Der Prolog der klassischen und nachklassichen Artusepik


Seminararbeit, 1999

15 Seiten, Note: befriedigend


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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. PROLOGSCHEMA DES MITTELALTERS
2.1. Zur Theorie der Prologentwicklung
2.2. Welche Rolle spielt die antike Rhetorik in dem Aufbauschema des Prologs der Artusepik?
2.3. Aufbau und Gestalt des Prologs der Artusepik

3. PROLOGE DES KLASSISCHEN ARTUSROMANS
3.1. Hartmann von Aue ,,Iwein"
3.1.1. Die Problematik der ,,güete"
3.1.2. Der Aufbau

4. PROLOGE DES NACHKLASSISCHEN ARTUSROMANS
4.1. Strickers ,, Daniel von dem blühenden Tal"
4.1.1. Der Aufbau und die Gestaltung

5.VERGLEICHENDE DARSTELLUNG DER BEIDEN PROLOGE

6. SCHLUßBEMERKUNG

7. LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung

Diese Arbeit soll die Prologe der klassischen und der nachklassischen Artusepik beleuchten, dafür werden zwei bestimmte Werke herangezogen: einmal Hartmann von Aue ,,Iwein" und zum anderen Der Stricker ,,Daniel vonm dem blühenden Tal". Die Prologe werden nach bestimmten Elementen, welche für die Prologestaltung maßgebend sind, untersucht und im weiteren Verlauf der Arbeit miteinander verglichen.

Wenn man den bisherigen Forschungsstand betrachtet, sah die Situation bis vor kurzem so aus: Die klassischen Artusepen wurden häufig für diverse Untersuchungen herangezogen und anhand einer Reihe von herausgestellten Kriterien wurden die nachklassischen Artusepen mit den Klassischen verglichen. Aus diesem Vergleich ist dann die Haltung entstanden, daß die Nachklassiker nur eine Nachahmung des klassischen Modells seien. Demnach wurden sie als qualitativ minderwertig beurteilt und somit wurde es auch nicht als erforderlich betrachtet, sich eingehender mit diesen literarischen Werken zu beschäftigen.

Erst einige Zeit später begann die Forschung die Eigenständigkeit der Nachklassiker anzuerkennen und versuchte einen eigenen Aufbau, eine eigene Struktur und bestimmte Gattungsmerkmale herauszustellen.

Anhand dieser Arbeit soll die Entwicklung, welche sich von den klassischen zu den nachklassischen Artusepen vollzogen hat, gezeigt werden. Mittels zweier Beispiele, einem aus der klassischen Artusepik ,,Iwein" und einem aus der nachklassischen Artusepik ,,Daniel von dem blühenden Tal", soll die Entwicklung aufgezeigt und transparent gemacht werden. Die Untersuchungen werden sich aber nicht auf die gesamten Werke beziehen, der Schwerpunkt soll auf der Analyse der jeweiligen Prologe liegen. Zum einen weil eine Analyse der gesamten Werke den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, und zum anderen weil sich schon in den Prologen eine Vielzahl von unterschiedlichen Gattungsmerkmalen feststellen lassen können. Die Arbeit befaßt sich mit den Prologen dieser zwei bestimmten Werke, weil die Prologe auf den ersten Blick kaum Unterschiede aufweisen. Mit Sicherheit ist der Einfluß des ,,Iwein"

Prologs für die Gestaltung des ,,Daniel von dem blühenden Tal" Prologs nicht zu leugnen. Aber dennoch weist er eine andere Thematik auf und verfolgt vielleicht sogar eine ganz andere Zielsetzung. Diese Unterschiede gilt es herauszustellen und anhand von Beispielen zu belegen.

Zu Anfang dieser Untersuchungen scheint eine Erläuterung diverser Begriffe in Bezug auf die Prologtheorie und Prologentwicklung, sinnvoll zu sein.

2. Prologschema des Mittelalters

2.1. Zur Theorie der Prologentwicklung

Der Prolog wurde als Eröffnung zu einem Gespräch verstanden. Seine Aufgabe bestand darin, die Aufmerksamkeit der Zuhörenden auf sich zu ziehen. Der Erzähler hat dabei die Erwartungen der Hörer berücksichtigt und sich an dieser Erwartungshaltung orientiert.

