Gesunde Selbstführung. Psychohygiene für Führungskräfte


Facharbeit (Schule), 2019

17 Seiten, Note: 1,4

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung (Unternehmenserfolg steht und fällt mit „gesunder Führungskraft“)
1.2 Zielsetzung (Sensibilisierung der Führungskräfte für gesunde Psychohygiene)

2 Rolle der Führungskraft im Unternehmen

3 Stressoren von Führungskräften
3.1 Wenn nur der Erfolg zählt
3.2 Dysbalance zwischen Entspannung und Anspannung

4 Methoden
4.1 Definition Psychohygiene
4.2 Gesunde Selbstfürsorge
4.2.1 Selbsterkenntnis
4.2.2 Vorgehen der Psychohygiene
4.2.3 Was kann eine Führungskraft für sich Gutes tun
4.2.4 Mögliche Maßnahmen im Unternehmen

5 Bilanz guter Psychohygiene

6 Fazit - Auswirkungen einer gesunden Führungskraft auf das Unternehmen

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Unternehmerischer Erfolg kann nur mit engagierten, motivierten und physisch und psychisch gesunden Mitarbeitern gelingen. In diesem Zusammenhang wird den Führungskräften eine bedeutende Schlüsselfunktion beigemessen, denn mit qualifizierten Führungskräften kann ein Unternehmen stehen oder bei unqualifizierten Führungskräften fallen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sie nicht nur Einfluss auf die Arbeitsleistung ihrer Mitarbeiter haben, sondern sich ihr Führungsverhalten auch auf die Motivation, Arbeitszufriedenheit, Engagement, Kreativität und den wahrgenommenen Stress am Arbeitsplatz ihrer Mitarbeiter positiv auswirkt.

1.2 Zielsetzung

Gesunde Mitarbeiter benötigen gesunde Führungskräfte, die authentisch und gesundheitsorientiert für sich und ihre Mitarbeiter die Führungsrolle wahrnehmen.

Eine erfolgreiche Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten optimal im Beruf einsetzt und trotz Stress die Balance hält und sich selbst erfolgreich führen kann, um diese Balance zu halten.

Denn „ […] nur wer sich selbst führen kann, kann andere führen.“1

Hieraus ergibt sich, dass eine Quelle von Führungserfolg darin liegt, die Fähigkeit zu entwickeln, sich selbst wahrzunehmen, um daraus ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

2 Rolle der Führungskraft im Unternehmen

Ein überdurchschnittlicher Anteil der Arbeitsleistung eines Mitarbeiters hängt ausschließlich davon ab, wie gut die Führungskraft ihre Führungsaufgaben wahrnimmt. Ohne aktive Führung liegt rund die Hälfte der möglichen Leistung der Mitarbeiter und der persönlichen Weiterentwicklung dieser brach. Also kommt den Führungskräften in den Unternehmen eine entscheidende Rolle zu. Denn der Wagemut, die Neugier, die Kreativität, Diplomatie und die Entscheidungsfreudigkeit der Führungskräfte sind Werte, die die Zukunft eines Unternehmens bestimmen. Ohne gute Führungskräfte gäbe es keine koordinierten und vernünftig kommunizierten Abläufe in den Unternehmen. Der Umgang mit Kunden und Angestellten spielt eine entscheidende Rolle, damit ein gutes Betriebsklima herrscht. Denn zufriedene Mitarbeiter, deren Probleme erfolgreich gelöst werden, stehen hinter ihrem Unternehmen, was vor allem zu effizienten Arbeitsprozessen führt. Führungskräfte können als Vorbilder, als Gestaltende der Arbeitsbedingungen- hinsichtlich z.B. Zeit- und Leistungsdruck und Arbeitsorganisation-, sowie durch wertschätzendes Verhalten Einfluss auf die Gesundheit der Beschäftigten nehmen.

