Morphology of English - Typen englischer Wortbildungsmuster illustriert an Notes from a Small Island von Bill Bryson


Seminararbeit, 2000
21 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

A. Themenstellung
1. methodischer Zugriff
2. Definition einiger relevanter linguistischer Konzepte
2.1. Morphem
2.2. Allomorph
2.3. Wurzel
2.4. Basis
2.5. Stamm

B. Wortbildungsmuster der englischen Sprache
1. Derivation
1.1. Regelmäßige Derivationsmuster
1.2. Ausnahmen
2. Komposita
2.1. Definition
2.2. Phonetische Besonderheiten
2.3. Kombinationsmöglichkeiten von Komposita
2.4. Right - Hand - Head - Rule (RHR)
2.5. Mehrgliedrige Komposita
3. Flexion
3.1. Wortarten und deren Flexionsänderungen
3.2. Nomen, Verben und Adjektive
3.3. Adverbien
3.4. Präpositionen
4. Konversion / Nullableitung

C. Illustration anhand ausgewählter Beispiele aus Notes from a Small Island von Bill Bryson
1. Derivation
2. Komposita
3. Flexion
4. Konversion

D. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse

E. Bibliographie

A. Ausblick

1. Themenstellung und methodischer Zugriff

Die Methoden der Morphologie dienen der Analyse der inneren Struktur von Worten und Wortbildungsmustern. Die folgende schematische Abbildung vermittelt einen Überlick über die Struktur dieser Komponente der Sprachwissenschaft.

Es wird deutlich, daß in der Morphologie offenbar zwischen zwei Hauptsträngen unterschieden wird, nämlich zunächst in die beiden Hauptgruppen inflectional morphology und word-formation.

Die inflectional morphology beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen von Lexemen, während die word-formation in der Wortneubildung aus einer bestimmten Basis (base) ihren Gegenstand sieht. Die für die word-formation typischen Wortbildungsmuster sind derivation und compounding. Als derivation bezeichnet man die Wortneubildung durch das Anhängen von Affixen, also Präfixen und Suffixen (affixation). Compounding kombiniert zwei (oder ggf. auch mehr) Stämme zu neuen Lexemen (lexemes).

Schließlich zeigt die Übersicht den Unterschied zwischen class-maintaining und class- changing derivation. Im ersten Fall hat das Produkt aus der Derivation die gleiche Wortart wie die Basis aus der sie hergeleitet wurde. Daraus folgt, daß sich die Wortarten der Basis und des Produkts aus der class-changing derivation unterscheiden.

Abschließend zeigt die Abbildung, daß sowohl Nomen als auch Verben und ebenso Adjektive zu neuen Worten zusammengesetzt werden, und zwar mittels compounding.

In der vorliegenden Arbeit sollen zunächst die genannten Wortbildungsmuster genauer definiert und beschrieben werden. Darauf folgt eine Illustration der theoretischen Überlegungen anhand einiger Beispiele aus dem Buch Notes from a Small Island von Bill Bryson.

2. Definition einiger relevanter linguistischer Konzepte

2.1. Morphem (morpheme)

Wörter mit einer morphologisch komplexen Struktur, weisen Elemente auf, die produktiv sind, also auch in anderen Kombinationen oder Wortumgebungen wiederholt in Erscheinung treten (recurring partial).

book

book | shop book | ish

Die Elemente, die wiederholt auftreten, bezeichnet man als Morpheme oder Formative.

Morpheme können dabei sowohl als Wurzel (Morphem als eigenständlich verständliches Wort), als auch als Affixe (-s, -ish, -er, -able) auftreten. Morpheme sind also i.d.R. bedeutungstragende Bausteine einer morphologisch komplexen Wortbildung.