Die Bedeutung des Prologs wurde durch die Lehre der Rhetorik geprägt. In der antiken Rhetorik wurde der Prolog als Beginn einer Rede eingesetzt. Der Prolog entstand im Zusammenhang mit einer besonderen Gesprächssituation: der Gerichtsrede. Der Prolog erhielt in diesem Zusammenhang eine elementare Bedeutung. In der Eröffnung der Gerichtsrede, also dem Prolog, versuchte der Sprecher oder Erzähler (Anwalt/Richter oder wenn es ein literarisches Werk war Leser/Hörer) Einfluß auf die Handlung zu nehmen, die sich im folgenden ergeben würde. Dieser Einfluß konnte nur durch die Verbindung zwischen Hörer und Publikum entstehen. Um diesen Einfluß zu erreichen gab es drei verschiedene Möglichkeiten: Der Sprecher mußte die Aufmerksamkeit, die Aufgeschlossenheit und die Sympathie der Hörer erlangen.1 Hierfür gab es in der Rhetorik festgelegte Vorgehensweisen: Um die Aufmerksamkeit der Hörer zu wecken, sollte das Dargestellte kurz und knapp gehalten werden. Die Spannung sollte durch 2 Aspekte aufgebaut werden : 1. Durch die Vorstellung einer neuen und unglaublichen Thematik, 2. Das Thema sollte ein globales sein und sich auf Bereiche der Religion, der gemeinsamen Existenz des Redners und Hörers beziehen. Die Aufgeschlossenheit konnte durch eine kurze Aufzählung dessen was im folgenden behandelt werden sollte, erreicht werden.

Die Sympathie des Hörers konnte auf 4 Arten gewonnen werden:

1. Indem der Redner auf bescheidene Weise seine eigenen Verdienste und Vorzüge hervorhebt.
2. Er schürt die Antipathie gegen die gegnerische Partei.
3. Es wird an den Mut und das gerechte Urteilsvermögen der Hörer appelliert.
4. Der Wert der eigenen Sache wird besonders akzentuiert und das der Gegenpartei soll als minder wertvoll dargestellt werden.2

Einen besonderen Stellenwert erhielt die insinuatio. Es handelte sich um das Erschleichen des Wohlwollens der Leser von Seiten des Sprechers. Dies geschah, indem der Sprecher seine eigene Meinung (weil er wußte, daß diese für das Publikum anstößig sein könnte) in den Hintergrund stellte und durch geschicktes Reden, das Unterbewußtsein der Hörer positiv beeinflußte. Diese Vorgehensweise ist auch im Prolog des ,,Daniel von dem blühenden Tal" wiederzufinden.

2.2. Welche Rolle spielt die antike Rhetorik in dem Aufbauschema des Prologs der Artusepik?

Es wurde einiges aus der antiken Rhetorik für die Gestaltung des Prologs in der Artusepik verwendet: so beabsichtigte der Erzähler mit einem Prolog die Gewinnung der Aufmerksamkeit, die Gespanntheit und die Gunst des Publikums zu erlangen. Dies entsprach auch der rhetorischen Grundfunktion.

Ein Prologelement, welches wohl ausschließlich im Mittelalter entstand, ist den Beginn des Prologes mit einer Sentenz proverbium 3 zu beginnen.4

,,Die ritterliche Dichtung des Mittelalters hat für den Prolog eine eigene Struktur entwickelt, die auf dem Gesetz der Zweiteiligkeit beruht. Der erste Teil nimmt das Gespräch mit dem Empfänger auf; der zweite Teil führt in das Werk ein".5

Besonderen Wert wurde in der Rhetorik auf einen harmonischen Übergang vom Prolog zu der eigentlichen Rede gelegt. Aber es sollte auch deutlich heraus gestellt werden, daß der Prolog beendet war und jetzt die Erzählung einsetzte. Dies galt auch für die mittelalterliche Literatur.

2.3. Aufbau und Gestalt des Prologs der Artusepik

Obwohl der Prolog eine einleitende Funktion gegenüber dem eigentlichen Werk besitzt, ist er nicht nur auf diese einzige Aufgabe beschränkt. Der Prolog spiegelt in vielfältiger Weise wider, in welchem Bezug der Erzähler zu seinem Werk und dem lesenden Publikum: ,,stand der Prolog ist die Gestalt des Autorbewußtseins"6. Durch den Bezug zwischen Werk und Autor bzw. Erzähler können sogar Rückschlüsse auf dessen Persönlichkeit gemacht werden. Zu erwähnen wäre noch die Differenz zwischen Autor und Erzähler, da gerade dieser Aspekt für die mittelhochdeutsche Artusepik sehr signifikant ist. Damit der Autor dem Publikum die Fiktionalität seiner Erzählung nahebringen konnte, benötigte er eine fiktive Gestalt: den Erzähler, dieser stellte auch die Verbindung zwischen Hörer und Leser her. Somit trat der Autor in den Hintergrund und war für das Verstehen und Bestehen des Werkes nicht mehr relevant. Der Erzähler war wichtig, denn er führte in das Werk ein, baute die Handlung auf und leitete es. Der Autor, der eigentliche Verfasser des Werkes, schrieb oftmals unter einem Pseudonym (Der Stricker, der Pleier) und gab selten seinen richtigen Namen preis. Es war aber häufiger der Fall, das der Autor sich namentlich überhaupt nicht nannte und sein Werk anonym blieb.

