Die Krisenvorsoge ist ein höchst aktuelles Thema, in dem alt bekannte Konzepte den neuen entgegenstehen. Durch verschiedene Einflüsse wurde der Umgang mit dem Unerwarteten immer wichtiger und belastet das Management neben den alltäglichen Herausforderungen zunehmend. Das Risikomanagement und verwandte Konzepte sind umfangreiche und komplexe Themen, die in jedem Bereich eines Unternehmens integriert werden sollten.
Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass es für jedes einzelne Konzept verschiedene Definitionen gibt. Dennoch wird zunehmend angenommen, dass das Risikomanagement allein nicht zum Schutz von Unternehmen im Kontext neu auftretender Bedrohungen ausreicht. Zudem kann der Umgang mit dem Ungewissen nicht durch traditionelle Strategien überwunden werden, da auf diese Weise Krisen und Ausfälle niemals in vollem Umfang beseitigt werden und immer wieder auftreten können. Daraufhin hat sich ein neues Konzept des sogenannten Resilienzmanagements entwickelt. Prinzipiell ähneln sich Risiko- und Resilienzmanagement sehr, dennoch greift die Resilienz viel weiter und wesentlicher in die Materie hinein. Diese Gemeinsamkeit, aber auch Abgrenzungen werden wir genauer betrachten und werden dafür weitere Konzepte benutzen, um die Resilienz näher kennen zu lernen.
In der Arbeit wird vor allem auf das Risikomanagement und auf das Business Kontinuitätsmanagement eingegangen und in einem weiteren Teil kurz das Performance und Change Management angesprochen. Zusätzlich besitzt jedes Konzept unzählige Definitionen, bei denen wir uns jeweils aber nur auf die wirtschaftlichen beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in das Thema des Risikomanagements
2 Definitionen
2.1 Risikomanagement
2.2 Business Kontinuitätsmanagement
2.3 Performance Management
2.4 Change Management
2.5 Resilienz Management
3 Zusammenhänge des Resilienzmanagement mit verwandten Konzepten und deren Abgrenzungen
3.1 Zusammenhänge des Resilienzmanagement mit dem Risiko- und Business Kontinuitätsmanagement und deren Abgrenzungen
3.2 Zusammenhang und Abgrenzung zu zwei weiteren Konzepten
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Begriff des Resilienzmanagements im unternehmerischen Kontext und analysiert dessen Abgrenzung sowie synergetische Potenziale im Vergleich zu etablierten Managementkonzepten wie Risikomanagement, Business Kontinuitätsmanagement, Performance Management und Change Management.
- Grundlagen der Krisenvorsorge und Risikobetrachtung
- Definition und Dimensionen von Resilienz
- Vergleichende Analyse zwischen Resilienz- und Risikomanagement
- Integration von Performance- und Change-Management-Ansätzen
Auszug aus dem Buch
3.1 Zusammenhänge des Resilienzmanagement mit dem Risiko- und Business Kontinuitätsmanagement und deren Abgrenzungen
Das moderne Risikomanagement kann in einer unsicheren Zukunft nicht ausreichen, da es zu aufwendig wäre, jeden möglichen Ausfall zu testen. Deswegen kann das Resilienzmanagement alternativ in Betracht gezogen werden (vgl. Pettit/Fiksel/Croxton, 2010, S. 4), welches in Richtung eines Neubeginns, „durchaus im Sinne eines Paradigmenwechsels der Krisenvorsorge“ (Evertz/Krystek, 2014, S. 370), lenkt.
