Die Vindolanda Tablets - Das Archiv des Flavius Cerialis


Seminararbeit, 2000

11 Seiten, Note: sehr gut


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Inhaltsverzeichnis

2. Das Archiv

3. Flavius Cerialis und die Geschichte der Bataver
- Die Bataver
- Flavius Cerialis

4. Schlußbemerkung

5. Literatur

Die ,,Vindolanda Tablets"

Während der Grabungen im römischen Lager von Vindolanda am Hadrianswall in England ist eine große Zahl von Schreibtäfelchen mit teilweise persönlichen Schriftzeugnissen gefunden worden, Briefe, Berichte Meldungen und Ähnliches, die uns einen faszinierenden Einblick in den Alltag, das Leben und die Denkweise der Menschen in einer Grenzgarnison der römischen Kaiserzeit bieten.

In den Seminarreferaten sollen einzelne dieser Schriftstücke vorgestellt und interpretiert werden1:

Das Archiv des

FLAVIVS CERIALIS

Seminar aus ,,Alte Geschichte"

2. Das Archiv:

Die bei weitem größte Gruppe von Briefen, die aus der Korrespondenz einer Einzelperson stammt, steht in Verbindung mit Flavius Cerialis, dem Praefecten der ,,Cohors IX batavorum milliaria equitata (exploratorum)", die während der Periode 3 (97-103/4 n. Chr.) des Lagers in Vindolanda stationiert war.2

56 Texte stammen sicher aus seinem Briefverkehr (TV II 225-2803 ), 10 Texte stehen wahrscheinlich mit ihm in Verbindung (TV II 281-290), 6 Bitten um Ausgang sind an ihn adressiert (TV II 166-171). Nummer 347 ist möglicherweise ein Brief, der an einen Sklaven des Cerialis geschrieben wurde und der somit nur bedingt seinem Archiv angehört. Die Holztäfelchen waren über einen Großteil des ,,Periode 3" - Praetoriums verstreut gefunden worden.

Im Jahr 1992 wurden im Zuge weiterer Ausgrabungen eine Reihe von Fragmenten aus Periode 6 (um 180 n.Chr.) freigelegt, darunter befand sich auch eines, auf dem Name ,,Flavius Cerialis" lesbar war.

Die Datierung des gesamten Archivs des Praefecten auf die Jahre um die Jahrhundertwende vom 1. zum 2. Jahrhundert n. Chr. wird durch diesen Einzelfund allerdings nicht gefährdet. Es handelt sich dabei möglicherweise um eine Namensgleichheit, um ein Schriftstück, das nach der Abberufung des Cerialis noch längere Zeit in Vindolanda aufbewahrt worden war und erst um 180 n. Chr. in den Boden gelangt ist oder um einen ,,Querschläger", der im Zuge der Ausgrabungen versehentlich in das falsche Stratum geraten ist.

Das Archiv läßt sich grob in zwei Teile teilen:

- Briefe, die Flavius Cerialis als Absender angeben.
- Briefe, die Flavius Cerialis von verschiedenen anderen Personen erhalten hat.

17 Schriftstücke sind Entwürfe oder Kopien von Briefen, die von Cerialis aus Vindolanda abgeschickt wurden. Man erkennt sie daran, daß beide Seiten des Täfelchens beschrieben werden und zahlreiche Ausradierungen zu finden sind. Ein Beispiel dafür ist TV II 225, bei dem allerdings am Kopfstück der Name des Cerialis weggelassen wurde. Die Ausgräber können es dennoch dem Cerialis zuordnen, da sie seine Handschrift identifiziert haben. Diese kommt noch in 8 weiteren Texten vor.

In dieser Gruppe tauchen 4 Namen von Empfängern auf: September und Brocchus, Crispinus und Flavius Similis.

