Überblick zur Geschichte der Zellenlehre


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
3 Seiten, Note: 2+

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Bevor ich einen Überblick zur Geschichte der Zellenlehre gebe, möchte ich erst einmal den Aufbau der Zelle erläutern.

Die Zelle ist der Grundbestandteil aller Lebewesen. Sie ist die kleinste Bau- und Funktionseinheit der Lebewesen und besitzt als solche die Grundeigenschaften der lebenden Materie: Stoffwechsel, Vermehrung, Vererbung und Reizerscheinungen. Die Größe der Zellen liegt im Bereich von 0,01 mm. Dabei kann ihre Gestalt oft recht unterschiedlich ausfallen. Die Zellen können kugelig, plattenförmig, würfelförmig, spindelig oder faßerähnlich aussehen. Die Hauptsteuerungszentrale der Zelle ist der Zellkern (Nucleus). Er enthält wichtige Erbinformationen. Das Zellplasma füllt die Zelle aus und dient dem Stofftransport, sowie der Stoffspeicherung. In dem Zellplasma befinden sich Mitochondrien, die für Zellatmung zuständig sind; Vakuolen, die für die Speicherung des Zellsaftes gebraucht werden und Stärkekörner, die ebenfalls Stoffe speichern können. Das Zellmembran hält die Zelle zusammen; es bildet den Äußeren Abschluß der Zelle. Die pflanzlichen Zellen besitzen außerdem noch eine Zellwand, die eine Schutzfunktion übernimmt, und Chloroplasten, die Licht in chemische Energie umwandeln können.

Die historische Entwicklung der Zellen- und Gewebelehren ist naturgemäß in entscheidendem Maße von der Entwicklung optischer Hilfsmittel abhängig. Das erste Mikroskop wurde um 1600 von Hans und Zacharias Janssen in Holland entwickelt. Doch dieses Mikroskop war in Hinblick auf sein Auflösungsvermögen guten, einfachen Linsen unterlegen gewesen. Die Herstellung einer Linse mit einer ausreichenden Vergrößerung, um Zellen damit erkennen zu können, gelang erstmals Anton van Leeuwenhoek aus Holland. Er erkannte damit um 1680 einzellige Tiere, Spermazellen, rote Blutkörperchen und im Zahnbelag sogar Bakterien. Auch Robert Hooke war ein bekannter Zellbiologe. Er entdeckte schon 1665 zufällig in Flaschenkork eine zelluläre Struktur und beschrieb sie als ,,cells", da er bemerkte, daß sich pflanzliche Körper aus winzig kleinen Räumen aufbauen.

Als nächstes beschrieb Marcello Molpighi 1675-79 und Nehemia Grew 1671-82 den Aufbau der pflanzlichen Zellen. Das Interesse der Naturforscher richtete sich ab dem 18.Jh. mehr auf den Zellinhalt, was folgende Beobachtungen beweisen: 1774 der Nachweis von Bewegungserscheinungen im Zellinneren durch Corti, 1831 die Entdeckung des Zellkerns durch den englischen Botaniker Robert Brown und 1839 die Benennung des Zellinneren als Protoplasma durch J.E.Purkinje.

Theodor Schwann und Matthias Jacob Schleiden konnten 1838 die Beteiligung des Zellkerns an der Zellteilung nachweisen und wurden somit die Begründer der Schleiden- Schwannschen- Zelltheorie. Erst um 1840 wies Matthias Schleiden für pflanzliche und Theodor Schwann für tierische Objekte nach, daß alle Organismen aus Zellen aufgebaut sind und daß nicht die Wände, die zuerst entdeckt wurden, sondern der Zellkörper Träger des Lebens sind. Damit war die Zellenlehre begründet. Die Zellenlehre besagt: ,,_Alle Lebewesen

- so verschieden sie auch sein mögen - sind aus Zellen und ihren Produkten aufgebaut _Alle Zellen stimmen in den Grundzügen ihres Baues überein _Die Leistungen der Lebewesen sind das Ergebnis der Leistungen ihrer Zellen _Zellen bestehen nur aus bereits vorhandenen Zellen."

Im Jahre 1855 erkannte Rudolf Virchow, daß Zellen nur aus Zellen entstehen (omnis cellula e cellula). Damit war die Bedeutung der Zelle als kleinste, lebensfähige Einheit erkannt. 1869/71 entdeckte Friedrich Miescher die Nuckleinsäuren.

