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Eine linguistische Untersuchung zur Agonalität in Sprache anhand zweier Agrégations. Wettstreit der Wirklichkeiten

Titel: Eine linguistische Untersuchung zur Agonalität in Sprache anhand zweier Agrégations. Wettstreit der Wirklichkeiten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Antonia Tremel (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das zentrale Motiv dieser Arbeit stellt den Terminus der Agonalität dar, welcher auf die Agone im alten Griechenland zurückgeht. Diese bezeichnen die sportlichen aber auch musischen Wettkämpfe in der griechischen Antike, welche bis heute als Olympische Spiele fest in der Gesellschaft verankert sind und im Rahmen eines allgemein festlichen Programms abgehalten werden. Während heutzutage Wettkämpfe solcher Art eher als mediales Ereignis angesehen werden, machten sie in der Antike einen essentiellen Bestandteil der griechischen Identität aus. Die Bedeutung der Agone liegt in der Ansicht, dass durch einen friedlichen Wettstreit, gleich ob sportlicher, musischer oder dichterischer Art, jede Form von Despotismus verhindert werde, da im stetigen Wettstreit um Recht und Anspruch Absolutheit kein Gehör findet.

Da die Welt die Verkörperung eines kompetitiven Schauplatzes darstellt, ist es nicht verwunderlich, dass die Philosophie später das Prinzip der Agone aufgreift und als Regelordnung versteht, welche im Konflikt und der in der Aushandlung von Sachverhalten auftritt. Da die Welt und die Sprache unweigerlich miteinander verknüpft sind, worauf im weiteren Verlauf der Arbeit genauer eingegangen wird, lässt sich diese Form von Wettstreit ebenfalls in der Welt der Sprache eruieren, wo sie sich an der sprachlichen Oberfläche als „agonale Zentren“ manifestiert. Um Agonalität in der Sprache nachgehen zu können, sollen in dieser Arbeit zwei Agrégations als Untersuchungsgegenstand herangezogen werden, um hierbei exemplarisch die zentralen Thematiken der Textgrundlage zu eruieren, sowie an-schließend die antagonistischen Perspektiven herauszuarbeiten. Für dieses Vorgehen ist die Arbeit in drei Teile gegliedert, in welcher der erste die theoretischen Überlegungen zu Agonalität und Wissen darstellen, sowie das Vorgehen der Analysearbeit explizieren soll. Im zweiten Kapitel wird die Analyse mit vier Unterpunkten ausgeführt, um sie in einem ab-schließenden Schritt zu bewerten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Agonalität und agonale Zentren

2.1. Vorgehensweise und Untersuchungsgegenstand

3. Analyse

3.1. Agonale Thematisierung von Heteronomie: >Notwendigkeit< vs. >Überwindung<

3.2. Agonale Thematisierung von Politik und Religion: >Unterdrückung< vs. >Freiheit<

3.3. Agonale Thematisierung von Moral: >Moral ist unverzichtbar< vs. >Moral ist entbehrlich<

3.4. Agonale Thematisierung von Egoismus: >positive Wirkung< vs. >negative Wirkung<

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das linguistische Phänomen der Agonalität in zwei französischen Agrégations, die sich mit Max Stirners Werk „Der Einzige und sein Eigentum“ befassen. Ziel ist es, durch die Analyse sprachlicher Indikatoren aufzuzeigen, wie unterschiedliche Weltbilder und Perspektiven als „agonale Zentren“ innerhalb der Texte konstruiert werden und inwiefern diese zur Wissenskonstitution beitragen.

  • Grundlagen der Agonalität und Diskursanalyse nach Felder und Mattfeldt
  • Methodische Vorgehensweise bei der Identifikation agonaler Marker
  • Analyse der agonalen Thematisierung von Heteronomie und individueller Freiheit
  • Untersuchung der Spannungsfelder zwischen Religion, Politik und individuellem Egoismus
  • Reflexion über die Rolle des Wissens und der Perspektivität in politischen Diskursen

Auszug aus dem Buch

3.1. Agonale Thematisierung von Heteronomie: >Notwendigkeit< vs. >Überwindung<

Das vielfach kritisierte und diskutierte Werk „der Einzige und sein Eigentum“ (1884), welches unter dem Pseudonym Max Stirner herausgebracht wurde, thematisiert die politischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts und plädiert im Rahmen dessen für eine atheistische Aufklärung sowie für eine Philosophie der Tat. Schon in der Aufgabenstellung der Agrégations zu dem Werk wird der Begriff der Heteronomie benannt, welcher als zentrales Motiv des Werkes angesehen werden kann. Der Autor des Werkes präsentiert sich als Verfechter für das Streben nach der absoluten Freiheit – moralischer sowie gesellschaftlicher Art und Weise.