2.2. Allomorphe (allomorphs)

Im Gegensatz zu den Morphemen, kann den Allomorphen keine eigenständige Bedeutung zugeschrieben werden perceive - perception receive - reception permit·- permission remit - remission Offensichtlich nehmen die Partikel re -, per -, - ceive, - cept in den oben angeführten Beispielen als produktive Elemente eine herausragende Rolle im Wortbildungsprozeß wahr. Obwohl sie keine eigenständige Bedeutung tragen, kann man sie als Morpheme bezeichnen. Die Verwendung von Allomorphen in Wortbildungsprozessen ist vorhersagbar, denn das Erscheinen bestimmter Allomorphe hängt von der morphologischen Wortumgebung ab: _ -ceive steht immer vor dem Affix _ - ion erscheint immer als - cept _ - mit erscheint immer als - miss in ihrer realsprachlichen Verwendung.

2.3. Wurzel (root)

Als Wurzel wird der übrigbleibende Wortteil bezeichnet, wenn alle Flexions- und Derivationsaffixe entfernt worden sind. Die Wurzel ist der Grundbestandteil eines Lexems und kann nicht weiter analysiert oder in noch kleinere Bestandteile zerlegt werden.

2.4. Basis (base)

Unter diesem Begriff versteht man eine Konstituente, die ein Affix zu sich nehmen kann.

2.5. Stamm (stem)

Ein Stamm ist eine Basis, an die Flexionsaffixe angefügt werden können.

B. Wortbildungsmuster

1. Derivation

1.1. Regelmäßige Derivationsmuster

Derivation oder Ableitung ist eine wesentliche, produktive Wortbildungsregel des Englischen. Als Derivation definiert man eine Kombination aus einer Basis (base) und eines Affixes (affix).

Die Gruppe der Affixe besteht aus zwei Mitgliedern, und zwar den Präfixen (prefix) und den Suffixen (suffix), wobei Präfixe immer vor der Basis stehen und Suffixe sich dadurch auszeichnen, sich hinter der Basis zu befinden.

(1) N

V Aff.

open -er Erickson & Gymnich (1998 : 48 )

Das Beispiel (1) illustriert, daß die Anordnung der Konstituenten des morphologisch komplexen Wortes opener, die Wortart und die Wortbedeutung determinieren. Die Suffigierung der Basis open (V.) mit dem Affix - er mündet in die Bildung eines Nomens, nämlich opener.

(2) V

Aff. V Erickson & Gymnich (1998 : 48 ) re- open

Durch die Präfigierung der selben Basis (open) mit dem Affix re-, entsteht ein Verb (reopen). Ferner belegt das Beispiel (2), daß bei der Derivation die Right-Hand-Head-Rule (RHR) zutrifft. Das rechte Element bestimmt also wie auch bei den compound-words (vgl. B2) die Wortart und die Bedeutung einer morphologisch komplexen Wortstruktur. Aus dem, was bereits zu den Affixen ausgeführt wurde, kann hergeleitet werden, daß Präfixe zwar die Bedeutung eines morphologisch komplexen Wortes modifizieren können, aber durch ihre prominente Stellung vor der Basis naturgemäß nicht als Kopf (head) fungieren können. Durch die Position eines Suffixes hinter der Basis, kann dieses also als head eines aus dem Wortbildungsprozeß resultierenden komplexen Wortes betrachtet werden.

1.2. Ausnahmen

Die folgenden Beispiele sollen einige Ausnahmen verdeutlichen:

(3)

A

Aff. A. V

a- sleep Erickson & Gymnich (1998 : 49 )

(4)

V

Aff. V. N

en- rage Erickson & Gymnich (1998 : 49 )

(5)

V

Aff. V. N

be- head Erickson & Gymnich (1998 : 49 )

Die Beispiele (3) bis (5) bilden insofern Ausnahmen, da sie das Grunsprinzip der Right-Hand- Head-Rule durchbrechen. Der Kopf der morphologisch komplexen Wörter steht also nicht rechts, wenn diese kleine Gruppe von Präfixen zur Wortbildung mittels Derivation Verwendung findet.

2. Komposita (compound words)

2.1. Definition

Eines der wesentlichsten Konzepte bezüglich englischer Wortbildungsmuster stellen die Komposita oder compounds dar. Compounds bestehen aus immer aus mindestens zwei Wörtern, die i.d.R. eigenständig bedeutungstragend sind. Die innere Struktur von compound words läßt sich anhand von Baumdiagrammen verdeutlichen.