Der Autor richtete sich beim Verfassen seines Werkes nach dem Publikum, welches ein Werk danach zu beurteilen pflegte, ob die Authentizität des Erzählten gewährleistet war. Der Verfasser mußte somit in seinem Prolog eine Wahrheitsbeteuerung des zu Erzählenden ablegen und diese durch entsprechende Quellenverweise und Hinweise auf die Gewährsmänner belegen.

Durch die Nennung von Artus oder das Ankündigen, das die folgende Erzählung von Artus handeln werde, wurde der Erzählung auch schon eine Art Wichtigkeit oder besondere Bedeutung zugesprochen. Der Name Artus entwickelte sich für das Publikum als eine Art Schlüsselwort und gab somit der Erzählung eine Legitimation. Man könnte die Frage anstellen: aus wem bestand dieses Publikum?." Die Frage ist nicht genau zu beantworten; viel genauer läßt sich beschreiben, wie sich die Dichter das Publikum dachten, an das sie sich richteten."7 Aus den Prologtexten geht hervor8, daß sich der Erzähler an ein ausgewähltes und erlesenes Publikum wandte. Er versuchte durch bestimmte Anredeformeln, das Publikum auszuwählen und hoffte dabei ein gebildetes, edles und höfisches Publikum anzusprechen.

Wenn man den Inhalt des Prologs näher betrachtet, fällt auf, daß der Prolog als eine Art Inhaltsangabe oder Vorschau für das folgende Werk zu sehen ist. Diese Vorschau kann aber nicht mit unserem heutigen Begriffsverständis von Inhaltsangabe verglichen werden, sondern es werden eher die leitenden Motivkomplexe, welche in dem Text eine Rolle spielen umschrieben.

Wenn man den Aufbau des Prologs betrachtet, kann man eine Zweigliedrigkeit feststellen.

Der erste Teil, der dazu diente, die Gesprächssituation zwischen Leser und Hörer herzustellen wurde als prologus praeter rem bezeichnet . Der zweite Teil, welcher in das Werk einführte wurde als prologus ante rem bezeichnet. In diesem Teil fand auch die Nennung des Verfassers, dem Gewährsmann (der Verfasser beruft sich auf bestimmte herausragende Persönlichkeiten, damit seine Erzählung einen glaubhaften Charakter erhält) oder die Quellennennung auf welche sich die jeweilige Erzählung stützt, statt. Ein sehr wichtiger Aspekt, nicht nur für die Artusepik sondern für die gesamte mittelalterliche Literatur, war die Angabe einer Quelle, d.h. die Nennung einer Vorlage für das entstandene Werk. Dies diente zur Beglaubigung der Erzählung und Sicherung eines wohlwollend interessierten Publikums, denn nur ein Werk, welches eine solche Quelle nachweisen konnte, galt als wahr und wurde gelesen. Es war also üblich, daß ein Erzähler eine Quelle nannte auf die er sich berufen konnte um Beachtung für sein Werk zu erhalten.

Häufig wird der Prolog mit einer Sentenz (einem Denkspruch) proverbium eingeleitet. Die Einführung des Prologs durch eine Sentenz liegt darin begründet, daß durch diese Sentenz eine allgemeine Lebenswahrheit angesprochen wird, welche für die Hörer nachvollziehbar ist.

Der Erzähler sichert sich dadurch die Verbindung zu seinen Hörern. Diese allgemeine Lebenswahrheit, welche sich schon im Prolog eröffnet, wird im darauffolgenden Text weitergeführt und der Hörer erhält somit die Bestätigung dieser Lebenserfahrung.9

Im Verlauf des Prologs wurde auch das Schreiben als Zeitvertreib dargestellt, was im Mittelalter als eine besonders empfehlenswerte Tätigkeit galt. Es wurde als positiv angesehen, wenn mit der Erzählung nicht nur der Leser seine Zeit vertreiben konnte, sondern wenn sich der Erzähler selber dazu bekannte, daß er in seiner Freizeit dichtete.

3. Prologe des klassischen Artusromans

3.1. Hartmann von Aue ,,Iwein"

Für das Werk von Hartmann von Aue diente die französische Fassung des Yvain von Chrétien de Troyes als Vorlage. Vieles hat Hartmann aus dieser Vorlage übernommen, aber auch sehr viel Eigenes ließ er in der Gestaltung seines Werkes mit einfließen. So hat Chrétien auf einen Prolog in seinem Werk verzichtet. Man kann zwar am Anfang der Erzählung Elemente eines Prologschemas finden, aber erst Hartmann hat einen eigenständigen Prolog verfasst.