Cerialis` Briefe haben militärisch - berufliche sowie private Themen zum Inhalt. In TV II 226, die leider nur fragmentarisch erhalten ist, wird von Deserteuren gesprochen, in TV II 242 geht es um eine ,,Numeratio" für eine Centurie und TV II 225 ist die Bitte um persönliche Unterstützung. Cerialis bittet darin den Crispinus, der wahrscheinlich ein höher gestellter Offizier war, ihm Zugang zu Neratius Marcellus, dem damaligen Statthalter in Britannien, zu verschaffen. Es ist nicht bekannt, was Cerialis bei Marcellus erreichen wollte, vielleicht eine Versetzung oder eine Beförderung. Es könnte ihm aber möglicherweise gelungen sein, denn in TV II 248 senden ihm Niger und Brocchus Glückwünsche zu seinem Erfolg und fügen die Bemerkung hinzu, daß er bestimmt bald den Statthalter treffen wird.4: ,,An Flavius Cerialis, den Praefecten der Kohorte.

Niger und Brocchus sagen ihrem Cerialis einen Gruß. Wir wünschen Dir, Bruder, daßdas, was Du gerade tun willst, höchst erfolgreich sein wird.(...) Bestimmt wirst Du unseren consularis recht bald treffen. Wir wünschen Dir, Bruder und Herr, daßes Dir gut geht und Du in Ehren stehst." 5

Persönliche Themen sind u.a. eine Krankheit (entweder von Cerialis selbst oder von seinem gleichnamigen Sohn. Wortlaut: ,,Cerialis mei"6 ), der Ankauf von irgendeinem Wetterschutz (TV II 234) und die Bitte um einige Jagdnetze (TV II 233).

Man hat versucht, die Handschriften, die in diesem Teil des Archivs vorkommen, zu identifizieren und ist neben der Cerialis zugeschriebenen, noch auf 4 - 5 andere Hände von Schreibern gestoßen, denen er wahrscheinlich seine Briefe diktiert hat.

Der zweite, große Teil der Korrespondenz des Flavius Cerialis besteht aus den Briefen, die er von anderen Personen erhalten hat. 48 Stück wurden gefunden und sie enthalten die Namen von 18 verschiedenen Schreibern.

10 davon können sicher oder möglicherweise als Offiziere aus dem Ritterstand angesprochen werden. Daneben gibt es noch 2 Centurionen, 3 Decurionen, mehrere Männer, deren Rang unklar ist und eine Frau.

Die Briefe beinhalten wiederum berufliche und private Themen:

Ein Claudius Karus bittet z.B. den Cerialis, einen gewissen Brigonius an Annius Equester, den Centurio regionarius in Luguvalium weiter zu empfehlen (TV II 250), in TV II 266 wird Cerialis gebeten, einen Boten nach Coria zu schicken, um etwas entgegen zu nehmen, in TV II 255 bittet ein gewisser Clodius Super um Kleidung für seine Pueri, weiters gibt es noch mehrere Bitten um eine Ausgangsgenehmigung (TV II 166 - 171) oder die Frage nach dem morgigen Tagesbefehl7:

,,An Flavius Cerialis, den Praefectus, von Masclus, dem decurio. Masclus sagt dem Cerialis, seinem König, einen Gruß. Ich bitte Dich, Herr, uns zu instruieren, was Du wünschst, daßwir morgen tun sollen: Sollen wir alle zum vexillum zurückkehren oder nur jeder zweite?...Meine Mitsoldaten haben kein Bier! Ich bitte Dich, zu befehlen, daßes geschickt wird." 8

Aus dem privaten Bereich haben wir z. B. die Bitte um einen Gefallen, Grüße zu Neujahr und den Hinweis auf eine religiöse Zeremonie.

3. Flavius Cerialis und die Geschichte der Bataver:

Flavius Cerialis bildet unter den Schreibern der ,,Vindolanda Tablets" eine Ausnahme und steht in enger Verbindung mit der Geschichte batavischer Einheiten im römischen Heer. Tacitus berichtet, daß diese Einheiten üblicherweise von ihren eigenen Adeligen kommandiert werden: ,,quas vetere institutio nobilissimi popularium regebant"9. Daher kann man annehmen, daß es sich bei Flavius Cerialis um einen batavischen Adeligen handelt.

