Die Bedeutung der Religion bei Machiavelli


Hausarbeit, 2019

22 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fortuna und virtu

3 Der Schein und die Herrschaft
3.1 Die Religion als Mittel für die Aufrechterhaltung der Ordnung im Staate
3.2 Die Religion und das Kriegswesen

4 Das Schicksal Italiens und die Kritik an der Kirche

5 Lernen,nichtgutzuhandeln

6 GlaubtMachiavelli anGott?

7 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Machiavellis Werke sind auch heute noch aktuell und Ausgangspunkt für Diskussionen über die Handlungsweisen in der Politik. Einen wichtigen Aspekt stellt die Religion und deren Rolle in Politik und Gesellschaft dar. Machiavelli hat den Anspruch, mit der Literatur der griechisch-römischen Antike die Wirklichkeit der Vergangenheit zu erfassen, Lehren aus ihr für die Gegenwart zu ziehen und den zeitgenössischen Erfahrungen gegenüberzustellen. So ist auch die Religion ein wichtiger Aspekt, dem er sich widmet. Die Frage, wie der richtige Umgang der Politik mit der Religion aussieht, wurde oft gestellt.

In dieser Hausarbeit sollen die Fragen behandelt werden, welche Bedeutung die Religion im politischen Denken Machiavellis einnimmt und wie für ihn ihre Rolle in der Gesellschaft und in der Politik aussieht. Ist sie ein reines Instrument zur Herrschaft? Wofür genau soll Religion instrumentalisiert werden und welche Bedeutung hat sie für Machiavelli persönlich? Diese Fragen behandele ich anhand von Textstellen aus dem Gesamtwerk Machiavellis, aus dem II Principe, den Discorsi, der Geschichte von Florenz, Die Kunst des Krieges sowie aus weiteren kleineren Texten wie Komödien oder Denkschriften zeigen. Bei der Beantwortung meiner Fragen halte ich mich an den Texten Machiavellis und führe nur wenig Sekundärliteratur an, um einzelne Stellen ausführlicher zu betrachten und einzuordnen.

Zunächst setze ich mich mit den Begriffen fortuna und virtu auseinander und stelle dar, wie sie das religiöse Verständnis von Machiavelli prägen. Was für eine Vorstellung von Gott hat Machiavelli und welche Auswirkungen hat sein Verständnis des Schicksals auf sein politisches Denken? Dies tue ich in aller Kürze tun und halte mich dabei streng an die Bedeutung der zwei Begriffe für Machiavellis religiöses Denken. Somit gehe ich auf den Begriff der necessita nicht gesondert ein und untersuche nicht, inwiefern Machiavellis Gottesglaube mit einzelnen religiösen Strömungen oder Ansätzen übereinstimmt

Im nächsten Kapitel werde ich die Bedeutung des Scheins erläutern. Was ist der Schein und in welchem Zusammenhang stehen die Bedeutung des Scheins und die Religion? Ausgehend davon erläutere ich die Bedeutung des Scheins für den Herrscher und der Religion als Schein. In Kapitel 3.1 behandele ich dann die Frage nach der Bedeutung der Religion für den Staat ist und wie nach Machiavelli das Verhältnis des Herrschers zu ihr sein sollte. In Kapitel 3.2 stelle ich die Verbindung von Religion und Kriegswesen dar, weshalb die Religion für das Kriegswesen und dieses wiederum für den Staat von zentraler Bedeutung ist. Dabei werde ich in wenigen Zeilen den historischen Kontext umreißen , in welchem Machiavellis Werke entstanden sind, darauf jedoch nicht weiter eingehen und im Weiteren die Grundkenntnisse dessen voraussetzen.

In Kapitel 4 zeige ich anhand ausgewählter Textstellen, dass Machiavellis Interesse vor allem anderen dem politischen Zustand Italiens galt. Davon ausgehend stelle ich die Kritik dar, welche Machiavelli der Kirche und dem Kirchenstaat entgegenbrachte und ordne diese ein. Hier diskutiere ich erstmals das konkrete Verhältnis Machiavellis zum Christentum und zur Kirche.

