Qualitative Analyse anorganischer Stoffgemische


Facharbeit (Schule), 2000
15 Seiten, Note: 3

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INHALTSVERZEICHNIS

1. Allgemeines
1.1. Zum Thema
1.2. Verbrauch von Mineralwasser
1.3. Geschichte des Mineralwassers
1.4. Forschung

2. Wissenswertes über Mineralwasser
2.1. Entstehung
2.2. Zwei Mineralien und ihre Funktion

3. Vorschriften
3.1. Mineralwasser muss Bedingungen erfüllen
3.2. Das Etikett
3.3. Die Stoffe und die Grenzwerte

4. Wasser ist nicht gleich Wasser
4.1. Unterschiede gegenüber Mineralwasser
4.1.1. Quellwasser
4.1.2. Tafelwasser
4.1.3. Heilwasser
4.1.4. Leitungswasser

5. Ist Mineralwasser verstrahlt?

6. Das Protokoll
6.1. Arbeitsmittel
6.1.1. Chemikalien
6.1.2. Geräte
6.2. Durchführung und Beobachtung
6.2.1. Vorprobe- Flammenfärbung
6.2.2. Nachweis von Anionen
6.2.2.1.Carbonationen- Nachweis mit Barium
6.2.2.2.Nachweise mit Ammoniak und Silbernitrat
6.2.3. Nachweis von Kationen
6.2.3.1.Nachweis mit Natriumhydroxid und Salzsäure
6.2.3.2.Nachweis von Eisen
6.3. Auswertung
6.4. Gleichungen zu den Nachweisen
6.4.1. Carbonationen- Nachweis
6.4.2. Iod- Nachweis
6.5. Schlussfolgerungen
6.6. Gesamtzusammenfassung- Was ich nachweisen konnte
6.6.1. Analyse
6.6.2. Analyse
6.6.3. Analyse

7. Anhang
7.1. Unterschiedliche Mineralwässer
7.2. Fälschung von Mineralwasser
7.3. Verbraucherinformation
7.4. Eidesstattliche Erklärung
7.5. Quellenverzeichnis

1. Allgemeines

1.1. Zum Thema

Das Thema Qualitative Analysen anorganischer Stoffe führte dazu, dass ich Analysen von Mineralwasser untersuchte. Ich finde das ist ein sehr interessantes Thema. Denn wer weiß schon was in Mineralwasser enthalten sein darf und was nicht? Wie es hergestellt wird? Was genau ist eigentlich Mineralwasser? Und das Wasser nicht gleich Wasser ist? All diese Fragen und noch viele mehr werden in dieser Arbeit beantwortet.

1.2. Verbrauch von Mineralwasser

Mineralwasser ist der Deutschen liebstes alkoholfreies Getränk. 88 Liter konsumierte der Bundesbürger 1991 pro Jahr, was einem Anteil von 41 Prozent des Pro-Kopf-Konsum an alkoholfreien Erfrischungsgetränken (217 Liter) entsprach. Dies bedeutet eine gewaltige Steigerung, wenn man bedenkt, dass 1950 noch gerade 3,8 Liter pro Kopf, 1980 dann immerhin 39,6 Liter getrunken wurden. Weitere gewaltige Wachstumsreserven für die Branche bestehen seit der deutschen Wiedervereinigung. In der DDR lag der Mineralwasserkonsum praktisch auf dem entsprechenden Niveau der Bundesrepublik der 50er Jahre. 1991 lag er dagegen schon bei 32 Litern und die Branche erwartet, dass der Pro-Kopf- Konsum schon bald das westdeutsche Niveau erreichen wird. Von diesen gewaltigen Steigerungsraten profitieren vor allen Dingen die vier Großen Branche, die ihre Getränke bundesweit bzw. großräumig distribuieren und unter z. Z. rund 220 Mineralbrunnen einen Marktanteil von 33,8 Prozent haben. (Eine Tabelle mit Verbraucherzahlen finden Sie im Anhang.)

