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Kabale und Liebe. Die Inszenierung der literarischen Diktatszene

Bühnenadaption und Verfilmungen im Vergleich

Titel: Kabale und Liebe. Die Inszenierung der literarischen Diktatszene

Hausarbeit , 2020 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julia Ziegert (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich sowohl mit Friedrich Schillers Drama "Kabale und Liebe", der Theaterinszenierung sowie der Verfilmung. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Darstellung, Interpretation und Deutung der berühmten Diktatszene in der sechsten Szene des dritten Akts. Insbesondere sollen die Wirkungen und Möglichkeiten einer Dramenadaption in Film und Theater thematisiert und herausgestellt werden. Bevor es zu einer konkreten Analyse kommt, werden die diesbezüglichen Werkzeuge gattungsspezifisch dargestellt. Diese bilden die Grundlage für den daran angeschlossenen Hauptteil.

Wie bedeutend das Diktat in seiner vielfältigen Erscheinungsform ist, wird sichtbar, wenn man sich die Anzahl unterschiedlichster Diktatszenen in der Literatur ansieht. Als Beispiel soll im weiteren Verlauf Friedrich Schillers Drama "Kabale und Liebe" dienen, dessen Uraufführung am 13. April 1784 in Frankfurt am Main stattfand. Seitdem hat das Thema des Dramas nicht an Faszination verloren. Bis heute finden sich auf deutschen Theaterbühnen Inszenierungen des bekannten bürgerlichen Trauerspiels. Die Bandbreite der Inszenierungen ist dabei mannigfaltig und pendelt zwischen den Polen absoluter Texttreue und freier Interpretation.

Gleichzeitig hat das Stück den Sprung auf die große Leinwand schon vor über einhundert Jahren vollzogen. Bereits 1913 wurde Schillers, "Luise Millerin" – so der Originaltitel – erstmalig auf Celluloid gebannt. Weitere bekannte Verfilmungen sind unter anderem die DEFA-Inszenierung von 1959 sowie die ZDF-Verfilmung von Leander Haussmann aus dem Jahr 2005.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Analyse

2.1 Die literarische Diktatszene

2.1.1 Das Diktat

2.1.2 Mündlichkeit und Schriftlichkeit von Diktaten

2.2 Genrespezifika von Drameninszenierung und Verfilmung

2.2.1 Die Theaterinszenierung

2.2.2 Die Literaturverfilmung

2.3 Methodisches Vorgehen und theoretische Grundlage der Analyse

2.3.1 Figurenanalyse / Figurenkonstellation

2.3.2 Besonderheiten bei Aufzeichnungen / Verfilmungen

3. Analyse der Diktatdarstellung in Kabale und Liebe

3.1 Die Diktatszene im Drama

3.2 Die Diktatszene in der Bühneninszenierung von 1976

3.3 Die Diktatszene in der Verfilmung von 2005

3.4 Die Diktatszene in der Verfilmung von 2009

4. Vergleich der Analyseergebnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung, Interpretation und Deutung der Diktatszene in Friedrich Schillers Drama "Kabale und Liebe" sowie deren Umsetzung in einer Theaterinszenierung und zwei Spielfilmen, um die Wirkungen und Möglichkeiten von Dramenadaptionen zu beleuchten.

  • Literarische und mediale Aspekte des Diktats
  • Strukturelle Unterschiede zwischen Theaterinszenierung und Verfilmung
  • Figurenkonstellation und Machtdynamik innerhalb der Diktatszene
  • Vergleich der Inszenierungsansätze (1976, 2005, 2009)

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Diktatszene im Drama

Um die Diktatszene in den beiden Spielfilmen sowie in der Burgtheater-Inszenierung angemessen würdigen zu können, ist zunächst ein Blick auf den Dramentext zu werfen. Dabei ist festzuhalten, dass das Diktat im Drama zuallererst eine Möglichkeit darstellt, „eine schriftliche Botschaft auf der Bühne in Szene zu setzen“.65 Dem Publikum muss der Inhalt des Briefes zugänglich gemacht werden. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, dies zu tun. Zum einen durch das Vorlesen durch den Adressaten, zum anderen durch das Diktat. Im vorliegenden Fall ist jedoch insbesondere darauf Rücksicht zu nehmen, in welcher Art und Weise das Schriftstück zustande kommt. Hier erfährt die berühmte Diktatszene in der letzten Szene des dritten Aktes eine tragische Doppeldeutigkeit, wie ich im Weiteren ausführen werde.

