf traditionelle Tugenden, wie Frömmigkeit, Ehrgefühl, Rechtschaffenheit und Verantwortlichkeit für das Wohl der Stadt31, so basierte die Autorität von Cosimo de` Medici im Quattrocento - wie bereits dargestellt - zum großen Teil auf seinen Reichtum.

Bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts bemühte man sich - nicht zuletzt wegen des Systems der Steuerzahlung nach Vermögensschätzungen durch den Nachbarn - seinen Reichtum zu verbergen. Zudem gab es "Luxusgesetze", die den asketischen Impuls, teils aus religiösen, teils aus kaufmännischen Motivationen, verstärken.

Cosimo gilt zwar als zurückhaltender und rational berechnender Unternehmer, dennoch setzt er die Luxusgesetze zunehmend außer Kraft. Er gibt viel Geld für Dekoration, Kleidung und Möbel aus, errichtet einen Familien-Palazzo, der alle anderen zu dieser Zeit an Größe und Pracht überragte und läßt auch sonst keine Gelegenheit aus, seinen Reichtum zu demonstrieren. Das Patriziat folgt seinem Vorbild: schließlich unterstreicht Cosimo damit nicht nur seine gesellschaftlich herausragende Bedeutung, sondern vor allem seine Macht, an der man teilhaben will.

Unter Lorenzo entwickelt sich dieser elitäre Impuls nicht nur weiter, er spitzt sich sogar zu: Luxus und Freigebigkeit wird nun zur höchsten Tugend, die Bekleidung öffentlicher Ämter dagegen gilt als weniger ehrenhaft. Muße, Vergnügen, die Konzentration auf Privatheit kennzeichnet den politischen Rückzug des Großbürgertums.

Zu einem nicht unerheblichen Teil ist der allgmeine Rückzug aus dem politischen Leben jedoch nicht freiwillig. Die Macht liegt inoffiziell tatsächlich in den Händen Weniger, der Einstieg in entscheidende politische Positionen wird schwieriger, dem Großbürgertum kann m.E. die Zur-Schau-Stellung von Macht und ein abgehobener gesellschaftlicher Status wahrscheinlich einen adäquaten Ersatz für politische Macht bieten. Eine ebensolche Entwicklung ist sogar bei Lorenzo auszumachen: zwar ist er rege am - insbesondere außenpolitischen - Geschehen von Florenz beteiligt, die Bankgeschäfte übergibt er jedoch gänzlich seinen Managern. Diese Tendenz zur wirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit sieht auch BRUCKER, der allgemein von einer "Plünderung der öffentlichen Finanzen durch die herrschende Gruppe" und einer "schwinden finanzpolitischen Verantwortung" unter Lorenzo spricht.32

Anstatt sich mit der "schnöden" zeitgenössischen Politik oder den wirtschaftlichen Problemen zu beschäftigen, wendet man sich der Kunst zu, die ebenfalls zu einer elitären Angelegenheit wird. In der zweiten Hälfte des Quattrocento dominieren private Auftragsarbeiten. Lorenzo spendet nicht mehr wie sein Großvater Cosimo noch in öffentliche Güter, wie Bibliotheken, Kirchen und mildtätige Stiftungen, sondern in seine private Sammlung kostbarer antiker Kunst, die allein seinem eigenem Vergnügen und persönlichem Prestige zugute kommt. Obwohl seine finanziellen Mittel wesentlich begrenzter sind als die Cosimos, lebt Lorenzo im ausgedehnten Luxus, macht aus seinem Palazzo einen nahezu fürstlichen Hof, was ihm zahlreiche Nachahmer schafft. Die Palazzi des Großbürgertums werden "wuchtige Monumente des aristokratischen Ego, die den Tod der Eingriffsmöglichketen des Gemeinwesens und des Prinzips der Gleichheit verkündeten."33 Die geschlossenen Innenhöfe dieser Palazzi unterstreichen das Bewußtsein ihrer Besitzer, sich aus dem Öffentlichen in das Private zurückzuziehen. Gleichzeitig versinnbildlichen sie den stärker werdenden Familiensinn der Patrizier. Eine jede Familie sieht sich als Begründer einer Dynastie, Ahnenforschung wird modern, wenn man keinen tatsächlichen vorweisen kann, läßt man sich einen kreiren.