In Deutschland gibt es rund 500 staatlich anerkannte Mineralwasserquellen. Diese hohe Zahl hängt tatsächlich damit zusammen, dass es in Deutschland recht viel regnet. Denn Mineralwasser ist schließlich Regenwasser, das in vielen Jahren und Jahrzehnten durch die verschiedenen Gesteinsschichten rieselte und nun aus Tiefen zwischen 100 und 800 Meter wieder zu Tage gefördert wird.(2.1.)

1.3. Geschichte des Mineralwassers

Selters... Der Inbegriff von Mineralwasser Der Trierer Kurfürst Franz Georg von Schönborn errichtete Mitte des 18. Jahrhunderts einen hochmodernen Brunnenbetrieb und machte das Allheilmittel zu einem Exportschlager, das in Krügen abgefüllt zwischen Sankt Petersburg und New York, London und Florenz jahrzehntelang in besseren Kreisen reißenden Absatz fand.

Auch heute noch ist Selters der Inbegriff für Mineralwasser, es ist 10000 bis 30000 Jahre alt.

1.4. Forschung

Die hohe praktische Bedeutung des Mineralwassers für die Ernährung des Menschen steht im krassen Widerspruch zu der geringen Beachtung dieses Getränks in der Ernährungsforschung, denn es existieren vergleichsweise wenig Forschungsergebnisse, die zudem der Komplexität des Konsumentenverhaltens nur unzureichend gerecht werden.

2. Wissenswertesüber Mineralwasser

2.1.Entstehung

Mineralwasser kennt und trinkt fast jeder. Aber die wenigsten wissen genau, was hinter dem Begriff ,,Natürliches Mineralwasser" wirklich steckt. Natürliches Mineralwasser ist ein Tiefenwasser, dass durch den natürlichen Wasserkreislauf der Erde entsteht und bestimmte Anforderungen erfüllen muss. (Anforderungen folgen noch) Ein Teil des Niederschlagswassers versickert durch Gesteinsporen und- klüfte in tiefere Erdschichten. Auf seinem Weg in die Tiefe, der Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dauern kann, erfährt das Wasser Veränderungen, die es schließlich für den menschlichen Genuss so wertvoll machen. Während des Sickervorgangs durch Sand-, Kies- und Gesteinsschichten wird das Wasser gefiltert und gereinigt. Dadurch ist das ,,Endprodukt Mineralwasser" kristallklar und chemisch sowie mikrobiologisch von einwandfreier Qualität. Aus diesem Grunde bedarf das natürliche Mineralwasser keinerlei Aufbereitung oder Desinfektion.

Neben der reinigenden Filtration des Wassers vollziehen sich weitere geochemische Prozesse: Das Sickerwasser nimmt aus den verschiedenen Gesteinsschichten, die es durchläuft, eine Vielzahl von Mineralien und Spurenelementen auf. Abhängig von geologischen Voraussetzungen ist auch eine Anreicherung des Wassers mit Kohlensäure möglich. Es dürfen aber nur folgende Verfahren zur Herstellung verwendet werden:

1. Abtrennen bestimmter natürlicher Inhaltsstoffe (z.B. Eisen- oder Schwefelverbindungen)
2. Vollständiger oder teilweiser Entzug der Kohlensäure durch ausschließlich physikalische Verfahren
3. Versetzen oder Wiederversetzen mit Kohlendioxid

