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Die Etablierung der Karolinger-Dynastie in Europa

Vom ersten Hilfeersuchen Roms an Karl Martell bis zur Kaiserkrönung Karls

Titel: Die Etablierung der Karolinger-Dynastie in Europa

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lukas Riering (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Karl der Große gelang es mit seiner Kaiserkrönung im Jahre 800 nach Christus Geschichte zu schreiben. Er veränderte das Mächteverhältnis in Europa und schaffte Grundlagen, welche Jahrhunderte später noch das politische Geschäft prägen sollten. Es stellt sich die Frage, wie es die Karolinger geschafft hatten so schnell ihre Macht in Europa zu stützen. Im Inland selber hatten die Karolinger bereits Macht angehäuft, doch auch auf europäischer Bühne gelang diesen mit der Hilfe Roms ein schneller Aufstieg. Unter Karl Martell entstand ein erster Kontakt nach Rom – doch wie kam es davon ausgehend zur späteren Königserhebung und schließlich etwa 60 Jahre nach dem ersten Kontakt zur Kaiserkrönung Karls? Warum gelang es den Karolingern ein zweites Kaisertum in Europa zu etablieren?

Auch stellt sich die Frage, warum es gerade auf eine so enge Beziehung zwischen Papsttum und Karolingern hinauslief. Papst Stephan II. schreibt in einem Brief an die Karolinger, dass "Eure Hoffnung auf zukünftige Belohnung wahrhaftig in dieser apostolischen römischen Kirche Gottes, die uns anvertraut worden ist" läge. Stimmt dies und welche Vorteile erhofften sich beide Seiten von einer gemeinsamen Partnerschaft? Verlief diese auf Augenhöhe?

Diese Hausarbeit soll sich eben diesen Fragen widmen. Dazu soll in dieser Hausarbeit chronologisch die Ereignisse und die Beziehung zwischen Karolingern und Rom untersucht werden. Von Papst Gregor II. soll schließlich zu Papst Leo III. hingeführt werden und untersucht werden, wie die Ausgangslage der Kaiserkrönung 800 war. Zwei wichtige Werke wurden dabei von Sebastian Scholz und Peter Classen verfasst, welche sich mit dem Verhältnis zwischen Päpsten und Karolingern beschäftigt haben. Zudem soll auch besonderer Bezug zu den "Codex Epistolaris Carolinus" genommen werden, welche einem einen wichtigen authentischen Blick in die Zeitgeschichte erlauben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ablösung Byzanz als Schutzmacht Roms

2.1 Der Streit zwischen Rom und Konstantinopel

2.2 Hilfegesuch an Karl Martell

2.3 Bund zwischen Stephan II. und Pippin III.

3. Das Duell zwischen Karl und Karlmann um den engeren Kontakt nach Rom

4. Der Machtausbau Karls des Großen unter Hadrian I.

5. Die Kaisererhebung Karls des Großen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische und machtstrategische Annäherung zwischen dem Papsttum und den Karolingern im 8. Jahrhundert. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie es den Karolingern gelang, Byzanz als Schutzmacht Roms abzulösen und mit der Kaiserkrönung im Jahr 800 eine neue, legitime Machtstruktur in Europa zu etablieren.

  • Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen dem Papsttum und den Karolingern
  • Die geopolitische Schwächung des byzantinischen Einflusses in Italien
  • Die Rolle der Langobarden als Katalysator für das fränkisch-päpstliche Bündnis
  • Die Bedeutung sakraler Legitimation und persönlicher Interessen für den Aufstieg der Karolinger

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Streit zwischen Rom und Konstantinopel

476 wurde Romulus Augustulus als weströmischer Kaiser abgesetzt. Das Ende eines Jahrhunderte-langen expandierenden römischen Reiches wurde damit mehr und mehr besiegelt. Ostrom versuchte sich jedoch an diese Stelle zu stellen und das römische Reich zu bewahren. Konstantinopel wurde zur neuen Hauptstadt ernannt und der oströmische Kaiser als genügend für beide Teile angesehen. Westrom wurde nun von Konstantinopel aus regiert. Während es Ostrom lange Zeit gelang beide Reiche – West- und Ostrom – aufrechtzuerhalten und es schaffte einige Grenzen sogar noch zu erweitern, wuchs jedoch zunehmend der Druck an den Grenzen. Ab dem 7. Jahrhundert verlor das byzantinische Reich schließlich immer mehr Regionen. Diese Entwicklung geht schlussendlich mit der Eroberung Konstantinopels und dem damit besiegelten Ende Byzanz im Jahre 1453 aus.

Der kurze Aufriss der Geschichte Byzanz spielt bei der Suche nach dem Grund für die Krönung Karls 800 eine wichtige Rolle, denn schließlich stellt sich die Frage, warum überhaupt ein neues Kaiserreich gegründet wurde, wenn doch das Kaiserreich Byzanz weiterlebte.

