Fußball. Dribbeln. Technik der körpernahen Ballführung (Fach: Sport, Grundschule, 3. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2019

14 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Kompetenzformulierung

3. Paraphrasierung

4. Verlaufsplanung

5. Hallenplan

6. Literaturverzeichnis

1. Sachanalyse

Fußball Fußball ist ein Ball- und Mannschaftsspiel, welches sich als Wettkampfsport zum Leistungsvergleich eignet (vgl. Bisanz & Gerisch 1996: 13). Beim Fußball werden vier grundlegende Spielphasen unterschieden. Dazu gehört die Offensive, das Umschalten nach Ballverlust, die Defensive und das Umschalten nach Ballgewinn. Die vielen unterschiedlichen erforderlichen Komponenten wie Taktik, Technik, Physis und Psyche machen das Spiel zu einem hochkomplexen System (vgl. Weber 2018: 19). Immer wieder ändernde und zufällig entstehende Situationen verlangen von Spielern Orientierungsfähigkeit und Handlungsschnelligkeit. Eine der wichtigsten Komponenten ist die Fähigkeit, Situationen zu erkennen und passende Lösungen sowie Anwendungen zu finden (vgl. Hasenpflug 2011a: 6). Die individuellen Aktionen orientieren sich an den drei Kriterien Position von Ball, Mit- und Gegenspielern (vgl. Hasenpflug 2011b: 12).

Dribbeln „Das Dribbeln ist die wichtigste Fußball-Grundtechnik“ (DFB 2004: 4). Ausgeprägte Dribbelfähigkeiten sind entscheidend, um Zweikampfsituationen in der offensiven Spielphase zu gewinnen (vgl. Hübscher 2006: 5). Daher gehört das Dribbeln zu den elementaren Lernzielen im Bereich des Fußballspiels. Diese Technik lässt sich wiederum in drei Unterkategorien aufteilen. Dazu gehört die körpernahe Ballführung, das Dribbeln in vollem Tempo zur Überbrückung von großen Räumen und das Dribbeln mit schnellen Richtungswechseln und Finten, um einen Gegner auszuspielen (vgl. Bisanz & Gerisch 1996: 36). In Abhängigkeit von der vorliegenden Spielsituation muss der Spieler sein Dribbelverhalten anpassen. Dies bezieht sich auf verschiedene Geschwindigkeiten, einen möglichen Wechsel des Dribbel-Fußes und den Einsatz verschiedener Teile des Fußes (vgl. DFB 2004: 4).

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Abb.1: Dribbel-Techniken im Überblick (vgl. DFB 2004: 6)

Körpernahe Ballführung Bei der körpernahen Ballführung wird der Ball mit der Innenseite eng am Fuß geführt. Hierzu sollte der Spieler den Oberkörper ein wenig nach vorne beugen. Die ballführende Fußspitze sollte nach außen gedreht sein und bei jedem Ballkontakt leicht angezogen werden (vgl. DFB 2004: 5). Damit der Spieler jederzeit das Spielfeld überblicken und sich ändernde Spielsituationen bewerten kann, ist es notwendig, den Blick vom Spielgerät Ball zu lösen (vgl. DFB 2015: 5). Da dieses Dribbeln nicht den schnellen Raumgewinn fokussiert, sondern auf das Ballhalten bis zu einem möglichen Pass zu einem Mitspieler, ist besonders die Positionierung des eigenen Körpers wichtig. Um den Ballbesitz zu sichern, muss hierbei der Körper immer wieder zwischen Ball und Gegner gestellt werden (vgl. Hasenpflug 2011: 31).

Mögliche Fehler und Korrekturvorschläge

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Kompetenzformulierung

2.1 Hauptkompetenz der Stunde

Die SuS verinnerlichen die Bedeutung und technische Ausführung der körpernahen und beidfüßigen Ballführung, indem sie diese in verschiedenartigen, komplexer werdenden Übungen zum kontrollierten Dribbeln ausführen.