(6) bookshop

N N

book shop Erickson & Gymnich (1998 : 48 )

2.2. Phonetische Besonderheiten

Phonetisch betrachtet, ist bemerkenswert, daß Komposita ein bestimmtes Betonungsmuster aufweisen: während der primary - stress auf dem ersten Element liegt, zeichnet sich das zweite Element durch einen secundary - stress aus. Durch diese phonetische Grenzziehung werden die beiden Konstituenten voneinander unterscheidbar.

Beispiele für primary und secundarystress bei Komposita:

(7) boókcàse

(8) téxtbòok

2.3. Kombinationsmöglichkeiten von Komposita

Das Beispiel (6) zeigt ein Kompositum, das aus zwei Nomen besteht. Über diese Kombination hinaus, existieren insgesamt die folgenden Kompositionsmöglichkeiten:

Abb. 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erickson & Gymnich (1998 : 44 )

Diese Tabelle verdeutlicht die breite Varianz der Wortbildungskombinationen im Zusammenhang mit morphologisch komplexen compound words. Neben der Verbindung aus zwei Nomen (apple tree oder book shop), sind auch Kombinationen zwischen einem Adjektiv

(A.) und einem Nomen (N.) möglich (bluebird). Gleiches gilt für die Wortarten Verb und Präposition (swearword bzw. overcoat) Ferner können auch Adjektive (A.) die rechte Position eines Kompositums einnehmen. Dies gilt offenbar für die lexikalischen Kategorien Nomen, Adjektiv und Präposition (headstrong, widespread bzw. overripe). Verben können nur die rechte Position einnehmen, wenn sie eine Verbindung mit einer Präposition eingehen (offset).

(9)

N

N N

apple tree Erickson & Gymnich (1998 : 45)

(10)

A

N A

head strong Erickson & Gymnich (1998 : 45 )

(11)

V

P V

off set Erickson & Gymnich (1998 : 45 )

2.4. Right - Hand - Head - Rule (RHR) bei Komposita

Die Beispiele (9) bis (11) verdeutlichen in Form von Baumdiagrammen die innere morphologische Struktur, einige Kombinationsvarianten und das Konzept des Kopfes (head) eines Kompositums. Den Kopf (head) bildet bei einem compound word immer die rechte Konstituente. Der Kopf determiniert die Wortart des Kompositums, das aus einem Wortbildungsprozeß hervorgeht. Diese Regel wird als Right - Hand - Head - Rule (RHR) bezeichnet.

Der Kopf eines Komposita verdeutlicht also die Grundbedeutung eines Wortes. Wenn man die folgenden Beispiele betrachtet, wird dieser Zusammenhang klar.

(12) Fire wood

(13) wood fire Erickson & Gymnich (1998 : 46 )

Beide Komposita sind aus den gleichen Elementen zusammengesetzt (fire / wood), dennoch bestimmt der rechts stehende Kopf den semantischen Unterschied zwischen den beiden Komposita.

Fire wood: Feuerholz, also Holz, das zum Abbrennen eines Feuers dient wood fire: ist ein Feuer, in dem Holz verbrennt

Der rechts stehende Kopf entscheidet also über die Bedeutng einer Wortbildung.

Die Beispiele (12) und (13) sind vergleichsweise transparent, denn ihre Bedeutung erschließt sich auch dem nicht Muttersprachler, da die Elemente der Komposita in einem sinnvollen Zusammenhang stehen.

Im Gegensatz zu diesen transparenten Wortbildungen, gibt es im Englischen auch Wörter, die aufgrund ihrer morphologischen Struktur als Kompositum identifiziert werden können, aber deren Bedeutung sich nicht aus der semantischen Bedeutung der Konstituenten herleiten läßt. Diese nicht transparenten Erscheinungen werden als lexikalisierte Komposita bezeichnet.

(14) dumbwaiter

(15) greenhouse

2.5. Mehrgliedrige Komposita

(16)

N

N N

towel rack Erickson & Gymnich (1998 : 45 )

(17)

N

N

N N N

kitchen towel rack Erickson & Gymnich (1998 : 45 )

(18)

N

N N

N N N N

stone age cave dweller

Erickson & Gymnich (1998 : 45 )

Die Beispiele (16) bis (18) zeigen auf, daß Elemente, die sich zu compound words verbinden, sowohl Wurzeln, als auch selbst wiederum Komposita sein können.