Die Bataver

kommen erstmals zur Zeit10 Cäsars mit den Römern in Kontakt, nachdem sie sich, nach Tacitus, irgendwann vorher von den Chatten abgespaltet haben und in das Mündungsgebiet des Rheins gewandert sind. Dort besetzten sie neben der nach ihnen benannten ,,insula batavorum" auch nordgallisches Gebiet. Drusus gliedert sie 50 Jahre später wahrscheinlich friedlich in das römische Reich ein. Von da an kämpfen sie als Verbündete der Römer in den germanischen und anderen Kriegen. Bis zum Jahr 43 dienten die Batavercohorten als Auxilien der XIV. Legion in der Provinz Germania Superior. In diesem Jahr wurde die XIV. Legion über den Ärmelkanal geschickt und die Bataver betraten erstmals Britannien. Dort blieben sie bis zum Jahr 69 stationiert. Die Bataver waren stark in die römische Heeresorganisation eingebunden, sie brauchten dafür aber bis zum ,,Vierkaiserjahr" 68/69 keine Steuern zu bezahlen. Vom Julisch - Claudischen Kaiserhaus wurden sie bevorzugt als kaiserliche Leibwächter bei den Germani custodes corporis eingesetzt. Tacitus nennt vor 69 n. Chr. 9 Batavercohorten. Im Zuge der Kämpfe um den Kaiserthron werden die batavischen Truppen wieder aus Britannien zurückgeholt und zeichnen sich mehrmals aus.

Im Jahre 70 sind die Bataver allerdings an der Revolte des Civilis, der ein batavischer Adeliger und römischer Praefect war, maßgeblich beteiligt. Bowman und Thomas vermuten, daß der römische Feldherr Quintus Petilius Cerialis, der mit der Niederschlagung des Aufstandes beauftragt war, im Zusammenhang mit der Bürgerrechtsverleihung an die Familie des Flavius Cerialis steht.11

Petilius Cerialis errang eine Reihe von mehr oder weniger glücklichen Erfolgen gegen Civilis, so daß die Bataver bald von diesem abfielen, nachdem Cerialis ihnen sehr milde Friedensbedingungen geboten hatte. Der Aufstand endete für sie mit der Wiederherstellung der alten Verhältnisse. Petilius Cerialis legte mit Jahresende 71 n. Chr. sein Kommando nieder und ging nach Britannien, wo er zw. 71 und 74 einen Großteil von Nordengland besetzte. Die Batavercohorten sind ihm wahrscheinlich dorthin gefolgt.12 Die Theorie der beiden Vindolanda - Ausgräber besagt, daß der Vater des Flavius Cerialis vielleicht durch seine Loyalität zu Rom im Zuge dieses Aufstandes sein Bürgerrecht erhalten haben könnte. Er hätte das kaiserliche Gentilnomen ,,Flavius" und das Cognomen des Feldherren ,,Cerialis" angenommen.

Es gibt einige Beispiele dafür, daß batavischen Adeligen von den Flaviern das Bürgerrecht verliehen wurde: Flavius Genialis, der als Vorgänger des Cerialis an der Spitze der IX. Batavercohorte anzusehen ist13, oder der Ritter batavischer Abstammung, Titus Flavius Maritimus, der 244 n. Chr. auf einer Inschrift auf Knidos genannt ist14. Daneben gibt es auch einen batavischen Decurio der Ala I Tungrorum Frontoniana, mit Namen Gaius Petilius, der auf einer Inschrift in Rumänien um 110 n. Chr. auftaucht15. Auch seine Familie könnte ihr Bürgerrecht von Quintus Petilius Cerialis erhalten haben.

In den Jahren bis 97 n. Chr. traten einige der in Britannien stationierten Batavercohorten mehrmals hervor: Bei der Eroberung der Insel Mona im Jahre 7816, und bei der Schlacht am Mons Graupius, die 84 n. Chr. geschlagen wurde17. Insgesamt ist nach 70 nur mehr von 4 Cohorten die Rede, was bedeuten könnte, daß aus den 9 alten batavischen ,,Cohortes quingenariae equitatae" vier ,,Cohortes milliariae equitatae" gebildet wurden: Die I., II., III. und die IX.18

Flavius Cerialis

tritt uns in diesen Jahren als Praefect der IX. Cohorte in Vindolanda entgegen. Der Fundhorizont, in dem seine Briefe gefunden wurden, reicht von Jahr 97 bis ins Jahr 104 hinein. Man kann also vermuten, daß Cerialis seine Einheit länger als die üblichen 3 - 4 Jahre kommandiert hat.19

Darüber hinaus wissen wir allerdings nichts über seine militärische Karriere.