2.2 Teilkompetenzen der Stunde

Sachkompetenz:

- Die SuS erwärmen in der Aufwärmphase die im Hauptteil beanspruchte Muskulatur und aktivieren ihr Herzkreislauf-System, indem sie verschiedene Bewegungsanweisungen mit dem Ball ausführen (TK 1).
- Die SuS gewöhnen sich an das Spielgerät Fußball, indem sie unterschiedliche Bewegungsaufgaben umsetzen (TK 2).
- Die SuS erproben sich in der Technikausführung, indem sie Hütchen umdribbeln (TK 3).
- Die SuS verstehen die Bedeutsamkeit der richtigen Technikausführung, indem sie den Bewegungsablauf in Bezug auf einen Gegenspieler erläutern (TK 4).
- Die SuS führen die richtige Technik aus, indem sie im Slalom um Hütchen dribbeln (TK 5).
- Die SuS wenden die Technik in einer Spielsituation an, indem sie am teilaktiven Gegner vorbei dribbeln (TK 6).
- Die SuS erweitern ihre Reflexionskompetenz, indem sie Bewegungsabläufe analysieren und in der Wenn-Dann-Situation die Handlungsmöglichkeit differenzieren (TK 7).

Methodenkompetenz:

- Die SuS verstehen Bewegungsanweisungen, indem sie diese korrekt umsetzen (TK 8).
- Die SuS erkennen und korrigieren Fehler im Bewegungsablauf, indem sie auf die erarbeiteten Kriterien zurückgreifen und diese verbalisieren (TK 9).

Sozialkompetenz:

- Die SuS üben sich im rücksichtsvollen Verhalten, indem sie beim Slalom genügend Abstand zu anderen einhalten (TK 10).
- Die SuS üben sich im fairen Verhalten, indem sie die Regeln einhalten (TK 11).

Selbstkompetenz:

- Die SuS schätzen ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen ein, indem sie sich für den leichteren, mittleren oder schwierigeren Slalom entscheiden (TK 12).

3. Paraphrasierung

Nachdem sich alle SuS umgezogen haben, beginnt die Stunde ritualisiert mit dem Zusammenkommen im Mittelkreis der Sporthalle. Die Sozialform des Sitzkreises wird hierzu gewählt, um eine kommunikative Lernumgebung zu gestalten. Der LAA und die SuS begrüßen sich und die Gäste.

Im thematischen Einstieg folgt ein visueller Impuls, zu dem sich die SuS frei äußern. Über den Impuls soll das Thema „Dribbeln" der Unterrichtseinheit aufgegriffen und benannt werden. Anschließend teilen sich die SuS für den weiteren Stundenverlauf in zwei Gruppen ein. Dazu zählen die Kinder ab und zeigen ihre Nummer als „Fingerbild“ bis zur endgültigen Einteilung vor der Brust. Dies dient den SuS als Gedächtnisstütze, um eine reibungslose Einteilung zu ermöglichen. Danach klärt der LAA die Aufgabe für das folgende Aufwärmen und leitet die SuS zum geordneten Ball holen an.

