Texas und seine Erschließung


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

5 Seiten, Note: 1-


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Gliederung:

1. Vorstellung des Bundesstaates Texas

2. Geschichtliche Erschließung

3. Erschließung einzelner Regionen
3.1 Lage und Klima
3.2 Bodenschätze und Industrieansiedlung
3.3 Bevölkerung

1. Vorstellung des Bundesstaates Texas

Texas ist ein Bundesstaat im südlichen Mittelwesten der Vereinigten Staaten. Er grenzt im Norden an Oklahoma, im Nordosten an Arkansas, im Osten an Louisiana, im Südosten an den Golf von Mexiko, im Südwesten an Mexiko und im Westen an New Mexiko.

Mit einer Fläche von 691 027 km2 ist Texas nach Alaska der zweitgrößte Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Im Vergleich dazu ist Deutschland nur halb so groß. Die Einwohnerzahl beträgt 17,7 Millionen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 26 Einwohnern pro km2. Weiße haben einen Bevölkerungsteil von 75,2 Prozent, Schwarze von 11,9 Prozent.

(Quellen: CD - Rom: Encarta 98; BURGERMEISTER, Jürgen/ TOPEL, Theo: Diercke Westermann Weltatlas Braunschweig, 1988)

2. Geschichtliche Erschließung

Vor der Ankunft der Europäer (vor 1492) lebten im Gebiet von Texas zahlreiche Indianerstämme. Die Caddo - Stämme trieben Ackerbau und wohnten in dauerhaften Behausungen in Osttexas. Entlang des Rio Grande bauten die Jumano mit Hilfe von Bewässerungssystemen Feldfrüchte an und die Apachen und Tonkawa jagten Bisons in den Ebenen im Westen. Heute ist noch die Fischerei und die Viehzucht ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

Die spanischen Expeditionen waren die Grundlage des spanischen Anspruchs auf Texas, aber da sie keine Schätze und Reichtümer einbrachten, wandten sich die Spanier über einhundert Jahre lang anderen Zielen zu. Das spanische Interesse erwachte erneut, als Robert Cavelier, Sieur de La Salle, Gebiete, zu denen auch Texas gehörte, für Frankreich beanspruchte.

Die Spanier gründeten 1690 zahlreiche Missionsstationen im Osten, als Erwiderung auf diese französische Herausforderung und um die Caddo zu missionieren. Ein größerer Zustrom setzte aber ein, nachdem Stephen Austin und andere Kolonisatoren in den zwanzigern Jahren des 19. Jahrhunderts Siedlungen gründeten.

Der mexikanische Präsident Antonio Lopéz de Santa Anna schränkte die Bestrebung der Texaner zu mehr Selbstverwaltung zugunsten einer zentralistisch orientierten Regierung stark ein und erhob sich somit zum Diktator. Gegen Ende des Jahres 1835 waren die mexikanischen Streitkräfte hinter den Rio Grande zurückgedrängt worden. Die texanischen Führer lehnten aber eine Unabhängigkeit ab, erklärten ihre Treue zur mexikanischen Verfassung und verurteilten Santa Anna.

Als Sam Houston zum Oberbefehlshaber der texanischen Armee ernannt wurde, besiegten die texanischen Streitkräfte Mexiko.

Während der folgenden neun Jahre bestand die Republik Texas als selbständiger Staat, der aber nicht von Mexiko anerkannt wurde.

Die Texaner waren aus Sicherheitsgünden und wegen Aspekten der Wirtschaft für einen Anschluss an die Vereinigten Staaten, doch es gab viele Stimmen gegen die Aufnahme eines weiteren Bundesstaates in dem die Sklavenhaltung erlaubt war. Aber Texas wurde doch als 28. Bundesstaat in die Union aufgenommen. Wenig später brach der Mexikanische Krieg aus, endete mit dem Kompromiss über die Festlegung der heutigen Westgrenze.

Um 1880 waren die Indianer im Westen besiegt und stark nach Westen zurückgedrängt worden. In ganz Texas baute man Eisenbahnlinien. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Texas vor allem ein Agrarstaat, in dem die Rinderzucht dominierte. Das wichtigste Standbein der Wirtschaft blieb jedoch die Baumwolle. Nach 1900 entwickelte sich Texas zu einem am stärksten industrialisierten Bundesstaat der Union. Einen großen Anteil daran hatte das Erdöl. Bis in die zwanziger Jahre waren überall am oberen Küstenteil von Texas Raffinerien und petrochemische Betriebe entstanden.

Mit der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung stark an.

Probleme der Zukunft sind vor allem das Schwinden der Erdölvorräte und der zunehmende Wassermangel im Westen.

(Quelle: CD - Rom: Encarta 98)

3. Erschließung einzelner Regionen

Texas lässt sich in vier Regionen aufgliedern: das Gebiet Basin and Range, die Great Plains, die Osage Plains und die West Gulf Coastal Plain.