Die Mineralisation eines natürlichen Mineralwassers, also welche Mineralien in dem Wasser gelöst sind, wird bestimmt durch die Art der Gesteinsschichten, die beim Sickervorgang durchlaufen werden. Aus Kalkstein beispielsweise können Calcium- und Hydrogencarbonat - Ionen aufgenommen werden und aus Gipsstein wird Sulfat gelöst. Zu den lebenswichtigen Mineralstoffen, die aus diesen Gesteinsschichten herausgelöst werden, gehören z.B. Kalium und Natrium. Sie regeln u.a. den Flüssigkeitshaushalt im Körper. Zink, Jodid, Mangan, Eisen und Fluorid sind Spurenelemente, die für zahlreiche wichtige Stoffwechselprozesse in unserem Körper sorgen. Spurenelemente werden so genannt, weil sie von unserem Organismus in nur ganz geringen Mengen benötigt und verarbeitet werden. Da Art und Zusammensetzung der Gesteine sich regional stark unterscheiden, entstehen so eine Vielzahl individueller Mineralwässer mit einzigartiger Mineralisation, eigener Entstehungsgeschichte und eigenem Geschmack. Das bedeutet eine gesunde Wasservielfalt für jeden Geschmack.

2.2. Zwei Mineralien und ihre Funktion

Calcium:

Funktion: Ist maßgeblich am Aufbau unserer Knochen und Zähne beteiligt. Zudem wichtig für die Blutgerinnung und die Weiterleitung der Nervenimpulse auf die Muskelzellen. Mangel: Führt zur Entkalkung der Knochen und zu Zahn-, Haar- und Nägelschäden. Zudem können auch Krampfzustände auftreten.

Magnesium:

Funktion: Verantwortlich für die Weiterleitung der Nervenimpulse auf die Muskelzellen.

Erhält den normalen ,,Ruhestoffwechsel" aufrecht, ist an Stoffwechselfunktionen beteiligt und aktiviert die Enzyme für die Energiegewinnung.

Mangel: Verursacht Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen. Man neigt zu Krämpfen, Konzentrations- und Kreislaufschwäche.

3.Vorschriften

3.1 Mineralwasser muss Bedingungen erfüllen

Da der Gesetzgeber an natürliches Mineralwasser so hohe Qualitätsforderungen stellt, muss jede Quelle, aus der Mineralwasser gefördert werden soll, einem amtlichen Anerkennungsverfahren unterzogen werden. Dazu sind umfangreiche geologische, mikrobiologische und chemische Untersuchungen notwendig mit insgesamt über 200 Einzeluntersuchungen. In der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) vom 1. August 1984 ist genau festgelegt, wann ein Mineralwasser sich so nennen darf, was auf dem Etikett stehen muss, wie es verpackt sein muss etc. Dies belegt die einmalige Qualität von Mineralwasser. Natürliches Mineralwasser ist übrigens das einzige deutsche Lebensmittel, das einer amtlichen Anerkennung bedarf. Es darf nur am Quellort abgefüllt werden.

Die wertvollen Mineralien und Spurenelemente, die Mineralwasser von Natur aus enthält, machen es ernährungsphysiologisch wirksam, haben also einen positiven Einfluss auf den Organismus.

3.2. Das Etikett

Es ist die Visitenkarte eines Mineralwassers. Obenan steht der Quellname und der Ort der Quellnutzung. Darunter wird angegeben, ob es mit Kohlensäure versetzt ist oder ob es enteist bzw. entschwefelt ist. Dann folgt der Hinweis auf Analyse mit Institut und Datum und das Mindesthaltbarkeitsdatum.

3.3. Die Stoffe und die Grenzwerte

Mineralwasser darf sein Gehalt an zehn namentlich genannten Stoffen die angegebenen Grenzwerte nicht überschreiten.

1. Arsen 0,05 mg/l
2. Cadmium 0,005 mg/l
3. Chrom, gesamtes 0,05 mg/l
4. Quecksilber 0,001 mg/l
5. Nickel 0,05 mg/l
6. Blei 0,05 mg/l
7. Antimon 0,01 mg/l
8. Selen, gesamtes 0,01 mg/l
9. Borat 30 mg/l
10. Barium 1 mg/l

4. Wasser ist nicht gleich Wasser

4.1. Unterschiede gegenüber Mineralwasser

Das Wasser wird in 4 verschiedene Sorten aufgeteilt, und jedes hat andere Verwendungen und Funktionen. Schon bei der Herstellung gibt es Unterschiede. Außer Mineralwasser gibt es auch noch Quellwasser, Tafelwasser und Heilwasser. Hier eine kurze Erläuterung welche Unterschiede diese Wasser gegenüber Mineralwasser aufweisen.