Weiter ausführen tue ich dies im nächsten Kapitel. Hier ordne ich auch die Aussage Machiavellis ein, man solle sich im Notfall für das Vaterland, nicht für sein Seelenheil entscheiden. Ebenfalls wichtig ist in diesem Kapitel die Frage der Amoralität. Sind seine Handlungsempfehlungen wirklich amoralisch und gegen die Gebote der Religion? Und wie sieht er sie selber?

Mit der Frage „Glaubt Machiavelli an Gott?" wird aus dem letzten Kapitel das Resümee gezogen und Textstellen aus kleineren Schriften Machiavellis sowie Ausführungen von Hannah Arendt betrachtet, um diese Frage weiter zu beantworten, bevor ich zum Schluss ein Fazit ziehe.

2 Fortuna und virtu

In einem Brief an Francesco Vettori vom 9. April 1513 schreibt Machiavelli: "Ich muss über den Staat reden, ich muss entweder schweigen oder darüber reden." (Machiavelli und Gilbert 1988, S. 104) Machiavellis vorwiegendes Interesse gilt nicht dem Menschen, sondern der Politik und dem Staat. Aber so wie die menschlichen Handlungen hängt auch die Politik zum Teil vom Schicksal, der fortuna, ab. Durch virtu jedoch kann man es beeinflussen. So zentral diese beiden Begriffe in seinem politischen Denken sind, so schwer sind sie auch zu greifen. Ich versuche es jedoch in aller Kürze.

Nach Freyer ist fortuna die "Summe der objektiven Möglichkeiten, in die die Handlung vorstößt. [...] Sie gab die Gelegenheit, sie stellte gleichsam die Aufgabe". (Freyer 1938, S. 132) Machiavelli hat fortuna und Gott oft gleichgesetzt, zumindest erscheint es beim Lesen der Werke Machiavellis des Öfteren, fortuna sei in seinem Verständnis gleichzusetzen mit Gott, eine allgegenwärtige Kraft, welche das Leben der Menschen beeinflusst: „ich weiß wohl, dass viele ehedem die Meinung gehegt haben und noch jetzt hegen, die Begebenheiten der Welt würden in einer Weise vom Schicksal und von Gott regiert, daß die Menschen mit ihrer Klugheit sie nicht verbessern und nichts dagegen ausrichten könnten. [...] Im Nachhinein hierüber bin ich zuzeiten geneigt gewesen, mich zu derselben Meinung zu bekennen. Weil aber doch die menschliche Willensfreiheit damit in Widerspruch steht, so urteile ich, daß das Geschick wohl die Hälfte aller menschlichen Angelegenheiten beherrschen mag, aber die andre Hälfte [...] uns selbst überlassen muss." (Machiavelli 2013, S. 134)

Insbesondere erscheint es hier so, als seien Fortuna und Gott das Gleiche. An anderer Stelle schreibt Machiavelli, das Glück sei ein „Weib", welches, wenn man es kontrollieren will, man „schlagen und stoßen" muss. Und es sei einem dann gewogen, wenn man weniger bedächtig, sondern mutiger und dreister sei. (Machiavelli 2013, S. 138) Die Schicksalsgöttin Fortuna erscheint als eine wichtige Größe, eine allgegenwärtige Kraft, die zum Guten wie zum Bösen führen kann. Es ist eine Kraft, welche dem Menschen Gelegenheiten bietet und ihn vor Aufgaben stellt. In dem obigen Zitat von Machiavelli liest man, dass das Schicksal von den Menschen selber beeinflusst werden könne, da fortuna nicht alle menschlichen Angelegenheiten kontrolliere. Man muss jedoch diese Chancen erkennen und ergreifen. Dafür braucht man Tatkraft. Dies ist sein Verständnis von virtu. Ohne virtu kann man fortuna nicht widerstehen und die Gelegenheiten nicht ergreifen. (Diesner 1993, S. 179-180) Wie man am obigen Zitat sehen kann, ist virtu für Machiavelli die „menschliche Willenskraft".

