Das Ökosystem Alpen


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

8 Seiten


Leseprobe

DAS OKOSYSTEM ALPEN

Geographie der Alpen

Die Alpen sind das hochste Gebirge Europas und bestehen als Faltengebirge aus schroffen Bergen und sanften Vorbergen. Sie ziehen sich vom Golf von Genua in groBem Bogen nach N bis zum Genfersee, von dort aus nach O bis nach Wien, dh A, SLO, I, F, CH, LIE und D haben Anteil an den Alpen.

Die Grenzen: im W die Rhone, im N frz., schw. und dt. Alpenvorland, im O ungar. Tiefland und im S die Poebene.

Die MaBe: etwa 1200 km lang und 150-250 km breit, Flache 220.000 km2, mittl. Hohe: 1400 m

Der hochste Berg ist der Montblanc 4807 m (F/I), weitere 4000er vorwiegend in CH und I. Die hochsten Berge in A: GroBglockner 3798 m, GroBvenediger 3666 m

Die Alpen sind Teil der Alpiden (=erdumspannender Faltengebirgsgurtel, der vor ca. 200 Mio. J. gebildet worden ist).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Klima

- groBe klimatische Unterschiede: im N feuchtes ozeanisches Klima, im S wintermildes, trockenes Mittelmeerklima
- im Inneren zT niederschlagsarme Langstaler, Temperaturumkehr in Beckenlagen
- Temperaturabnahme und Strahlungs- und Niederschlagszunahme mit der Hohe

Vegetation

- Anbau- und Laubwaldzone in 800-1000 m
- Nadelwald bis zur Waldgrenze bei etwa 1500-2200 m
- Schneegrenze ab etwa 2500 bis max. 3000 m

Wirtschaftliche Nutzung der Alpen

LW in begunstigten Talern, vor allem im S in groBen und warmen Talern mit N-S- Ausdehnung (nur 10 % konnen in A genutzt werden!): Wein, Obst, Gemuse, Mais, Weizen, Roggen, Hafer, Kartoffeln - im W und SW ist kunstliche Bewasserung notig in Hohenlagen uberwiegend Viehzucht

Forst- und Holzwirtschaft: ca. 40 % des gesamten Alpenareals ist Wald, in manchen Regionen sogar 70 - 80 %, vorwiegend Fichtenwald, der den Mischwald verdrangt hat, weil er schneller wachst und somit besser aufzuforsten ist

Holz-, Zellstoff- und Papierindustrie besonders in A, D und CH vertreten Bergbau besonders in den O-Alpen, zB Salz (nordliche Kalkalpen), Blei und Zink (Sudkarnten), Eisenerz, Kupfer, Magnesit etc

Industrieansiedlungen meist in verkehrsgunstigen Langs- & Quertalern

Wasserkraft: zunehmende Ausnutzung der Wasserkrafte durch GroBkraftwerke zB Kapruner

Tal (Salzburg)

Fremdenverkehr meist Haupteinnahmequelle (siehe unten)

Okosystem Alpen

Die Alpen erfullen lebenswichtige Funktionen fur die Alpenlander und ganz Europa, denn sie sind ein Wasserreservoir fur ganz Europa, ein wichtiges Erholungsgebiet, ein Lebensraum fur Tiere und Pflanzen und ein vielfaltiger Kulturraum. Die Alpen gelten als okologisches ,,Fruhwarnsystem" in Europa, da Folgen von Fehlentwicklungen im sensiblen Berggebiet rascher auftreten als im Flachland. Die Vegetationszeit in den Alpen ist kurz und das Wachstum verlangsamt, weshalb Narben in der Landschaft ab bestimmten Hohenlagen erst nach Generationen verheilen und die Flora und Fauna der Alpen storen und sogar zer-storen. Die Standhaftigkeit der Bergwalder ist durch Luftverschmutzung, den Treibhauseffekt und das Ozonloch zunehmend gefahrdet. Hinzu kommt der ,,harte" Tourismus in den Wintertourismusgebieten und vom Menschen (mit)ausgeloste Katastrophen (Lawinen, Steinschlage, Muren) durch Waldsterben oder unbedachte StraBenbauten.

Probleme und Problemfaktoren

Die Hauptprobleme: die Schadigung der Bergwalder, der starke Verkehr, die Flachen- Inanspruchnahme durch Siedlungen, die weitere ErschlieBung mit StraBen und der weitere Ausbau des ,,harten Tourismus".

Die Aufgaben des Waldes sind gehemmt, denn 60 % der Baume sind geschadigt. Ursachen dafur sind besonders die hohen Schadstoffkonzentrationen in der Luft durch Industrie und Verkehr.

Der Bau von Forst- und Almwegen und das weitere Vordringen von Siedlungen in den Alpenraum bewirken eine Labilitat der Berghange und fuhren zu einer Erhohung der Gefahr von Lawinen und Muren.

Die weltweite Erderwarmung verstarkt all diese angefuhrten Probleme.

Gletscherschwund gefahrdet das Okosystem Alpen

1996 zogen sich 14 Gletscher um mehr als 20 m zuruck, dieser Trend setzte sich in den letzten Jahren weiter fort. Laut einem Bericht der UNO werden die Alpengletscher bis zum Jahr 2030 die Halfte ihrer Masse verloren haben. Die Folgen der Klimaveranderungen werden vermehrte Bergsturze, eine Anderung des Wasserhaushaltes und eine veranderte Flora und Fauna sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Uberzahl negativer Faktoren lasst Flora und Fauna nur wenige Moglichkeiten zur Anpassung. Die derzeit wesentlichste Ursache fur die Gefahrdung und Verarmung der Flora und Fauna in Mitteleuropa ist der Verlust an Lebensraumen.

Nationalparks in Osterreich

Osterreichs 6 Nationalparks erstrecken sich uber 3 % der Landesflache, drei davon befinden sich im Gebiet der Alpen, und zwar die OO-Kalkalpen, die Hohen Tauern und das Lechtal.

Tourismus

Uber 50 % der Bevolkerung leben vom Tourismus. Immerhin gibt es pro Saison 8,5 Mio Wintersporturlauber in A.

Probleme:

- StraBenbau
- Bau von Freizeitanlagen
- Anlegen von immer mehr Pisten und Skiliften -> Rodung des Waldes, Wegsprengen von storenden Felsen usw ->Erhohung der Lawinen-, Muren-, Steinschlag-, Hangrutsch- und Hochwassergefahr fur die Talregionen (Galtur)-> Teufelskreis:

[...]

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Details

Titel
Das Ökosystem Alpen
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V97218
ISBN (eBook)
9783638098939
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alpen, Ökosystem
Arbeit zitieren
Dea Ana Protic (Autor), 2000, Das Ökosystem Alpen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97218

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