4.1.1. Quellwasser

Quellwasser entstammt so wie das Mineralwasser aus einem unterirdischen Wasservorkommen, es muss aber weder ursprünglich rein, noch muss es ernährungsphysiologische Wirkung besitzen. Bei seiner Herstellung dürfen nur die für Mineralwasser festgelegten Verfahren angewendet werden. (2.1.)

Quellwasser ist nur ein Trinkwasser. Es wird nicht sonderlich genutzt außer als Durstlöscher. Quellwässer dürfen in ihrem Namen weder den Begriff ,,natürlich" enthalten, nicht einen Brunnen- oder Quellnamen tragen. Ebenso dürfen keine Angaben über die Herkunft gemacht werden, um eine Verwechslung mit natürlichem Mineralwasser auszuschließen. (auch bei Tafelwässern)

4.1.2. Tafelwasser

Bei Tafelwasser handelt es sich nicht um ein Naturprodukt, sondern üblicherweise um eine industriell hergestellte Mischung verschiedener Wasserarten, u.a. Trink- oder Mineralwasser, das eine oder mehrere der im folgenden genannten Zutaten enthält:

1. natürliches salzreiches Wasser oder durch Wasserentzug an Salzen angereichertes natürliches Mineralwasser
2. Meerwasser
3. Natriumchlorid und Calciumchlorid
4. Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat
5. Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat
6. Kohlendioxid ( E 290)

Es muss nicht unbedingt in Flaschen abgefüllt werden, es hat keine besondere Wirkung und wird meist in der Gastronomie über Thekenzapfhähne ausgeschenkt. Tafelwasser benötigt kein Etikett, da es keinen besonderen Vorschriften unterliegt.

Offenbar gibt es Befürchtungen, dass Tafelwasser in der breiten Öffentlichkeit als das erkannt wird, was es ist: Ein hochpreisig angebotenes, mit Salz und Kohlensäure versetztes Leitungswasser.

4.1.3. Heilwasser

Heilwässer sind sogenannte Fertigarzneimittel und müssen vom Bundesgesundheitsamt zugelassen werden. Sie unterstützten dank ihres Gehaltes an Mineralien nicht nur den Mineralstoffhaushalt des Körpers, sondern fördern je nach ihrer Zusammensetzung auch die Vorbeugung, Linderung oder Heilung von Krankheiten. Heilwasser wird meist nur getrunken, wenn irgendwelche Krankheiten gelindert werden sollen, da das Wasser sehr teuer ist. Informationen über einen Unterschied zwischen Mineralwasser und über eine Fälschung von Mineralwasser finden sie im Anhang.

4.1.4. Leitungswasser

Leitungswasser wird in Deutschland zu etwa zwei Drittel aus Grundwasser und zu etwa einem Drittel aus Oberflächenwasser (Seen, Talsperren, Uferfiltrat von Flüssen) gewonnen; es kann daher zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sein. Die Aufbereitung dieses Wassers mit einer Reihe von Chemikalien ist gesetzlich erlaubt. Die Qualität des Leitungswassers wird kontrolliert bevor es von den Wasserversorgern ins Rohrnetz eingespeist wird. Bis zum Verbraucher legt das Wasser dann aber noch einen kilometerweiten Weg durch das städtische Rohrsystem zurück.

5. Ist Mineralwasser verstrahlt?

Das Plusminus- Magazin meldete eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Radium im Mineralwasser. Aber das ist reine Panikmache, denn es besteht keine Gefahr für die menschliche Gesundheit.