Die Einführung von Fixierungs- und Färbemethoden in die Mikrobiologie ermöglichten Ende des 19.Jh. weitere Einblicke in die Bauweise der Zellen und führten zu verschiedenen Theorien über die Protoplasmastruktur. So vertrat Frommann 1865/1867 eine Gerüst- oder Netztheorie, während Flemming 1882 zwischen Filarmasse und Interfilarmasse unterschied. Ab 1890 erforschten R.Altmann und C.Benda mit Hilfe geeigneter Fixierungs- und Färbungsverfahren die Mitochondrien. Ein weiteres wichtiges Ereignis war 1903/04 die Erläuterung der Chromosomentheorie der Vererbung und die Begründung der Cytogenetik durch W.S.Sutton, T.Boveri und Correns.

1931 entwickelte M.Knoll und E.Ruska in Berlin ein Mikroskop, das Elektronenstrahlen zur Auflösung von Strukturen verwendete. Dadurch wurde der Vergrößerungsbereich auf 0,3nm erhöht und der Feinau der Zellen konnte nun untersucht werden. Mit dieser Entdeckung war auch eine schnelle Entwicklung der Biochemie und der Molekularbiologie verbunden. Trotz dieses Elektronenmikroskops hat das Lichtmikroskop, das zu den wichtigsten Hilfsmitteln der Zellbiologie gehört, nicht an Bedeutung verloren, da es vielseitige Anwendungsmöglichkeiten hat und einfach zu bedienen ist.

Bekannte Zytobiologen

Robert Hookewurde am 18.7.1635 in Freshwater geboren und starb am 3.3.1703 in London. Er war ein englischer Naturforcher, der das nach ihm benannte Gesetzüber die elastische Dehnung formulierte, den Schmelzpunkt des Wassers für 0°erklärte und die ,,little boxes" als ,,cells" bezeichnette.

Antonie van Leeuwenhoeklebte von 1632 bis 1723 und war ein niederländischer Naturforscher. Er entdeckte mit Hilfe von selbstgebauten Mikroskopen einzellige Tiere und Bakterien.

Theodor Schwanngebar am 7.12.1810 und lebte bis zum 14.1.1882. Er war ein Botaniker und Zytobiologe. Er wies für tierische Objekte nach, daßsie aus Zellen aufgebaut sind.

Quellen:Linder- Biologie; ,,Zellbiologie" von Haus Kleinig/Peter Sitte; ,,Klassische Schriften zur Zellenlehre" von Wilhelm Ostwald

2 von 3 Seiten

Details

Titel
Überblick zur Geschichte der Zellenlehre
Note
2+
Autor
Jahr
2000
Seiten
3
Katalognummer
V97352
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kurzreferat, 2einhalb Seiten.
Schlagworte
Geschichte, Zellenlehre
Arbeit zitieren
Mathias Lamm (Autor), 2000, Überblick zur Geschichte der Zellenlehre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97352

Kommentare

  • Gast am 14.9.2001

    danke.

    d ich habe genau das gleiche los gezogen wie du. Ein Vortrag über die Zellehre mit Wissenschaftlern und so weiter. Tja, und da kann ich idr nur dnken für deine Hilfe. Hab jetzt schon ne Menge zusammen und das auch deiner Hilfe wegen.
    thanks!
    Deine anja!

  • Gast am 17.2.2002

    nicht schlecht.

    ich bin froh,dass es noch so soziale menschen gibt, dir sich die mühe machen,eine gute arbeit ins netz zu stellen,um anderen eine hilfe zu leisten.
    wenn man nichts genaueres über die cytologie in erfahrung bringen möchte,eignet dich diese arbeit als hilfe hervorragend.
    lg,alge

  • Gast am 15.8.2002

    Du rettest mir damit mein leben.

    Dein Text hat mir wirklich voll gut weitergeholfen. danke. Ich glaube, dass ich ohne den durchgefallen wäre. So eine Bio-Null wie ich ist auf solche Hilfe angewiesen. Klasse, dass es so etwas wie Internet gibt. naja, vielen Dank halt.
    sarah

  • Gast am 26.8.2002

    danke schööööööööööönnnnnn!.

    Supi, vielen lieben dank! Das ist genau meine Hausaufgabenstellung! Du ersparst mir damit viele Stunden arbeit! Nochmal danke schööööööööön ;)

  • Gast am 22.9.2002

    Naja.

    Der Atikel ist ziemlich Larifahri geschrieben, wenn man so etwas für die Oberstufe verwenden will fällt man damit aber ganz schön auf die Nase, denn der Atikel ist etwas oberflächlich!

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