Humanismus und Renaissance


Referat / Aufsatz (Schule), 1999

9 Seiten, Note: 13 Punkte


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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Renaissance und Humanismus allgemein

3. Neuerungen auf dem Gebiet der
a) Kunst
b) Wissenschaft
c) Technik
d) Politik

4. Renaissance und Humanismus in Deutschland

5. Zusammenfassung von Renaissance und Humanismus und ihre Wirkung

6. Anhang

7. Literaturverzeichnis

8. Erklärung

Vorwort

Die Renaissance war das Zeitalter der Wiedergeburt der Künste, Wissenschaft und des antiken Wissens. Aufgrund der Bedingungen, die das ausgehende Mittelalter hinterließ, konnte man sich mit den Lösungen und Problemen der Menschheit beschäftigen, ohne irgendwelche Grenzen des Glaubens zu zerstören oder zu durchdringen. Allerdings war die Kirche immer noch sehr mächtig und versuchte, alle ihr nicht genehmen Theorien als ketzerisch zu Brandmarken und sie zu verbieten. Doch der Drang nach Wissen und der ungebremste Forscherdrang konnte dadurch nicht aufgehalten werden. Berühmte Persönlichkeiten wie Kopernikus, Galilei und Kolumbus prägten diese Zeit, sie brachten alte Weltbilder ins wanken und bescherten der Menschheit neue Erkenntnisse und Gebiete. Allerdings war es auch die Zeit der Politik, die sich, vor allen in den italienischen Stadtrepubliken, am antiken Vorbild orientierte und Durch Theoretiker wie Machiavelli ihre Blüte erreichte. Diese Zeit war auch das goldene Zeitalter der Kunst und Kultur. Viele bedeutende Bauwerke wurden von Meistern wie Leonardo da Vinci und Michelangelo geschaffen, technische Entwicklungen wie die Buchpresse führten zur ersten allgemeinen Bildung und Verbreitung der Lyrik und Prosa.

Die Zeit der Renaissance wurde gern als Goldenes Zeitalter bezeichnet, eine Bezeichnung, die Anbetracht ihrer Lage nach dem Mittelalter ein riesiger Fortschritt in der Geschichte der Menschheit war.

2. Die Renaissance un der Humanismus allgemein

Der Begriff Renaissance stammt aus dem Französischen und bedeutet Wiedergeburt. Er bezeichnet das Wiederaufleben des Interesses an der Kunst und Kultur der Antike, sowie auch der Zeit der großen Entdeckungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Renaissance hatte ihre Ursprünge im Italien des 14 Jahrhunderts und erfasste im 16 Jahrhundert ganz Europa. Sie brachte zahlreiche tiefgehende Veränderungen mit sich. Zum einen brachen die alten Strukturen von Herrschaft und Wirtschaft auf, die feudale Hierarchie, die ganz auf Landwirtschaft ausgerichtet war, wich der Stadt- Landwirtschaftsbeziehung, die für dieses Zeitalter so prägend war. Der Einfluß der Kirche ging allmälig zurück, allerdings blieb sie weiterhin zentrales und bestimmende Element des damaligen Lebens. Mit Entwicklung der Städte wurde der Handel immer wichtiger was dazu führte das sich in den Städten das Geld ansammelte und auch Ideen und Gedanken aus fernen Ländern ihren Einfluss fanden. Durch das erwirtschaftete Geld wurde die Vormachtstellung der Kirche auf kulturellem und erzieherischem Bereich zurückgedrängt und weltliche Einrichtungen übernahmen ihren Platz.