3.1.1. Die Problematik der ,,güete"

,,Swer an rehte güete wendet sîn gemüete, dem volget saelde und êre" (IW vv.1-3)

Diese anfänglichen Verse gaben der Forschung vielfach den Anlaß, die Bedeutung von güete näher zu betrachten und zu definieren. Man erhoffte sich einen besseren Zugang und mehr Verständnis für das Werk zu erlangen. Es wurde davon ausgegangen, daß sich güete auf den König Artus wie auch auf Iwein bezieht. Aber was bedeutet dieses Wort genau?. Es läßt sich leicht ins Neuhochdeutsche übersetzten rehte güete= das wahre Gute, aber hatte man in der damaligen Zeit dasselbe Verständnis von diesem Wort, wie man es heute hat?. Und welche Bedeutung gab ihm Hartmann in seinem Werk?. Eine genauere Untersuchung des Wortgebrauchs in Hartmanns Werk waren unerläßlich, um dies feststellen zu können.

Man hat sich mit dieser Problematik näher beschäftigt und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß güete in den meisten Fällen den nhd. Wörtern Mitgefühl, Mitleid in ihrer Übersetzung entsprechen würde. Es stellte sich weiterhin heraus, daß es sich hier um eine Tugend handelt, die nicht auf eine gesellschaftliche Ebene beschränkt war, sondern auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft anzutreffen war.

Ist denn diese Bedeutung auch bei dem Verhaltensmuster von Artus und Iwein zu erkennen?.

Man kommt schnell zu der Erkenntnis, daß Artus sich nicht nach diesem Muster verhält, sondern daß eher Iwein derjenige ist, der diesem Bild entspricht. Nun erscheint es doch sehr denkwürdig, daß Hartmann nicht Iwein sondern Artus als großes Vorbild im Prolog erscheinen läßt. Als Erklärung könnte man auf die Theorie verweisen, welche für die Gestaltung und den Aufbau des Prologs in der Artusepik maßgebend war. Hartmann hat die Nennung von Artus gewählt, damit seine Leser sich auf eine bestimmte Erzählung einstimmen konnten. Um zugleich das Wohlwollen der Leser zu erlangen, hat sich Hartmann eines weiteren Topos bedient und den König nicht nur namentlich genannt, sondern ihn als vorbildlich dargestellt. Daß sich dieses Bild in der ganzen Erzählung nicht bestätigt ist von geringer Wichtigkeit, denn in erster Linie besteht das Anliegen für Hartmann darin, das Interesse und das Wohlwollen der Hörer und Leser zu wecken.

Es wurden dem Begriff der güete weitere Bedeutungen zugeschrieben- ,, Das gibt einen ersten Hinweis darauf, daß der Inhalt von güete sich anlehnt an die mansuetudo, bonitas und benignitas Gottes im religiösen Schrifttum des 12. Jh."10 Beweise für diese These werden in den Schlußzeilen des Iweins gesehen. Hartmann verhält sich gleichgültig gegenüber seinem Helden und jener ritterlichen Welt. Es ist jetzt Gott, welcher ,,saelde und êre" ( IW vv.4) 11 geben kann und nicht mehr die ritterliche Tüchtigkeit, also kein bestimmtes menschliches Verhalten führt nun mehr zum Erlangen von saelde und ê re. 12

Diese Forschungsergebnisse, vor allem der zuletzt genannte Aspekt, sind doch sehr fraglich. Im Mittelhochdeutschen war die Polysemie der Wörter sehr verbreitet und man konnte nicht mit Genauigkeit feststellen, welche Bedeutung dieses Wort hatte. Wenn überhaupt, ging die Bedeutung des Wortes aus dem Zusammenhang des Kontext hervor. Das heißt, daß Hartmann das Wort güete bewußt nicht mit einer präzisen Bedeutung belegt haben kann und somit eine entsprechende Übersetzung nicht möglich ist. Anzunehmen wäre, daß Hartmann das Attribut der güete in seinem Prolog Artus zuschreibt, damit er sich dem Interesse und Wohlwollen der Leser sicher sein kann. Inwieweit Hartmanns Intention in Bezug auf die Bedeutung des Wortes außerdem noch zielt, ist für die heutige Zeit schwer nachvollziehbar und somit auch recht spekulativ.