Flavius Cerialis unterhielt von Vindolanda aus eine weitreichende Korrespondenz mit anderen Offizieren aus dem Ritterstand. Aelius Brocchus ist einer seiner häufigsten Schreibpartner, auch die Familien der beiden sind in Kontakt. Die bekannte Geburtstagseinladung an die Gattin des Cerialis, Sulpicia Lepidina20, stammt von Severa, der Gattin des Brocchus. Aus den Briefen erfahren wir auch, daß Besuche des Cerialis mit seiner Familie bei der Familie des Brocchus in Briga offensichtlich nichts ungewöhnliches waren.21.

Aelius Brocchus begegnet uns außerhalb Britanniens einige Jahre später möglicherweise noch einmal auf einer Inschrift aus Arrabona, Pannonien, wo jemand gleichen Namens als Kommandant der ,,Ala contariorum" genannt ist.22

Caecilius September unterhält neben Brocchus den engsten Briefkontakt zu Cerialis. Das Cognomen September ist relativ unüblich und deshalb könnte man ihn mit einem M. Caecilius September identifizieren, der 88 n. Chr. als Praefect in Syrien eine ,,Cohors Musulamii" kommandierte23. Ein Brief des September an Cerialis endet mit den Worten: ,,per equitem ad te misi"24. Deshalb nimmt man an, daß September in Britannien entweder eine Ala oder eine Cohors equitata kommandierte.

Es war anscheinend eine ganz normale Praxis, daß sich Offiziere aus dem Ritterstand zusammen mit ihren Familien in den Praetorien der Militärlager einquartierten. Man kann mit Sicherheit annehmen, daß Flavius Cerialis gemeinsam mit seiner Frau Sulpicia Lepidina und einem oder mehreren Kindern im Praetorium des Lagers von Vindolanda gewohnt hat. Für die Anwesenheit von Kindern sprechen die Funde von Kinderschuhen, die mögliche Erwähnung eines gleichnamigen Sohnes durch Cerialis25 und ein Schreibtäfelchen, das eine Zeile aus Vergils Aeneis enthält.26 Daneben gab es sicher noch eine Reihe von Haussklaven, die im Praetorium wohnten.

Mehrere Listen, die im Praetorium gefunden wurden und die u.a. Haushaltsgeräte, relativ reiche Nahrungsvorräte und Kleidungsstücke in Mengen aufzählen, wie sie nur für den privaten Gebrauch nützlich sind, geben einen guten Einblick in das tägliche Leben im Praetorium.27

Eine der Listen aus dem Praetorium28 nennt kleinere Geldbeträge ,,ad sacrum", die für religiöse Handlungen bestimmt gewesen sein müssen. Daneben enthalten noch 2 Briefe an Cerialis Hinweise auf die religiösen Gepflogenheiten der Bewohner. Beides mal geht es um Neujahrsfeierlichkeiten. In einem wünscht ein Hostilius Flavianus dem Cerialis ein ,,annum novum faustum felicem" 29 und in dem zweiten sagt möglicherweise derselbe:"Ego frater sacrifico diem calendarum sicut volueras dedicavi". 30 Interessant ist, daß nirgends Spuren von batavischen oder nicht römischen Kulten oder Göttern auftauchen.

Flavius Cerialis war Mitglied des Ritterstandes, das bedeutet, daß er mindestens ein Vermögen von 400.000 Sesterzen besessen haben muß. Wenn er nach seiner Dienstzeit in seine Heimat zurückgekehrt wäre, hätte er dort sicher eine angesehene Position, in der Gesellschaft einnehmen können. In der Zwischenzeit hatte er in Britannien gutes Essen, geeignete Kleidung und Ausrüstung, seine Familie und seine Sklaven und er war in ein soziales Netz eingebunden, in dem römische Feste und Bräuche wichtig waren.31 Es gibt Beispiele von Offizieren wie Cerialis, deren Kommando in Britannien nur eine frühe Episode eines langen Soldatenlebens war, die von einem Ende des Imperiums bis zum anderen gelangt sind und die es bis in den Senat geschafft haben. Einer, nämlich Pertinax, gelangte im Jahr 193 sogar bis auf den Kaiserthron.32