Die Renaissance als Epoche mit diesem Namen wurde erst im 19. Jahrhundert festgelegt. Der Historiker Jules Michelet gebrauchte ihn erstmals 1855 in seinem Buch Entdeckungen von Welt und Mensch im 16. Jahrhundert. In seinem Buch schreibt er, dass es die Zeit der Geburt des Individuums war, welches sich an der Entwicklung der Vor und Nachnamen zu dieser zeit zeigte. Der Mensch wurde sich selbst als Individuum bewußt und versuchte sein leben danach auszurichten. Allerdings schreibt Michelet weiter, dass die Entwicklung dieser Epoche ohne die klösterlichen Abschriften der antiken Quellen im Mittelalter nicht möglich gewesen wäre. Denn aus diesen Quellen schöpfte man Wissen über Moral, Grammatik, Algebra und Rhetorik.

Ein anderer Historiker mit dem Namen Jacob Burkhard definierte die Renaissance als Zeitraum zwischen den Maler Giotto und Michelangelo und betrachtete vorwiegend den künstlerischen Aspekt.

Es gab Fortschritte auf dem Gebiet der Mathematik, insbesondere in der Astronomie; in der Theologie (mit den verschiedenen Richtung Scholastik, Scotismus und Thomismus), der Medizin mit den Medizinischen Fakultäten in Salerno und Montpellier und der Philosophie, die sich nun auf die antiken Quellen bezog und die Theorien der Philosophen untersuchte. Die italienische Renaissance war ein rein städtisches Phänomen, wobei die Städte Florenz, Ferrara, Mailand, Venedig und Rom zu nennen sind. Diese Städte konnten durch ihren Reichtum die Kunst fördern und viele neuartige Ideen verwirklichen, da die Herrschaft dieser Städte den Bürgern oblag, die von je her liberaler als der Adel waren.

Aber die Renaissance ist auch Durch einem Bruch mit alten Traditionen gekennzeichnet. Auf dem Gebiet der Histographie gab es einen Bruch, wobei sich die Geschichtsschreibung auf die weltliche, von der antiken Staatsauffassung geprägten Einteilung stützte. Die Einteilung der Geschichte nach christlichem Vorbild (also Schöpfung, Menschwerdung Christi, Warten auf das jüngste Gericht) wurde abgelehnt. Statt dessen gliederten sie die Geschichte in Altertum, Mittelalter und das goldene Zeitalter der Renaissance. Weiterhin verurteilten sie das

Mittelalter als barbarischen dunkle Zeit ohne jede Kultur und Zivilisation. Modellcharakter hatten auf diesem Gebiet die Werke von Machiavelli (Istorie fiorentine) und Guicianardi`s Storia d ´ Italia.

Ein weiteres tragendes Element der Renaissance war der Humanismus. Dieser befasste sich mit dem Studium antiker Texte und Traktate, zu nennen sind dabei die Dialoge Platons, die Werke von Herodot und Thuklydes. Diese Entwicklung wurde vor allen Dingen durch die byzantinischen Gelehrten hervorgerufen, die das Griechisch als neue Wissenschaftsprache einführten und maßgeblichen Anteil an der Gründung der Platonischen Akademie in Florenz hatten. Das Ziel des Humanismus war es, dass der Mensch freier und gebildeter werden sollte. Diese Entwicklung wurde durch die Stadtstaaten und ihre Herrscher, zum Beispiel die Medici aus Florenz, die Sforza aus Mailand, die Herzöge von Urbino und die venezianischen Dogen gefördert. Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen humanitas - Menschlichkeit ab, was die Anknüpfung und Verbindung zur Antike verdeutlicht. Beim Humanismus stehen die Würde und der Wert des Menschen im Vordergrund und wurden Hauptsächlich durch den neu entstandenen Buchdruck verbreitet. Die Begründer des Humanismus waren vor allem Dante Alighieri, Boccaccio, Francesco Petrarca und Pico de la Mirandola.

Die Renaissance und der Humanismus hatten gemeinsame Ziele. Diese Ziele waren: die Freiheit der Bürger und des Staates nach innen und außen; die Verwirklichung der Tugenden des Menschen wie Pflichtbewußtsein, Gerechtigkeit und das Bürgerideal der Freiheit; Bildung und Erziehung der Jugend nach antikem Vorbild auf Grundlage antiker Quellen; und schließlich das Ziel des Homo Universalis - des universalen Menschen der durch seine allseitige Bildung für alle Aufgaben geeignet war.