3.1.2. Der Aufbau

Durch die Nennung von Artus in den Anfangsversen, konnte das Publikum das Werk einer bestimmten Gattung zuordnen. Dann folgt die Ankündigung von Artus als Vorbild, nur wer dem Beispiel von Artus folgt kann, saelde und ê re erlangen. Um diese zu erwerben ist es notwendig, die Lehre in dem Roman zu lesen und zu verstehen. Dabei ist die Handlung oder die Tat nicht das eigentlich Wichtige, sondern die Erkenntnis und das Bewußtsein für die Ursache des Versagens zu erlangen, ist von Bedeutung. Diese These wird durch das Verhalten von Iwein gestützt, denn nicht seine ritterliche Taten verhelfen ihm saelde und ê re zu erlangen, sondern das Erkennen seiner Fehler und dessen Ursache. An dieser Stelle wäre noch anzumerken, daß Artus als Vorbild nur im Prolog anzutreffen ist, im Verlauf des Werkes nimmt Iwein diese Stellung ein. Dies wäre ein Beleg dafür, daß Hartmann sich des Artus Topos bediente, um die Hörer und Leser für sein Werk zu gewinnen.

Es läßt sich auch ein proverbium erkennen, denn wer s î n gemüete auf rehte güete wendet ist eine allgemeine Forderung, welche für jeden Leser nachvollziehbar ist. Hartmann versucht seine Hörer oder Leser in gutes und schlechtes Publikum einzuteilen, die guten sind diejenigen welche sich mit seinem Roman beschäftigen und die Lehre erkennen werden. Diese Selektion sollte dem Wunsch Hartmanns von einem literarisch gebildeten Publikum entsprechen. Hartmann bereitet, nach der traditionellen Funktion des Prologs, sein Publikum auf sein Werk vor und möchte die Leserschaft für sein Anliegen gewinnen. Hartmann stellt sich seinem Publikum namentlich vor: er gibt sich als Ritter aus, welcher nur asu reinem Zeitvertreib dichtet .

,,Ein rîter, der geleret was unde ez an den buochen las, swenner sîne stunde niht baz bewenden kunde, daz er ouch tihtennes pflac (...)er was genant Hartman und was ein Ouwaere der tiht diz maere" (IW vv.28)

Der Aspekt des Schreibens als Zeitvertreib wurde im Mittelalter durchaus positiv gesehen und galt als sinnvolle Betätigung. Diese Art von Unterhaltung wurde somit auch von den Lesern als gut bewertet. Weiterhin nennt er sich einen ,,rîter, der gelêret was" (IW vv.21). Damit beteuert, er daß er lesen kann und somit auch beweist, daß er sich durchaus einer schriftlichen Tradition bewußt ist und diese auch zu reflektieren und interpretieren vermag. Hartmann versucht hiermit seinem Werk eine besondere Bedeutung zu geben, indem er sagt, daß er bereits viel gelesen hat und die Leser dies auch in seinem Werk wiederfinden können und durch sein Werk die schriftliche Tradition weitergegeben und weiterleben wird.13

4. Prologe des nachklassischen Artusromans

4.1. Strickers ,, Daniel von dem blühenden Tal"

Der Stricker hat für die Gestaltung des Prologs die Regeln der antiken und mittelalterlichen Rhetorik berücksichtigt. Er möchte in die Thematik seines Werkes einführen und das Wohlwollen seines Publikum erlangen. Durch den Prolog wird auch deutlich, wie der Stricker sein Werk verstanden haben wollte.

4.1.1. Der Aufbau und die Gestaltung

Auch hier beginnt die Erzählung mit einer Sentenz proverbium. Durch eine allgemeingültige Lebensweisheit wird versucht eine Verbindung zum Publikum herzustellen. Thema dieser Sentenz ist das Zusammenwirken von wort, muot und werc. Dies soll bedeuten, daß eine gute Lehre wort (wenn man sie auch anhört und versteht) eine Veränderung der inneren Einstellung mout bewirkt und sich dann in Taten werc umsetzt. Die Thematik dieser Eingangssentenz wird im Verlauf des Prologs nochmals aufgenommen, damit versucht er eine wohlwollende Haltung der Leser und Hörer gegenüber seinem Werk zu erlangen. Weiterhin wirbt der Erzähler um das Wohlwollen seines Publikums, indem er sein Werk als moralisch-didaktisch anpreist und daß es äußerst wichtig sei seinen Worten Gehör zu schenken, damit die Worte auch in die Tat umgesetzt werden können ,,swer aber den worten ist gehaz, der ist ze den werken dicke laz". (SD vv.5-6)14

Dann folgt die Angabe über seine Quelle:

,,Von Bisenze meister Alberich, der brâhte ein rede an mich ûz welscher zungen." (SD vv.7-9)

Er sagt, daß ihm eine französische Vorlage des Alberich von Bisinzo für seine Erzählung gedient hätte. Aber es läßt sich ermitteln, daß diese Quelle als solche gar nicht existiert, sondern nur fiktiv ist.15 Es scheint wohl so zu sein, daß Stricker sich der mittelalterlichen Tradition durchaus bewußt war und für das Bestehen seines Werkes als überaus wichtig ansieht, eine Quelle anzugeben, ob diese Vorlage existiert oder nicht ist für ihn unwichtig. Der Aspekt des Schreibens aus reinem Zeitvertreib wird auch angesprochen ,,daz man sie in tiutschen vernimet, swenne kurzwîle gezimet". (SD vv.10-11)

Stricker nennt seinen eigenen Namen (V.16), oder das was wir als Namen deuten, denn die Forschung ist sich der Herkunft Strickers und der Authentizität seiner Person nicht ganz sicher. Einige Literaturforscher gehen davon aus, daß Stricker sich diesen Namen selber gegeben hat, um seine dichterische Tätigkeit zu betonen (Erzählungen und Geschichten ,,stricken")16.