Die Strahlenbelastung durch Atemluft ist sehr viel bedeutsamer als die durch Trink- und Mineralwasser - zu diesem Ergebnis gelangte die Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung bereits 1988. Auch das Bundesgesundheitsamt gab schon damals Entwarnung, nachdem es zahlreiche Trinkwasser- und Mineralwasserproben auf ihren Radium226-Gehalt hin überprüft hatte: "Durch andere Komponenten wie die externe Strahlung und die Radonkonzentration in Innenräumen ist der Mensch weit höheren Unterschieden in der natürlichen Strahlenexposition ausgesetzt als durch den Konsum von Mineralwasser und Trinkwasser. Dementsprechend war es nicht notwendig, Grenzwerte oder Richtwerte für Radium226 in Mineralwasser zu empfehlen," schrieb das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesgesundheitsamtes. Rolf Michel, Leiter des Zentrums für Strahlenschutz und Radioökologie der Universität, Hannover, bescheinigt, dass Mineralwässer in Deutschland zwar über unterschiedliche Radiumgehalte verfügen, die jedoch in keinem Fall eine Gefahr darstellen. Auch Professor Horst Kußmaul, Institut Fresenius, bestätigt die Ungefährlichkeit von Mineralwasser. Je nach den Gesteinsarten, die natürliches Mineralwasser bei seinem Entstehungsprozess durchdringt, löst es nicht nur Mineralstoffe, sondern in Spuren auch natürliche radioaktive Substanzen aus dem Erdreich.(2.1.)

Radium226 kommt in praktisch allen Lebensmitteln von Natur aus vor. Der Durchschnittsgehalt bei Mineralwasser beträgt 60 Milli- Becquerel je Liter. Paranüsse haben einen viel höheren Gehalt und stellen somit, mit 10000 Milli- Becquerel je Kilogramm, den Spitzenwert auf. Die Radioaktivität, der wir durch die kosmische und die terrestrische Strahlung seit jeher ausgesetzt sind, ist im Durchschnitt bedeutend höher. Da es die natürliche radioaktive Strahlung - im Unterschied etwa zu den potentiellen Strahlungsgefahren der Nutzung der Kernindustrie - seit Beginn des Universums gibt und sie sich im Laufe der Jahrmillionen nicht wesentlich verändert hat, haben sich Menschen - unabhängig vom Alter - und auch Tiere und Pflanzen auf diese Exposition eingestellt. Daher ist es verständlich, dass weder die Europäische Union noch die Bundesregierung Grenzwerte oder Richtwerte sowohl für Trinkwasser als auch für Mineralwasser festgelegt haben. Auch der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) verweist als Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft darauf, dass es für natürliches Radium in Lebensmitteln Grenzwerte nicht gibt und diese auch nicht für notwendig erachtet werden, so die Sprecherin Ch. Toussaint.

6. Das Protokoll

6.1.Arbeitsmittel

6.1.1 Chemikalien

- Salpetersäure HNO3
- Silbernitrat AgNO3
- Barium Ba2 +
- Salzsäure HCl
- Ammoniumthiocanat NH4SCN
- Chlorwasser Cl2
- Ammoniak NH3
- Natriumhydroxid NaOH
- gelbes Blutlaugensalz
_Kalium - hexacyanoferrat (_)_ K4_ Fe(CN)6_
- rotes Blutlaugensalz
_Kalium - hexacyanoferrat (_) K3_ Fe(CN) 6_
- Schwefelsäure H2SO4

6.1.2. Geräte

- Brenner
- Reagenzgläser
- Bechergläser
- Magnesiastäbchen
- Filterpapier
- Trichter
- Tüpfelplatte

6.2. Durchführung und Beobachtung

6.2.1. Vorprobe - Flammenfärbung

Im Becherglas 9c bildete sich ein weißer Niederschlag. Mit diesem Niederschlag führte ich die Flammenfärbung durch. Ich brachte das Magnesiastäbchen in der Flamme zum Glühen und tauchte es in den Niederschlag, den ich vorher von der Flüssigkeit trennte. Danach hielt ich es wieder in die Flamme.