Das Gebiet Basin and Range liegt im Westen und wird im Osten vom Rio Pecos und im Westen vom Rio Grande begrenzt.

Durch die Wechsellagerung härterer und weicherer Gesteine und die Steilstellung der geologischen Schichten entstanden steile Schichtrippen, die durch Täler voneinander getrennt sind.

Das Klima ist im Westen sehr trocken - dort herrscht ein semiarides , kontinentales Klima. Die Durchschnittstemperaturen im Sommer liegen etwa bei 34_C und im Winter bei 9,4_C. Die Landschaft wechselt hier zwischen Wüste, Halbwüste und Tundra. Deswegen ist der Feldbau nur mit künstlicher Bewässerung möglich. Im Land befinden sich vereinzelt Leder-, Textil- und Atomindustrie. Bodenschätze sind nicht vorhanden.

Die Bevölkerungsdichte beträgt 1 Einwohner pro km2. Es ist also eine sehr schwache Besiedlung, wie man aus den davor genannten Gründen erkennen kann.

Dieses Gebiet wurde wegen der Entlastungsfunktion für Ballungsräume und der strategischen Grenzsicherung erschlossen.

Die Great Plains nehmen einen großen Teil des Zentrums im Norden ein. Ihre Höhenlage bewegt sich zwischen 300 m im Osten und bis zu 1300 m entlang der mexikanischen Grenze.

Die baumlosen und trockenen Great Plains werden im Süden von einer Hügellandschaft und der Edwards - Hochebene unterbrochen. Die Böden dieses großen Gebietes sind heute aufgrund von Bewässerungsmaßnahmen und Trockenfeldbau äußerst ertragreich und liefern reiche Weizen- und Baumwollernten. In den trockeneren Gebieten wird viel Viehzucht betrieben.

Das Klima ist fast das gleiche wie bei der Region Basin and Range, da sie nah aneinander liegen.

Die Great Plains sind reich an Bodenschätzen, vor allem Erdöl und Kohle. Im Land befinden sich ein Kernkraftwerk, ein Zentrum der Elektronik und ein Luft- und Raumfahrtzentrum.

Die Bevölkerungsdichte beträgt 1 - 10 Einwohner pro km2. Wegen den vielen Dürregebieten ist es dort schwer sich anzusiedeln, deshalb herrscht dort eine schwache Bevölkerung.

Dieses Gebiet wurde wegen der strategischen Grenzsicherung, der Entlastungsfunktion für Ballungsräume, der landwirtschaftlichen Produktion und der Förderung von Bodenschätzen erschlossen.

Die Osage Plains erstrecken sich südlich von Oklahoma.

Fruchtbare schwarze Böden, insbesondere im östlichen Teil, machen dieses Gebiet zu einer fruchtbaren Agrarregion mit Baumwoll- und Getreideanbau sowie Viehzucht. Der hügelige Teil ist für die Viehhaltung geeignet.

Das Klima im Osten ist maritim, humid bis sehumid. Die Durchschnittestemperaturen im Sommer liegen etwa bei 31_C und im Winter bei -4,4_C.

Die Bevölkerungsdichte beträgt 10 - 25 Einwohner pro km2. Dort herrscht eine etwas stärkere Bevölkerung, wegen den größeren Städten wie z.B. Dallas.

Dieses Gebiet wurde wegen der Entlastungsfunktion für Ballungsräume und der landwirtschaftlichen Produktion erschlossen.

Die West Gulf Coastal Plain umfasst ungefähr die östlichen zwei Fünftel von Texas und reicht bis zum Golf von Mexiko.

Die Ebene besitzt fruchtbare, sandige Böden und ein subtropisch - feuchtes Klima. Die Küstenebene ist reich an Erdöl, also auch an Raffinerien, Eisen- und Stahlerzeugung.

Die Bevölkerungsdichte beträgt im Landesinnern 10 - 25 Einwohner pro km2 und an der Küste 25 - 50 Einwohner pro km2, wegen der ertragreichen Erdölproduktion. Dieses Gebiet wurde wegen der Förderung von Bodenschätzen, der Industrieansiedlung und der landwirtschaftlichen Produktion erschlossen.

Texas wurde insgesamt wegen der ertragreichen Erdölproduktion, der Entlastungsfunktion für Ballungsräume und der landwirtschaftlichen Produktion erschlossen, wobei die Wirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Aber es gibt auch krasse Unterschiede. In einem Gebiet herrscht völlige Leere und wiederum in einem anderen liegt eine Großstadt.

(Quellen: CD - Rom: Encarta; BURGERMEISTER, Jürgen/ TOPEL Theo: Diercke Westermann Weltatlas)

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Details

Titel
Texas und seine Erschließung
Note
1-
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V97346
Dateigröße
369 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Texas, Erschließung
Arbeit zitieren
Ilka Berg (Autor), 2000, Texas und seine Erschließung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97346

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