Im sechsten Kapitel des Principe bezieht sich Machiavelli auf die Taten „großer Männer" wie Moses oder Cyrus. Sie hätten virtu gehabt, Tatkraft, und hätten die Gelegenheiten, welche sich ihnen boten, ergriffen und sie genutzt, um das Schicksal nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Zu seiner Zeit jedoch sieht er solche Tugenden bei den Herrschern Italiens nicht, worauf ich in späteren Kapiteln noch weiter eingehe. So spielt die Tugend der Tatkraft eine wichtige Rolle in Machiavellis Denken; denn er stellt sich die Frage, wie ein Fürst seine Herrschaft stabilisieren kann, um sich von den „wechselnden Launen der ,Fortuna' unabhängig zu machen." (Zantke, S. 104) Die genannten Textstellen sind auch deswegen so bedeutsam, da es sich hier schon andeutet, dass Machiavelli sich in seinem Denken innerhalb des Rahmens der Religion und des Christentums bewegte. Die göttliche Kraft des Schicksals war für ihn omnipräsent. Der Mensch kann mit virtu dies beeinflussen und an diesem Punkt setzt Machiavelli an. Die Zukunft der Gesellschaft und des Staates darf nicht allein den „Launen" der Fortuna ausgesetzt werden. Stattdessen muss selber gestaltet werden, um Stabilität und Dauerhaftigkeit zu erreichen.

Schon die Titel der Kapitel in Machiavellis Werken machen deutlich, dass sein Interesse der Politik und dem Staate gilt, dessen Schicksal und Lauf zu beeinflussen er gedenkt. Die Überschrift des 7. Kapitels des Principe lautet „Von neuen Fürstenstaaten, die durch fremde Unterstützung und durch Glück geworben werden". In diesem Kapitel beschreibt er die Lehren, welche man aus den Taten Cesare Borgias ziehen könnte. Zu Beginn schildert er, dass Cesare Borgia durch das Glück seines Vaters und fremde Waffen zu seiner hohen Stellung gelangt sei. Auch habe er durch Tatkraft, nicht durch Glück, seine Stellung lange bewahrt. (Machiavelli 2013, S. 134)

Virtu ist für Machiavelli sehr stark militärisch geprägt. Es ist die Fähigkeit, für sein eigenes Überleben und das des Staates zu sorgen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Auf den Zusammenhang zwischen Religion und Kriegswesen bei Machiavelli gehe ich in Kapitel 3.2 ein. Die Lehren sind für Machiavelli nun aber aus seinem Scheitern zu ziehen, denn Borgia hatte wegen seiner Naivität nicht die Wahl des Papstes Julius II verhindert, welcher Borgia direkt nach seiner Wahl bekämpfte.

„Der Herzog beging mithin bei dieser Wahl einen Fehler; er ist die Ursache seines eigenen Untergangs geworden." (Machiavelli 2013, S. 134)

Somit war hier keine böse fortuna am Werk, sondern der Grund für das Versagen liegt allein an den Fehlern Borgias. Hier sieht man auch den analytischen Blick Machiavellis. Geschehnisse, deren Ursachen und Gründe nicht direkt deutlich sind, werden nicht sofort einem ungünstigen Schicksal zugeschrieben; stattdessen schaut er auf die menschlichen Handlungen und sucht in diesen die Gründe.

"Ich vergleiche das mit einem gefährlichen Fluss, der, wenn er anschwillt, die Ebene überschwemmt, Bäume und Gebäude umstürzt, Erdreich hier fortreißt, dort ansetzt. Jedermann flieht davor und gibt nach; niemand kann widerstehen. Dennoch können die Menschen in ruhigen Zeiten Vorkehrungen treffen, mit Deichen und Wällen bewirken, daß der Fluß bei hohem Wasser in einem Kanäle abfließen muß , oder doch nicht so unbändig überströmt und nicht so viel Schaden tut. Ebenso geht es mit dem Schicksal, das seine Macht zeigt, wo Willenskraft nicht in geregelter Weise Widerstand leistet, das sich mit Ungestüm dahin kehrt, wo keine Wälle und Dämme vorhanden sind, es im Zaume zu halten. Wenn man Italien betrachtet das der Schauplatz dieser Umwälzungen ist, so wird man ein ebenes Feld finden, ohne Wälle und Dämme. Hätte man dieses Land mit entsprechender Willenskraft verteidigt [...], so hätten jene Überschwemmungen keine solchen Umwälzungen hervorgebracht oder wären erst gar nicht eingetreten." (Machiavelli 2013, S. 134-135)

