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Inwiefern wird die Fachkommunikation durch kontrollierte Sprachen unterstützt?

Titel: Inwiefern wird die Fachkommunikation durch kontrollierte Sprachen unterstützt?

Seminararbeit , 2020 , 33 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Inna Warkus (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beginnt mit einer theoretischen Einführung in das Arbeitsfeld der technischen Redaktion und Dokumentation, um den Blick des Lesers für die darauffolgenden Kapitel zu schärfen, die näher auf die Wissensfelder der Fachkommunikation und der kontrollierten Sprachen eingehen. Auf dieser Wissensgrundlage aufbauend, wird die kontrollierte Sprache „ASD Simplified Technical English“ vorgestellt und erläutert. Darauf folgt eine Vorstellung des „Hamburger Verständlichkeitskonzepts“, anhand dessen Parameter zur Bestimmung von Verständlichkeit von Fachkommunikation bei Verwendung kontrollierter Sprache herausgearbeitet werden sollen. Das nächste Kapitel liefert konkrete Anwendungsbeispiele, indem bereits bestehende fachkommunikative Inhalte, in diesem Fall Passagen aus einer Bedienungsanleitung, gemäß den Regeln des ASD STE umgeschrieben werden. Diese werden im Anschluss mit den Ausgangspassagen anhand der zuvor erarbeiteten Verständlichkeitsparameter verglichen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden im darauffolgenden Kapitel zusammengefasst und erläutert, um die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von kontrollierter Sprache auf die Fachkommunikation zu beantworten. Den Schluss dieser Seminararbeit bilden eine Schlussbetrachtung sowie ein Ausblick mit Nennung von Forschungsdesiderata.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Technische Redaktion und Dokumentation

2.1 Fachkommunikation

2.2 Kontrollierte Sprachen

2.3 ASD Simplified Technical English

3 Verständlichkeitskonzepte

4 Verständlichkeitsprüfung anhand von Beispielen

5 Auswirkungen von Regulierter Sprache auf die Fachkommunikation

6 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern der Einsatz kontrollierter Sprachen, insbesondere des "ASD Simplified Technical English" (ASD STE), die Verständlichkeit, Lesbarkeit und Übersetzbarkeit von technischer Dokumentation verbessern kann, um effizientere Kommunikationsprozesse in der technischen Redaktion zu ermöglichen.

  • Grundlagen der Technischen Redaktion und Fachkommunikation
  • Charakteristika und Zielsetzung kontrollierter Sprachen
  • Detailanalyse des Regelwerks von ASD Simplified Technical English
  • Anwendung wissenschaftlicher Verständlichkeitskonzepte (Hamburger und Karlsruher Modell)
  • Praktische Evaluation von Textoptimierungen anhand von Anwendungsbeispielen

Auszug aus dem Buch

2.3 ASD Simplified Technical English

Die erste Variante des Kontrollierten Englisch war das in den 1930er Jahren entwickelte BASIC English, das einen Großwortschatz von 850 Wörtern umfasst, die in die semantischen Klassen „action“, „thing“ und „quality“ eingeteilt werden. Moderne Varianten des Kontrollierten Englisch orientieren sich an diesen Vorgaben sowie an der Zielsetzung, die Textverständlichkeit durch verbesserte Lesbarkeit zu erhöhen. (vgl. Drewer & Ziegler, 2014, S. 200-210)

Zu den bekanntesten Varianten zählt das Association Européenne des Contructeurs de Matérial Aérospatial (nachfolgend AECMA abgekürzt), das mittlerweile als ASD Simplified Technical English in der Luft- und Raumfahrt verwendet wird (vgl. ebd.). Zurückzuführen sind die Entwicklungen auf die hohe Komplexität der Maschinen, die einer umfangreichen Beschreibung bedürfen und das Dokumentationsvolumen durch ihre rasante Weiterentwicklung erhöhten. So umfasste ein Handbuch im Jahre 1910 noch rund 100 Seiten, bevor es in den 1990er Jahren auf über 500.000 Seiten erweitert und auf 30 Bände aufgeteilt wurde. (vgl. ebd.)

