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Krippenkinder lieben Rituale. Stärkung von Basiskompetenzen durch wiederkehrende Abläufe im U3-Bereich

Titel: Krippenkinder lieben Rituale. Stärkung von Basiskompetenzen durch wiederkehrende Abläufe im U3-Bereich

Hausarbeit , 2019 , 23 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Elena Sedlmeyr (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Facharbeit sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wie lautet die Begriffsbestimmung des Wortes Ritual und welche Bedeutung haben sie für die heutige Gesellschaft? Wie lautet die Abgrenzung zum Begriff "Regel"? Welche Arten von Ritualen gibt es in einer Krippe? Welche Bedeutung haben Rituale für U3-Kinder (oder auch für Ü3-Kinder)? Welche Anforderungen stellen sich an die pädagogische Fachkraft?

Darüber hinaus wird informatives Material zu diesen Themen an die Hand gegeben werden: Familienentwicklung im Lebenslauf, Peter Maiers "Acht Kriterien des Erwachsenseins", Aufzählung praktischer Umsetzungen von Ritualen im Kita-Alltag (Rituale im Tagesablauf und im Jahreslauf), Förderung exekutiver Funktionen, Jean Piagets Zeitbegriff, Sinn und Unsinn von Ritualen.

In Ritualen finden die Krippenkinder erste Orientierungshilfen und verlässliche „Anker“. Nicht zuletzt durch ihren Wiederholungscharakter und die soziale Dimension stellen diese eine optimale Chance dar, die den Kindern tiefsinnige Lernerfahrungen ermöglichen können. Dies ist besonders in der heutigen Wissensgesellschaft, in der Fähigkeiten und Basiskompetenzen immer wichtiger werden, die Grundvoraussetzung für ein späteres, erfolgreiches Leben der Kinder.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der Begriff Ritual

2.1.1 Wortherkunft und Merkmale

2.1.2 Abgrenzung zum Begriff Regel

2.2 Rituale in der modernen Gesellschaft

2.2.1 Darstellung der heutigen Gesellschaft

2.2.2 Bedeutung von Ritualen für die Gesellschaft

2.3 Rituale in der Kinderkrippe

2.3.1 Rituale im Krippenalltag

2.3.2 Bedeutung für U3-Kinder

2.3.3 Anforderungen an die pädagogische Fachkraft

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Facharbeit ist es, das Potenzial von ritualisierten Abläufen im U3-Bereich zu untersuchen und deren Beitrag zur Stärkung der Basiskompetenzen von Krippenkindern in einer sich wandelnden Wissensgesellschaft aufzuzeigen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie durch wiederkehrende Strukturen Sicherheit und Orientierung geschaffen werden kann.

  • Theoretische Fundierung des Ritualbegriffs und Abgrenzung zu Regeln
  • Analyse der Bedeutung von Ritualen in der modernen Gesellschaft
  • Klassifizierung und Einsatz von Ritualen im Krippenalltag
  • Bedeutung von Ritualen für die kognitive Entwicklung und Selbstregulation von Kleinkindern
  • Anforderungen an pädagogische Fachkräfte bei der Gestaltung ritualisierter Abläufe

Auszug aus dem Buch

2.1.1 WORTHERKUNFT UND MERKMALE

Zu Beginn meiner Facharbeit möchte ich die theoretischen Grundlagen zum Thema Krippenkinder lieben Rituale erläutern, weshalb ich zunächst die Wortherkunft des Begriffs Ritual darlegen werde.

Ursprünglich stammt dieser aus dem lateinischen Sprachgebrauch, dessen Substantiv ritus im Deutschen mit Brauch oder Sitte übersetzt werden kann.5 Das entsprechende Adjektiv lautet ritualis und wird in der antiken Literatur meist im religiösen Kontext verwendet, wie beispielsweise die libri ritualis (z. Dt. Ritualbücher).6

Auch heutzutage findet man bestimmte Wortformeln oder Gesten in den unterschiedlichen Religionen. Derartige Praktiken sind explizit festgelegt und werden durch ihre wiederkehrende Vorgehensweise charakterisiert, wie etwa das Beten und die Eucharistiefeier im christlichen Gottesdienst. In diesem Zusammenhang ist das Ritual als eine „nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit Symbolgehalt“7 zu definieren. Andererseits kann es weltlicher Art sein, wenn im Alltag eine formelle Handlung – zum Beispiel das Händereichen zur Begrüßung oder Verabschiedung – repetiert.8

Der US-amerikanische Wissenschaftler Alfred Rappaport (*1932), der in seinen Arbeiten ebenfalls die These vertritt, dass sich die Begriffsbezeichnung Ritual „nicht auf religiöse Praktiken beschränken muss“9, erläutert sechs wesentliche Merkmale:

1. Die Wiederholung – nicht unbedingt ausschließlich bezüglich der Handlung, sondern auch hinsichtlich des Inhalts und der Form

2. Das Tun – nicht nur etwas sagen oder denken, sondern auch handeln

3. Das besondere Verhalten und die Stilisierung – wobei Verhalten und Symbole von ihrer gewöhnlichen Verwendung abgehoben werden

4. Die Ordnung – ein Anfang und ein Ende und ein Rahmen für Spontaneität

5. Der sinnträchtige Präsentationsstil, wobei durch Inszenierung und Fokussierung ein „aufmerksamer Bewusstseinszustand“ geschaffen wird

6. Die kollektive Dimension, die soziale Bedeutungen erzeugt.10

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und die damit steigende Relevanz von Basiskompetenzen, wobei Rituale als Orientierungshilfen für Kleinkinder eingeführt werden.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Ritual, differenziert ihn von Regeln und untersucht seine Bedeutung in der modernen Gesellschaft sowie speziell im Kontext der Kinderkrippe.