Dem Umstand, daß Flavius Cerialis und seine Einheit im Frühling des Jahres 104 aus Vindolanda abkommandiert worden waren, verdanken wir die Erhaltung der Schreibtäfelchen aus Periode 3: Offensichtlich sollten sie verbrannt werden, doch ein Platzregen hatte das Feuer gelöscht und man hatte sie liegen lassen.33

Die XI. Batavercohorte wurde jedenfalls von Trajan an die untere Donau verlegt und schon vor dem 2. Dakerkrieg ist sie durch Ziegelstempel in Buridava am Olt, unterhalb der zentralen Südkarpatenübergänge bezeugt.34 Man kann annehmen, daß Cerialis sie damals noch einige Zeit angeführt hat, bevor er aus dem Militärdienst ausgeschieden ist oder ein anderes Kommando bekommen hat. Nach dem Abmarsch aus Vindolanda haben wir jedenfalls keine Nachrichten mehr von ihm.

Die XI. bleibt nur für einige Jahre in Buridava, denn bereits im Jahre 116 n. Chr. wird sie inschriftlich in Raetien, genauer in Passau, faßbar35. Das dortige Lager wird deshalb auch nach ihr ,,Castra batava" genannt. Die IX. Batavercohorte taucht noch auf mehreren Inschriften in Raetien aus der

2. Hälfte des 2. Jahrhunderts auf36, dann verliert sich ihre Spur.

Die Bataver stehen bis in die Spätantike in römischen Diensten, sind bis ins 3. Jahrhundert in Britannien bezeugt und tauchen zuletzt in der ,,Notitia dignitatum" auf, wo unter den ,,Auxilia Palatina" ,,Batavi seniores" und ,,juniores" genannt werden37.

4. Schlußbemerkung:

Mit Flavius Cerialis begegnet uns eine Persönlichkeit, die durch die große Anzahl von Texten, besser greifbar wird, als alle anderen. Er ist ein Beispiel für die relativ schnelle und starke Romanisierung der einheimischen Eliten in den Provinzen.

Wäre uns nicht durch Tacitus bekannt, daß die Batavercohorten, was Ende des 1. Jahrhunderts sicher noch zutrifft, von ihren eigenen Adeligen angeführt werden, würden wir Flavius Cerialis, durch all die Zeugnisse, die uns Einblick in sein tägliches Berufs- und Privatleben geben, für einen aus Italien stammenden, römischen Ritter halten.

Das zeigt, welche Anziehungskraft die römische Kultur für die damaligen Menschen besessen hat und kann in Zukunft Ausgangspunkt für weitere Überlegungen in diese Richtung sein.

5. Literatur:

- G. Alföldi, die Hilfstruppen der römischen Provinz Germania Inferior (=Epigraphische Studien Bd. 6 1968)
- A. Birley, The people of Roman Britain (London 1979)
- A.K. Bowman, Live and letters on the roman frontier. Vindolanda and ist people (London 1994)
- A.K. Bowman, J.D. Thomas, The Vindolanda Writing-Tablets, Bd.II (London 1994)
- Bowman, Thomas, New Writing - Tablets from Vindolanda. In: Britannia. A Journal of Romano - British and Kindred Studies 27 (1996)299-328.
- K. Brodersen, Das römische Britannien. Spuren seiner Geschichte. (Darmstadt 1998)
- W. Kroll (Ed.), Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. (Unveränderter Nachdruck 1991)
- K. Strobel, Anmerkungen zur Geschichte der Batavercohorten in der hohen Kaiserzeit. In: ZPE 70 (1987)271-292.
- P. Cornelius Tacitus, Historiae.
- Derselbe: De vita Julii Agricolae.
- W. Will, Römische ,,Klientel Randstaaten" am Rhein? Eine Bestandsaufnahme. In: BJb 187 (1987)1-61.

[...]


1 Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Geschichte, SS 2000, Zusatzblatt, Seite 2.

2 A.K. Bowman, Live and letters on the roman frontier. Vindolanda and ist people (London 1994) 17. Im folgenden zit. als: Bowman, frontier letters.

3 TV II: ,,Tabulae Vindolandensis II", A.K. Bowman, J.D. Thomas, The Vindolanda WritingTablets, Bd.II (London 1994) 199. Im folgenden zit. als: Bowman/Thomas, TV II.

