Pluralisierung und Individualisierung familialer Lebensformen


Seminararbeit, 1997

16 Seiten, Note: 1,5


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1.0 Gliederung

2.0 Zielsetzung

3.0 Terminologische Klärungen
3.1 Individualisierung
3.2 Pluralisierung

4.0 Pluralisierung und Individualisierung familialer Lebensformen
4.1 Ulrich Beck (1986)
4.2 Bertram/ Borrmann Müller (1988)
4.3 Rüdiger Peuckert (1991)
4.4 Bernhard Nauck (1991)
4.5 Günther Burkart (1995)

5.0 Fazit

6.0 Literaturliste

2.0 Zielsetzung

Seit Mitte der achtziger Jahre hält die Diskussion um die Individualisierung und Pluralisierung familialer Lebensformen an. Teilweise wurde die Funktion von Ehe und Familie in Zweifel gestellt. Hohe Scheidunsgsraten, spätes Heiratsalter, Rückgang der Geburtenzahlen, Zunahme der Einpersonenhaushalte und der kinderlosen Ehen riefen die Politiker aller Parteien auf den Plan. Begriffe wie ,,nichteheliche Lebensgemeinschaft", ,,Lebensabschnittsgefährte", ,,Ehe auf Zeit", ,,commuter Ehe" oder auch ,,living apart together" finden Raum in der öffentlichen und politischen Diskussion. Was von den Einen als Funktionsverlust der Ehe beschrieben wird, sehen die Anderen Als einen Wandel derselben. Was von den Einen als mangelnde Konfliktfähigkeit und schnelles Aufgeben in der Ehe interpretiert wird, sehen die Anderen als Chance eines Qualitätsgewinns der bestehenden Beziehungen. Die Ehen und Lebensgemeinschaften passen sich in Größe und Dauer den ökonomischen Bedingungen an, die durch die Modernisierungsschübe verändert wurden. Ulrich Beck sieht eine Industriegesellschaft, die sich durch Modernisierung selbst überholt und in ihren neuen ökonomischen Bedingungen neue Formen menschlichen Zusammenlebens nach sich zieht.1 Die große Rezeption dieses populärwissenschaftlich interpretierenden Werkes, veranlasste eine Vielzahl von Sozial- und Politikwissenschaftlern, die Individualisierungs- und Pluralisierungsthese zu überprüfen.

Ziel dieser Arbeit ist der Vergleich von solchen Ausführungen, die die eben genannte Tendenzen unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht haben. Die Ergebnisse der herangezogenen Arbeiten bestätigen die Thesen zum Teil vollständig, rücken sie teilweise in ein individualisierungs- und pluralisierungsspezifisches Milieu oder betrachten sie aus einem anderen Blickwinkel, nämlich dem von Kindern. Bei diesem kindzentrierten Blickwinkel stellt sich heraus, dass es in der Betreuungssituation von Kindern eher zu einer Standardisierung und Normierung, als zu einer Pluralisierung oder Individualisierung gekommen ist. Es scheint, dass sich die Trendanalysen aus diesem Blickwinkel nicht bestätigen. Die Wahrscheinlichkeit des Erlebens einer Trennungssituation der Eltern im Alter zwischen 1 und 18 Jahren zu erleben ist relativ gering. Die meisten Ehen, die geschieden werden, gehen in anderen Lebensabschnitten auseinander, als in denen der Kindererziehung. Was angestiegen ist sind kinderlose Ehepaare, die sich für die Zweikarrieren Ehe entschieden haben.

Untersucht werden in dieser Arbeit die Aufsätze und Untersuchungen von Hans Bertram und Renate Borrmann-Müller2, Rüdiger Peuckert3, Bernhard Nauck4, Rosemarie Nave-Herz5 und Günter Burkart6, da sie alle die Frage, um eine Tendenz zur Individualisierung und Pluralisierung in der BRD aus einem speziellen Blickwinkel beantworten. Die Autoren interpretieren nur mäßig und ihre Aussagen gründen auf der empirischen Datenlage, der in den Aufsätzen genannten Untersuchungsergebnisse. Die Methode der vorliegenden Seminararbeit ist insofern eine hermeneutische, da sie auf eigene empirische Auswertungen verzichtet und lediglich bereits bestehende Untersuchungen auf die genannte Fragestellung hin analysiert. Inwieweit die These der zunehmenden oder abnehmenden Individualisierungs- und Pluralisierungstendenzen bestehen bleiben kann, soll im Kapitel 5.0 beantwortet werden.

3.0 Terminologische Klärungen

Die Verfasser der genannten Arbeiten mussten für ihre speziellen Untersuchung viele Fachbegriffe selbst definitorisch klären. Dieser Tatsache wird hier nur insoweit Rechnung getragen, als das der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, sich an der Definition von Ulrich Beck anlehnt, da alle Verfasser ja auch genau diesen Untersuchungsgegenstand untersuchten. Es ist also wichtig, dass man weiß, was es meint, wenn von Individualisierung und Pluralisierung die Rede ist. Die unterschiedlichen Besetzungen des Begriffs Familie, Normalfamilie oder Haushalt werden jeweils im Text geklärt.