Somit kommt Führungskräften aufgrund dieses Einflusses eine Schlüsselfunktion im Unternehmen zu. Eine weitere Aufgabe der Führungskraft ist es, die individuellen Leistungspotenziale der Mitarbeiter freizusetzen und zur Entwicklung eines jeden einzelnen Mitarbeiters beizutragen. Wobei hier der regelmäßigen Kommunikation, mit den Mitarbeitern, ein großer Stellenwert zukommt. Ein kontinuierlicher Dialog mit den Vorgesetzten fördert die Motivation, die Einsatzfreude und somit die emotionale Bindung an das Unternehmen. Was wiederum die Produktivität eines Unternehmens erhöht.

Die Führungskräfte bedürfen zugleich aber auch einer besonderen Unterstützung, da sie aufgrund ihrer „ Sandwich – Position „ selbst besonders beansprucht sind. Sie sind sowohl zugehörig zur Mitarbeiterschaft als auch zur Führungsriege und müssen teilweise „fremde „ Strategien -Ideen der Geschäftsleitung - umsetzen und vertreten.

3 Stressoren von Führungskräften

3.1 Wenn nur der Erfolg zählt

Die Arbeitsprozesse sind in der heutigen Zeit von mehr Stress gekennzeichnet, weil Mitarbeiter, in Zeiten von Personal- und Ressourcenknappheit, in kürzerer Zeit mehr leisten müssen. Weiterhin ist die Führungskraft für seinen beruflichen Erfolg selbst verantwortlich und das kann große Auswirkungen auf seine Work-Life-Balance haben. Um den hohen Anforderungen als Führungskraft gerecht zu werden, um den Chef zufriedenzustellen und um sein Pensum am Arbeitsplatz zu schaffen, wird zuweilen das eigene Wohl bewusst zugunsten der Firma zurückgestellt. Eine Zunahme der psychischen Belastungen ist die Folge.

Im Nachfolgenden einige Warnsignale, die auf eine „freiwillige Selbstausbeutung“ der Führungskraft hindeuten:

- Ständig unter Zeitdruck arbeiten
- Pausen ausfallen und Urlaub verstreichen lassen
- Berufliche Probleme sehr ernst nehmen und sich auch zu Hause damit beschäftigen
- Ständig über die reguläre Arbeitszeit arbeiten, Wochenendarbeit
- Arbeit mit nach Hause nehmen
- Schlafprobleme, zu wenig Schlaf
- Konzentrationsprobleme, Erschöpfung
- Krank zur Arbeit kommen, krank Termine wahrnehmen
- Keine Zeit für Ausgleich durch Sport, Familie und Freunde
- Angst vor Versetzung, Arbeitslosigkeit

Ein weiterer Aspekt, der noch hinzukommt, ist das Gefühl, den ständig steigenden Herausforderungen nicht gewachsen zu sein, sprich, man glaubt, die hohen Arbeitsbelastungen nicht bewältigen zu können. Oft sind aber Persönlichkeitsaspekte entscheidend, ob jemand den hohen Anforderungen gewachsen ist oder nicht und ob sich übermäßiger Stress dann schlussendlich in einem Burnout - einem Ausgebrannt sein - äußert. Besonders gefährdet sind

Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst und an andere stellen, die alles perfekt erledigen wollen, Konflikten lieber aus den Weg gehen und gleichzeitig ein schwaches Selbstwertgefühl haben. Oft kommt das Gefühl auf, sich stark zu verausgaben, ohne entsprechende Gegenleistungen und positive Rückmeldungen, im Beispiel unserer Führungskräfte vom Chef, zu erhalten. Dieser übertriebene Ehrgeiz, die Verdrängung der eigenen Bedürfnisse und das Ausschalten und das Nichtwahrnehmen der eigenen Gefühle, führt dann zu körperlichen Symptomen, die letztendlich in einer geistigen, körperlichen und seelischen Erschöpfung enden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Stressspirale

Quelle: https://i.pinimg.com/originals/26/c7/ac/26c7ac51e47bdb64bb8834ce-ceb18659.png (abgerufen am 24.02.19)