3. Die Renaissance war eine Epoche voller Neuerungen und Fortschritte

In der Kunst entstanden Philologie (Erforschung von Grundzügen der Literatur) und Epikrafik auf Grundlage der Antike. 1420 entdeckte Brunelleschi die Perspektive und Masacio wendete sie erstmals in voller Perfektion an und schuf bedeutende Gemälde. Donatello, ein sehr kreativer und begabter Künstler, schuf den David - die erste lebensgroße Bronzestatue nach der Antike. Mantega und Bottichelli schufen Portraits und Büsten bekannter Persönlichkeiten und brachten ihre Kunst in einzigartigen Landschafts- und Schlachtenpanoramen ausdruck. Die Ideale der Proportion wurden schließlich durch Künstler wie Raffael. Michelangelo und Leonardo da Vinci umgesetzt. Leonardo da Vinci. Dieser Name ist auch heute noch Inbegriff für Kreativität, Perfektion und Einfallsreichtum nicht nur auf dem Gebiet der Kunst, sondern auch in der Wissenschaft.

Ein berühmter Vertreter der Renaissancekunst ist Michelangelo. Er wurde am 6.3.1475 unter dem Michelagniolo di Ludovico di Lionardo di Buoanarotti Simoni als Sohn eines florentiner Beamten in Caprese geboren. 1489 begann er seine Ausbildung zum Maler und Bildhauer in den Gärten der Medici. In dieser Zeit traf er an der Platonischen Akademie mit führenden Philosophen, Dichtern und Gelehrten zusammen die sein weiteres Schaffen nachhaltig prägten. In den Jahren 1496 bis 1501hielt sich Michelangelo erstmals in Rom auf, wo er die Pieta, eine Marmorgruppe des sterbenden Jesus schuf. 1501 kehrte er nach Florenz zurück und schuf dort imöffentlichen Auftrag das Hauptwerk seiner Frühzeit, die monumentale Marmorstatue (4,36 Meter) des David,deren Original man heute in der Galleria dellÀccademica in Florenz besichtigen kann. Papst Julius II. rief ihn 1505 nach Rom, damit er das Päpstliche Mausoleum mit Marmorstatuen prunkvoll ausschmücken sollte. Von diese Marmorstatuen sind die des Siegers, des Moses (San Pietro in Vincoli, Rom 1513-1516), des sterbenden Sklaven und des gefesselten Sklaven (Louvre, Paris 1513-1517) und die sogenannten Bobolisklaven. Michelangelo verließ Rom und kehrte im Jahre 1508 zurück um mit der Deckenausmalung der Sixtinischen Kapelle zu beginnen. Der Medicipapst Leo X. beauftragte ihn mit der Fassadenausgestaltung von San Lorenzo in Florenz und Michelangelo übersiedelte 1534 endgültig nach Rom, wo er das monumentale Fresko Das Jüngste Gericht schuf. 1546 wurde er mit der Bauleitung für den Petersdom betraut die er bis zu seinem Tod am 18.Februar 1564 ausführte.

Auf dem wissenschaftlichen Gebiet erlebte die Renaissance ihre wahre Blüte. In dieser Zeit wurden die Werke der berühmten Ärzte Hippokrates (Eid des Hippokrates) und Galen (,,Die Dosis macht das Gift") übersetzt, die große Fortschritte auf dem Gebiet der Anatomie und Medizin einbrachten. Die Mathematiker fanden einen Weg zur Lösung der Gleichungen dritten Grades. Nikolaus Koperikus und Johannes Kepler brachten mit ihren Astronomischen Theorien das gesamte Weltbild zum Einsturz und schufen die Grundlage der modernen Astronomie. Forschungsreisen außerhalb Europas mit der Entdeckung Amerikas waren der Höhepunkt der geographischen Kenntnisse dieser Zeit, die durch die Werke der griechischen Geographen Ptolemäu s und Strabo vervollständigt wurden. Mit Erfindung des Buchdruckes konnten Schriften in Windeseile verbreitet werden und das Schrift und Bildungsmonopol der Kirche war endgültig gefallen. Durch die Interpretation des Römischen Rechtes legte man zum ersten mal ein allgemeingültig Recht in einigen Stadtstaaten fest.