2.1 Der Begriff Ritual: Hier erfolgt die Herleitung des Begriffs aus dem Lateinischen sowie die Beschreibung wesentlicher Merkmale und die Abgrenzung zum Begriff der Regel.

2.1.1 Wortherkunft und Merkmale: Dieser Abschnitt erläutert die etymologische Herkunft des Begriffs Ritual und identifiziert sechs zentrale Merkmale, wie etwa die Wiederholung und Ordnung.

2.1.2 Abgrenzung zum Begriff Regel: Hier werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Ritualen und Regeln analysiert, insbesondere im Hinblick auf deren Wirkungsweise und den sozialen Stellenwert.

2.2 Rituale in der modernen Gesellschaft: Dieser Teil betrachtet den gesellschaftlichen Wandel und die Stabilisierungsfunktion, die Rituale in einem oft unsicheren und schnelllebigen Umfeld bieten.

2.2.1 Darstellung der heutigen Gesellschaft: Es wird analysiert, wie Mobilisierung, Wissensgesellschaft und der Wandel der Familienformen zu einer empfundenen Orientierungslosigkeit bei Individuen führen.

2.2.2 Bedeutung von Ritualen für die Gesellschaft: Hier wird dargelegt, wie Rituale als Zeiten des Innehaltens und als Bewältigungsstrategien in Krisen fungieren können.

2.3 Rituale in der Kinderkrippe: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den pädagogischen Alltag in der Kinderkrippe.

2.3.1 Rituale im Krippenalltag: Es erfolgt eine Klassifizierung von Ritualen in Tageslauf, Jahreskreis und solche für besondere Anlässe.

2.3.2 Bedeutung für U3-Kinder: Dieses Kapitel erläutert, warum Rituale für U3-Kinder essenziell sind, um Halt, Sicherheit und Unterstützung bei der Selbstregulation zu finden.

2.3.3 Anforderungen an die pädagogische Fachkraft: Abschließend werden Erwartungen an Fachkräfte formuliert, etwa hinsichtlich der sparsamen, reflexiven Anwendung von Ritualen und der Zusammenarbeit mit Eltern.

Schlüsselwörter

Rituale, Krippe, U3-Bereich, Basiskompetenzen, Wiederholung, Struktur, Sicherheit, Selbstregulation, pädagogische Fachkraft, Familienzyklus, Übergangsrituale, kindliche Entwicklung, Wissensgesellschaft, Orientierung, Gruppenkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Ritualen in der Kinderkrippe und deren Beitrag zur Stärkung der Basiskompetenzen bei Kindern unter drei Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Ritualen, deren Wandel und Relevanz in der modernen Gesellschaft sowie ihre praktische Anwendung und Funktion im Krippenalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Potenzial von ritualisierten Abläufen für eine sichere und orientierungsgebende pädagogische Arbeit im U3-Bereich zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Facharbeit, die auf einer Literaturanalyse relevanter pädagogischer und soziologischer Quellen basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Ritualbegriffs, eine soziologische Einordnung und eine spezifische pädagogische Analyse der Ritualpraxis in der Krippe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rituale, U3-Pädagogik, Selbstregulation, Basiskompetenzen, Struktur und Sicherheit.

Warum sind Rituale gerade für Kinder in den ersten drei Lebensjahren besonders wichtig?

Sie dienen als „Anker“ in einer oft unübersichtlichen Welt und bieten den Kindern, die noch keinen entwickelten Zeitbegriff haben, notwendige Konstanz und Orientierung.

Wie unterscheiden sich Rituale von verbindlichen Regeln laut der Autorin?

Während Regeln rational begründet und erzwingbar sind sowie bei Missachtung sanktioniert werden, sind Rituale auf Konsens angelegt, freiwillig und werden nicht mit Bestrafung konnotiert.

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Details

Titel
Krippenkinder lieben Rituale. Stärkung von Basiskompetenzen durch wiederkehrende Abläufe im U3-Bereich
Note
1,1
Autor
Elena Sedlmeyr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V975548
ISBN (eBook)
9783346327574
ISBN (Buch)
9783346327581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rituale Krippenkinder Erzieher Gesellschaft pädagogische Fachkraft Regeln Morgenkreis Basiskompetenzen Definition Kindergarten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Sedlmeyr (Autor:in), 2019, Krippenkinder lieben Rituale. Stärkung von Basiskompetenzen durch wiederkehrende Abläufe im U3-Bereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975548
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Leseprobe aus  23  Seiten
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