3.2 Dysbalance zwischen Entspannung und Anspannung

Es sind nicht nur die Arbeitsprozesse, die zu einem Anstieg der psychischen Belastungen führen können, sondern auch, wie im vorherigen Kapitel erwähnt, der hohe Anspruch an das eigene Leben spielt eine Rolle. Man möchte erfolgreich und effizient sein. Unter diesem Aspekt wird dann auch die eigene Freizeit gestaltet. Diese trägt dann nicht „ zur Regeneration bei, sondern ist nur eine Fortsetzung der Leistung am Arbeitsplatz.“2

Man muss wieder lernen, mit Ruhezeiten, offline Phasen, umzugehen. Diese Phasen dienen zum Regenerieren und zum Abschalten. Es sind wichtige Stadien für das Gehirn, weil in diesen Gelerntes gefestigt, viele Reize gelöscht werden und unser Gehirn mit den Eindrücken spielen und diese verknüpfen kann. Das trägt zur Entspannung und kreativen Ideenentwicklung bei. Wenn man dies nicht zulässt, kommt es zu einer Art Daueranspannung, die sich in Form von Stress zeigen kann.

Genauso verhält es sich mit der Aufmerksamkeit am Arbeitsplatz. Durch ein ständiges Abgelenkt werden, bzw. Hin- und Herspringen der Aufmerksamkeit (z.B. am Schreibtisch durch Telefonate) kommt es zum Verlust der Verarbeitungstiefe. Wir arbeiten nicht mehr so tief und genießen nicht mehr so tief, tagsüber am Schreibtisch und abends zu Hause. „Unser Gehirn steigt nicht mehr in die Tiefe. Diese Tiefe brauchen wir aber, um runterzukommen und um uns zu entspannen.“3

4 Methoden

4.1 Definition Psychohygiene

Die alltäglichen Dinge, wie zum Beispiel den eigenen Körper und das Umfeld sauber halten, damit wir uns besser und rein fühlen, ist selbstverständlich. Da die Psyche auch ein Teil von uns ist, sollten wir genauso sorgfältig mit ihr umgehen. Diese Pflege der Psyche - Psychohygiene - soll in erster Linie dazu dienen, die seelische Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen. Somit strebt die Psychohygiene die Reinigung der Seele an, um den Stress, negative Emotionen, Ängste, Sorgen und Zweifel loszulassen und mit mehr Gelassenheit zu betrachten. Diese negativen Faktoren könnten ansonsten zu einer starken Belastung werden.

4.2 Gesunde Selbstführsorge

4.2.1 Selbsterkenntnis

Ein Unternehmen wird auf allen Ebenen einzig und allein von der Führungskraft geprägt. Also ist es in erster Linie wichtig, um Veränderungen in seinem Verhalten zu bewirken, sich mit dem Thema Führung zu beschäftigen. Insbesondere damit, sich selbst zu führen. Also sich selbst wahrzunehmen, um daraus ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Doch was versteht man darunter sich selbst zu führen:

- Werte leben (was will man)
- Ziele haben und erreichen
- glücklich sein
- Verantwortung übernehmen
- Sich selbst erkennen
- Vorbild sein
- Disziplin haben
- loslassen können
- Träume verwirklichen

Eine weitere Grundlage eines guten Selbstmanagements ist die Selbsterkenntnis. Darunter zu verstehen wären die Fragen nach dem eigenen Talent, also nach den Fähigkeiten die man hat, um etwas zu erreichen und weiterhin die Frage, was bereitet Einem große Freude und darauf aufbauend das Selbstvertrauen. Erkennen, wer man wirklich ist, ist oft ein langer und teils schmerzhafter Prozess. Es bedeutet einen Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild vorzunehmen. Die Selbsterkenntnis ist wichtig, um uns weiter zu entwickeln. Keine Persönlichkeitsentwicklung ohne Selbsterkenntnis.

[...]


1 Janssen, B. (2016): Die stille Revolution, S. 48

2 Busch, V. (2017): TK - Gesundheitsreport

3 Busch, V. (2017): TK - Gesundheitsreport

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Gesunde Selbstführung. Psychohygiene für Führungskräfte
Note
1,4
Jahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V974130
ISBN (eBook)
9783346326720
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychische Belastbarkeit, Achtsamkeit
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Gesunde Selbstführung. Psychohygiene für Führungskräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974130

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