Ein erster Unterschied von Resilienz zu Risiko- und Business Kontinuitätsmanagement ist, dass es keine konkreten Handlungsanweisungen bzw. Konturen besitzt. Da es ein innovatives Thema ist, bauen sich diese erst nach und nach auf (vgl. Evertz/Krystek, 2014, S. 386). Jedoch handelt das Resilienzmanagement im zeitlichen Ablauf schon vor dem Business Kontinuitätsmanagement und Risikomanagement. Das Resilienzmanagement beinhaltet beispielsweise Krisen-Szenarien und darauf abgestimmte Lösungs-Szenarien. Dabei werden alle potenziell Betroffenen in die Lösung mit einbezogen, wie beispielsweise die Zulieferer aber auch Betriebsräte (vgl. Jansen/Schröter/Stehr, 2013, S. 123). Ähnlich gilt es auch für Frühwarn- und Früherkennungssysteme, welche im Risikomanagement nach KonTraG vorkommen müssen und die Reaktionszeit optimieren sollen (vgl. Evertz/Krystek, 2014, S. 371). Diese sind jedoch nicht so ausgeprägt, wie die situationsechten Szenarien des Resilienzmanagements. Ergänzend wirkt das Resilienzmanagement gegen eine Überschätzung der Fähigkeiten der Unternehmen, dem „It won’t happen to me-Effekt“ und sichert zusätzliche nicht erwartete Ergebnisse ab (vgl. Pedell/Seidenschwarz, 2011, S. 158).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in das Thema des Risikomanagements: Das Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung der Krisenvorsorge und begründet die Notwendigkeit, über klassische Risikomanagement-Ansätze hinauszugehen.
2 Definitionen: Hier werden zentrale Managementbegriffe definiert, um ein gemeinsames Verständnis für den anschließenden Vergleich der Konzepte zu schaffen.
3 Zusammenhänge des Resilienzmanagement mit verwandten Konzepten und deren Abgrenzungen: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Schnittmengen und Unterschiede zwischen Resilienzmanagement und etablierten Ansätzen wie Risiko-, Kontinuitäts-, Performance- und Change Management.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Resilienzmanagement als wertvolle, wenn auch noch nicht vollständig in bestehende Managementsysteme integrierte Alternative.
Schlüsselwörter
Resilienzmanagement, Risikomanagement, Business Kontinuitätsmanagement, Performance Management, Change Management, Krisenvorsorge, Unternehmensführung, Widerstandsfähigkeit, Wettbewerbsvorteil, Risikobetrachtung, Unternehmenskrisen, Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition des Begriffs "Resilienz Management" und untersucht, wie sich dieses Konzept von anderen existierenden Ansätzen im Managementbereich unterscheidet und abgrenzt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die Krisenvorsorge, die methodische Einordnung von Resilienz im Unternehmenskontext und der Vergleich zu Risiko-, Business Kontinuitäts-, Performance- und Change Management.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Resilienzmanagement zu schaffen und aufzuzeigen, inwiefern es als ganzheitlicher Ansatz gegenüber traditionellen, isolierten Risikomanagementstrategien fungieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, basierend auf Fachbüchern und ergänzenden Quellen, um die verschiedenen Managementkonzepte theoretisch zu vergleichen und abzugrenzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Konzepte und eine systematische Gegenüberstellung des Resilienzmanagements mit den anderen genannten Managementdisziplinen hinsichtlich Strategien und Handlungszeitpunkten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wesentliche Begriffe sind Resilienz, Krisenvorsorge, Wettbewerbsvorteil, Strategie, Unternehmenssteuerung und Widerstandsfähigkeit.
Wie unterscheidet sich der Handlungszeitpunkt der Konzepte?
Während Risikomanagement und Business Kontinuitätsmanagement oft reaktiv oder bei Eintritt von Risiken agieren, zielt das Resilienzmanagement darauf ab, bereits vor der Entstehung von Krisen durch Anpassungsfähigkeit einzugreifen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für die Resilienz?
Die Arbeit hebt hervor, dass Resilienz durch soziale Kompetenzen, Diversität in der Teambesetzung und die Förderung der Mitarbeiter aktiv gestärkt werden kann, um die Widerstandsfähigkeit des gesamten Systems zu erhöhen.
Wird das Resilienzmanagement als vollkommene Lösung betrachtet?
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es zwar eine wichtige Erweiterung darstellt, ihm aber laut Experten noch ein synergetisches Zusammenspiel mit anderen Aktivitäten des Sicherheitsmanagements fehlt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Wie unterscheidet sich Resilienz Management von verwandten Konzepten im Management?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974055