In der Politik gab es ebenfalls tiefgreifende Veränderungen. Die italienischen Stadtstaaten waren bestrebt ihre Länder zu Territorialstaaten auszubauen. Diese Tendenz griff später auch auf England, Frankreich und Deutschland über und prägte das Bild Europas über Jahrhunderte. Durch die Entdeckung des Schießpulvers ab Mitte des 15 Jahrhunderts änderte sich die Kriegsführung grundlegend. Schwere Artillerie wurde gegen die Mauern der Burgen und Städte eingesetzt, tragbare Feuerwaffen ersetzten die Bogenschützen und Kavallerie. Da die Verwendung dieser Waffen nicht sehr einfach war mussten Spezialisten ausgebildet werden was zur Bildung stehender Heere führte. Aber als Gegengewicht zur Kriegsführung bildete sich die moderne Diplomatie und Politik heraus. An dieser Stelle möchte ich auf einen berühmten Vertreter der Politik dieser Zeit eingehen.

Dieser Vertreter ist Niccolo Machiavelli. Er wurde am 3.Mai 1469 in Florenz geboren und war während seines Lebens als Historiker, Staatsmann und politischer Philosoph tätig und viele Werke über Politik und Geschichte verfasst. 1498 war er Staatssekretär für Außen und Verteidigungspolitik der Republik Florenz. Von 1503 bis 1506 war er für die Reorganisation der militärischen Verteidigung der Republik Florenz verantwortlich. Dabei kam er zu der Erkenntnis das ein stehendes Heer aus Florentinern eindeutige Vorteile gegenüber einem Söldnerheer hat, da sich Söldner auf die Seite der besten Bezahlung stellen. 1514 geriet er in Konflikt mit den Medici, die inzwischen die Macht in Florenz an sich gerissen hatten und wurde auf sein Landgut in der Toscana verbannt. Dort Schrieb er sein Hauptwerk mit dem Namen Il Principe - Der Fürst. In diesem 1532 erschienen Werk beschreibt er, wie ein Fürst Politische Macht erwerben und erhalten kann. Dieses Buch wurde später jahrhundertelang als Pflichtlektüre für angehende Herrscher eingesetzt. Damit war Machiavelli Begründer des politischen Realismus. Ich habe ein Zitat das diese Bedeutung untermauert. ,, Ist es besser, geliebt zu werden als gefürchtet, oder verhält es sich umgekehrt? Die Antwort lautet, das beides erstrebenswert ist; da man jedoch beides nur schwerlich miteinander verbinden kann, ist es viel sicherer, dass ein Fürst gefürchtet wird, als dass er geliebt wird, wenn er schon beides nicht zugleich erreichen kann." Außerdem verfasste er das Buch Dell'arte guerra (Von der Kriegskunst), das die Vorteile der Wehrpflicht gegenüber den Söldnerheeren darlegt und die Istorie fiorentine, die als erste die Chronik der Stadt aus der historischen Kausalität heraus interpretiert. Machiavelli starb am 21.Juni 1527 auf seinem Landgut, ohne dass nur ein einziges seiner Werke veröffentlicht war.