Mit dem Druckmittel, ihre Eltern aufs Schafott zu schicken, zwingt Wurm, der Sekretär des Präsidenten, Luise einen zärtlichen Brief an den Hofmarschall von Kalb zu schreiben. Dieser Brief wird im Anschluss Ferdinand in die Hände gespielt, der auf die Intrige hereinfällt und sich von Luise hintergangen wähnt.

Bereits im Personenregister wird die soziale Trennung zwischen Angehörigen des Hofs sowie dem Bürgertum dargestellt. Als Bindeglied fungiert die Figur des Privatsekretärs Wurm, der zwar bürgerlicher Herkunft ist, aber aufgrund seiner Anstellung sich auch im höfischen Funktionsraum bewegt. Diese Fähigkeit, sich in beiden sozialen Räumen frei bewegen zu können, während dem Musikus und seiner Familie die Zugänge zum Höfischen verwehrt bleiben, verleiht Wurm eine Machtposition.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Bedeutung des Diktats als literarisches Verfahren und Vorstellung von Schillers Drama "Kabale und Liebe" als Analysegegenstand.

2. Grundlagen der Analyse: Theoretische Erörterung der Diktatszene, der Unterschiede zwischen Theater und Film sowie des methodischen Vorgehens bei der Figurenanalyse.

3. Analyse der Diktatdarstellung in Kabale und Liebe: Detaillierte Untersuchung der Diktatszene im Dramentext sowie in der Inszenierung von 1976 und den Verfilmungen von 2005 und 2009.

4. Vergleich der Analyseergebnisse: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Bewertung der Inszenierungsentscheidungen im Hinblick auf die Vorlage.

Schlüsselwörter

Kabale und Liebe, Friedrich Schiller, Diktatszene, Literaturverfilmung, Theaterinszenierung, Dramenanalyse, Macht, Intrige, Figurenkonstellation, Medialität, Adaptation, Figurenrede, Inszenierung, Textdiktat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die berühmte Diktatszene aus Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" und untersucht, wie diese Szene in verschiedenen Medien – als Bühneninszenierung und in zwei Literaturverfilmungen – dargestellt und gedeutet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die mediale Umsetzung von Dramen, die Machtstrukturen und Gewaltakte innerhalb einer Diktatszene sowie der Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und ihrer filmischen bzw. theatralen Adaption.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Wirkungsweise der Diktatszene in unterschiedlichen Inszenierungen zu vergleichen und herauszustellen, wie Regisseure die Dramenvorlage transformieren oder illustrieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autorin nutzt gattungsspezifische Werkzeuge zur Figurenanalyse und Figurenkonstellation sowie medientheoretische Ansätze, um Inszenierungsformen und die Darstellung von Sprache und Gewalt zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Diktatbegriff, Medialität) und eine konkrete Analyse der Szene im Drama sowie in drei spezifischen audiovisuellen Inszenierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kabale und Liebe, Diktatszene, Literaturverfilmung, Macht, Intrige und Dramenanalyse charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Macht in den Verfilmungen im Vergleich zum Original?

Während im Originaltext die Machtausübung eher subtil-psychologisch durch das Diktat erfolgt, weisen die Verfilmungen eine stärkere Sexualisierung der Szene oder eine physische Zuspitzung der Gewalt auf.

Welche Rolle spielt die Wohnung der Millers in der Analyse?

Die Wohnung fungiert als symbolischer Rückzugsort, dessen Verletzung durch Wurm die Machtlosigkeit des Bürgertums gegenüber der adligen Willkür verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kabale und Liebe. Die Inszenierung der literarischen Diktatszene
Untertitel
Bühnenadaption und Verfilmungen im Vergleich
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Julia Ziegert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
32
Katalognummer
V974682
ISBN (eBook)
9783346324740
ISBN (Buch)
9783346324757
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich Schiller Kabale und Liebe Filmanalyse Dramenanalyse literarische Diktat Diktatszene Dikat bürgerliche Drama
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Ziegert (Autor:in), 2020, Kabale und Liebe. Die Inszenierung der literarischen Diktatszene, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974682
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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