In Vers 33. wird König Artus namentlich genannt, damit erhält das Publikum den Hinweis, daß die folgenden Erzählung von Artus und seiner Gesellschaft handeln wird. Durch die Nennung von Artus erfährt das Werk seine Berechtigung. Die vorbildlichen Eigenschaften des Königs werden hervorgehoben, damit die Huldigungen dem Wahrheitscharakter entsprechen, betont der Erzähler, daß er nicht alle Heldentaten aufzählen werde, sondern nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen Tugenden aufführen werde ,, man spraeche, ich tobte alder lüge dâvon wil ich lützel dâvon sagen und wil es doch nicht gar verdagen." (SD vv.56-58)

Zum Ende des Prologs hin wird ein fließender Übergang zu der Erzählung geschaffen.

5.Vergleichende Darstellung der beiden Prologe

In der Eingangssentenz der beiden Prologe ist eine Ähnlichkeit zu erkennen. Es scheint, als ob die werkeinleitende Sentenz des Daniel von dem blühenden Tal Bezug auf die Eingangsverse des Iwein nehmen würden.

Iwein Prolog:

Swer an rehte güete wendet sîn gemüete

dem volget saelde und êre (IW vv.1-3)

Daniel von dem blühenden Tal Prolog: Swer gerne allez daz vernimt daz guoten liuten wol gezimt, der wirt es selten âne mout, unz er der werc ein teil getout. swer aber den worten ist gehaz, der ist ze den werken dicke laz.(SD vv.1-6)

Die Eingangsverse des ,,Iwein" könnten für Stricker eine Idee gewesen sein, die sich lohnte zu übernehmen. Er fordert, genauso wie im ,,Iwein" Prolog, ein angemessenes Verständnis der Dichtung. Während diese Aufforderung im ,,Iwein" noch sehr verdeckt und allgemeiner stattfinden, richtet sich der Erzähler des ,,Daniel von dem blühenden Tal" direkter an sein Publikum und fordert es auf, nicht nur angemessen zuzuhören, sondern das Gehörte auch in Taten umzusetzten.

Ein weiterer Aspekt welcher die beiden Epen verbindet ist die Quellenberufung. Bei Hartmann von Aue ist das Chrétien de Troyes und bei dem Stricker ist es die französische Vorlage des Alberich von Bisinzo. Dies zumindest behauptet der Stricker in seinem Werk, aber es stellte sich heraus, daß diese Quelle fiktiv ist. Man kann erkennen, daß der Stricker den Quellenverweis aus einem anderen Werk entnommen hat, aus dem Prolog des Alexanderlieds des Pfaffen Lamprecht:

Alberich von Bisinzo der brâhte uns diz lit zû.

er hetez in walhisken getihtet.

nû sol ich es iuh in dûtisken berihten. nîman enschulde sîn mich:

louc er, sô liuge ich.17

Für den Stricker war der Nachweis einer Vorlage unwichtig, da er mit seiner Quellenberufung wohl nur dem Schema der mittelalterlichen Dichtung entsprechen wollte, damit an der Wahrheit des Erzählten nicht gezweifelt werden konnte. Aber dies war vielleicht nicht die einzige Absicht, welche Stricker verfolgte. Es konnte durchaus passieren, daß einige von den Lesern die fiktive Angabe durchschauten, da es sich aber meistens so verhielt, daß man den Angaben des Dichters vertraute, konnte es sich nur um einen geringer Teil an sehr gebildeten Lesern handeln und diese verstanden es eher, Freude an diesem Spiel zu haben. D.h. Stricker setzte bewußt diese fiktive Quellenangabe ein, weil er davon ausging, daß einige der Leser es verstanden, sein Werk richtig zu deuten. Stricker präsentiert uns ein vollkommen neues Bild von Literatur, denn es geht nun nicht mehr darum, daß ein bestimmtes Werk in die deutsche Sprache übersetzt wird, so wie es bei dem ,,Iwein" des Hartmann von Aue noch der Fall war. Der Stricker schreibt sein eigenes Werk und wendet sich somit von der bisherigen Tradition ab. Daß er sein Werk als solches nicht vorstellen konnte, ist verständlich, wenn man die Abhängigkeit zwischen dem Autor und seinem Publikum betrachtet. Ein Werk konnte nur bekannt werden, wenn es gelesen wurde und somit mußte es in erster Linie für das Publikum geschrieben werden. Der Stricker hat genau diesen Aspekt bedacht und sein Werk so verfaßt, daß es Wohlgefallen bei seinen Lesern hervorrufen würde.