3. Flexion als Typus der Wortbildung

3.1. Wortarten und Flexionsendungen

Das Lexikon einer Sprache läßt sich in Wortarten (word-classes) oder leikalische Kategorien (lexical categories) einteilen bzw. ordnen. Die englische Sprache kennt fünf lexikalische Kategorien:

_ Nomen
_ Verben
_ Adjektive
_ Adverben
_ Präpositionen

Alle Wortarten weisen in der sprachlich / grammatikalischen Anwendung die für sie typischen Flexionsendungen (inflectional affixes) auf. Die Flexion ist zwar ein morphologisches Wortbildungsmuster, aber dennoch unterscheidet es sich wesentlich von den beiden bereits behandelten Mustern. Flexion ist die Bildung verschiedener Wortformen, die allerdings zu einem Lexem gehören. Die Wortbildung durch Flexion geschieht also dadurch, daß verschiedene Formen von eimem Stamm gebildet werden. Goes ist in diesem Zusammenhang also eine Form des Lexems { GO }, die vom Stamm go gebildet ist. Die typischen Flexionsformen der lexikalischen können teilweise in einem Flexionsparadigma dargestellt werden.

3.2. Nomen, Verben und Adjektive

Abb. 3

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erickson & Gymnich (1998 : 41 )

Offenbar ist die Darstellung in Form eines Flexionsparadigmas nur den drei lexikalischen Kategorien Nomen, Verb und Adjektiv vorbehalten. Ferner zeigt das Paradigma auf, welche Flexionsendungen zur Wortbildung beitragen.

Bei Nomen zeigt die Flexionsendung an, ob es sich um ein Nomen im Singular oder Plural handelt. Bei Verben verweißt die Flexion darauf hin, ob das Verb im Präsens, Präteritum oder Partizip Perfekt Verwendung findet. Auch die im Englischen so besondere Endung der 3. Person Singular Präsens ist eine Flexionsendung.

Bei Adjektiven zeigen die Flexionsendungen an, ob das Adjektiv im Komparativ oder im Superlativ verwendet wird.

Aus dieser Darstellung läßt sich ablesen, daß die Flexion dieser Wortarten durch die Affigierung mit einem Suffix geschieht. Wesentlich in diesem Kontext ist wiederum, daß durch Flexion eine Variante eines Lexems ensteht. Car und cars sind hierbei Varianten des Lexems { CAR }.

Pluralbildung

Die Pluralbildung für Nomen geschieht vor allem durch das Anhängen eines von drei Allomorphen. Welches dieser drei [iz], [s], [z] verwendet wird, hängt von dem letzten Phonem des unflektierten Wortes ab. Obwohl dieser morphologische Mechanismus wohl für die große Mehrzahl der nominalen Pluralbildungen zutrifft, gibt es in der sprachlichen Realität natürlich auch Ausnahmen, also Formen unregelmäßiger Pluralbildung, die nicht mit Hilfe der oben aufgeführten Regeln vorhergesagt werden können:

(19 ) man = men

(20 ) sheep = sheep

(21 ) ox = oxen Erickson & Gymnich (1998 : 42 )

Auch Kollektivbezeichnungen wie sugar bilden eine Ausnahme, da sie prinzipell nicht über Pluralformen verfügen.

Verbiale Flexionen

Ähnliche Aussagen lassen sich auch in bezug auf Verben treffen. Die Mehrheit der englischen Verben enden im Päteritum und im Partizip Perfekt auf - ed, wobei hier wiederum drei

Allomorphe in Gestalt von [id], [t], [d] auszumachen sind.

Auch die Flexionsendung -(e) s für die 3. Person Singular Präsens weißt eines von drei Allomorphen auf: [iz], [s] und [z].