Ein weiteres wichtiges Kennzeichen gesellschaftlicher Vornehmheit wird das Studium humanistischer Schriften. Beschäftigt man sich bereits seit dem 13. Jahrhundert mit der römischen Antike, wecken die seit 1400 aus Byzanz emigrierten Gelehrte und Griechischlehrer nun das Interesse für die griechische Antike. Studiert man zu Beginn des 15. Jahrhunderts noch vornehmlich die Schriften von Aristoteles und Cicero, nach denen die Persönlichkeit erst durch die Teilnahme an Politik und Staat zu moralischer und intellektueller Reife gelangen könne, interessiert man sich unter Lorenze insbesondere für die Philosophie von Platon und seiner abstrakten Philosophie des Seins, nach der das Geistige über dem Physischen stehe. "Die inoffizielle Ideologie in Florenz war nun der Neuplatonismus, seine Lehren paßten zu der Atmosphäre, die damals in der aristokratischen Gesellschaft herrschten."34 Zugang zu dieser Gedankenwelt ist im Grunde nur denen gegeben, die die Zeit zum intensiven Studium von Platon investieren können. Um 1440 gründet man in Florenz zu diesem Zweck schließlich die Platonische Akademie, in der auch Lorenzo später Mitglied wird. Hier versammelt sich ein kleiner Kreis wohlhabender und gelehrter Männer, die sich durch das Studium klassischer antiker Literatur vervollkommnen will und die freie geistige Entfaltung des Menschen fordern. Wesentliches Kennzeichen dieser Gemeinschaft ist Privatheit und Intimität. "Gelehrsamkeit um ihrer Selbst willen, ohne Rücksicht auf berufliche oder praktische Vorteile."35 Privat und damit exklusiver wird auch der Unterricht, den einige Studierende nun bei ihren Lehrern zuhause erhalten. Man versammelt sich in Klöstern und Privathäusern, um gemeinsam zu lesen und zu diskutieren - entzieht sich also auch hier der Öffentlichkeit.

Als ein Produkt der gesellschaftlichen Entwicklung des Bürgertums im 15. Jahrhundert nennt BRUCKER das Bild "Primavera" von Botticelli. Hier sei die erst entdeckte räumliche Tiefe und Realitätsnähe nicht nur wieder aufgehoben, sondern wird zugunsten einer nurmehr dekorativen Kulisse völlig ignoriert. Das Motiv ist fern eines realen Kontextes, eine Vergegenwärtigung antiker Götter, statt aufgeklärter Nüchternheit spiegelt es Entrücktheit. BRUCKER deutet dieses Bild als "eine Allegorie, in der sich christliche und neuplatonische Ideen verbinden, aber Motive und Ikonographie sind so geheimnisvoll und esoterisch, daß nur ein kultivierter Eingeweihter die Botschaft des Bildes entziffern konnte. Die Primavera verdeutlicht die kulturelle Kluft, die Lorenzo und seinen intellektuellen Zirkel vom Rest der Florentiner Gesellschaft trennte."36

VON MARTIN beschreibt die Entwicklungen des ausgehenden 15. Jahrhunderts folgendermaßen:

"Der kapitalistische Geist bricht zusammen und verflacht sich in ein sattes Rentnertum.(...) Cosimos Lebensstil zeigt noch die persönliche Strenge und Einfachheit der aufstrebenden Generation; Lorenzo lebt bereits im täglichen Luxus. Cosimoübt noch eine sehr energische Bankierstätigkeit aus, Lorenzo vernachlässigt das Geschäft bis nahe an den Bankrott. (...) Lo stato, der Staat als ein aufrechterhaltender Status, als statisches Gebilde, entsteht; und die Kräfte, die einst eine politische Dynamik entfesselten, werden festgelegt. (...) Und schon ist es auf dem Wege zur "Reaktion", zu einer Rückwendung zur Vergangenheit." 37

