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Exegese - Die Speisung der Fünftausend

Titel: Exegese - Die Speisung der Fünftausend

Hausarbeit , 2002 , 60 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Heike Grobel (Autor:in), Katrin Schmahl (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir haben uns bei der Auswahl des Textes für unsere Exegese auf die Geschichte von der‚ Speisung der Fünftausend′ geeinigt. Es gibt mehrere Gründe, warum uns dieser Text fasziniert hat.
Die erste Begegnung mit diesem Text hatten wir beide im Kindergottesdienst. Schon dort verwunderte uns diese Geschichte. Alles klang so unglaublich und doch beruhigend. So schien es jemanden zu geben, der uns auch in größter Not bei Seite steht. Es war ein besonderes Zeichen von Gottes Macht.
Diese Geschichte beeindruckte uns so stark, das wir unsere Begeisterung mit den späteren Kindergottesdienst Kindern teilen wollten. So wurde diese Geschichte oftmals Thema des Kindergottesdienstes. Und mit ihr die Verbindung zum Abendmahl, welche nicht nur uns, sondern auch die Kinder interessierte.
Auch heute ist dieser Text noch aktuell. Schließlich gibt es überall Menschen die Hunger leiden. Der Aspekt der Mitmenschlichkeit und des Teilens steht hier didaktisch gesehen ganz klar im Vordergrund. Ebenso die Verknüpfung der Begriffe Not und Erbarmen.

In der Universität lernten wir, dass es sich bei dieser Geschichte anscheinend um die Textgattung einer Wundergeschichte handelt, aber ist sie wirklich eine klassische Wundergeschichte? Dies wollen wir im Verlauf unserer Exegese klären.
Auffallend fanden wir, bei der näheren Betrachtung dieser Geschichte, die großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Synoptiker. Auch dies wird ein zentrales Thema unserer Arbeit sein.
Am überraschendsten jedoch war für uns die Entdeckung, dass es nicht nur eine Geschichte von der Speisung der Fünftausend gibt, sondern auch eine von der Speisung der Viertausend. Wir fragen uns, wieso wird diese Geschichte zwei mal in ähnlicher Version erzählt. Wir hoffen auch dies in unserer Exegese aufklären zu können.
Weitere Aufmerksamkeit werden wir auch dem Bild von den Schafen und dem Hirten, unter besonderer Berücksichtigung der Verbindung zum alten Testament, widmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung der Textauswahl

2. Übersetzungskritik

2.1 Vergleich von Luthers Übersetzung und der Einheitsübersetzung

2.2 Vergleich von der Einheitsübersetzung und der Züricher Übersetzung

2.3 Vergleich von Luthers Übersetzung und der Züricher Übersetzung

2.4 Hintergrund zu den Vergleichen der verschiedenen Übersetzungen

3. Quellenkritik

3.1 Analyse der Literarischen Abhängigkeit

3.2 Synoptisches Modell

3.3 Synoptischer Vergleich von Markus und Matthäus

3.3.1 Der Aufbau bei Markus

3.3.2 Der Aufbau bei Matthäus

3.3.3 Wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Matthäus

3.3.4 Unterschiede zwischen Markus und Matthäus

3.3.5 Ergänzungen bei Markus

3.3.6 Ergänzungen bei Matthäus

3.3.7 Zusammenfassung

3.4 Synoptischer Vergleich von Markus und Lukas

3.4.1 Der Aufbau bei Lukas

3.4.2 Wörtliche Übereinstimmungen zwischen Markus und Lukas

3.4.3 Unterschiede zwischen Markus und Lukas

3.4.4 Ergänzungen bei Markus

3.4.5 Ergänzungen bei Lukas

3.4.6 Zusammenfassung

3.5 Fazit

4. Form und Gattungsbegriff

4.1 Form und Gattungsbestimmung

4.2 Das narrative Muster

5. Traditionskritik

5.1 Gegenüberstellung mit ‚Das Abendmahl’ (Mk 14, 22-25)

5.2 Gegenüberstellung mit ‚Die Speisung der Viertausend’ (Mk 8, 1-10)

5.3 Beeinflussung seitens biblischer und theologischer Motive

5.4 Ergebnisorientierte Ausführung

5.5 Verschiedene Deutungsebenen

6. Redaktionskritik

6.1 Hintergrund zum Markusevangelium

6.2 Hintergrund zum Matthäusevangelium

6.3 Hintergrund zum Lukasevangelium

6.4 Vergleich von Markus und Matthäus am Text

6.5 Vergleich von Markus und Lukas am Text

7. Sach- und Begriffskritik

8. Hermeneutische Frage

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, die Perikope der Speisung der Fünftausend (Mt. 14, 13-21; Mk. 6, 30-44; Lk. 9, 10-17) einer wissenschaftlichen Exegese zu unterziehen. Dabei steht die Untersuchung der literarischen Abhängigkeiten, die Analyse unterschiedlicher Übersetzungen sowie die Klärung der Gattung und des historischen Hintergrunds im Fokus, um die Bedeutung des Textes für den heutigen Kontext und den Religionsunterricht zu erschließen.

  • Synoptischer Vergleich der Evangelienberichte
  • Traditionskritische Einordnung und Deutungsmotive
  • Analyse der Redaktionskritik bei Markus, Matthäus und Lukas
  • Theologische und hermeneutische Reflexion des Textes
  • Didaktische Relevanz für den Kindergottesdienst und Religionsunterricht

Auszug aus dem Buch

3.3.7 Zusammenfassung

Matthäus Version der Geschichte ‚Die Speisung der Fünftausend’ fällt wesentlich knapper aus als die von Markus. Warum er auf für uns wesentliche Punkte, die bei Markus auftauchen verzichtet bzw. nicht anführt werden wir im späteren Verlauf der Exegese zu klären versuchen.