3.1 Individualisierung

In Kapitel V der ,,Risikogesellschaft" liefert Ulrich Beck die entsprechenden Begriffsklärung. Es heiß dort im Text : ,,In diesem allgemeinen Sinne meint ,,Individualisierung" bestimmte subjektiv-biographische Aspekte des Zivilisationsprozesses (im Sinne von N. Elias), insbesondere in seiner letzten Stufe von Industrialisierung und Modernisierung (inhaltlich im Sinne von E. Beck-Gernsheim, methodisch im Sinne von K. M. Bolte): Modernisierung führt nicht nur zur Herausbildung einer zentralisierten Staatsgewalt, zu Kapitalkonzentrationen und zu einem immer feinkörnigeren Geflecht von Arbeitsteilung und Markbeziehungen, zu Mobilität, Massenkonsum usw., sondern eben auch - und damit sind wir bei dem allgemeinen Modell - zu einer dreifachen ,,Individualisierung": Herauslösung aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen im Sinne traditionaler Herrschafts- und Versorgungszusammenhänge (,,Freisetzungsdimension"), Verlust von traditionellen Sicherheiten im Hinblick auf Handlungswissen, Glauben und leitende Normen (,,Entzauberungsdimension") und - womit die Bedeutung des Begriffs gleichsam in ihr Gegenteil verkehrt wird - eine neue Art der sozialen Einbindung (,,Kontroll- bzw. Reintegrationsdimension")."7

In einem Modell stellt Beck den drei genannten Dimensionen noch zwei weitere gegenüber, nämlich die der ,,objektiven Lebenslage" und die des ,,subjektiven Bewußtseins". Er möchte im selben Kapitel die Fragestellungen ,, Wie l äß t sich ,,Individualisierung" als Veränderung von Lebenslagen, Biographiemustern fassen? Welcher Zuschnitt von Lebenslagen, welcher Typus von Biographie setzt sich unter entwickelten Arbeitsmarktbedingungen durch?"

3.2 Pluralisierung

Pluralisierung meint im eigentlichen Sinne des Worte ,,Plural" gleich ,,Mehrzahl", dass es zu einer Zunahme von familialen oder außerfamilialen Formen, entgegen der ,,Normalfamilie" mit ,,klassischer" Arbeitsteilung, kommt. Diese Zunahme folgt den neuen ökonomischen und demographischen Notwendigkeiten. Verlängerte Lebenszeiten und eine schwierige Arbeitsmarktsituation führen zu der Freisetzung von industriegesellschaftlichen Männer- und Frauenrollen. Die These von der Individualisierung und Pluralisierung familialer Lebensformen meint also, dass es aufgrund der ökonomischen Notwendigkeiten einer Gesellschaft, die sich durch Modernisierungsschübe einstellen, zu einer Zunahme von individuellen Lebensformen kommt, die jenseits der ,,traditionellen" Rollenvorstellungen liegen.

4.0 Pluralisierung und Individualisierung familialer Lebensformen

4.1 Ulrich Beck (1986)

,,Zur Lage von Männern und Frauen"8 sagt Beck: ,,Die Widersprüche zwischen weiblicher Gleichheitserwartung und Ungleichheitswirklichkeit, zwischen männlichen Gemeinsamkeitsparolen und Festhalten an den Zuweisungen spitzen sich zu und bestimmen mit der durchaus gegensätzlichen Vielfalt ihrer Umgangsformen im Privaten und politischen die zukünftige Entwicklung." Er ist davon überzeugt, dass das Gegeneinander der Geschlechter die nächsten Jahre bestimmt. Die hohen Scheidungsziffern ,,(in Großstädten bereits fast jede zweite, in kleinstädtischen und ländlichen Gebieten ca. jede vierte Ehe) - mit steigender Tendenz" führt zu einem ,,Dschungel elterlicher Beziehungen". ,,Die Daten der offiziellen Scheidungs- und Heiratsstatistik werden durch die Wirklichkeit der sprunghaft gestiegenen Zahl von ,,Ehen ohne Trauschein" (wahrscheinlich) noch übertroffen." Auf der folgenden Seite breitet Beck das Zahlenmaterial aus:

,,Die Richtung der Entwicklung wird dabei durch die Zusammensetzung der Haushalte signalisiert: Immer mehr Menschen leben allein. Der Anteil an Einpersonenhaushalten hat in der Bundesrepublik inzwischen ein Viertel (30 %) überschritten. Im Jahre 1900 lebten in rund 44% aller Privathaushalte fünf oder mehr Personen. 1981 lag der entsprechende Anteil nur noch bei knapp 9%. Dagegen nahm das Zusammenleben in Zweipersonenhaushalten von 15% im Jahr 1900 auf 29% 1981 zu. Bereits zu Beginn der achtziger Jahre lebten also in der Bundesrepublik etwa 7,7 Millionen Menschen (rund 12,5 % der Bevölkerung) allein - mit steigender Tendenz. Allerdings handelt es sich dabei nur zum Teil um Personen , die der Stereotype des ,,Single-Daseins" entsprechen: junge, ledige Berufstätige; in der Mehrzahl dagegen um ältere, verwitwete Personen, überwiegend Frauen (vgl. Statistisches Bundesamt (Hg.), 1983, S. 54ff.)."