Von diesen regelmäßigen Flexionen gibt es natürlich wieder Ausnahamen, und zwar alle alle unregelmäßigen Verben, wie etwa

(22 ) speak, spoke, spoken (23 ) think, thought, thought (24 ) burn, burnt, burnt

(25 ) see, saw, seen Erickson & Gymnich (1998 : 42 )

Adjektivflexionen

Für eine morphologische Betrachtung von Adjektivflexionen sind eigentlich nur diejenigen Adjektive, die aus einer Silbe bestehen, bzw. diejenigen, die aus zwei Silben kombiniert sind, wobei die zweite ein Vokal ist (pretty, shallow), relevant, denn alle anderen Adjektive werden einfach durch more und most gesteigert, was ja keine produktive Wortbildung zur Folge hat.

3.3. Adverbien

Bei den Adverbien handelt es sich um eine Wortart, die nicht im Flexionsparadigma berücksichtigt wird, dennoch läßt sich eine charakteristische Gemeinsamkeit ausmachen: Aus morphologischer Sicht sind Adverbien i.d.R. Adjektive, die mit dem Affix - ly versehen sind. (26 ) beautiful - beautifully Das Wortbildungspotential scheint sich damit auf das Affix - ly zu beschränken.

3.4. Präpositionen

Präpositionen sind eine Wortart, die sich nicht aufgrund gemeinsamer morphologischer Charakteristika beschreiben läßt. Präpositionen sind also aus morphologischer Perspektive höchst unergiebig, da es sich um invariable Wörter handelt und es somit unmöglich ist, durch Wortbildungsprozesse neue Präpositionen zu bilden.

Konversion und Nullaffix

Die englische Sprache kennt eine Vielzahl sogenannter minimal pairs: (27 ) seat (N.) - seat (V.)

(28 ) swim (V.) - swim (N.)

(29 ) calm (A.) - calm (V.) Erickson & Gymnich (1998 : 51 )

In diesen Fällen läßt das Graphem keine Unterscheidung zwischen Wortarten erkennen. Ob es sich im Beispiel (27 ) um ein Verb oder um ein Nomen handelt, kann nur aus dem situativen Satzkontext geschlossen werden.

Obwohl diese Wörter was die Schreibung angeht identisch sind, sind sie dennoch das Resultat einer Derivation, und dies, obwohl kein Affix auszumachen ist. Man versucht diese morphologische Phänomen dadurch zu erklären, daß sich eine Wortart gleichsam in eine andere umwandelt.

Das Wortbildungsmuster, das zur Erklärung herangezogen wird, trägt die Bezeichnung Konversion (conversion) oder Nullableitung (zero-derivation). Wenn man ein minimal pair als Endprodukt einer Suffigierung versteht, muß ein Kopf (head) für das Derivationsresultat festgelegt werden. Dieser Kopf wird dann von einem ,,leeren" Nullaffix (zero affix) gestellt.

(30 )

V

N V

seat Ø Erickson & Gymnich (1998 : 51 )

Die Verwendung eines Nullaffixes gibt dem theoretischen Derivationsprozeß eine Richtung. Die folgenden Konversionsvarianten sind möglich:

Abb. 4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A --> V

Erickson & Gymnich (1998 : 51 )

Auch im Zusammenhang mit der Konversion lassen sich wieder mehr oder weniger transparente und stärker lexikalisierte Beispiele finden:

(31 ) open a window -> recht transparent: ein Fenster soll geöffnet werden (32 ) (to) floor s.o. --> lexikalisch: jdn. niederschlagen

Erickson & Gymnich (1998 : 52 )

C. Illustration anhand ausgewählter Beispiele aus:

Notes from a Small Island von Bill Bryson

1. Derivation

(1)

N

V Aff. N express ion

(2)

A

N Aff. A

comfort less

(3)

A

? Aff. A

utalitar ian

(4)

A

N

Aff N Aff. Adv un love ly

(5) Adv. Aff. Adv.

V Aff,V Aff. Adv, mystify ing ly

(6)

A

A Aff. A

simultan eous

(7)

A

A

N Aff. Aff. A hope less ly

(8) N

V Aff. N

excite ment

(9)

Adv.