Die Flamme färbte sich orange.

6.2.2. Nachweis von Anionen

6.2.2.1. Carbonationen - Nachweis mit Barium

Ich gab zu einem Teil meiner Analysen ( 9a - 9c) jeweils etwas Barium( Ba2 +). Dadurch bildete sich ein weißer Niederschlag. Dazu gab ich zum Trennen Salzsäure (HCl). Der Niederschlag löste sich wieder auf.

6.2.2.2. Nachweise mit Ammoniak und Silbernitrat

Zu einem Teil gab ich jeweils 3 Tropfen verdünntem Ammoniak ( NH3) und 3 Tropfen Silbernitrat ( AgNO3). In den Analysen 9a und 9c zeigten sich keine Reaktionen. Im Reagenzglas mit der Analyse 9b bildete sich ein gelber bis hellgelber Niederschlag.

Nach Zugabe von verdünntem Ammoniak filtrierte ich. Dazu faltete ich das Filterpapier und legte es in den Trichter. In den Trichter schüttete ich meine Analyse. Es blieb ein hellgelber Filterrückstand.

Zu dem Filtrat gab ich Chlorwasser (Cl2 ) und Schwefelsäure ( H2So4) und schüttelte. Es bildeten sich zwei Schichten, wobei die untere Schicht sich violett färbte.

6.2.3.Nachweis von Kationen

6.2.3.1. Nachweis mit Natriumhydroxid und Salzsäure

Ich gab zu einem Teil meiner Analysen jeweils Natriumhydroxid (NaOH). Die Analysen 9a und 9b zeigten keine Reaktionen. In der Analyse entwickelte sich ein ,,dreckig" weißer Niederschlag der sich im Überschuss auflöste, d.h. nach noch mehr Zugabe von Natriumhydroxid löst sich dieser Niederschlag wieder auf.

6.2.3.2.Nachweis von Eisen

Zu den Analysen fügte ich jeweils 2 Tropfen Ammoniumthiocyanatlösung (NH4SCN). Es zeigten sich keine Reaktionen .

Ich gab jeweils etwas von den Analysen auf die Tüpfelplatte und dazu jeweils gelbes Blutlaugensalz. Keine Analyse zeigte eine Reaktion. Das Selbe wiederholte ich mit rotem Blutlaugensalz. Es entstanden keine Reaktionen.

6.3 Auswertung

6.3.1.

Die Flammenfärbung ergab, dass in der Analyse 9c Natrium (Na+) enthalten ist. In den anderen Analysen ist kein Natrium enthalten.

6.3.2.

Ich konnte mit Barium und Salzsäure nachweisen, dass in allen 3 Analysen (9a - 9c) Carbonationen (CO32-) enthalten sind. Daraus folgt, dass auch in keinen der Analysen Sulfationen ( So42-) enthalten sind, da sich der Niederschlag mit der Salzsäure wieder auflöst. Wenn Sulfationen enthalten wären, hätte sich der Niederschlag aufgelöst.

6.3.3.

Durch das Ausschütteln (3.2.2.2.) konnte ich feststellen, dass in der Analyse 9b Iod (I-) enthalten ist. Da sich in den anderen beiden Analysen keine Reaktionen mit Ammoniak und Silbernitrat zeigten, konnte ich feststellen, dass keine Chlorionen (Cl-), Bromionen (Br-) und keine Iodionen (I-) enthalten sind.

6.3.4.

Durch den ,,dreckigen" Niederschlag in der Analyse 9c, der sich im Überschuss auflöste (3.2.3.1.) konnte ich Zink (Zn2 +) nachweisen. Die anderen Analysen reagierten nicht mit Natriumhydroxid, somit ist kein Magnesium (Mg2 +) und kein Calcium (Ca2 +) enthalten.

