Was beinhaltet die Preis-Absatz-Funktion? Woraus generiert sich das Wettbewerbsgleichgewicht? Welche Funktion besitzt die Verknappung innerhalb der Fiskalpolitik?
Diese Fragen werden anhand von Zahlen, Gleichungen und Formeln illustriert und beantwortet. Vor allem das zentrale Handlungsmodell des Homo oeconomicus schien mir dabei reduktiv zu sein, insbesondere wenn es empirische Relevanz beansprucht und über die Anwendung in entscheidungslogischen Untersuchungen hinausgeht. Wie sahen diese Formeln in der Realität aus? Kann ich mich mit dem homo oeconomicus identifizieren? Anders gefragt: Funktionieren die getroffenen Annahmen auch innerhalb einer ganzen Volkswirtschaft – oder nur auf der Insel bei Robinson?
Mein Ziel war es, mit der Arbeit diese Skepsis zu ergründen. Besonders Alfred Sohn-Rethel, der sich im Rahmen seiner marxistischen Theoriebildung mit (Volks)wirtschaftlichen Themen befasst, schien hierfür beachtenswert. Seine Kritik an der Grenznutzentheorie weist ihre Grenzen und Widersprüche auf. Man könnte aus ihr schließen, dass Sohn-Rethel die Ökonomie im wissenschaftlichen Raum neu positioniert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die theoretische Ökonomie und die Grenznutzentheorie
- Kritikpunkte an der Grenznutzentheorie
- Grundlagen der Theorie Sohn-Rethels
- Die Struktur des Tauschakts
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Kritik Alfred Sohn-Rethels an der Grenznutzentheorie. Ziel ist es, die Grundlagen seiner Kritik zu erforschen und seine Argumente im Kontext seiner marxistischen Theoriebildung zu beleuchten.
- Sohn-Rethels Kritik an der Grenznutzentheorie
- Die Rolle des Tauschakts in der Ökonomie
- Die Grenzen des ökonomischen Denkens
- Der Einfluss von Sohn-Rethels Theorie auf die Wirtschaftswissenschaften
- Die Verbindung von Ökonomie und Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die grundlegende Skepsis des Autors gegenüber der reduktiven Natur des homo oeconomicus-Modells dar und führt in Sohn-Rethels Kritik an der Grenznutzentheorie ein.
- Die theoretische Ökonomie und die Grenznutzentheorie: Dieses Kapitel erklärt die Grundannahmen der theoretischen Ökonomie, insbesondere der Grenznutzentheorie, und erläutert die beiden „Gossenschen Gesetze“, die als zentrale Annahmen der Theorie gelten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen der Grenznutzentheorie, der Kritik Sohn-Rethels, dem Tauschakt, der Gesellschaftstheorie und der Kritik am homo oeconomicus-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Was kritisiert Alfred Sohn-Rethel an der Grenznutzentheorie?
Er kritisiert, dass die Theorie die ökonomischen Prozesse auf individuelle psychologische Entscheidungen reduziert und die gesellschaftliche Struktur des Tauschakts vernachlässigt.
Was ist das Problem mit dem Modell des "Homo oeconomicus"?
Kritiker wie Sohn-Rethel sehen darin eine reduktive Annahme, die den Menschen nur als rationalen Nutzenmaximierer begreift und soziale Realitäten ignoriert.
Welche Rolle spielt der Tauschakt in Sohn-Rethels Theorie?
Für Sohn-Rethel ist der Tauschakt die grundlegende Struktur, die das Bewusstsein und die Kategorien des Denkens in einer kapitalistischen Gesellschaft prägt.
Was sind die Gossenschen Gesetze?
Es sind zwei ökonomische Prinzipien: 1. Der Nutzen eines Gutes nimmt mit zunehmender Sättigung ab. 2. Ein rationaler Konsument verteilt sein Budget so, dass der Grenznutzen aller Güter gleich ist.
Warum positioniert Sohn-Rethel die Ökonomie wissenschaftlich neu?
Indem er ökonomische Kategorien als gesellschaftlich produziert entlarvt, verbindet er Wirtschaftswissenschaften untrennbar mit Gesellschaftstheorie.
- Citation du texte
- Carolin Kuntz (Auteur), 2015, Alfred Sohn-Rethels Kritik an der Grenznutzentheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/972337