A Aff. Adv pleasing ly

(10)

A

A

A V Aff. A shy - look ing

(11)

A

Aff. A

extra ordinary

(12)

A

N Aff. A coast al

(13)

impecc ably

2. Compounds

(1)

N

Adj. N

British Rail

(2)

N

Adj. N

plat form

(3)

N

V N

drive way

(4)

N

N N

Num. N N N

two carriage Sprinter train

(5)

N

A

A A N

hard - edged seats

(6)

N

N N

colour scheme

(7)

N

N N

train passengers

(8)

N

A

A N N

old - style trains

(9)

N

A

A A N

self - contained compartments

(10)

N

N N

carriage door

(11)

N

N N

trench coat

(12)

N

N N

flu epidemic

(13)

N

?

V P N

tucked - in toes

(14)

N

N N

hair ball

(15)

N

N N

school uniform

(16)

N

V N

A V A N

ricketly - looking wooden causeway

3. Flexion

(1)

V

V Aff. V. walk ed

(2)

Adv

A Aff. Adv studious ly

(3)

V

V Aff. V avoid ing

(4)

V

V Aff. V

stand ing

4. Konversion / Nullableitung

(1)

V

N V

seat Ø

(2)

V

N V

read Ø

E. Bibliographie

Primärliteratur

BRYSON, Bill, 1995, Notes from a Small Island, London, Black Swan

Sekundärliteratur

BAUER, Laurie, 1983, English Word Formation, Cambridge, CUP

BAUER, Laurie,

1988, Introducing linguistic morphology, Edingburgh, Edingburgh University Press

ERICKSON, Jon und GYMNICH, Marion,

1998, Grundkurs Anglistische Sprachwissenschaft, 1. Aufl., Stuttgart, Ernst Klett Verlag

D. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse

Die Seminararbeit referiert die Charakteristika von Wortbildungsprozessen, die zu morphologisch komplexen Wortproduktionen führen.

Es wurde also deutlich, daß im Gegensatz zu den Wurzeln, bei welchen eine direkte Relation zwischen dem Wortbild und der Bedeutung, die sie tragen, besteht, ebenfalls komplexe Wortbildungen zu dem Lexikon einer Sprache zählen.

Es konnte aufgezeigt werden, daß morphologisch komplexe Wortbildungen immer bestimmten Regeln folgt; Komposition oder Anwendung einer Derivationsregel. Durch die Identifizierung dieser Prozesse, kann die innere Struktur von komplexen Wörtern analysiert werden. Eine solche Analyse erlaubt, ,, die Bedeutung von Wörtern ausgehend von der Bedeutung ihrer Bestandteile und der Anordnung dieser Bestandteile zu interpretieren." (Erickson und Gymnich 1998: 53). Offensichtlich ermöglichen die Regeln zur Wortbildung und die Menge der dazu heranziehbaren Bausteine eine große Produktivität, die Wortneubildungen erlauben und somit die Dynamik oder Entwicklung einer Sprache sichern. Abschließend scheint es sinnvoll darauf hinzuweisen, daß morphologisch komplexe Wörter einen integraler Bestandteil des mentalen Lexikons eines Sprechers darstellen und natürlich nicht bei jedem Auftreten neu gebildet werden.

Ebenso ist wohl die These gerechtfertigt, daß sowohl Muttersprachler, als auch fortgeschrittene Fremdsprachenlerner auch ohne Kenntnis der beschriebenen Wortbildungsmuster grammatikalisch korrekt miteinander kommunizieren können und die Regeln zur Wortbildung automatisiert, gleichsam unreflektiert, ablaufen.

21 von 21 Seiten

Details

Titel
Morphology of English - Typen englischer Wortbildungsmuster illustriert an Notes from a Small Island von Bill Bryson
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
FB 11 Sprach- und Literaturwissenschaften
Autor
Jahr
2000
Seiten
21
Katalognummer
V97369
Dateigröße
439 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Morphology, English, Typen, Wortbildungsmuster, Notes, Small, Island, Bill, Bryson, Sprach-, Literaturwissenschaften
Arbeit zitieren
Christian Thode (Autor), 2000, Morphology of English - Typen englischer Wortbildungsmuster illustriert an Notes from a Small Island von Bill Bryson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97369

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