Diese Zahlen berücksichtigen nicht, in welchem Lebensabschnitt die Menschen sich scheiden lassen. Auch kommt nicht heraus wie lange die ,,Singles" in dieser Lebensform bleiben und ob dieses Stadium nicht nur ein Übergangsstadium nach, vor oder zwischen einer Beziehung ist. Beck sieht selbst, dass der Zahl geschiedener Ehen ,,immerhin noch zwei Drittel nicht geschiedener Ehen und Familien" gegenübersteht. Die Frage, ob Ehe und Familie einer ausklingenden Epoche angehört beantwortet eher mit einem ,,klaren Jein". In den späteren Auswertungen der Seminararbeit werden verstärkt Kohortenanalysen herangezogen, um die Zahlen von Beck zu überprüfen. Die bis jetzt von Beck genannten Zahlen sagen aus, dass die Haushalte mit fünf oder mehr Personen im Vergleich zum Jahrhundertbeginn durch Zweipersonenhaushalte ersetzt werden. und das die Zahl der Alleinlebenden, die vornehmlich keine ,,Singles", sondern verwitwete Rentnerinnen sind, zugenommen hat. Die Zahl der Einpersonenhaushalte hat sich bis 1991 noch auf 15,5% erhöht.9 Nicht berücksichtigt ist auch die Zahl der Ehepaare oder nichtehelichen Lebensgemeinschaften ohne Kinder. 90% der nichtehelichen Lebensgemeinschaften10 und ca. 42%11 der verheirateten Ehepaare wollen oder können sich keine Kinder leisten. Die Paare, die ein Kind haben bekommen häufig auch noch ein weiteres. Die Alleinerziehenden (9,6%) sind meistens Frauen und haben zum überwiegenden Teil nur ein Kind. Bedenklich sei, so Beck, dass ca. ein Drittel der alleinerziehenden Frauen von der Sozialhilfe leben müsse, während Ehepaare ohne Kinder meistens beide arbeiten könnten, ohne eine Erziehungsfunktion übernehmen zu müssen. Sozialpolitisch birgt es ein großes Konfliktpotential in sich: Familien die Kinder erziehen, ob alleine oder gemeinsam, stehen denen die dies nicht tun, in den meisten Fällen finanziell schlecht gegenüber. 42% aller verheirateten Haushalte waren im Bezugsjahr 1993 Kinder zu teuer! 1991 hatten 90% der nichtehelichen, ledigen Lebensgemeinschaften im kinderfähigen Alter keine Kinder. 1991 lebten jedoch lediglich ca. 7% der Menschen in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, wenn sie im Alter zwischen 20 und 55 Jahren waren. Mit zunehmenden Alter war dieser Trend abnehmend. Mit 20 bis 25 Jahren waren es 9,2% mit 55 Jahren noch 3,4%. Auch die Zahl der Alleinlebenden nahm in dieser Lebensspanne von 17,1% auf 10,2% im Jahr 1991 stetig ab.

Interessant wäre es, zu beobachten, ob dieser Trend zu kinderlosen Lebensgemeinschaften bis ins Jahr 1996 angehalten hat. In Kapitel 5.0 soll dieser Frage Rechnung getragen werden. ,,Besonderheiten im Individualisierungsschub in der Bundesrepublik"12 sieht Beck in seinen Ursachen. Zum einen resultiere der Individualisierungsschub aus einer Freisetzung im sozialen und kulturellen Reproduktionsbereich, die mit einer Veränderung im Produktionsbereich einhergehe: ,, allgemeine Anhebung des Bildungsniveaus und des verfügbaren Einkommens, Verrechtlichung von Arbeitsbeziehungen, Veränderungen in der sozialen Zusammensetzung etc. bei Beibehaltung wesentlicher sozialer Ungleichheitsrelationen (vgl. zuletzt Bolte / Hradil 1984; Schäfer 1985)." Weiter unten heißt es: ,,Ein zweiter Kristallisationspunkt liegt in der Veränderung der Lage der Frauen. Die Frauen werden aus Eheversorgung - dem materiellen Eckpfeiler der traditionellen Hausfrauenexistenz - freigesetzt. Damit gerät das gesamte familiale Bindungs- und Versorgungsgefüge unter Individualisierungsdruck. Es bildet sich der Typus der Verhandlungsfamilie auf Zeit heraus, in der die bildungs-, arbeitsmarkt- und beruforientierten Individuallagen, soweit sie nicht von vornherein außerfamiliale Lebensformen vorziehen, ein eigenartig widerspruchsvolles Zweckbündnis zum geregelten Emotionalitätsaustausch auf Widerruf eingehen."

Die Konsequenz dieser Freisetzungen beschreibt Beck im gleichen Kapitel: ,,... und die Individuen werden innerhalb und außerhalb der Familie zum Akteur ihrer marktvermittelten Existenzsicherung und ihrer Biographieplanung und -organisation." Es sei darauf hingewiesen, dass Burkart (vgl. Kapitel 4.5) diesen Thesen widerspricht. Die Ausdifferenzierung von ,,Individuallagen" geht in einer Gleichzeitigkeit von Individualisierung, Institutionalisierung und Standardisierung einher. Letztlich wird ,,Individualisierung zur fortgeschrittensten Form markt-, rechts-, bildungs- usw. -abhängiger Vergesellschaftung."13

Inwieweit die von Beck skizzierten Zustände zutreffen wird in den folgenden Kapiteln anhand der bereits zitierten Literatur erörtert.

4.2 Bertram / Borrmann Müller (1988)

In der Einleitung grenzen die Autoren den Blickwinkel ihrer soziologischen Betrachtungen ein. Die Veränderungen familialer Strukturen werden als Bedeutungswandel oder Strukturwandel beobachtet. Dieser Blickwinkel ist dem der Defizitperspektive, aus im Text genannten Gründen, überlegen und ermöglicht ein nicht normatives Beobachten. Ziel ist eine Untersuchung der Individualisierungs- und Pluralisierungshypothese von Ulrich Beck.. Das zweite Kapitel beschäftigt sich vor allem mit einem Strukturwandel durch sozialstrukturelle Ausdifferenzierung. Auslöser dafür sind wachsende Pluralisierungstendenzen und solche zur Individualisierung. Pluralisierung meint hier die Zunahme ,,Nicht ehelicher Lebensgemeinschaften". Die damit verbundenen Wandlungsprozesse sollen beschrieben werden. Individualisierung meint hier die Individualisierung von Lebensläufen. Auch diese Wandlungsprozesse sollen auf empirischer Basis beschrieben werden.