4 Bowman, frontier letters, S. 31.

5 K. Brodersen, Das römische Britannien. Spuren seiner Geschichte. (Darmstadt 1998) 162. Im folgenden zit. als: Brodersen, röm. Britannien.

6 TV II 227.

7 Bowman, Thomas, New Writing - Tablets from Vindolanda. In: Britannia. A Journal of Romano - British and Kindred Studies 27 (1996) 324.

8 Brodersen, röm. Britannien, 164.

9 Tacitus, Historien IV, 12.

10 RE III 1 (1897) 118-121 s.v. Batavi (Ihm)

11 Bowman/Thomas, TV II. S.25

12 RE XIX 1 (1937) 1138-1150 s.v. Petilius (8) (Swoboda).

13 K. Strobel, Anmerkungen zur Geschichte der Bataverkohorten in der hohen Kaiserzeit. In: ZPE 70 (1987) 273.

14 CIL III 14403a.

15 CIL XVI 164.

16 Tacitus, Agricola 18,3: Tacitus nennt die Bataver nicht ausdrücklich, er erwähnt aber spezielle Hilfstruppen, die darin Übung hatten, gemeinsam mit ihren Pferden und unter Waffen zu schwimmen. In den Hist. (IV,12) berichtet er, daß die Bataver bekannt dafür waren, auf genau diese Art den Rhein zu durchqueren.

17 Ebenda, 35-36.

18 G. Alföldi, die Hilfstruppen der römischen Provinz Germania Inferior (=Epigraphische Studien Bd. 6 1968)47.

19 Bowman, frontier letters, 54. Das muß nicht damit zusammenhängen, daß er, als vermutlich batavischer Adeliger, eine Einheit mit dem Namen ,,batavorum" kommandierte, denn schon zur Zeit Domitians nennt der Grabaltar in Adamklissi (unterer Donauraum) für die II. Batavercohorte mehrheitlich Gefallene, die keine Bataver waren. (CIL III 14214).

20 TV II 291.

21 Bowman, frontier letters, 55.

22 CIL III 4360.

23 Bowman, frontier letters, 55.

24 TV II 252.

25 TV II 227.

26 TV II 118 enthält einen Teil einer Zeile aus Vergil, Aeneis 9,473: ,,interea pavidam voltinans pinna"_-ta per urbem,..._ Man weiß, daß Zeilen aus Vergil besonders gerne für Schreibübungen verwendet wurden. Das könnte auf die Anwesenheit von Kindern hindeuten.

27 Bowman, frontier letters, 66-71.

28 TV II 190.

29 TV II 265.

30 TV II 261.

31 Bowman, frontier letters, 97.

32 A. Birley, The people of Roman Britain (London 1979) 63f.

33 Brodersen, röm. Britannien, 159.

34 K. Strobel, Anmerkungen zur Geschichte der Batavercohorten in der hohen Kaiserzeit. In: ZPE 70 (1987) 275.

35 Bowman, Thomas, New Writing - Tablets from Vindolanda. In: Britannia. A Journal of Romano - British and Kindred Studies 27 (1996) 324.

36 CIL III 11918.

37 W. Will, Römische ,,Klientel Randstaaten" am Rhein? Eine Bestandsaufnahme. In: BJb 187 (1987)1-61.

11 von 11 Seiten

Details

Titel
Die Vindolanda Tablets - Das Archiv des Flavius Cerialis
Hochschule
Universität Wien
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2000
Seiten
11
Katalognummer
V97398
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Während der Grabungen im römischen Lager von Vindolanda am Hadrianswall in England ist eine große Zahl von Schreibtäfelchen mit teilweise persönlichen Schriftzeugnissen gefunden worden, Briefe, Berichte Meldungen und Ähnliches, die uns einen faszinierenden Einblick in den Alltag, das Leben und die Denkweise der Menschen in einer Grenzgarnison der römischen Kaiserzeit bieten.
Schlagworte
Vindolanda, Tablets, Archiv, Flavius, Cerialis
Arbeit zitieren
Rupert Gietl (Autor), 2000, Die Vindolanda Tablets - Das Archiv des Flavius Cerialis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97398

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