Festhalten kann man bereits eine zunehmende Schwächung des Ostens. Nähere Informationen zum behandelten Zeitraum findet man in zwei Briefen, welche Gregor III. an Karl Martell im Jahre 739 und 740 geschrieben hatte. Diese beiden Briefe sind dank Karl dem Großen überliefert geblieben. Er gab 791 in Auftrag alle Briefe der Päpste zu sammeln und zu bündeln, um diese der Nachwelt erhalten zu lassen. Diese beiden Briefe bilden die Lage Roms sehr eindringlich wieder. Papst Gregor schildert an Karl Martell, dass Rom sich in höchster Not befinden würde, da die Langobarden nach Italien eingedrungen und das Land verwüsten würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Forschungsfrage nach den Gründen für den rasanten Aufstieg der Karolinger und ihre enge Bindung an das Papsttum bis hin zur Kaiserkrönung.

2. Ablösung Byzanz als Schutzmacht Roms: Dieses Kapitel analysiert die Abkehr Roms von Byzanz aufgrund politischer Spannungen und die erste, zunächst zögerliche Kontaktaufnahme der Päpste zu den Franken.

3. Das Duell zwischen Karl und Karlmann um den engeren Kontakt nach Rom: Hier wird der innerkarolingische Machtkampf beleuchtet und wie der Papst durch taktische Parteinahme seine eigene Position sicherte.

4. Der Machtausbau Karls des Großen unter Hadrian I.: Das Kapitel thematisiert die Festigung des fränkischen Einflusses in Italien durch Karl den Großen und die faktische Unabhängigkeit des Papsttums von Byzanz.

5. Die Kaisererhebung Karls des Großen: Die Darstellung des Weges zur Kaiserkrönung im Jahr 800, bedingt durch die politische Instabilität unter Papst Leo III. und die Notwendigkeit einer sakralen Legitimation.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Partnerschaft zwischen den Karolingern und dem Papsttum ein taktisches Zweckbündnis war, das langfristig ein machtpolitisches Ungleichgewicht zuungunsten Roms schuf.

Schlüsselwörter

Karolinger, Papsttum, Byzanz, Kaiserkrönung, Karl der Große, Langobarden, Rom, Pippin III., Hadrian I., Leo III., Machtpolitik, Legitimation, Codex Epistolaris Carolinus, Schutzmacht, Bündnispolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Etablierung der Karolinger-Dynastie als führende Macht in Europa im 8. Jahrhundert und ihre symbiotische, aber spannungsreiche Beziehung zum römischen Papsttum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die geopolitische Loslösung Roms von Byzanz, die militärische Rolle der Franken als Beschützer Roms gegen die Langobarden sowie die symbolische und rechtliche Aufwertung der Karolinger bis zur Kaiserkrönung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es zu erklären, wie die Karolinger durch ein taktisches Bündnis mit der Kirche ihre Machtbasis so festigen konnten, dass eine Erneuerung des Kaisertums im Abendland möglich wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit folgt einem chronologischen Ansatz und stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Quellen, insbesondere des Codex Epistolaris Carolinus, sowie auf die Fachliteratur namhafter Historiker wie Sebastian Scholz und Peter Classen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Annäherung vom ersten Hilfegesuch an Karl Martell über die Regierungszeit von Pippin III. und Karl dem Großen bis hin zum Pontifikat Leos III.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch die Begriffe Karolinger, Papsttum, Kaiserkrönung, Machtpolitik, Byzanz und Langobarden charakterisieren.

Warum spielt Byzanz in dieser Arbeit eine wichtige Rolle?

Byzanz war die ursprüngliche Schutzmacht Roms. Der Abfall von dieser Schutzmacht schuf ein Machtvakuum, das erst durch das Eingreifen der Franken gefüllt werden konnte und somit den Weg für die Karolinger ebnete.

Welche Rolle spielte die Krönung Karls für die Legitimation der Karolinger?

Die Krönung verlieh den Karolingern nicht nur militärische Macht, sondern auch eine sakrale, kaiserliche Legitimität, die sie zur offiziellen und unangefochtenen Königsdynastie Europas erhob.

Was bedeutet die Bezeichnung "Patricius Romanorum" in diesem Kontext?

Dieser Titel bezeichnete eine Schutzfunktion für Rom und die Kirche, die Karl durch seine militärischen Erfolge erwarb und die seine Sonderstellung als wichtigster Verbündeter des Papstes manifestierte.

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Details

Titel
Die Etablierung der Karolinger-Dynastie in Europa
Untertitel
Vom ersten Hilfeersuchen Roms an Karl Martell bis zur Kaiserkrönung Karls
Hochschule
Universität Münster
Note
1,3
Autor
Lukas Riering (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V976577
ISBN (eBook)
9783346324160
ISBN (Buch)
9783346324177
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karl der Große Papsttum Karolinger Mittelalter Dynastien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Riering (Autor:in), 2020, Die Etablierung der Karolinger-Dynastie in Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976577
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Leseprobe aus  19  Seiten
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