Die Individualisierung innerfamilialer Beziehungen wird im dritten Teil der Arbeit auf die damit verbundenen Anforderungen und Erwartungen an die Partnerschaft untersucht. Die Vollendung der Individualisierungsansprüche: die ,,Nicht eheliche Lebensgemeinschaft" wird beobachtet und in ihren Folgen abgeschätzt. Sie führt zu einer Individualisierung der Kindheit: ,,Verinselung", die nicht zur Vereinsamung werden darf.

Im Kapitel ,,Strukturwandel und soziale Netze" wird das idealisierte Bild, der sich helfenden Großfamilie, der Vergangenheit relativiert. Auch in früheren Jahrhunderten habe die Kleinfamilie dominiert, und in Not Geratene konnten kaum auf Transferleistungen von Verwandten zurückgreifen. Die Zahl der Haushalte vom Typ Eltern mit Kindern, ohne Kinder, mit Großeltern, ohne Großeltern sei von 1910 bis 1970 nahezu gleich geblieben. Dramatische Veränderungen zeichneten sich jedoch bei den Nichtverwandten ab, von denen 1910 noch 24% miteinander lebten. 1970 leben so nur noch 2%, dafür gibt es aber 25% Einpersonenhaushalte. Im Gegensatz zu früheren Zeiten hättn die familialen Unterstützungsysteme und Transferleistungen zugenommen. Die Prognose geht von einer Zukunft solcher Systeme im ländlichen und kleinstädtischen Bereich aus, während man glaubt, dass in größeren Städten die Zahl der Menschen zunimmt, die auf staatliche Intervention angewiesen sind.

Im Resümee weisen die Autoren auf die verlängerte Jugendphase der Post-Adoleszenz hin. Die Phase der Familiengründung habe sich für die Post-Adoleszenten hinausgeschoben. Frauen seien durch die Wandlungen im weiblichen Rollenverständnis besonders den Individualisierungsprozessen ausgesetzt. Für die Erziehung weniger Kinder würde heute bedeutend mehr Zeit aufgewendet. Weniger Kinder und mehr Alleinerziehende werde in Zukunft zu einem Rückgang der verwandtschaftlichen Unterstützungssysteme führen, die eventuell durch nachbarschaftliche Unterstützungssyteme ersetzt werden könnten. ,,Strukturwandel und Individualisierung tragen dazu bei, dass Familienbildung und - entwicklung künftig nicht mehr einem einheitlichen Muster folgen werden. Ehe und Familie sind deshalb nicht zum Verschwinden verurteilt, aber es kommt zu einer Pluralisierung von Lebensformen."14

Es sei darauf hingewiesen, dass Bernhard Nauck (vgl. Kapitel 4.4) die Betreuungssituation von Kindern sehr differenziert untersucht hat und sich oben beschriebene Befürchtungen, in seiner Untersuchung, kaum bestätigt haben.

4.3 Rüdiger Peuckert (1991)

Rüdiger Peuckert wollte in seiner Arbeit unter anderem erörtern, welche realen Veränderungen sich im Vergleich zur privatisierten ,,Kern- oder Kleinfamilie der Moderne", seit deren Blütezeit, Mitte der 50iger und Anfang der 60iger Jahre, in der BRD abgezeichnet haben. Es sollte überprüft werden, ,,ob man tatsächlich von einer Tendenz zur Pluralisierung und Individualisierung der Lebensformen zu Lasten der ,,Normalfamilie" sprechen kann."15 Weiter unten stellt Peuckert noch Folgendes zur Diskussion: ,,Im letzten Abschnitt wird die These diskutiert, daß sich die Krise der modernen Familie nicht nur an der Ausbreitung alternativer Lebensformen ablesen läßt, sondern auch an der Deinstitutionalisierung, der Erosion der normativen Verbindlichkeit des ,,bürgerlichen" Familienmusters."

