Das Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen eines IPOs chronologisch zu erläutern und in einer Theorie-Praxis-Reflektion den Börsengang der Innogy SE systematisch zu analysieren. Die Arbeit ist in drei Kapitel unterteilt. Das erste Kapital beschreibt die Grundlagen zu einem IPO im theoretischen Kontext. Zu Beginn werden die begrifflichen Grundlagen beschrieben. Anschließend folgt eine Darstellung der Motive, Bedenken und Anforderungen eines Unternehmens, welches einen Börsengang durchführen möchte. Am Ende des ersten Kapitels wird der Ablauf eines ersten Börsenganges in verschiedenen Phasen beschrieben.
Das zweite Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit einer Theorie-Praxisreflektion. Es beginnt mit einer Unternehmensvorstellung der Innogy SE. Anschließend wird der IPO der Innogy SE mit den Erkenntnissen des ersten Teils analysiert. Abschließend erfolgt im letzten Kapitel ein Resümee.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Arbeit
2 Grundlagen zu einem IPO im theoretischen Kontext
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Motive
2.3 Bedenken
2.4 Anforderungen an einen Börsenkandidaten
2.5 Phasenorientierte Betrachtung
2.5.1 Konzeptionsphase
2.5.2 Durchführungsphase
2.5.3 Platzierungsphase
3 Theorie-Praxis-Reflektion am Beispiel der Innogy SE
3.1 Unternehmensvorstellung Innogy SE
3.2 IPO der Innogy SE
4 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen eines Initial Public Offerings (IPO) und reflektiert diese anhand des Börsengangs der Innogy SE, um die Anforderungen, Motive und den Ablauf eines solchen Vorhabens systematisch aufzuarbeiten.
- Theoretische Definition und Rahmenbedingungen eines Börsengangs
- Motive und Bedenken bei der Entscheidung zum "Going Public"
- Rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Anforderungen an Börsenkandidaten
- Strukturierung des IPO-Prozesses in Konzeptions-, Durchführungs- und Platzierungsphase
- Praxisnahe Fallstudie zum Börsengang der Innogy SE
Auszug aus dem Buch
2.4 Anforderungen an einen Börsenkandidaten
Die Anforderungen an einen potentiellen Börsenkandidaten lassen sich in die rechtliche, die wirtschaftliche und die organisatorische Börsenreife unterteilen. Der Grad der organisatorischen und wirtschaftlichen Börsenreife ist immer auch vom Börsenklima abhängig.
Rechtliche Börsenreife
Gesellschaften, die sich an einer Börse notieren lassen möchten, müssen eine kapitalmarktfähige Rechtsform aufweisen. In Deutschland sind die kapitalmarktfähigen Rechtsformen die Aktiengesellschaft (AG) und die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). In Europa ist die Societas Europaea (SE) als kapitalmarktfähige Rechtsform beliebt. Sollte das Unternehmen mit der bisherigen Rechtsform nicht kapitalmarktfähig sein, muss eine Rechtsformumwandlung erfolgen. Für eine kapitalmarktfähige Rechtsform ist ein Aufsichtsrat, der aus mindestens 3 Personen bestehen muss, zu bilden. Die Satzung, deren Änderung eine ¾ Mehrheit bei der Hauptversammlung bedarf, muss börsenfähig sein. Ein Börsenaspirant sollte mindestens drei bis fünf Jahre als wirtschaftliche Einheit Bestand haben. Innerhalb dieses Zeitraumes kann er seine Ertragskraft und somit die grundsätzliche Kapitalmarktfähigkeit unter Beweis stellen. Ein weiteres Kriterium zur Bestimmung der Börsenreife stellt das Emissionsvolumen dar. Ein zu geringes Platzierungsvolumen bringt das Risiko einer mangelnden Liquidität und damit verbunden eine höhere Kursvolatilität.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Unternehmensfinanzierung ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen zu einem IPO im theoretischen Kontext: Es werden die theoretischen Grundlagen des Initial Public Offerings erläutert, inklusive Motiven, Bedenken und den Phasen eines Börsengangs.
3 Theorie-Praxis-Reflektion am Beispiel der Innogy SE: Dieses Kapitel stellt das Unternehmen Innogy SE vor und analysiert dessen Börsengang anhand der zuvor erarbeiteten theoretischen Kriterien.
4 Resümee: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Umsetzung bei Innogy SE verknüpft.
Schlüsselwörter
Initial Public Offering, IPO, Börsengang, Kapitalmarkt, Eigenkapital, Emissionskonzept, Börsenreife, Equity Story, Bookbuilding, Innogy SE, Going Public, Platzierung, Emissionsbank, Börsennotierung, Finanzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an Unternehmen, die einen Börsengang anstreben, und verknüpft diese theoretischen Grundlagen mit einer Fallanalyse.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des IPOs, die Motive und Bedenken für einen Börsengang sowie die verschiedenen Phasen der Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel dieser Seminararbeit?
Das Ziel ist die chronologische Erläuterung der theoretischen IPO-Grundlagen und deren systematische Analyse am praktischen Beispiel der Innogy SE.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der theoretischen Grundlagen sowie einer angewandten Theorie-Praxis-Reflektion am Beispiel der Innogy SE.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen IPO-Phasen (Konzeption, Durchführung, Platzierung) und die anschließende Unternehmensanalyse von Innogy.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Schlagworte sind IPO, Kapitalmarktfähigkeit, Emissionskonzept, Börsenreife, Equity Story und das Praxisbeispiel der Innogy SE.
Warum spielt die Rechtsform für einen Börsenkandidaten eine entscheidende Rolle?
Um an die Börse zu gehen, muss eine Gesellschaft eine kapitalmarktfähige Rechtsform (wie AG, KGaA oder SE) aufweisen, die unter anderem die Bildung eines Aufsichtsrats erfordert.
Welche Rolle spielt die "Equity Story" bei einem IPO?
Sie ist das zentrale Kommunikationsinstrument gegenüber Investoren, in dem das Unternehmen seine Erfolgsfaktoren, Visionen und Wachstumspotenziale überzeugend darlegt.
Warum war für die Innogy SE keine Rechtsformumwandlung vor dem IPO nötig?
Da Innogy bereits als SE (Societas Europaea) gegründet wurde, verfügte das Unternehmen bereits über die notwendige kapitalmarktfähige Rechtsform.
Wie hoch war der Emissionswert des Börsengangs der Innogy SE?
Das Emissionsvolumen belief sich auf 5 Milliarden Euro, was den Börsengang zum größten deutschen IPO seit dem Jahr 2000 machte.
- Quote paper
- Christoph S. (Author), 2019, Anforderungen an ein Initial Public Offering (IPO) mit Praxisbeispiel Innogy SE, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/972601