3. Schluß

Die Neubelebung der Republik 1494 mit seinem "Großen Rat" und der Machtübertragung zurück an die das "einfache" Bürgertum blieb ein kurzes Zwischenspiel, das die bereits marode gewordene Eigeninitiative und Selbstverantwortung der Florentiner nurmehr schlecht überdecken konnte. Die bereits 1512 wiedergewonnene Macht der Medici führte letzen Endes zum Verlust der republikanischen Verfassung und zum Weg in den Absolutismus, der die feudalen Privilegien nicht nur legalisierte, sondern sogar voraussetzte.

1512, nach dem Wiedereinzug der Medici in Florenz, bildete sich die neue Regierung, in der zahlreiche Mitglieder aristokratischer Familien saßen. Alle traditionellen Instanzen des Staates blieben zwar zunächst bestehen, doch waren sie nurmehr "Marionetten"38 in einem von den Medici kontrollierten Staat, dessen Oberhaupt Giovanni alle Macht an sich gebunden hatte. Noch einmal wurden die Medici aus der Stadt vertrieben, kehrten jedoch wenig später wieder, 1531 wurden sie erbliche Herzöge, 1569 schließlich Großherzöge von Florenz.

Und wieder schienen hier die sozialen und politischen Veränderungen eng mit einem veränderten künstlerischen Selbstverständnis verknüpft zu sein. Mit dem Untergang der Republik Florenz ging auch das Zeitalter der Renaissance zuende: Die bürgerlichen Werte wie Antifeudalismus, Demokratie und Ökonomie wurden im 16. Jahrhundert weitgehend vom nun herrschenden Feudalismus begraben. Luxus, Ästhetisierung der Welt- und Lebensanschauung, ja Romantik bestimmte das neue Lebensgefühl. Niedergeschlagen hat sich diese aristokratische Lebenseinstellung des 16. Jahrhunderts im Manierismus: Langsam aber stetig wurden die in der Renaissance entwickelten Regeln von Proportion, Perspektive und Ordnung durchbrochen. Charakteristisch für den Manierismus sind seine leichten Stilisierungen mit einer "kühlen Eleganz"39 langgestreckte Extremitäten, elegante Posen (bei z.B. der "Madonna mit dem langen Hals", 1535 von Parmigianino), liebliche und überaus paradiesische Landschaften (bei z.B. der "Madonna im Grünen", 1506 von Raffael).

Die gesellschaftlichen, bürgerlichen Kräfte, die es zur "Virtuosität"40 und zu überragenden Neuheiten sowohl in Politik als auch in Kunst und Kultur gebracht haben, scheinen im 16. Jahrhundert erschöpft. Der Manierismus, "Elegant, raffiniert, verspielt und andeutungsreich" als ein "unzweifelhaft (...) aristokratischer Stil"41 bestätigt das Ende der bürgerlichen Freiheit in Florenz.

4. Literatur

- Baron, Hans: Bürgersinn und Humanismus im Florenz der Renaissance. Berlin 1992.
- Bredekamp, Horst : Botticelli, Primavera. Florenz als Garten der Venus. Frankfurt/Main 1988.
- Brucker, Gene: Florenz in der Renaissance. Stadt Gesellschaft, Kultur. Hamburg 1990.
- Burke, Peter: Die Renaissance. Berlin 1990.
- Hale, John R.: Die Medici und Florenz. Stuttgart Zürich 1979.
- Heilmann, My: Florenz und die Medici. Die Geschichte eines Patriziergeschlechts der Renaissance. Köln 1985.
- Heinke, Horst; Staccioli, Guiliano; Hesse, Babette (Hg.): Lorenzo der Prächtige und die Kultur in Florenz des 15. Jahrhunderts. Berlin 1995.
- Kinder, Hermann und Hilgemann, Werner: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 1. 25. Aufl. München 1996.
- Martin, Alfred von: Soziologie der Renaissance. 3. Aufl. München 1974.
- Piper, Ernst: Savonarola. Umtriebe eines Politikers und Puritaners im Florenz der Medici. Berlin 1979.
- Warnke, Martin (Hg.): Bildersturm. Die Zerstörung des Kunstwerks. Frankfurt 1988.
- Zimmermann, Klaus: Florenz ein europäisches Zentrum der Kunst. Geschichte, Denkmäler, Sammlungen. 5., überarb. u. aktual. Aufl. Köln 1988.