Der Höhepunkt der Institutionalisierung des normativen Leitbildes der ,,Normalfamilie" sei Mitte der 60iger Jahre von einem ,,demographischen Bruch" in den westlichen Industrieländern überschritten worden. ,,und dies zu einem Zeitpunkt, an dem in Europa Frieden, Vollbeschäftigung und eine stetige Erhöhung des Lebensstandards zu verzeichnen waren."16 Auf den folgenden Seiten, wird bei Peuckert wird das vorhandene Zahlenmaterial ausgebreitet, wobei sich die Beobachtung auf den Zeitraum bis 1989 beschränkt. Die jährlichen Eheschließungen seien von 531 000 im Jahre 1962 auf den Tiefstand von 328 000 im Jahre 1978 gesunken, was jedoch in keinem demographischen Zusammenhang stehe, sondern ,, auf eine abnehmende Heiratsneigung" zurückzuführen sei. Außerdem sei in ganz Europa ein deutlicher Geburtenrückgang zu verzeichnen, der in Deutschland zuerst einsetzte und auch heute (1991) noch auf dem niedrigsten Niveau sei. Peuckert stellte fest: ,,Heute gibt es, mit Ausnahme Irlands, kein nord- und westeuropäisches Land, in dem die Fertilität ausreicht, um die Elterngeneration zahlenmäßig zu ersetzen." Desweiteren verweißt er auf die Zunahme der Scheidungszahlen und deren Stabilisierung auf hohem Niveau hin. Seit 1982 schwankt die Zahl der Ehescheidungen im alten Bundesgebiet immer zwischen 1,9 und 2,1 je 1000 Einwohner, bis zum Jahr 1993. Die Eheschließungen haben mit 6,0 je 1000 Einwohner in Westdeutschland im Jahr 1993 den gleichen Tiefpunkt, wie 1985 erreicht. In den neuen Ländern sind die Veränderungen, die mit der Wiedervereinigung in Zusammenhang gebracht werden können besonders deutlich. Hier kann sicherlich von einer ,,Heiratsängstlichkeit" auf der einen und einer ,,Scheidungsängstlichkeit" auf der anderen Seite gesprochen werden. Die Heiratszahlen sind dort von 8,2 im Jahr 1988 auf 3,2 im Jahr 1991 abgesunken und halten bis 1993 an. Die Scheidunsgszahlen sind von 3,0 im Jahr 1988 auf weit unter 1,0 im Jahr 1992 abgesunken. Sie sind erst 1993 wieder bei 1,2 je 1000 Einwohner angestiegen. Die Unsicherheiten der Wiedervereinigung haben also zu einem, wenn vielleicht auch nur relativ kurzfristigen, Stabilitätsgewinn der bestehenden Ehen in den neuen Bundesländern geführt.17

Die Veränderungen der Haushaltsstruktur fasst Peuckert in vier Entwicklungstenzen zusammen:

(1) dem Aufkommen neuer Haushaltstypen (vor allem von Haushalten mit unverheiratet zusammenlebenden Paaren),
(2) einer verstärkten Diversifizierung der Haushaltstypen im Sinne einer Verschiebung quantitativer Gewichte der verschiedenen Lebensformen,
(3) einer fortschreitenden Verweiblichung der Haushaltsvorstände (z.B. hin zu weiblichen Ein-Eltern-Familien) und
(4) einem häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Haushaltstypen."18

In Bezug auf die Frage, um die Tendenzen einer zunehemenden Pluralisierung der Haushaltsstrukturen stellt Rüdiger Peuckert fest, dass heute kein Haushaltstyp und keine Familienform mehr so eindeutig dominiere, wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Anstelle der innerfamilialen Kontakte würden außerfamiliale Kontakte treten, die die Auflösungserscheinungen der Ehen auffangen. Er interpretiert die beschriebenen Wandlungsprozesse als das Ergebnis eines langfristig stattfindenden Modernisierungs- und Individualisierungsprozesses.

Insgesamt betrachtet bestätigt Peuckert die Individualisierungs- und Pluralisierungsthesen von Ulrich Beck und schränkt sie in keiner mir ersichtlichen Weise ein.

4.4 Bernhard Nauck (1991)

Die Analyse ,,Familien- und Betreuungssituation im Lebenslauf von Kindern", ist, aus pädagogischem Blickwinkel betrachtet, sehr interessant. Aus der theoretisch ,,kindzentrierten" Perspektive, versuchte er die veränderten Lebensbedingunen von Kindern zu analysieren. Es ging ihm um die Fundierung der Pluralisierungs- und Individualisierungsthese aus Perspektive der Kinder. Bezugsebene war zum Einen das Lebensalter der untersuchten Kinder zum Befragungszeitpunkt. Die Untersuchung führte diesbezüglich zu einem differenzierten Querschnittsvergleich. Das Risiko des Erlebens von Beziehungsbildung und Beziehungsauflösung wurde zum Anderen durch Kohortenanalysen im Längsschnitt untersucht. Die wesentlichen Fragestellungen, die untersucht wurden lauten:
,,- In welchem Ausmaß sind unterschiedliche Formen biologischer, rechtlicher und sozialer Eltern - Kind - Beziehungen festzustellen?
- In welchem Ausmaß treten Ereignisse der Familienbildung und Familienlösung im Lebenslauf von Kindern auf?"19

Befragt wurden 6380 Personen, die insgesamt 12687 Kinder hatten. Die Bezugdimension des Querschnittvergleichs ist der familiale ,,Normalentwurf", der sich aus folgenden Einzeldimensionen zusammensetzt: ,,(1) Die Eltern des Kindes sind miteinander verheiratet, das Kind ist (2) ehelich geboren und ist (3) ein leibliches Kind der Eltern, wobei (4) diese Eltern in einer Hausgemeinschaft leben und zugleich (5) eine Hausgemeinschaft mit dem Kind bilden."20

Die Hauptergebnisse der Untersuchung waren, dass 85% aller theoretisch befragten Kinder (0 - 18 Jahre) im Normalitätsentwurf lebten (91,1% bei der Geburt und 80,5% unter 18 Jahren). 3,3% der Kinder lebten als Stiefkinder, wobei davon 80% bei ihrer leiblichen Mutter und einem Stiefvater zu Hause waren. Die Wahrscheinlichkeit einer Stiefelternschaft lag für die Kinder unter 2 Jahren bei 0,6% und stiegt bei den Kindern bis unter 4 Jahren auf 2,7% an. Mit Erreichen der Volljährigkeit überschritt das Risiko Stiefkind zu werden die 4% Marke. 1,5% der Kinder waren Stiefkinder, die in die Ehe der befragten Personen eingebracht wurden. 1,6% der Kinder waren Scheidungskinder, die mit dem früheren Ehepartner zusammenlebten. 85% der Stief- und Scheidungskinder lebten bei ihrer Mutter. Die restlichen 8,4 % aller theoretisch befragten Kinder lebten in den 17 restlichen möglichen Abweichungen vom ,,Normalentwurf".