Auch in der Religion kam es zu Umwälzungen. Die kirchlichen Würdenträger hatten ihre Moralvorstellungen der zivilen Ethik angepasst, dass heisst, wie es eine historische Quelle darstellt, das ,, Päpste, Kardinäle und Bischö fe kaum in ihrem Handeln von Kaufleuten zu Unterscheiden sind". Trotzt dieser Verweltlichung blieb das Christentum weiterhin ein zentrales Element des Lebens. Das hatte eben zur Folge, dass sich viele Humanisten mit theologischen Fragen beschäftigten, ein Beispiel dafür wäre Erasmus von Rotterdam.

4. Renaissance und Humanismus in Deutschland und Europa

Der Humanismus in Deutschland hatte in ihrem Vordergrund einen lehrhaft - pädagogischen Aspekt. In Süddeutschland entstanden Städteschulen und Universitäten, die sich zu Zentren des Humanismus in Deutschland entwickelten. Die Humanistische Richtung in Deutschland prägte sich in drei Richtungen aus: 1. Die Nationale Richtung; in ihr kam das Interesse an der deutschen Geschichte zum Ausdruck, das im ersten Geschichtsbuch ,,Germania" auftauchte. Ein Hauptvertreter dieser Richtung war Ulrich von Hutten, der seinen Nationalstolz mit dem Hass auf die Römische Kurie vermischte. 2. Die wissenschaftlich orientierte Richtung; diese Richtung wurde vor allem durch Johannes Reuchlin wissenschaftliche Studien förderte und Grammatiken schrieb. Aufgrund des mangelnden Interesses an wissenschaftlichen Interesse wurde diese Richtung vernachlässigt und schließlich vergessen. 3. Die Synthese aus Klassischer Bildung und Christentum; der Hauptvertreter Erasmus von Rotterdam verfasste viele Texte, die die Reformation vorbereiteten. Die Kirche und Gesellschaft sollten durch Vernunft von den Resten des Mittelalters gereinigt und verschmolzen werden. Diese Zeitkritik entsprach dem Reformprogramm, dass die Reformation vorbereitete und Stärkte. Durch die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg führte zur weltweiten Verbreitung des Humanismus über Flugblätter und Bücher. Ein Nebeneffekt war die Erhöhung der Lesefähigkeit der Bevölkerung. Auch der Staat konnte durch den Buchdruck Gesetze, Erlasse und Verordnungen bekannt geben.

In dieser Zeit wurden die Anfänge systematischer Naturforschung gelegt und die Beobachtung von Naturphänomenen wurde durch mathematische Methoden bewiesen und erweitert. Hier ist Gallileo Gallilei zu nennen, der durch die Beobachtung des Himmels die Jupitermonde Io und Gaynemed entdeckte und mathematisch ihre Existenz bewies. Allerdings wurde er von der Kirche dazu gezwungen, sein Theorien zu widerrufen und keine Naturforschungen mehr anzustellen. Auch die Entdeckungen von Kopernikus, der das Heliozentrische Weltbild entwickelte und die Elipsenberechnung von Johannes Kepler wurden von der Kirche verfolgt, aber sie konnte nicht mehr widerrufen werden. Man kann also in dieser Zeit die Mathematisierung der Natur und die analytischen Forschungsmethoden erkennen, die später allgemein verwendet wurden und heute noch verwendet werden. Durch die Entdeckung neuer Kontinente wurden sowohl neue Rohstoffe, zum Beispiel Mais, Kartoffeln, Gewürze; als auch neue Gebiete zur Kolonialisierung erschlossen, die die Grundlage spätere Weltreiche bildeten. Die Bevölkerung nahm im 16. Jahrhundert in Europa von 60 Mio. auf 90 Mio. zu, was den Prozess der Städtebildung weiter förderte. Auch entstanden die ersten Vorformen eines Ständesystems, dass später vollends ausgeprägt wurde.