Mit diesem Zitat von Machiavelli aus dem Principe will ich dieses Kapitel schließen; denn es fasst all jenes zusammen, was ich bis hierhin beschrieben habe: Das Schicksal stellt die Umstände dar, auf die man reagieren muss. Es ist kein böses Schicksal, keine strafende göttliche Macht, welche den Menschen feindlich gegenübersteht. Jedoch ist es omnipräsent, gottesgleich und zeigt die Notwendigkeiten auf. Nun kann darauf mit Tatkraft reagiert werden. Wenn man dies jedoch nicht macht, ist man dem Laufe der Geschehnisse ausgesetzt und muss dies erdulden.1

3 Der Schein und die Herrschaft

"Die Menschen sind so einfältig und hängen so sehr vom Eindruck des Augenblicks ab, daß einer, der sie täuschen will, stets jemanden findet, der sich täuschen läßt." (Machiavelli 2013, S. 99)

Die Menschen lassen sich nach Machiavelli leicht täuschen. Und es ist auch notwendig, die Menschen zu täuschen, denn nur so kann das getan werden, was notwendig für den Erhalt des Staates ist und gleichzeitig die Stabilität nach Innen und den Erhalt der Herrschaft gewährleistet werden. Hierfür spielt die Religion für Machiavelli eine zentrale Rolle. Dies wird in den folgenden Kapiteln aufgezeigt.

Über das Menschenbild Machiavellis verliere ich hier nicht viele Worte, da es ein sehr umfangreiches Thema ist. Jedoch ist es mir wichtig zu erwähnen, dass Machiavelli von der Verdorbenheit, von der Korrumpierbarkeit des Menschen überzeugt ist. Im Gegensatz zu dem der Renaissance ist Machiavellis Menschenbild grundsätzlich negativ: Der Mensch ist egoistisch und auf seinen persönlichen Nutzen bedacht. (Machiavelli 2013, S. 95) Daraus leitet Machiavelli ab, dass es notwendig sei, sich an der Realität zu orientieren. Der Fürst muss die Wirklichkeit erkennen und sich danach richten. Wer sich nur auf das Wort und Versprechen der Menschen verlässt, geht zugrunde. (Machiavelli 2013, S. 95, 128)

"Alles, was von ihm herkommt, muß Mitleid, Treue, Menschlichkeit, Redlichkeit, Frömmigkeit atmen. Und nichts ist notwendiger, als der Schein der letztgenannten Tugenden. Denn die Menschen urteilen im ganzen mehr nach den Augen, als nach dem Gefühle." (Machiavelli 2013, S. 100)

Der Schein, die genannten Tugenden zu besitzen, ist nach Machiavelli wichtig. Noch wichtiger ist jedoch, dass der Fürst sich in seinen Taten nicht danach richten darf, da er ansonsten nicht tun kann, was notwendig ist:

"Ich wage es zu behaupten, daß es sehr nachteilig ist, stets redlich zu sein: aber fromm, treu, menschlich, gottesfürchtig, redlich zu scheinen, ist sehr nützlich. Man muss sein Gemüt so bilden, daß man, wenn es notwendig ist, auch das Gegenteil davon vorbringen könnte. [...] er muß oft handeln, um seinen Platz zu behaupten, wider Treue, wider Menschenliebe, wider Menschlichkeit, wider Religion."(Machiavelli 2013, S. 100)

In diesem Zitat wird nun auch direkt die Religion in Form der Gottesfurcht genannt, welche der Herrscher vorgeben muss zu besitzen. Es ist die Aufgabe des Fürsten, alles Notwendige zu tun, um das Überleben des Staates zu sichern. Denn erst dadurch könne in ihm Sicherheit herrschen, die Gesellschaft und somit Moral entstehen. (Machiavelli 2013, S. 101)