Zusammenfassend geht Bernhard Nauck davon aus, dass von einer Pluralisierung und Individualisierung der Lebensverhälttnisse, aus Sicht der Kinder, nur in sehr eingeschränktem Maß gesprochen werden könne. Vielmehr belegten die Ergebnisse sehr nachdrücklich die Familienzentriertheit der Kindschaftsverhältnisse in Deutschland.

An der quantitativen Relationen der einzelnen Kindschaftstypen, als auch in der lebensalterspezifischen Tendenz der Familienergänzung nach Trennung, Scheidung oder Verwitwung, ließe sich das ablesen. Für die Familienzentriertheit spräche auch der Rückgang der Fremdbetreuung. Die leibliche Elternschaft begründe vor allem bei Müttern den Verpflichtungsgrad zur Selbstbetreuung der Kinder. Nach einer Trennung sei das starke Bestreben zu erkennen, sich durch Kooptation eines Stiefelternteils, dem Normalitätsentwurf anzunähern. ,,Insofern wäre eine ,,Normierungs-" und ,,Standardisierungs-" hypothese, durch diese Analyse der Kindschaftsverhältnisse, weit eher zu stützen, als die einer ,,Individualisierung".

Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder im Vorschulalter mit Stief-, Adoptiv- und Pflegemüttern konfrontiert werden sei äußerst gering (unter 1%). Im Sekundarschulalter steige die Wahrscheinlichkeit auf mehr als 2% an. Die Substitution des leiblichen Vaters durch einen Stief- Adoptiv oder Pflegevater sei um einiges wahrscheinlicher. Sie steige im Vorschulalter rasch an und läge im im Alter von 6 Jahren bereits bei 3,5%. Ein weiterer Gipfel liege im Alter der 10 bis 11jährigen bei 5,5%. Das würde heißen, dass Stiefvaterschaft schwerpunktmäßig im Sekundarschulalter autrete.

Unterhalb der Volljährigkeit erlebten 80% der Kinder kein Familienbildungsereignis und 86,6% kein Familienlösungsereignis. 75,8% erlebten keines dieser Ereignisse. 87,7% der jüngsten Altersgruppe, aber nur noch 68,5% der 16 - 17jährigen hätten keinerlei Familienereignis erlebt. Das Risiko, dass verheiratete Eltern sich trennten sei am höchsten in den ersten vier Lebensjahren. Es steige rasch von 0,8% auf 4,4% an. Innerhalb des Grundschulalters bleibe das Trennungsrisiko etwa gleich. Die Trennungswahrscheinlichkeit erhöhe sich bis zum 10. Lebensjahr auf 12% der betroffenen Kinder und steige erst nach der Volljährigkeit wieder an. Die Scheidungskurve zeige einen ähnlichen Verlauf und sei gegenüber der Trennungskurve lediglich zeitlich versetzt. Seit Beginn der 60iger Jahre sei der in der Individualisierungsthese enthaltene Trend, unter Beobachtung der kohortenspezifischen Erlebensrisiken, zu beobachten. Das höchste Risiko Familienlösungsprozesse zu erleben hätten die der jüngsten Kohorte, das würde heißen, die nach 1974 geborenen Kinder.

Nauck schreibt: ,,Sie (die Befunde) zeigen, wie die Phase starker Familienzentriertheit im zweiten Jahrzent nach dem Weltkrieg dazu füht, daß Kinder, die in diesem Zeitraum geboren werden, so selten wie keine andere Generation zuvor (...) von Familienlösungs- und Bildungsereignissen betroffen gewesen sind. Schließlich zeigen die Befunde, daß seitdem die Stabilitätsrisiken familiärer Verhältnisse kontinuierlich zunehmen, ohne jedoch bislang das hohe Ausgangsniveau der Nachkriegsgeneration in vollem Umfang erreicht zu haben."21 Im Zusammenhang mit der Betreuungsituation von Kindern, wäre meiner Meinung nach der Vergleich von schichtenspezifischen Dimensionen äußerst interessant.

4.5 Günter Burkart (1995)

Günter Burkart verweist die Individualisierungs- und Pluralisierungstendenzen in ein schichtspezifisches Milieu. Es heißt bei ihm unter anderem: ,, Unterschiede zwischen verschiedenen Milieus lassen sich schon auf der ( strukturellen) Ebene der demographischen Daten leicht belegen. Kinderlosigkeit, Einpersonenhaushalte, nichteheliche Lebensgemeinschaften, hohe Scheidungsraten - alle diese postmodernen Formen kommen in Großstädten sowie in den Bevölkerungsschichten mit höherer Bildung und höherem Einkommen wesentlich häufiger vor."22 Burkart weist darauf hin, dass die Behauptung, dass nichteheliche Lebensgemeinschaften sich auch in den traditionellen Milieus ausgebreitet hätten, bis dato nicht empirisch belegbar sei. Auf Seite 10 heißt es, dass eher mit einer Polarisierung der Milieus zu rechnen sei. Polarisierungstendenzen seien diesbezüglich bereits festgestellt worden.

