Ich versuche hier die inneren Zusammenhänge der Nationalsozialistischen Philosphie darzustellen.Denn nur wenn man die kennt und sieht, kann man vielleicht verstehen, wie es zu solchen Greueltaten im Land der Dichter und Denker kommen konnte. Und vielleicht hilft es dabei, zukünftig so etwas zu verhindern.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Menschenbild im Nationalsozialismus
2. Die drei großen Gruppen von Rassen
3. Das verdrehte Menschenrecht
4. Verwirklichung des Menschenbildes
5. Psychologische Hintergründe
6. Das nationalsozialistische Menschenbild als Grundlage der Erziehung
7. Das Führerprinzip
8. Moralauffassungen im NS-Staat
9. Die SS-Tugenden des neuen deutschen Menschen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert das nationalsozialistische Menschenbild, wie es in Adolf Hitlers "Mein Kampf" sowie in weiteren ideologischen Schriften und Reden propagiert wurde, und untersucht dessen Auswirkungen auf Moral, Erziehung und politische Praxis im Dritten Reich.
- Die rassistische Einteilung der Menschheit in unterschiedliche Wertigkeiten
- Die Rechtfertigung von Eroberungskriegen durch den "Kampf um Lebensraum"
- Die Radikalisierung der Eugenik und die Abkehr von humanistischen Werten
- Die Rolle des Führerprinzips bei der Organisation von Staat und Gesellschaft
- Die psychologischen Mechanismen der Projektion innerhalb der NS-Führungsriege
Auszug aus dem Buch
Die drei großen Gruppen von Rassen
Die Nationalsozialisten unterschieden drei große Gruppen von Rassen mit einem jeweils dazugehörigen Menschentyp
"Von grundlegender Bedeutung für das Staats-, Kultur- und Bildungsideal ist hier nun die Art, wie Rassen und Völker diesen Kampf um ihren Lebensraum bestehen. Die einen suchen diesen durch Bedürfnislosigkeit, Fügsamkeit, Zähigkeit, vielfach auch Fleiß und allmähliches unmerkliches Eindringen in schon bevölkerte Räume auszufechten. Sie zeichnen sich durchgehends durch eine außerordentliche Fruchtbarkeit aus, aber vermeiden möglichst den offenen Kampf zur Sicherung des Lebensraumes für ihre Nachkommen.
Zu diesen 'Kuli- oder Fellachenrassen«' gehört die Überzahl der Bevölkerung des Erdballs, das Gros der farbigen Menschen Asiens und Afrikas und das ostbaltisch-ostisch innerasiatische Volkstum Russlands.
Ein kleiner, aber mächtiger Teil der Erdbevölkerung wählte den Weg der Parasiten. Er sucht sich durch intelligente und heuchlerische Einfühlung und Überlistung in bodenständigen Volkstümern einzunisten, diese mit händlerischer Schlauheit um den Ertrag ihrer Arbeit zu bringen und durch raffinierte geistige Zersetzung der Selbstführung zu berauben. Die bekannteste und gefährlichste Art dieser Rasse ist das Judentum.
Die dritte Gruppe endlich führt den Kampf offen, mit Wagemut und selbstbewusstem Einsatz rassischer Kraft. Sie umfasst die aus-gesprochenen Herren- und Kriegerrassen. Sie ringen mit der Natur, um ihr Nahrung und Schätze des Bodens abzugewinnen, erst als Jäger, dann als Hirten und Bauern. Aber sie greifen auch zum Schwerte, wenn man sie ihrer Freiheit berauben will oder andere, insbesondere niedere Rassen, ihrem Nachwuchs einen Lebensraum streitig machen wollen, den diese ungenügend zu nutzen wissen. Nur diese Rassen haben sich als kulturschöpferisch und staatenbildend erwiesen. Die bedeutsamste unter ihnen ist die nordische geblieben, die sich mit ihrer Arbeits- und Wehrkraft über die Hälfte des Erdballes erobert und mit ihrer Technik und Wissenschaft ihn heute fast ganz unterworfen hat, das Vorvolk dieser Rasse aber ist die deutsche". (Dok. 16)
Zusammenfassung der Kapitel
Das Menschenbild im Nationalsozialismus: Einführung in die völkische Weltanschauung, in der das Individuum nur als Teil einer Rasse betrachtet wird.
Die drei großen Gruppen von Rassen: Darstellung der rassischen Einteilung in "Parasiten", Unterwürfige und sogenannte Herrenrassen.
Das verdrehte Menschenrecht: Analyse der Umdeutung grundlegender Menschenrechte hin zu einem Gebot der Rassenreinheit.
Verwirklichung des Menschenbildes: Erläuterung der praktischen Konsequenzen, insbesondere durch Vernichtungskriege und Euthanasie.
Psychologische Hintergründe: Untersuchung der Projektionsmechanismen und der Diskrepanz zwischen ideologischen Idealen und der Realität der NS-Führungsfiguren.
Das nationalsozialistische Menschenbild als Grundlage der Erziehung: Dokumentation der harten, anti-intellektuellen Pädagogik zur Züchtung einer "heroischen" Jugend.
Das Führerprinzip: Erläuterung der autoritären Hierarchiestruktur, die das gesamte gesellschaftliche Leben durchdrang.
Moralauffassungen im NS-Staat: Aufzeigen der Abkehr von christlichen und humanistischen Werten zugunsten einer radikalen, rasseorientierten Ethik.
Die SS-Tugenden des neuen deutschen Menschen: Verdeutlichung der unmenschlichen Ideologie anhand von Reden Heinrich Himmlers.
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Menschenbild, Rassenlehre, Ideologie, Mein Kampf, Führerprinzip, Antisemitismus, Erziehung, Moral, Lebensraum, Eugenik, Rassentrennung, Propaganda, Herrenrasse, Weltanschauung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Menschenbild, das der nationalsozialistischen Ideologie zugrunde lag und wie dieses die politische und moralische Ordnung des NS-Staates prägte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Rassenlehre, der Erziehungsideologie, dem Führerprinzip und der bewussten Abkehr von humanistischen Moralvorstellungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die ideologischen Fundamente des NS-Staates aufzuzeigen, die zur Entmenschlichung politischer Gegner und zur Rechtfertigung der Gräueltaten führten.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf der Analyse zeitgenössischer Dokumente, insbesondere Auszügen aus Hitlers "Mein Kampf" sowie Reden von Heinrich Himmler, um die Ideologie im Originalwortlaut zu erfassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die rassistische Typisierung von Menschen, die Anwendung des Führerprinzips, die spezifische NS-Pädagogik und die radikale moralische Umwertung im Kontext der SS-Ideologie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Nationalsozialismus, Rassenlehre, Ideologie, Führerprinzip, Erziehung und die radikale Umdeutung von Werten wie Gut und Böse.
Wie begründeten die Nationalsozialisten ihre aggressive Außenpolitik ideologisch?
Die Eroberungspolitik wurde durch das Konzept des "Kampfes um Lebensraum" legitimiert, wobei die "Herrenrasse" den Anspruch erhob, sich gegen vermeintlich niedere Völker durchzusetzen.
Welche Rolle spielt die psychologische Ebene in der Betrachtung der NS-Führer?
Der Autor weist darauf hin, dass bei den Nationalsozialisten Projektionen eine zentrale Rolle spielten, bei denen eigene Mängel oder Schwächen auf andere Gruppen projiziert wurden.
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- Wolfram Böttcher (Author), 1999, Das Menschenbild im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97443