In der Phase des Aufwärmens sollen die SuS erst einmal frei durch die Halle dribbeln und im weiteren Verlauf verschiedene Bewegungsanweisungen ausführen. Zunächst dient dies dem Aktivieren des Herzkreislauf-Systems. Darüber hinaus soll durch diese Organisationsform die Möglichkeit gegeben werden über viele Ballkontakte Sicherheit im Umgang zu gewinnen und sich an das Spielgerät Fußball zu gewöhnen. Zusätzlich wird hier dem natürlichen Bewegungsdrang der SuS nachgegeben. Über ein akustisches Signal und entsprechende Handbewegung kommen die SuS ritualisiert zurück in den Sitzkreis. Hier wird in der Erarbeitung ein S dazu aufgefordert, die letzte Aufwärmübung - um die Hütchentore eine 8 dribbeln - vorzuführen. Die SuS beschreiben das Gesehene, mit dem Schwerpunkt der Fußbetrachtung, genau. Über die nachfolgende Schüler- bzw. Lehrerdemonstration soll die technische Ausführung und deren Bedeutsamkeit herausgearbeitet werden. Hierbei sollen auch die Fachbegriffe körpernahe Ballführung als Technikname, Innenseite und gegnerferner Fuß erarbeitet werden. Anschließend soll im ersten Teil des Hauptteils die letzte Aufwärmübung nun unter bewusstem Einsatz der zuvor erarbeiteten Zieltechnik ausgeführt werden. Danach kommen die SuS mit einem Partner ihrer Farbgruppe zusammen und führen die Partnerübung Schattendribbeln durch. Durch diese Übung soll die Auge-Fuß-Koordination und das Lösen des Blickes vom Ball trainiert werden. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die abschließende Anwendungsaufgabe wichtig, da hier die SuS spielsituationsabhängig Entscheidungen treffen müssen. Ohne ausdrücklich darauf hinweisen zu müssen wird durch diese Organisationsform die Teilkompetenz Blick lösen vom Ball implizit trainiert. Um das Verständnis der Aufgabenstellung zu sichern und eine visuelle Darbietung anzubieten, werden zwei SuS aufgefordert, diese Übung vorzumachen. Die zentrale Trainingsform der Stunde bilden die drei quantitativ und qualitativ differenzierten Slalom-Stationen. Diese Organisationsform bietet den SuS eine hohe Anzahl an Wiederholungen ohne Gegnerdruck und somit die Möglichkeit, die technische Ausführung zu verinnerlichen. Durch die quantitative und qualitative Differenzierung (Hütchenanzahl und Hütchenabstände) können die SuS ihrem bisherigen Leistungsstand entsprechend trainieren. Die Differenzierung erfolgt in dieser Phase selbstbestimmt, um den SuS die Möglichkeit zu geben, die eigenen Fähigkeiten wahrzunehmen und zu einer weiterentwickelten realistischen Selbsteinschätzung zu gelangen. Die abschließende Übung fordert von den SuS eine erste Anwendung unter teilaktivem Gegnerdruck. Hierbei hat eine Mannschaft das Ziel von einer Grundlinie zur gegenüberliegenden Grundlinie zu dribbeln. Die andere Mannschaft versucht dies unter Einhaltung ihrer räumlichen Begrenzung zu verhindern. Durch die Durchführung dieses Übungsformates erfahren die SuS die Bedeutung des Dribbelns im Spielkontext. Mit der Steigerung der Komplexität soll die Übungsauswahl dem Unterrichtsprinzip Vom Leichten zum Schweren gerecht werden. Über das akustische Signal und die kreisende Handbewegung kommen die SuS ritualisiert zur Reflexion zurück in den Sitzkreis. Hier sollen die SuS nochmals die Bedeutsamkeit der erlernten Technik mit deren Kriterien zur korrekten Ausführung erläutern. Damit eine reine Wiederholung der Erarbeitung ausbleibt, wird hier eine Wenn-Dann-Situation aus der vorangegangenen Spielform integriert. Dazu sollen die SuS im Rahmen einer Schülerdemonstration mithilfe der erarbeiteten technischen Kriterien ihre Lösungen für bestimmte Situationen begründen.

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Fußball. Dribbeln. Technik der körpernahen Ballführung (Fach: Sport, Grundschule, 3. Klasse)
Hochschule
Staatliches Seminar für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt an Förderschulen
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V974118
ISBN (eBook)
9783346327727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fussball grundschule, dribbeln grundschule, fussball klasse 3, dribbeln klasse 3, grundschule fussball klasse 3, fussball klasse 4, fußball grundschule
Arbeit zitieren
Tobias Grimm (Autor), 2019, Fußball. Dribbeln. Technik der körpernahen Ballführung (Fach: Sport, Grundschule, 3. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974118

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