So ist für ihn die Überwindung äußerer und innerer Pflichten essentiell, um als freier und selbstbestimmter Mensch zu leben. Die Frage nach der Heteronomie wird somit auf unterschiedlichen Ebenen im Text behandelt und jongliert dabei mit allen der im vorigen Kapitel vorgestellten handlungsleitenden Konzepten Freiheit, Zwänge, Individuum und Gesellschaft. Als erstes Beispiel der agonalen Verhandlung von Heteronomie in den Textauszügen ist dieses hier aufzuführen: [...]nicht ausschließlich um die Befreiung des Individuums von äußeren Zwängen, sondern um die Überwindung jeglicher Form von Heteronomie“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das zentrale Motiv der Arbeit, die Agonalität, ein und beschreibt das methodische Vorgehen bei der Untersuchung zweier französischer Agrégations.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die linguistischen Konzepte zur Wissenskonstitution, der Agonalität und die Analysekategorien nach Felder und Mattfeldt theoretisch verankert.

3. Analyse: In diesem Hauptteil werden die Texte auf agonale Zentren hin untersucht, wobei die Themen Heteronomie, Politik, Moral und Egoismus in ihren antagonistischen Perspektiven analysiert werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Analyseschwierigkeiten und diskutiert die Anwendbarkeit der Theorie der agonalen Zentren auf die vorliegenden Texte.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Forschungsliteratur.

6. Anhang: Enthält ergänzende Textmaterialien und Analysedaten aus den untersuchten Agrégations.

Schlüsselwörter

Agonalität, Diskursanalyse, Max Stirner, Heteronomie, Wissen, Sprachwissenschaft, Perspektivität, Individualismus, Egoismus, politische Philosophie, Sprachspiel, Semantik, Geltungsansprüche, Handlungsleitende Konzepte, Wissenskonstitution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das sprachliche Phänomen der Agonalität, also den Wettstreit von Perspektiven, in zwei französischen Agrégations über Max Stirners Werk „Der Einzige und sein Eigentum“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Heteronomie, Politik, Moral und Egoismus, die in den Texten als agonale Zentren gegensätzlich verhandelt werden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Perspektivität und die sprachliche Konstruktion von Wissen in den untersuchten Texten durch die Offenlegung agonaler Zentren sichtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die linguistische Diskursanalyse unter Anwendung der pragma-semiotischen Theorie, insbesondere die Kategorien von Ekkehard Felder und Anna Mattfeldt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden mittels spezifischer linguistischer Marker – etwa adversativer Konnektoren oder lexikalischer Gegenüberstellungen – die widersprüchlichen Konzepte zur Befreiung des Individuums und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Agonalität, Diskurs, Individuum, Gesellschaft, Freiheit, Zwang und Wissenskonstitution.

Wie definiert der Autor Max Stirner im Kontext dieser Arbeit?

Stirner wird als Verfechter einer radikalen individuellen Freiheit betrachtet, dessen Werk als Ausgangspunkt dient, um das Spannungsfeld zwischen der Befreiung von inneren Zwängen und der Ablehnung jeglicher gesellschaftlicher Fremdbestimmung aufzuzeigen.

Warum spielt der Begriff "Heteronomie" eine so wichtige Rolle?

Heteronomie wird in den Agrégations als zentrales Motiv identifiziert, wobei der Diskurs zwischen der Notwendigkeit gesellschaftlicher Ordnung und dem radikalen Ziel der Überwindung jeglicher Fremdbestimmung den Kern des agonalen Streits bildet.

Welche Herausforderungen nennt die Verfasserin bei der Analyse?

Die Verfasserin nennt die Komplexität der französischen Syntax in den Textbelegen sowie die Schwierigkeit, agonale Zentren präzise von generellen textuellen Kontrastierungen abzugrenzen.

Was bedeutet der Begriff "agonale Zentren" konkret in der Anwendung?

Agonale Zentren sind jene Stellen im Text, an denen durch wiederholte und spezifische sprachliche Markierungen ein Wettstreit um konkurrierende Deutungen von Wirklichkeit, Werten oder Handlungsoptionen ausgetragen wird.

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Details

Titel
Eine linguistische Untersuchung zur Agonalität in Sprache anhand zweier Agrégations. Wettstreit der Wirklichkeiten
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,0
Autor
Antonia Tremel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
34
Katalognummer
V975829
ISBN (eBook)
9783346326515
ISBN (Buch)
9783346326522
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine untersuchung agonalität sprache agrégations wettstreit wirklichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antonia Tremel (Autor:in), 2019, Eine linguistische Untersuchung zur Agonalität in Sprache anhand zweier Agrégations. Wettstreit der Wirklichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975829
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Leseprobe aus  34  Seiten
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