In einer zweiten Sentenz des ,,Daniel von dem blühenden Tal" wird die Thematik der ersten Sentenz wieder aufgenommen und weitergeführt. Diese wird aber durch den Begriff des materiellen Besitz (guot) erweitert. Hier wird auch an die ersten Verse des ,,Iweins" angeknüpft, die Idee der rehten güete wird durch die Auseinandersetzung des muotes mit dem guot in Verbindung gesetzt. Der Erzähler sagt, daß Tugendhaftigkeit nicht abhängig von materiellen Besitz ist, diese Aussage könnte an die soziale Situation des 12. und 14.Jh. anknüpfen, da durch das Bestreben des adligen Herrschaftsausbaus die Betroffenen oft verarmten.18 Die Betroffenen besaßen zwar keine Reichtümer mehr, aber wenn sie tugendhafte Menschen waren, so hatten sie ihre Ehre, ihre rehte güete noch nicht verloren. Während andere Menschen welche große Reichtümer besaßen, nicht unbedingt immer gute Taten vollbrachten und deswegen weder l ô p noch ê re verdient haben. Swer lop und êre wil bejagen, der sol darumbe niht verzagen, irret in etwâ daz guot.

sô man den willigen mout an im erkennet unde siht, man spricht im, daz man dem giht, der den willen und diu werk tuot. gar âne willigen muot wirt selten ieman wol gelobet, swaz er mit gebene getobet. (DT V.23-32)

6. Schlußbemerkung

Die Untersuchungen, welche in dieser Arbeit durchgeführt wurden, erscheinen unzureichend, wenn man die ganze Entwicklung zwischen klassischer und nachklassischer Artusepik aufzeigen möchte. Durch die Untersuchungen des restlichen Textes können die eigentlichen Neuerungen erst deutlich herausgestellt werden. Wenn man sich nur mit der Analyse der Prologe beschäftigt, entsteht schnell der Eindruck (vor allem bei dem ,,Daniel von dem blühenden Tal" Prolog), daß kaum eine Entwicklung stattgefunden hat. Der Prolog scheint sich sehr genau an den Regeln der antiken und mittelalterlichen Rhetorik zu orientieren, daß dies aber auch beabsichtigt ist, erklärt sich erst aus der Betrachtung des gesamten Werkes. So kommt dem fiktiven Quellenverweis noch eine ganz besondere Bedeutung zu, wenn man das ganze Werk des Strickers betrachtet. Es entsteht ein ganz neuer Begriff für die Artusepik, wenn man die Erzählhandlung in die Betrachtung miteinbezieht, nämlich die list. Die list ist es, die Daniel zum Bestehen verschiedener âventiuren benutzt. Wenn man das Alexanderbild aus der fiktiven Quellenangabe betrachtet, dann wird dieses Bild oft mit dem Attribut der list verbunden.19 So hat der Stricker wohl sehr bewußt das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht für den Nachweis seiner Quelle ausgesucht, weil er so schon im Vorfeld die Thematik der list einführen konnte. Aber noch etwas anderes hat sich der Stricker mit dem Verweis auf

Alexander zu Nutzen gemacht, nämlich den Hinweis darauf, daß außer dem Artusepos noch eine andere Gattung sein Werk beeinflußt hat: Die Heldendichtung und die Chanson de geste, was sich im weiteren Verlauf des Werkes durch die Darstellung der Massenschlachten bestätigt.20

Dies sind Aspekte, die hier nur sehr oberflächlich und allgemein angesprochen wurden, weitere Untersuchungen wären hier angebracht, um die Thematik zu vertiefen. Eine kurze Darstellung des weiteren Verlaufs des Werkes erschien trotzdem unerläßlich, damit die entsprechende Bedeutung des Daniel Prologs auch herausgestellt werden konnte und die Fragestellung nach dem warum der Stricker mit seinem Werk so verfahren ist, geklärt wurde. Der Stricker mußte sich vorerst an die mittelalterliche Tradition halten und so tun, als ob er es Hartmann von Aue gleichtun würde. Er mußte sich erst das uneingeschränkte Wohlwollen des Publikums erschleichen, um dann die Neuerungen einbringen zu können, welche anhand dieser Arbeit herausgestellt werden sollten.

7. Literaturverzeichnis

Primärliteratur

- Hartmann von Aue: Iwein. Zweisprachige Ausgabe. 2. Auflg. Zürich. 1992.