Im Fokus der Entwicklungen stand die Lesbarkeitserhöhung für Nicht-Muttersprachler, um so die Übersetzungskosten zu senken und die Rechtssicherheit zu erhöhen. Zu diesem Zwecke galt es, individuelle stilistische Variationen der Autoren zu unterbinden und die Länge der Syntax zu beschränken. (vgl. ebd.) Die Erlernbarkeit dieser Sprachvariation ist jedoch umstritten, sodass der Einsatz von Controlled-Language-Checkern in vielen Unternehmen als obligatorisch gilt (vgl. ebd.). Eine Wirkungsverstärkung der Standardisierung wurde durch eine Richtlinie geschaffen, die die Verwendung des ASD STE auch für Zulieferer verbindlich machte (vgl. Lehrndorfer & Reuther, 2008, S. 97-121). Inzwischen wird das ASD STE nicht nur als Standard in der Luft- und Raumfahrt, sondern auch in anderen Industriezweigen, wie z. B. dem Energiesektor, der Softwareentwicklung und im militärischen Bereich, verwendet (vgl. ebd.). Das Regelwerk des ASD STE besteht aus Komponenten, die aus der Verständlichkeitsforschung bzw. dem Praxisalltag der Technischen Redaktion stammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themengebiets der Technischen Redaktion und der Relevanz kontrollierter Sprachen für eine effiziente Fachkommunikation sowie Definition der Forschungsfrage.

2 Technische Redaktion und Dokumentation: Erläuterung des Berufsfeldes, der fachkommunikativen Grundlagen und einer ersten Einführung in die Konzepte von ASD Simplified Technical English.

3 Verständlichkeitskonzepte: Theoretische Herleitung von Kriterien für Textverständlichkeit basierend auf dem Hamburger Verständlichkeitskonzept und dem Karlsruher Modell.

4 Verständlichkeitsprüfung anhand von Beispielen: Praktische Analyse und Vergleich von unkontrollierten und kontrollierten Textpassagen aus einer Bedienungsanleitung.

5 Auswirkungen von Regulierter Sprache auf die Fachkommunikation: Diskussion der positiven Effekte für Rezipienten, Autoren und Unternehmen durch gesteigerte Textqualität.

6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Identifikation von Forschungsdesiderata im Bereich der Automatisierung.

Schlüsselwörter

Technische Redaktion, Fachkommunikation, Kontrollierte Sprache, ASD Simplified Technical English, ASD STE, Verständlichkeit, Lesbarkeit, Übersetzungsgerechtes Schreiben, Informationsdesign, Technische Dokumentation, Sprachstandardisierung, Style Guide, Kognitive Verarbeitung, Single-Source-Ansatz, Prozessoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die unterstützende Funktion kontrollierter Sprachen, speziell des ASD Simplified Technical English, bei der Erstellung verständlicher technischer Dokumentationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Technische Redaktion, die kognitiven Grundlagen der Textverständlichkeit sowie die praktische Anwendung standardisierter Schreibregeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass kontrollierte Sprachen durch die Standardisierung von Lexik und Syntax die Qualität und Verständlichkeit technischer Texte signifikant erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine deskriptive Literaturanalyse mit einem praktischen, komparativen Analyseansatz an konkreten Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Verständlichkeitsmodelle und führt einen praktischen Vergleich von Originaltexten und deren optimierten Fassungen durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Fachkommunikation, ASD STE, Verständlichkeit und Technische Redaktion einordnen.

Welche Rolle spielt das "Hamburger Verständlichkeitskonzept"?

Es dient zusammen mit dem Karlsruher Modell als wissenschaftlicher Bezugsrahmen, um Parameter wie Prägnanz und Struktur für die Evaluation der Texte zu definieren.

Warum wird der "Single-Source-Ansatz" erwähnt?

Dieser Ansatz wird im Kontext der Prozessqualität und Kosteneinsparung durch modulare Datenwiederverwendung in Redaktionssystemen thematisiert.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inwiefern wird die Fachkommunikation durch kontrollierte Sprachen unterstützt?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Technische Redaktion und Kommunikation
Note
1,7
Autor
Inna Warkus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
33
Katalognummer
V975886
ISBN (eBook)
9783346320766
ISBN (Buch)
9783346320773
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kontrollierte Sprache Simplified English Fachkommunikation TR Technische Redaktion Redaktion Technik Unternehmenskommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Inna Warkus (Autor:in), 2020, Inwiefern wird die Fachkommunikation durch kontrollierte Sprachen unterstützt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975886
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Leseprobe aus  33  Seiten
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