Durch erworbenen Reichtum konnte man in dieser Zeit gesellschaftlich aufsteigen und Reich und mächtig werden, die Folge war ein Einflussverlust des Alten Adels. Einer dieser Aufsteiger war Jakob Fugger. Er hatte durch Finanzgeschäfte und ein riesiges Wirtschaftsimperium soviel Geld angehäuft, das er vom Kaiser, der bei ihm Kredite besaß, zum Reichsgrafen gemacht wurde. In der Landwirtschaft entstanden Großbetriebe die nicht mehr auf Eigenversorgung ausgerichtet waren, sonder mit dem Ziel eines Verkaufsüberschußes arbeiteten. Aus diesem Grund stiegen die Anbaumengen rapide an was zur verstärkten Herausbildung des Groß- und Fernhandels führten.

5. Die Auswirkungen von Renaissance und Humanismus

Während der ganzen Renaissance war ein Aufblühen von Kultur, Wissenschaft und Technik zu verzeichnen. Man hatte, wie man sagte, das ,,Dunkle Mittelalter" überwunden und war in das ,,goldene Zeitalter" der Renaissance und damit der Neuzeit vorgestoßen. Es wurden neue politische Prinzipien geschaffen und verbreitet. Der Humanismus führte schließlich zur Beschäftigung mit Religion und Philosophie, eine Grundlage für das entstehen der Reformation die ohne diese Vorarbeit nicht möglich gewesen währe. Aber es gab auch Umwälzungen von europäischen Einfluß. So entstanden in dieser Zeit sowohl die Territorialstaaten als auch ein aufstrebendes Bürgertum in den Städten. Umstrukturierung der Gesellschaft und vielfache Revolten waren die Folge großer Verwandlungen in der Bevölkerung, so zum Beispiel durch das Bevölkerungswachstum und die Abgrenzung verschiedener Bevölkerungschichten. Neue Kontinent, Tiere und Pflanzen wurden entdeckt und nach Europa gebracht und hier angesiedelt, so stammt zum Beispiel die Kartoffel aus Amerika und im Gegenzug brachten die Europäer Pferde nach Amerika. Die Grundlagen heutiger Wissenschaften wurde gelegt und alte Handschriften und antike Quellen überliefert, die sonst im laufe der Zeit durch natürliche Einflüsse zerstört worden wären. Der Buchdruck und das Schulwesen führte zu einem allgemeinem Anstieg der Bildung und der Lesefähigkeit, allerdings wäre zu sagen, dass ein durchschnittliche Mensch im 16. Jahrhundert in seinem ganzen Leben so viele Informationen aufgenommen hat, wie sie in einer heutigen Wochenendausgabe einer Zeitung enthalten sind.

Viele bedeutende Kunstwerke wurden geschaffen und verbreitet, die heute Weltruhm genießen. Die Malerei und Architektur kamen von schlichten mittelalterlichen Stil zu einer lebensnahen Form, die alles natürlich darzustellen versucht. Zum Schluß dieser Zusammenfassung möchte ich noch Erwähnen das das Ideal der Universalen Menschen meiner Meinung nach in der Person von Leonardo da Vinci verwirklicht worden ist.

6. Anhang

Anhang: Fotografien in Klarsichthülle angefügt

San Lorenzo, Florenz

David, Florenz

Petersdom, Rom

Neptunbrunnen, Florenz

7. Quellenverzeichnis

Daniel Wiesner: Hefteraufzeichnungen. Schuljahr 1999 Microsoft © : Encarta 99. Redwood 1999

Naumann, Franz: Die Renaissance. Metzler und Koch Verlag 1995

Paulsen, Gerd, u.a.: Kleines Gechichtshandbuch Bd.3. Knauer Verlag; 1994

9 von 9 Seiten

Details

Titel
Humanismus und Renaissance
Note
13 Punkte
Autor
Jahr
1999
Seiten
9
Katalognummer
V97449
Dateigröße
405 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Humanismus, Deutschland Italien. Machivallei
Arbeit zitieren
Daniel Wiesner (Autor:in), 1999, Humanismus und Renaissance, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97449

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