Ein wachsender Teil der Paare bleibe kinderlos, während solche, die bereits ein Kind hätten, sich im Allgemeinen auch noch für weitere Kinder entschieden. Der Zerfall der Familie sei in der Vergangenheit aus dem individualisierten Milieu heraus vorschnell verallgemeinert worden. Er schreibt unter Anderem: ,,Es ist kein Wunder, daß man den Zerfall der Familie prognostiziert, wenn man ,,living apart together" (LAT) als Modell nimmt. Doch LAT kommt immer noch vor allem bei Seeleuten, Gefangenen, Montage-Arbeitern usw. vor, und neuerdings auch bei akademischen Pendlern; vgl. Rüdiger Peuckert ..."23. ,,Individualisierte Partnerschaften" seien außerhalb des akademisch - intellektuellen Milieus kaum zu erwarten. Als Prognose könnte es zu einer stärkeren Polarisierung zwischen kinderlosen Paaren und Familienpaaren kommen, was ein gesteigertes sozialpolitisches Konfliktpotential in sich berge.

5.0 Fazit

Ich habe versucht die Individualisierungs- und Pluralisierungsthese von Ulrich Beck, anhand der in den Fußnoten genannten Aufsätze zu überprüfen. Dies kann, im Rahmen dieser Hausarbeit, da es sich um den Vergleich bereits bestehender Arbeiten handelt nur tertiär geschehen. In Bezug auf die Betreuungssituation von Kindern treffen seine Thesen nur in eingeschränktem Maße zu. Die Bemerkungen von Burkart, dass diese Tendenzen, vor allem milieuspezifischer Natur sind, halte ich für maßgeblich. Ich glaube auch nicht, dass das Erleben von Kennenlern- oder Trennungssituationen für Kinder ,,negative" Folgen haben muss. Zum einen sind die neuen ,,Stiefväter" bestimmt besser als ihr Ruf, zum anderen entsteht durch erhöhten Handlungsbedarf auch eine erhöhte Handlungskompetenz. Ich bewerte, in diesem Zusammenhang, die von Beck richtig erkannte ,,Unmöglichkeit der Nichtentscheidung" durchaus positiv. Auch wenn er die Zahlen in seinem populärwissenschaftlichen Werk sehr milieuspezifisch interpretiert hat, unterstützte ich die dahinterstehenden Forderungen. Vielleicht könnte er mir zustimmen, wenn ich statt einer gesellschaftsfreundlichen Familie lieber eine familienfreundliche Gesellschaft fordere. In diesem Zusammenhang, müsste vor allem der horizontale Familienlastenausgleich politisch weiter diskutiert und voran getriebenen werden.

6.0 Literaturliste

Beck, Ulrich (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Band 365.

Bertram, Hans / Borrmann - Müller, Renate (1988) : Individualisierung und Pluralisierung familialer Lebensformen. In: APUZ: B 13 / 88. S. 14 - 23.

Peuckert, Rüdiger (1991): Pluralisierung und Individualisierung der Lebensformen in der Bundesrepublik Deutschland: ein einführender Überblick. In: Peuckert, Rüdiger (Hrsg.): Familienformen im sozialen Wandel. UTB für Wissenschaft. Opladen. 1991. S. 13 - 31.

Nauck, Bernhard (1991): Familien und Betreuungssituation im Lebenslauf von Kindern. In: Bertram, Hans (Hrsg.): Die Familie in Westdeutschland. Stabilität und Wandel familialer Lebensformen. Opladen: Leske und Budrich. 1991. S. 389 - 428.

Nave-Herz, Rosemarie (1988): Kontinuität und Wandel in der Bedeutung, in der Struktur und Stabilität von Ehe und Familie in der Bundesrepublik Deutschland. In: Nave-Herz, Rosemarie (Hrsg.): Wandel und Kontinuität der Familie in der Bundesrepublik Deutschland. Stuttgart: Enke. 1988. S. 61 - 90.

Burkart, Günter (1995): Zum Strukturwandel der Familie. Mythen und Fakten. In: APUZ: B 52 - 53 / 95. S. 3 - 13

Prüfung Allgemeine Pädagogik WS 1998 am 22. 10. 98

Thema: Kindheit im Wandel als pädagogische Herausforderung

1.0 historische Dimensionen von Kindheit

2.0 Soziologischer Kontext und Tendenzen im aktuellen Gesellschaftsbild

3.0 Wie tritt Kindheit in der derzeitigen Gesellschaft auf

4.0 pädagogische Konsequenzen

4.1 im Rahmen einer inneren Schulreform von Seiten der Lehrer

4.2 im Rahmen einer äußeren Schulreform von Seiten der Politik

4.3 für die Eltern der betroffenen Kinder

Literatur

Preuss-Lausitz, Ulf: Kinheit 2000. Entwicklungstendenzen zwischen Risiken und Chancen. In: Daubert, H./Ewers, H.H. (Hrsg.): Veränderte Kinheit in der aktuellen Kinderliteratur. Westermann. Braunschweig. 1995.

Stange, Helmut: Kindheit und Jugend zwischen Chancen und Risiken. In: Nys sen, E./Schön, B. (Hrsg.): Perspektiven für Pädagogisches Handeln. Eine Einführung in Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik. Juventa. Weinheim München. 1998.

Nyssen, Elke: Schule als Institution: Bildung für alle? In: Nyssen, E./Schön, B. (Hrsg.): Perspektiven für Pädagogisches Handeln. Eine Einführung in Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik. Juventa. Weinheim München. 1998.

Preuss-Lausitz, Ulf: Die Kinder des Jahrhunderts. Zur Pädagogik der Vielfalt im Jahr 2000. Beltz. Basel. 1993.

Ariès, Philippe: Geschicht der Kindheit.dtv Verlag. München. 9. Auflage.1990.