6.3.5.

Da die Analysen keine Reaktionen mit Ammoniumthiocanat und mit gelbem bzw. rotem Blutlaugensalz aufweisen ist kein Eisen enthalten.

6.4. Gleichungen zu den Nachweisen

6.4.1. Carbonationen - Nachweis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

6.4.2. Iod - Nachweis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

6.5. Schlussfolgerungen

Ich konnte feststellen, dass das Becherglas mit der Nr. 9a das Mineralwasser ist, denn ich konnte keine Zusatzstoffe, die in Mineralwasser nicht vorhanden sein dürfen gefunden. In der Analyse 9b konnte ich Iod nachweisen.

Im Becherglas mit der Nr. 9c konnte ich Zink nachweisen. Diese dürfen in einem Mineralwasser enthalten sein, aber nur in geringen Mengen. In diesen Analysen war es in zu hohen Mengen enthalten, denn mit den mir zur Verfügung stehenden Nachweismitteln kann ich sie, wenn die erlaubten Mengen enthalten sind, nicht nachweisen.

6.6. Gesamtzusammenfassung - Was ich nachweisen konnte

6.6.1. Analyse 9a

Kationen: keine

Anionen: CO32-

6.6.2. Analyse 9b

Kationen: keine

Anionen: I- ; CO32-

6.6.3. Analyse 9c

Kationen: Zn2 +; Na+

Anionen: CO32-

7. Anhang

7.1. Unterschiedliche Mineralwässer

Es gibt nicht nur verschiedene Sorten an Wasser, sondern auch verschiedene Mineralwässer. Es wird unterschieden zwischen Classic, Medium und Stilles Mineralwasser. Wobei der Kohlensäuregehalt von Classic zu Stillem Mineralwasser abnimmt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7.2. Fälschung von Mineralwasser

Nach Beschluss des Landgerichtes Frankfurt/Main beförderte jetzt eine Dampfwalze rund eine halbe Million gefälschter Mineralwasserflaschen ins Recycling- Jenseits. Mit diesen Plakiatflaschen hatte ein Hersteller von einfachem Tafelwasser versucht, seinem Produkt den Nimbus von staatlich anerkannten natürlichem Heil- oder Mineralwasser zu verleihen. Die Nachahmung trat in Form und Farbe wie die bekannte grüne Mineralwasserflasche auf. Zurecht sah die Genossenschaft Deutscher Brunnen in diesem ,,Etikettenschwindel" eine Verletzung ihrer eingetragenen Markenrechte. Sowohl die grüne 0,75- Liter- Flasche wie auch die berühmte 0,7- Liter- Perlenflasche dürfen nur für natürliches Mineralwasser verwendet werden. Sie signalisieren dem Verbraucher auf den ersten Blick Mineralwasser und damit eine hohe Qualität . Die Mehrwegflaschen sind aber auch die Garanten des ökologisch vorteilhaften Mehrwegsystems für Getränkeverpackungen. In beiden Punkten hat das Plagiat die Verbraucher getäuscht.

7.3. Verbraucherinformation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7.4. Eidesstattliche Erklärung

,,Ich versichere, dass ich die Arbeit selbständig angefertigt, nur die angebebenen Hilfsmittel benutzt und alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken entnommen worden sind, durch Quellen als Entlehnung kenntlich gemacht habe."

7.5. Quellenangabe

Alle Angaben sind aus dem Internet entnommen.

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Qualitative Analyse anorganischer Stoffgemische
Note
3
Autor
Jahr
2000
Seiten
15
Katalognummer
V97388
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zitate nicht in Anführungsstrichen, deshalb eine Note schlechter!
Schlagworte
Qualitative, Analyse, Stoffgemische
Arbeit zitieren
Lehmann, Lydia (Autor), 2000, Qualitative Analyse anorganischer Stoffgemische, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97388

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