[...]


1 Gene Brucker: Florenz in der Renaissance. Stadt, Gesellschaft, Kultur. Hamburg 1990, 121

2 John R. Hale: Die Medici und Florenz. Stuttgart Zürich 1979, 20

3 Hale, 20f

4 Hale, 17

5 Hans Baron: Bürgersinn und Humanismus im Florenz der Renaissance. Berlin 1992, 16

6 Brucker, 176

7 Brucker, 174

8 vgl. Baron, 17

9 vgl. Hale, 25

10 ebd., 26

11 In der Theorie sollte das Parlamento eine demokratische Sicherung für Krisenzeiten darstellen, in der Praxis wurde es jedoch gewöhnlich dazu benutzt, einen Machtwechsel innerhalb des herrschenden Regimes zu beschleunigen. In der Regel wurde das zusammentreffende Parlamento durch anwesende Streitkräfte stark bewacht und eingeschüchtert.

12 Hale, 22

13 Hermann Kinder u. Werner Hilgemann: dtv-Atlas zur Weltgeschichte, Band 1. 25. Aufl. München 1996, 215

14 Hale, 24

15 Hale, 42-52

16 Hale, 51

17 Hale, 56

18 Hale, 60

19 In Anlehnung an: Hale, 77

20 Ebd.

21 Zu Lorenzos Wirken in Kultur und Politik berichtet ausführlich: Horst Heineke, Guiliano Stacioli, Babette Hesse (Hg): Lorenzo der Prächtige und die Kultur in Florenz des 15. Jahrhunderts. Berlin 1995

22 Hale, 84

23 Hale, 86

24 Hale, 100

25 Hale, 99

26 Hale 102

27 Ernst Piper: Savonarola. Umtriebe eines Politikers und Puritaners im Florenz der Medici. Berlin 1979, 66

28 Hale, 118

29 Hale, 119

30 Brucker, 330

31 vgl. Brucker, 154

32 vgl. Brucker, 316

33 Brucker, 319

34 Brucker, 323

35 Brucker, 277

36 Brucker, 323

37 von Martin, 79-81

38 Brucker, 125

39 Ebd., 82

40 von Martin, 97

41 Burke, 93

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Florenz im 15. Jahrhundert. Politische Verfassung und Entwicklung des Bürgertums
Note
1,7
Autor
Jahr
1997
Seiten
25
Katalognummer
V97185
Dateigröße
480 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Florenz, Jahrhundert, Politische, Verfassung, Entwicklung, Bürgertums
Arbeit zitieren
Julia Schumacher (Autor), 1997, Florenz im 15. Jahrhundert. Politische Verfassung und Entwicklung des Bürgertums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97185

Kommentare

  • Gast am 31.12.2000

    Ein Dankeschön.

    Ein ausgesprochen gelungenes Exemplar!
    Arbeite auch gerade an meiner Hausarbeit.Grosse Hilfe.Danke

  • Gast am 6.3.2002

    Re: Ein Dankeschön.

    |
    |Nadine schrieb:
    ||Ein ausgesprochen gelungenes Exemplar!
    |Arbeite auch gerade an meiner Hausarbeit.Grosse Hilfe.Danke

    Interdisziplinär, aber nur so, Sehr Gut (1,3) - wer ist eigentlich SToller?

  • Gast am 8.4.2003

    DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.

    Danke schoen arbeite gerade auch an dem thema vor allem das scheiss staats system vor dem regime der medici kotzt mich echt an!!!!
    warst mir ne große hilfe
    natuerlich sind wir alle john r hale am meißten dankbar aber fand ich trotzdem recht nett

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