Hurrelmann, Bettina: Fernsehen und Bücher - Medien im Familienalltag. Über die Hintergründe verhinderter Lesebereitschaft. In: Jaumann, O./Behnken,I. (Hrsg.): Kindheit und Schule. Kinderleben im Blick von Grund schulpädagogik und Kinheitsforschung. Juventa. Weinheim München. 1995.

Fölling-Albers, Maria: Kindheitsforschung und Schule. Überlegungen zu einen Annäherungsprozess. In: Jaumann, O./Behnken,I. (Hrsg.): Kindheit und Schule. Kinderleben im Blick von Grundschulpädagogik und Kinheitsforschung. Juventa. Weinheim München. 1995

Beck, Ulrich: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frank furt am Main: Suhrkamp. Band 365.1986.

Bertram, Hans / Borrmann - Müller, Renate: Individualisierung und Pluralisie rung familialer Lebensformen. In: APUZ: B 13 / 88.1988.

Peuckert, Rüdiger: Pluralisierung und Individualisierung der Lebensformen in der Bundesrepublik Deutschland: ein einführender Überblick. In: Peuckert, Rüdiger (Hrsg.): Familienformen im sozialen Wandel. UTB für Wissen schaft. Opladen.1991.

Nauck, Bernhard: Familien und Betreuungssituation im Lebenslauf von Kin dern. In: Bertram, Hans (Hrsg.): Die Familie in Westdeutschland. Stabilität und Wandel familialer Lebensformen. Opladen: Leske und Budrich. 1991.

Burkart, Günter: Zum Strukturwandel der Familie. Mythen und Fakten. In: APUZ: B 52 - 53 / 95.1995.

[...]


1 Vgl. Beck, Ulrich (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Band 365. Kapitel IV. S. 180.

2 Vgl. Bertram, Hans / Borrmann - Müller, Renate (1988) : Individualisierung und Pluralisierung familialer Lebensformen. In: APUZ: B 13 / 88. S. 14 - 23.

3 Vgl. Peuckert, Rüdiger (1991): Pluralisierung und Individualisierung der Lebensformen in der Bundesrepublik Deutschland: ein einführender Überblick. In: Peuckert, Rüdiger (Hrsg.): Familienformen im sozialen Wandel. UTB für Wissenschaft. Opladen. 1991. S. 13 - 31.

4 Vgl. Nauck, Bernhard (1991): Familien und Betreuungssituation im Lebenslauf von Kindern. In: Bertram, Hans (Hrsg.): Die Familie in Westdeutschland. Stabilität und Wandel familialer Lebensformen. Opladen: Leske und Budrich. 1991. S. 389 - 428.

5 Vgl. Nave-Herz, Rosemarie (1988): Kontinuität und Wandel in der Bedeutung, in der Struktur und Stabilität von Ehe und Familie in der Bundesrepublik Deutschland. In: Nave- Herz, Rosemarie (Hrsg.): Wandel und Kontinuität der Familie in der Bundesrepublik Deutschland. Stuttgart: Enke. 1988. S. 61 - 90.

6 Burkart, Günter (1995): Zum Strukturwandel der Familie. Mythen und Fakten. In: APUZ: B 52 - 53 / 95. S. 3 - 13.

7 Vgl. Beck, U., Risikogesellschaft (FN 1), S. 206 f.

8 Vgl. Beck, U., Risikogesellschaft (FN 1), S. 161 - 174. Alle folgenden Zitate beziehen sich auf diese Seitenangaben und werden nicht mehr gesondert ausgewiesen.

9 Quelle : Fünfter Familienbericht, Deutscher Bundestag, Drucksache 12 / 7560, S. 51.

10 Quelle: Fünfter Familienbericht, Deutscher Bundestag, Drucksache 12 / 7560, S. 51.

11 Quelle: Statistisches Bundesamt. In: APUZ B52 - 53 / 95. S. 14.

12 Vgl. Beck. U., Risikogesellschaft (FN 1) S. 208ff.

13 Vgl. Beck, U., Risikogesellschaft (FN 1), S. 210.

14 Vgl. Bertram, H. / Borrman - Müller, R., Individualisierung und Pluralisierung (FN 2). S.

15 Vgl. Peuckert, R., Pluralisierung und Individualisierung (FN 3). S.13.

16 Vgl. Peuckert, R., Pluralisierung und Individualisierung (FN 3). S.17

17 Vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Datenreport 1994. Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung. Band 325.

18 Vgl. Peuckert, R., Pluralisierung und Individualisierung (FN 3). S.23.

19 Vgl. Nauck, B., Betreuungssituation (FN 4). S. 390.

20 Vgl. Nauck, B., Betreuungssituation (FN 4). S. 397.

21 Vgl. Nauck, B., Betreuungssituation (FN 4). S. 428.

22 Vgl. Burkart, G., Strukturwandel (FN 6). S. 9. Vor allem auch die Texte der Fußnoten.

23 Vgl. Burkart, G., Strukturwandel (FN 6). Fußnote 34.

16 von 16 Seiten

Details

Titel
Pluralisierung und Individualisierung familialer Lebensformen
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Veranstaltung
Hauptseminar `Die Familie im sozialen Wandel`
Note
1,5
Autor
Jahr
1997
Seiten
16
Katalognummer
V97480
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pluralisierung, Individualisierung, Lebensformen, Hauptseminar, Familie, Wandel`
Arbeit zitieren
Burkard Maurer (Autor), 1997, Pluralisierung und Individualisierung familialer Lebensformen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97480

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