- Der Stricker: Daniel von dem blühenden Tal. Hrsg. von Michael Resler. 2. Auflg. Tübingen 1995.

- Der Stricker: Daniel von dem blühenden Tal. In: Erzählungen des Mittelalters. Hrsg. Helmut Birkhan. Band 5.

- Pfaffe Lamprecht: ,,Alexander". In:Die religiösen Dichtungen des 11. Und 12. Jahrhunderts. Hrsg. von Friedrich Maurer. Band 2. Tübingen 1956. S. 536-566.

_ Sekundärliteratur

- Brinkmann, Hennig: Der Prolog im Mittelalter als literarische Erscheinung. Bau und Aussage. In: Wirkendes Wort 14 (1964). S. 1-22.

- Kobbe, Peter: Funktion und Gestalt des Prologs in der mittelhochdeutschen nachklassischen Epik des 13.Jahrhunderts. In: DVjS 43 (1969). S. 405-432.

- Mertens, Volker: Imitatio Arthuri. Zum Prolog von Hartmann von Aue ,,Iwein". In: Zeitschrift für Deutsches Altertum und Deutsche Literatur 106 (1977). S. 350-357.

- Endres, Rolf: Der Prolog von Hartmanns ,,Iwein". In: DVjS 40 (1966). S. 509-537.

- Haug, Walter: Programmatische Fiktionalität. Hartmanns von Aue <Iwein> Prolog. In: Literaturtheorie im deutschen Mittelalter von den Anfängen bis zum Ende des 13.

Jahrhunderts. 2.Auflg. Darmstadt 1992. S. 119- 133.

- Finster, Franz: Zur Theorie und Technik Mittelalterlicher Prologe. Phil. Diss. masch. Bochum 1971.

- Pingel, Regina: Ritterliche Werte zwischen Tradition und Transformation. Zur veränderten Konzeption von Artusheld und Artushof in Strickers Daniel von dem blühenden Tal. In: Mikrokosmos. Hrsg. Wolfgang Harms. Band 40. Frankfurt/M 1994.

- Wachinger, Burghart: Autorschaft und Überlieferung. In: Autorentypen. Hrsg. Walter Haug und Burghart Wachinger. Tübingen 1991. S. 1-23.

[...]


[1] Vgl. dazu Finster, S.70.

[2] Vgl. dazu Brinkmann, S. 1-21,hier S. 1-7.

[3] Auf diesen Begriff wird im Verlauf der Arbeit näher eingegangen.

[4] Vgl. dazu Finster, S. 87.

[5] Vgl. dazu Brinkmann. S.1-21,hier S. 8.

[6] Kobbe, Peter: Funktion und Gestalt des Prologs in der mittelhochdeutschen nachklassischen Epik des 13.Jahrhunderts. In: DVjS 43 (1969).S. 406-431, hier S.420.

[7] Ebenda, S. 425.

[8] Textbeispiele werden in Zusammenhang mit der konkreten Auseinandersetzung bestimmter Werke aufgeführt.

[9] Vgl. dazu Kobbe, S. 406-433, hier S. 408-417.

[10] Endres, Rolf: Der Prolog von Hartmanns ,,Iwein". S. 521.

[11] Das Werk Hartmann von Aue wird im folgenden unter der Verwendung der Sigle <IW> und Angabe der entsprechenden Verszahl zitiert nach der Ausgabe: Hartmann von Aue: Iwein. Zweisprachige Ausgabe. 2 Auflg. Zürich 1992. S. 356.

[12] Vgl. dazu Endres. S. 510-536, hier S.510-533.

[13] Vgl. dazu Haug. S. 120-132.

[14] Das Werk des Strickers wird im folgenden unter der Verwendung der Sigle <SD> und Angabe der entsprechenden Verszahl zitiert nach der Ausgabe: Der Stricker: Daniel von dem blühenden Tal. Hrsg. von Michael Resler. 2.Auflg. Tübingen 1995.(V.7-9)

[15] Vgl. dazu Pingel. S.17.

[16] Vgl. dazu Kobbe. S. 406- 433, hier S.423.

[17] Pfaffe Lamprecht: ,,Alexander". In: Die religiösen Dichtungen des 11. Und 12. Jahrhunderts. Hrsg. von Friedrich Maurer. Bd.2. Tübingen 1956. S. 536 (Vers 13-18).

[18] Vgl. dazu Pingel. S. 22.

[19] Vgl. dazu Ragotzky. S.45-82, hier S. 51.

[20] Vgl. dazu Pingel. S. 315.

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Der Prolog der klassischen und nachklassichen Artusepik
Note
befriedigend
Autor
Jahr
1999
Seiten
15
Katalognummer
V97240
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prolog, Artusepik
Arbeit zitieren
Bianca Kühn (Autor), 1999, Der Prolog der klassischen und nachklassichen Artusepik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97240

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