Nach Hoeges ist der Schein bei Machiavelli eine Notwendigkeit für den Erwerb und den Erhalt der Macht. Es geht um die Selbstlegitimation der Herrschaft durch die Überhöhung des Fürsten, welche vor allem dort notwendig ist, wo keine religiösen Bande die Herrschaft sichern, wo keine dynastische Selbstlegitimation vorherrscht. So sei der Herrscher von da an von nichts abhängig, weder von Natur noch Gott noch von Traditionen, nur noch von der Imagination. So sei es fast nicht möglich, bei der Analyse der Herrschaft der Fürsten Machiavellis den Schein von der Wirklichkeit zu trennen. Macht bestünde zum großen Teil aus Schein. (Hoeges 2000, S. 189) So müsse die Wirklichkeit des Fürsten mit dem Ideal eines Herrschers in Übereinstimmung gebracht werden. Der Schein habe die Funktion, die mangelhafte Wirklichkeit auszugleichen. Idealerweise würde der Schein sogar die Gleichheit von Wirklichkeit und Ideal vortäuschen. So sei der Schein eine Notwendigkeit für die Herrschaft. (Hoeges 2000, S. 183)

Diese Sicht von Hoeges lässt sich auch dadurch unterstützen, dass sich Machiavelli in seinen Beispielen der Antike bedient, wobei er ein besonderes Augenmerkt auf die römische Antike legt, welche nach Machiavelli noch gläubig war und die Religion sinnvoll einsetzte, was ich im nächsten Kapitel erläutere. Für Machiavelli jedoch ist das Italien seiner Zeit ein zerrissenes Land, in welchem die Bande zwischen den Menschen zerbrochen sind und auch die Religion Schaden genommen hat (Siehe Kapitel 4). Der Herrscher aber muss den Glauben in der Gesellschaft erhalten und selber den Schein der Frömmigkeit erwecken. Aber warum ist die Religion für eine Gesellschaft wichtig?

3.1 Die Religion als Mittel für die Aufrechterhaltung der Ordnung im Staate

„Der Fürst sei also nur darauf bedacht, zu siegen und den Staat zu erhalten: die Mittel werden immer für ehrenvoll gelten und von jedermann gelobt werden, denn der große Haufe hält es immer mit dem Scheine und mit dem Ausgange."(Machiavelli 2013, S. 101)

Diese Sicht des Principe, welcher Machiavellis grundlegend negative Anthropologie zugrunde liegt, wird in den Discorsi jedoch weiter ausgeführt. So nennt er das dreizehnte Kapitel in dem ersten Buch der Discorsi „Wie die Römer die Religion benutzten, um den Staat zu ordnen, ihre Unternehmungen zu fördern und Aufstände zu unterdrücken." (Machiavel und Oppeln-Bronikowski 2000, S. 59) So beschreibt Machiavelli ohne Umschweife, in welcher Rolle er die Religion in der Gesellschaft sieht: als ein Ordnung stiftendes Mittel. Als Beleg für seine These legt Machiavelli ein Beispiel aus dem antiken Rom dar: die Auslegung der Auspizien durch die Römer:

[...]


1 Ritter, Gerhard: Machtstaat und Utopie, München/Berlin 1943 hat weiter über den Verfall der Sitten im 13. Jahrhundert geschrieben und welche Auswirkung dies auf den Glauben an eine von Gott gesteuerte Welt hatte. „Ohne Gottvertrauen in irdischen Belangen musste der politisch Handelnde des Renaissancezeitalters auf die Kraft seines Willens vertrauen" (Zantke, S. 194-195)

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung der Religion bei Machiavelli
Hochschule
Universität Potsdam
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V974393
ISBN (eBook)
9783346323323
ISBN (Buch)
9783346323330
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, religion, machiavelli
Arbeit zitieren
Timon Sautter (Autor), 2019, Die Bedeutung der Religion bei Machiavelli, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974393

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