Markus beginnt die Geschichte mit der Versammlung der Apostel bei Jesus (V.30). Diesen Punkt beschreibt Matthäus jedoch schon am Ende der vorrangegangenen Geschichte ‚Die Enthauptung Johannes des Täufers’ (Mt 14, 3-12). Matthäus beginnt seine Version mit der Reaktion Jesu (V.13). Ein großer und charakteristischer Unterschied besteht in der Darstellung der Beziehung zwischen Jesus und den Jünger. So lässt Matthäus das Ruhebedürfnis der Jünger vollkommen weg und erklärt somit an keiner Stelle den Grund, warum sie nun eigentlich in eine einsame Gegend fahren. Markus dagegen geht sehr ausführlich auf diesen Punkt ein. Er beschreibt das Ruhebedürfnis der Jünger und ehrt somit ihr Wirken. Verstärkt wird das Ruhebedürfnis durch die Aussage, dass sie noch nicht einmal Zeit zum Essen fanden (V.31).

Auch bei der Fahrt mit dem Boot in eine einsame Gegend lässt Matthäus die Jünger außen vor. Er schreibt lediglich, dass ‚er’ also Jesus mit dem Boot fuhr. Von den Jüngern erwähnt er nichts (V.13). Erst in Vers 15 erwähnt Matthäus das erste Mal die Jünger. Markus hingegen schreibt davon, dass ‚sie’ mit dem Boot fuhren (V.32), womit er die Jünger schon einschlisst. Markus bringt als einziger einen Vergleich zwischen den vielen Menschen und hirtenlosen Schafen an (V.34) und beschreibt somit als einziger die Begründung seines Mitleides für die vielen Menschen.

Ein weiterer auffälliger Unterschied besteht darin, dass Jesus die Menschen bei Markus Version lehrt, während er bei Matthäus Version die Kranken heilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begründung der Textauswahl: Die Autoren begründen ihr Interesse an der Speisungsgeschichte durch ihre frühe Prägung im Kindergottesdienst und die didaktische Aktualität des Themas.

2. Übersetzungskritik: Dieser Abschnitt vergleicht verschiedene Bibelübersetzungen (Luther, Einheitsübersetzung, Züricher), um sprachliche Unterschiede und Nuancen in der Wortgestaltung aufzuzeigen.

3. Quellenkritik: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung der synoptischen Abhängigkeiten zwischen Markus, Matthäus und Lukas unter Heranziehung der Zweiquellentheorie.

4. Form und Gattungsbegriff: Der Text wird als Wundergeschichte bzw. Geschenkwunder klassifiziert und das narrative Muster nach Theißen angewendet.

5. Traditionskritik: Hier werden der historische Kontext und biblische Motive wie das Abendmahl und die Speisung der Viertausend analysiert.

6. Redaktionskritik: Dieser Teil beleuchtet die spezifischen theologischen Profile und Schwerpunkte der drei Evangelisten im Hinblick auf die Speisungsperikope.

7. Sach- und Begriffskritik: Wichtige Begriffe wie "Apostel", "Schafe", "Hirte" und "Lehren" werden exegetisch definiert.

8. Hermeneutische Frage: Die Autoren reflektieren die Bedeutung der Geschichte für die heutige Zeit und den Religionsunterricht.

Schlüsselwörter

Speisung der Fünftausend, Exegese, Synoptiker, Markus, Matthäus, Lukas, Zweiquellentheorie, Wundergeschichte, Messiasgeheimnis, Abendmahl, Didaktik, Religionsunterricht, biblische Motive, Redaktionskritik, Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit widmet sich der exegetischen Analyse der Speisung der Fünftausend in den drei synoptischen Evangelien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Analyse umfasst sprachliche Vergleiche, quellenkritische Vergleiche, gattungstheoretische Einordnungen sowie die redaktionsgeschichtliche Darstellung bei den einzelnen Evangelisten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Exegese?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in den synoptischen Versionen zu beleuchten, um die spezifische Intention der Evangelisten sowie die Bedeutung für den heutigen Glaubensalltag zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden klassische historisch-kritische Methoden angewandt, insbesondere die Redaktions-, Traditions- und Quellenkritik sowie eine synoptische Gegenüberstellung.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Vergleich der Texte, der Bestimmung der Gattung als "Geschenkwunder" und der Untersuchung zentraler Motive wie dem "Hirtenbild" oder dem Abendmahlsbezug.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die synoptische Abhängigkeit, die redaktionelle Eigenheit der Evangelisten und der didaktische Wert für die pädagogische Praxis.

Warum spielt das Bild der Schafe nur bei Markus eine Rolle?

Das Hirten- und Schafmotiv ist spezifisch für die markinische Redaktion, um Jesus als den "neuen Mose" und die geordnete Gemeinschaft als Gottesvolk zu verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich die matthäische von der markinischen Version hinsichtlich des Heilens?

Markus betont das "Lehren" Jesu, während Matthäus das "Heilen" in den Vordergrund stellt, was die Autoren als Ausdruck unterschiedlicher theologischer Prioritäten interpretieren.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Exegese - Die Speisung der Fünftausend
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Ev. Theologie und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten am Neuen Testament
Note
1,3
Autoren
Heike Grobel (Autor:in), Katrin Schmahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
60
Katalognummer
V9753
ISBN (eBook)
9783638163712
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Neues Testament Speisung Fünftausend Matthäus Lukas Markus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heike Grobel (Autor:in), Katrin Schmahl (Autor:in), 2002, Exegese - Die Speisung der Fünftausend, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9753
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Leseprobe aus  60  Seiten
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